Mein Nachbar Totoro - Kritik

Tonari no Totoro

JP · 1988 · Laufzeit 87 Minuten · FSK 0 · Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Animationsfilm
Du
  • 8

    [...] Oftmals ist das Kino in gewisser Weise eine Zeitmaschine, die es dem Betrachter ermöglicht, Ereignisse oder Zustände der Vergangenheit zu besichtigen. Der japanische Anime-Regisseur Hayao Miyazaki (Das Schloss im Himmel) ist in dieser Hinsicht einer der größten Kino-Magier. In seinen Werken, die sich meist bei großen und kleinen Zuschauern gleichermaßen einen Platz mitten im Herzen ergattern, gelingt es dem Filmemacher nicht nur, Orte und Ereignisse der Vergangenheit zu bereisen, sondern Gefühle, die vor allem bei älteren Zuschauern vermutlich schon viele Jahre zurückliegen und plötzlich doch wieder ganz konkret spürbar sind. [...] Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte eines Vaters und dessen zwei kleinen Töchtern, die zu Beginn des Films in ein neues Haus auf dem Land einziehen, fast schon überraschend unspektakulär. Schon die ersten Szenen, in denen der Umzug stattfindet, verdeutlichen aber, dass es Miyazaki nicht so sehr darum geht, was er da gerade erzählt, sondern darum, durch welchen Blickwinkel die Geschehnisse durchwegs erlebt werden. Aus der Perspektive der vierjährigen Mei und ihrer sechs Jahre älteren Schwester Satsuki gestaltet der Regisseur die Anreise zu dem neuen Haus der Familie sowie die sich daran anschließende Ankunft als kindlich-verspieltes, in bunten Bildern erstrahlendes Abenteuer. Als die beiden Geschwister zum ersten Mal mit strahlenden Gesichtern durch das Grundstück mitsamt Garten sowie dem Inneren des Hauses toben und jeden Winkel mit purer Begeisterung erkunden, entfacht Mein Nachbar Totoro jenes einzigartige, unvergleichliche Gefühl der Kindheit, in dem jeder neue Tag mit schier endlosen Möglichkeiten anbricht, deutlich länger erscheint, als er eigentlich ist und die naive Begeisterung grundsätzlich der zögernden Skepsis überwiegt. Miyazakis Werk ist aber nicht nur eine Ode an genau dieses Lebensgefühl, in dem sich junge Zuschauer sofort bestätigt fühlen und ältere Zuschauer in wohliger Nostalgie schwelgen dürfen, sondern ebenso ein Appell an die Kraft der Fantasie. [...] Totoros Auftritte, die genauso gut auch nur der kindlichen Vorstellungskraft der beiden Mädchen entsprungen sein könnten, nutzt Miyazaki als bewusst gewählte Fluchtpunkte aus der Realität, die für die Geschwister innerhalb der Handlung durchaus einige Hürden bereithält. Obwohl Mein Nachbar Totoro dadurch überrascht, dass dem Film ein gewöhnlicher Antagonist fehlt, den es gegen Ende der Geschichte zu überwinden gilt, und auf eine klassische Einteilung in Gut und Böse ebenfalls vollständig verzichtet wird, begeistert der Regisseur im Gegenzug mit einem einfühlsamen Verständnis für familiäre Konflikte, die sich nach und nach aus der Abwesenheit von Mei und Satsukis Mutter entfalten, welche im Krankenhaus liegt. Mit behutsamer Dramatik, die niemals in allzu ernste Gefilde entgleitet, erzählt Miyazaki von kindlichen Verlustängsten, die sich nie logisch erklären lassen, von zärtlichem Verantwortungsbewusstsein der jeweiligen Familienmitglieder untereinander und von überbordendem Optimismus, der durch fantasievolle Überhöhung unterstützt wird, bis er sich zuletzt vor dem Fenster der erkrankten Mutter mit trostspendendem Gelächter zu erkennen geben darf. [...]

    20
    • 9

      Der Herr TheDrPepperPower (http://www.moviepilot.de/users/thedrpepperpower) und ikke haben in einem kleinen Podcast über Miyazaki geplaudert. Ab 2h 49min geht es um diesen Film hier. Viel Spaß!

