Rendezvous mit Joe Black - Kritik

Meet Joe Black

US · 1998 · Laufzeit 178 Minuten · FSK 12 · Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Liebesfilme sind ja nicht so unbedingt mein Ding, doch dieser hier hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen. Eine ganz nette Geschichte mit viel Geschmuse. Für die Frauen gibt es ein gut aussehender Brad Pitt zum anschmachten und für die Männer eine wunderschöne Claire Forlani. 😍

    27
    • 5

      Es gibt einige Filme, in denen der Tod in Menschengestalt seine Opfer heimsucht. Der hier ist ganz nett, aber sehr lang (165 Min.). Gevatter Tod nennt sich Joe Black (Brad Pitt), der den Milliardär Parrish (Anthony Hopkins) holen will. Pitt beeindruckt durch starren Blick und staksigen Gang, der nur weich wird, wenn er seine geliebte Susan (Claire Forlani) im Arm hält. Parrish wirkt noch vital und selbstbestimmt trotz Herzattacken und sorgt sich vor allem um seine Töchter Susan und Allison (Marcia Gay Harden). Das Drehbuch hält das Verhältnis zwischen dem Tod und dem Sterbendem geschickt in der Schwebe, sodass die Heimholung durchaus real wirkt, aber auch ohne weiteres ein Gedankenspiel sein könnte. Nur die überzeugenden Darsteller retten den Film über die Untiefen der ewig langen Umarmungen und Schmuseszenen im Stehen hinweg. Da werden nur emotionale Hochnebelorgien vom Stapel gelassen, die lediglich vom Familienoberhaupt immer wieder unterbrochen werden. Doch der ist keineswegs ein Unhold, sondern ein liebevoller Vater und knallharter Geschäftsmann, der eigentlich beruhigt von dieser Welt scheiden könnte.
      Kurzfristig fährt das Drehbuch, an dem vier (sic!) Autoren mitgearbeitet haben, auf der realen Schiene der Wirtschaft, nachdem zuvor die beiden unabdingbaren Komponenten der ‘Tod und die Steuern‘ erwähnt wurden. Ist Joe Black etwa einer von der Steuerfahndung?
      Dann gehen Parrish und Joe über eine symbolträchtige Brücke, (wohl über den Styx) und nur Joe kehrt zu seiner Liebe zurück. Minutenlang kann sich der Zuschauer an schönen Körpern mit Feuerwerk im Hintergrund erfreuen. Da wird es dann schon echt himbeerig! Die Idee an sich ist reizvoll, aber da ist zu viel Puderzucker drauf, der sich wie cremiger Honig in die Länge zieht. Schick!

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      • 10

        Was ist Liebe zum Film? Läßt sich soetwas überhaupt allgemein sagen? Was würde man dann tun oder schreiben, wenn man mehrere Filme liebt?

        Ich denke, es ist mit Filmen, wie mit Menschen.

        Manche begleiten uns von Kindesbeinen an. Andere sind erst ab gewissen Lebensabschnitten für uns interessant. Manche sind für uns ganz besonders, weil wir mit ihnen herausragende Erlebnisse, Erfahrungen und Emotionen verbinden.
        Viele mögen uns im Leben begegnen, an uns vorbeirauschen und selbst wenn es uns gelingt, die Hektik und Anforderungen unseres Lebens kurz zu unterbrechen, inne zu halten und uns auf sie einzulassen, so ist doch die überwiegende Zahl von ihnen nur eine flüchtige oder selbst mit wiederholten Begegnungen letzten Endes eines - nicht so tiefgreifend.

