Oben - Kritik

Up

US · 2009 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 0 · Komödie, Animationsfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5
    this.is.the.girl 27.11.2018, 20:40 Geändert 27.11.2018, 20:43

    Ich habe den mal zu Weihnachten geschaut, mit meinen Eltern - wollte erst nicht, aber dachte mir dann, was soll's. ;) War mein erster "Zeichentrick"-Film seit, ich sag' mal 10 Jahren, und mittlerweile sind's wieder 5, oder so, aaaaber -> ich sollte mehr von der Art gucken bzw. finden ... echt überraschend gefühlvoll, traurig sowie lustig und aufheiternd zugleich. :)

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    • 7

      Hand auf's Herz
      Disneys Tochterfirma liebt die Emotionen und bleibt unübertroffen. Wie ein roter Faden begeistern jeder Film mit dem stärksten Gefühle was diese Menscheit kennt "LIEBE" .. Sei es Findet Nemo, Die Unglaublichen, Ratatouille alle sind sie doch in diesen Punkt gleich und immernoch einzigartig.

      Oben die hinreissend berührende Geschichte eines Senioren der seiner Verstorbenen Herzensdame die letzten Wünsche von den Lippen liest und dabei selbst erkennt loszulassen und sich auf eine neue Reise zu begeben wunderschöne Entwicklung.
      Begleitet von überaus witzigen Charakteren und Story Ideen die dem rohdiamanten den letzten Feinschliff geben. Ganz glatt poliert bleibt Oben aber nicht, denn bei meiner Sichtung hat es mich ein wenig gestört das das hohe Niveau nicht konstant gehalten hat. Schwierig zu erklären aber manchmal geht einfach etwas verloren oder es passiert einfach nichts und es läuft aufs leere hinaus, da hätte ich mir schon noch ein wenig mehr gewünscht.

      Im grossen und ganzen aber ein sehr schönes Teil womit man voller Liebe und echte Leben zurück kehren kann. Dankeschön PIXAR! Ich habe mir neun Jahre Zeit gelassen ihn endlich zu sehen.

      7/10 Luftballons

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      • 6

        Ich weiß nicht, ob ich mir damit Freunde mache, aber ich fand "Oben" nur bis zu dem Zeitpunkt gut, in dem das Haus abhebt (übrigens m. E. ein Problem, das sich durch viele Pixar-Movies zieht: die häufig geniale, vielversprechende Ausgangslage weicht nach 30 Minuten uninteressantem Fortlauf). Alles, was dann kommt, ist für mich nur noch ein nerviger Roadtrip mit zu vielen nervig-bunten Sidekicks und dem schon vielfach bekannten "Alter Mann und (minderbegabter?) Junge schließen Freundschaft". Die Melancholie, die die ersten 20 Minuten des Films so ungeheuer durchdringt, weicht im weiteren Verlauf in großen, kaum verkraftbaren Teilen mittemäßiger Kinderbespaßung und dem immer wieder auftretenden "das ist ein Animationsfilm, diese Möglichkeit müssen wir ausnutzen!".
        Insgesamt landet der alte Mann mit dem schwebenden Haus bei mir sicheren, aber wohl nicht überschwänglich glücklichen Fußes nur im Mittelfeld der Animationsfilmchen.

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        • 6 .5
          smartbo 16.02.2018, 21:35 Geändert 16.02.2018, 21:39

          Ich finde diesen Pixar-Film nicht so gut wie z.B. "Findet Nemo", und qualitativ ist er meilenweit entfernt von dem neusten Pixar-Streifen "Coco", der vermutlich auf lange Sicht unerreichbar bleibt.
          Dennoch möchte ich ihn keineswegs als schlecht einstufen, ist er doch durch und durch unterhaltsam. Und darauf kommt es doch an.

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          • 8

            ich sag ja nicht daß Pixar generell schlecht ist, nur eben manchmal zu hoch bewertet. Wenn man das ganze Gejubele wegläßt hat man einen technisch imposanten, Animationsspaß mit einem definitiv originellen Helden und stellenweise sehr bewegenden Augenblicken. Nach wie vor nicht meine Welt, aber anhand Titel wie diesem kann ich den Pixar Hype nachvollziehen.

