Rico, Oskar und die Tieferschatten - Kritik

Rico, Oskar und die Tieferschatten

DE · 2014 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 0 · Abenteuerfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Hätte ich als kleines Kind geliebt, aber auch jetzt mit meinen 27 jahren fand ich ihn gut und spannend.

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    • Was für ein wundervoller Kinderfilm! Die beiden Jungs sind super gecastet und spielen (großteils) überzeugend. Die Geschichte selbst ist ebenso schön und schrullig wie all diese wunderbaren Figuren. Und: Karoline Herfurth <3

      • 7

        Ich habe keines der berühmten Bücher über Rico und Oskar gelesen. Allerdings bin ich neugierig geworden, da die Filmreihe doch recht positive Kritiken erhalten hat. Also machen wir heute doch mal den Beginn mit Rico, Oskar und die Tieferschatten. Ich mag solche Kinderfilme total gerne und besonders Der Schatz der weißen Falken hat mir besser gefallen, als viele andere Werke aus Deutschland. Und auch der erste Rico und Oskar Film hat mich komplett überrascht, denn er funktioniert total als Kinderfilm und wurde liebevoll gestaltet. Zwar hat er gravierende Schwächen, doch vor allem die beiden Kinder in den Hauptrollen, werten diesen Film enorm auf.

        Rico ist ein ungewöhnlicher Junge. Zusammen mit seiner Mutter lebt er in Berlin in einer kleiner Wohnung und sieht die Welt mit viel komplizierteren Augen, als andere Jungs in seinem Alter. Rico ist nämlich, nach eigenen Angaben, tiefbegabt und schon ein gewöhnlicher Einkauf, ist für ihn eine komplizierte Aufgabe. Eines Tages trifft er auf den hochbegabten Oskar, der stets ein Helm auf hat, und eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt. Doch plötzlich ist Oskar verschwunden und für Rico ist klar, dass der Kindesentführer "Mister 2000" etwas damit zu tun hat. Rico fängt an auf eigene Faust zu ermitteln.

        Es gibt wirklich viel Verblödungsfernsehen im TV und auch viele Filme, die eigentlich für Kinder eher zweifelhaft sind. Rico, Oskar und die Tieferschatten gehört definitiv nicht dazu. Der Film verblödet die Kids keineswegs, im Gegenteil, er lädt die Kinder dazu ein, mit zu denken und gerade wenn es um den Entführer geht, versucht der Film einen geschickt, wenn auch für Erwachsene stets auffällig, in die Irre zu führen. Ein paar kleine Szenen waren etwas unnötig und führen eigentlich nirgend wo hin und auch Kommissar Zufall tritt hier etwas zu oft in Erscheinung. Aber vor allem die Auflösung ist wesentlich besser durchdacht, als bspw. bei Der geilste Tag mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz.

        Die Darsteller sind eigentlich der größte Kritikpunkt in diesem Film. Aber es sind erstaunlicherweise nur die erwachsenen Schauspieler, die hier enttäuschen, denn gerade Anton Petzold und Juri Winkler als Rico und Oskar spielen für ihr Alter wirklich gut und sind besonders im Duo ein sehr starkes Team. Leider spielen hier aber auch namhafte Darsteller wie Karoline Herfurth, Anke Engelke oder David Kross mit, die aber allesamt total austauschbare Rollen verkörpern und wahrscheinlich nur in dem Film mitspielen, damit man besser für den Film werben kann. Das hätte der Film aus meiner Sicht gar nicht nötig gehabt, denn die beiden sympathischen Jungdarsteller schaffen es problemlos, den Film auf ihren Schultern zu tragen.

        Fazit : Das erste Abenteuer von Rico und Oskar hat mir wirklich gut gefallen und ich freue mich auf die anderen beiden Filme. Zwar ist der Film teilweise etwas strange und die bekannten Darsteller enttäuschen auf ganzer Linie, aber für einen deutschen Film, noch dazu ein Kinderfilm, hat mir das alles erstaunlich viel Spaß gemacht. Der Film ist deutlich besser als das Meiste, was wir in den letzten Jahren aus Deutschland zu sehen bekommen haben.

        7/10

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        • 7

          Memento für Kids: Hobby-Ermittler mit Handicap. Natürlich nicht ganz so verwirrend und großartig und nicht so brutal, sondern kindgerecht. Richtig gut umgesetzt. Super Gast-Stars, nette Story, etwas für Jung & Alt. Ein Film für Toleranz & Freundschaft.