      6
      • 10

        Heute mal etwas ausführlicher und mit milden Spoilern. Aber kürzer fassen wär hier ein Verbrechen.

        Mit "Mein Nachbar Totoro" begebe ich mich erst zum zweiten Mal auf Ghibli-Gebiet, der erste Ausflug erfolgte mit "Die letzten Glühwürmchen", und der hat mich mit seiner bedrückenden Thematik zunächst tatsächlich abgeschreckt. Doch dieser Totoro, der sah knuffig aus, und so schnappte ich mir den Film, nicht vorbereitet auf das was da folgen würde. Bemühe ich mich sonst immer um einen sachlichen Stil sehe ich hier keine andere Möglichkeit, als mal so richtig persönlich zu werden. Ich hoffe ihr bleibt trotzdem bis zum Ende.

        Als Kind hatte ich eigentlich immer irgendwie einen Wald in der Nähe meiner Wohnorte. Zuhause war es häufig mal stressig, und so verbrachte ich einen guten Teil meiner Kindheit draußen. Baute geheime Höhlen aus Ästen, folgte dem Lauf des kleinen Flusses, entdeckte Tiere und führte ausgiebige Selbstgespräche. Manchmal veränderten sich Dinge, wenn ich ein oder zwei Tage meinen geheimen Verstecken fernblieb, und für mich stand schnell fest: das müssen die Waldgeister sein. Ich machte mir meine eigene kleine Welt, in der die triste Außenwelt nichts zu suchen hatte.

        Und genau dieses Gefühl vermittelt "Totoro" von der ersten Minute an. Sobald die Familie ihr neues Haus betritt wird unbändig entdeckt, jede noch so verstecke Ecke wird erkundet. Schnell tauchen die kleinen Aschegeister auf, und man ist sich einen Moment lang unsicher ob die nun tatsächlich existieren oder sich eingebildet werden. Doch so schnell dieser Gedanke aufkam, so schnell verschwindet er auch wieder. Viel zu spannend ist die Entdeckungsreise. Nach und nach öffnet sich der Spielraum der Kinder, der Garten wird erkundet, nur vor dem Wald hält man noch ehrfürchtigen Abstand.

        Doch dann taucht ein kleines Wesen auf, das sich zeitweise unsichtbar machen kann. Die kleine Mei folgt dem putzigen Tierchen, und ehe sie sich versieht führt der Weg durch das Unterholz und in das innerste der Wurzel eines gigantischen Baumes. Und dort schlummert Totoro. Gleichzeitig extrem niedlich und irgendwie auch ein bisschen bedrohlich entpuppt er sich als freundlicher Waldgeist, der nur von Kindern gesehen werden kann. Oft ist er im Film nicht zu sehen, doch wenn er auftaucht weiß er zu begeistern. Schön ist hier auch die Einstellung der Erwachsenen, welche die Kinder in ihrem Glauben an die übernatürlichen Wesen bekräftigen, auch wenn sie selbst nur noch Erinnerungen an ihre eigene Kindheit haben und Totoro selbst nicht richtig wahrnehmen können. Was ihnen bleibt ist der Wind, der durch das Reisfeld weht.

        Vordergründig sind es diese zauberhaften Momente, die den Film dominieren. Doch unter dem, was zunächst als Alltagsbeobachtung zweier Kinder durchgehen würde, liegt so viel mehr vergraben. Miyazaki legt allerdings keinen Wert darauf, die vielen Schichten mit Dialogen zu erläutern. Stattdessen wird der aufmerksame Zuschauer hier und da Hinweise finden. So erfährt man zwar, dass die Mutter im Krankenhaus liegt, doch was sie genau hat wird nicht benannt. Aber es bringt das Leben der restlichen Familie gehörig aus dem Konzept. Der Vater verschusselt Dinge, Mei sucht die Nähe ihrer Familie und Satsuke gibt sich alle Mühe, erwachsen zu sein und sich mit ihren Freundinnen abzulenken. Es ist mehr als die kleinen Mädchen ertragen sollten, doch auf dem Leid wird nie verharrt. Stattdessen fiebern die Mädchen der Genesung der Mutter entgegen. unerschütterlich optimistisch. Totoro wird zum Sinnbild für die eigene, kindliche und unschuldige Phantasie und zu einer Möglichkeit, dem Alltag zu entkommen.