            Fazit: Für Pixar Fans sicherlich ein Fest :-)

            • 9

              Wunderbarer Film über Träume und das Leben. Leider übertreibt man am Ende einfach zu sehr. Sonst wäre es allein wegen der Anfangssequenz ein absolutes Meisterwerk.

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              • 7

                Die Story war vielleicht nicht die interessanteste oder spannendste aber der Film verdeutlicht ganz gut:

                Der Weg ist das Ziel :-)

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                • 5 .5

                  Der Film Oben ist bis zum Moment wo das Haus in die Luft erhebt super, wunderschön und traurig! Leider verliert der Film danach an allem! Der kleine nervt ständig den alten Sack und der typische 0815 Bösewicht ist wie in allen Pixar Filmen. gähn...

                  • 5

                    Mir geht es bei dem Film wie so vielen. Im ersten Drittel steigt der Film ganz noch oben, um in der zweiten Hälfte eine Bruchlandung hinzulegen. Sobald die mit ihrem Haus in dem fremden Land angekommen sind, ist nicht nur aus den Luftballons die Luft raus.

                    Sorry für den plumpen Gebrauch der offensichtlichsten Wortspiele, aber ich wollte nur verkürzt erklären, warum der Film trotz seiner gelungenen Momente von mir nur eine sehr mittelmäßige Wertung erhält.

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                    • 8

                      Ein 78-Jähriger bricht ins große Abenteuer auf. Auch wenn die Vorgeschichte gelungener ist als die Haupthandlung, gefällt »Oben« durch seinen außergewöhnlichen Protagonisten und die von ihm ausgehende melancholische Stimmung. [Frank Arnold]

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                      • 8

                        Nicht der kreativste Film von Pixar, aber von der Grundidde und der Intention sicherlich einer der Schönsten.
                        Und die Titelmelodie ist einfach klasse.

                        • 6 .5

                          Ein sehenswerter Film, auch wenn er etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.

                          Die erzählte Story ist teilweise etwas over the top und manchmal zu beliebig, um über die ganze Laufzeit fesseln zu können. Dafür trumpft der Film mit sympathischen und liebevollen Charakteren und einem tollen Humor bzw. lustigen Einfällen auf. Die sprechenden Hunde sind ja mal mega-genial. Pete Docter schafft es, die Charakterentwicklung des Carl Fredricksen, der dem Tod seiner Frau und alten Träumen hinterhertrauert, mit großartigen Bildern einzufangen. Hier kommt es für den Zuschauer des Öfteren zu rührseligen und herzerwäremenden Szenen. Nebenfiguren wie dem Jungen Russell oder dem Hund Dug wird ebenfalls genug Zeit gewidmet.

                          Nicht zu vergessen sind die grandiosen Animationen, wie man es von Pixar gewohnt ist. Des Weiteren gefällt mir an Pixar, dass sie gegenseitige Anspielungen in ihre Filme einbauen. So ist in "Oben" in einer Szene z.B. der Teddybär Lotso aus "Toy Story 3" zu sehen. Für den Abspann des Films haben sich die Macher ebenfalls etwas Geniales einfallen lassen. Zu jedem Arbeitsbereich haben die Macher ein Bild animiert, welches auf den jeweiligen Bereich anspielt. Z.B. für den Bereich "Sound Supervisor" ein Bild, in dem Carl und Ellie via Dosentelefon miteinander sprechen. Sowas habe ich in einem Film bisher noch nicht gesehen, solche innovative Einfälle bitte auch in anderen Film-Abspännen!

                          Den Kampf gegen den bösen Abenteurer Charles Muntz würde ich aber als großes Manko des Films ankreiden. Sicherlich, er ist notwendig zur Charakterentwicklung von Carl Fredricksen, wirkt aber dennoch Fehl am Platz. Ich habe ihm die Schurken-Rolle nicht wirklich abgenommen, ich bin mit dem Charakter nicht warm geworden. Außerdem, der Kerl ist im Film ca. 100-110 Jahre alt. Wieso lebt der überhaupt noch bzw. ist immer noch so fit?

