Midnight in Paris - Kritik

Midnight in Paris

ES/US · 2011 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 0 · Fantasyfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 4 .5
    sam-antha 15.11.2018, 10:47 Geändert 15.11.2018, 10:47

    Süß, vor allem dank Owen Wilson, aber völlig belanglos da vorhersehbar. Woody Allen blickt mit der Brille eines Amerikaners auf das alte Europa, durch dessen reales Ambiente der uralten Gassen mit Kopfsteinpflaster und kleinen Cafès am Straßenrand natürlich Amerikaner umherlaufen. Er ist nur an der Optik Paris' interessiert, nicht an der Stadt selber. Ein wie auch immer gearteter amerikanisch-französischer Austausch findet nicht statt, wird wenn überhaupt nur oberflächlich präsentiert und ergiesst sich schlussendlich in Klischees. Allen zeigt dabei erschreckend wenig Feingefühl, vor allem im 20er Jahre Setting, das als bittersüße Zuflucht zwischen zwei Weltkriegen mehr ist, sein muss, als nur ein „historisch-drolliger" Traum einer Nation, die zu der Zeit in Teilen noch im Wilden Westen lebte.

    Der Storybogen ist nur Mittel zum Zweck, die Charakterstudie von Wilsons Figur ermüdend simpel, die 20er intellektuell unterfordernd da nur altbekannte Macken der Künstler dieser Zeit abgearbeitet werden (der jähzornige Hemmingway, der feierwütige Fitzgerald, der verwirrte/verwirrende Dali und so weiter und so fort) und der Handlungsbogen der Neuzeit mit der Verlobung und vor allem der Verlobten ein narrativer Witz.

    War mein erster Allen. Also, wenn seine Filme alle so platt geschrieben sind, dann wende ich mich doch lieber wieder irgendetwas anderem zu.

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    • 8 .5
      bluebigpappa 16.10.2018, 11:47 Geändert 16.10.2018, 11:48

      Sehr angenehmer Film mit einer gut umgesetzten Idee, guten Darstellern und auch einer sehr flüssigen Erzählweise.

      Vielleicht sollten eine französische Passagen einen Untertitel haben und vielleicht sollte man den ein oder anderen Künstler kennen. Aber das alles macht nichts aus da der Film sehr charmant ist.

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      • 7 .5

        Mein erster Woody Allen Film überhaupt und ich wusste nicht worauf ich mich ein bei diesem Film einlasse

        Das Setting ist wundervoll, das Paris in den 20er Jahren, die Charaktere in der Vergangenheit sind super, die Musik, da passte einfach sehr viel zusammen.

        Die Charaktere in der Gegenwart allerdings gingen mir fast alle auf die nerven, alles was mit Rachel McAdams und deren Familie und Freunden zu tun hatte. Aber ich glaube genau das sollte auch erreicht werden um mit Gil (Owen Wilson) in die Vergangenheit zu flüchten und sich in den 20ern zu verlieren.

        Das Ende und die Message des Films kamen für mich wenig überraschend was es aber nicht schlechter macht.

        Ein wirklich schöner Film der mich durch den Stil und die Magie des alten Paris sehr begeistern konnte, auch wenn teils die Geschichte in der Gegenwart mich nicht komplett abgeholt hat.

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        • 8

          Ein wunderschöner, beschwingter Film. Eine Liebeserklärung an das Paris der 20er.
          Eine Zeitreise, die stundenlang hätte weitergehen können.
          Wen man so alles in Paris trifft.
          Woody Allen zeigt es mal wieder allen und zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Romantisch, poetisch und wunderbar. Und so dirigiert der Maestro tolle Schauspieler durch Paris und setzt Höhepunkte, die so leicht und so mystisch sind, daß einem die Kinnlade auf den Boden fällt.
          Allein die Begegnung mit Dali (Brody großartig!) ist genial.
          So reist man durch die Zeit und merkt, dass man die Vergangenheit immer schöner findet, als die Gegenwart. Dabei ist die Gegenwart das tollste überhaupt.
          In diesem Sinne: Einen schönen Sonntag.

