M - Eine Stadt sucht einen Mörder - Kritik

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

DE · 1931 · Laufzeit 117 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama, Kriminalfilm · Kinostart
Du
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    "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", handwerklich gekonnt inszenierter Kriminalfilm, der dennoch nicht genug Spannung aufbauen kann.

    Jahrelang liegt man mir schon in den Ohren, ich solle endlich "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" schauen und nun, da er in der Movie Lounge der Filmchaoten gelandet ist, war es endlich soweit. Was kann ich sagen, natürlich ist der Film sehr alt, in schwarzweiß gedreht und mit charmantem, flackerndem Bild. Natürlich sind die Ansprüche heutzutage wesentlich höher und doch gibt es Kriminalfilme oder Thriller, wo man ihn auch einordnen kann, aus dieser Zeit, die mich wesentlich mehr mitreissen. Handwerklich ist "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ein Kunstwerk keine Frage, denn Fritz Lang arbeitet hier mit verschiedenen Perspektiven, künstlerischen Bildern und spielerischen Effekten. Auch sein Hauptdarsteller Peter Lorre (Casablanca) ist großartig und könnte den Film allein mit seiner Darbietung alleine tragen. Leider schleppt sich die Handlung von "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ganz schwer durch eine Laufzeit von 117 Minuten und baut auch so kaum Spannung auf. Interessant ist zwar wie die polizeilichen Ermittlungen voran gehen, doch dümpelt das alles so unglaublich dahin, dass dem Zuschauer recht langweilig wird. Irgendwie wirkt der Film als wolle Lang viel und gibt schlussendlich nichts. Es gibt zu viele Szenen, die einfach unwichtig sind, die eigentliche Handlung scheint erst nach knapp einer Stunde auf den Plan zu treten und vorher dreht sich das ganze mehr oder minder im Kreis. Auch der Schluss reißt nichts heraus, alles wirkt irgendwie inszeniert und überspitzt.Mit dem Mörder kann sich der Zuschauer nicht so recht "anfreunden", denn im Grunde erfährt man kaum etwas von ihm. In seinem Schlussmonolog erklärt er zwar das warum, doch hätte ich es schön gefunden, wenn man mehr persönliche Details für seinen Charakter gesehen hätte.

    "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", für mich leider kein Meisterwerk und doch ist er sicherlich Vorreiter heutiger Kriminalfilme, was ihn sicherlich zum Meilenstein der Filmgeschichte macht.

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      Für mich ist "M" so etwas wie der deutsche "Citizen Kane". Virtuos und bahnbrechend in Erzählweise und Inszenierung hat Fritz Lang's Jagd nach einem Kindermörder bis heute kaum etwas an Anziehungskraft verloren.
      Vor allem in der zweiten Filmhälfte baut der Film eine Spannung und Atmosphäre auf und ist gerade wegen des grandiosen Peter Lorre in die (Film-)Geschichte eingegangen. Ein wahrer Klassiker.

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        Den Blick des Blinden werde ich wohl nie vergessen.

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          JanCoccotti 28.11.2017, 22:48 Geändert 26.01.2018, 01:12

          Das Potenzial zum Lieblingsfilm ist vorhanden, Peter Lorre und eine Hand voll Laiendarsteller zerstören leider gänzlich manche Atmosphäre mit ihrer Untalentiertheit; eine Tragödie, sind doch Schauspieler des Kalibers eines Gründgens mit dabei.

          Schön, wie Lang zu Beginn mit Bildern zeigt, was nun passierte, vor allem auch durch das, was nicht gezeigt wird.

          Bei der Polizeivisite wird als humoristisches Element ein Mann weitergelassen, der nichts mit dem Gesuchten zutun hat, doch dann mit dem Stock humoristisch zurückgezogen und etwas anderem verdächtigt; ein schönes Detail.

          Ein erstaunlicher Matchcut zur Decke gehen, schließlich über die Straße zum Fenster senkrecht fahrend.

          Sonst ist noch eine sehr steile Kameraansicht notierungswürdig, die von den Socken bis zum Scheitel den im Sessel sitzenden Detektiv zeigt.

          Ein schöner Cut, von dem Raum zum POV oder Close-Up auf etwas, dann wieder zurück und man ist im anderen Raum, es macht aber immer noch Sinn, dass die gleiche Person es betrachtet.

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            ----Spoileralarm----
            Dieses Stück Filmgeschichte musste ich unbedingt endlich sehen . Ein Gigant seiner Zeit und ein Meisterwerk von Lang . Eine atemberaubende Beklemmung , wenn man an die Kinder denkt und an die Bestie die nicht gefasst werden kann .Die Fahndung ( und das ergreifen ) nach dem Täter kam mir etwas zu kurz , außerdem hätte ich gerne das Urteil gehört . M sorgt aber ansonsten die ganze Spieldauer dafür , das es sich lohnt ihn mal anzuschauen .

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              sachsenkrieger 28.09.2017, 20:30 Geändert 28.09.2017, 20:30


              Licht und Schatten und Dunkel, Kamera und Ton, das Berlin der 1930er, Gustav Gründgens, Peter Lorre, Theo Lingen und alle anderen, handverlesenen Figuren, die Gemeinschaft der Ganoven, die Gilde der Bettler, die Sparkasse, die Halle des Bergkönigs, das Publikum ... Lang´s M ist vielleicht wirklich der "... hier eigenen Text einfügen..." deutsche Film aller Zeiten...

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                Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist die unheimliche Präsenz von Peter Lorre, der hier eine seiner besten Leistungen abliefert. Einer von Fritz Langs großen Filmen.

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                  Zurecht ein Klassiker, nicht nur des deutschen Films, sondern generell:

                  diese Bildmontage, diese Kamera, diese Schauspieler!

                  Auch inhaltlich mehr als ein bloßer Krimi: zeitlose Fragen nach dem Wesen des Menschen, nach Moral und Schuld, zugespitzt in einer der besten 'Gerichts'-Szenen überhaupt (in der zunächst die Verbrecher die Kläger sind!) mit einem unglaublichen Peter Lorre fesseln auch heute noch.

