Red Dawn - Kritik

Red Dawn

US · 2012 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 16 · Actionfilm · Kinostart
Du
  • 5

    Hier kommt es wohl komplett auf die „Herangehensweise“ an – wobei, soviel sei gleich gesagt, ein wirklich guter Film ist dies hier nicht. Aber einer aus dem man noch einen Rest Unterhaltungswert rausquetschen kann, je nachdem wie viel man „mitdenkt“. Am besten funktioniert es wohl wenn man den Film als eine plumpe Teenagerfantasie betrachtet: ein paar College Kids deren Wohnort auf einmal besetzt wird, die sich einfach die Wummen umschnallen und knallhart gegen die Gefahr und Gegner vorgehen – mal ehrlich, jeder verklemmte Videospieljunkie kann sich bei so was ein Lächeln nicht verkneifen. Abgesehen davon aber spricht wirklich wenig für dieses Werk. Ein paar routinierte und stabile Darsteller (allen voran „Thor“ Chris Hemsworth) tragen den Film, sind aber umgeben von totalen Laien. Die Action ist heftig, es kracht und donnert ordentlich, allerdings ist es ruckartig geschnitten und mitunter auch recht brutal. Am allermeisten scheitert der Film aber wenn man den politischen Hintergrund bedenkt: die Amerikaner stellen sich selbst als Opfer einer Invasion da, wenngleich sie im wahren Leben selber schon mal hier und da einmarschiert sind. Verständnis mit davon betroffenen Ländern keimt aber nicht auf, eher Hass und Zorn. Und das will ein so simples Unterhaltungsfilm sicher auch nicht machen.

    Fazit: Dumpfe Action, unterhaltsamer als erwartet, aber keinen weiteren Gedanken über den Abspann hinaus wert!

    • 6
      jack_burton 27.08.2017, 17:28 Geändert 27.08.2017, 17:37

      "Die Russen... eh... Nordkoreaner sind da!"

      War es im nunmehr zum Kultfilm avancierten Original von 1985 noch die Sowjetunion, die die USA überfiel, musste im Remake von 2012 Nordkorea als einziger, noch übrig gebliebener stalinistischer Schurkenstaat herhalten. Dieses Remake macht einiges besser, anderes schlechter als das Original. Besser gefällt die Montage, in der die Heranwachsenden von Marine Jed Eckert zu Guerillas ausgebildet werden. Weiterhin ist der Film über eine Laufzeit von etwas über 90 Minuten straffer erzählt als das Original und schlägt ein höheres Tempo an. Jedoch trimmten die Produzenten den Film zu sehr auf PG-13, um wohl ein höheres Einspielergebnis zu erzielen, was dem Film überhaupt nicht gut bekommt und die Kompromisslosigkeit des Originals vermissen lässt. Dieser Kompromiss zahlte sich sowohl am Box-Office als auch bei den eingefleischten Fans des Originals nicht aus.

      Normalerweise lautet an dieser Stelle meine Empfehlung, bloß nicht zu ernst nehmen und die Action genießen. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die internationalen Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA ist der Film, wenngleich völlig überzogen, aktueller als zu seiner Entstehungszeit.

      • 6

        Die Grundidee von Red Dawn gefiel mir wirklich sehr gut, so absurd sie auch ist!
        Immerhin ist es ja nur ein Film.
        Die Action fand ich ebenso ganz gelungen. Was jedoch die größte Schwäche des Films ist, ist die Umsetzung: Nach der Invasion geht alles so schnell, ausbildung in 2min., plan Ausarbeitung 1,5min., Observation 1min., als hätte jemand auf "vorspulen" gedrückt. Da hätte man sich lieber viel Zeit mit lassen sollen, die einzelnen Handlungen intensiver darzustellen und den Darstellern mehr tiefe zu verleihen.

        Ich finde, als Serie wäre Red Dawn bestimmt besser geworden.

