Pain & Gain - Kritik

Pain & Gain

US · 2013 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 16 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Visuell abwechslungsreich gedreht, mit hoher Gagdichte und detailfreudig ausgearbeitet: Eine Gangsterkomödie, die authentisch kommt, den Charakteren ausreichend Platz lässt und mit Mark Wahlberg als tumbem Oberpumper ebenso gut besetzt ist wie mit Dwayne Johnson als christlichem Fleischberg. Und dann wäre da noch Ed Harris, dessen unglaubliche Präsenz mich immer wieder fesselt. Leider ist der Film für meinen Geschmack zu lang und teilweise auch zu kindisch, um wirklich zu überzeugen. Aber der abwechslungsreich zusammengestellte Cast und die zum Teil absurden Einstellungen und Gags machen diesen Crossover aus "Snatch" und "Schnappt Shorty" kurzweilig. Wir sind eben Macher!

    2
    • 0 .5

      Ich weiß noch wie ich zum ersten Mal von diesem Film gehört habe, da wurde Michael Bay zu "Transformers 3" interviewt und kündigte eben diesen als nächstes Projekt an mit der Absicht mal einen kleinen und intimen Film zu machen. Nun, ähm, ja, da scheinen der Mann und ich eine unterschiedliche Auffassung des Begriffs "intim" zu haben. Es zeigt sich nämlich in furchtbarer Größe: episch inszenieren kann der Mann, Geschichten erzählen dafür kein Stück. Man merkt die Bay Typischen Kameramätzchen, permanente Zeitlupe wenns cool werden soll, ein Flugzeug das im richtigen Winkel lässig hinwegfliegt und einen Faltenfreien Hochglanz Look des permanent Sonnendurchfluteten Miamis und HElden die vor Coolness kaum gehen können. In diesem Look aber versucht Bay einen wohl wirklich so passierten Kriminalfall zu erzählen wobei er selber irgendwann merkt daß die Geschichte zu abgehoben ist - wohl darum macht er kurz vor Schluß die Einblendung "dies ist immernoch eine wahre Geschichte" ... aber es ist schon eine Leistung bis dahin überhaupt durchzuhalten. Der Film ist 130 Minuten lang die sich doppelt so lange anfühlen und es schaffen auf ganzer Linie zu Tode zu langweilen. Mein Hauptproblem sind die Darsteller wenngleich die allesamt ordentliche Leistungen abliefrn. Es ist wohl mehr die Sympathie: man hat nicht mal die Chandce mit den widerlichen knaben in irgendeiner Form warm zu werden noch für die Ich-.bezogenen, egomanen Dinge die sie tun Mitgefühl oder VErständnis zu entwickeln. Und so fließt alles in ein großes Ganzes: eine überladene Inszenierung, schnelle Schnitte und Kameramätzchen die von jedem Erzählfluß ablenken, unsympathische FIguren und eine häßliche Geschichte. Letztlich in jeder Hinischt ein Desaster.
       
      Fazit: Macht keinen Spaß, reißt ebenso keinen vom Hocker sondern stößt nur ab.

      1
      • 4

        Der Film ist nervenaufreibend, nicht unbedingt im positiven Sinne.
        Allerdings hat sich selbst Bay neue Seiten abgewinnen können was die Inszenierung angeht.

