Mord im Orient Express - Kritik

Murder on the Orient Express

GB · 1974 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 12 · Kriminalfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 8

    Ein klassischer Whodunit nach Agatha Christie mit einer grandiosen Besetzung. Albert Finney schafft als Hercule Poirot den Spagat zwischen Komik und Ernsthaftigkeit deutlich besser als Peter Ustinov, bei dem die belgische Spürnase fast schon zu einer Karikatur verkommen ist. Aber auch die restliche Belegschaft ist nicht von schlechten Eltern. Ingrid Bergman ist als verhuschte Betschwester einfach der Knaller und Wendy Hiller sieht so aus, als wäre ihre Prinzessin Dragomiroff schon vor 300 Jahren durch die transsylvanischen Wälder gespukt. Für mich nach wie vor eine der besten Christie-Verfilmungen.

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    • 9

      Der Film hat mich beeindruckt! Hercule Poirot fantastisch gespielt, ein hammer Soundtrack und vor allem gefällt mir das der Großteil des Films das Verhör, dass mit tollen und rätselhaften Dialogen auftrumpft und ,ich immer rätseln lassen hat wer letztendlich der Mörder ist.
      SPOILER
      Mein einziger Kritikpunkt liegt an dem Ende. Die Auflösung war zwar sehr gut gemacht und auch auf die 2.Theorie bin ich vorher nicht gekommen, aber das man am Ende so ein 50:50 Ding mit einer eher komischen und unschlüssigen Entscheidung einbauen musste finde ich schade. Auf das Buch kann ich mich leider nicht beziehen, da ich es nicht gelesen habe, aber der Film hat mich überwältigt.

      • 4 .5

        Groß besetzt aber miserabel geschrieben und inszeniert.

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        • 8
          sebastianxxx 13.11.2017, 15:21 Geändert 13.11.2017, 15:22

          Für mich eine der besten Verfilmungen mit dem bekannten Meisterdetektiv - vor allem der Schauspieler Albert Finney agiert brilliant in der Rolle des Hercule Poirot. Finney übertrifft mMn Ustinov bei weitem.

          • 8

            Für mich einer besten Agatha Christie Verfilmungen, ein wahres Staraufgebot findet sein, die Spannung bleibt etwas auf der Strecke, aber was solls , bei der genialen Auflösung des Falles.

            • 7 .5

              Die Poirot-Filme mit Peter Ustinov haben mir schon von je her besser gefallen als diese Verfilmung. Auch wenn Finney eine gute Leistung abliefert, kommt er für mich nicht an Ustinovs Interpretation der Figur heran.
              Die Story läuft nach bekannten Muster ab: eine Gruppe von Menschen, abgeschnitten von der Außenwelt und ein rätselhafter Mord. Die Auflösung dessen ist auch sehr spannend gemacht. Leider gibt es aber besonders im Mittelteil einige Längen, als sich nur ein Verhör an das nächste reiht. Außerdem sind die Dialoge nicht besonders spannend.
              So ist der Film eine solide, aufgrund der Darsteller und der Atmosphäre durchaus sehenswerte Christie-Verfilmung.

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              • 6 .5

                Der Fall ist zu sehr konstruiert. Das hatte ich schon beim Buch gedacht und bei dieser 1zu1-Umsetzung ebenfalls. Das Schauspiel trotz der großen Namen begrenzt. Der Schnitt teilweise unmotiviert. Die Synchro grauenhaft. Bin auf die Neuverfilmung gespannt.

                • 8

                  Fazit: "Mord im Orient-Expreß" ist ein feiner und anspruchsvoller Krimi, der einen schön komplexen Fall zeigt, der nebenbei sehr gut aufgelöst wird. Wenn man an Krimis seinen Spaß hat, dann wird einem das sicherlich gefallen, weil es eben so gut geschrieben wurde. Hercule Poirot ist ein interessanter Charakter, der hier bestens dargestellt wird und auch die vielen weiteren Schauspieler erledigen ihren Job sehr gut. Die Figuren hat man gut erdacht und die Inszenierung gibt sich enorm altmodisch. Der gesamte Film besteht eigentlich nur aus Dialogen und kann damit trotzdem gut bis sehr gut unterhalten. Lediglich den Anfang empfand ich als zu langatmig. Die Atmosphäre bietet zudem eine gute Mischung aus ernsten, sowie lockeren Momenten. Mir hat das auf jeden Fall ordentlich gefallen und für Krimifans ist das eigentlich Pflichtprogramm!

