Night of the Living Deb - Kritik

Night of the Living Deb

US · 2015 · Laufzeit 82 Minuten · FSK 16 · Komödie, Drama, Horrorfilm
Du
  • 3

    >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
    Die Nerdin und das Weichei. Anfangs macht der Streifen noch reichlich Spaß, vor allem die Szenen nach dem One-Night-Stand hatten Drive und boten durchaus launige Unterhaltung. Leider versandet die Laune mit zunehmender Laufzeit, die Gags zur Zombie-Apokalypse zünden leider nicht mehr so richtig. Hier arbeitete sich Rankin durch eine Reihe von Genre-Klischees und nahm diese satirisch überspitzt aufs Korn, wobei er weniger Situationskomik aufbot, sondern eher auf Treppenwitze setzte. Ich hatte am auf die Ausstrahlung folgenden Tag ein Telefonat mit einem Freund, der den Streifen zufällig auch gesehen hatte und wir lachten beim Gespräch mehr, als wir es beim Schauen selbst getan hatten. Ob das jetzt als gut oder schlecht zu werten ist, ja, das ist die Frage, beim Schauen hat mich der Streifen jedenfalls nicht durchgehend begeistert. Viele Gags waren ein einfach zu flach um eine latent launige Unterhaltung zu bieten, da setzte beispielsweise Simon Pegg bei „Shaun Of The Dead“ schon mehr und treffsichere Pointen. Ein paar zotige politischen Unkorrektheiten jedoch durchaus amüsant (Stichwort „Kinderlähmung“), was aber wie gesagt eher die Ausnahme als die Regel darstellte.
    Die beiden Hauptdarsteller wussten jedoch zu überzeugen, vor allem Maria Thayer hatte es mir angetan. Ray Wise dafür eine Vorgabe, der kann doch eigentlich Komödie – wobei sein Protagonist aber auch nur wenige Lacher im Drehbuch stehen hatte. Bei einigen anderen hatte man das Gefühl, dass ihre Komik zu gewollt zu sein schien, um wirklich lustig zu sein.
    Maske und Ausstattung soweit in Ordnung, wobei die Einfachheit wohl auch ein humoriger Einschlag sein könnte und eine Breitseite auf viele ach so billig produzierte B-Filme (gerade in diesem Sub-Genre). Die Synchronisation soweit in Ordnung, das hatte ich schon schlechter erlebt.
    Fazit: Muss man wohl mögen um es gut zu finden. Eine quirlig-lustige Hauptdarstellerin alleine ist hier leider etwas wenig, zumal sie im weiteren Verlauf starke Gewöhnungstendenzen auslöst. Empfehlen kann ich den Streifen daher leider nicht, am ehesten könnte man ihm das Prädikat „bemüht aber glücklos“ verleihen. Die drei Punkte vergebe ich für die Ambition, Maria Thayer und das Bemühen der handelnden Personen im Allgemeinen.

    5
    • 6

      Schräger B Movie , so Schlecht das Er auch wieder Spaß macht.

      • 3

        Die Synchro ist echt schlecht.....
        Viele Gags wirken peinlich......
        Oder ich werde langsam zu alt für solche Filme.
        Leider unausgegoren und nicht wirklich witzig.

        • 4 .5

          Hmmm...., wer Maria Thayer vorher schon nervig fand, wird hier garantiert auch nicht warm mit ihr. Das ganze wirkt, wenn man wohlwollend an die Sache ran geht, wie Sharknado mit Zombies statt Haien. Hat was von 'ner Sitcom. Fazit: Unausgegoren

          1
          • 5 .5

            Die Zombiekomödien-Platzhirsche „Shaun of the Dead“, „Braindead“ und „Zombieland“ bleiben erwartungsgemäß auf ihren Thronen sitzen, Night of the Living Deb“ bewegt sich eher auf dem Level von „Dance of the Dead“, „Stalled“ und „Angriff der Lederhosenzombies“. (...) Speziell zu Beginn fällt es schwer, zu Deb und Ryan eine Bindung aufzubauen. Die ersten Angriffe der Infizierten gleichen das aber aus. Wenn die Untoten ihre blutigen Mahlzeiten einnehmen, gewinnt „Night of the Living Deb“ auf etwas trashigem Niveau an Fahrt und Freude – und das trotz FSK-16-Freigabe ungeschnitten.

            Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

            • 4 .5
              999CINEASTOR666 04.11.2017, 21:09 Geändert 05.11.2017, 14:45

              Night of the Living Deb / US / 2015

              >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

              Einen Vergleich mit SHAUN OF THE DEAD muss sich die sweete ZomRomCom NIGHT OF THE LIVING DEB wohl oder übel gefallen lassen. Denn in ihren lichtesten Momenten erinnert sie schon stark an diesen Film. Nur dass hier ganz der Pfiffikus die Rollen getauscht werden.
              Hier stellt sich der Zombie-Apokalypse eine Frau entgegen, und zwar die liebenswerte, quirlige, manchmal unbeholfene und leider auch manchmal nervtötende Deb Clarington (MARIA THAYER). Die sich nach einem One-Night-Stand mit Ryan Waverly (MICHAEL CASSIDY), bei ihrem Walk of Shame durch Horden von Untoten schlagen muss. Da Ryans Überlebens-Skills mager aussehen, begleitet er Deb notgedrungen, die sich eine Zukunft mit Ryan wünscht und dahingehend auch nicht locker lässt. Doch als sie am Ende all ihre Differenzen beigelegt haben, finden sie doch noch zueinander.
              Tja, NIGHT OF THE LIVING DEB ist recht uninspiriert und klischiert, die Inszenierung auf sparsamen TV-Niveau, das Zombie-Make-up billig, das Tempo wird oft gedrosselt und die gar nicht so idiotischen und unreifen Gags sowie sonstigen Einfälle, zünden höchstens zaghaft, wenn man wohlwollend gesinnt ist.

              16
              • 3 .5

                [...] So bleibt unterm Strich dennoch eine uninspiriert inszenierte RomZomCom, die leider viel zu schwer in die Gänge kommt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass offenbar das Makeup-Department während der gesamten Dreharbeiten im Urlaub war. Wer jedoch die erste Stunde standhaft bleibt oder die Zeit für Hausarbeit nutzt, wird in den letzten Minuten mit noch einigen schönen Ideen belohnt. Für die Hardcore-Zombie-Fans könnte sich ein Blick lohnen, alle anderen machen auch keinen Fehler, wenn sie stattdessen zum 23. Mal Shaun oder Zombieland schauen.

                2
                • 6
                  mikkean 29.10.2016, 18:47 Geändert 29.10.2016, 18:52

                  Halloween 2016: 666 Stopps auf dem Highway to Hell.

                  Die Zeichen stehen ganz klar auf Zeitenwende. Wir Jungs hatten bisher unseren Shaun, dem wir die Daumen drückten. Und nun können auch endlich die Mädels einer Heldin der Zombie-Apopkalypse zujubeln. Eine, die vielleicht mal unbeholfen wirkt, nicht auf jedem Gebiet superklug ist. Aber trotz aller Schwächen ist Deb, Kamera-Frau eines Lokal-Senders, die wohl beste Gesellschaft für den Industrie-Zögling Ryan. Den der ist bei Leibe nicht mit einem ausgeprägten Überlebens-Instinkt gesegnet.

                  Beste Voraussetzungen also fürs spaßige Zombie-Abenteuer "Night Of The Living Deb". Einerseits die Wiederkehr uralter Untoten-Klischees wie der Lärm, dem kaum mehr wegdenkbaren Headshot. Andererseits eine Aneinanderreihung wirklich lustiger Rom-Com-Versatzstücke.

                  Denn wie schon bei "Infestation" (dessen Darsteller Chris Marquette und Ray Wise zurückkehren inteils ähnlichen Rollen) zeigt Autor und Regisseur Kyle Rankin, dass bisweilen Dialogwitz und Einfälle eine kleine Budgetierung wettmachen können.

                  Wobei "Night Of The Living Deb" natürlich nur dann richtig funktioniert, wenn bereits ein Faible für Gespräche über Marotten, komische Familien-Erinnerungen und Ähnliches vorhanden ist. Ansonsten würde ich sagen, wird der Film schnell zur leicht enttäuschenden Paar-Reise durch Zombie-Stadt. Klar, dass Deb und Ryan viel Zeit damit verbringen, viel darüber zu streiten, warum sie keine gemeinsame Zukunft haben. War ja immerhin nur ein One-Night-Stand, der allen kosmischen Gesetzen zum Trotz stattfand. Aber wir wissen doch alle, wie sich die Sache entwickeln wird.

                  Was dennoch immer wieder zum Mitlachen animiert, sind die Momente, in denen Deb ihre quirlige Art und ihr Äußeres vergessen macht, weil sie plötzlich doch mehr Grips besitzt als alle anderen im Raum. Deb mag es selbst nicht wahrhaben wollen, aber sie hat wirklich das Zeug zur Heldin.