        • 7
          sachsenkrieger 13.05.2017, 15:48 Geändert 13.05.2017, 15:48


          PAIN & GAIN - Schmerz und Gewinn - so wie der Titel, so der Film, so das Leben. Grotesk, unmenschlich, infantil - so wie die Kritiken, so der Film, so das Leben. Fuck, da wäre mir beinahe der Hühnerschen ... die Hantel aus der Hand gerutscht. Die brachiale Gewalt von Michael Bay´s Florida Chainsaw Massacre, presste mich hart in die Tiefen des Sof ... der Brustpresse. Was die ab sofort von mir als Giganten gehandelten Schauspieler Mark Wahlberg, Dwayne Johnson und Anthony Mackie hier auf die Leinwand knüppeln, lässt keinen großen Spielraum für lebenswichtige Entscheidungen. Wer das Teil nicht innerhalb der ersten fünfzehn Minuten per Knopfdruck eliminiert, wird von den Bildern und dem hundertprozentig infantilen Humor, geistig regelrecht pulverisiert. Das sind nicht die altbackenen, lauwarmen Nice Guys, das sind die Bad Transformers von Armageddon, die drei von der Hantelbank, harte Muskeln, kleiner Pimmel, weiche Birne. Kann man als Satire sehen, als kompletten Schwachsinn, als Selbstverarschung, als zur Dichtung gewordene Wahrheit ... ist alles wie im richtigen Leben ... der Blickwinkel erzeugt die Realität. Die meisten bekommen eh nur schlechte Laune bei dem Teil, weil sie zu viele Titten gesehen haben, die sie niemals bekommen werden ... wenn sie nicht langsam anfangen, endlich ein Do`er zu werden. Ich bin schockiert und es gilt immer noch: Es gibt keine Zufälle im Leben, der Affenlecker hat die besten Tipps und ich habe immer noch keinen, nicht mindestens guten Film mit Ed Harris gesehen...

          16
          • 7
            BenAffenleck 12.05.2017, 13:25 Geändert 12.05.2017, 13:28

            „Der 'American Way Of Life' ein räuberischer er ist“
            (Yoda)

            Wenn Michael Bay, der König des ästhetisch gefilmten Krawumm-Kinos, einen kleinen Film für läppische 26 Millionen Dollar dreht, kommt die interne CPU erst einmal ins Ruckeln. Allerdings völlig zu Unrecht, denn auch hier muss der geneigte Bay-aner nicht auf die üblichen Trademarks wie Zeitlupen, durch Farbfilter gepresste Hochglanzbilder, gefakte Kamerafahrten durch Wände und Scheiben, eine wehende US-Flagge, testosterongeladene Kerle und halbnackte Puppen die durchs Bild huschen verzichten. Auch das infernale Bodybuilder Trio Mark Wahlberg, Dwayne Johnson und Anthony Mackie weiß zu überzeugen, die guten Nebenrollen mit Ed Harris und Tony Shalhoub sowieso. Gerade Johnson liefert hier seine bisher beste und vor allem vielseitigste Leistung ab. Hier ist er wirklich ein Berg.

            PAIN & GAIN ist aber kein Hipp-Hipp-Hurra-Amerika Filmchen, sondern eine Satire auf den Amerikanischen Traum, Raubtiermodus an. Mit fortschreitender Laufzeit wird das Grinsen nur noch zu einer angetackerten Maske. Der Film wird immer härter, düsterer und makaberer. Die Kritik am American Dream muss man hier nicht suchen, sie haut einem mit einem 20 Pfund-Gewicht förmlich in die Schnauze und holt lächelnd noch mal aus. Blutend am Boden und 'I just can't get enough“ wimmernd liegt der aufgeplatzte Traum am Boden. Warum sich und andere immer nur am Erfolg und Aussehen messen? Warum nie zufrieden sein mit dem was man hat? Woher kommt das ständige Streben nach Perfektion in allen Lebensbereichen? Halt doch mal die Fresse, American Dream! Das zu sagen ist leicht, es zu beherzigen um ein vielfaches schwieriger.

            Was man PAIN & GAIN sicherlich ankreiden kann, ist die lange Laufzeit. Aber ganz sicher nicht, dass den Opfern und Hinterbliebenen der realen Ereignisse geringe Wertschätzung zuteil wird. Natürlich ist so was bei einer Action-Thriller-Komödie ein schmaler Grat, aber wer die 3 Sun-Gym-Gang-Pumpen nach 2 Stunden immer noch sympathisch findet, hat ganz andere Probleme. Und klar, natürlich darf man hier auch mal Lachen. Auch wenn es einem manchmal im Hals stecken bleibt. Der moralische Krümelsucher darf im Hause Affenleck weiterhin im Heizungskeller verweilen und mit seinesgleichen spielen . . .

            Ein extrem derber Spaß, technisch fantastisch umgesetzt ! ! !

