M - Eine Stadt sucht einen Mörder - Kritik

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

DE · 1931 · Laufzeit 117 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5
    Niho 29.10.2018, 19:34 Geändert 30.10.2018, 19:08

    Anstatt "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" auf einen simplen Krimi-Plot zu reduzieren, sollte man sich bewusst sein, dass Fritz Langs filmischer Meilenstein aus dem Jahre 1931 mit heute beliebtem Tatort-Brei oder ausgelutschten Whodunit-Streifen kaum etwas zu tun hat. Ähnlich wie in Hitchcock-Filmen, die ihre gesamte Genialität neben der technischen Raffinesse vor allem im Subtext entfalten, ist "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" nicht nur virtuos gefilmtes Stück Filmgeschichte, sondern darüber hinaus flammendes Plädoyer gegen den Mob der breiten Masse, der nach Lynchjustiz lechzt und sich zugunsten der dazu nötigen Macht als Gegensouverän konstituiert. Der über 80 Jahre alte Film zeigt, wie unhinderlich das Fundament abstrakten, bürgerlichen Rechts in einer Atmosphäre durchdrungen von Paranoia, Angst und Misstrauen untergraben werden kann, um an dessen Stelle die direkte Pöbelherrschaft zu setzen, die vom Individuum und dessen Rechten nichts mehr wissen will. Besonders gegen Ende entstehen so, speziell durch die von Peter Lorre brilliant verkörperte Rolle, einprägsame Szenen, die glücklicherweise klar Partei ergreifen und den Wahnsinn des Volksmobs auf den Punkt bringen, wenn dieser die humanistischen Ideale rechtsstaatlicher Gerichtsbarkeit bis zur Unkenntlichkeit zurichtet.

    Jene im Film so überzeugend wiedergegebene Irrationalität der Masse wurde in der Realität schließlich, im Gegensatz zum Ende des Films, nicht gebändigt, sondern kam im antisemitischen Pogrom erst voll zu sich.
    "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist heute sicherlich visuell gealtert - aktuell bleibt er in seiner Aussage aber in ungebremster Dringlichkeit.

    3
    • 8

      Der Film stammt aus dem gleichen Jahr wie "Frankenstein" und ich muss feststellen,dass auch dieser Film mich trotz,oder gerade wegen des hohem Alters absolut überzeugen konnte.Für mich sind solche steinalten Filme immer eine abenteuerliche "Zeitreise" ,wo man einen Einblick bekommt,wie es früher war.Einzigartig ist das und gleichzeitig spüre ich eine tiefe Dankbarkeit,dass auch meine Generation durch solche Filme diese Zeit erleben darf.

      2
      • ?

        Ich bin so gehyped auf diesen Film, aber er läuft nirgendwo und als Blu-ray habe ich ihn auch noch nicht gefunden...

        1
        • 7

          Eben so ein Film dem man eine Chance geben muss. Für damalige Verhältnisse herausragend, wirkt das heute alles sehr langatmig.
          Kann mich mit sowas aber meistens anfreunden.

          MAGIC MOMENT:

          Der Blick von Peter Lorre. Verstörend und Beängstigend zugleich.

          1
          • Ich habe es wirklich probiert, aber nach 30 Minuten passierte das, was mir sehr sehr selten passiert. Ich musste ausmachen, weil "M" einfach zu alt, zu grau, zu langweilig, zu schwierig und vor allem zu lästig wirkt.
            Denke, dass es zu seiner Zeit bahnbrechender Thriller war keine Frage, oder ein Wegweiser für die Filme von heute, jedoch haben meine Augen und mein Hirn auf aus gedrückt.
            Nur für Hardcorepiloten oder Ästheten erster Güte zu verkraften.
            Kann man nix machen.

            4
            • 7 .5

              M - Eine Stadt sucht einen Mörder ist ein spannender und dramatischer Krimi. Die Dramatik und das „offene“ Ende des Films, bieten unendlich lange Diskussionen nach dem Film. Und auch das Pfeifen des Mörders gibt dem Film und der Figur einen hohen Wiedererkennungswert. Der Mörder wurde zudem von Peter Lorre ausgezeichnet verkörpert. Man kann den Drang und die Furcht davor, aber auch die Gefangenschaft im Töten in den Augen förmlich spüren. Der Film ist so gut, dass es auch nur eine Sache zu kritisieren gibt, undzwar dass der Film sich an manchen Stellen etwas langgezogen hat.

              • 5

                "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", handwerklich gekonnt inszenierter Kriminalfilm, der dennoch nicht genug Spannung aufbauen kann.

