Mord im Orient Express - Kritik

Murder on the Orient Express

US · 2017 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 12 · Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 3

    Da ich mich an das Original kaum noch erinnere, dachte ich ich könnte hier schön mitraten wer denn nun der Mörder ist. Allerdings wurde das alles so unspannend und langweilig inszeniert, das meine Begeisterung zum Mitraten schnell verflogen war.
    Auch die "Detektivarbeit" habe ich hier so ziemlich vermisst, so dass noch nicht mal ein "Aha"- oder "Wow"- Moment aufkam. Die Figuren sind alle mehr als blass, so dass ich zu diesen keinen Zugang fand. Da hat das Staraufgebot rein gar nichts genützt, was ich super schade fand, da ich viele der Schauspieler sehr gern sehe.

    Die Auflösung sollte dann sicherlich emotional mitreißen und Verständnis mitbringen aber da mir hier so ziemlich alles egal war, fand ich das Ende dann auch ziemlich schnarchig. Auch die ganz schönen Kostüme und Schauplätze konnten hier nichts mehr reißen.

    Einzig die Kameraarbeit kann ich hier loben, da hat man wirklich sehr gute Arbeit geleistet.

    11
    • 8
      Laudania 23.04.2018, 20:53 Geändert 23.04.2018, 20:54

      Ich weiß gar nicht, warum der Film so verrissen wird. Ich fand, hier wurde ein solider Krimi inszeniert und Kenneth Branagh hat ganze Arbeit geleistet.
      Der Film glänzt an Bildern, Spannung und interessanten Charakteren und sein Poirot ist eine nachvollziehbare Hauptfigur, um die sich der Film nun einmal dreht.
      Sein Bart ist wirklich etwas groß geraten, aber hey, es gab eben Zeiten, in denen trug man wirklich solche Bärte. ;)
      Ja, es war nichts wirklich Neues, aber das musste es auch gar nicht sein. Wer will schon eine Neuauflage des Stoffes, die anders ist und das Flair des Romans nicht rüberbringt. Dann hätten sich alle deshalb aufgeregt. Denn Aufregungspunkte gibt es ja immer.
      Nein, ich kann irgendwie nicht wirklich etwas schlechtes an dem Film finden.
      Und ich freue mich auf den nächsten Teil.
      Außerdem hat mir der Film Hoffnung darauf gegeben, dass Johnny Depp doch noch nicht verloren ist...

      3
      • 8

        Davon, dass Hollywood sich hier etwas komplett Neues hat einfallen lassen, kann wirklich keine Rede sein. Doch Regisseur Kenneth Branagh versucht auch erst gar nicht, in seiner Version des Agatha Christie Romans von 1934 das Rad neu zu erfinden. Vielmehr setzt er in weiten Teilen auf Altbewährtes und fügt nur hier und da neuartige Elemente hinzu. Und damit liegt er vollkommen richtig.

        Bei ihm wird "Mord im Orient Express" zu einer fantastischen Reise, die besonders im ersten Drittel mit viel Humor aufgelockert wird, nach und nach aber auch immer ernstere Töne erhält. Der titelgebende Zug wird dabei wunderbar märchenhaft in Szene gesetzt und wird damit zu einem eigenen Akteur in der Handlung. Natürlich spielen dabei zahlreiche Computereffekte eine Rolle, diese sind aber nie so aufdringlich oder von schlechter Qualität, dass sie negativ auffallen würden. Insbesondere was die unterschiedlichen Kameraperspektiven angeht, greift der Film auf immer neue Ideen zurück, um den Orient Express aus jedem erdenklichen Winkel zu präsentieren.