                  Auch wenn das Erzähltempo arg gedrosselt ist: Bitte unbedingt schauen!

                  • 8 .5

                    Ganz hervorragend gealterter Klassiker des "guten alten" deutschen Kinos.
                    Ja, die Kamera wirkt weniger agil als heute, die Dialoge teils hölzern, der Ton ist (wohl auch geschuldet der langen Schnitt- und Verbotsgeschichte von "M") nicht durchgängig, aber doch stimmen die relevanten Punkte, die Film eben ausmachen.
                    Die Geschichte ist zeitlos und weiß - mit Einschränkungen - mitzureißen, die Charaktere sind (wohl heutzutage auch einfach gesellschaftshistorisch) interessant, filmwissenschaftlich ist der Wert von "M" vermutlich nicht überschätzbar.

                    Der Film mag nicht jedem gefallen, er ist kein Blockbuster im heutigen Sinne, aber doch sollte man ihn gesehen haben, um Film im Allgemeinen besser einschätzen und verstehen zu können.

                    Klasse übrigens ist die dezente, aber doch zentrale und wirkungsvolle Rolle, die Fritz Lang hier in seinem ersten Tonfilm gleich dem Ton zukommen lässt.
                    Er dient nicht nur als technische Spielerei, als Gimmick, sondern ist ganz entscheidend für den Handlungsverlauf, was für einen wohlüberlegten Einsatz dieser für Zuschauer und Produzierende neuartigen Technik spricht.

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                    • 8

                      Sehr schöner Film.

                      Am Anfang sehr spannent und teils emotional, nach der Mitte zieht es sich leider etwas und man wartet sehnsüchtig was mit dem Mörder passiert.

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                        Endlich ist es geschafft! Nach über eineinhalb Jahrzehnten, zig Verchiebungen, Ausflüchten, verpassten Gelegenheiten und der inneren Unsicherheit, ob mir der erste Tonfilm des Fritz Lang gefallen kann, habe ich sie nun hinter mir - die erste (sicherlich aber nicht letzte) Sichtung. ^_^/"

                        Talentiertere Moviepiloten, als ich es bin, haben mit Feuereifer oder Witz ihre Kommentare verfasst. Ich habe keinen Schimmer davon, wie ich meinen Kommentar gestalten soll. Vermutlich gerät er semi-analytisch und wird keine Zitate, oder Anekdoten zur Auflockerung enthalten. Mit einiger Vorarbeit und Struktur könnte ich etwas Derartiges schaffen. Allerdings will ich jetzt diesen Kommentar verfassen und nicht erst in Tagen, Wochen oder Monaten.

                        Für mich hatte diese Sichtung nur bedingt mit Spaß oder Unterhaltung zu tun.
                        Zu lange hatte ich mir im Wissen ob dessen filmgeschichtlicher Bedeutung vorgenommen, den Film 'M - Eine Stadt sucht einen Mörder' anzusehen. Je mehr Zeit nach diesem beabsichtigten Vorhaben verstrich, desto unsicherer wurde ich.

                        Die Lobeshymnen Anderer, die hohen Positionierungen in wichtigen Film-Best ofs, mein ureigenstes Interesse am Film, seit ich eine kurze Inhaltsangabe und den Namen Fritz Lang gelesen habe, erschufen unvermeidbar eine Erwartungshaltung zu diesem Klassiker, Meisterwerk und die Filmlandschaft verändernden Film.

                        Ohne Vorwissen und Kenntnisse wäre 'M' bloß ein Schwarz-Weiß-Tonfilm ohne Musik. Gemessen am derzeitigen Fundus an Kriminalfilmen zum Thema Kindstötung und Selbstjustiz gibt es genug Vertreter, einige gar grandios gespielt, mit packender Musik und selbstredend in Farbe.

                        Dass es jedoch die heutigen sozialkriminellen Cop-Thriller und Dramen in der uns heute so vertraut wirkenden Form gibt, dafür kann - nein - muss dieses Meisterwerk des frühen Tonfilmes als internationaler Wegbereiter gesehen werden.

                        Fritz Langs akribische, jegliche Improvisation ausschließende Regiearbeit ist ganz sicher nicht für jeden heutigen Filmsehenden gleichermaßen ein Juwel.

                        Der Film:

                        Ohne die heute geforderte und meist bediente Charaktereinführung und -Bindung wird der Zuschauer in eine eher triste und seltsam anmutende Anfangszene gepresst. Hier gibt es nichts für das Auge oder Ohr zu erfreuen.
                        Ein von Oben herab geworfener Blick auf Kinder. Der einsetzende Abzählreim ist dank der Akustik stellenweise schwer verständlich. Das alleine erschwert den Einstieg jedoch nicht.
                        Die Inszenierung darf man schlichtweg nicht nach heutigem Stand beurteilen. Gleichwohl hat der Regisseur jenen Einstieg genau so geplant. Jede Geste, jedes Wort, sämtliche Kamerawinkel und Beleuchtungen wurden von Fritz Lang diktiert.

                        Ich hatte anfangs große Schwierigkeiten in den Film zu finden. Zu distanziert fand ich viele Einstellungen der ersten zehn Minuten. Mit den ersten gesellschaftlichen Auswirkungen von Angst, Kontrollversuch, zerstörter Illusion vermeindlich absoluter Sicherheit, Verleumdungen und ersten Ermittlungsschritten nimmt 'M - eine Stadt sucht einen Mörder' spürbar an Fahrt auf.

                        Die Darstellung des lange Zeit unbekannten Täters ist inszenatorisch zwiegespalten. Einerseits benutzt man grandiose Ansätze (z.b. Schattenwurf an Säule vor dem Aushang) jedoch entfalten sie beim ersten Ansehen des Filmes längst nicht die spätere Wirkung folgender Sichtungen. Die Stimmung ist unterkühlt. Noch entfaltet sich nicht die Bedrohlichkeit. Das schaffen an dieser Stelle nur weitere Sichtungen. Eine spätere, ähnliche Gelegenheit für das menschliche Monster wird weit emotional-aufgewühlter - bereits bei deren Beginn - Besorgnis erregend und ab dem Pfeifen in latent empfundener Bedrohung durchlebt.