                Jahrelang liegt man mir schon in den Ohren, ich solle endlich "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" schauen und nun, da er in der Movie Lounge der Filmchaoten gelandet ist, war es endlich soweit. Was kann ich sagen, natürlich ist der Film sehr alt, in schwarzweiß gedreht und mit charmantem, flackerndem Bild. Natürlich sind die Ansprüche heutzutage wesentlich höher und doch gibt es Kriminalfilme oder Thriller, wo man ihn auch einordnen kann, aus dieser Zeit, die mich wesentlich mehr mitreissen. Handwerklich ist "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ein Kunstwerk keine Frage, denn Fritz Lang arbeitet hier mit verschiedenen Perspektiven, künstlerischen Bildern und spielerischen Effekten. Auch sein Hauptdarsteller Peter Lorre (Casablanca) ist großartig und könnte den Film allein mit seiner Darbietung alleine tragen. Leider schleppt sich die Handlung von "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ganz schwer durch eine Laufzeit von 117 Minuten und baut auch so kaum Spannung auf. Interessant ist zwar wie die polizeilichen Ermittlungen voran gehen, doch dümpelt das alles so unglaublich dahin, dass dem Zuschauer recht langweilig wird. Irgendwie wirkt der Film als wolle Lang viel und gibt schlussendlich nichts. Es gibt zu viele Szenen, die einfach unwichtig sind, die eigentliche Handlung scheint erst nach knapp einer Stunde auf den Plan zu treten und vorher dreht sich das ganze mehr oder minder im Kreis. Auch der Schluss reißt nichts heraus, alles wirkt irgendwie inszeniert und überspitzt.Mit dem Mörder kann sich der Zuschauer nicht so recht "anfreunden", denn im Grunde erfährt man kaum etwas von ihm. In seinem Schlussmonolog erklärt er zwar das warum, doch hätte ich es schön gefunden, wenn man mehr persönliche Details für seinen Charakter gesehen hätte.

                "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", für mich leider kein Meisterwerk und doch ist er sicherlich Vorreiter heutiger Kriminalfilme, was ihn sicherlich zum Meilenstein der Filmgeschichte macht.

                5
                • 9

                  Für mich ist "M" so etwas wie der deutsche "Citizen Kane". Virtuos und bahnbrechend in Erzählweise und Inszenierung hat Fritz Lang's Jagd nach einem Kindermörder bis heute kaum etwas an Anziehungskraft verloren.
                  Vor allem in der zweiten Filmhälfte baut der Film eine Spannung und Atmosphäre auf und ist gerade wegen des grandiosen Peter Lorre in die (Film-)Geschichte eingegangen. Ein wahrer Klassiker.

                  4
                  • 7 .5

                    Den Blick des Blinden werde ich wohl nie vergessen.

                    1
                    • 5
                      JanCoccotti 28.11.2017, 22:48 Geändert 26.01.2018, 01:12

                      Das Potenzial zum Lieblingsfilm ist vorhanden, Peter Lorre und eine Hand voll Laiendarsteller zerstören leider gänzlich manche Atmosphäre mit ihrer Untalentiertheit; eine Tragödie, sind doch Schauspieler des Kalibers eines Gründgens mit dabei.

                      Schön, wie Lang zu Beginn mit Bildern zeigt, was nun passierte, vor allem auch durch das, was nicht gezeigt wird.

                      Bei der Polizeivisite wird als humoristisches Element ein Mann weitergelassen, der nichts mit dem Gesuchten zutun hat, doch dann mit dem Stock humoristisch zurückgezogen und etwas anderem verdächtigt; ein schönes Detail.

                      Ein erstaunlicher Matchcut zur Decke gehen, schließlich über die Straße zum Fenster senkrecht fahrend.

                      Sonst ist noch eine sehr steile Kameraansicht notierungswürdig, die von den Socken bis zum Scheitel den im Sessel sitzenden Detektiv zeigt.

                      Ein schöner Cut, von dem Raum zum POV oder Close-Up auf etwas, dann wieder zurück und man ist im anderen Raum, es macht aber immer noch Sinn, dass die gleiche Person es betrachtet.

                      • 8

                        ----Spoileralarm----
                        Dieses Stück Filmgeschichte musste ich unbedingt endlich sehen . Ein Gigant seiner Zeit und ein Meisterwerk von Lang . Eine atemberaubende Beklemmung , wenn man an die Kinder denkt und an die Bestie die nicht gefasst werden kann .Die Fahndung ( und das ergreifen ) nach dem Täter kam mir etwas zu kurz , außerdem hätte ich gerne das Urteil gehört . M sorgt aber ansonsten die ganze Spieldauer dafür , das es sich lohnt ihn mal anzuschauen .