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        • 5

          Das Original kenn ich nicht, das gleich mal vorweg. Das Remake scheint aber gezielt die "Was-wäre-wenn-Mentalität" des Zuschauers ansprechen zu wollen. Ich muss zugeben, dass es ein wenig gekitzelt hat. Trotzdem ist das Szenario sehr unwahrscheinlich und auch sonst ist es mit der Logik nicht weit her. Vielleicht hätte dem Film ein etwas älterer Cast gut getan und von mir aus hätte auf das übertriebene patriotische Gesülze und die Lovestorys getrost verzichtet werden können. Wenigstens hat die Action gepasst und die zugegebenermaßen moralisch fragwürdige Intension des Films fand ich interessant.
          Fazit: Interessante Variante des Kriegsfilms, allerdings mit wenig Logik, muß man nicht zwingend sehen

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          • 1
            spassmagnet 08.06.2017, 23:00 Geändert 08.06.2017, 23:02

            Nordkoreaner erobern die USA. das ist sooo absurd. wie letztlich alles in dem Film.

            so schade, dass der kalte Krieg vorbei ist. beim nächsten Remake sind vllt die Holländer die bösen Eroberer?

            das solche Filme außerhalb der USA überhaupt vertrieben werden...

            • 6 .5

              jetzt hat er mir in sachen action noch besser gefallen...gleich mal ein punkt rauf

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              • 3

                Muss man das verstehen? Die Nordkoreaner springen mit dem Fallschirm ab (die Flugzeuge hatte ja keiner kommen sehen.....) und flugs stehen die Straßen voll mit Militärfahrzeugen (amerikanischer Bauart).

                Da passt so einiges nicht zusammen, das Beste an Red Dawn ist eigentlich der Cast, den Rest kann man getrost vergessen.

                3,0/10

                • 5
                  CHBIVA27 21.04.2017, 23:20 Geändert 08.06.2017, 23:59

                  Soooo schlimm fand ich den Streifen gar nicht...
                  Kann man zwischendurch schon mal schauen...

                  • 5

                    Absoluter Durchschnitts-Actioner.
                    Gesehen, nicht viel drüber nachgedacht und gut is....

                    • 0
                      RoosterCogburn 26.10.2016, 21:33 Geändert 26.10.2016, 21:35

                      Weil ich nicht unnötig weitere Energie an dieses Machwerk verschwenden möchte, zitiere ich hier auszugsweise eine treffende Rezension von Christoph Huber:
                      "Weil man es sich nicht mit dem größten asiatischen Absatzmarkt verscherzen wollte, schritt man zur digitalen Nachbearbeitung, und machte aus den chinesischen Besatzern Nordkoreaner! [...] Das Remake des Reagan-Ära-Klassikers „Die rote Flut“ ist unsinnig. An Absurdität kaum zu überbieten, aber im weiteren Dauerfeuer macht es so gut wie keinen Unterschied (zum Original). [...] Der Hurra-Patriotismus-Film schlechthin."

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                      • 1

                        *händereib*

                        10 Dinge die mehr Spass machen als Red Dawn:

                        Pickel fremder Hintern ausdrücken.
                        In eine Rockerkneipe gehen und "Scheiss langhaarige Bomber" rufen.
                        Das Bahnhofsklo sauber lecken.
                        Einem Gorilla am Sack ziehen.
                        Auf eine Polizeiwache gehen und Koks verkaufen wollen.
                        Wasabi durch die Nase ziehen.
                        Auf die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn setzen.
                        Autofahren in Russland.
                        Urlaub machen in Eritrea.
                        Lachend in die Kreissäge springen.

                        10
                        • 5 .5

                          Actionreicher Film über eine Gruppe junger Erwachsener, die in einem besetzten Amerika als Guerilla agieren. Gegen Ende hin wird er deutlich mitreißender, zu Anfang wirkt er dagegen holpriger und ein wenig überhastet, wodurch das Szenario und die Charaktere nicht bestmöglich eingeführt werden und einige Spannungslücken entstehen.
                          Der thematisch recht ähnliche Film "Tomorrow, When the War Began" schafft es meiner Meinung nach etwas besser, die Charaktere und ihr Verhalten in der neuen Situation realistisch darzustellen und einen konstanten Spannungsbogen zu zeichnen.
                          Dennoch bietet Red Dawn kurzweilige, actiongeladene Unterhaltung, die wohl vor allem für jüngere Zuschauer im Alter der Protagonisten interessant ist.