        Wie schon in der 1974er Adaption ist auch hier der Cast nur so mit Stars gespickt. Kenneth Branagh als Detektiv mit dem exorbitanten Schnurrbart fällt dabei der größte Part zu. Er gibt den stolzen Belgier mit einer ähnlichen Selbstverliebtheit wie einst Gilderoy Lockhart in "Harry Potter". Die amüsant-trotteligen Einschübe über den gesamten Film hinweg sorgen jedoch stets dafür, dass seine Figur nicht zu unsympathisch gerät. Auch der Rest der Zugreisenden um prominente Namen wie Judi Dench, Willem Dafoe, Penelope Cruz oder Michelle Pfeiffer bietet eine ansprechende Performance und sogar Johnny Depp spielt hier zur Abwechslung mal keine Jack-Sparrow-Kopie.

        Branagh bricht bei der Inszenierung das starre Korsett des Kammerspiels immer wieder auf, in dem er Verhörszenen nach draußen verlagert und die eine oder andere kleine Actionszene mit einbaut. Dabei wahrt er jedoch den Respekt vor der Vorlage und verkauft die Seele der Geschichte niemals für Gekloppe, Schießereien oder platte Gags. Stattdessen baut er ein paar interessante Referenzen mit ein, die seine Herkunft als Shakespeare-Experte verdeutlichen oder auch mal der Kunsthistorie entnommen sind. Unterlegt wird das Geschehen indes mit einem wunderbar klassisch gehaltenen Score, der meist unaufdringlich, in den kurzen Actionszenen aber auch mal vorpreschend daherkommt.

        So ist "Mord im Orient Express" insgesamt eine absolut gelungene und kurzweilige Neuverfilmung des Stoffes, die eine wunderbare Atmosphäre und geradezu magische Bilder bietet. Branaghs Version stellt kein typisches Popcorn-Kino dar, sondern hat vielmehr etwas Retrohaftes an sich. Wer damit etwas anfangen kann oder vielleicht einfach nur Fan von Agatha Christie ist, dürfte hier allemal auf seine Kosten kommen. Eine Fortsetzung ist wohl schon beschlossene Sache und meine Vorfreude darauf ist nach dieser Sichtung riesengroß!

        9
        • 3

          Schon wieder keine neue Idee aus Hollywood.Hier wurde schon wieder ein unnötiges Remake produziert, altes Material wieder neu aufgewärmt. Man lockte mit einem Star Aufgebot nur leider nützt das nicht. Ich finde die passen alle nicht zu einander. Johnny Depp finde ich sowieso seit Jahren nur noch fremdschämend.

          13
          • 6 .5

            Schön anzusehender Krimi mit Starbesetzung, der das eigentliche Kammerspiel vor allem am Anfang durch viele opulente und am Computer aufgehübschte Bilder wettzumachen versucht. Der Fall selbst unterscheidet sich nicht nennenswert von der Variante von 1974, so dass es inhaltlich leider keine Überraschungen gibt, wenn man den Vorgänger noch in Erinnerung hat. Das ist schade, aber angesichts des Fallkonstrukts kaum zu umgehen gewesen. Auch die für den Fall notwendige Back-Story wirkt immer noch recht aufgeblasen und konstruiert, ich fand es schon im Original ein wenig schade, dass der gesammte emotionale Hintergrund dem Zuschauer rückblickend erzählt wird und sich der eigentliche Fall nach dem Mord quasi nicht mehr weiterentwickelt. Das Original kann natürlich mit nostalgischem Charme und der Besetzung seiner Zeit punkten, rein vom Unterhaltungswert finde ich diese Version aber nicht weniger gelungen und sogar einen Tick kurzweiliger.

            • 6

              Kann mir gut vorstellen, das der Film wenn man die Story bereits kennt, noch schlechter bewertet wird.

              1
              • 5
                sachsenkrieger 05.04.2018, 22:50 Geändert 05.04.2018, 22:50


                Nichts gegen gut gemachte Remakes wie das von DREDD (hihi), ROBOCOP (hoho) oder BEN HUR (huhu), aber das hier war eher weniger gut. Mit Kenneth Brannagh bin ich noch nie so richtig warm geworden, zu theatralisch waren mir seine bisherigen Inszenierungen. Klar ist bei MORD IM ORIENT EXPRESS die Auflösung des Ganzen mittlerweile auf dem Bildschirm eingebrannt, aber trotzdem hat es bei einigen weniger subtilen Hinweisen im Film gewaltig unter der Schädelplatte geziept. Trotz vieler blass bleibender Schauspieler kein wirklicher Vergleich mit dem Original ... in dem übrigens nicht Peter Ustinov den Detektiv Hercule Poirot mimt...

