Moonlight - Kritik

Moonlight

US · 2016 · Laufzeit 111 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 5

    Ein sehr seichtes Episodendrama mit einer formelhaften Erzählweise. Hin und wieder kommen gefühlsvolle Momente und hübsche Momentaufnahmen zum Vorschein. Ansonsten wird die Handlung von einer eintönigen Hauptfigur getragen, inklusive dazugehörigen simplen Dialogen und einem bedeutungsarmen finalen Akt.

    • 2 .5
      allroundt 10.10.2017, 00:30 Geändert 10.10.2017, 00:35

      Was für Bewertungen! Aber um einen Oscar zu bekommen, muss man einfach so mutig sein,und homo Momente zwischen zwei Schwarzen zeigen.Unterhaltsam fand ich nichts an dem Film.Hatte auch was ganz anderes erwartet.

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      • 3

        Habe ein Gangster-Sozial-Drama ala "City of God" erwartet, da ich zuvor nicht viel über diesen Film gelesen habe.
        Die Szene als die Mutter sich bei Ihrem Sohn entschuldigt war der einzig starke Moment in dem Streifen.
        Ich denke in den USA kann man auch als schwarzer, schwuler "frei" sein Leben gestaltet, deshalb hat der Rest mich absolut kalt gelassen - aber Geschmacksache der Film hat schließlich einen Oscar erhalten und durchweg gute Kritiken erhalten.

        • TwoLips 25.09.2017, 13:49 Geändert 25.09.2017, 20:25

          Ich will gar nicht viel schreiben un bleibe damit beim besten vom Film,
          und das wäre : Die Überleistung von Mahershala Ali, der Kerl hat mich schauspielerisch schlicht umgehauen.

          Das mit der Homothematik bzw. Problematik gab's leider schonmal besser. Deswegen nur 6 Punkte.

          • 6
            sachsenkrieger 24.09.2017, 11:52 Geändert 24.09.2017, 11:53


            Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes und Naomie Harris, machen einen verdammt guten Job in einem Film, der meiner Meinung nach nicht so verdammt gut inszeniert wurde und auch keine wirlich nennenswert interessante Geschichte zu bieten hat. Das Ganze plätschert irgendwie so vor sich hin und so haben wir im filmschwachen Jahr 2017 auch einen entsprechenden Goldjungen-Abräumer...

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            • 7
              Daggiolone 24.09.2017, 00:37 Geändert 24.09.2017, 00:41

              Ein Außenseiterdrama das daran leidet, dass es keine wirklich neuen Aspekte behandelt. Ich frage mich ernsthaft, was nun die spezielle Botschaft dieses Films ist, außer dass es Minderheiten aus Unterschichten mit kaputter Kindheit schwer im Leben haben. Darauf wäre ich auch so gekommen. Hätte er mich emotional abgeholt, hätte das ausgereicht, aber das gelint Moonlight nur sehr oberflächlich. Hervorragend gelungen ist dagegen die ruhige Machart, der es immerhin gelingt eine wirklich apathische Atmosphäre zu erschaffen. Dadurch macht es dann dennoch einfach Spaß den Film zu sehen.

              • 6

                Mich hat der Film zunächst relativ kalt gelassen, so dass ich mir die Mühe gemacht habe, ihn direkt ein zweites Mal zu sehen (meine Rezension enthält evtl. Spoiler).

                Der Film besteht ja aus drei Teilen, und ich würde mal sagen, der dritte Akt ist der stärkste. Natürlich kann der Regisseur hier das ernten, was er früher (im ersten und zweiten Akt) gesät hat. Der erste und zweite Akt sind allerdings mit einigen Problemen behaftet. Es wird nicht klar, warum Chiron gehänselt, gemobbt und von Gleichaltrigen verfolgt wird. Aber es ist so, er ist das Opfer, und er tut nicht viel dagegen. Das mag eine Weile funktionieren, aber irgendwann wird es für den Zuschauer anstrengend. Warum wehrt er sich nicht mal? Problematisch ist auch die Figur der Mutter, deren Drogenabhängigkeit man erahnen kann, aber am Anfang hat man den Eindruck, die Figur wurde nur erfunden, um die Story in Gang zu bringen. Eine Art Katalysator, der aber storytechnisch lange Zeit nicht funktioniert, weil man ihre Probleme nicht versteht - hier wird nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt.