                        Doch zurück zum Einstieg des Filmes und Peter Lorre. Er ist wenig bis garnicht zu sehen. Dafür jedoch gibt es akustisch zwei Dinge, die wir Erstbetrachter mit dem kaum gezeigt bekommenen Mann verbinden. Da wäre zum Einen eine gepfiffene Melodie. Niemand, der sie vor der ersten Sichtung aus der Klingeltonwerbung und dem bereits der Namenslosigkeit verfallenen Interpreten her kennt, wird sie je wieder hören, ohne an 'M' zu denken.
                        Das zweite prägnante Audioelement zu Peter Lorre ist dessen Stimme, diese eher helle, weiche Tonlage. Sie verfehlt ihre beschwichtigende, freundschaftliche Wirkung bei Kindern nicht. Erschaudert jedoch den wissenden Erwachsenen, nachdem er um Lorres Taten weiß.

                        Ab der 25. - 30. Minute verfolgte ich - mir der entfalteten Sogwirkung der dargestellten Ereignisse bewusst - die Suche zweier mächtiger Gesellschaftsstrukturen, deren Koexistenz durch des Mörders Wirken unausweichlich eine Beeinträchtigung erfahren muss.

                        Die weitere Zeit verfliegt mit der Inszenierung polizeilicher Ermittlungen, wie sie wohl nur wenige Zuschauer der achteinhalb Jahrzehnte zurückliegenden Polizeistruktur zugetraut haben dürften.
                        Hierin findet sich selbst heute noch gebräuchliches Vorgehen, dass sich der Betrachter mitunter garnicht mehr so sicher ist, in einer weit überlegeneren Gesellschaft mit Äonen gefühlten Fortschritts gegenüber der Damaligen von 1930 zu leben. Diesen Punkt mag Fritz Lang allenfalls vermutet haben, konnte sie jedoch nicht bis in eine ferne Zukunft wirksam erachten und gezielt zu diesem Zweck verwenden. Besagter Effekt bereichert das erstmalige Filmerlebnis natürlich ungemein!

                        Hierin liegt die nächste große Stärke neben der beiläufigen Sogwirkung. Es ist die heute noch aufwühlende Emotionalität der Thematik, die Frage nach Sicherheit der Gesellschaft und Handhabung mit deren Bedrohungen aus dem Inneren.

                        Die letzten Filmminuten steuern den Betrachter auf die unausweichliche Konfrontation des Gezeigten mit der persönlichen Wertvorstellung. Dass es hier im Film verschiedene Betrachtungsweisen gibt, und daraus folgende moralische - wie philosophische! - Ansätze abgeleitet werden oder zum Nachdenken anregen, zeugt von der Weitsicht und Genius des Fritz Lang.

                        Er schuf nicht nur einen Film, dessen Aktualität nicht nachlässt, sondern tat dies auf eine Weise, die jeden Zuschauer spätestens beim Finale involviert.

                        Hierdurch wird der anfangs entrückte - später nicht loslassen wollende Film zum Zeitdokument aufkommender Nazi-Machtergreifung. Daneben bildet er das filmische Psychogramm von Gesellschaft und Täter.

                        Dieses Werk prägte Generationen von Filmemachern und Zuschauern. Es hinterlässt auf meisterliche Weise einen nicht wegzudenkenden Einfluss auf die deutsche Gesellschaft und internationale Filmgeschichte.
                        Die heutige, westliche Welt ist in ihrer jetzigen Art undenkbar ohne dieses - anfangs kühle, später umso hitzigere - Meisterwerk.

                        Der anklagende und selbstverteidigende emotionale Ausbruch, zu dem es kurz hor Schluss kommt, bildet für sich allein genommen bereits ein die Filmhistorie prägendes Ereignis, was in Bezug schauspielerischer Darbietungen selten mit gleicher Intensität erreicht worden ist - bis Heute.
                        Ich bin dankbar für diese Arbeit des Fritz Lang, Peter Lorre und der Mitwirkung so vieler Personen, die dieses Erlebnis erst möglich machten.

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                          Beachtet man das Alter des Films, so ist es schon durchaus als ein Meisterwerk zu bezeichnen und zum damaligen Zeitpunkt mit Sicherheit der Burner schlechthin!
                          Andere Zeit - anderes Kino! Mit diesem Hintergrund weiß man worauf man sich einlässt und kann sich den durchaus mal antun.

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                            mr.yankee 31.05.2016, 18:48 Geändert 01.06.2016, 18:18

                            Ältester und bedeutendster deutscher Regisseur Fritz Lang hat wieder sein zweites Meisterwerk nach Metropolis geschaffen.
                            Mit einem perfekt zur Rolle passenden Hauptdarsteller (Peter Lorre).
                            Die Story ähnelt eigentlich einem ganz normalen Krimi. Für einen 30er Jahre Film
                            ist es der beste Krimi aller Zeiten.
                            Obwohl er 50 % aus Geschäftlichem/Gerede besteht bringt er auch so seine
                            Gruseligkeit.
                            Eine gute Idee war das mit der Kreideschrift "M" und die Verfolgung durch die Stadt.

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                              RolfMuller 15.05.2016, 19:15 Geändert 15.05.2016, 19:19

                              Ben Affenleck und Rolf Muller satteln den alten Gaul namens „Filmgeschichte“, und begeben sich auf einen langen und mutigen Ritt durch 87 Jahre bewegte Bilder. Einzige Vorgabe für die wagemutigen Helden ist lediglich, dass es eine Erstsichtung für beide sein muss. 2-3 Mal im Monat darf die Community einen Blick in ihr abenteuerliches Reisetagebuch werfen...

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                              In 87 Jahren um die Welt: Station 2/87, 1931, „M – Eine Stadt sucht seinen Mörder“:

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                              Mensch. Mörder. Bestie.

