Princesas - Kritik

Princesas

ES · 2005 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 16 · Erotikfilm, Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 9

    Sie sind so schön wie Märchenprinzessinnen, fristen aber ein tristes Leben ohne reale Aussichten auf ein bisschen Glück: Caye, die aus einer bürgerlichen schwierigen Familie kommt, und Zulema, die illegal aus Lateinamerika nach Madrid eingereist ist, sind Prostituierte. León de Aranoa, Spaniens Ken Loach, gibt Einblick in einen harten Job. Zulemas Situation als rechtlose Migrantin ist besonders prekär: Sie wird von Freiern geschlagen, zu Sex ohne Gummi gedrängt, mit falschen Versprechungen ausgenutzt.

    • 7 .5

      Gerade weil das Rotlichtmilieu mit Klischees und Vorurteilen zugepflastert ist, aufgrund derer jede Drehbuchentscheidung einer Bewegung auf vermintem Gebiet gleichkommt, weiß de Aranoas zurückhaltender Ansatz zu überzeugen. Das Angenehmste an Princesas ist, dass dieser kleine zuweilen verträumte Film nie den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt oder sich gar über seine Protagonisten ein vorschnelles moralisches Urteil erlaubt.

      • 7

        Trotz einiger unnötiger Zuspitzungen vor allem in die sozialromantische Richtung findet der Film den richtigen Ton: Zwischen Gary Marshalls "Pretty Woman" und Ken Russells "Die Hure", zwischen Märchen und schonungsloser Milieustudie.