                11
                • 5 .5
                  RedMoon-1973 02.04.2018, 19:51 Geändert 03.04.2018, 01:58

                  Ich kenne die beiden Originalgeschichten von Agatha Christie von gefühlt vor 30 Jahren. Kann mich aber kaum an etwas davon erinnern, auch die Auflösung kannte ich nicht mehr, war ja damals ein pubertierender Draufgänger ;-)

                  Ich musste mich zeitweise duch die Handlung quälen. Der Anfang war aufgrund der phantastischen optischen Eindrücke wirklichg gut. Das Ende dann aufgrund der überraschenden Auflösung auch sehr kurzweilig.

                  Aber der Mittelteil war stellenweise richtig langatmig. Auch die befragten Fahrgäste vermochten kein Interesse in mir zu wecken, verblieben sie doch stellenweise wie blasse Fassaden in der Landschaft (jetzt rede ich schon wie Poirot).

                  MiOE ist beileibe kein schlechter Film, aber auch nicht der große Wurf, den ich mir erhofft hatte. Vielleicht habe ich mir einfach zu viel erhofft.

                  Aber trotzdem werde ich mir auch den Nil-Fall ansehen, denn Besetzung, Optik und das "Agatha-Christie Feeling" sind über alle Zweifel erhaben.

                  2
                  • 7

                    Ist natürlich schwierig hier den Zuschauer, der das Original kennt wirklich zu überraschen da die Story und dessen Ende bekannt ist . Also bleibt quasi nur die Machart und die darstellerische Leistung. Ich hab eins gelernt nach vielen Enttäuschungen in der Filmbranche, steck die Erwartungen nicht zu hoch. Darum muss ich sagen mir hat der Film ganz gut gefallen. Bestimmt kein Meisterwerk aber besser als ihn die Kritiker und die Zuschauer bewertet haben.

                    1
                    • 5 .5

                      Ich war sehr enttäuscht von diesem Film, mit dieser Vorlage und dieser phantastischen Besetzung hätte ich wesentlich besseres erwartet.

                      Der Film von 1974 war ja eher ein Kammerspiel, das spannend und genial umgesetzt war. Hier hat man dagegen verzweifelt versucht Actionszenen und Außenaufnahmen mit einzubauen, weil man offenbar glaubte, dass die Verhöre und Dialoge allein nicht tragen.

                      Echt schade, allein aus Judi Dench und Michelle Pfeiffer hätte man so viel mehr herausholen können, sowohl was die Charaktere als auch die Schauspielerinnen angeht.

                      • 4

                        Das einzige interessante an diesen Film, ist der Schnurrbart von Hercule Poirot, aber das war es dann auch schon.

                        Was lernen wir aus diesen Film?

                        Auch viele bekannte und namhafte Schauspieler, machen kein gutes Remake.

                        Peter Ustinov würde sich im Grab umdrehen!

                        Ein Film muss keine Action bieten um spannend zu sein, aber hier gibt es wenig Action und trotzdem bleibt er langweilig! Das schafft nicht so schnell jeder Film.

                        2
                        • 4 .5

                          Man hat man das versaut! Man hat hier versucht, durch ein paar Actionszenen den Film schneller zu machen, als den 1974er Streifen. Ging aber mächtig in die Hose! Der Original Film konnte trotz seiner ruhe wirklich packen, dieser hier war mir eig. total egal und hat sich sogar ziemlich gezogen. Außerdem hat man hier noch richtig komische hinweise verstreut um es dem dummen Publikum zu verkaufen. Für leute die den Film von 1974 noch nicht gesehen haben, kann es durchaus ein machbarer Film sein, aber trotzdem empfehle ich eher den Original zu schauen.