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          • 5
            Heinz_Klett 05.04.2018, 22:49 Geändert 06.04.2018, 07:27

            Schön anzuschauen ist sie ja, diese Liebeserklärung an das Paris der Zwanziger Jahre, der goldenen Zeit, in der sich Künstler aller Coleur in Paris trafen, um sich gegenseitig kreativ zu befruchten, sich umzuballern, ihre Werke von Gertrud Stein redigieren zu lassen und Meisterwerke für die Ewigkeit zu schaffen.
            Verwunderlich, dass sich bisher kein Film so direkt dieser spannenden Epoche angenommen hat, schade, dass das Ergebnis letztlich so beliebig geworden ist, fehlt dem Film doch bei all den Schauwerten – das Pariser Setting sieht einfach bezaubernd aus – und dem edel ausgesuchten Cast einiges an Tiefe, Spannung und Überraschungen.
            Zelda Fitzgerald will sich sternhagelvoll das Leben nehmen, Dali, Ray und Bunuel reden verqueres Zeug und Hemingway möchte sich immer und überall mit jedem prügeln: nichts, was nicht hinlänglich bekannt wäre oder via Wikipedia angelesen werden könnte. Substanz Fehlanzeige. Dass zudem die Szenen in der Gegenwart so farblos und beliebig wirken ist sicherlich zum Teil im Kontrast zu den schillernden Zwanzigern gewollt, sorgt aber auch dafür, dass man sich zwischenzeitlich in einer x-beliebigen Rom-Com ala ,,Briefe an Julia“ wähnt. Und das ist wahrlich kein Kompliment.

            • 8

              [...] Woody Allen lässt die Phantasie, die Romantik, die Nostalgie aufleben und destilliert das Charisma, welches die Vergangenheit auf die Menschen von heute auswirken kann, in jedem einzelnen Frame. Gil, der über sich sagt, er sei zu spät geboren, lässt sein Manuskript von Getrude Stein (Kathy Bates, American Horror Story) lesen, trifft sich mit Salvador Dali und Luis Bunuel in einer Kneipe und beginnt eine Liaison mit Picassos Muse Adriana (Marion Cotillard, Der Geschmack von Rost und Knochen). Der Kraft der Geistesschöpfungen sind keine Grenzen gesetzt und Woody Allen hat merklich Freude daran, Wunschträume einerseits zu erfüllen, sie aber auch gleichermaßen zu hinterfragen, wenn schließlich auch Adriana das Bedürfnis äußerst, in einer anderen Zeit gelebt zu haben. Liegt die Erfüllung denn wirklich im gestern?

              Irgendwann, nachdem Gil die goldenen 1920er Jahre in Paris in all ihrer Pracht am eigenen Leibe erfahren durfte, kommt die Zeit, den Tatsachen in die Augen zu blicken. Natürlich war es früher nicht besser, es war anders. Die Gegenwart behält ebenfalls ihre Wunder bereit und muss nicht verdrängt werden. Jede Straße, jeder Boulevard, jedes Bistro und jedes Café ist auch im heutigen Paris noch von einer Magie umklammert, die man in keiner anderen Stadt der Welt vorfinden kann. Und auch wenn Midnight in Paris nach einer filmischen Entspannungskur klingt, nach seichtem Wohlfühlkino, so ist es doch die wahre Größe von Woody Allen, dem Film trotz seiner Leichtigkeit immer noch einen doppelten Boden zu lassen, der genau diese Annehmlichkeit auf den Prüfstand stellt. Die Welt hält mehr bereit als Stereotype. [...]

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              • 6 .5

                Woody Allen liegt mir überhaupt nicht, trotzdem gucke ich immer wieder aus Versehen den ein oder anderen Film von ihm und dafür hat mir MIDNIGHT IN PARIS ganz gut gefallen. Während ich bei den anderen Filmen kaum eine Handlung oder einen Sinn erkennen kann, wird hier eine einigermaßen klare Geschichte erzählt mit einer eindeutigen Botschaft: "Früher war nicht alles besser, Gegenwart ist immer scheiße", wenn auch nicht in einem ganz so pessimistischen Ton.
                Der Film ist in erster Linie für Nolstalgiker gedacht mit Interesse für Kunst und Literatur und mit Liebe für die Stadt Paris.
                Auf mich trifft das so gar nicht zu. Auf diesen Gebieten bin ich zu meiner Schande leider ziemlich ungebildet und meine Frankophilie hält sich auch in Grenzen. Daran hat auch MIDNIGHT IN PARIS nicht wirklich etwas geändert, außer dass ich Wikipedia sei Dank dann doch einiges dazugelernt habe.
                Trotzdem hat der Film insgesamt etwas sehr Schönes an sich, das sicher viele zu schätzen wissen, die Grundidee finde ich sehr nett und er hat mich auch nicht tödlich gelangweilt.