                          • 7
                            RolfMuller 30.08.2016, 09:12 Geändert 30.08.2016, 18:10

                            Wie viele hier schon erwähnt haben ist „Oben“ in der ersten halben Stunde wirklich ganz oben im Bereich der Animationsfilme anzusiedeln. Unheimlich warmherzig und gefühlsbetont wird die Geschichte von zwei liebenden Menschen umrissen, die zusammen große Abenteuer erleben wollen. Diese aber nahmen Sie nie in Angriff und eines Tages war es zu spät. Fortan lebt Carl als alter Greis allein in seinem Haus inmitten einer Riesenbaustelle. Nur eine Frage der Zeit bis sein Haus abgerissen wird. Doch nicht mit Carl. Er fliegt mit seinem mit massig Luftballons ausgestattetem Haus ab in die Wolken um DAS Abenteuer zu erleben. Für sich und seine verstorbene Frau. Ja, wäre der Film hier zu Ende gegangen wäre er zwar kurz, aber dafür eine glatte 10. Wirklich wunderschön und auch einzigartig was einem da geboten wurde.

                            Während Carl aber nach oben in die Wolken fliegt kippt die Qualität des Films gewaltig nach unten. Unglaublich schnell findet man sich in dem üblichen Potpourri diverser Animationsfilme wieder. Ein gar nicht mal so lustiger Junge und lustige Tiere (Herrlich der Spürhund ohne Spürnase „ZACK“) begleiten Carl bei einem recht müden Abenteuer. Da wäre doch soviel mehr drin gewesen. Die starke und berührende Aussage der Anfangsphase gerät sehr schnell in Vergessenheit. Das was einem in der zweiten Hälfte des Filmes aufgetischt wird ist beileibe nicht schlecht aber wenn man den grandiosen Beginn betrachtet ja fast schon ein wenig ärgerlich. Technisch ist alles prima. Und die Animationen sind wie immer von Pixar allererste Sahne.

                            Ein Film, der wirklich hätte ganz OBEN ankommen können, der sich aber letzendlich doch mit seiner Austauschbarkeit im Mittelfeld der Animationsfilme wiederfindet. Man hat das Gefühl, dass es verpasst wurde, etwas wirklich Besonderes zu schaffen. Im Nachgang ist „Oben“ zwar immer noch unterhaltsam für Groß und Klein. Eben so unterhaltsam wie viele andere Animationsfilme auch...

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                              Deusfantasy 03.06.2016, 13:03 Geändert 03.06.2016, 13:04

                              Wenn man in einem Film bereits innerhalb der ersten 15 Minuten zahlreiche Tränen vergießen muss, komplett verzaubert von dem ist, was man da gerade gesehen hat und einem potenziellen Lieblingsfilm beiwohnt, dann ist die Enttäuschung nachher nur um so größer, wenn zwischen dem Start und den restlichen 81 Minuten ein so großes Leistungsgefälle besteht, wie es bei „Oben“ der Fall ist.
                              Die Eröffnungssequenz rund um Carl und seine Ehefrau, die in einer kurzen Montage ihr gemeinsames Leben zeigt, ist sehr ehrlich, sehr berührend, voller herzzerreißender Melancholie und verdeutlicht wortlos Carls spätere Motivation. Diese Sequenz spiegelt unsere Sehnsüchte wieder, jemanden zu finden, mit dem wir den Rest unseres Lebens teilen können, aber auch die vertanen Chancen, unseren Wünschen nachzugehen. Es ist meiner Ansicht nach jedenfalls das Beste, was Pixar je hervorgebracht hat, pures Filmgold, das sich als Kurzfilm volle 10 Punkte mit Sternchen und einem Herzen verdient hätte.
                              Doch leider ist „Oben“ kein Kurzfilm und endet eben nicht an dieser Stelle, sondern geht danach noch weiter und kann das anfängliche Niveau nicht annähernd halten. Einen solch großen Qualitätsabfall innerhalb eines Filmes, habe ich bislang nur selten erlebt. Zwar ist die Idee mit dem an Luftballons hängenden Haus und einen griesgrämigen Rentner als Hauptfigur zu wählen, der langsam sein Herz öffnet und sich in neue Abenteuer begibt, sehr kreativ, doch verliert sich besagte Kreativität im späteren Verlauf, wenn die Handlung mit lauter sprechenden Hunden und einem blassen Antagonisten zusehends verflacht. Hier richtet sich der Film zu eindeutig an das kindliche Publikum und lässt die Erwachsenen völlig außen vor. Das ist zwar alles noch solide Unterhaltung, aber eher belanglos und kein Vergleich zu Pixars anderen Werken, wo die Ausgewogenheit zwischen Jung und Alt erheblich besser gelungen ist.
                              Doch trotz etlicher Makel, ist „Oben“ dank dem großartigen Score, der tollen Animationen, der enthaltenen Botschaften und der überragenden ersten Viertelstunde immer noch ein äußerst sehenswerter Animationsfilm von Pixar, der für mich aber aufgrund der durchschnittlichen Restlaufzeit keinesfalls zu deren stärksten Filmen gehört.

