Patti Cake$ - Queen of Rap - Kritik

Patti Cake$ / AT: Patti Cakes

US · 2017 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Ziemlich schräger Musikfilm über eine noch schrägere Combo, die ihr Glück im Musikbusiness sucht. Drei Leute, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen wollen, nehmen gemeinsam mit Pattis Oma(!) einen Track auf und sind sowohl auf der Suche nach einem eigenen Stil als auch nach Ruhm und Erfolg (die eine mehr, der andere weniger...) und letztlich wohl auch nach Akzeptanz bzw. zumindest einem Platz in der Gesellschaft. Dieser Platz muss aber ganz offensichtlich nicht in der Mitte der Gesellschaft sein, sondern gerne auch in einer Nische. Dementsprechend eigenständig gestaltet sich auch der Sound von PBNJ (ein Name, der auf ein doppeltes Wortspiel verweist). Man merkt 'Patti Cake$' deutlich an, dass man sich hinter den Kulissen sehr bemüht hat, nicht allzu sehr im Einheitsbrei zu versinken und sowohl musikalisch, als auch von der restlichen Inszenierung her, eigene Akzente zu setzen. So wird es auch immer wieder skurril - aber ohne in die Lächerlichkeit abzudriften. Immer wieder brechen sich auch dramatische Elemente Bahn - und dennoch wird es nie wirklich weinerlich. Mehrfach kommen Traumsequenzen (oder Visionen, die passenderweise durch die Farbe grün gekennzeichnet werden) zum Einsatz, aber es wird nie übertrieben albern. Insgesamt gelingt Regisseur Geremy Jasper hier eine bunte Mischung aus allerlei Zutaten, die man schon mal irgendwo gesehen hat, aber er verrührt sie zu einer doch recht ansprechenden Melange.

    Letztlich ist 'Patti Cake$' ein modernes Musikmärchen über drei Außenseiter, die es erst im Verbund schaffen, ihr durchaus vorhandenes Potential auszureizen. Wenn man so möchte, bekommt man hier ein Coming-of-Age-Feelgood-Musikdrama geboten, das im Ergebnis weit stimmiger ist, als es dieser wilde Mix auf den ersten Blick zu sein scheint.

    6
    • 7 .5

      So betritt diese Frau die Bühne des Films Patti Cakes, Rapperin, der, obwohl ein Debüt, ein reifes, furioses Werk ist und seine Hauptfigur eine der traurigsten, leidenschaftlichsten Gestalten, die das amerikanische Kino seit Langem hervorgebracht hat. [Daniel Haas]

      • 6

        ""Patti Cake$" bringt eine weiße Gangsta-Rapperin auf die Bühne und gefällt sich dabei ganz schön in seiner Indie-Smartness, spannt aber auch einen netten musikutopischen Horizont auf." [Till Kadritzke]

        • 7

          Die Stärken des Films liegen auf anderen Gebieten, etwa in der genauen Beobachtung der Stadt New Jersey und ihrer Atmosphäre, der Lebensbedingungen der Arbeiterklasse im Nordwesten der USA und der Menschen, die durch sie geprägt werden. [Michael Ranze]

          • 8

            Charmant rotzige Coming-of-Age-Geschichte eines weißen, übergewichtigen Mädchens aus New Jersey, das sich zusammen mit zwei Underdog-Kumpels gegen alle Widrigkeiten in der schwarzen Rap-Welt behaupten will. [Anke Sterneborg]

            • 7

              Die nach Lehrbuch konstruierte Geschichte überrascht wenig, doch dafür glänzen die unbekannten Darsteller in ihren eigenwilligen Rollen. Patti Cake$ ist ein herzlicher Film, der vor allem gegen Ende von seiner Erzählweise und der Chemie zwischen den Figuren profitiert. Obendrauf macht der Soundtrack wirklich Spaß, auch wenn man normalerweise mit Rap nur wenig bis gar nichts zu tun hat.
              Wer schon immer mal eine etwas weniger depressive Variante von 8 Mile sehen wollte, ist bei Patti Cake$ jedenfalls gut aufgehoben.

              2
              • 7

                Super Musik, super Storyline und eine Glanzleistung von Danielle Macdonald. >Patti Cake$ - Queen of Rap< beschreibt den musikalischen Eintritt der Patti sehr gut.

                Anfangs wird wegen der Kameraführung einem leicht schwindelig, was sich während des Filmes sich verbessert. Den Film kann man durchaus genießen.

                • 6

                  Einen realistischen Film zu drehen war am Ende nicht Jaspers Absicht. Stattdessen bejaht er die Möglichkeit des Erfolgs, die Möglichkeit des Aufstiegs und der Überwindung aller Hindernisse, mögen sie auch noch so einschüchternd erscheinen. [Michael Meyns]

                  • 7

                    Eine dicke, weiße Frau will Rapperin werden? Hört sich komisch an. „Patti Cake$“ ist das auch oft. Allerdings macht sich das Musikdrama nicht über die Protagonistin lustig, sondern zeigt sie als unsicheren Menschen auf der Suche nach Anerkennung und einer eigenen Stimme. Das ist selten überraschend, strotzt aber vor Leben und ist aufgrund der virtuosen Hauptdarstellerin auch für Nicht-Rap-Fans sehenswert.

                    • Der Trailer gefällt mir nicht so gut. Musste nicht wirklich lachen, und es sieht so nach einer 08/15 Story aus...

                      • 6 .5

                        [Patti Cake$ - Queen of Rap] ist eine musikalische Komödie, ein herzliches Wohlfühl-Gebräu aus Hip-Hop und liebevoller Strenge, welches von Geremy Jasper serviert wird. [Justin Chang]

                        • 6 .5
                          NewYorkTimes 18.08.2017, 10:59 Geändert 18.08.2017, 17:43

                          Patti Cake$ - Queen of Rap hätte auf verschiedene Weisen schief gehen können. Die Geschichte eines rothaarigen Mädchens, die dem Traum vom Ruhm in der Hip Hop-Szene nachläuft, lässt die Glocken um kulturelle Bewilligung läuten, doch entwaffnet der Film diese häufig oder nimmt sie mit in den Soundtrack auf. [A. O. Scott]

                          • 7

                            Obwohl Filme über die Musik-Szene häufig wie ein fragliches kommerzielles Angebot wirken, könnte [Patti Cake$ - Queen of Rap] durch starke Performances und einem mutigen Soundtrack Fuß fassen. [Todd McCarthy]

                            • 4

                              Die Story-Takte von Patti Cake$ [...] sind so vorhersehbar wie das Ticken einer Eieruhr und so gewöhnlich und blechern wie der Puls eines Drumcomputers. [Melissa Anderson]

                              • 8

                                Dieser facettenreiche Film geht ans Herz und kann zudem mit interessanten Nebenfiguren punkten. [Roland Meier]