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                  • 6 .5
                    hallidalli 01.05.2017, 20:30 Geändert 01.05.2017, 20:41

                    Viel bla bla blaaaa, so richtig Spannung kam irgendwie nie auf aber ich muss sagen die Auflösung ist schon echt genial, damit hätte ich nicht gerechnet... Ich habe es soeben zur besseren Verständlichkeit nochmal bei Wikipedia nachgelesen. ;-)
                    Eine zweite Sichtung oder das Buch würde sich denke ich durchaus lohnen. Von Connery war ja reichlich wenig zu sehen... schade.

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                    • 5
                      WithOpenEyez 05.01.2017, 19:08 Geändert 05.01.2017, 19:15

                      Der Titel ist einfach catchy. Kann man nicht anders sagen. "Mord im Orient Express" - wie spannend. Ich entstamme einer ganz anderen Generation. Liegt nicht nur daran, spielt aber mMn einen gewichtige Faktor. Handwerklich und darstellerisch ist hier alles in Ordnung hier, atmosphärisch kommt immer wieder etwas an bei mir als Zuseher. Die Geschichte hingegen hat mich nicht wirklich überzeugt. Eigentlich kann man sich denken, wie sie verlaufen wird und genauso läuft das 2 Stunden Werk auch ab: erstmal eine ziemlich lange Einführung, dann kommt der Mord, dann Befragungen und der geniale Detektiv findet heraus, wer der Täter ist. Mein Fall war es nicht, denke aber, dass Krimifans bzw. Whodunit Freunde auf ihre Kosten gekommen sind bzw. auch welche des jüngeren Semesters zu einem gewissen Grad unterhalten werden können. Mir ist das irgendwie zu simpel, was nicht als Herabwürdigung des Filmes verstanden werden soll, nur stelle ich mir unter spannend halt ein wenig mehr vor. Mehr als ein gradliniges "ein Mord/Verbrechen, mehrere Tatverdächtige, ein Detektiv, der schnell durch Geistesschärfe und die richtigen Fragen die Wahrheit rasfindet", so verläuft doch der durchschnittliche Krimi auch ab - hat doch Walulis sieht Fern mal so treffend ausgedrückt ("Ich kann's gar nicht gewesen sein. Weil wir erst in der Mitte des Tatorts sind"). "Murder in the Orient Express" ist absolut in Ordnung, nur nicht mein Fall. Somit bin ich trotz allem zufrieden. Und froh, dass ich mal an ein älteres Werk gewagt habe, tut der Abwechslung gut. Was mal wieder in mein Auge springt ist die zweifelhafte Moral, welche (nicht nur) dieser Film letztendlich vermittelt.

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                      • 8 .5

                        >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
                        Die für mich beste Poirot-Verfilmung. Albert Finney passt meines Erachtens besser für die Rolle des Detektives, mit der etwas tollpatschigen und tapsigen Interpretation Sir Peter Ustinovs in den anderen beiden Verfilmungen, die ich bisher sah, bin ich eigentlich nicht so ganz glücklich. Albert Finney bringt ihn ernsthafter und damit auch glaubwürdiger – und passt auch optisch besser zu dem in den Romanen beschriebenen Ermittler. Aber auch alle anderen Darsteller auf insgesamt hohem Niveau, die Besetzung ist mit ausschließlich bekannten und erfahrenen Schauspielern gespickt. Besonders gefallen haben mir dabei neben dem bereits angesprochenen Albert Finney vor allem Sean Connery, Anthony Perkins (in seiner Paraderolle als psychisch instabiler Antiheld) und Ingrid Bergmann – ihre Wandlungsfähigkeit überrascht mich immer wieder. Den Oskar bekam sie für mich zu Recht.
                        Der Streifen gewinnt aber vor allem mit seiner absolut tollen Atmosphäre, die Situation mit den Verhören in dem steckengebliebenen Zug und die Psychospielchen sind bei jeder Sichtung ein Hochgenuss. Wie etwa Poirot den Beschützerinstinkt Arbuthnots mit dem harschen Verhör von Mary Debenhams weckt und damit die Offenbarung der Affäre erzwingt. Aber auch alle anderen Verhöre spannend und interessant, bei Agatha Christie muss man ja immer hochkonzentriert sein, jedes Detail kann entscheidend sein.
                        Einzig der Plot hat für mich ein paar Schwächen. Die meisten Informationen über die Vorgeschichte und die Verbindungen der Verdächtigen zu den Armstrongs werden relativ spät präsentiert, die meisten erst beim Showdown im Speisewagen. Dadurch wirkt die Lösung ein wenig an den Haaren herbeigezogen – ein Kritikpunkt, der viele Agatha-Christie-Werke betrifft. Auch beim gegenständlichen Werk ist das so und das kostet dem Ding dann auch die Höchstnote. Auch die Zahlenspielereien nicht ganz korrekt, eigentlich sind es ja dreizehn Verdächtige (nur werden die Andrenyis als eine "Partei" präsentiert, sie stechen ja auch gemeinsam zu).
                        Aber gut, das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau, so etwas lässt sich in vielen Krimi-Plots finden und bremst das Filmvergnügen hier eigentlich nicht wirklich. Grundsätzlich ist die Geschichte ja bekannt, man weiss ja, wer die Mörder sind. Trotzdem ist es jedes Mal ein Freude, den Streifen zu sichten, hier wurde viel richtig gemacht.
                        Fazit: Für mich ein Klassiker des Krimi-Genres. Kommt ohne Action aus, die Geschichte ist trotzdem spannend und durch die Verflechtungen interessant, hält mich auch bei der mittlerweile x-ten Sichtung immer noch die vollen zwei Stunden bei Laune. Absolut empfehlenswert.