                          • 5

                            Aus der wirklich interessanten Grundidee wird leider gar nichts gemacht. Das ist schade. So bleibt ein mehr oder weniger durchschnittlicher Action-Streifen übrig, bei dem die Helden oft nur durch Glück noch in der nächsten Szene am Leben sind.

                            • 0

                              für den schrottfilm müsste die ganze crew und sämtliche schauspieler für mehere jahre in irgendwelche arbeitslager. So ein menschenverachtender Schwachsinn.
                              Wenn man schon mehr mitleid mit den invasoren hatt als mit den personnen die der film als held verkaufen möchte dann ist irgendwas komplett verkehrt

                              • 6 .5

                                Josh Hutcherson darf mal wieder gegen ein scheinbar übermächtiges Regime Widerstand leisten - er hat ja zusammen mit der Tribute von Panem schon einige Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können. Nun muss er zusammen mit Anführer Chris Hemsworth die Nordkoreaner aus dem eigenen Land vertreiben. Die Invasion der USA ist ein interessantes Szenario. Darüber hinaus bekommen wir aber nichts Innovatives zu sehen. Im Prinzip Standard-Action und Figuren, die oftmals mehr Glück als Verstand haben, wenn es um diverse Befreiungsaktionen geht. Insgesamt aber ein unterhaltsamer Actionstreifen.

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                                • 3 .5

                                  Dachte eigentlich anhand der Prämisse und Beschreibung auf Netflix das wäre eine Action-Comedy. mhm. leider nicht.

                                  • 3
                                    Heated 29.02.2016, 11:12 Geändert 29.02.2016, 11:17

                                    Genau so gut wie das Original. Interessante Grundidee, aber sonst? Nichts.

                                    • 7 .5

                                      Finde den Film gar nicht so übel, schauspielerisch auch recht solide. Handlung immerhin deutlich zu erkennen und nicht nur der typische stumpfe Amiquatsch, aber halt doch ein Amipatriotenfilm. Sollte das aber niemanden stören definitiv empfehlenswert ihn zumindest einmal gesehen zu haben.

                                      • 0

                                        Was für 'n primitiver patriotischer Mist.

                                        • 2

                                          Für 4,00 € mitgenommen. Raus geworfenes Geld :-D

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                                          • 7 .5

                                            Bis auf Chris Hemsworth finde ich die Leistungen der Schauspieler sehr ansprechend, allen voran Josh Peck fällt mir sehr positiv auf, wie auch Josh Hutcherson, auch die Charaktere überzeugen mich. Die Actionszenen sind cool. Die Geschichte natürlich relativ bescheuert, aber wenn man vorweg lässt dad es Amerikaner sind fast verständlich.

                                            • 6

                                              Nachdem ich das Original kenne und gar nicht so schlimm fand, wie es verrissen wurde, habe ich mir auch gleich mal das Remake von 2012 reingezogen. Kurzweilige Action mit soliden Darstellern... Das man da nicht von realistische Szenarien ausgehen darf ist klar - vermutlich ist Independence Day realistischer... aber egal... ich fand es zumindest ganz unterhaltsam. Wer den üblichen typischen amerikanischen Patriotismus ertragen kann darf einen Blick wagen...

                                              • 3

                                                Komischer Propaganda-Ulk. Die Action ist zwar... solide, aber die Handlung finde ich blöd und die Figuren sind mir gleichgültig. Jeffrey Dean Morgan kann da auch nichts mehr retten. Aber okay, ich falle auch so überhaupt nicht in das Zielpublikum, also was soll's...

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                                                • 4

                                                  Dan Bradleys Remake zeichnet sich durch patriotische Sprüche, fast omnipräsentes Rumgeballer und einige sehr unbedeutende und schauspielerisch höchst schwache Dialogszenen aus. Die gezeigte Action ist unspektakulär...

                                                  • 6

                                                    Ein Actionstreifen dessen Grundhandlung durchaus interessant ist und bei dem die Actionszenen gut in Szene gesetzt wurden. Allerdings ist der Film sehr harmlos im Hinblick auf die eigentlich brutale Story und der Film fühlt sich ab der Hälfte sehr episodenhaft an.
                                                    Alles in allem ein kann aber kein must see Film.