        Zum Ende hin gerät dann all dies in Gefahr. Mei rennt davon, will ihre Mutter im Krankenhaus besuchen. In ihren Armen trägt sie einen Maiskolben, denn die freundliche Nachbarin hat ihr erzählt dass ihre Mutter sicher gesund wird, wenn sie frisches Gemüse essen kann und mit Vitaminen versorgt wird. Die kindliche Idylle zerbricht, die Verzweiflung macht sich breit. Wer erinnert sich nicht daran wie hilflos man sich als Kind fühlt, wenn etwas mit den eigenen Eltern nicht in Ordnung ist? Wer hat nicht schon mal versucht ein krankes Familienmitglied mit einem selbstgemalten Bild, einem Strauß gepflückter Blumen oder ähnlichen kleinen, kindlichen Zaubereien zu heilen? Doch außerhalb des sicheren Gartens lauert eine andere Welt, und Mei verschwindet. Panik bricht im Dorf aus, und als ein kleiner Kinderschuh in einem Teich auftaucht scheint alles verloren.

        Doch Totoro ist da, wenn man ihn braucht. Wenn man nur stark genug an ihn glaubt, wenn man gute und reine Absichten hat. Weil es für ihn einen Platz in unserer Welt gibt, auch wenn wir ihn nicht sehen können. Er ist da wenn der Wind weht, wenn es abends stürmisch ist und ein Gewitter aufzieht. Aber auch wenn die Sonne scheint. Riesengroß, aber mit kindlicher Naivität ausgestattet. Beinahe schon diebische Freude kommt auf, wenn Totoro im strömenden Regen entdeckt wie witzig Regentropfen klingen wenn sie auf den Regenschirm prasseln. So wird dem Schrecken des Alltags, sei es Krankheit, Armut oder Verlust, stets etwas Positives entgegengesetzt. Die Konfrontation wird somit erträglich gemacht, und das ist dem Film hoch anzurechnen.

        Obwohl "Mein Nachbar Totoro" schon beinahe 20 Jahre alt ist muss er sich nirgends verstecken. Wunderschön gezeichnet und mit lichtdurchfluteten Bildern nimmt Miyazaki uns auf eine Reise mit, von der man eigentlich nicht zurückkehren möchte. Auch der Soundtrack ist toll. Verspielt plätschert er dahin, und der Titelsong frisst sich unweigerlich in den Gehörgang und verschwindet so schnell nicht wieder von dort.

        Fazit: Man sagt, dass Bilder mehr sagen als Worte es je könnten. "Mein Nachbar Totoro" bietet Bild für Bild überwältigende Schönheit und eine stimmige Mischung aus kindlicher Unschuld, Naivität und dem bitteren Ernst des Lebens. Die Natur und die Phantasie werden zu den größten Verbündeten welche die Kinder besitzen, und alle Erwachsenen respektieren dies. Groß und Klein dürften von dem plüschigen Totoro begeistert sein, der nicht umsonst zum Maskotten für Studio Ghibli wurde. Und während Kinder vermutlich vorrangig Spaß an der Entdeckungsreise der beiden Mädchen haben tut sich für den aufmerksamen größeren Zuschauer eine ganz andere Welt auf. Eine Reise zurück in die eigene Kindheit, aber auch eine Reise in eine ganz magische Welt, die direkt vor unserer Nase ist. Wir müssen nur genau hinschauen.