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                              • 8

                                Super toller film. Und auch ein sehr Trauriger Film.

                                • Im Podcast besprochen:

                                  Mit UP hat Pixar möglicherweise sein Meisterwerk abgeliefert. Wir zollen dem Tribut und loben u.a. Figuren, Animation und Subtext. Ein gesondertes Thema stellt das filmische Erzählen nach dem Motto „Show, Don’t Tell“ dar, welches UP unvergleichlich beherrscht - mehr in der Analyse.

                                  • 9

                                    Was mich schon etwas erschreckt hat war der Anfang des Films, dort wurde das Thema Tot wie niemals zuvor in einem Walt Disney Animationsfilm tieftraurig gezeigt. Schon ein etwas harter einstieg für einen Kinderfilm!

                                    Aber was dann passierte ist einfach nur Bombastisch, eine wundervolle Geschichte mit toller Bildersprache und vielen tollen Figuren und Charakteren.

                                    Eine der besten Charaktere die Walt Disney jemals gezeigt hat ist Carl Fredrickson, der "kleine" Mann ist einfach nur überwältigend stark.

                                    Oben ist ganz weit Oben in der Animationsfilm Filmgeschichte für mich!

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                                      TommyDeVito 22.04.2016, 00:09 Geändert 22.04.2016, 11:34

                                      Spoiler
                                      Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich nach der (Erst)-Sichtung von "Up" enttäuscht war. Einerseits hatte ich viel von der angeblich emotional mitreissenden Eröffnungssequenz gehört und gelesen und andererseits schaffte es Pete Docters zweite Regiearbeit als erstes animiertes Werk seit Disneys wunderbarem "Beauty and the Beast" für den "Best Picture"-Oscar nominiert zu werden. Die Erwartungen waren deshalb vielleicht etwas zu hoch bzw. zu weit "oben" ;).

                                      Auf jeden Fall hat sich meine negative Meinung zu "Up", die sich unter anderem auf einen schwächeren, zu actionlastigen und etwas zu kindgerechten "zweiten Teil" - alles nach den ersten ca. 15 Minuten - bezog, mittlerweile massgeblich geändert, aber nach einer erneuten Sichtung ist "Up" in meiner Gunst weiter "gestiegen" (ich hoffe, ich kann das mit den Worstspielen sein lassen :D).

                                      Was ich besonders bemerkenswert finde, ist wie viel symbolische Kraft, Tiefgründigkeit und natürlich Emotion die einfache Prämisse bietet. Hier geht es ums Altern, um den Tod, um Träume und den Gegensatz zwischen diesen und der Realität, um Einsamkeit, um Freundschaft, um Liebe, um Hilfsbereitschaft, um Bitternis, um Desilusioniertheit, um Vernachlässigung, um Altersdiskriminierung und und und...
                                      Um nur mal ein Beispiel zu nennen, finde ich beispielsweise die Szene genial, in der Carl Kevin im Stich lässt, Russell wütend erklärt, er werde ihm nicht mehr helfen, ins Haus geht, ein Fotoalbum anschaut, in Erinnerungen schwelgt und realisiert, dass er immer noch sein Leben für seine Frau lebt, obwohl selbst diese wohl möchte, dass er nach vorne schaut und auch mal (in ihren Worten) ein eigenes Abenteuer erlebt. Schlussendlich fasst er den Entschluss dies zu tun.

