Manifesto - Kritik

Manifesto

AU/DE · 2015 · Laufzeit 98 Minuten · FSK 0 · Drama · Kinostart
Du
  • 7

    Manifesto ist ein opulenter, herausgeputzter Film mit hohen Produktions- und Schauwerten; ein erheblicher Anteil am Gestaltungsaufwand liegt in Cate Blanchetts spektakulären Verwandlungen [...] [Esther Buss]

    • 7 .5

      Denn Manifesto ist pure Filmkunst auf höchstem Niveau ohne die üblichen Kinkerlitzchen wie Action oder billigen Emotionen. [Günter H. Jekubzik]

      • 7 .5

        "Julian Rosefeldts Filminstallation "Manifesto" kommt in einer linearen Fassung ins Kino und zeigt die Kunst des 20. Jahrhunderts als hitzige Debatte mit indiskretem Charme." [Olga Baruk]

        1
        • 6 .5

          [...] Unabhängig des gesprochenen Wortes interessiert sich Julian Rosefeldt vor allem für Abläufe und Prozesse. Gleich zu Beginn schenkt er seine gesamte Aufmerksamkeit einer lodernden Zündschnur, wie sie beständig auf den großen Knall hinarbeiten, der in seinem schlussendlichen Resultat mehr als vertraut ist. Der Weg dorthin bleibt jedoch einer der spannendsten Aspekte von Manifesto und so ist der Film selbst eine faszinierende Reflexion der eigenen Ambition. Wenn sich die Kunst und ihre Einflüsse selbst kommentieren: Nicht selten passiert es, dass Julian Rosefeldt einen Dialog unter den Manifesten eröffnet, etwa wenn Cate Blanchett als Nachrichtensprecherin während der Live-Aufzeichnung ihrer Sendung zu einer Reporterin schaltet, die vermeintlich über das Wetter spricht, in Wahrheit jedoch einen Austausch zwischen Künstlern und Philosophen eröffnet. Ähnlich passiert es zuvor in Form einer Handpuppe oder jener Cate Blanchett, die als Lehrerin ihre Klasse in Jim Jarmuschs Golden Rules of Filmmaking einweiht. [...]

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          • Die Kinofassung der vieldiskutierten Videoinstallation Rosefeldts aus dem Jahr 2015: Mini-Narrative, die ein Dutzend Mal Cate Blanchett als unvermutetes Sprachrohr des Aufruhrs in je überraschendem Kontext zeigen. Konzeptkunst als spielerische Auseinandersetzung mit tiefernsten Motiven. Riskant, geglückt. [Alexandra Seitz]

            • 6

              In jeden Fall ein ungewöhnliches Erlebnis ist dieser Film, dieses Experiment, das vor allem dann beeindruckt, wenn man Lust hat, die Wandelbarkeit von Cate Blanchett 90 Minuten vorgeführt zu bekommen. [Michel Meyns]

              • 7
                VillageVoice 12.05.2017, 13:00 Geändert 12.05.2017, 13:00

                Manifesto wurde in Berlin gedreht und die ersten Szenen etabliert den Film als ästhetischen Begleiter zu Wim Wender's Himmel über Berlin. [Serena Donadoni]

                • 6 .5

                  Die in Manifesto entstandene Collage ist eine lineare Version der Multi-Screen-Installation und wird für die Zuschauer mit gewissem Wissen über die Kunstgeschichte und die Bereitschaft, sich in ihre theoretischen Überlegungen einzubringen, am besten funktionieren. [Boyd van Hoeij]

                  • 6 .5

                    Manifesto ist ein Kunstfilm in reinster Form: von Natur aus konzeptionell, in seiner Form von der Norm abweichend und komplett esoterisch in seiner Ansprache. Ohne Cate Blanchetts Beteiligung würde der Film bestimmt keine Kreise ziehen. [Peter Debruge]