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                • 7

                  Der Film ist toll, aber ich finde die Rolle des Gil mit Owen Wilson irgendwie schlecht besetzt.

                  • 8 .5

                    Woody Allen verzaubert und mit Romantik, Poesie und einer wunderschönen Stadt der Liebe.

                    Das ich das noch erleben darf, Woody Allen macht einen Zeitreisefilm...naja jenseits von Science Fiction, es ist eher ein Hochgenuss für Cineasten.
                    Seine Zeitsprünge ins Paris der 20er sind wie ein Kultureller Mikrokosmos aus Faszination und Schönheit, einfach Surreal Magnifique.

                    Das ganze ist eingefasst in das märchenhaft anmutende Panorama von Paris. Begleitet wird die Liebeserklärung fürs träumen von einer sehr namhaften Cast, bei der Owen Wilson wie der Junge Woody Allen durch die Zeit wandelt und auf jede Menge bedeutender Menschen trifft.

                    Ein Film in dem ich mich nach kurzer Zeit verliebt habe, weil er mit einer schwebenden Leichtigkeit daherkommt die sehr angenehm und faszierend ist.

                    Chapeau und Mercy Mr.Allen!

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                    • 7 .5

                      Romantischer Zeitreisefilm mit Owen Wilson, den ich super in der Rolle als verträumten und nostalgischen Drehbuchautor Gil finde. Klassischer Woody Allen-Charakter, aber viel attraktiver. Wundert mich nicht, dass „Midnight in Paris“ so erfolgreich war und ist. Er ist einer der gefälligen von Woody Allen, alles passt zusammen. Es gibt keine extrem merkwürdigen Charaktere und nichts, wo man sich denkt, was meint er denn wohl damit, da muss ich mal nachlesen. Außer man kennt sich gar nicht in amerikanischer Literaturgeschichte und europäischer Kunst und (Pop-)Kultur aus. Aber selbst das ist kein Problem. Man kann sich den Film anschauen, ohne allzuviel nachdenken zu müssen, obwohl er auch das Kernthema Woody Allens, die Endlichkeit des Lebens, thematisiert (Davon wollen viele nichts wissen). Und das auf eine Art, die unterhaltsam und liebenswert ist. Der Hauptprotagonist hat die wichtige Erkenntnis, dass es nicht hilft, in ein anderes Zeitalter zu flüchten, da man sich selbst mitnimmt.
                      Kurzer Exkurs: Ernest Hemingway (Wem die Stunde schlägt) wird als mutiger Macho dargestellt. Ich habe über ihn gelesen, dass er gar nicht so nah am spanischen Bürgerkrieg war, wie er gern dargestellt hat, während George Orwell (Homage to Catalonia) direkt mittendrin war. Finde auch Orwells Buch viel, viel besser, weil humorvoll, informativ und authentisch.
                      Jedenfalls ist „Midnight in Paris“ ein wirklich netter Liebesfilm, den ich gerne gesehen habe. Ich kann nichts gegen ihn sagen, außer dass er mir zu glatt ist und ich anderes vom großen Meister lieber sehe.