                              Inspiriert von den schrecklichen Vorfällen im Jahre 1929 in Düsseldorf, wo Peter Kürten eine beispiellose schreckliche Mordserie hinlegte. Er tötete Tiere, Frauen und auch Kinder. Mitunter trank er das Blut seiner Opfer, wodurch er als „Der Vampir von Düsseldorf“ in die dunklen Seiten der Geschichtsbücher einging.

                              Ein Kindermörder, hervorragend gespielt von Peter Lorre, geht um in Berlin. Ein Kind verschwindet nach dem anderen und es gibt keine Hinweise auf den Täter. Unruhe, Angst und Wut macht sich breit in der Bevölkerung....

                              Es ist schon erstaunlich welch tolle Bilderwelten Fritz Lang nach seinem visonären „Metropolis“ auch hier erschafft. In erlesenen perfekt ausgeleuchteten Kulissen generiert er Szenen, die auch heute noch mehr als ansehnlich sind. Fast schon in der Form eines Film Noir wird eine sehr präzise mitunter aber auch etwas langwierige Abwicklung der Tätersuche und Ermittlungen in den ersten zwei Dritteln nachgezeichnet. Und erinnert dabei ein wenig an Finchers „Zodiac“.

                              Etwas ungewöhnlich ist für mich die Erzählstruktur, die eigentlich gänzlich ohne Hauptpersonen auskommt. Das Thema lädt ja gerade dazu ein einen emotional mitzunehmen, was durch die konzeptionelle Herangehensweise aber nahezu unmöglich ist. Bindung zu Figuren kann man nur schwer aufbauen, es scheint jeder in der Stadt in der Handlung involviert. Jeder könnte das nächste Opfer sein. Jeder aber auch der Täter. Hauptdarsteller ist die Stadt und dessen Menschen.

                              Das letzte Drittel zeigt uns warum „M“ den Titel „deutscher Klassiker“ zurecht erlangt hat. Denn da trumpft er inhaltlich auf und überzeugt mit einer Weitsicht und Klarheit, die man in dem Genre bis heute oft schmerzlich vermisst. Der Kindermörder wird eben nicht eindeutig zu einem Monster deklariert, obwohl dessen Taten eigentlich kaum einen anderen Schluss zulassen. Nein vielmehr wird gezeigt wie hilflos wir mitunter sind. Das kein Gericht, kein Gesetz, keine Strafe uns solche Gräueltaten erklären kann und vorallem kann Nichts ungeschehen gemacht werden. Diese Hilflosigkeit fängt an beim Täter, der seinen Zwängen, seinen Stimmen ausgeliefert ist, wie ein gefangener Fisch im Netz eines Fischers. Ist er nur ein kranker Mensch oder doch eine brutale Bestie? Kann man ihm helfen? Sollte man ihm überhaupt helfen? Ist totprügeln nicht doch die einfachste und unproblematischste Lösung für alle? Aber sind wir dann nicht auch Täter? Mörder? Bestien?

                              Ganz stark, wie gegen Ende des Films alle Fäden aufgegriffen und verknüpft werden und man selber nicht so recht weiß welcher Faden denn der Richtige ist. Gut und böse, Recht und Unrecht verschwimmen.

                              Bestie. Mörder. Mensch.

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                                BenAffenleck 15.05.2016, 19:10 Geändert 06.11.2016, 20:56

                                RolfMuller und BenAffenleck satteln den alten Gaul namens „Filmgeschichte“, und begeben sich auf einen langen und mutigen Ritt durch 87 Jahre bewegte Bilder. Einzige Vorgabe für die wagemutigen Helden ist lediglich, dass es eine Erstsichtung für Beide sein muss. 2-3 Mal im Monat darf die Community einen Blick in ihr abenteuerliches Reisetagebuch werfen...
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                                In 87 Jahren um die Welt - Teil 2/87 – M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (1931)
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                                So einen gewagten und mutigen Film mit einem so sensiblen Thema hat Fritz Lang vor 85 Jahren erschaffen???

                                Ein großartiges Plädoyer gegen Selbstjustiz in den Kinderschuhen des Tonfilms???

                                Diese aktuelle Diskussion, ob man einen unzurechnungsfähigen Mörder einer gerechten Strafe zuführen darf, gab es schon vor WW 2 im Kino???

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                                10.000 Mark Belohnung zieren den aufgehängten Steckbrief. Ein Kindermörder wird gesucht. Ein Ball wird an die Litfasssäule geworfen und prallt von ihr ab. Ein bedrohlicher Schatten beugt sich zu dem Mädchen herunter, das gerade noch mit dem Ball gespielt hat:

                                "Du hast aber einen schönen Ball. Wie heißt du denn?"

                                Gänsehaut breitet sich auf meinem Rücken aus, kriecht mir den Nacken hoch und die Arme herunter. Die ultimative Angst eines jeden Vaters. Der Albtraum jeder Mutter. Nur ein Schatten der sich vor das strahlende Leben schiebt, wie der Mond bei einer Sonnenfinsternis. Und auf einmal ist alles anders … *** das Treppenhaus bleibt verwaist, wie eine Spirale ins Nichts, keine schnellen Schritte die nach der Schule hinauf poltern, um der wartenden Mutter Erleichterung zu verschaffen... *** ein Ball, der alleine weiter rollt und nicht wieder geholt wird... *** der Luftballon, der sich einsam in den Telefonleitungen verfangen hat.

                                Etwas ist nicht richtig. Jemand fehlt der niemals fehlen dürfte. Eine Mutter sollte nicht verzweifelt auf das Heimkommen ihres Kindes warten müssen. Ein Ball sollte wieder aufgehoben werden, ein Ballon an der Schnur tanzen dürfen, die von einer Kinderhand gehalten wird. Das normale Leben hält kurz den Atem an. Saugt die Luft gierig ein … atmet Verzweiflung und Fragen aus, lässt eine Stadt und ihre Bewohner aus den Fugen geraten, gegenseitiges Misstrauen ist an der Tagesordnung. Ein Lynchmob formiert sich, das titelgebende "M" findet als Stigmata Verwendung, eine 'faire' Verhandlung gleicht einem Hexenprozess, eine Makulatur für ein schon längst feststehendes Urteil.