                Ähnliches gilt für Chiron. Er findet in Juan eine Art Ersatzvater, und dann kommt diese Schwimmszene, die für sich genommen recht schön ist (vielleicht noch schöner, wenn sie aus der Vogelperspektive gefilmt worden wäre), aber sie kommt so unvermittelt, sie wird nicht vorbereitet, sie platzt einfach nur so rein und ist daher ganz nett anzusehen, aber nicht mehr und daher leider dramaturgisch etwas verschwendet.

                Die Beziehung zwischen Chiron und Kevin zieht sich durch den Film wie ein roter Faden, und ist letzten Endes das, worum es hier geht. Coming-Of-Age, Erwachsen werden, sexuelle Erfahrungen machen, aber auch enttäuscht werden. Ich musste den Film tatsächlich zwei Mal sehen, um hier wirklich mitzukriegen, dass es sich in den unterschiedlichen Stufen von Chirons Entwicklung bei dieser Person immer um den gleichen Kevin handelte. Ich habe den Film im Original gesehen, weil ich die dt. Synchronisation nicht ausstehen kann bei solchen authentischen Streifen - vielleicht lag es daran, "Kev" wurde mitunter sehr undeutlich ausgesprochen.

                Alles Bewegende, all das, was man von einem tollen Film erwartet - das kommt dann im dritten Akt. Und da geht es wirklich ans Eingemachte. Es kommt zu einem Treffen zwischen Chiron und seiner Mutter und sie beichtet, sie hätte auf der ganzen Linie versagt. Sie sagt, sie liebt ihn, aber es bleibt bei einer Behauptung, und alle wissen, dass sie früher in Wirklichkeit für ihren Sohn nie da war. Das sind sehr bewegende Szenen, absolut authentisch.

                Chiron trifft auch Kevin wieder. Kevin ist Koch geworden und hat sein eigenes Restaurant. Was hier zwischen den Zeilen zwischen den beiden erzählt wird, ist wirklich Kunst und berührte mich sehr. Ich hätte mir mehr davon früher in dem Film gewünscht.

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                • 4

                  Mich hat der Film auch nicht überzeugen können. Ich fand ihn schlicht und einfach fad. Er konnte mich auch nicht emotional berühren.

                  • 3

                    Ich mag ja Dramas aber so eine lustlos erzählte Lebensgeschichte hab ich noch nie gesehen. Nach 40 Minuten ausgemacht und trotzdem bewertet mit 3

                    • 10

                      Filme mit nachvollziehenden, tatsächlich berührenden Momenten, sind eher rar gesät. Moonlight gelingt dies dazu in einer Umgebung, die nicht gerade einfühlsame Momente erwarten läßt. Gerade das macht diesen Film so wahrhaftig - Gefühle frei aller Klischees

                      • 8 .5

                        Auf der Handlungsebene ist "Moonlight" recht schlicht, auf akkustischer und visueller Ebene atmosphärisch bis betörend und stets getrieben von dem traurigen, angstvollen und doch starrrköpfigen Blick, der seine drei Hauptdarsteller trotz optischer Unterschiede außerordentlich gelungen vereint.
                        Auf der Gefühlsebene hat mich der Film nicht sofort gepackt. Als der Abspann lief, fühlte ich einen winzigen Stich Enttäuschung, was das angeht. Doch Bildfetzten und einzelne Momente wanderten noch Tage später durch meine Gedanken und erfüllten mich mit dieser leisen Traurigkeit, die "Moonlight" durchzieht. Und dann war da noch diese Musik...diese großartige Musik, die die Bilder unterstreicht, durchwirkt und selber erzählt.

                        • 8 .5

                          Millieustudie und Homosexuellendrama. Klingt zuerst nach kalkuliertem Oscar-Verschnitt, doch dauert es nur wenige Minuten bis sich die Authentizität von Barry Jenkins Werk offenbart. In drei Kapiteln sehen wir Ausschnitte aus dem Leben von Chiron. Seine Mutter ist drogenabhängig, seine Sexualität am gleichen Geschlecht orientiert, er wird gehänselt und versucht sich durch das Leben zu schlagen. Moonlight ist ein geerdetes Werk voll leiser Schönheit, die sich in den lebensechten und berührenden Dialogen, den überragenden Darstellern und der umwerfenden Fotografie ausdrückt. Wir werden mit Chiron erwachsen, begleiten ihn als unsichtbaren Betrachter durch die wichtigsten Stationen seiner Zukunftsbestimmung, leiden, fühlen und lieben mit ihm. Er lernt schwimmen mit Juan, er hat seinen ersten Kuss am Strand in einer mondstarken Nacht, trifft im Erwachsenenalter auf seiner Mutter die ihm sagt, dass er sich nicht lieben muss für das, was sie ihm in seiner Kindheit oder besucht seine alte Liebe im Finalakt in einem urigen Diner. Genau in den Momenten, wenn Moonlight das Leben in seiner Schönheit und Schrecklichkeit darstellt und Sonnen- und Schattenseiten sich vereinen, versprüht dieses Drama Poesie, mal mit Euphorie und Endorphinen, mal mit einem dicken fetten Kloß im Hals. In diesem Jahr wird man keinen intimeren Film finden, als diesen. Moonlight ist Magie, ein berührendes Drama, das jeden Preis der Welt verdient hat.