          2
          • 6

            Besser als erwartet.
            Als Kinderfilm erstaunlich tiefsinnig und spannend.

            Gute Besetzung,hervorzuheben sind die beiden Jungdarsteller Rico und Oskar.

            Als Familienfilm absolut zu empfehlen!

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            • 4

              Kommt leider an das wunderschöne Buch nicht annähernd ran... Schade.

              • 7
                emily 19.08.2015, 12:37 Geändert 19.08.2015, 12:39

                Man, man, man...was ein niedlicher Film :-)
                Rico, Oskar und die Tieferschatten ist ein sympathischer Kinderfilm, dem ich auch als Erwachsene etwas abgewinnen konnte. Verantwortlich dafür sind die gute Besetzung (allen voran die beiden kleinen Hauptdarsteller, die sich wunderbar ergänzen!), schön schrullige Charaktere, die spritzigen Dialoge und eine nette Krimihandlung. Hinzu kommt, dass ein wenig Berliner Luft eingefangen wird und der Film mit dem Titelsong "Mein Kopf spielt Bingo" einen echten Ohrwurm parathält. Die Handlung ist zwar für Erwachsene etwas vorhersehbar, aber das tut dem Spaß trotzdem keinen Abbruch. Ich habe mich auf jeden Fall prächtig amüsiert und werde mir bestimmt auch den zweiten Film mit dem "tiefenbegabten" Rico und dem hochbegabten Oskar angucken.

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                • 8

                  Sonderveranstaltung im Kino:
                  Bin richtig geflasht worden. Selten so einen guten Kinderfilm gesehen, der auch Erwachsene gepackt hat. Tolle Dialoge und liebevolle Charaktere. Dazu noch der Ohrwurm "Mein Kopf spielt Bingo"
                  Große Klasse!

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                  • 8 .5

                    "Mein Kopf spielt Bingo"

                    Ein richtig guter Kinderfilm, der auch Erwachsene zu Unterhalten weiss.
                    Dabei war Ich schon kurz vorm Abschalten, als nach ca. 5 Min. plötzlich Katharina Thalbachs "Balina Schnauze" in mein gemütliches Wohnzimmer reinschrillt, und bei Mir, mit schlimmem Overacting, sofort Fluchtreflexe auslöste.
                    Ansonsten war nur noch Anke Engelke unpassend besetzt.
                    Denn sonst stimmte hier richtig viel.
                    Ein Film über Freundschaft, über das Anders sein/sich anders fühlen und über gegenseitige Akzeptanz, und sich ergänzen.
                    Des Einen Stärke, ist des Anderen Schwäche. Und umgekehrt.
                    (Wie "Master-Blaster" in "Mad Max III") ;)
                    Rico und Oskar kann/will/und sollte man, von jetzt auf gleich gern haben.
                    Tolle und sympathische Jungdarsteller, denen das Drehbuch authentisch wirkende Dialoge und Charakterentwicklungen zubilligt.
                    Zwei Jungs, die durch´s Mittelmass-Raster gefallen sind.
                    Jeder halt so auf seine Art.
                    Oskar ist ein hochbegabtes aber leicht neurotisches Kind, wohingegen Rico sich selbst, irgendwie erfrischend selbstironisch, als "tiefbegabt" bezeichnet.
                    Er hat halt seine Tic´s und "Eigenarten", und ist geistig "nicht ganz so schnell".
                    Tja, Gegensätze ziehen sich an.
                    Die Beiden lernen sich kennen, und werden in eine Serie von Kindesentführungen verwickelt.
                    Sowas wie ein Kalle Blomquist/Emil und die Detektive 2.0.
                    Die, die Handlung vorantreibende Geschichte um den "2000-Euro-Entführer", entwickelt sich sogar zu einem netten "Whodunit", bei dem das Miträtseln echt Spass macht.
                    Als Oskar dann auch entführt wird, muss Rico Alleine recherchieren, um den Täter zu finden und wächst dabei über sich selbst hinaus.
                    Und auch Oskar lernt durch Ricos Einfluss, trotz aller Intelligenz noch viel dazu.
                    Das gemeinsam erlebte Abenteuer schweisst Sie dann zu echten Freunden zusammen.
                    Insgesamt ein toller Film, für Gross und Klein, der die Kleinen nicht über-, und die Großen nicht unterfordert.
                    Halt wie Unsere Protagonisten.
                    Klug und auch niedlich zugleich :)
                    Freue mich schon richtig auf den nächsten Teil :)