                          1
                          • 4

                            Habe ich schon einmal einen guten Film mit Kenneth Branagh in einer Hauptrolle gesehen? Wo er nicht pausenlos Manierismen verbreitet und mit wilden Aktionen Screentime verbraucht. Ich kann mich nicht erinnern. Auch hier geht es voll in die Hose. Beeindruckend der sorgfältig gestylte Bart des Hauptdarstellers wie auch die ausnahmslos im Computer entstandenen Außenaufnahmen mit wilden, vom Schnee verwehten Landschaften in dunkelblau. Aber haben wir das nicht schon mal gesehen? Die ohnehin übertrieben pusselig angelegte "WhoDunIt" Geschichte von den Fremden im Zug, das komplizierte Morden, die albernen Dialoge - hier gibt es nichts zu meiner Unterhaltung. Wenn da nicht einige witzige Kurzauftritte der beteiligten Schauspiel-Stars wären - Willem Dafoe und sein Fake-Nazi, Michelle Pfeiffer, die immer noch den Knick auf der Oberlippe hat und auch Judi Dench geht natürlich immer. Aber was soll das insgesamt? Ich weiß es nicht. Einschlafhilfe.

                            5
                            • 8 .5
                              Sternenkind68 22.03.2018, 22:36 Geändert 22.03.2018, 22:51

                              Ich bin sehr angetan von diesem Remake.
                              Als das Projekt angekündigt wurde, freute ich mich über die Besetzung.
                              Dann dachte ich beim ersten Trailer:
                              So ein Mist, das wird wieder so eine selbstverliebte Branagh-Show.
                              Nun aber denke ich nicht mehr so.
                              Er hat hier einige seiner Weggefährten um sich.
                              Mit der Dench sah ich Branagh bei "My Week With Marilyn".
                              Mit Derek Jacobi hatte er u.a. das Vergnügen bei "Schatten der Vergangenheit".
                              Hier kam auch der Filmkomponist Patrick Doyle zum Einsatz, zum vorliegenden Film erschuf er einen etwas schwermütigen Score.

                              Johnny Depp wiederum hatte mit der Pfeiffer das Vergnügen bei "Dark Shadows".

                              Moderner und flotter, vor allem mit mehr Action als in der Version von 1974, kommt das Remake daher, das Thema Rassismus wird dabei nicht vermieden, denn Colonel Arbuthnot ( hier nun Dr. Arbuthnot ) ist dunkelhäutig !
                              Das Remake setzt auf Emotionen, tatsächlich trat mir Wasser in die Augen, das hatte die andere Version nicht geschafft. Ich bekam als Zuschauer Zugang zu diesen Menschen.
                              Die Kamera wird ganz toll eingesetzt, Einstellungen aus jedem Winkel, im Innern des Zuges werden die Personen sogar teilweise von oben aufgenommen.
                              Der Titel gebende Zug wird ganz toll in Szene gesetzt.
                              Mein Fazit:
                              Auch wenn das Ende zu pathetisch geraten ist, aber es war verdammt noch mal stimmungsvoll und sympathisch. Und die Abweichungen gegenüber der Version mit Albert Finney schaden nicht, im Gegenteil.

                              15
                              • 6 .5

                                Der war gar nicht mal schlecht. Aber irgendwas hat gefehlt. Der Cast ist super, die CGI Welt war super, die Beleuchtung - also mal ganz ehrlich, endlich mal wieder ein Lob für eine hervorragende Ausleuchtung. Sieht man inzwischen selten.
                                Die Charaktere waren ebenfalls gut, aber der Film hat es nie geschafft, einen auf ein Spannungslevel zu befördern, dass man wirklich mitfiebert. Das ist ziemlich schade, denn er macht so vieles richtig gut. Angucken!? Ja, definitiv...