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                          • 9
                            fujay 26.08.2017, 22:29 Geändert 26.08.2017, 22:38

                            Ich habe eben diesen Streifen gesehen und endlich mal wieder NICHT den Gedanken gehabt: und wieso hat der jetzt den Oscar für den besten Film bekommen? Dieses Werk ist absolut grandios. Die Thematik ist nicht neu, aber aus meiner Sicht noch nie so stark umgesetzt worden, wie in dieser Filmperle. Selten habe ich so mit einem Hauptcharakter mitgefiebert. Und ich bin nicht schwul. Das sehe ich als grandiose Leistung dieses Werkes. Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt mindestens gut, ansonsten grandios. Die Regie, die Kamera, die Story, die Dialoge - es stimmt einfach alles. Wer tatsächlich meint, der Film hätte nur wegen der "Quote" den Oscar erhalten, der hat ihn nicht gesehen oder null Empathie.
                            Tatsächlich sind zwei Freunde von mir schwarz, drei Freunde schwul und 5 Freundinnen lesbisch. Nicht dazu gezählt habe ich Internet-Bekanntschaften. Das sind alles wunderbare Menschen und Moonlight hilft hoffentlich ein Stück weit, Verständnis zu entwickeln. Nichts ist jedoch so effektiv, wie das Kennenlernen dieser Menschen - in der Realität.

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                            • 7

                              Auch wenn ich manchmal Filme nicht mag kann ich dennoch respektieren und verstehen daß Kritiker kübelweise das Lob drüber ausschütten. So auch hier: ich habe den Film geschaut, verstanden, aber mich hat er innerlich kaum erreicht. Ich erachte ihn sogar als eine Art Sampler: die Hauptfigur wird beobachtet wie sie aufwächst und dabei gleich drei heftige Quellen hat aus denen Leid und Kummer entstehen: der Junge ist schwarz, der Junge entdeckt daß er homosexuell ist und der Junge stammt aus dem sozialen Brennpunkt mit einer restlos bösartigen und assozialen Mutter (die für mich ganz individuell eine der größten Hassfigurendarstellt) – sowas nenne ich immer filmische „Zeit für Betroffenheit“. Aber sie wird hier auf sehr ansprechende und zufriedenstellende Weise umgesetzt, auch mit seiner interessanten Akt-Struktur: der Film besteht im Grunde aus drei für sich bestehenden Kurzfilmen die auch einzeln funktionieren würden, in der präsentierten Art aber eine Art „großes-ganzes“ bilden. Das Resultat ist ein sanftes Drama, in einzelnen Szenen berührend und bewegend, aber eben genau die Art von Film welche sich Cineasten antun und Leute die gerne Filme auf höherem Niveau konsumieren. Wer nur ein nettes Drama oder halt „mal was schauen“ mag dürfte hier eher weniger drin finden.

                              Fazit: Darsteller und Emotionen funktionieren, allerdings könnte der sperrige Titel manchen Zuschauer eher abschrecken!

                              • Ich hätte den Oskar zwar "Fences" verliehen aber gut der hier hat ihn auch verdient.

                                • 7 .5

                                  ein schöner beeindruckender film

                                  • 7 .5

                                    Minimal überbewertet.

                                    • 8 .5

                                      Moonlight post-rockt!

                                      • Ich fand absolut nicht´s gutes an dem Film. (doch, als er endlich fertig war)
                                        Habe ihn zusammen mit meiner Frau geschaut, die auf Drama steht. Irgendwie haben wir bis zum Schluss durchgehalten. Normalerweise hätten wir so nach einer halben Stunde abgeschalten, doch auf Grund der guten Bewertungen dachten wir, da kommt noch was. Absolut Langweilig..............