            11
            • 8

              Also ich fand den Film echt super, schon lange nicht mehr so gelacht bei einem Film. The Rock als sentimentales Riesenbaby ist einfach genial. Auch Wahlberg ist wieder mal super in seiner Rolle. Mich würde interessieren wie genau man sich an die "wahren Begebenheiten" gehalten hat!? Die waren ja echt crazy drauf, selbst wenn nur die Hälfte so passiert ist.

              Mehr gibt´s eigentlich nicht zu sagen außer: ICH MUSS PUMPEN!

              1
              • 7

                doch hat mir gut gefallen bisschen spaß bisschen action, war cool.

                • 3 .5
                  Smogshaik 19.03.2017, 13:36 Geändert 20.03.2017, 00:14

                  Was mich an diesem Film am meisten nervt, ist der Umstand, dass die wahren Begebenheiten, die nacherzählt werden, wirklich unglaublich sind. Sie sind die wohl härteste und gnadenloseste Realsatire Amerikas und gerade deswegen sollte sich eine Verfilmung davon eigentlich von selbst gestalten. Michael Bay trifft auch ein paar richtige Töne mit der Inszenierung der Figuren und der Farbpalette und teilweise dem Soundtrack.

                  Was aber auffällt ist Michael Bays erschütternde Talentlosigkeit. Der Film ist voll von extrem schlecht gefilmten Momenten, sinnlosen Einstellungen und anfängerhaften Montagen. Die Action wird komplett unpassend in Szene gesetzt und der Erzählung fehlt es an Stringenz und Rhythmus. Hinzu kommen noch hinzugedichtete Witze und Begebenheiten, die von einer solchen Geschmacklosigkeit sind, dass die wahren Aspekte plötztlich recht brav wirken.

                  Ich finde also das Konzept an sich wirklich gut und finde auch, dass der Film in die richtige Richtung geht, aber leider haben Regie und Skript letztendlich einen kompletten Schundfilm draus gemacht und verdienen in meinen Augen keine Nachsicht dafür.

                  2
                  • 7

                    Sinnfrei und blödsinnig? ja
                    Total überzogen und Menschenverachtend? ja
                    Konnte ich über den Film lachen? verdammt noch mal ja!!!
                    Hab mich selten bei so einem Blödsinn so weggeschmissen :D :D :D

                    • 2 .5

                      Ein sinnfreier Klamauk der unnötigerweise zur Blutorgie gerät. Drei dämliche Bodybilder (Mark Wahlberg, Dwayne Johnson und Anthony Mackie) kidnappen den reichen Victor (Tony-Monk-Shalhoub). Die drei sind unterschiedlich stark vom Bazillus Dämlichkeit infiziert. Anfangs noch mit Patriotismus im Off-Kommentar, wird es phasenweise ironisch bevor der Plot dann im Blut versinkt. Gottseidank sehen wir dank des hohen Tempos keine Details von der Zerstückelung der Leichen mit einer Kettensäge. Dafür gibt es aber hin und wieder einen flotten Spruch. So z.B. in der Erfolgskampagne ‘Heben sie ihren faulen amerikanischen Hintern hoch‘. Da können Daniel, Paul und Adrian schon mal ‘inkontinent‘ mit ‘inkontinental’ verwechseln. Und wer weiß schon in Amerika was NYSE bedeutet. Fürs Auge kommt Blondy ins Bild (Bar Paly). Hier muss dann Daniel schon mal einen ‘Gang Bang‘ verhindern.
                      Neben den drei Genossen aus der Kategorie ‘Dumm, Dümmer‘ macht nur Tony Shalhoub eine gequält leidende Figur. Neben ihm wirkt Ed Harris als Privatdetektiv etwas verloren. Sein Privatleben ist lediglich ein echter Lückenbüßer.
                      Nichts Besonderes, nur viel Hau Drauf. Verurteilung am Ende bringt auch nichts. Die Handlung schlägt um sich wie ein wild gewordener Mustang.
                      Viel Schmerz, wenig Gewinn.
                      Selbst ‘ne Spritze in den Pimmel kriegt da nichts hin.
                      Das Beste ist noch der Reim im Titel aber sonst? K.V.