                        3
                        • 9
                          sachsenkrieger 28.09.2017, 20:30 Geändert 28.09.2017, 20:30


                          Licht und Schatten und Dunkel, Kamera und Ton, das Berlin der 1930er, Gustav Gründgens, Peter Lorre, Theo Lingen und alle anderen, handverlesenen Figuren, die Gemeinschaft der Ganoven, die Gilde der Bettler, die Sparkasse, die Halle des Bergkönigs, das Publikum ... Lang´s M ist vielleicht wirklich der "... hier eigenen Text einfügen..." deutsche Film aller Zeiten...

                          19
                          • 8

                            Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist die unheimliche Präsenz von Peter Lorre, der hier eine seiner besten Leistungen abliefert. Einer von Fritz Langs großen Filmen.

                            2
                            • 8

                              Zurecht ein Klassiker, nicht nur des deutschen Films, sondern generell:

                              diese Bildmontage, diese Kamera, diese Schauspieler!

                              Auch inhaltlich mehr als ein bloßer Krimi: zeitlose Fragen nach dem Wesen des Menschen, nach Moral und Schuld, zugespitzt in einer der besten 'Gerichts'-Szenen überhaupt (in der zunächst die Verbrecher die Kläger sind!) mit einem unglaublichen Peter Lorre fesseln auch heute noch.

                              Auch wenn das Erzähltempo arg gedrosselt ist: Bitte unbedingt schauen!

                              • 8 .5

                                Ganz hervorragend gealterter Klassiker des "guten alten" deutschen Kinos.
                                Ja, die Kamera wirkt weniger agil als heute, die Dialoge teils hölzern, der Ton ist (wohl auch geschuldet der langen Schnitt- und Verbotsgeschichte von "M") nicht durchgängig, aber doch stimmen die relevanten Punkte, die Film eben ausmachen.
                                Die Geschichte ist zeitlos und weiß - mit Einschränkungen - mitzureißen, die Charaktere sind (wohl heutzutage auch einfach gesellschaftshistorisch) interessant, filmwissenschaftlich ist der Wert von "M" vermutlich nicht überschätzbar.

                                Der Film mag nicht jedem gefallen, er ist kein Blockbuster im heutigen Sinne, aber doch sollte man ihn gesehen haben, um Film im Allgemeinen besser einschätzen und verstehen zu können.

                                Klasse übrigens ist die dezente, aber doch zentrale und wirkungsvolle Rolle, die Fritz Lang hier in seinem ersten Tonfilm gleich dem Ton zukommen lässt.
                                Er dient nicht nur als technische Spielerei, als Gimmick, sondern ist ganz entscheidend für den Handlungsverlauf, was für einen wohlüberlegten Einsatz dieser für Zuschauer und Produzierende neuartigen Technik spricht.

                                2
                                • 8

                                  Sehr schöner Film.

                                  Am Anfang sehr spannent und teils emotional, nach der Mitte zieht es sich leider etwas und man wartet sehnsüchtig was mit dem Mörder passiert.

                                  • 9 .5

                                    Endlich ist es geschafft! Nach über eineinhalb Jahrzehnten, zig Verchiebungen, Ausflüchten, verpassten Gelegenheiten und der inneren Unsicherheit, ob mir der erste Tonfilm des Fritz Lang gefallen kann, habe ich sie nun hinter mir - die erste (sicherlich aber nicht letzte) Sichtung. ^_^/"

                                    Talentiertere Moviepiloten, als ich es bin, haben mit Feuereifer oder Witz ihre Kommentare verfasst. Ich habe keinen Schimmer davon, wie ich meinen Kommentar gestalten soll. Vermutlich gerät er semi-analytisch und wird keine Zitate, oder Anekdoten zur Auflockerung enthalten. Mit einiger Vorarbeit und Struktur könnte ich etwas Derartiges schaffen. Allerdings will ich jetzt diesen Kommentar verfassen und nicht erst in Tagen, Wochen oder Monaten.

                                    Für mich hatte diese Sichtung nur bedingt mit Spaß oder Unterhaltung zu tun.
                                    Zu lange hatte ich mir im Wissen ob dessen filmgeschichtlicher Bedeutung vorgenommen, den Film 'M - Eine Stadt sucht einen Mörder' anzusehen. Je mehr Zeit nach diesem beabsichtigten Vorhaben verstrich, desto unsicherer wurde ich.

                                    Die Lobeshymnen Anderer, die hohen Positionierungen in wichtigen Film-Best ofs, mein ureigenstes Interesse am Film, seit ich eine kurze Inhaltsangabe und den Namen Fritz Lang gelesen habe, erschufen unvermeidbar eine Erwartungshaltung zu diesem Klassiker, Meisterwerk und die Filmlandschaft verändernden Film.