                                      Das mag jetzt für sich alleine genommen weder besonders originell, noch künstlerisch beachtenswert klingen. Zudem vielleicht sogar kitschig. Das ist es aber nicht und was Pixar-Regisseure und Animationskünstler sowieso von vielen anderen Filmemachern unterscheidet, ist ihr (in den besten Werken) herausragendes Storytelling und die sehr gelungene, hier schon fast minutiöse Charakterzeichnung. Und das bezieht sich nicht nur auf Menschen.

                                      Docter und Co. nutzen nämlich das Haus und das darin vorhandene Mobiliar, um das Innere Carls und weitere Ideen, die damit in Zusammenhang stehen, darzustellen. So sind nicht nur unzählige Bilder und ähnliche Sachen zu finden, die direkt an vergangene Zeiten denken lassen, nein, es gibt sogar Teile der "Innenausstattung", die Carls momentane Situation wiedergeben. Das Haus ist zwar voller Sachen, doch es sieht leer, ja sogar vereinsamt aus. Im Wohnzimmer stehen die leeren Stühle von Carl und Ellie, die übrigens sogar ein Design besitzen, das dem Charakter der jeweiligen Figur entspricht, verlassen da. Nachdem Carl seine Entscheidung getroffen hat, wirft er die Möbelstücke einfach nach draussen. Er lässt also los: Seine Vergangenheit, seine Erinnerungen. Ellie. Er macht Platz für Neues, für eine neue Freundschaft, ein neues Abenteuer. Anschliessend fliegt er mit dem Haus Russell nach und die "Kamera" schwenkt nach rechts: Die beiden Stühle Carls und Ellies sind zu sehen. Sie stehen da ganz alleine auf den Klippen. Dies symbolisiert wohl, dass Carl zwar Ellie verloren hat, diese Beziehung vorbei ist und er loslassen musste, aber dass die gemeinsame Vergangenheit immer noch besteht (z.B. in der Erinnerung Carls, auch ohne das Haus).

                                      Am Ende des Films verwendet Docter eine gewissermassen ähnliche Einstellung: Das Haus, von dem wir annahmen, es sei abgestürzt, steht oben wieder bei den Paradise Falls. Ist es also per Zufall wieder genau da gelandet? Wohl eher nicht. Stattdessen wird hier zuvor durch Carls Enttäuschung nach der Ankunft bei Paradise Falls zuerst gezeigt, wie Vorstellungen, Träume und Visionen manchmal trügerisch sind und nicht Erwartungen entsprechen, am Ende gibt dieses Bild aber dann Hoffnung: Man soll seine Träume und Wünsche nicht ausser Acht lassen, dafür kämpfen. Vielleicht dafür sogar ein Abenteuer erleben. Genau solche Dinge sind es, die "Up" meines Erachtens zum vielleicht vielschichtigsten und - trotz sprechender Hunde - möglicherweise auch emotional reifsten Pixar-Werk machen.
                                      Die perfekt besetzten Sprechrollen und die kongeniale Musik mit Kleenex-Garantie müssen da noch erst gar nicht extra erwähnt werden.

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                                      • 7 .5

                                        Spoiler enthalten

                                        Ein schöner und lustiger Animationsfilm. Liebevoll inszeniert und toll gemacht. Schöne Geschichte, ein paar Stellen wo man mal lachen konnte und auch paar traurige Stellen. Der einzige Kritikpunkt ist dass der Film im Mittelteil bisschen langatmig ist. Das erste mal als ich ihn sah, wollte ich ihn gleich nochmal sehen. Dass der Film so schön ist hätte ich nicht gedacht. Auch die Musik stimmt einfach. Der Film wird z.B. an der Stelle wo seine Frau stirbt und man diesen Mann so traurig sehen muss, echt traurig und berührend, sodass man glatt mal zum Taschentuch greifen kann. Aber dann wird der Film zum Glück fröhlich und macht richtig Spaß :) Die Bilder die noch gezeigt werden, von der Welt, sind meist sehr bunt und schön gestaltet. Ein echt sehenswerter Animationsfilm :)

                                        • 8
                                          J-S-S 12.02.2016, 13:51 Geändert 20.02.2016, 12:51

                                          "Oben" ist ein liebevoll gestaltetes Abenteuer mit originellen Ideen und tollen Persönlichkeiten, was zum sentimental werden anregt und emotional ergreifend ist.