                      1
                      • 7

                        und wieder ein halber punkt rauf...https://www.youtube.com/watch?v=K2LXWxBfb-U

                        1
                        • 3

                          Der einzige Film, bei dem ich bis dato das Kino vorzeitig verlassen habe. Ohne damals gewusst zu haben, dass der Film auf einer wahren Begebenheit basiert, schwirrte mir nur die Frage im Kopf, was der Film denn aussagen möchte. Obwohl ich einige vom Cast sehr schätze, kam bei mir auch keinerlei Sympathie für die Figuren auf. Als lustig empfand ich den Film auch nicht.

                          Ich kann den Film leider kaum bis gar nicht weiter empfehlen.

                          • 7
                            Thorwalez 18.01.2017, 09:13 Geändert 31.05.2017, 11:06

                            Michael Bay kann es also doch noch. Nach den doofen Transformers-Filmen bringt er quasi als Zwischendurchhäppchen mal eben seinen besten Film der letzten 15 Jahre ins Kino. Zwar ist auch hier nicht alles rund aber die Story um die drei Pumper in Verbindung mit Bays wunderschöner Videoclip-Ästhetik macht schon eine ganze Menge Spaß. Und dabei wird fast vollkommen auf klassische Actionszenen verzichtet. Es gibt keine Schusswechsel und keine Verfolgungsjagden. Trotzdem ist der Film zu keiner Minute langweilig. Dazu reißen die Darsteller (allem voran Wahlberg und Johnson) die Sache einfach zu sehr an sich und brennen ein Feuerwerk des (extrem) schwarzen Humors ab. Schwarz ist eigentlich schon untertrieben. Die Typen agieren hier in ihrer Dummheit so krass menschenverachtend und asozial, dass einem die Hose wegfliegt. Auf ein paar obligatorische Zutaten aus seiner hauseigenen Witzkiste wie Gags über Schrumpelhoden oder die fette Olle konnte Bay dann aber leider auch nicht verzichten. Dabei hätte es das gar nicht gebraucht. Dennoch: ein überraschend guter Film. Lieber Michael, räum die Spielzeugroboter weg und gib uns mehr davon.

                            2
                            • 5

                              „Pain & Gain“ wirkte für lange Zeit tatsächlich wie ein guter Film. Letzten Endes hat es sich Michael Bay aber ein wenig gar einfach gemacht und was am Anfang als temporeich durchgehen konnte wurde gegen Ende aber doch ein Action-Salat mit übervielen Off-Kommentatoren. Unterhaltsam ja, aber ein, in meinen Augen, immer zu witzig sein wollender, mediokrer Film.

                              Das hätte gut werden können. Falls Michael Bay ein wenig vom hohen Ross geklettert wäre.

                              1
                              • 6

                                Der Film ist im Endeffekt ok. Zu Beginn ein wenig holprig und unstrukturiert, was sich aber Richtung Ende legt. Viele gute Szenen, manche aber einfach zu lang, wie der Film meiner Meinung nach insgesamt auch.

                                Hat mich überrascht dass das Bodybuilding eigentlich nebensächlich war, die Story ist an sich aufgrund der wahren Begebenheit überzeugend.

                                Für Fans von schwarzem Humor geeignet !

                                1
                                • 7

                                  Top....
                                  Besonders The Rock spielt super....
                                  Geiler Film... fängt gut das 90er feeling ein.

                                  1
                                  • 6

                                    Schauspieler = Passen super zum Film und ich fand den Film echt nicht nur cool sondern auch gut gemacht, das einzige Problem ist das der Film einfach wie 4 Stunden vor kommt. Man hätte diesen Film kürzer machen sollen.

                                    1
                                    • 9

                                      Sau Stark...im wahrsten Sinne ;-). Ich sehe den Film als Satire...auch wenn es wirklich bzw. so in etwa .... zugetragen hat. Witz, Spannung und auch Action...kommen nicht zu kurz. Ich wurde bestens unterhalten und anschauen werde ich Ihn mir auf jeden Fall noch einmal. Wer hier anspruchsvolle Unterhaltung sucht..der sollte lieber zu anderen Titeln greifen. Einfach darauf einlassen...keine Komplexe bekommen :-D...und man wird Spass haben!