                                    Ohne Vorwissen und Kenntnisse wäre 'M' bloß ein Schwarz-Weiß-Tonfilm ohne Musik. Gemessen am derzeitigen Fundus an Kriminalfilmen zum Thema Kindstötung und Selbstjustiz gibt es genug Vertreter, einige gar grandios gespielt, mit packender Musik und selbstredend in Farbe.

                                    Dass es jedoch die heutigen sozialkriminellen Cop-Thriller und Dramen in der uns heute so vertraut wirkenden Form gibt, dafür kann - nein - muss dieses Meisterwerk des frühen Tonfilmes als internationaler Wegbereiter gesehen werden.

                                    Fritz Langs akribische, jegliche Improvisation ausschließende Regiearbeit ist ganz sicher nicht für jeden heutigen Filmsehenden gleichermaßen ein Juwel.

                                    Der Film:

                                    Ohne die heute geforderte und meist bediente Charaktereinführung und -Bindung wird der Zuschauer in eine eher triste und seltsam anmutende Anfangszene gepresst. Hier gibt es nichts für das Auge oder Ohr zu erfreuen.
                                    Ein von Oben herab geworfener Blick auf Kinder. Der einsetzende Abzählreim ist dank der Akustik stellenweise schwer verständlich. Das alleine erschwert den Einstieg jedoch nicht.
                                    Die Inszenierung darf man schlichtweg nicht nach heutigem Stand beurteilen. Gleichwohl hat der Regisseur jenen Einstieg genau so geplant. Jede Geste, jedes Wort, sämtliche Kamerawinkel und Beleuchtungen wurden von Fritz Lang diktiert.

                                    Ich hatte anfangs große Schwierigkeiten in den Film zu finden. Zu distanziert fand ich viele Einstellungen der ersten zehn Minuten. Mit den ersten gesellschaftlichen Auswirkungen von Angst, Kontrollversuch, zerstörter Illusion vermeindlich absoluter Sicherheit, Verleumdungen und ersten Ermittlungsschritten nimmt 'M - eine Stadt sucht einen Mörder' spürbar an Fahrt auf.

                                    Die Darstellung des lange Zeit unbekannten Täters ist inszenatorisch zwiegespalten. Einerseits benutzt man grandiose Ansätze (z.b. Schattenwurf an Säule vor dem Aushang) jedoch entfalten sie beim ersten Ansehen des Filmes längst nicht die spätere Wirkung folgender Sichtungen. Die Stimmung ist unterkühlt. Noch entfaltet sich nicht die Bedrohlichkeit. Das schaffen an dieser Stelle nur weitere Sichtungen. Eine spätere, ähnliche Gelegenheit für das menschliche Monster wird weit emotional-aufgewühlter - bereits bei deren Beginn - Besorgnis erregend und ab dem Pfeifen in latent empfundener Bedrohung durchlebt.

                                    Doch zurück zum Einstieg des Filmes und Peter Lorre. Er ist wenig bis garnicht zu sehen. Dafür jedoch gibt es akustisch zwei Dinge, die wir Erstbetrachter mit dem kaum gezeigt bekommenen Mann verbinden. Da wäre zum Einen eine gepfiffene Melodie. Niemand, der sie vor der ersten Sichtung aus der Klingeltonwerbung und dem bereits der Namenslosigkeit verfallenen Interpreten her kennt, wird sie je wieder hören, ohne an 'M' zu denken.
                                    Das zweite prägnante Audioelement zu Peter Lorre ist dessen Stimme, diese eher helle, weiche Tonlage. Sie verfehlt ihre beschwichtigende, freundschaftliche Wirkung bei Kindern nicht. Erschaudert jedoch den wissenden Erwachsenen, nachdem er um Lorres Taten weiß.

                                    Ab der 25. - 30. Minute verfolgte ich - mir der entfalteten Sogwirkung der dargestellten Ereignisse bewusst - die Suche zweier mächtiger Gesellschaftsstrukturen, deren Koexistenz durch des Mörders Wirken unausweichlich eine Beeinträchtigung erfahren muss.

                                    Die weitere Zeit verfliegt mit der Inszenierung polizeilicher Ermittlungen, wie sie wohl nur wenige Zuschauer der achteinhalb Jahrzehnte zurückliegenden Polizeistruktur zugetraut haben dürften.
                                    Hierin findet sich selbst heute noch gebräuchliches Vorgehen, dass sich der Betrachter mitunter garnicht mehr so sicher ist, in einer weit überlegeneren Gesellschaft mit Äonen gefühlten Fortschritts gegenüber der Damaligen von 1930 zu leben. Diesen Punkt mag Fritz Lang allenfalls vermutet haben, konnte sie jedoch nicht bis in eine ferne Zukunft wirksam erachten und gezielt zu diesem Zweck verwenden. Besagter Effekt bereichert das erstmalige Filmerlebnis natürlich ungemein!