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                        • 6
                          Sternenkind68 16.12.2016, 12:13 Geändert 16.12.2016, 12:17

                          Nachts träumte ich, ich fahre mit dem Zug.
                          Genauer: mit dem Orient-Express.
                          Besser als Fliegen.
                          Lauter dubiose Gestalten konnte ich ausmachen, der Speisesaal war voll von Ihnen.
                          Und warum wurde meine Mariega mit Ihre Hoheit, Prinzessin Dragomiroff angesprochen ?
                          Na ja, ich treibe mich hier oft rum, da bringt man die Figuren schon mal durcheinander.
                          Ein alter Kotzbrocken wurde ermordet, erfahre ich.
                          In Sorge, man würde Mariega beim Verhör Daumenschrauben anlegen, rannte ich zur entsprechenden Kabine.
                          Allein, ich kam nie an. Träume sind nicht so...

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                          • 8

                            Meine liebste Agatha Christie Verfilmung, die trotz ein paar zähen Momenten sehr gut gelungen ist, was zu großen Teilen der exzellenten Besetzung (u.a. Sean Connery und Anthony Perkins in absoluter Hochform) zu verdanken ist.
                            Hoffentlich bringt StudioCanal den nächstes Jahr endlich mal auf Blu-Ray.

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                            • 6 .5

                              Vergnüglicher Krimi mit beeindruckendem Staraufgebot und einer reichlich konstruierten Geschichte. Mitunter wird das Kammerspiele leider auch ein wenig zäh, da es über weite Strecken im Grunde nur von einem Verhör zum nächsten geht und auch das Zugabteil als Motiv sich irgendwann erschöpft hat. So richtig begeistert war ich schon als Kind nicht, daran hat sich leider nichts geändert, aber für einen gemütlichen Krimiabend auf der Couch ist der Film sicherlich keine falsche Wahl.

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                              • 8

                                Einfach ein Klassiker. Ich meine, was will man bei der Besetzung auch anderes sagen, Sean Connery, Ingrid Bergman, Richard Widmark, Vanessa Redgrave, Albert Finney und all die anderen sind einfach unbeschreiblich gut.

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                                • 6 .5

                                  [...] Im Gegensatz zu der onkeligen Gemütlichkeit von Ustinov legt Finney seinen Poirot noch spleeniger und kauziger an; ein halsloser Fester-Addams-Verschnitt der trotz seiner ruhigen Ausstrahlung nicht so wirkt, als würde er dich gleich auf den Schoß nehmen und ein Sahnebonbon aus der Tasche zaubern. Eine schrullige und etwas interessantere Interpretation der Figur, obwohl jeder beim Namen Poirot reflexmäßig Ustinov vor Augen hat. Passend dazu scheint auch der Film von Sidney Lumet („Hundstage“) zunächst vom unbeschwerten Weg der späteren Verfilmungen abzuweichen. Ungewohnt düster fällt der Prolog aus, ebenso eine kurze Sequenz zum Schluss, an dem der Zuschauer nach langem Hin-und-Her selbst Zeuge des im Mittelpunkt stehenden Verbrechens wird. Dazwischen ist jedoch alles wie immer und das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt: Ein lockeres Rätselraten und Detailsortieren mit Hercule Poirot, der einen Mord aufklären und dabei gleich einem ganzen Dutzend Verdächtiger auf den Zahn fühlen muss. Ein Staraufgebot ist bei Christie-Filmen nicht unbedingt ungewöhnlich, das hier ist bald obszön. [...] Störender sind leider in der Faktenflut äußerst deutlich markierte Hinweise, die den Zuschauer etwas zu schnell auf die richtige Spur oder mindestens grob in einer klare Richtung schubsen, was der Auflösung ein gutes Stück an Überraschung nimmt (obwohl sie immer noch extrem unglaubwürdig ist). Dafür muss man selbst nicht zwingend ein Meisterdetektiv sein (wie und warum das alles zusammenpasst ist natürlich nicht ganz so simpel). Auch das soll einem nicht den Spaß an der Sache verderben, der fragwürdige Umgang mit der Pointe sollte aber zumindest mal erwähnt werden. Andere Filme bekommen bei gewissen Themen schnell von der Fraktion der Moralapostel einen aufs Dach, bei Agatha Christie scheint das niemanden zu interessieren. Auch nicht Poirot. Merkwürdig. In einem aktuellen Film ohne Klassikerschutz würde das bestimmt zur Debatte stehen. [...]