                                      • 7

                                        Das Regisseur Michael Bay, nicht unbedingt leicht erzählerische Filme macht, wissen wir bereits. Nach bombastischen Blockbuster wie „Bad Boys“, „The Rock“, „The Island“ und der „Transformers“ Reihe, nimmt er sich einen Film vor, dass nach einem Tatsachenbericht basiert.
                                        Mark Wahlberg, Dwayne Johnson und Anthony Mackie spielen hier, wirklich ein paar bekloppte Bodybuilder und Fitnessfanatiker. Sie entführen einen reichen Millionär, Tony Shalhoub, um seine Finanzen und Geschäfte zu kriegen. Dabei geht wirklich alles schief, was schief gehen kann.
                                        Wahlberg, Johnson und Mackie spielen so herrlich selbstverliebt und ironisch. Man merkte ihnen schon an, dass sie Spass, an diesem Film hatten. Shalhoub geniesst es auch förmlich ein arrogantes Arschloch zu spielen.
                                        Die anderen Nebendarsteller bleiben ziemlich blass und bekommen nicht wirklich eine Chance, sich zu präsentieren. Ausser Ed Harris: Seine Präsenz in diesem Film, ist recht wenig. Aber er kann wirklich immer, mit seiner Ausstrahlung, Eindruck schinden.
                                        Von der Machart ist es typisch ein Michael Bay Film! Fliessende Kamerafahrten im Wasser, auf der Strasse und in der Luft. Von unten nach oben bewegende Bilder. Auch wenn es einmal Action gibt, verfeinert er es mit Slow Motion Einstellungen.
                                        Regisseur Bay hat sicher schon grössere und knalligere Filme gemacht. Dann ist dieser Film ein bisschen kleiner ausgefallen und ist irgendwie, eine Erholphase, von den vorderen „Transformers“ Filme. Sicherlich bleiben hier die Figuren zum grösstenteils Oberflächlich. Aber mit dem ironischen Spiel der Hauptfiguren, wird man trotzdem gut unterhalten.
                                        Fazit: Ein leichterer Bay Film mit ironischen und manchmal sarkastischen Unterton. Spannend ist auch, dass diese Geschichte nach einer wahren Begebenheit basiert!

                                        • 4

                                          Teil XVI der Skandalfilmreihe mit SoulReaver

                                          […] Dabei beginnt der Film ganz anders. Daniel Lugo wird dem Publikum vorgestellt, während er den Inbegriff des narzisstischen Exzesses darstellt. Er stählt seinen Körper, brüllt selbstverliebte Parolen. Wenn er könnte, würde er sich wahrscheinlich auch selbst befriedigen. Unterbrochen wird er von der Polizei, die auftaucht und Jagd auf ihn macht. Von Anfang an streut Bay hier und da immer wieder Einstellungen gefilmt aus der ersten Person mit ein. Schnell macht er klar, wer hier dargestellt wird - der Zuschauer. Der Zuschauer wird nicht nur Zeuge des Ganzen, er soll es leben, er soll den Figuren seine Identität übergeben und ihnen damit blind vertrauen. Er soll Spaß an der ganzen Gaudi haben, er soll mit den Protagonisten mitfiebern, hoffen, dass sie am Ende mit dem ganzen Geld davonkommen. Die Ego-Perspektiven sind tatsächlich das interessanteste formale Element, dass Bay hier findet. Momente, in denen Dwayne The Rock Johnson mit all seiner Wucht direkt auf die Kamera einschlägt, sind überraschend hochwertig - weil sie den Zuschauer aufschrecken lassen. Will Bay den Zuschauer aufwecken aus dem zynischen Dasein, das er fristet, wenn er solche Filmcharaktere wirklich gut finden kann? Ingmar Bergman ließe grüßen, wenn dem so wäre. […] Was allerdings überhaupt nicht funktioniert und dem Film irgendwann den Rücken bricht, ist die Kehrseite von Bays Bild der amerikanischen Kultur. Irgendwann machen sich nämlich nur die Figuren über andere Menschen lustig, sondern der Film selbst. Er macht sich über beleibte Menschen lustig und vergisst, eben dies als Satire zu verkaufen. Michael Bays Frauenbild hat sich eben kein Stück geändert und das ist ein elementarer Punkt dieses Films. Frauen sind hier entweder hohle Sexbomben oder fette und hässliche Plagen von Menschen, die ihre Umwelt anwidern. Zudem ergötzt Bay sich irgendwann am Leid der Menschen und nimmt seinen Protagonisten dabei Charakterzüge ab, die er lieber in Ruhe gelassen hätte. Und dann wäre da noch die Tatsache, dass er die Typen bis zum Ende nie wirklich verurteilt. Sie haben halt an ein Ideal geglaubt und dafür hart gearbeitet, so schlecht können sie ja nicht sein. Das ist fast schon herrlich, ist das passende Ende einer Satire, die sich irgendwann selbst zu Grabe trägt und einmal mehr zeigt, wie schmalspurig Michael Bay sein kann. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast dazu kommen, anzuzweifeln, dass das Teil überhaupt als Satire gemeint war.

