Nanouk - Kritik

Ága

BG/DE/FR · 2018 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Ein altes Ehepaar in der Arktis: Zwischen dokumentarischer Nüchternheit und magischen (Erinnerungs-)Momenten positionierter Film von großer visueller Schönheit. [Frank Arnold]

    • 8

      Das ist faszinierendes, ganz wunderbar kunstvolles Kino [...].

      • 7

        „Nanouk“ erzählt mit wunderbaren Bildern und geradezu dokumentarisch von dem Leben eines alten Ehepaares, das inmitten der sibirischen Eiswüste lebt. Viele Worte verwendet das Drama nicht, braucht sie auch nicht. Nüchterne Alltagsszenen bringen uns im Wechsel mit melancholischen Momenten auch ohne sie eine fremde Welt näher, zwischen Verlust von Traditionen und Neuanfang.

        • 8

          Ága von Regisseur Milko Lazaro erzählt die Gesichte vom Eisfischer Nanook (Mikhail Aprosimov) und seiner Frau Sedna (Feodosia Ivanova), die irgendwo in den schneebedeckten Weiten Jakutiens ein Leben fernab des technologischen Fortschritts führen. Ihre Kinder sind in die Stadt gezogen, das harte, einfache Leben in der Fellhütte der Eltern war nicht mehr vereinbar mit dem Anspruch von einem modernen Leben. Nanook, dem die mythenreiche Kultur näher ist, als der technische Fortschrittsgedanke, hat im Streit mit seiner Tochter Ága gebrochen, die sich gegen die Lebensweise ihrer Eltern entschieden hat und in einer Diamantenmine nahe der Stadt arbeitet. Ága ist ein naturalistisch, fast dokumentarisch inszeniertes Drama, das ohne viele Worte auskommt und die Emotionen eher über seine Bilder auf den Zuschauer überträgt. Die atemberaubenden Panoramaaufnahmen der endlos erscheinenden Schneewüste Jakutiens, in der die Sagen und Legenden noch bestand haben können, wo jedem Donnergrollen oder Tierkadaver noch als böses Omen gelesen werden kann, in der Aufklärung und technischer Fortschritt keinen Bestand haben, müssen im Kino gesehen werden, um die Größe dieses intimen Dramas begreifen zu können. Ága braucht wenig Worte, denn der zermürbende Kraftakt des Eisfischens, der gnadenlose Kampf gegen einen Schneesturm oder auch das zärtliche Beieinanderliegen der beiden Protagonisten sind Bilder, die keines größeren Kommentars bedürfen, sondern bereits ihre eigene Geschichte in sich tragen. [...]

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