                  Aber machen wir uns nichts vor. "Night Of The Living Deb" ist so ein Genre-Film auf dem Sprung. Das Make-up der Zombies ist okay. Nicht überwältigend. Und auch die digitale Trickkiste konnte nicht auf High-End-Niveau zaubern.

                  Jedoch ist auch eines sicher. Mieser ging es auch schon. So schlecht wirkt der Film nicht. Die Produktion kann dem unaufgeregtem TV-Standard zugeordnet werden. Und überhaupt, muss und kann "Night Of The Living Deb" mit dem Spiel der Hauptdarsteller punkten. Da macht es schon keinen Unterschied, dass sich in manche Zeile auch mutmaßliche Plattheiten eingeschlichen haben.

                  "Night Of The Living Deb" ist bestenfalls ein Mittelding aus echt dollem Humor und Zombie-Film. Schlechtenfalls ein billig produzierter Spaß aus Romantic-Comedy und Zombie-Film, der sich den ewigen Vergleich mit "Shaun Of The Dead" gefallen lassen muss. Wie auch immer, vielleicht habt ihr eure Freude dran. Wenn nicht, wechselt einfach den Sender.

                  2
                  • 6

                    [...] Noch mehr als bei Shaun of the Dead steht der romantische Aspekt bei Night of the Living Deb im Vordergrund, denn im Prinzip ist es eine klassische Mädchen-trifft-Junge-Geschichte, bei der die beiden Protagonisten im Laufe des Films ihre Differenzen überwinden und zueinander finden. Die Zombie-Apokalypse bildet hier bloß den Hintergrund, vor dem sich der Plot abspielt. Wer also einen Fun-Splatter mit Gag-Stakkato erwartet, wird von dem Film möglicherweise enttäuscht werden. Während die erste halbe Stunde durchaus einige gute Lacher zu bieten hat, wird das Tempo deutlich gedrosselt, wenn wir im Haus von Ryans Vater (Ray Wise) ankommen, auch wenn Wise und Chris Marquette als Ryans schießwütiger Bruder (beide spielten schon in Rankins Infestation mit) ihre Momente haben. Auch blutige Splatter-Einlagen halten sich in Grenzen (was vermutlich auch dem niedrigen Budget geschuldet ist).

                    Was den Film letztlich rettet und über den Durchschnitt hebt, ist die wunderbare Maria Thayer, deren leicht abgedrehte Performance erfolgreich auf dem schmalen Grat zwischen nervtötend und extrem liebenswert wandelt. [...]

                    1
                    • 4 .5

                      Absolute Durchschnittskost - das alles hat man schon oft gesehen und meistens nochmal deutlich besser (Shaun of the Dead). Vor allem sind zwischendrin dann doch sehr peinliche Momente bei denen man sich sehr fremdschämt. Einmal anschauen und schnell wieder vergessen...

                      • 3

                        [...] Mit zwei zugedrückten Augen könnte man den Film von Kyle Rankin (Nuclear Family) also als Hommage an Shaun of the Dead bezeichnen, doch selbst mit dem größten Wohlwollen erscheint das eigentlich unmöglich. Denn Night of the Living Deb ist nicht weniger als der komplett gescheiterte Versuch einer dreisten Kopie und damit von vornherein schon komplett uninteressant. [...] Davor allerdings werden fröhlich alle Zombie-Klischees durch den Fleischwolf gedreht und zu einer komplett vorhersehbaren Masse vermengt. Man will das Wort Parodie gar nicht in den Mund nehmen, würde es doch bedeuten, dass der Film zumindest an irgendeiner Stelle lustig oder amüsant wäre. Handwerklich völlig uninspiriert plätschert Night of the Living Deb vor sich hin und schafft dabei vor allem eines, nämlich seine Zuschauer zu langweilen. Ja, wenn man etwas genauer über den Film nachdenkt, dann wird eigentlich schnell klar, dass es keinerlei Grund gibt sich diesen anzutun. Halbwegs Interessierte schauen lieber noch einmal Shaun of the Dead. [...]

                        4
                        • 8

                          Wenn es eine RomCom des vergangenen Jahres gibt, in der ich mitspielen würde... dann DIE! Sie macht Spaß, ist originell, smart UND sie beinhaltet Zombies!
                          Neumoderne öko-Hipster werden genauso aufs Korn genommen, wie die gängigen Zombieverfilmung.

                          1