                                          Zur Reihe: http://www.moviepilot.de/liste/bilder-des-zerfalls-soulreaver-smooli-im-klammergriff-der-kontroverse-smoolientertainment

                                          10
                                          • 7

                                            [...] Wenn man so möchte, ist „Pain & Gain“ die über Gebühr zynische Anklage an den American Dream, der sich hier als virulentes Wahnbild manifestiert, welches Menschen infiziert und sukzessive ganz nach unten drückt. Und Michael Bay inszeniert das wie einen flirrenden, testosterongeschwängerten Fiebertraum, direkt aus dem anabolikabefeuerten Muskel des Bodybuilder-Triumvirat im Zentrum extrahiert. „Pain & Gain“ ist definitiv das beste Musikvideo, welches MTV niemals über den Äther geschickt hat. Es ist ein übergreller, hypernervöser und menschenverachtender Rausch, losgelöst von allen Zugeständnissen an ein herkömmliches Erzählkino; eine überdrehte und überzeichnete Abrechnung mit einem Amerika, das hier vor allem für falsche Versprechungen einsteht. Und es ist die persönliche Abrechnung Michael Bays mit seinen eigenen Inszenierungsmaniersimen, die er hier so hysterisch und freimütig wie nie zuvor zum Abschuss freigibt. Man muss ihn gesehen haben, man muss dieser Sogwirkung verfallen sein, um sich der poppigen Unfassbarkeit des Ganzen bewusst zu werden. Es lohnt sich, auch wenn man sich dabei die Finger schmutzig macht.

                                            25
                                            • 6 .5

                                              Quitschbunt Gestyltes Absurditäten Kino ,hier braucht man ca. 30 Minuten Film um sich daran zu gewöhnen, das die Schauspieler es hier nicht so ganz ernst meinen und uns eine "Wahre Geschichte" in einer gewöhnungsbedürftigen Art erzählen.
                                              Trotzdem hat der Film das Zeug Spass zu machen, zumindest über weite Phasen auch wenn man ab und an schon denkt, wäre weniger nicht mehr gewesen.
                                              Aber Schwarzer Humor ist ja Relativ!

                                              10
                                              • 8

                                                Erwartet habe ich einen stumpfen und glänzenden Bodybuilder-Film für die moderne Wannabe-Schwarzenegger-Generation.
                                                Ich wurde überrascht. Bay präsentiert eine sehr schwarzhumorige Dramödie, statt Sport und Körper in ein angenehmes Licht zu rücken.
                                                Allerdings geht es für mich hier nicht allzu sehr um Training, harte Arbeit und den American Dream, sondern um die zum Schreien komische Geschichte von 3 total unterbelichteten Kleinkriminellen. Mark Wahlberg unterhält mich brilliant mit seinen Monologen und Motivationsreden. Die anderen Charaktere sind ebenso herrlich überspitzt und dämlich. Die Verbechen, auf welche sich der Film bezieht, sind schon selbst so abstrus und bizarr und die Bay-mäßige Darstellung in grellen Farben und schnellen Schnitten weiss es, das Ganze noch wunderbar überdreht zu präsentieren.
                                                Einige derbe Sprüche und allerlei Situationskomik haben genau meinen Humor getroffen und auch, wenn ich sonst mit Bay nicht viel anfangen kann: Der Film hat mir einfach echt super gefallen!