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                    • 9

                      „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ ist ein Kinderfilm, ja. Aber nicht jeder Kinderfilm ist auch tatsächlich nur für Kinder. Hier haben wir ein Exemplar, an dem die ganze Familie, egal ob jung oder alt, Spaß haben kann. Der auf dem gleichnamigen Buch von Andreas Steinhöfel basierende Film erzählt dabei eine tolle Geschichte über Freundschaft und Anderssein, wobei auch eine wahrlich spannende Kriminalgeschichte nicht fehlen darf.

                      In den Hauptrollen haben wir zwei Jungen, die ihre Sache für ihr Alter extrem gut machen. Anton Petzold spielt Rico. Der ist zehn Jahre alt und „tiefbegabt“. Er verbindet Bauernschläue mit einer großen Portion Einfältigkeit oder anders ausgedrückt: Denken kann und tut er viel, nur wirbeln seine Gedanken in seinem Kopf umher wie die Kugeln bei Bingo, wobei er, auch wenn es nie genannt wird, wohl auch als ADS-Kind bezeichnet werden kann. Dafür ist er ein liebenswertes und aufgewecktes Kerlchen, das am liebsten die ganze Welt entdecken will und einen riesigen Wissensdurst hat. Ihm zur Seite steht Oskar, gespielt von Juri Winkler. Er ist acht Jahre, hochbegabt, bringt mit seinen geschliffenen Sprüchen so manchen Erwachsenen zum Staunen und sein besonderes Markenzeichen ist ein Helm, den er stets auf dem Kopf trägt. Beide zusammen sind ein so sympathisches Duo, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. In den erwachsenen Nebenrollen hat sich die deutsche Schauspielelite versammelt. Karoline Herfurth mit frechem Berlin-Dialekt, Axel Prahl mit dichtem Rauschebart und Milan Peschel mit einer Brille, die Puck der Stubenfliege Konkurrenz macht, sind nur drei von zahlreichen hier vertretenen Stars des deutschen Films.

                      Der Film selbst wartet mit einigen interessanten und verspielten Sequenzen auf. So sehen wir immer wieder kleine gezeichnete Einschübe im Comic-Stil, die als Übergänge zwischen einzelnen Szenen oder als bildhafte Erklärung für Ricos Gedanken dienen. Auch im Intro wird dieses Element verwendet, unterlegt mit moderner, deutschsprachiger Popmusik, die aber gut in den Film hineinpasst und auch textlich den Film stark unterstützt und so nicht aufdringlich wirkt. Die Überforderung des „kleinen Mannes“ Rico wird mit schnellen Schnitten, verschwommenen Bildern, Zeitraffer und vielen anderen Spielereien auch optisch hervorragend deutlich gemacht. Die Titelgebenden Tieferschatten werden sehr originell eingebaut und die Farben des Films sind sehr intensiv, ohne aber zu grell zu sein, was ebenfalls ein sehr warmes, harmonisches Gefühl vermittelt. Auch Humor gibt es viel, sei es durch Missverständnisse, Entlarvung der Dummheit der auf die beiden Jungs herabschauenden Erwachsenen, Verwechslungen oder einfach durch fast schon slapstickartige Situationen.

                      Was besonders angenehm ist: Regisseurin Neele Leana Vollmar lässt Klischees fast komplett beiseite und schafft es so, den beiden Hauptfiguren eine realistische und vor allem tiefgründige Persönlichkeit zu verleihen. Sie zeigt sehr angenehm und doch eindrucksvoll, dass man Kinder und ihre Probleme ernst nehmen sollte, indem sie eben genau dies tut – sie nimmt ihre Figuren ernst, behandelt sie als vollwertige Menschen. Dazu nimmt sie die Sichtweise der Kinder ein, rätselt über manch komische Aussagen, will merkwürdigen Dingen auf den Grund gehen, hinterfragt und geht auf Spurensuche und erklärt dabei wunderbar verständlich so manche Phänomene und Verhaltensweisen, ohne jedoch den berühmten Zeigefinger zu heben. Dadurch kommt neben den vielen sympathischen und lustigen Momenten auch die richtige Dosis Ernsthaftigkeit in den Film. Die Kriminalgeschichte ist zwar spannend, hat aber noch einen weiteren Effekt. Sie ist Auslöser für so einige zwischenmenschliche Konflikte und ist somit auch mehr als lediglich für Unterhaltungszwecke verwendbar.