                                • 6 .5

                                  Das erste was ich hier dachte war WAS EIN HAMMER CAST ! Große Namen, die wirklich alle viel Erfahrung haben und wohl nicht spielen können :D
                                  Der Film ist ansonsten nichts aufregendes oder atemberaubend sonder ein guter Vertreter seines Genres. Gut erzählt, nicht zu lang und gut beendet. Kommt somit als guter Film durch :D

                                  • [...] Als ich vor Monaten den ersten Trailer zu “Mord im Orient Express” im Kino sah, war mir sofort klar, dass ich diesen Film unbedingt sehen musste. Ich kannte Hercule Poirot nicht, aber die Aufmachung dieser kurzen Sequenz, hat mich einfach sofort angesprochen. Und dementsprechend astronomisch war auch meine Erwartung. Zumal ich ihn im Zoo Palast (Berlin) in 70mm und Originalvertonung sehen durfte.

                                    Der Rahmen war also absolut würdig und ich saß bereits aufgeregt im Kinosessel, als der berühmte 10 Sekunden Countdown der alten Tage zu erkennen war.

                                    Sofort war klar, dass hier optisch grandioses geschaffen wurde. Jedes Bild ein Augenschmaus, der 70 mm Filmtechnik und natürlich dem CGI sei Dank. Dazu ein phänomenales Staraufgebot als Cast, von denen jeder einzelne absolut überzeugen konnte, der Zug war liebevoll dargestellt und man sah sich in alte Zeiten versetzt.

                                    Garniert wurde die schöne Optik mit vielen witzigen Sprüchen, dem Charme des Hauptdarstellers und Autors Kenneth Branagh, der hervorragend spielt und einem kniffligen Mordfall, der zum Mitraten und Mitfiebern einlädt.
                                    “Wir sind umgeben von Lügen”

                                    Das Ende war für meinen Geschmack vielleicht etwas unbefriedigend und “Mord im Orient Express” konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Diese waren jedoch zugegebenermaßen wohl einfach zu hoch angesetzt, denn der Film ist durchaus als stark zu bezeichnen.

                                    Ich hätte mir vielleicht noch 15 Minuten Länge gewünscht, was an sich schon ein gutes Zeichen ist, die Zeit verflog förmlich. Einige Protagonisten kommen leider etwas zu kurz, was aber wohl der Original-Idee geschuldet ist.

                                    Abgesehen davon, kann ich “Mord im Orient Express” jedem nur ans Herz legen, ich fand ihn wirklich gut. Die 6-fach Oscar-nominierte Fassung von 1974, für die Ingrid Bergman sogar eine Trophäe gewinnen konnte, kenne ich leider noch nicht. An den Vorgänger wird die Fassung von 2017 vielleicht nicht ganz heran kommen, sehenswert ist er aber allemal.

                                    • 8

                                      In jeder Hinsicht, ein Volltreffer der Film.
                                      Warum? Weil er genau das macht, was auch schon sein Vorgänger gemacht hat. Es macht einfach Spaß, der Bühnenstück - Inszenierung zu folgen.

                                      Noch beim schauen des Films wusste ich, dass er nicht gut ankommen würde.
                                      Er entspricht so gar nicht den heutigen Maßstäben, was Spannung und Inszenierung betreffen.
                                      Er bedient sich der selben Dramaturgie wie vor 40 Jahren. und DAS sehr gut.

                                      Die Kritik über zu kurze Glanzmomente eines jeden Schauspielers, ist völlig Banane!

                                      Betrachtet man sich den Cast so sieht man nicht nur gute Schauspieler, sondern richtig gute Theaterschauspieler. Mit Kenneth Branagh voren weg. Jeder Charakter hat seinen eigenen Akzent. Das geht durch unsere Synchronisation, mit Ausnahmen, total verloren.

                                      Ich hätte mir gewünscht, dass unsere "tollen" Kritiker soviel Fingerspitzengefühl zeigen und den Film NICHT als Popcorn-Kino Streifen bewertet hätten.

                                      Im übrigen liegt mir auf der Zunge hier zu erwähnen, dass es KEINE Poirot Verfilmung ist, sondern eine Agatha Christie Verfilmung!!