                                          Das wirkliche Highlight des Films ist die Beziehung des kleinen und liebenswerten Jungen Russell, zum jähzornigen und pessimistischen Senior Carl Fredricksen und das damit einhergehende Aufeinandertreffen der Generationen.

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                                          • 7 .5

                                            "Oben" muss man wie fast alle Pixar-Filme auf einem unheimlich hohen Niveau bewerten. In diesem Fall fällt dies jedoch etwas leichter, weil der Film an sich zu viele Berge und Täler offenbart, wenn es um Dramaelemente, Witz und den Abenteueranteil geht.

                                            Während erstes gleich zu Beginn und als überraschenden Abschluss den Tränenfluss geradezu erzwingen kann, sind zweites und drittes leider in die Kategorie "Geschmackssache" einzuordnen. Der Witz geht eigentlich in Ordnung, ist aber kein herausragendes Element des Films, und das Abenteuer ist für sich stehend nur durch die Luftballons mit einer Art Magie verbunden, die mir in anderen Pixars einfach besser gefallen haben als hier. Gut - die Feinjustierung an den Stellschrauben der jeweiligen Drehbücher soll Abwechslung bringen, aber bei Pete Docter als Regisseur kann man nie wissen, was hinten raus kommt.

                                            Man sollte ihm einfach mal zugute halten, dass er mit der Einführung einen der respektvollsten und schönsten Sequenzen geschaffen hat, die man im Kino zu sehen bekam. Dies hält den Film beim Atem, wird jedoch durch die anderen Elemente zu sehr in den Hintergrund gerückt. So kann "Oben" nicht wirklich überzeugen, weil es ab dem zweiten Akt zu gewöhnlich wird. Ich habe zwar sehr über die Hunde lachen können, aber mehr auch nicht, weil der Humor in vielen Facetten höchstens bei Kindern funktioniert. Das in Einklang mit der tollen Einleitung zu bringen, war von vornerein zum Scheitern verurteilt, wodurch "Oben" ein wechselhaftes Vergnügen wird.

                                            Wenn man weiß, dass Pixar Drama kann, ohne schmalzig und fingerhebend zu werden, ist es schade, dass der Film als Ganzes nicht funktioniert. Der Animationssektor braucht andere Zutaten, um voll zu funktionieren, und hier ist ein Experiment leider ein bisschen gescheitert. Aber wie gesagt: Alles nur Meckerei auf hohem Niveau.

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                                              HugoWuga 03.12.2015, 15:37 Geändert 03.12.2015, 15:39

                                              Nach einem soliden Start, ist der Film einfach zu flach, ideenlos und mitunter gar nervig. Optisch ist der Film aber stark. Insgesamt ein Film für das jüngere Publikum!

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                                              • 8

                                                Pixar Theory (8/14)
                                                [...]Oben ist der wahrscheinlich bestaussehendste Pixar-Film und auch der feinfühligste. Der Charakterentwicklung Carls wird sich sehr liebevoll gewidmet. Das Loslassen im Guten von alten Zeiten und das Annehmen neuer Abenteuer entwickelt sich zum zentralen Thema des Films. "That might sound boring, but I think the boring stuff is the stuff I remember the most", sagt Russell an einer Stelle des Films und fasst damit zusammen, was Carl realisieren muss, um nach vorne blicken zu können. Somit ist Oben eine Ode an die kleinen Momente im Leben, die die großen Lebensgeschichten ausmachen. Ein bisschen Pixar-Spaß noch Oben drauf: sprechende Hunde und ein riesiger Vogel namens Kevin sorgen neben Russell für einen Heidenspaß.[...]

                                                VOLLSTÄNDIGE KRITK: http://www.filmfutter.com/pixar-theory-toy-story-3-oben/

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                                                • 6 .5

                                                  Toller und emotionaler Beginn sowie niedliche Charaktere und eine schöne Moral der Geschichte lassen über eine einfallslose Handlung und das übliche Bösewicht gegen Helden Prinzip gerne hinwegsehen. Schön animiert und mit knapp 90 Minuten die perfekte Laufzeit!

                                                  • 10

                                                    So lieb und Unterhaltsam dieser Film einfach Klasse.