Room 237 - Kritik

Room 237

US · 2012 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 16 · Dokumentarfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Da ist viel Rauch aber auch ein bisschen Feuer.

    Bei Kubrick weiß man halt nie so genau. Wenn man den Film gesehen hat, wird man The Shining wohl nie wieder mit den gleichen Augen sehen und vielleicht ist das auch gut so. Man sollte sich nicht auf den ganzen Kubrick-hat-die-Mondlandung-inzeniert Kram einlassen sondern sich z.B. mehr auf die unmögliche Architektur des Hotels konzentrieren und dann einfach mal gucken, wo man landet.

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    • Ich höre ja gerne mal zu, wenn echte Filmschaffende oder Involvierte aus dem Nähkästchen plaudern, aber für 80% der Aussagen und Interpretationen hätte ich auch gerne das Rezept, scheint echt bewusstseinserweiternd zu wirken.

      Man kann sich ja den Spaß machen, die Doku ansehen, inwieweit hier Analogien zum Holocaust, Indianern und deren Vertreibung oder den Penis, der plötzlich zu sehen sein soll und danach noch einmal Shining ansehen....

      Kann man machen, muss man aber nicht, für meinen Geschmack etwas zu übertrieben und zuwenig echter Content.

      3,0/10

      • War ganz amüsant zu sehen, was einige Menschen in "The Shining" hineininterpretieren. Vieles ist echt sehr, sehr weit hergeholt und wirklich hirnrissig, aber bei Kubrick weiß man ja nie ;)
        Kann man sich mal anschauen.

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        • 3

          Room 237 gibt es auf Youtube .... und da gehört er auch hin.

          Die Interpretationen sind zum größten Teil komplett hirnrissig und erinnern eher an Verschwörungstheorien von 9/11 Truthern als an ernsthafte und interessante Auseinandersetzungen mit dem Film "Shining".
          Leider verzichtet Rodney Asher darauf, die Personen zu zeigen, die uns am laufenden Band Dünnpfiff erzählen, noch hat er Interesse daran, uns diese Menschen irgendwie näher zu bringen. Dadurch versagt der Film auch als Charakterstudie.
          Nach Kubrick in den Wolken, dem Skifahrer, der definitiv ein Minotaure ist und Anschlussfehlern, die zu großen Aussagen aufgeblasen werden, musste ich den Film nach einer Stunde abbrechen.

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          • 2 .5

            Ein paar wenige interessante Ideen, die leider neben den 90% absoluten Hirngespinsten (vgl. die These, dass Stanley Kubrick in den Wolken gephotoshoped worden wäre) untergehen.

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            • 5

              Ein Tauchgang in das Kaninchenloch der Semiotik.
              "The Shining" ist ein seelisches Labyrinth, innerhalb eines Labyrinths. „Room 237“ ist ein Labyrinth, das einer „verrückten“ Logik folgt, die aus einer Obsession zur postmodernen (Über-) Interpretation entsteht. Ähnlich obsessiv wie Kubrick selbst als Filmemacher war, wird auf vermutete Bedeutungen innerhalb des Films geschaut. Einzigartig und manchmal sogar tiefgründig sind diese Betrachtungen auf das Meisterwerk. In den besten Momenten der Dokumentation wird so die Lust auf den Klassiker und das Beschäftigen mit ihm geweckt, denn Kubrick hat schon immer großartige Filme erschaffen, in denen immer etwas mehr zu entdecken gab. Und es ist ein unbestreitbarer Spaß über einen Film grenzenlos zu fabulieren.
              Wenn, wie hier, aber aus den Gedankengängen so verquaste Interpretationen entstehen, die damit prahlen natürlich nicht Mainstream zu sein, dafür aber sich der Paranoia und Verschwörungstheorien hingeben, dann schalte ich zunehmen ab. Die Sichtweisen reichen von kaum-plausibel bis haarsträubend-lächerlich, aber der Filmemacher Ascher beurteilt sie nicht, sondern feiert sie als ein Fest der Dekonstruktion ab. Als ein Zeugnis von inniger Filmliebe und Loblied auf die Lust des Interpretierens.
              Zwischen Mondlandung-Fake, Ständer-Theorie und Kubricks Gesicht in den Wolken ist mir aber diese Lust verloren gegangen. Diese kruden Beweisführungen, die selbst nach den minimalen Grundregeln der Semiotik einfach nur idiotisch sind, einer verzweifelten inneren Logik folgen, haben nichts mit der Beschäftigung über Filmsprache, Synchronität oder Symbolismus zu tun.
              Ich möchte das auch nicht überheblich auslachen, als witzig-skurrile Unterhaltung oder angeblicher Selbstentlarvung von Unfug betrachten. Das ist Besessenheit, die gerne harmlos gesehen werden kann, die sicherlich manch wahren Kern findet, allerdings auch etwas radikal Verblendetes hat. Wenn es hier um politische Inhalte gehen würde, bringt dieses Gedankengut Gefahren mit sich. Wie z.B. die aktuelle Reichsbürger-Verschwörung beweist.
              Aber ok, lasst „The Shining“ wie eine teuflische Metal-Platte rückwärts laufen, entdeckt so Botschaften und Hinweise, nur lasst mich damit in Ruhe.
              5 Haaransätze, die wie Hitlerbärtchen aussehen…

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              • 4 .5

                Notiz an mcih: 08.11.16/VoD/sehr sehr weit hergeholte Dinge zur meisten Zeit; einige ganz Interessante Ansätze von denen man gerne den Hintergrund erfahren will; völlig hirnrissiger Quatsch; leider keinerlei eigene Bilder Produziert; cooles Cover

                • 8

                  Interessante Doku zu der wohl besten King-Verfilmung aller Zeiten. Vieles wirkt abstrus und hirnrissig, das mag es auch sein, aber andere Dinge wirken dafür umso glaubhafter und interessanter. Als Kubrick-Fan sollte man diese Doku gesehen haben!