                                    Hierin liegt die nächste große Stärke neben der beiläufigen Sogwirkung. Es ist die heute noch aufwühlende Emotionalität der Thematik, die Frage nach Sicherheit der Gesellschaft und Handhabung mit deren Bedrohungen aus dem Inneren.

                                    Die letzten Filmminuten steuern den Betrachter auf die unausweichliche Konfrontation des Gezeigten mit der persönlichen Wertvorstellung. Dass es hier im Film verschiedene Betrachtungsweisen gibt, und daraus folgende moralische - wie philosophische! - Ansätze abgeleitet werden oder zum Nachdenken anregen, zeugt von der Weitsicht und Genius des Fritz Lang.

                                    Er schuf nicht nur einen Film, dessen Aktualität nicht nachlässt, sondern tat dies auf eine Weise, die jeden Zuschauer spätestens beim Finale involviert.

                                    Hierdurch wird der anfangs entrückte - später nicht loslassen wollende Film zum Zeitdokument aufkommender Nazi-Machtergreifung. Daneben bildet er das filmische Psychogramm von Gesellschaft und Täter.

                                    Dieses Werk prägte Generationen von Filmemachern und Zuschauern. Es hinterlässt auf meisterliche Weise einen nicht wegzudenkenden Einfluss auf die deutsche Gesellschaft und internationale Filmgeschichte.
                                    Die heutige, westliche Welt ist in ihrer jetzigen Art undenkbar ohne dieses - anfangs kühle, später umso hitzigere - Meisterwerk.

                                    Der anklagende und selbstverteidigende emotionale Ausbruch, zu dem es kurz hor Schluss kommt, bildet für sich allein genommen bereits ein die Filmhistorie prägendes Ereignis, was in Bezug schauspielerischer Darbietungen selten mit gleicher Intensität erreicht worden ist - bis Heute.
                                    Ich bin dankbar für diese Arbeit des Fritz Lang, Peter Lorre und der Mitwirkung so vieler Personen, die dieses Erlebnis erst möglich machten.

                                    6
                                    • 7

                                      Beachtet man das Alter des Films, so ist es schon durchaus als ein Meisterwerk zu bezeichnen und zum damaligen Zeitpunkt mit Sicherheit der Burner schlechthin!
                                      Andere Zeit - anderes Kino! Mit diesem Hintergrund weiß man worauf man sich einlässt und kann sich den durchaus mal antun.

                                      2
                                      • 9
                                        mr.yankee 31.05.2016, 18:48 Geändert 01.06.2016, 18:18

                                        Ältester und bedeutendster deutscher Regisseur Fritz Lang hat wieder sein zweites Meisterwerk nach Metropolis geschaffen.
                                        Mit einem perfekt zur Rolle passenden Hauptdarsteller (Peter Lorre).
                                        Die Story ähnelt eigentlich einem ganz normalen Krimi. Für einen 30er Jahre Film
                                        ist es der beste Krimi aller Zeiten.
                                        Obwohl er 50 % aus Geschäftlichem/Gerede besteht bringt er auch so seine
                                        Gruseligkeit.
                                        Eine gute Idee war das mit der Kreideschrift "M" und die Verfolgung durch die Stadt.

                                        2
                                        • 8 .5
                                          RolfMuller 15.05.2016, 19:15 Geändert 15.05.2016, 19:19

                                          Ben Affenleck und Rolf Muller satteln den alten Gaul namens „Filmgeschichte“, und begeben sich auf einen langen und mutigen Ritt durch 87 Jahre bewegte Bilder. Einzige Vorgabe für die wagemutigen Helden ist lediglich, dass es eine Erstsichtung für beide sein muss. 2-3 Mal im Monat darf die Community einen Blick in ihr abenteuerliches Reisetagebuch werfen...

                                          *****

                                          In 87 Jahren um die Welt: Station 2/87, 1931, „M – Eine Stadt sucht seinen Mörder“:

                                          *****

                                          Mensch. Mörder. Bestie.

                                          Inspiriert von den schrecklichen Vorfällen im Jahre 1929 in Düsseldorf, wo Peter Kürten eine beispiellose schreckliche Mordserie hinlegte. Er tötete Tiere, Frauen und auch Kinder. Mitunter trank er das Blut seiner Opfer, wodurch er als „Der Vampir von Düsseldorf“ in die dunklen Seiten der Geschichtsbücher einging.

                                          Ein Kindermörder, hervorragend gespielt von Peter Lorre, geht um in Berlin. Ein Kind verschwindet nach dem anderen und es gibt keine Hinweise auf den Täter. Unruhe, Angst und Wut macht sich breit in der Bevölkerung....