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                                  • 8
                                    vanilla 12.04.2016, 13:22 Geändert 12.07.2016, 19:36

                                    Über 40 Jahre alt und schaut sich noch richtig frisch und munter an.
                                    Was eine klasse Geschichte voller Spannung so an einem Film ausmachen kann.
                                    Bis zum Ende will man wissen, wer der Mörder ist.
                                    Die Auflösung ist zwar super, jedoch mit einigen Abstrichen.
                                    Was die Schauspieler hier veranstalten, ist einsame Spitze.
                                    Vor allem Albert Finney als Detektiv, ist meiner Meinung nach überragend.
                                    Hab gehört es soll ein Remake geben??
                                    Sowas macht Sinn.
                                    Denn nach 40 Jahren, könnte man so einen tollen Film, der heutigen breiten Masse präsentieren.
                                    Dann aber bitte bis in die kleinste Rolle mit Stars bestückt und ich bin der erste Gast im Kino.

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                                    • 3 .5

                                      Eine Vorlage von Agatha Christie, zwei Hände voll ehemaliger A-Listen-Stars, und ein namhafter Regissuer, der sicherlich nicht weniger als drei Meisterwerke verbrochen hat... Müsste dabei eigentlich nicht mehr rumkommen, als eine witzlose, extrem lang gezogene Episode von "Mord ist ihr Hobby"? Der personelle Aufwand steht für mich jedenfalls in keinem Verhältnis zum finalen Ertrag! Schade.

                                      • 5

                                        Zu sagen ist, dass der nicht Sir Peter Ustinov seiende Hercule Poirot etwas schmächtiger und vor allem weniger gemütlich rüberkommt. Wieder findet die Handlung auf engstem Raum statt, diesmal noch begrenzter als in "Tod auf dem Nil". In atmosphärischen Bildern wird zunächst irgendeine Vorgeschichte erzählt (hmm, könnte was mit dem kommenden Fall zu tun haben...). Schließlich hält man sich nicht lange mit der Vorstellung der Verdächtigen auf. Es folgt sehr schnell die Mordnacht. Der Schwerpunkt liegt im Folgenden auf der Verhörsituation, die dann auch gleichzeitig die Vorstellung der Verdächtigen darstellt.
                                        SPOILER:
                                        Schließlich geht dieser Film hier einen ganz anderen Weg, als "Tod auf dem Nil", denn hier geht es weniger um das ausschließen von Verdächtigen. Jeder von den Reisenden hat eine Verbindung zum im Prolog angerissenen Armstrong-Fall. Dass 13 Personen mit einer solchen Verbindung zufällig im gleichen Zug reisen, kann wohl kein Zufall sein, so dass klar ist, dass es von Anfang an so geplant sein muss. Es geht also nur noch um das "Wie". In dieser Hinsicht war der Nachfolger spannender, mit den bebilderten Varianten. Schließlich ist das Ende interessant, wo man sich dafür entscheidet, der Polizei eine andere Lösung des Falls zu bieten, die auf den großen Unbekannten hinaus läuft.

                                        • 7

                                          Etwas zäher, aber letztendlich doch sehr sehenswerter Krimi mit Starbesetzung (Ingrid Bergmann erkennt man gar nicht wieder), dem es aber leider im Gegensatz zu den Miss Marple Filmen an Humor fehlt.

                                          Ich muß nun zu meiner Schande gestehen, dass ich ihn heute zum ersten mal gesehen habe und für ein (von mir ungeliebtes) Kammerspiel wußte er zu gefallen.