                      Spannung, Humor, Tragik und Moral, der Film hat tatsächlich alles, was ein Kinderfilm haben muss. Dazu zeigt er, dass es egal ist, ob man nun hoch- oder tiefbegabt ist, gerade weil auch unter den Erwachsenen viele schrullige Figuren rumlaufen und jeder seine Marotten hat. Solange man Freunde hat, auf die man sich verlassen kann, kann man alle Klippen umschiffen und dann ist es auch egal, wenn man vielleicht ein klein wenig anders ist. Die beiden Hauptdarsteller verkörpern dies so sympathisch, dass man sich nur auf die Fortsetzung dieses Films freuen kann. Und die soll bereits dieses Jahr in die Kinos kommen.

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                      • 8

                        Die besten Kritiker für Kinderfilme sind Kinder. Wer hat nicht schon einmal als Erwachsener einen Film für die Kleinen gesehen und konnte mit dem Dargebotenen wenig anfangen? „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ ist allerdings auch für Zuschauer mit Haarwuchs unter den Achseln eine Empfehlung […]

                        Durch seine […] Darstellung von Oskars Welt, die im eigentlichen Sinne nur aus dem Mehrfamilienhaus sowie ein paar Straßenzügen besteht, wirkt der blonde Junge schon etwas schräg. Der Film lässt ihn dabei gewähren, urteilt nicht über ihn und stilisiert ihn letztlich als Helden, was natürlich auch als Botschaft für die kleinen Zuschauer zu verstehen ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Kinderfilmproduktionen trichtert „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ dies seinem Publikum aber mit großer Freude am Anderssein ein und verrät dazu, dass die Welt der Erwachsenen auch im Prinzip nur aus seltsamen Gestalten besteht: Die einen sind liebenswert, die anderen unausstehlich. So gesehen sind Oskar und Riko keine Außenseiter, sondern gehören mit zu diesem Kollektiv des Menschseins dazu. Anders gesagt: Die Welt ist bunt und vielfältig […]

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                        • 6

                          ich hätte gerne mehr von den oskar...seine sprüche waren echt funny....na mal sehen vielleicht 2015

                          • 6

                            Auf jeden Fall ein mächtiger Schritt in die richtige Richtung, was deutsche Kinderfilme angeht (noch immer krümme ich mich vor Schmerzen, wenn ich an DIE WILDEN KERLE 5 zurück denke). Die erste Überraschung war gleich zu Beginn: Karoline Herfurth ist erträglich! Keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber sie nervt auf einmal nicht mehr so furchtbar wie sonst. Wenn sie sich jetzt noch den albernen Berlin-Akzent, den sie sich hier zugelegt hat, abgewöhnt, dann wird aus ihr vielleicht irgendwann mal so was wie eine... na, wie nennt man die, die eine Illuion erzeugen können, in dem sie in Charaktere schlüpfen? Ah, Schauspielerin. Generell ist die Besetzung gelungen: Prahl, Kroos, Zehrfeld und Peschel füllen ihre kleinen Rollen gut aus, einzig Katharina Thalbach schafft mal wieder das Unmögliche und unterbietet sich selbst an Erbärmlichkeit. Diese Frau ist nur noch ein wandelnde Peinlichkeit.
                            RICO, OSKAR ETC. ist kreativ, fantasievoll und originell. Ein bisschen wie AMELIE für Kinder, was gut passt, da AMELIE ja auch schon eher was für Kindsköpfe war (und das ist übrigens in diesem Fall kein Kompliment). Rico ist n netter Bursche, dem ich gerne die anderthalb Stunden bei seinem Streifzug durch ein Merparteienhaus gefolgt bin und seine Voice Over waren sehr spaßig, genauso wie die Visualisierung seiner speziellen Gedankengänge. Und eine gewisse Nähe zu einem kleinen Jungen, der sich viele Jahre später unter dem Namen Gabster bei Moviepilot angmeldet hat, ist ihm auch nicht abzusprechen. :D
                            Der Krimiplot kommt erst spät in die Gänge und ist dann auch mehr einfach so da, macht aber Spaß und am Ende hab ich sogar ein bisschen mit den Jungs mitgefiebert. Und die fiesen Zwillingsschwestern vom Anfang waren ja wohl creepiger als die Mädels aus SHINING, i swear.