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                                Da hat mich Fritz Langs Meisterwerk ja eiskalt erwischt. Ich bin wirklich davon ausgegangen, dass sich M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER ausschließlich um die Hatz nach dem Triebtäter dreht. Hier bekommt man aber noch so viel mehr geboten, dass dieses alte Biest von 1931 noch Tage später immer wieder durch die dunklen Gänge meiner Hirnwindungen kriecht.

                                Dieses Meisterwerk war in so vielem Vorreiter und wegweisend, dass ich nur ganz tief meine Schiebermütze ziehen kann:

                                - Die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen sind wegweisend für alles was danach kam.

                                - In einer Parallelmontage (Bild & Ton) führen eine Gruppe Polizisten und eine Gruppe Einbrecher an 2 völlig verschiedenen Orten jeweils die Sätze der anderen fort. Etwas, was heute als Selbstverständlichkeit hingenommen wird, erfuhr hier seine Geburt.

                                - Peter Lorres Schauspielleistung als Kindermörder, wenn er versucht, sich zu erklären. Die dargestellte Angst, die Panik. Der Wahnsinn in seinem Gesicht. Vielleicht die bis dahin größte Schauspielleistung überhaupt. Was für eine Eindringlichkeit.

                                - Der Ton, der hier nur als Unterstützung für den Film dient, ja beinahe als kostbares Stilmittel eingesetzt wird.

                                - Eine unglaublich starke Kameraarbeit.

                                Von dem Film gab es damals zig verschiedene Schnittfassungen mit verschiedenen Längen. Ich habe M als unglaublich tolle restaurierte Fassung von der 80th Anniversary BluRay gesehen. Was da an Mühe und Kosten reingebuttert wurde, lässt wohl das Herz eines jeden Filmfreundes noch etwas schneller schlagen. Das Bonusmaterial ist gewaltig und sehr informativ.

                                'Don't believe the hype'. Macht euch ein eigenes Bild von einem der wichtigsten Filme überhaupt, lasst ihn dann vielleicht noch ein paar Tage sacken, denkt über das Gesehene sowie die künstlerische und moralische Gewichtung für die darauf folgenden Jahrzehnte des Filmhandwerks nach. Und dann dürft ihr ehrfurchtsvoll nur noch eine Wort aushauchen: M e i s t e r w e r k ! ! !

                                + + + + +

                                Zur Liste geht's hier lang: http://www.moviepilot.de/liste/benaffenlecks-und-rolfmullers-wilder-ritt-durch-87-jahre-filmgeschichte-benaffenleck

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                                  Kamerafahrten, bei denen einem die Augen übergehen, Peter Lorre im Jenseits-von-Gut-und-Böse-Modus und und und. Dieser Film hat so viel zu bieten. Und weil hier schon genug Leute entsprechendes geschrieben haben, möchte ich lediglich auf ein Detail hinweisen.

                                  Wenn der Ring, die Köpfe der Verbrecherbanden der Stadt, bei seinen Überlegungen ins Stocken gerät, gibt es eine Einstellung von schräg oben auf den Tisch. Aus den X Zillionen Zigarettenstummeln und der Asche ist dabei auf dem Tisch ein riesiges Fragezeichen geformt worden. Und dies ist nur in einem "blink and you'll miss it"-Moment zu sehen. Für mich vielleicht DAS Paradebeispiel für die Virtuosität des Films.

                                  Und natürlich: Nichtraucher und solche, die mal geraucht haben, müssen bei diesem Film ganz stark sein.

                                  Wie froh ich doch bin, diesen Film im Kino gesehen zu haben.

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                                    [...[ Allein im letzten Akt ist er [Peter Lorre] das (leicht, genau im richtigen Rahmen) ambivalente Gesicht von „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, der als Gesellschaftsstudie und zeitloser, moralischer Diskurs noch interessanter ist als in der Rolle eines formell herausragend inszenierten Thrillers. Wenn nicht die hilflose, staatliche Gewalt, sondern das sich organisierende „Pack“ aus Verbrechern und Bettlern die Sache in die Hand nimmt (um des eigenen Burgfriedens willen), was seinen Höhepunkt in einem Scheinprozess findet, ist der Film endgültig bei einer Thematik angekommen, die sich so jederzeit und überall wiederholen kann. Weil die Antwort auf die gestellte Frage so unbefriedigend erscheint.

                                    Wann ist ein Mensch für seine Taten – so unvorstellbar grausam sie sein mögen – vollständig zur Verantwortung zu ziehen? Sollten nicht alle Faktoren berücksichtigt werden, egal wie irrelevant sie für die Hinterbliebenen sein mögen? Und selbst wenn man zu einer eindeutigen Prognose kommen könnte, was wäre denn die Konsequenz? Auge um Auge klingt so leicht und auf eine primitive Art gerecht, mit Menschlichkeit hat das nichts zu tun. Opfer bleiben Opfer, nichts wird ungeschehen gemacht, was Fritz Lang mit seiner letzten Einstellung exakt ausformuliert. Er begeht vorher nicht den Fehler, seinen Mörder bis ins Letzte zu dämonisieren, noch sein Handeln zu entschuldigen. Er könnte einem fast leidtun, wie er um sein Leben fleht, sein Innenleben verzweifelt nach Außen kehrt, einen blutgierigen Lynch-Mob vor Augen. Wir haben ihn aber auch in seiner manchmal narzisstischen Grausamkeit erlebt. Spielt er nur die letzte, verbliebene Karte aus oder sehen wir wirklich einen kranken Mann, einen gefangenen seiner Zwänge? Letztlich wissen wir es nicht. Das sollte aber für ein Urteil keine Rolle spielen. Das unterscheidet den Mensch vom Tier…manchmal. [...]

