Mitternachtskinder - Kritik

Midnight's Children

CA/GB · 2012 · Laufzeit 146 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • Da denkt man "Oh, aus Indien kommt nicht nur der übliche Bollywood-Kram" und liest dann hier, dass es ein kanadisch/britischer Film ist. Leider ist er viel VIEL zu langatmig - wie die meisten Filme, die die 2-Stunden-Marke überschreiten.
    Es gibt keine Note, weil ich den Film im Prinzip nach 30 oder 45 Minuten abgebrochen habe - genauer gesagt mich "nebenbei" mit anderen Dingen beschäftigt habe. Der Film konnte meine volle Aufmerksamkeit einfach nicht zurück gewinnen....

    • 8

      Hübsche Menschen in fremdartigen Gewändern in exotischem Ambiente. Das Ganze geschmückt mit etwas Geschichte und eingewickelt in Poesie. Untermalt mit wundervollen Bildern und zauberhafter Musik. Mythos vermischt mit Realität. Einfach schön. Sp etwas muss man natürlich mögen. Die Geschichte selbst sollte man wohl besser nicht genau hinterfragen - die Anekdoten die darum herum erzählt werden, sind hingegen hinreißend. Stellenweise hat der Film Längen und um manche Dinge verstehen zu können, muss man wohl Inder sein; insgesamt macht es jedoch Spaß, ihn anzuschauen.

      • 7

        Der Film lebt von seinen fantastischen Elementen, ist mir jedoch inhaltlich etwas zu überladen. Sehenswert aber auf jeden Fall und besonders optisch sehr gelungen.

        • 7

          Regisseurin Deepa Mehta knüpft geschickt die Fäden und setzt Rushdies Buch kongenial in Szene, findet wunderschöne Bilder, lässt den Zuschauer gar manchmal Ruhe. Geradezu ein Anti-Bollywood-Film, der die Standards des populären Kinos bisweilen auf den Kopf stellt.
          „Mitternachtskinder“ ist ein großer Wurf von filmischer Beschreibung - romantischer Realismus der ganz großen wie auch kleinen Verhältnisse.

          2
          • 8

            Große Kunst, Leidenschaft in poetischer Form, eine aufwändige Inszenierung [...] machen Deepa Mehtas Film zu einem dieser unvergesslichen Epen des Films.

            • 6

              Leider versteht man von den historischen Umwälzungen, die den Roman mit seinem dichten Netz aus Rückblenden grundieren, so gut wie nichts. Die Fülle überwältigender Bilder – von Panzern, Generälen mit Sonnenbrillen, brennenden Hütten, im Wasser treibenden Leichen – simulieren Überwältigungskino, fügen sich aber nicht zur großen Erzählung.

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              • 7

                Eine facettenreiche Familiensaga und opulenter Bilderbogen mit viel skurrilem Humor.

                • 4

                  Mitternachtskinder ist einerseits opulent bebildert, andererseits inhaltlich aber auch ziemlich überladen. Ganz gleich, ob es sich um die Vielzahl zwischenmenschlicher, familiärer Verknüpfungen handelt oder die politisch-historischen Ereignisse, die den Hintergrund bilden.

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                  • 7

                    Es ist ein kurzer Abriss eines langen Prozesses, der da optisch opulent serviert wird. Auch die Errungenschaften der Demokratie müssen mit einem wachsamen und einem magischen Blick beäugt werden.

                    • 7 .5

                      Ein 146-Minuten-Film, der einen tief hinein zieht in die Geschichte Indiens.

                      • 7

                        Eine realistische und strenge Dramaturgie und Ideenführung ist jetzt nicht mehr so ohne weiteres zu erkennen. Aber Mitternachtskinder ist eben ein (politisch inspirierter) Bollywood-Film mit einer Überfülle von Andeutungen, Absichten, menschlichen Beziehungen, surrealistischen Erscheinungen und filmischen Darstellungsformen.

                        • 6

                          Als unglücklich entpuppt sich die Idee, in Mitternachtskinder einen Erzähler [...] auftreten zu lassen, der mit seinen Komentaren den poetischen Reichtum des Romans in Erinnerung ruft und umso deutlicher macht, was dem Geschehen auf der Leinwand fehlt.

                          • 8

                            Dank Rushdies sensiblen Umgangs mit seinem eigenen Material ist dies eine Adaption, der es weder an Ideen noch an Herz fehlt.