        Meine Liebe zum Film 'Rendevouz mit Joe Black' wird mir bewußt, weil ich die Welt um mich herum vergesse.
        Ich schmunzele, lächele, bin gerührt und immer wieder auf's Neue fasziniert. :D

        Das Zusammenspiel aus Erzähltempo, Handlung, Charakteren, Kamera, Ausstattung, Schnitt und vor allem der Musik lassen mich vergessen zu essen, zu trinken und müsste ich dies nicht, würde vielleicht selbst meine Atmung für die Filmdauer vor lauter Genuß aussetzen.
        Natürlich kann man dem Film seine Inszenierung, die Sentimentalität bestimmter Momente, die ach zu schönen Bilder ach so schöner Menschen vorwerfen, doch was wäre damit gewonnen? Wenn ich mich bei, mit und durch den Film so wohlig und gut fühle, wie ich es tue, dann sehe ich einfach keinen Anlass, mir dies selbst durch Kritik zu zerstören. ;-)

        Die Darsteller liefern hier für mich ein sehr nuanciertes Schauspiel, welches mich selbst ohne Musik oder warmes Licht in den Bann zu schlagen versteht. ♡
        Der Film ließe sich ganz bestimmt auf viele Weisen betrachten, interpretieren oder analysieren, ich bin mir sehr vieler dieser Möglichkeiten tatsächlich bewußt. ^^

        Für mich persönlich ist er dagegen so voll von Werten, Genuß und wahrhaftiger Schönheit, dass er für mich eines der liebenswerten Beispiele perfekter Symbiose aus Kunst und Unterhaltung darstellt.

        Mein Herz gehört nicht nur, aber eben auch dem Film, dessen Titel mit der Wortwahl 'Rendevouz' etwas schönes, angenehmes, berührendes aber auch respektvolles und genußvolles verheißt.
        Für mich kann er jene unterschwelligen Versprechen einlösen und es ist mir bei geplanten oder (so wie heute beim wechseln des TV-Programms) zufälligen Begegnungen schier unmöglich, nicht in das Gezeigte einzutauchen. ♡

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        • 8
          Jomida 08.08.2018, 13:45 Geändert 25.10.2018, 09:32

          Brad Pitt kommt als süßer Tod zu Anthony Hopkins. - Tolle Mär, reizvolles Romantikepos und kluger Exkurs übers Leben & Sterben.

          1
          • 5 .5

            Erstsichtung: 02.04.2018
            Vorhersage 6,5 --> Bewertung 5,5

            Ganz nettes Liebes-Drama, das sich aber ziemlich langatmig dahinzieht. Zudem hätte man in der ganzen wulstigen Story auch eine tiefere botschaft unterbringne können. Auch ist die Logik der Geschichte etwas lückenhaft. Der allwissende Tod kennt nichtmal Erdnussbutter und stellt sich an wie ein Kleinkind? WTF, und mutlipliziere das mit der Unendlichkeit...

            FAZIT: von der nichtssagenden Story und den Lücken abgesehen aber trotzdem ganz nett.

            • 7

              Ich sah den Film kurz bevor er rauskam 1998 in einer Sneak-Preview, nun nach gut 20 Jahren nochmal auf Netflix. Und nun: ich frage mich immernoch warum man eine einfache Romanze auf eine amtliche Laufzeit voin 3 Stunden dehnen mußte. Irgendwie konnte man nicht aufhören Subplot auf Subplot zu stapeln und die einzelnen Szenen dazu unfassbar lang zu ziehen und zu dehnen. Seis drum: irgendwie hat das Ding nach langer Zeit was zutiefst beruhigendes an sich. Die Stimmung in der er gehalten ist, das Langsame Tempo und die Atmosphäre haben einfach was für sich, außerdem ist es sympathisch den dort zwar schon promienten, aber noch etwas unsicher wirkenden Brad Pitt zu sehen sowie einen deutlich jüngeren Anthony Hopkins. Obendrein ist es witzig daß man es hier einerseits kombiniert kleine lustige Alltagssituatuionen wie aus typischen Komödien aufzufahren in denen der Weltfremde aneckt, auf der anderen Seite absolute Schmachtfetzenmomente in denen sich die beteiligten ewig lange anstarren. Klar ist der Film mit drei Stunden zu lang um mal „einen Blick draufzuwerfen“, als fast altmodischer Klassiker kann er aber durchaus bestehen.