                                          Es ist schon erstaunlich welch tolle Bilderwelten Fritz Lang nach seinem visonären „Metropolis“ auch hier erschafft. In erlesenen perfekt ausgeleuchteten Kulissen generiert er Szenen, die auch heute noch mehr als ansehnlich sind. Fast schon in der Form eines Film Noir wird eine sehr präzise mitunter aber auch etwas langwierige Abwicklung der Tätersuche und Ermittlungen in den ersten zwei Dritteln nachgezeichnet. Und erinnert dabei ein wenig an Finchers „Zodiac“.

                                          Etwas ungewöhnlich ist für mich die Erzählstruktur, die eigentlich gänzlich ohne Hauptpersonen auskommt. Das Thema lädt ja gerade dazu ein einen emotional mitzunehmen, was durch die konzeptionelle Herangehensweise aber nahezu unmöglich ist. Bindung zu Figuren kann man nur schwer aufbauen, es scheint jeder in der Stadt in der Handlung involviert. Jeder könnte das nächste Opfer sein. Jeder aber auch der Täter. Hauptdarsteller ist die Stadt und dessen Menschen.

                                          Das letzte Drittel zeigt uns warum „M“ den Titel „deutscher Klassiker“ zurecht erlangt hat. Denn da trumpft er inhaltlich auf und überzeugt mit einer Weitsicht und Klarheit, die man in dem Genre bis heute oft schmerzlich vermisst. Der Kindermörder wird eben nicht eindeutig zu einem Monster deklariert, obwohl dessen Taten eigentlich kaum einen anderen Schluss zulassen. Nein vielmehr wird gezeigt wie hilflos wir mitunter sind. Das kein Gericht, kein Gesetz, keine Strafe uns solche Gräueltaten erklären kann und vorallem kann Nichts ungeschehen gemacht werden. Diese Hilflosigkeit fängt an beim Täter, der seinen Zwängen, seinen Stimmen ausgeliefert ist, wie ein gefangener Fisch im Netz eines Fischers. Ist er nur ein kranker Mensch oder doch eine brutale Bestie? Kann man ihm helfen? Sollte man ihm überhaupt helfen? Ist totprügeln nicht doch die einfachste und unproblematischste Lösung für alle? Aber sind wir dann nicht auch Täter? Mörder? Bestien?

                                          Ganz stark, wie gegen Ende des Films alle Fäden aufgegriffen und verknüpft werden und man selber nicht so recht weiß welcher Faden denn der Richtige ist. Gut und böse, Recht und Unrecht verschwimmen.

                                          Bestie. Mörder. Mensch.

                                          13
                                          • 8
                                            BenAffenleck 15.05.2016, 19:10 Geändert 06.11.2016, 20:56

                                            RolfMuller und BenAffenleck satteln den alten Gaul namens „Filmgeschichte“, und begeben sich auf einen langen und mutigen Ritt durch 87 Jahre bewegte Bilder. Einzige Vorgabe für die wagemutigen Helden ist lediglich, dass es eine Erstsichtung für Beide sein muss. 2-3 Mal im Monat darf die Community einen Blick in ihr abenteuerliches Reisetagebuch werfen...
                                            * * * * * * * * * *
                                            In 87 Jahren um die Welt - Teil 2/87 – M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (1931)
                                            * * * * * * * * * *

                                            So einen gewagten und mutigen Film mit einem so sensiblen Thema hat Fritz Lang vor 85 Jahren erschaffen???

                                            Ein großartiges Plädoyer gegen Selbstjustiz in den Kinderschuhen des Tonfilms???

                                            Diese aktuelle Diskussion, ob man einen unzurechnungsfähigen Mörder einer gerechten Strafe zuführen darf, gab es schon vor WW 2 im Kino???

                                            / \ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\

                                            10.000 Mark Belohnung zieren den aufgehängten Steckbrief. Ein Kindermörder wird gesucht. Ein Ball wird an die Litfasssäule geworfen und prallt von ihr ab. Ein bedrohlicher Schatten beugt sich zu dem Mädchen herunter, das gerade noch mit dem Ball gespielt hat:

                                            "Du hast aber einen schönen Ball. Wie heißt du denn?"

                                            Gänsehaut breitet sich auf meinem Rücken aus, kriecht mir den Nacken hoch und die Arme herunter. Die ultimative Angst eines jeden Vaters. Der Albtraum jeder Mutter. Nur ein Schatten der sich vor das strahlende Leben schiebt, wie der Mond bei einer Sonnenfinsternis. Und auf einmal ist alles anders … *** das Treppenhaus bleibt verwaist, wie eine Spirale ins Nichts, keine schnellen Schritte die nach der Schule hinauf poltern, um der wartenden Mutter Erleichterung zu verschaffen... *** ein Ball, der alleine weiter rollt und nicht wieder geholt wird... *** der Luftballon, der sich einsam in den Telefonleitungen verfangen hat.