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                            • 7

                              Die Buchvorlage hat mich mit ihrem Witz und Schreibstil begeistert. Daran kommt der Film nicht ganz heran, schafft es jedoch, viel des ursprünglichen Charmes zu bewahren. Auch die eingestreuten Animationen sind nett und wohldosiert. Endlich mal wieder ein schön gemachter deutscher Kinderfilm.

                              • 9 .5

                                Was tut man, wenn man nach einer heißen Prüfungsphase seinen ersten freien Tag hat? Richtig, als anständiger Film-Fan geht man ins Kino. Und was schaut man da am cleversten an? Nein, nichts Animiertes. Nein, kein Action-Blockbuster. Nein, kein Horrorfilm, Thriller oder Superheldenfilm. Man sieht sich einen Kinderfilm an.
                                Ich bin generell ohnehin ein Verfechter von diesen sogenannten „Kinderfilmen“. Und obwohl ich eigentlich spontan immer erst einmal an deutschen Produktionen zweifle, wusste ich bei „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ schon nach dem Trailer, dass dieser Film gut werden muss.
                                Der tiefbegabte, aber mit seinem Leben und seiner Mutter glückliche Rico lernt eines Tages auf der Straße den hochbegabten, stets um seine Sicherheit besorgten Oskar, der seinem Vater praktisch egal ist. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, doch genau deswegen passen die beiden so gut zusammen wie ein heißer Sommertag und Eiscreme. Doch dann wird Oskar vom „Schäppchenentführer“ entführt. Da kann Rico natürlich nicht untätig bleiben!
                                Ich habe selten einen Film erlebt, der so sympathische und liebenswerte Figuren mit im Gepäck hat. Rico und Oskar und die sie umgebenen Erwachsenen sind alle bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und haben so viel Tiefe, wie man es sich nur wünschen kann.
                                Die Geschichte ist im perfekten Timing erzählt, aus Sicht des ungewöhnlichen Protagonisten Rico, der eine ganz andere Sicht auf die Welt hat als „normale“ Menschen. Und dabei ist sie (jederzeit auch oder gerade für Erwachsene) spannend, ehrlich, urkomisch und so gefühlvoll, wie es die großen Produzenten Hollywoods nur selten schaffen. Zudem steckt in vielen Gedankengängen der Kinder eine Menge Weisheit und Philosophie, die einen wirklich zum Nachdenken bringt. Und bei all dem bleibt der Film trotzdem schlicht, ohne zu viel übertriebene Action oder absurde Twists, wie sie mir zum Beispiel bei den Wilden Kerlen schon im zweiten Film sauer aufgestoßen sind. Die Musik ist ebenfalls hervorragend und untermalt die positive Stimmung des Films perfekt.
                                „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ beweist, dass es egal ist, wie schlau oder anders man ist, wenn man einen guten Freund an seiner Seite hat, dass man gemeinsam alles überstehen kann, dass kein Erwachsener die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und dass man niemals seinen kindlichen Blick auf die Welt verlieren sollte.
                                Ich bin schon lange nicht mehr mit einem so breiten Lächeln aus dem Kino gegangen.
                                Und wisst ihr was? Das war ein guter deutscher Film, und er kam völlig ohne Til Schweiger und Matthias Schweighöfer aus.

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                                • 9

                                  Unter der Hand von Regisseurin Neele Leana Vollmar und mit einem Drehbuch von Andreas Bradler, Klaus Döring und Christian Lerch bleibt der Film seiner Quelle so treu wie nur irgend denkbar und ist doch, so ein Glück, ganz eigenständig und orientiert sich ganz an dem, was filmisch möglich und sinnvoll ist.