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                                      Ener 29.03.2016, 16:56 Geändert 29.03.2016, 16:57

                                      Erstaunlich, wie gut der Ton bereits hier eingesetzt wurde. Einer seiner Zunft, der schon fast nicht mehr als einer der Wegbereiter des Tonfilms gelten kann, sondern fast als DER EINE Wegbereiter dieser damals jungen Technik. Und nicht nur das, auch der Plot, die Darsteller, die Kulissen, ja einfach alles weiß zu überzeugen. Sei es die Dramaturgie der Anfangssequenzen, oder die Deutbarkeit des Endes, oder alles dazwischen... ich wüßte nicht, wo bei 'M' irgendetwas nicht stimmt.

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                                        [...] Aus heutiger Sicht muss man jedoch sagen, das „M“ inszenatorisch nicht mehr ganz so überzeugend und erschreckend ist wir noch vor 84 Jahren. Einige Kameraeinstellungen, beispielsweise die wechselnde Perspektive zwischen Frosch- und Vogelperspektive, wenn sich ein Riese und ein Zwerg unterhalten, erscheinen leicht abstrus, ja wenn nicht sogar lächerlich. Ebenso mag es schwer fallen, die Handlungsweisen der Bürger zu verstehen. Die gegenseitigen Anschuldigungen, der Mörder zu sein wirken überdreht. Die Panik und Hysterie ist zwar nachvollziehbar, aber dennoch nicht ganz glaubhaft.
                                        [...]
                                        Bei „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ kommt es allerdings weniger auf die Story an, Regisseur Fritz Lang legt seinen Fokus auf die Botschaft, die er übermitteln will. Und diese, auf eindringliche und emotionale Weise herübergebrachte Message gegen Selbstjustiz ist nicht in geringster Weise angestaubt, sie hat nichts von ihrer Brisanz und Aktualität verloren, und trifft den Zuschauer an einem Punkt des Körpers, der einerseits weh tut, aber andererseits auch zum Nachdenken verleitet. Wen kann man für seine Taten zur Verantwortung ziehen, wen nicht? Wer kann kontrollieren was er tut, wer nicht? Dem Zuschauer diese vielen Denkansätze mit auf den Weg gebend verabschiedet sich „M“ mit der Aufnahme eines Gerichtsvorsitzes, welcher über diese Fragen nun debattieren wird.

                                        Mehr gibt es hier:
                                        http://inglouriousfilmgeeks.com/2016/01/06/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder/

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                                          Berlin42 27.12.2015, 12:45 Geändert 27.12.2015, 15:25

                                          „Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe! Ich will davon, vor mir selber davonlaufen, aber ich kann nicht! Kann mir nicht entkommen!“

                                          Ein Klassiker im wahrsten Sinne des Wortes, an den ich mich nun endlich mal herangetraut habe. Der Film hat bereits über 80 Jahre auf dem Buckel, ein nahezu unvorstellbares Alter für einen Film. Bislang habe ich tatsächlich keinen älteren gesehen. Dass er fast überall als der beste deutsche Film aller Zeiten gilt, führte selbstverständlich dazu, dass ich ihn nicht einfach ignorieren konnte.

                                          Vorweg muss ich sagen, dass man natürlich nicht abstreiten kann, dass die schauspielerischen Leistungen einiger Nebendarsteller wohl heutzutage klar unter die Rubrik „Overacting“ fallen würden. Auch einige der Dialoge würde man mit Sicherheit kaum noch in einem neuen Film wiederfinden. Aber das war es fast schon mit dem Negativen.

                                          „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ ist ein Wahnsinnsfilm, immer noch! Spannend bis zum Schluss, eine Atmosphäre, die ihn unverwechselbar macht. Großartig strukturiert, weshalb er sich auch immer noch mit den großen Genrevertretern messen kann. Unschwer zu glauben, dass er so etwas wie einen Meilenstein der Filmgeschichte darstellt. Bereits in den ersten Szenen merkt man, wie weit der Krimi seiner Zeit voraus gewesen sein dürfte. Kamerafahrten durch engste Treppenhäuser und Wohnungstüren, wie man sie nicht einmal heute mehr sieht. Jede Einstellung bis ins Detail durchdacht, selbst wenn die Szene noch so unwichtig scheint. Einfach nur göttlich inszeniert von Fritz Lang, wahrlich ein Meister seines Fachs. Was mich wirklich sehr beeindruckte waren die vielen, miteinander verknüpften Szenen und die zweigleisige Ermittlungsstruktur: Auf der einen Seite setzt die Kriminalpolizei alle Hebel in Bewegung, um dem Mörder endlich auf die Spur zu kommen. Andererseits hat aber auch die Berliner Unterwelt ihr ganz eigenes Interesse, den Täter zu stellen. Starke Idee! Ebenfalls großartig ist die Tatsache, dass der Regisseur die von Peter Lorre gespielte Figur des Mörders Hans Beckert keinesfalls einseitig darstellt, wie man es auch heutzutage aus vielen Krimis kennt. Es wird der schwer nachvollziehbare Zwiespalt deutlich, der für Alle so unbegreiflich ist. Absolut stark!

                                          Auch wenn mein Lob ein knappes Jahrhundert zu spät kommt, muss ich sagen: Hut ab! Dieser Film funktioniert auch heute noch großartig, Fritz Lang hat ein absolut zeitloses Meisterwerk geschaffen, das nur selten veraltet wirkt.

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                                            "Diese Bestie hat kein Recht zu existieren. Sie muss weg, ausgerottet werden, vertilgt. Ohne Gnade und Barmherzigkeit!"

                                            Diese Bestie hält eine Stadt in Atem, seit Monaten. Die Kinder sind sein Ziel, jene unschuldigen Wesen, welche seinem Grauen nichts entgegenwirken können.
                                            Er jagt wie ein gieriges Raubtier, besonnen auf seine Beute.
                                            Bald schon kennt jeder Bürger die Geschichte um den vermeintlich herzlosen Entführer, den Kindsmörder mit dem markanten Pfeifen. Dieses Pfeifen, seine Erkennungsmelodie, stellt einen der essentiellsten Faktoren von M dar, soll ihm später gar zum Verhängnis werden...