              Fazit: Viel zu lang geraten, aber Stimmung und Darsteller funktionieren ganz gut.

              • 6
                RoboMaus 01.04.2018, 18:52 Geändert 03.04.2018, 08:29

                Claire Forlani: "Sie wirken, als hätten Sie noch nie Erdnussbutter gegessen"
                Brad Pitt: "Habe ich auch nicht"
                Claire: "Was hatten Sie denn für eine Kindheit?"

                :D Amerikanische Kultur in Reinstform, deren höchstes Exportgut wohl nicht bei allen auf fruchtbaren Boden fällt. Bei mir hingegen schon: ich liebe sogar den in etlichen Filmen angetroffenen US-Klassiker Erdnussbutter mit Erdbeermarmelade, was manchem vermutlich so aberrant vorkommt wie mein Filmgeschmack. So passt doch alles zusammen.

                Ein Drama mit Anthony Hopkins und Brad Pitt aus den 90ern - da schreckt nicht einmal die knapp dreistündige Laufzeit ab. ....und in der Tat lebt 'Rendezvous mit Joe Black' (1998) vor allem von seinen starken Charakterdarstellern: Pitt als der personifizierte Tod, der sich in die Tochter des Industriellen Hopkins verliebt und ihm deshalb Aufschub gewährt (da Hopkins eigentlich schon hätte sterben müssen). Die interessante, leicht skurrile Story hat ihre faszinierenden Momente, die vor allem aus den Konfrontationen von Pitt und Hopkins kommen, wobei Pitt glaubhaft als der Tod erscheint: tolles Acting.

                Andererseits hat dieser Plot viiieeeel inhaltlichen Leerlauf, mit dem eine 90 min-Story auf die doppelte Laufzeit gebracht wird und unangenehme Längen induziert, außer man kann von den schauspielerischen Leistungen allein leben. Da die Handlung bei mir oberste Priorität hat, will das nicht so recht gelingen, aber weil die Schlussphase mit einer wirklich starken Idee eingeläutet wird, entsteht gerade noch ein "ganz guter", wenn auch reichlich verwässerter Gesamteindruck.

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                • 9

                  Hab den ja noch garnicht bewertet obwohl erst im Januar gesehen (zum 7x).

                  Find das ist so ein Film den man mögen muss oder halt nicht. Mir gefällt er vom Anfang bis hin zum Ende. Der Film ist ruhig und geht seinen eigen Schritt und das Schritt für Schritt was einige für langweilig ansehen könnten.
                  Nur die Chemie zwischen den Darstellern ist Magic pur.
                  Wenn Claire Forlani so verliebt vor Brad Pitt steht und kein Wort raus bekommt ist einfach gut gemacht. Dann dazu Anthony Hopkins der weise rüber kommt und dem man nichts schlechtes Wünscht sich mit Brad Pitt, der der tot ist, über den tot und das leben unterhält ist spitze.

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                  • 5 .5

                    Warum sieht Brad Pitt im Film dauernd so belämmert drein?
                    Der Film ist sehr langatmig und kitschig.
                    Vielleicht traf er ja den Zeitgeist vor 20 Jahren, heute finde ich ihn ziemlich bescheuert

                    • 8

                      Toll gespieltes und (beinah zu) episch erzähltes Drama über Leben und Tod. Man kann dem Film trotz eindeutiger Längen seinen Unterhaltungswert nicht absprechen.

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                      • 8

                        Neulich zum ersten Mal gesehen - und, was soll ich sagen - Joe Black hat mich wirklich gepackt. Klar - hat er Logiklöcher, klar - ist er zu lang, klar- ist er streckenweise schnulzig. Aber es war ein Fest , den Tod - diesen Mistkerl - beim menscheln zuzusehen. Pitt und Hopkins liefern hier ganz großes Kino ab. Der Film verdeutlicht herrlich worum es im Leben wirklich geht... um Liebe, um Freundschaft, um Loyalität, um Familie...und mit sich in Reinem zu sein, sein Leben nicht einfach "abzusitzen". Ich muß zugeben, daß ich mir zum Ende doch eine Träne wegwischen mußte.
                        Vor allem die Szene, in der William und Susan zu " Wonderful World" tanzen, William sich so verabschiedet, mit den liebevollsten Blick den man sich vorstellen kann ... *haaaaach...