        20
        • 8

          [...] Es ist allein schon eine Meisterleistung, wie sauber es Miyazaki gelingt, den Zuschauer geradewegs in die detaillierten Naturimpressionen der provinziellen Gegend zu ziehen und ihn somit auch direkt in die Rolle der beiden Mädchen führt: Wir wollen entdecken, was sich hier im satten Grün abspielt, möchten dem Knistern und Rascheln im Gebüsch nachspüren und womöglich ebenfalls einen Pfad durch das Unterholz bahnen, der als Eingangspforte in das phantastische Paralleluniversum führt, in dem es nicht nur die quirligen Rußbolde zu sehen gibt, sondern auch Waldgeister und eine überdimensionale Katze. [...] Selbstverständlich floriert in „Mein Nachbar Totoro“ eine unumstößliche Lust am Fabulieren; was hier an Kreativität aufgetragen wird, versetzt in rigoroses Entzücken. Darüber hinaus aber erzählt Miyazaki auch über schwerwiegende Themen wie Einsamkeit im Kindesalter und den (möglichen) Zerfall einer innerfamiliären Ordnung. [...] Wer „Mein Nachbar Totoro“ nicht als Labsal für die Seele sieht, der kann einem wahrlich leidtun, so viel entwaffnende Magie wie diese besinnliche Ode an die Kindheit, den inhärenten Entdeckungsdrang und die allgemeine Annahme von Unmöglichem extrahiert. In seiner Wärme und seinem Wohlwollen ist und bleibt „Mein Nachbar Totoro“ immer noch ein Film, der das Herz lange Zeit nach dem Abspann wie verliebt pochen lässt.

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          • 9

            [...] Miyazaki verzaubert uns vollends mit menschlicher Güte, dem hoffentlich ewig währenden Geist kindlicher Unbekümmertheit und glücklicher Euphorie – eröffnet uns die Natur als mythologischen, belohnenden Verbündeten der Seele und erklärt dieses fantastische Weltgefüge liebevoll zum Grundstein für einen puren, brillant-leuchtenden Optimismus. Da hat Zynismus keinen Platz, wird durch die ungebändigte Luminanz und Drolligkeit des Settings und seiner Figuren ohnehin blitzschnell entwaffnet. Man kann einfach nicht anders, als sich wohlzufühlen und von der empathischen Glorie des alltäglichen Zaubers überwältigt zu sein. Deshalb ist ein Besuch bei Totoro schon fast ein regelrechter Urlaub – wenn Menschen (und Fabelwesen) so gut zueinander sein können, will man einfach nicht von dieser Märchenwelt weichen. Und Miyazaki setzt das zudem bewusst in einer idealisierten, doch äußerst persönlichen und dreidimensional-nuancierten Variante unserer Welt in Zeichentrickform an, dass wir uns dort wiedererkennen und somit den Traum dieses Films, die Kraft der Kindheit, zwangsläufig in unsere Realität mit hinübertragen wollen. Das Leben ist schön – und Miyazaki ein humanistischer Großmeister.

            20
            • 9 .5

              [...] Einer dieser ganz besonderen Momente entsteht, wenn Sehnsucht, Orientierungslosigkeit und Liebe aufeinandertreffen: Satsuki und Mei stehen alleine am Straßenrand, eine Laterne spendet wenig Licht und es regnet in Strömen. Sie warten an der Bushaltestelle auf die Rückkehr ihres Vaters und gerade dann, wenn die Einsamkeit am größten scheint, gesellt sich das eigenartige Wesen zu ihnen. Totoro ist einfach da und letzten Endes genauso hilflos dem unerbittlich prasselndem Regen ausgeliefert. [...]