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                      • 9

                        Wer hätte gedacht, dass Woody Allen eines Tages einen Zeitreisefilm drehen würde – also ich nicht.
                        Wie es sich für Woody Allen gehört, ist daraus natürlich kein Science-Fiction-Film geworden, sondern eine Reise zurück in die Vergangenheit – in die „Roaring Twenties“ um genauer zu sein.
                        Die Story ist originell und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Auffällig ist hierbei vor allem die ausgezeichnete Kameraführung, die nicht nur wunderschöne Bilder einfängt, sondern auch die ganze Atmosphäre markant beeinflusst.
                        Es ist förmlich zu spüren, wie Woody Allen in jeder Szene seine ganze Liebe zur Jazzmusik und Literatur einbringt und dies mit einer Leichtigkeit, wie eben nur er sie beherrscht.
                        Es ist ihm gelungen, dem Film, trotz aller surrealer Ereignisse, eine Ernsthaftigkeit zu verleihen, die gleichzeitig von einer fröhlichen Heiterkeit getragen wird. Als Zuschauer fühlt man sich wohl und geborgen.
                        Owen Wilson in der Hauptrolle macht seine Sache gut, es gelingt ihm jedoch kaum, der Rolle seinen eigenen Stil aufzudrücken - zu übermächtig sind Woody Allens Dialoge, die jederzeit klar machen, wer hier spricht.

                        Zum Schluss hat man eine Geschichte gesehen, die in der Erkenntnis gipfelt, dass das Leben lebenswerter wird, wenn wir es im Jetzt geniessen und nicht der Vergangenheit nachtrauern. Alles passt, ist stimmig erzählt und macht in jeder Beziehung Spass beim Anschauen.
                        Und noch eine Erkenntnis erlangt der Zuschauer: Woody Allen hat zu Recht den Oscar fürs beste Originaldrehbuch erhalten!

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                        • 8 .5
                          Sternenkind68 01.01.2018, 18:42 Geändert 01.01.2018, 18:52

                          Was für ein verrückt-schöner Film...

                          Mir schwirrt noch der Kopf von den vielen Namen aus einer längst vergangenen Zeit.
                          Man kann Woody Allen vielleicht Einiges vorwerfen, aber er kann solche Zeiten wiederauferstehen lassen.
                          Da spürt man die Liebe zum Detail, das ist authentisch, dadurch entsteht für mich die pure Magie.
                          Bei der Besetzung hat Allen dieses Mal ein besonders glückliches Händchen gehabt.
                          Adrien Brody als Salvador Dali ist verblüffend, Tom Hiddleston als F. Scott Fitzgerald der Wahnsinn. Kathy Bates verkörpert Gertrude Stein.
                          Auch alle anderen Zeitgenossen wie Bunuel, Picasso, Toulouse-Lautrec sind toll getroffen.
                          Magnifique !
                          Und wie könnte man Paris nicht lieben !
                          Ich war vor Jahren einmal da. Woody Allen zeigt gleich in den ersten fünf Minuten einige Plätze dieser Stadt, ich wollte sofort einen Flug buchen.
                          Owen Wilson macht hier eine Zeitreise, wie die zustande kommt, wer weiß das schon. Irgendein Portal, ein Wurmloch, was weiß ich. Der charmante Träumer steht kurz vorm Heiraten und kriegt sein Buch nicht fertig.
                          Na, dann frag´ doch mal Fitzgerald, Hemingway und all die anderen Autoren, hol´ Dir Inspiration.
                          Oder schlag´ nach bei Shakespeare ( aber das war noch viel früher ).

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                          • 8
                            Kulisse 25.12.2017, 13:43 Geändert 25.12.2017, 13:44

                            Sehr amüsanter, etwas schrulliger Film, allerdings muss man sich ein bisschen für die Personen und das Setting interessieren.

                            Besonders Owen Wilson und Marion Cotillard stechen unter den Schauspielerleistungen hervor, die aber allgemein gut sind.

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                            • 10

                              Ein ganz wunderbarer Film! Perfekte Kostüme und Kulissen, tolle Schauspieler/innen. Eine tolle und fantasievolle Story, romantisch und gemütlich. Perfekt für einen Sonntagabend mit Tee und Keksen auf dem Sofa. Ich bin ganz begeistert!

                              • 10
                                Harvejurco 05.11.2017, 22:54 Geändert 05.11.2017, 23:04

                                Bin total begeistert. Hat mich gecatcht. Spannende Thematik.
                                Natürlich ist er nicht ernst. Dennoch hat er mehr Tiefgang als so viele andere Filme. Kenne Paris recht gut (4-5 Besuche) und muss sagen es gibt einige Städte die mir besser gefallen, aber der Film hat tatsächlich richtig Lust auf diese Stadt in mir geweckt; sagt alles oder ?!
                                Der 1. Film, den ich kenne und gleichzeitig als kitschig und gut bezeichnen würde. Hoppla.