                                        • 9

                                          Ein Film der nicht nur mit jedem seiner Szenen grade so von Qualität strotzt, sondern auch eine coming-of-age Geschichte faszinierend erzählt. Sicher ist Moonlight nichts für jeden, man muss wissen dass man sich auf ein Drama einlässt das seine Geschichte nicht durch einen großen Spannungsbogen oder unerwartete Höhepunkte sondern vor allem zwischen den Zeilen erzählt. Einer der wichtigsten Filme des letzten Jahres über Selbstfindung und Selbstakzeptanz bei dem man beim zweiten schauen einiges mehr entdecken kann. Grade über den Umgang mit der Farbe Blau die eine wichtige Konstante ist lässt sich einiges interpretieren.
                                          Kein Film den man mal so eben "wegguckt" und sich berieseln lassen kann.
                                          Für leute die gute Dramen mögen ein muss!

                                          • 9 .5

                                            Das sage ich nur extrem selten, aber dieser Film gewann zurecht den Oscar gegen seine Konkurrenten.

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                                            • 1 .5

                                              Was war das für ein film weil man schwarz schwul und depri ist.... gewinnt man nen oscar komisch das er nicht noch jude war....

                                              man benutzt 3 verschiedene schauspieler die sich total nicht ähnlich sehen..... für eine person....

                                              all die spannenden dinge wie er so wurde.. wird nie erklärt ....

                                              hier wird kaum etwas erklärt... 1:50h verschwendung meines lebens zum glück hab ich langsam gegen ende immer mal wieder vorgespult...

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                                              • 9 .5

                                                "Wer bist du?" wird der Filmheld gegen Ende des Films gefragt und genau darum geht es auch in diesem Film. Inwieweit ist der Selbstentwurf von äußeren Faktoren bedingt? Inwieweit lassen sich die widrigen Umstände einer Vita überwinden? Was erfasst uns so im Kern, dass es noch lange Zeit nachwirkt und sich gar als konstitutiv für unsere Identität darstellt?

                                                In drei ruhigen, sehr gefühlvollen Episoden jenseits von Kitsch, Gefühlsduselei und Klischees werden drei Lebensabschnitte punktuell beleuchtet, die aber freilich nicht beliebig daher kommen, sondern maßgeblichen und tiefen Einblick in den unsicheren und in seiner Entfaltung gehemmten Charakter des Filmhelden gewähren. Man fühlt sich ein in den von der Welt gebeutelten jungen Mann, der sich kaum bis nicht auszudrücken vermag, aber durch kathartische Entladungen letztlich zunehmend auf die Bahn der Selbstfindung geleitet wird. Die drei Geschichten sind in sich rund und könnten auch alleine stehen, weiten im Gesamtgefüge aber freilich den Horizont.

                                                "Moonlight" ist nicht deshalb ein so guter Film, weil es ein "schwarzer Film" ist, sondern weil es ein guter Film ist. Die rassische Frage ist dabei weitgehend irrelevant, die gesamte Story würde in einem White Trash Setting in etwa ebenso aussehen. Es ist das Soziale, nicht die Hautfarbe, auf das hier fokussiert wird.

                                                Ein sehr guter und ungemein berührender Film. Und: Es gab schon weit schlechtere Oscar-Filme. "Moonlight" hat seine Lorbeeren allemal verdient.

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                                                • 9 .5

                                                  Der Film hat eine Laufzeit von fast 2 Stunden, aber mir kam es höchstens wie eine halbe Stunde vor!!! Und das bei einem Drama mit einer nun wahrlich nicht einfachen Thematik - das sagt schon eine Menge aus.

                                                  Viele Aspekte (z.B. Schauspiel, Bildkomposition, Regie) sind in den meisten Kommentaren bereits gewürdigt worden. Aber was für mich ebenfalls ein herausragendes Merkmal dieses Films darstellt ist der Filmschnitt.

                                                  Ich habe selten einen Film gesehen, der so elegant, so präzise geschnitten war.
                                                  Absolut meisterhaft!

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                                                  • 9
                                                    Markbln 21.04.2017, 23:04 Geändert 21.04.2017, 23:08

                                                    Lyrisch bebildert, meisterhaft inszeniert, berührend gespielt.
                                                    Stilstisch ist MOONLIGHT einer der besten Filme 2016. Und das Gequatsche um Universalität der Geschichte ist mal total überflüssig. Hier gehts um homosexuelle schwarze Männer. Und das ist gut so. Punkt. Essenziell.

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