              6
              • 9

                Wie fasse ich zusammen, was ich gerade gesehen habe?
                Wie soll ich dieses Gefühl beschreiben?
                Diese 84 Minuten reinste Kindheit voller Glück, Naivität und einem kleinen Funken Schmerz und Angst.
                Denn nichts anderes stellt „Mein Nachbar Totoro“ dar.
                Die eigene Kindheit.
                Er ist ein Appell an die eigene Fantasie.
                An das Kind in uns, das aus einer kleinen unscheinbaren Eichel etwas Besonderes werden lies. An das kleine seine Eltern nervende Ding, das glaubte riesige Monster leben im Wald.
                Das alles natürlich ohne böse Absichten. Man hat einen Spielgefährten gefunden, der mit einem durch dick und dünn geht, uns beschützt und in gefahrvollen Momenten zur Seite steht.
                All das ist Totoro.
                In diesem Film finden sich so viele Momente der eigenen Kindheit wieder, dass mir wirklich die Freudentränen ins Gesicht schossen. Solch eine Wirkung hatte noch nie ein Film vorher. Ich habe zwar nicht geweint, aber es war verdammt nahe dran.
                Wer hat denn nicht schon mal als kleines Kind geträumt, er würde auf meterhohen Bäumen sitzen und sich anschließend auf einem Kreisel auf in die Lüfte begeben? Nicht unbedingt auf diese Weise, aber ihr wisst, was ich meine...
                Fliegen. Frei sein. Einfach Kind sein.
                Wer frage ich. Wer?
                Das Geschwisterpärchen Mei und Satsuki ist erzsympathisch. Sie sind sogar dermaßen voll mit Charme beladen, dass man quasi die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen hat. Da stört auch nicht der etwas langsame Beginn. Allein wie Meis kleine Schwester ihrem Vorbild alles nachplappert ist beinahe herzzerreißend. Ein unglaubliches Gespann mit jeder Menge Herz.
                Wenn die Stimmung dann plötzlich umkippt und beginnt dramatisch zu werden, fühlt sich das an, wie ein Schlag in die Magengrube.
                War alles noch so schön friedlich, vergnügt und einfach wunderschön, bricht der Ernst des Lebens in das Leben der Zwei.
                Der Meister Hayao Miyazaki verliert sich also nicht in seiner Fantasie, sondern sorgt mit etwas Störung in dieser Harmonie für die richtige Bodenhaftung. Glücklicherweise aber verzichtet er auf weitere Hiobsbotschaften. Das hätte ich vielleicht auch nicht ertragen. Dafür schließt man die Beiden zu sehr ins Herz.
                „Mein Nachbar Totoro“ ist der Film, den ihr euren Kindern als allererstes zeigen solltet. Kein anderer bietet dieses Maß an Unterhaltung, Verspieltheit, Ernst, Verlustangst und Fantasie. Ich möchte nicht sagen „Vergesst Disney“, aber die Ghibli Studios haben einfach das bessere Gespür für wahre Magie im Reich des Zeichentricks/ Animes.
                Unglaublich viel Gefühl und dabei noch so federleicht und unbekümmert – die Kindheit war so schön...
                PS: In der englischen Synchro machen Dakota und Ellen Fanning einen wirklich guten Job!

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                • 8

                  Die 11 Jahre alte Satsuki und ihre 4-jährige Schwester Mae ziehen mit ihrem Vater, einem Universitätsprofessor, in ein längere Zeit unbewohntes Haus. Die Mutter ist krank und schon eine längere Zeit im Krankenhaus, der Umzug soll den langen Anfahrtsweg für regelmäßigere Besuche erleichtern. Satsuki und Mae vermissen ihre Mutter sehr, immer wieder wird ihre Entlassung aus dem Krankenhaus verschoben. Doch das ist nach dem Umzug zumindest vorläufig uninteressant. Viel interessanter sind die kleinen Staubgeister, die in dem Haus leben und auch der riesige, merkwürdige Baum direkt neben dem Haus. Mae entdeckt beim Spielen im Garten ein lustiges, kleines Wesen, das Eicheln einsammelt und sich unsichtbar machen kann. Bald darauf findet ihre große Schwester im Baum Totoro, ein weiteres dieser pelzigen Wesen, groß und pelzig. Totoro kann nicht sprechen, aber Satsuki verstehen. Gemeinsam mit den kleinen Totoros hilft er Mae und seiner Schwester, aus eingepflanzten Eicheln, Bäume wachsen zu lassen und fliegt mit ihnen auf einem großen Kreisel durch die Luft. Als es erneut schlechte Nachrichten über den Gesundheitszustand der Mutter gibt, macht sich die kleine Mae furchtlos auf den weiten Weg, um ihrer Mutter ein Geschenk zu bringen. Doch sie verirrt sich und die Suche von Familie und Nachbarn bleibt erfolglos. Verzweifelt wendet sich Satsuki an Totoro...