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                                • 7 .5

                                  Woody Allen liefert mit der Präzision eines Uhrwerks jedes Jahr einen neuen Film ab, meistens gucke ich sie aber ich werde wohl kein großer Woody Allen Fan mehr. Zumal für mich die Filme vollkommen unterschiedlich ausfallen und mal ein richtiger Hit wie auch ein totaler Blindgänger dabei ist. Ich verstehe auch nicht warum gerade dieser hier der erfolgreichste ist den allen hingekriegt hat – für mich ist er ein routinierter Film mit ein paar Pluspunkten, nicht mehr. Schön zu sehen dass man Owen Wilson mal richtig schauspielern sieht, auch schön dass hier Paris märchenhaft abgefilmt wird (ich war da: mir hat die Stadt nichts gegeben) und ebenso schön dass mal wieder ein fettes Staraufgebot in den Nebenrollen aufmarschieren darf. Trotzdem hat sich mir der tiefere Sinn nicht so restlos erschlossen, wohl zwar die finale Erkenntnis der Hauptfigur aber nicht das was sie dahin führt. Ich bin kein Fan und Experte der Pariser Künstlerszene von vor 100 Jahren und somit in dem „Milieu“ in dem der Film spielt hilflos alleine und aufgeschmissen. Was bleibt sind ein paar sympathische Figuren, geschliffene Dialoge und eine lockere, leichte und optimistische Inszenierung die so manch einem sicherlich ne Menge bieten kann – ich zähle eben nur nicht dazu.

                                  Fazit: Woody Allens Paris-Märchen ist ein Fantasyfilm mit Niveau für Erwachsene – also definitiv was wo ich nicht zur Zielgruppe zähle!

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                                  • 3

                                    Ich habe den Film letztens mit meiner Schwester gesehen. Sie hat in höchsten Tönen von diesem Film geschwärmt, so waren meine Erwartungen nicht gerade niedrig. Was soll ich sagen? Es war einer der langweiligsten Filme die ich bisher gesehen habe. Den Humor, den der Film an den Tag gelegt hat, fand ich persönlich recht unlustig und die Handlung hat sich gezogen wie ein zähes Kaugummi. Allerdings kann ich auch nicht soviel mit diesem Thema, welches der Film behandelt hat, anfangen. Ich habe ihr zuliebe bis zum Schluss durchgehalten, wenn ich den Streifen alleine gesehen hätte, hätte ich spätestens nach 1 Stunde ausgeschaltet. Die 1,5 Punkte gibt es für die Schauspieler, welche ihre Rollen alle durchweg gut spielen und noch mal 1,5 Punkte für das schöne Setting von Paris.

                                    • 5 .5
                                      WithOpenEyez 08.02.2017, 17:04 Geändert 10.08.2017, 01:12

                                      Es bringt nichts, in der Vergangenheit zu leben. Vor allem, weil oft die schlechten Dingen ausgeblendet werden und die gewünschte Zeit in Gedanken perfektioniert wird. "Midnight In Paris" ist mein dritter Woody Allen Film der letzten Jahre. Mit "Scoop" als auch "Match Point" konnte ich wenig(er) anfangen (beide 4 Punkte), fand ich beide ziemlich langweilig. Warum ich Woody noch eine Chance gab? Weil dieser Plot immerhin Potenzial bot, einen soliden Film zu schaffen. Dieses Ziel wurde mit leichten Abstrichen erreicht. Immerhin über'n Durchschnitt gerettet, kurzweilige Unterhaltung und selbst Owen Wilson (der bei mir prinzipiell Garant für Schund ist) hat einen Pluspunkt gesammelt.