                                            Die Wochen vergehen, die Morde steigen. Kinder sind auf den trüben Straßen ganz allein nur noch selten anzutreffen. Denn die Furcht vor dem Mörder steigt von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Mord zu Mord. Und trotz sämtlicher Vorsichtsmaßnahmen, der Mörder schlägt immer wieder zu...

                                            "Das bringt meine Tochter auch nicht zurück, man muss einfach besser auf die Kinder aufpassen!"

                                            Die Kinder? Sie bekommen von all dem Unheil nur wenig mit, ahnen nicht welche Kreatur sie im Visier hat, welchen Gefahren sie mittlerweile ausgesetzt sind. Sie sind klein, unschuldig und wissen von jener Grausamkeit und dem Leid in der Welt, auch unmittelbar vor ihren Haustüren, noch nichts, verständlicherweise.

                                            Die Polizei tappt im Dunkeln, hat gegen den Mörder durchweg das Nachsehen und muss hilflos dabei zusehen wie er weiter mordet. Eben jener verhöhnt die Polizei, schickt gar Briefe mit Ankündigungen zu weiteren Morden an die Zeitung. Er sieht sich klar im Vorteil, ist dies eine Zeit lang tatsächlich auch.

                                            Alles mündet schließlich im Zusammentreffen von Polizei und Unterweltbossen, deren Machenschaften sich durch fast täglich durchgeführte Razzien ebenfalls zum negativen entwickeln.
                                            Und alles nur wegen ihm, wegen dem Mörder, wegen M.
                                            Die Gangster sagen dem Mörder den Kampf an, der Jäger wird zum Gejagten. Es entwickelt sich eine scheinbar perfekt funktionierende Gruppierung sämtlicher dunkler Organisationen, alle mit dem Ziel den Mörder endlich zu stellen, aber stets im Konflikt mit der Justiz, der Polizei, welche das gleiche Ziel verfolgen und sich ihren Sieg und ihre Schlagzeilen nicht von dahergelaufenen Gangstern nehmen lassen wolllen.

                                            Am Ende sind es Kreide, leichtsinniges Vorgehen und das markante Pfeifen, was dem Mörder zum Verhängis wird...

                                            M ist ein Glanzstück der deutschen Filmgeschichte und trotz seines beachtlichen Alters immer noch ein bemerkenswerter Film.
                                            Fritz Lang hat ein unglaublich vielschichtiges Werk geschaffen. M ist Krimi, Psychologie, Charakterstudie, Gesellschaftskritik und mit dem was es zeigt und erzählt, vor allem wenn man seine Augen in die heutige Zeit richtet, immer noch absolut zeitlos und bedeutend.
                                            M ist in erster Linie die Studie und die Jagd nach einem Mörder, der sich und sein Inneres nicht unter Kontrolle hat und dadurch immer wieder zum kalten Verderben unschuldiger Kinder wird. Dabei zeigt Fritz Lang, welch eine Auswirkung solch ein Mensch auf die Gesellschaft der Menschen, auf ihr tägliches Dasein und auch auf die Arbeit der Polizei haben kann.
                                            M sorgt im Film durch sein ganzes diabolisches Ausmaß praktisch dafür, dass sich die Gesellschaft, ohne das sie es eigentlich will, verändert, in jeglicher Hinsicht.
                                            Die Menschen, gerade die Angehörigen der Opfer, mutieren zu psychischen Wracks, trauen scheinbar keinem mehr und verdächtigen jeden beliebigen Bürger, sobald ihnen etwas komisch vorkommt. Einen triftigen Grund brauchen sie dafür natürlich nicht.

                                            Ebenso brillant ist die Gegenüberstellung von Polizei und Verbechern. Äußerlich wollen beide natürlich vorrangig eines: den Mörder stellen! Doch Fritz Lang zeigt außerdem, dass beide Organisationen in einigen Dingen zwar deutliche Gemeinsamkeiten besitzen, oftmals jedoch ihre jeweiligen Machtpositionen ohne Rücksicht auf Verluste gegeneinander ausspielen um der anderen Seite zu schaden und sich letzlich selbst einen Vorteil in der Fahndung nach dem Mörder verschaffen zu können.
                                            Somit ist M auch ein gelungener Blick in die Arbeit der damaligen Polizei, was man deutlich in den zahlreichen langen Gesprächen und großen Runden der Ordnunshüter zu sehen bekommt, immer begleitet durch die Gegenüberstellung zur Unterwelt und deren, mehr oder weniger, fragwürdigen und doch effizienteren Vorgehensweisen bei der Jagd nach M.

                                            All dies wird dabei fantastsich abgerundet, und zwar durch technische Meisterklasse von Seiten Fritz Langs! Zu einer Zeit in der das Phänomen Tonfilm bisher erst wenige Jahre auf dem Buckel hatte merkt man zwar in einigen Momenten durchaus, dass sich jenes Unterfangen noch im "Frühstadium" befand und Lang oftmals experimentierte, doch wie geschickt alles letzlich umgesetzt wurde, besonders wenn Fritz Lang mithilfe von Dialogen einige Szenen ineinander überlaufen lässt, war für damalige Verhältnisse schlichtweg beeindruckend!
                                            Dazu noch die nicht weniger starken Kameraeinstellungen, beispielsweise besonders oft auf Dächern platziert, welche sämtliche Emotionen von Seiten der Schauspieler perfekt einfangen, vor allem von Peter Lorre, und mann kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.
                                            Und wenn man es als Regisseur dann noch schafft, dass sich die technische Klasse von damals auch über 80 Jahre später noch mehr als sehen lassen kann, dann weiß man, dass man als Filmemacher alles richtig gemacht hat!

                                            Apropos Peter Lorre. Das sämtliche Schauspieler die man in M bestaunen darf grandios sind, dürfte wahrscheinlich bekannt sein. Wer jedoch allem die Krone aufsetzt, ist der große Peter Lorre!
                                            Wenn sich dann die Spannung immer mehr zuspitzt und Fritz Lang nochmal zu Höchstformen aufläuft, folgt am Ende schließlich eines der stärksten Finale überhaupt, mit einem Peter Lorre, der in all seiner Zerissenheit förmlich explodiert.