                                          • 7
                                            sachsenkrieger 06.01.2016, 22:56 Geändert 06.01.2016, 22:56


                                            Wer schon als Kind immer rumgezappelt hat und allen verkniffen lächelnden Anwesenden damit den letzten Nerv geraubt, der wird nicht gerade seine helle Freude haben mit MORD IM ORIENT-EXPRESS. Ich muss zugeben, das der Film nach meiner gefühlt zwanzigsten Sichtung, auch nicht mehr wie ein funktionierender Transrapid daherkam, sondern eher wie ein alter Schnaufer mit zu wenig Kohlen im Kessel. Trotzdem hat der herausragend besetzte und inszenierte Klassiker immer noch einen bestechenden Charme und ich habe jetzt erst herausgefunden, das der belgische Detektiv vom völlig "verunstalteten" Albert Finney gespielt wurde. Viel mehr darf und muss man eigentlich auch nicht sagen, denn wer ihn noch nicht gesehen hat, ist selbst Schuld und sollte ihn ohne Vorwissen in vollen Zügen genießen...

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                                            • 7

                                              Amüsantes Whodunit-Kammerspiel mit großartiger All-Star-Besetzung und leicht augenzwinkernder Inszenierung.

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                                              • 8 .5

                                                Grandiose Verfilmung eines grandiosen Romans von der grandiosen Agatha Christie mit einer grandiosen Besetzung, grandiosen Auflösung und mit einer grandiosen Ingrid Bergmann. Grandiose 8,5 Punkte.

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                                                • 10

                                                  Mein absoluter Lieblingsfilm. Schon das Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern von Agatha Christie. Und diese Verfilmung hat es einfach geschafft, die Stimmung des Buches perfekt umzusetzen (was sehr schwierig ist, da der gesamte Film auf dem Zug spielt). Albert Finney ist sehr überzeugend und witzig als Hercule Poirot. Auch ansonsten ist der Film brilliant gespielt und hochkarätig besetzt mit Lauren Bacall (spielt sehr bewegend, ich mochte sie auch in Appointment with Death toll), Ingrid Bergmann (ihre mit Abstand beste Rolle), Michael York, Jacqueline Bisset, Jean-Pierre Cassel, Sean Connery, Anthony Perkins und Vanessa Redgrave.
                                                  Gerade die Auflösung des Mordes sorgt einfach für Gänsehaut.

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                                                  • 9 .5

                                                    Elegant und stilvoll hat Sidney Lumet den Roman von Krimi-Expertin Agatha Christie in Szene gesetzt. In einem kammerspielartigen Geschehen nimmt das Drama ruhig und gemächlich seinen Lauf, hält einen jedoch unentwegt in Spannung und bei Laune. Dafür sorgen vor allem die interessanten und toll ausgearbeiteten Charaktere, die von skurril über geheimnisvoll bis amüsant sämtlichste Eigenarten auffahren. Besonders der gewiefte Hercule Poirot (Albert Finney) mit seinem scharfen Verstand und seinem herrlichen Humor trägt die Geschichte von Beginn an und leitet den Zuschauer durch seine Ermittlungen und somit auch durch seine Gedanken. Auch die Auftritte der gemütsschlichten Missionarin (Ingrid Bergman), sogar oscargekrönt, und der gruseligen Prinzessin Dragomiroff (Wendy Hiller), die ganz sicher die Vorlage für Bram Stoker’s Dracula war, bringen zum schmunzeln und bereichern die manchmal etwas schwerfällige Handlung.

                                                    Darüberhinaus ist die Einleitung des Films mit der Entführung eines kleinen Mädchens, die sich an den Entführungsfall des Charles-Lindbergh-Babys in den 1930er Jahren orientiert, sehr eindringlich und baut sofort zu Beginn eine tolle Atmosphäre auf, die in mir leichtes Unbehagen auslöste. Dem starken Auftakt folgt schließlich auch ein starker Abschluss, unaufgeregt aber dennoch nachhaltig.
                                                    Als Dilettant des Krimi-Genres hat mir "Mord im Orient Express" schon recht gut gefallen und konnte trotz seines stattlichen Alters von 40 Jahren noch mit liebevollen Settings und Kostümen, einer gut erzählten Geschichte, einem zum Mitdenken anregenden Kriminalfall mit zeitlosem Motiv und einer ansehnlichen Darstellerriege überzeugen.
                                                    Lumets Romanverfilmung ist im besten Sinne stoisch und altmodisch
                                                    ...und einfach charmant.

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