                                                • 5

                                                  Offenbar basiert der Film ja auf wahren Begebenheiten?! Da muß ich unweigerlich die Frage stellen: Wie blöd können 3 Erwachsene Menschen sein????
                                                  *lacht*

                                                  Leichte Kost aber nichts was ich mir kaufen würde.

                                                  1
                                                  • 7

                                                    Ich hab es ja schon mehrfach gesagt : Ich mag Michael Bay. Klar, der Mann ist umstritten und nicht gerade ein Mann für tiefsinnige Arthouse Filme. Dennoch fühle ich mich bestens bei seinen Filmen unterhalten und eine spektakuläre Inszenierung hat der Mann immer drauf. Trotzdem wird es mal Zeit, dass er weg vom Transformers Franchise kommt und wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Mit Pain & Gain hat er einen, für seine Ansprüche, ungewöhnlichen Film gemacht und siehe da : Es ist eine richtig lustige Nummer geworden. Allerdings ist genau das auch das "Problem" von diesem Film.

                                                    Der extrovertierte Bodybuilder Daniel Lugo hat genug von seinem trostlosen Leben und will endlich an das große Geld kommen. Doch mit allen möglichen legalen Mitteln kommt er nicht weiter und so beschließt er, dass ein illegaler Plan her muss. Zusammen mit seinen beiden Kumpels Paul und Adrian will er einen Millionär kidnappen und ihn mit Gewalt dazu zwingen, ihnen sein ganzes Hab und Gut zu überschreiben. Doch alle 3 Möchtegern-Gangster sind dümmer als die Polizei erlaubt und begehen einen groben Fehler nach dem Anderen. So ist es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, als auch der dritte Mordversuch an ihrem Entführungsopfer misslingt.

                                                    Ich gebe zu, dass ich lauthals gelacht habe. Allerdings blieb mir manchmal auch das Lachen im Halse stecken, vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Film auf Tatsachen beruht. Nun muss man also für sich selbst entscheiden, ob es vertretbar ist, so einen Film als Komödie umzusetzen. Ich bin ja ein Freund des bösen Humors, weswegen ich Pain & Gain super witzig fand. Optisch ist das Ganze grandios inszeniert, obwohl es für Bay-Verhältnisse erstaunlich wenig Action gab. Klar, manche Gags sind wirklich flach, manche sind aber so absurd komisch, dass man da nur lachen kann. Die Musik war hingegen durch die Bank weg genial.

                                                    Meine Güte ist der Film geil besetzt. Mark Wahlberg beweist zum wiederholten mal, dass er in jedem Genre überzeugen kann und liefert auch hier wieder eine unfassbar witzige Leistung ab, obwohl er von den 3 Idioten noch am wenigsten dumm wirkt. Auch Anthony "Falcon" Mackie spielt hier eine völlig andere Rolle, fernab seiner Leistung in Captain America. Hier agiert er völlig wahnsinnig und haut völlig absurde Sprüche raus. Aber der absolut genialste Charakter wurde von Dwayne Johnson verkörpert, der wiedermal zeigt, was für ein witziger Zeitgenosse er ist. Hier verkörpert er einen kompletten Trottel, der den IQ einer Admöbe unterbietet. Aber er sorgt einfach für die größten Lacher. In weiteren Nebenrollen sehen wir noch Rebel Wilson als sympathische Ehefrau, Ed Harris als coolen Detektiv und Tony Shalhoub als blutiges Entführungsopfer.

                                                    Fazit : Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er über diese Thematik lachen kann, da diese Trottel tatsächlich böse Dinge getan haben. Allerdings macht sich der Film nicht über die Opfer lustig, sondern über die Testosteron gesteuerten Vollidioten, die hier den so ziemlich schlechtesten Clou inszenieren, den ich jemals gesehen habe. Ich jedenfalls fand Pain & Gain richtig lustig und kann ihn auch Nicht-Bay-Fans empfehlen. Ich kann aber verstehen, wenn man mit diesem Humor nichts anfangen kann.

                                                    7/10

                                                    ------------------------------

                                                    JokerReviews Hauptseite auf Instagram : https://www.instagram.com/joker_reviews/

                                                    3