                                      Die vermittelte Message, dass so schön die Vergangenheit auch sein mag, man in der Gegenwart leben sollte, um sich eine Zukunft aufzubauen, hat mir gefallen. Nette, innovative Filmidee. Owen Wilson hat gepasst, kurze knappe 90 Minuten, schöne Bilder vom schönen Paris, alles so weit klar. Mit dem Künstler Name Dropping konnte ich wenig anfangen. Störfaktor war Gil's Verlobte Inez, furchtbare Rolle für die sympathische Rachel McAdams. Ich meine, sie behandelt ihren werten Gatten, immerhin relativ erfolgreicher Hollywood Scriptwriter, fast schon wie Dreck muss man sagen. Lässt ihn weder zu Wort kommen, noch kümmert sie sich was er will, es geht nur um sie und was sie alles kaufen und erleben will. Solides Werk, ich und Woody ist gar nicht so schlimm wie es aussehen mag.

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                                        Von der Community empfohlen bekommen und keine Sekunde war verschenkt. Danke Leute
                                        Midnight in Paris ist trotz Schauspieler die ich schon in so manche Schubladen gesteckt hatte ein kleines Meisterwerk.

                                        Wirklich schön wie Künstler und Schriftsteller vergangener Jahre zum leben erweckt werden.
                                        Habe schon etwas Fernweh bekommen. Ah Paris wird so wunderschön da gestellt, dass man da unbedingt mal hin möchte. (Vor allem bei Regen)
                                        Ich sollte mich unbedingt mal mit Schriftstellern des frühen 19 Jahrhunderts beschäftigen. Hier verachte ich meine Unwissenheit.

                                        Eine Alternativer „Liebesfilm“ wäre „One Night in Paris“ Den kennt ihr aber nicht von mir :P

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                                        • 6

                                          Eine nette Idee, aber leider ist Allen selbst nur einer enzoklopedischer Blender.
                                          Der wohl vollkommen überschätzte Filmemacher lässt so also seinen Träumen und wirren Phantasien freien Lauf und stiefelt mit uns voll mit lauter Kritik an Pseudo-Interlektualität in seine eigene schrullige Pseudo-Interlektualität.

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                                          • 10

                                            Es gibt einfach so Filme denen man einfach 10 Punkte geben MUSS, obwohl man weiß, dass sie nicht perfekt sind...

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                                              Ein wirklich wunderbarer Film.

                                              • 8

                                                Dieser Film steht schon lange auf meiner Liste, der Filme die ich noch schauen möchte. Habe mich noch nicht überwinden können den Film zuschauen.

                                                Also Moviepiloten ihr habt mir schon bei Pulp Fiction geholfen. Jetzt bräuchte ich wieder eure Meinung.
                                                Zudem sollte man beachten das ich ein Riesiger Fan von Paris und Nächten bin :P

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                                                • 6 .5

                                                  Starke Schauspieler, tolle Stadt, interessanter Ansatz aber dann doch etwas zu behäbig - insgesamt ganz nett.

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                                                    [...] Gut Ding will Weile haben, und in dem Wissen, dass es sich bei "Midnight in Paris" wahrscheinlich um einen der besten Filme von Woody Allen der letzten paar Jahre handeln dürfte, hat es entsprechend lange gedauert, bis ich mich zu einer Sichtung habe durchringen können. Und tatsächlich sollte ich mit meiner Annahme Recht behalten, denn egal ob es sich um eine leichtfüßige Komödie oder um ein eher philosophisch-zynisches Werk des Altmeisters handelt, hat er doch schon immer Filme für und über Träumer gedreht und treibt diesen Umstand nun hier quasi auf die Spitze, derweil mir Owen Wilson lange schon nicht mehr so gut gefallen hat wie hier in seiner Rolle als entwaffnend naiver Schreiberling, der mir nichts dir nichts in das Paris der 20er-Jahre versetzt wird und abgesehen von einer kurzen, anfänglichen Irritation dran nichts merkwürdiges findet und Nacht um Nacht in die Goldenen Zwanziger zurückkehrt und sich dort mit Schriftstellergrößen Wie Fitzgerald und Hemingway und Künstlern wie Picasso oder auch Salvador Dali dem einstigen Nachtleben widmet, später gar sein Manuskript der Kulturkritikerin Gertrude Stein zuspielt, wodurch das Leben im Hier und Jetzt mit seiner bärbeißigen Verlobten Inez mehr und mehr ins Hintertreffen gerät. [...]