                                            Etwas ist nicht richtig. Jemand fehlt der niemals fehlen dürfte. Eine Mutter sollte nicht verzweifelt auf das Heimkommen ihres Kindes warten müssen. Ein Ball sollte wieder aufgehoben werden, ein Ballon an der Schnur tanzen dürfen, die von einer Kinderhand gehalten wird. Das normale Leben hält kurz den Atem an. Saugt die Luft gierig ein … atmet Verzweiflung und Fragen aus, lässt eine Stadt und ihre Bewohner aus den Fugen geraten, gegenseitiges Misstrauen ist an der Tagesordnung. Ein Lynchmob formiert sich, das titelgebende "M" findet als Stigmata Verwendung, eine 'faire' Verhandlung gleicht einem Hexenprozess, eine Makulatur für ein schon längst feststehendes Urteil.

                                            / \ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\

                                            Da hat mich Fritz Langs Meisterwerk ja eiskalt erwischt. Ich bin wirklich davon ausgegangen, dass sich M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER ausschließlich um die Hatz nach dem Triebtäter dreht. Hier bekommt man aber noch so viel mehr geboten, dass dieses alte Biest von 1931 noch Tage später immer wieder durch die dunklen Gänge meiner Hirnwindungen kriecht.

                                            Dieses Meisterwerk war in so vielem Vorreiter und wegweisend, dass ich nur ganz tief meine Schiebermütze ziehen kann:

                                            - Die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen sind wegweisend für alles was danach kam.

                                            - In einer Parallelmontage (Bild & Ton) führen eine Gruppe Polizisten und eine Gruppe Einbrecher an 2 völlig verschiedenen Orten jeweils die Sätze der anderen fort. Etwas, was heute als Selbstverständlichkeit hingenommen wird, erfuhr hier seine Geburt.

                                            - Peter Lorres Schauspielleistung als Kindermörder, wenn er versucht, sich zu erklären. Die dargestellte Angst, die Panik. Der Wahnsinn in seinem Gesicht. Vielleicht die bis dahin größte Schauspielleistung überhaupt. Was für eine Eindringlichkeit.

                                            - Der Ton, der hier nur als Unterstützung für den Film dient, ja beinahe als kostbares Stilmittel eingesetzt wird.

                                            - Eine unglaublich starke Kameraarbeit.

                                            Von dem Film gab es damals zig verschiedene Schnittfassungen mit verschiedenen Längen. Ich habe M als unglaublich tolle restaurierte Fassung von der 80th Anniversary BluRay gesehen. Was da an Mühe und Kosten reingebuttert wurde, lässt wohl das Herz eines jeden Filmfreundes noch etwas schneller schlagen. Das Bonusmaterial ist gewaltig und sehr informativ.

                                            'Don't believe the hype'. Macht euch ein eigenes Bild von einem der wichtigsten Filme überhaupt, lasst ihn dann vielleicht noch ein paar Tage sacken, denkt über das Gesehene sowie die künstlerische und moralische Gewichtung für die darauf folgenden Jahrzehnte des Filmhandwerks nach. Und dann dürft ihr ehrfurchtsvoll nur noch eine Wort aushauchen: M e i s t e r w e r k ! ! !

                                            + + + + +

                                            Zur Liste geht's hier lang: http://www.moviepilot.de/liste/benaffenlecks-und-rolfmullers-wilder-ritt-durch-87-jahre-filmgeschichte-benaffenleck

                                            12
                                            • 9

                                              Kamerafahrten, bei denen einem die Augen übergehen, Peter Lorre im Jenseits-von-Gut-und-Böse-Modus und und und. Dieser Film hat so viel zu bieten. Und weil hier schon genug Leute entsprechendes geschrieben haben, möchte ich lediglich auf ein Detail hinweisen.

                                              Wenn der Ring, die Köpfe der Verbrecherbanden der Stadt, bei seinen Überlegungen ins Stocken gerät, gibt es eine Einstellung von schräg oben auf den Tisch. Aus den X Zillionen Zigarettenstummeln und der Asche ist dabei auf dem Tisch ein riesiges Fragezeichen geformt worden. Und dies ist nur in einem "blink and you'll miss it"-Moment zu sehen. Für mich vielleicht DAS Paradebeispiel für die Virtuosität des Films.

                                              Und natürlich: Nichtraucher und solche, die mal geraucht haben, müssen bei diesem Film ganz stark sein.

                                              Wie froh ich doch bin, diesen Film im Kino gesehen zu haben.