                                            Es ist ein Schluss, der sprachlos macht...

                                            "Immer muss ich durch Straßen gehen, und immer spür ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe! Ich will davon, vor mir selber davonlaufen, aber ich kann nicht! Kann mir nicht entkommen! Wenn ich's tue, dann weiß ich von nichts mehr. Dann stehe ich vor einem Plakat und lese, was ich getan habe, und lese. Das habe ich getan?"

                                            An diesem Punkt schafft es Fritz Lang sogar beim Zuschauer selbst eine innrere Zerissenheit zu verursachen. Klar, der Mörder ist schuldig, verdient trotz psychischer Krankheit eine Bestrafung. Aber so? Durch eine solch fragwürdige Justiz, die von ihrer Gier nach Vergeltung benebelt und ja praktisch überwiegend selbst nichts weiter als Mörder und Ganoven darstellt
                                            Eine Bestrafung? Ja. In dieser Art und Weise? Nein.

                                            Was Peter Lorre dabei zeigt, gehört wohl zum intensivsten was man jemals in einem Film gesehen hat. Respekt!

                                            "Der Angeklagte hat gesagt, dass er nicht anders kann. Das heißt also, dass er morden muss. Und damit hat er sich selbst sein Todesurteil gesprochen. Ein Mensch, der von sich selbst sagt, dass er zwangsläufig menschliches Leben vernichtet, der muss ausgelöscht werden wie ein Schadenfeuer! Dieser Mensch muss ausgerottet werden! Dieser Mensch muss weg!"
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                                            "Was weißt denn du? Was redest denn du? Wer bist du denn überhaupt? Wer seid ihr denn, alle miteinander? Verbrecher! Bildet euch womöglich noch was ein darauf, weil ihr Geldschränke knacken könnt, oder Fassaden klettern oder Karten zinken... Lauter Sachen, denk ich mir, die ihr gerade so gut lassen könntet, wenn ihr was ordentliches gelernt hättet. Oder wenn ihr arbeitet. Oder wenn ihr nicht so faule Schweine wärt! Aber ich... kann ich denn... kann ich denn anders? Hab" ich denn nicht dieses Verfluchte in mir? Das Feuer? Die Stimme? Die Qual?"
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                                            "Ich möchte damit sagen, dass dieser Mensch krank ist. Und einen kranken Menschen übergibt man nicht dem Henker, den übergibt man dem Arzt."

                                            M ist ein Film, den man kennen MUSS!
                                            M ist ein Film der zeigt, was für begnadete Regisseure und Werke die deutsche Filmwelt hervorgebracht hat!
                                            M hat, auch nach über unglaublichen 80 Jahren, nichts von seiner Klasse und seiner Thematik verloren!

                                            M ist der beste deutsche Film den ich bisher gesehen habe.

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                                              Dieser Klassiker von Fritz Lang zählt mit Recht zu den besten Filmen aller Zeiten. Es ist nicht nur ein spannender Krimi um Kindsmord, sondern auch eine Milieustudie der Halbwelt von Berlin in den 30er Jahren. Vor allem ist es ein Film, der den Hauptdarsteller Peter Lorre unsterblich gemacht hat. Sein Glanzauftritt ist Höhepunkt und Ende eines großartigen Films. Und eine Botschaft steckt drin, die von zeitloser Gültigkeit ist: nicht Auge um Auge kann die Lösung sein, sondern der zwanghaft Kranke Mörder muss therapiert werden. Er ist so wie er ist aufgrund seiner Schizophrenie. Peter Lorre sagt ‘Ich kann doch nichts dafür‘.
                                              Das geniale am Drehbuch von Thea von Harbou ist, dass hier die Unterwelt den Mörder jagt, weil die ständigen Razzien der Polizei ihnen das Geschäft verderben. Also sitzen die Ganoven – angeführt von Gustaf Gründgens – über den Mörder zu Gericht. Sein Verteidiger (auch ein Ganove) plädiert für unschuldig.
                                              Bemerkenswert der Stand der polizeilichen Ermittlungen aus jener Zeit. Es gab Anfänge von KTU und eine Schau von Einbrecherwerkzeugen. Bettler und Spitzel werden eingesetzt. Und es wird ein Blick auf eine Massenpsychose geworfen. Der Mörder ist unter uns. Es kann jeder sein. Irgendwer bietet dann das Ventil für den Volkszorn.
                                              Filmtechnisch setzt Fritz Lang auf sich wiederholende Motive wie einen Ball, einen Luftballon oder die gepfiffene Melodie aus Peer Gynt.
                                              Eine hohe Schauspielkunst, eine geniale Regie und die unvergessliche Schönheit von s/w Kompositionen machen den Film zum Erlebnis. Und spannend ist er auch noch gepaart mit etwas Humor.

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                                                Auch bei der dritten oder vierten Sichtung immernoch sehenswert.
                                                Ich weiß um den Wert des Filmes für das Kino im aĺlgemeinen, und bin mir seiner außergewöhnlichen Machart durchaus bewusst. Trotzdem kann ich mich nicht durchringen ihn besser zu bewerten. Aber es ist wohl durchaus einer der Filme, die man mal gesehen haben sollte.

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                                                  ..ja immer noch sehenswert auch wenn er längen hat..und damals hatten Penner noch einen Wert

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                                                    Ein für seine Zeit hochmodern gemachter Film mit einer fesselnden Geschichte und erstklassigen Darstellern. Und Expressionismus pur. Das Bild, was die Kamera einfängt, ist oft ein kontrastreich-düsteres, und Straßenszenen scheinen allesamt nachts zu spielen. Den Himmel über der Stadt sieht man so gut wie gar nicht. Auf der Tonspur die Dialoge - Soundeffekte oder Musik nur sehr reduziert vorhanden, was zu einer Verfremdung des dargestellten führt. All das, was nicht benötigt wurde, wurde weggelassen, aber das, was vorhanden ist, ist bis ins Detail durchdacht, nichts ist nur durch Zufall vorhanden.

                                                    Für mich der beste deutsche Film, der jemals gedreht wurde.

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