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                                  • 8

                                    Super guter kreativer, intelligenter, schlauer, ausgewogener Kinderfilm! Weder Pseudocoolness noch Overpimped, genau Richtig geerdet mit viel guter Message und ohne Kitsch! Dabei nicht zu hektisch erzählt oder überbordend, mit Witz und Ernsthaftigkeit, alles in eine schöne Optik verpackt.
                                    Gibts noch dieses" Pädagogisch Wertvoll" Label oder ist das schon wieder abgeschafft? Der hier hätte es in Doppelplus verdient. (Da verzeiht man dann auch die SternAutoWerbeMinute.)
                                    Mehr davon Klasse!

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                                    • 8 .5

                                      In einem Kinderfilm war selten so viel Ernsthaftigkeit kombiniert mit schlagfertigem Humor. Jedem Charakter gebührt seine ganz eigene Sympathie, und es ist der Regisseurin gelungen, nicht mit plakativen Stereotypen zu arbeiten, denen wir so häufig in Kinderfilmen begegnen.

                                      • 9

                                        Mit kleinen Animationen von Peter Schössow [...], prägnanten Regieeinfällen, viel Sprachwitz dicht an der Buchvorlage und nicht zuletzt mit einem brillanten Cast zeichnet der Film unaufgeregt einen schillernden Mikrokosmos, der das Berlin der kleinen Leute ebenso aufs Korn nimmt wie ihm die Liebe erklärt.

                                        • 8

                                          Rico, Oskar und die Tieferschatten ist ein gelungener Kinderfilm, weil er das Herz am rechten Fleck hat. Dank überzeugenden Darstellern, einem Nervfaktor auf dem Minimum und einer gefälligen Inszenierung ist der Film von Neele Leana Vollmar ein Zeichen, dass auch die Deutschen fähig sind, überzeugende Unterhaltung für die Kleinen und deren Begleiter zu inszenieren.

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                                          • 8

                                            Die Verfilmung von Neele Leana Vollmar [bietet] Unterhaltung für Große wie Kleine [...], weil der Film vor allem eine tolle Typenrevue ist [und] die Regisseurin ihre bekannten Darsteller als spielfreudiges Ensemble vorführt.

                                            • 9

                                              Aus dem wunderbaren Buch wird hier ein genauso wunderbarer Film – mit origineller Erzählperspektive, lustig und spannend zugleich. Ideal ab 8 aufwärts.

                                              • 8

                                                Auf diesen Film freu ich mich so sehr, da ich die Bücher verschlungen habe...der Trailer macht was her und hey, der Autor ist großartig in jeder Beziehung.

                                                Schönes Interview zudem.

                                                http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/interview-zu-rico-oskar-und-die-tieferschatten-13002662.html

                                                <3

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                                                  Mit-Drehbuchautorin und Regisseurin Neele Leana Vollmar gelingt es, den gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel zu einem Film zu adaptieren, der nicht zuletzt wegen des herausragenden Schauspieler-Ensembles gleichermaßen Kinder und Erwachsene überzeugt. Die insgesamt unauffällige Kameraführung von Torsten Breuer schafft es auch, Ricos phantasievolle Gedankenwelt in bewegte Bilder umzusetzen – so etwa wenn sich in seinem Kopf die Bingokugeln drehen. Stets aus kindlicher Perspektive erzählt, hält „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ perfekt die Balance zwischen lustigen und ernsthaften Augenblicken, ohne dafür auf Slapstickeinlagen oder aber auf übermäßig sentimentale Momente zurückgreifen zu müssen.

                                                  Interview mit Regisseurin Neele Leana Vollmar und Darstellerin Karoline Herfurth zum Film „Rico, Oskar und die Tieferschatten“: s. www.textezumfilm.de

                                                  • 8

                                                    "Rico, Oskar und die Tieferschatten" ist ein Film, der das Kunststück schafft die eigentliche Zielgruppe - also Kinder und Jugendliche - sowie Erwachsene gleichermaßen zu unterhalten. In der ersten Hälfte des Films wird vor allem Ricos Leben gezeigt. [...] Obwohl Rico manchmal etwas langsam im Kopf ist, lacht man mit ihm, nicht über ihn. Das Ganze macht "Rico, Oskar und die Tieferschatten" zu einem sehr charmanten, kurzweiligen Film. Die zweite Hälfte, in der es um die Entführung von Oskar durch Mr. 2000 geht, ist für Erwachsene dann nicht mehr ganz so spannend, da dieser Krimi-Teil kindgerecht aufgezogen wird. Das ändert aber nichts daran, dass der Film insgesamt ein gelungener Spaß für Groß und Klein ist.