                                              2
                                              • 9 .5

                                                [...[ Allein im letzten Akt ist er [Peter Lorre] das (leicht, genau im richtigen Rahmen) ambivalente Gesicht von „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, der als Gesellschaftsstudie und zeitloser, moralischer Diskurs noch interessanter ist als in der Rolle eines formell herausragend inszenierten Thrillers. Wenn nicht die hilflose, staatliche Gewalt, sondern das sich organisierende „Pack“ aus Verbrechern und Bettlern die Sache in die Hand nimmt (um des eigenen Burgfriedens willen), was seinen Höhepunkt in einem Scheinprozess findet, ist der Film endgültig bei einer Thematik angekommen, die sich so jederzeit und überall wiederholen kann. Weil die Antwort auf die gestellte Frage so unbefriedigend erscheint.

                                                Wann ist ein Mensch für seine Taten – so unvorstellbar grausam sie sein mögen – vollständig zur Verantwortung zu ziehen? Sollten nicht alle Faktoren berücksichtigt werden, egal wie irrelevant sie für die Hinterbliebenen sein mögen? Und selbst wenn man zu einer eindeutigen Prognose kommen könnte, was wäre denn die Konsequenz? Auge um Auge klingt so leicht und auf eine primitive Art gerecht, mit Menschlichkeit hat das nichts zu tun. Opfer bleiben Opfer, nichts wird ungeschehen gemacht, was Fritz Lang mit seiner letzten Einstellung exakt ausformuliert. Er begeht vorher nicht den Fehler, seinen Mörder bis ins Letzte zu dämonisieren, noch sein Handeln zu entschuldigen. Er könnte einem fast leidtun, wie er um sein Leben fleht, sein Innenleben verzweifelt nach Außen kehrt, einen blutgierigen Lynch-Mob vor Augen. Wir haben ihn aber auch in seiner manchmal narzisstischen Grausamkeit erlebt. Spielt er nur die letzte, verbliebene Karte aus oder sehen wir wirklich einen kranken Mann, einen gefangenen seiner Zwänge? Letztlich wissen wir es nicht. Das sollte aber für ein Urteil keine Rolle spielen. Das unterscheidet den Mensch vom Tier…manchmal. [...]

                                                32
                                                • 10
                                                  Ener 29.03.2016, 16:56 Geändert 29.03.2016, 16:57

                                                  Erstaunlich, wie gut der Ton bereits hier eingesetzt wurde. Einer seiner Zunft, der schon fast nicht mehr als einer der Wegbereiter des Tonfilms gelten kann, sondern fast als DER EINE Wegbereiter dieser damals jungen Technik. Und nicht nur das, auch der Plot, die Darsteller, die Kulissen, ja einfach alles weiß zu überzeugen. Sei es die Dramaturgie der Anfangssequenzen, oder die Deutbarkeit des Endes, oder alles dazwischen... ich wüßte nicht, wo bei 'M' irgendetwas nicht stimmt.

                                                  1
                                                  • 6 .5

                                                    [...] Aus heutiger Sicht muss man jedoch sagen, das „M“ inszenatorisch nicht mehr ganz so überzeugend und erschreckend ist wir noch vor 84 Jahren. Einige Kameraeinstellungen, beispielsweise die wechselnde Perspektive zwischen Frosch- und Vogelperspektive, wenn sich ein Riese und ein Zwerg unterhalten, erscheinen leicht abstrus, ja wenn nicht sogar lächerlich. Ebenso mag es schwer fallen, die Handlungsweisen der Bürger zu verstehen. Die gegenseitigen Anschuldigungen, der Mörder zu sein wirken überdreht. Die Panik und Hysterie ist zwar nachvollziehbar, aber dennoch nicht ganz glaubhaft.
                                                    [...]
                                                    Bei „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ kommt es allerdings weniger auf die Story an, Regisseur Fritz Lang legt seinen Fokus auf die Botschaft, die er übermitteln will. Und diese, auf eindringliche und emotionale Weise herübergebrachte Message gegen Selbstjustiz ist nicht in geringster Weise angestaubt, sie hat nichts von ihrer Brisanz und Aktualität verloren, und trifft den Zuschauer an einem Punkt des Körpers, der einerseits weh tut, aber andererseits auch zum Nachdenken verleitet. Wen kann man für seine Taten zur Verantwortung ziehen, wen nicht? Wer kann kontrollieren was er tut, wer nicht? Dem Zuschauer diese vielen Denkansätze mit auf den Weg gebend verabschiedet sich „M“ mit der Aufnahme eines Gerichtsvorsitzes, welcher über diese Fragen nun debattieren wird.

                                                    Mehr gibt es hier:
                                                    http://inglouriousfilmgeeks.com/2016/01/06/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder/

                                                    17