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                        • 8 .5

                          Was ich bin...spielt keine Rolle !

                          Wieder mal Joe Black gesehen und wie immer begeistert.
                          Einfach ein toller Cast der einen tollen Job hingelegt hat.
                          Hopkins und Pitt einfach ein Traumduo.
                          Großes Kino was die beiden hier abliefern.
                          Tambor, Weber und Harden ebenso...Frau Forlani fällt für mich etwas ab.

                          Tolle Dialoge mit Herz, Verstand und vorallem Witz.
                          Wunderschöne Set's und die Kamera liefert tolle Bilder.
                          Tolle Musik von Thomas Newman die alles wunderbar untermalt.

                          Diskutieren kann man über die Lauflänge von 180 Minuten.
                          Ich habe mich nicht gelangweilt.

                          Die Story ist auf jeden Fall diskutabel...aber am Ende würde sie ins Nirwana führen.
                          Man könnte dann ebenso über Gott, den Urknall oder ähnliche Dinge diskutieren.
                          Man findet für alles Pro's und Contra's... am Ende ist man wieder so schlau wie vorher.

                          Für mich einer der weniger Perlen... zwischen all dem Bullshit ...der so über die Leinwände flimmert.
                          All der ganze Mist der in unsere Köpfe gepflanzt wurde...haste was biste was.
                          Aber er wird natürlich nicht bei vielen ankommen und vorallem nachhallen.
                          Geld,Geld,Geld und nochmal Geld.
                          Macht........über den Tisch ziehen...smart und clever sein.
                          Ellenbogen raus und ab durch die Mitte.
                          Jeder ist seines Glückes Schmied...all dieser neoliberalitische Scheiss ist in den Köpfen einzementiert.
                          Liebe total überschätzt.
                          Was der Film rüberbringen möchte ist Gold wert...aber es gibt zuwenig davon.

                          Am Ende 1,5 Punkte weniger weil der Film dann doch Hollywood Gesetzen erliegt und an einigen Stellen doch zu schwülstig und Effekthascherei betreibt.
                          Manchmal ist weniger mehr.

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                          • 10

                            Hab den Film 2mal im Kino gesehen, danach nochmal auf DVD.
                            Gefühlskino der besonderen Art. Intrige, Eifersucht, Romantik, Liebe,
                            Überraschungsmoment, Mitgefühl, Freundschaft, Überwindung, Weisheit, Opferbereitschaft, Sehnsucht etc.
                            Der Film bietet wirklich einige interessante Einblicke der zwischenmenschlichen Beziehung wie aus dem wahren Leben, und vermittelt sie dem Zuschauer einfühlsam.

                            • 8 .5

                              Kommt diesen Bewertungen hier gar nicht recht....
                              Nach meiner Meinung war der Film sehr gut - mit ganz starken schauspielerischen Leistungen.
                              Brad Pitt spielt einen ausgezeichneten "Tod", der auch hier und da, zum Schmunzeln auflegt. Anthony Hopkins, als Geschäftsmann, ist erste Sahne.
                              Wer meint es haftet ihm nach "Das Schweigen der Lämmer", nur noch die Persönlichkeit des "Hannibal Lectar" an, der irrt....