                                      • 6 .5

                                        Leider hat aufgrund der Vielzahl an Charakteren eigentlich nur Kenneth Branagh die Möglichkeit seine Rolle ganz auszuspielen. Den anderen Schauspielern kommt die Rolle von Statisten zu, die mal auf- und wieder abtauchen, wenn sie gerade gebraucht werden. Die große Auflösung am Schluss entschädigt etwas dafür. Insgesamt ist es ein ganz unterhaltsamer Krimi, der allerdings nur schwer in die Gänge kommt.

                                        • 4
                                          HankM 17.03.2018, 22:46 Geändert 17.03.2018, 22:48

                                          Mord im Orientexpress (2017)eine eine wirklich dürftige Romanverfilmung.
                                          Agatha Christi‘s Meisterwerk wird hier leider nicht ernst genommen, geschweige denn gewürdigt!
                                          Die Verknüpfung des Mordfalls mit dem gescheiterten Kidnapping eines Kleinkindes in Lindbergh-Manier entfaltet sich ebenso wenig zu Gunsten der Spannung.
                                          Die Spannungsmomente waren kaum oder nicht vorhanden, die Detektivarbeit quasi nicht vorhanden.
                                          Völlig deplatziert, vor allem in Bezug auf die Atmosphäre des Werkes, sind auch die beiden effektheischenden „Actionszenen“.
                                          Infolgedessen kann kaum eine Figur abseits von Poirot wirklich Charakter entwickeln, da sie leider keine Charakterentwicklung durchlaufen dürfen und somit verschenkt sind. Wie Poirot am Ende eine intelligente Schlussfolgerung nach der anderen zieht und im Schnellverfahren schließlich auf die Lösung kommt, ist leider reichlich unrealistisch und wenig glaubhaft. Die Hals-über-Kopf-Auflösung passt nicht zur langsamen, ruhigen Inszenierung und dem vorherigen gemächlichen Erzähltempo.
                                          Die wenigen guten Ansätze von Kenneth Branaghs im Grunde unnötiger Neuverfilmung können leider nicht die unlogisch aufgebaute Handlung und alberne Änderungen kompensieren.

                                          3
                                          • 4 .5

                                            Es handelt sich bei der Poirot Verfilmung "Mord im Orientexpress" wohl um eine herzensangelegenheit von Branagh und als Hauptdarsteller und Regisseur hat er auf die Umsetzung auch einen gehörigen Einfluss, daher ist es für mich so unverständlich was er aus dieser doch recht hervorragende gemacht hat. Gut ich bin ein großer Fan der Verfilmung mit Albert Finney somit war klar das der Film es schwer haben würde aber es wurde mir auch wirklich einfach gemacht den Film nicht zu mögen.
                                            Der Cast ist zwar auch wie in der Verfilmung von 74 wieder einmal mit großen Namen geschmückt aber keiner spielt wirklich groß auf, hinzu kommt unnötiges und schlechtes CGI und Action Szenen die nicht zu einer Poirot Verfilmung passen.
                                            Kann man sich getrost schenken, da guck ich lieber die Verfilmung von 74 zum 20ten mal;)

                                            2
                                            • 7 .5

                                              Der Originalfilm zählt mit zu meinen Lieblingsfilmen. Diese Verfilmung kommt - wie erwartet - nicht an den Charme des Originals heran, weiß aber - dank wunderschönem Setting - zu gefallen.
                                              Oft wirken die Gespräche gestellt und erinnern mehr an ein Theaterstück als an einen Film. Aber was solls, Spaß gemacht hat das Schauen allemal. :-)

                                              2
                                              • 5
                                                Mr. Samson 10.03.2018, 13:52 Geändert 10.03.2018, 13:53

                                                *spoiler*

                                                War die Aussage des Films ernsthaft dass sich Selbstjustiz lohnen kann?

                                                Wtf?

                                                • 7 .5

                                                  Ich kannte die Story vorher nicht und war positiv überrascht. Blieb spannend bis zum Schluss.

                                                  1
                                                  • Schöne Hommage, tolle Atmosphäre nur der Funke sprang nicht richtig über.