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                              • 4 .5

                                im Herbst 1998 strömten teilweise Salven von Amerikanern in "Rendezvous mit Joe Black"-Vorstellungen - Nur, um den Kinosaal noch vor Filmbeginn wieder zu verlassen. Das Ticket hatten diejenigen nur erstanden, um den ersten Trailer zu "Star Wars: Episode I" zu sehen.
                                Wer etwas länger wartete und die nun folgenden drei Stunden durchhielt, bekam wirkungsvollen, wenngleich sinnfreien Herzschmerz vom Allerfeinsten geboten. Edelkitsch, wie er im Lexikon steht und damit bestens in die Zeit kurz vor Weihnachten passte. Anthony Hopkins in der Rolle des Unternehmers William Parrish wird bald tot sein, Brad Pitt als "Tod höchstpersönlich" soll ihn noch etwas begleiten und schließlich abholen, doch verliebt er sich in Parrishs Tochter Susan (Claire Forlani). Der "Tod höchstpersönlich" wandelt nun in unserer Welt umher, der "Tod höchstpersönlich" kostet Erdnussbutter, [SPOILER!] der "Tod höchstpersönlich" hat Sex. [SPOILERENDE] Das alles weiß jedoch nur mäßig zu beeindrucken, wenn der Tod höchstpersönlich am Ende ja doch bloß die Visage eines Brad Pitt trägt, der von sich behauptet, der "Tod höchstpersönlich" zu sein. Positiv zu vermerken: Der Film von Martin Brest ("Beverly Hills Cop") läuft auf - einen - wirklich toll konzipierten Witz hinaus. Außerdem stellen Hopkins und Pitt das obskure Nebeneinander von einem Menschen und seinem "letzten Weggefährten" überzeugend dar.
                                Thomas Newmans Musikstück "Whisper of a Thrill" ist bei erstmaligem Hören ganz schön, beim zweiten Mal auch, doch dann wird es noch zwei oder dreimal gespielt, schließlich mit Steigerung in ungeahnte Tonhöhen. Bei diesen Klängen fragt man sich, ob Brad Pitt wirklich Anthony Hopkins abholen soll oder ob er nicht gerade ein halbes Dutzend Streicher an ihrem Instrument krepieren lässt.

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                                • 10
                                  sonnenkind.gaby 26.12.2016, 19:33 Geändert 26.12.2016, 19:38

                                  Wunderschöne Dialoge über Werte des Lebens ... kann man wieder und wieder anschauen, wenn man Empathie mitbringt und zuhören kann, um den Sinn hinter den Worten mitzunehmen ... für oberflächliche Menschen absolut ungeeignet

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                                  • 7 .5

                                    Trotz solider schauspielerischer Leistungen hapert es etwas an der Geschichte. Es dauert eine Weile bis alle Figuren vorgestellt und die Konstellationen zwischen ihnen klar definiert sind. Der Plot trieft besonders auf den letzten Metern nur so vor Kitsch. Der ebenfalls sehr gefühlsbetonte, romantische Soundtrack von Thomas Newman sorgt aber trotzdem dafür, dass man zu den Taschentüchern greifen muss.

                                    • 6

                                      3 Stunden Edelkitsch erträgt sicher nicht jeder. Wenn man sich gerade am Anfang durch einige Längen gekämpft hat, wird man aber mit sehenswerten Darstellerleistungen, einer orginellen Storyidee und gegen Ende einem wirklich starken Feuerwerk belohnt

                                      • 6

                                        Anscheinend bin ich der Einzige, der Regisseur Martin Brest leider am Ende attestieren muss, dass er die Gradwanderung zum Kitsch und zur Seifenoper – an der er fast 3 Stunden lang gekonnt entlang schliddert – nicht mehr halten kann. Er hat soweit alles richtig gemacht, die durchaus tiefsinnige Story in hochglanzpolierten schönen Bildern mit ruhigen Kameraeinstellungen meisterhaft verfilmt. Und doch hat man immer wieder mittendrin das Gefühl, links ist der Abgrund zum Kitsch, rechts zur Kunst. Und Brest tänzelt unsicher auf dem Grat in der Mitte umher.

                                        Spätestens jedoch am wirklich unnötig breitgetretenen Ende, als das Liebespaar in den Höhepunkt des Feuerwerkes läuft, kann sich kein rational denkender Mensch noch daran erfreuen. Das treibt höchstens gerade verlassenen Frauen die Tränen in die Augen, weils halt so unglaublich schön ist. Geradezu unerträglich sind die Endlos-Geigen von Score-Komponist Newmann. Es schmilzt wirklich die Butter im Kühlschrank. Aber was soll Newmann schon anderes komponieren bei diesen endlosen Love-Szenen ?? Also haut er nonstop die Streicher rein, dass es nur so kracht.

                                        Die Charaktere sind absolut stimmig besetzt. Und es ist bestimmt nicht leicht für einen Schauspieler, die Endlos-Großaufnahmen der Gesichter und ihrer filigranen Regungen glaubhaft zu verkörpern. Man muss sich nur mal vorstellen, Schwarzenegger oder Stallone würden so lange in einer Einstellung gezeigt. Da würde ihr fehlendes Talent sofort aufgedeckt. Dennoch gelingt das hier jedem Beteiligten.

                                        Fazit: Tolles Thema, gekonnt umgesetzt. Leider mit dem Hang zum Kitsch, dem Brest am Ende völlig verfällt. Schade….

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                                        • 8

                                          Klasse Film. Machtspielchen mit den Tod...etc...

                                          • 7 .5

                                            Wahnsinnig schön, bewegend, traurig, nachdenklich und romantisch ..... und eine hübsche Claire Forlani.

                                            • 9

                                              Ein Liebes, Engel, Sterben Epos im bombastischen Filmgewandt, voller wunderschönen Bildern.
                                              Sicherlich ist der Film sehr sehr sehr Lang geraten, aber der Film fesselt mich von der Stimmung immer wieder aufs Neue und ich bin dann 3 Stunden wie in Trance in diesem Werk gefangen.
                                              Grandioses Kinospektakel voller Schönheit und Liebe!

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                                              • 10
                                                Lvpvs 29.11.2015, 01:18 Geändert 29.11.2015, 01:19

                                                Zweifelsohne muss man für diesen Film Empathie mitbringen, denn sonst zieht sich der fast dreistündige Film wie Kaugummi in die Länge, aber bringt man diese mit, dann kann man hier ein Meisterwerk erster Güte genießen.

                                                Ich ordne den Film auf einer Stufe mit dem Filmen "Black Swan", "The Green Mile" und "Der Pate" bzw. Literaturklassikern wie "Steppenwolf" und "Homo Faber" ein.

                                                Langsam baut der Film die Gefühle auf, tastet sich an philosophische Fragestellungen wie die Frage nach dem Sinn des Lebens heran. Behandelt das Motiv der egoistischen Liebe, dem Loslassen müssen und die Emotionalität steigert sich, gerade im letzten Drittel, drastisch von Szene zu Szene, bis es zum fulminanten Feuerwerk kommt.

                                                Grandioser Film.

                                                Es ist ein Psychofilm, daher von mir 10 Punkte, aber Weiterempfehlung nur an empathische Menschen, die sich nicht vor tiefen Emotionen scheuen <3

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                                                • 9 .5
                                                  oliver.reichlin 19.08.2015, 00:28 Geändert 22.08.2015, 11:29

                                                  Ach! Lange ist's her, seit ich meet Joe Black zum ersten Mal im Kino sah. Hab fast vergessen wie gut er ist.
                                                  Keine Ahnung wie die schlechte Kritik hier zustande kommt. Ruhig erzählt mit viel subtilem Humor und einer romantischen Story die mitten ins Herz trifft. Der Pfeil fliegt zwar sehr langsam, trifft aber umso heftiger.
                                                  ...und ach ja, die blöde Zugluft halt! :-)
                                                  Grosses Kino mit tollen Schauspielern.

                                                  4
                                                  • 6

                                                    boah...wie lang der doch geht!
                                                    hätte mir mehr gefühl gewünscht - nur zum ende kommt gänsehaut auf...
                                                    hopkins fand ich am besten