                  • 7 .5

                    Das ist hier echt viel Gelaber. Aber trotzdem honoriert der Film Kubricks Werke und das nicht zu unrecht ("doppelte Verneinung" was ein Schwachsinn ^^)
                    Empfehlung für jeden der "The Shinig" schon mal gesehen hat und den Film doch recht gut findet sollte sich diesen Film unbedingt mal anschauen. Auch wenn manche Kommentar schon fast an Blasphemie grenzen.

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                    • 9

                      Dieser Film ist eine dringende Empfehlung an alle, die sich ernsthaft mit Filmsprache beschäftigen möchten.

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                      • 6

                        Buddy-Dank für diesen Affenleck'schen Tipp :) Hier geht es um die detaillierte Analyse von 'The Shining', wobei manche Sequenzen Bild für Bild betrachtet werden um herauszufinden, was Kubrick für seine Zuschauer versteckt und damit möglicherweise aussagen will (Englisch ohne Untertitel). Es gibt dabei einiges, das einem das Verständnis des Films näherbringt, aber auch vieles, das stark interpretiert erscheint und nur die Sichtweise des Berichtenden spiegelt. Das ist interessant, aber nicht zwingend notwendig, um 'The Shining' zu verdauen. Es wäre nicht Kubrick, wenn der Film keine intellektuellen Gimmicks eingebaut hätte. Die zu finden und v.a. zu interpretieren scheint manche Leute schwer auf Trab zu halten - mich eher weniger. Letztendlich wusste nur Kubrick, was er mit versteckten Details aussagen wollte (oder auch nicht?), aber er wird es uns nicht mehr sagen können.

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                        • 6 .5

                          Einerseits tierisch interessant die Analyse eines Films von Stanley Kubrick. Auch die Mittel und Methoden, wie einem die Theorien mit angeblichen Beweisen schmackhaft gemacht werden. Interessant ist auch der intensive Blick auf einen einzigartigen Regisseur; dieser war wohl, soviel wird während des Films deutlich, hochbegabt, ein Genie seines Fachs, ein echt kreativer Künstler. Andererseits sind das wie gesagt alles Theorien, die zwar teilweise stimmig, also nachweisbar sind. Teilweise aber auch interpretiert, also individuelle Schlussfolgerungen sind. Somit herrscht auch ständig der Beigeschmack von heißer Luft, doch zugegeben von würziger, exotischer, anregender Luft.

                          • 7

                            Ihr dachtet, die Shining-Doku Room 237 und das Teenie-Musical Pitch Perfect hätten nichts gemeinsam?
                            Klar, das sollt ihr denken. Wake up sheeple!
                            https://www.youtube.com/watch?v=MiC9X_MoE1M

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                            • 7

                              Was soll ich sagen? Ich liebe es selbst, Dinge vollkommen überzuinterpretieren. Dementsprechend hatte ich hier meinen Spaß. Was davon wirklich auf The Shining zutrifft ist natürlich fraglich, interessant sind die Auslegungen aber definitiv!

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                              • 7

                                Room 237 ist intelligent gemacht, wartet mit vielen Details sowie Analysen auf und motiviert sich eigene Gedanken über das Medium Film und Literatur zu machen.

                                Doch Achtung:

                                Diese Doku ist nach Art einer Verschwörungstheorie aufgebaut. Das bedeutet, dass man etwa ein Drittel Fakten geboten bekommt, eines weiteres Drittel Spekulation und ein letztes Drittel mit (erlogenen) Fantasiebehauptungen. Dabei arbeiten die Macher damit dem Zuschauer durch Paraphrasierung, Suggestifragen und Informationsflut gehirntot zu machen. Schließlich frisst man kritiklos jede Behauptung, glaubt alles, nein man sieht sogar die selben Zusammenhänge. Man sieht, was man sehen will.

                                Eine These beschäftigt sich damit, dass Kubrick in Shining eine subtile Message versteckt haben soll. Sie soll lauten, dass er die Mondlandung im Studio produziert habe und 2001 nur das Experiment dazu war. Dies wird dann folgendermaßen untermauert. Room No 237 hieße eigentlich Moon-Room und die Zahl 237, soll den Abstand des Mondes zur Erde von 237000 Meilen mit der Zimmernummer in Verbindung bringen. Aber der Mond hat keinen bestimmten Abstand sondern nähert sich und entfernt sich von der Erde in einem gleichbleibenden bestimmten Entfernungsintervall. 237000 Meilen sind dabei weder der mathematische Durchschnittswert noch die Mitte des Intervalls.

                                Auf der einen Seite arbeitet der Film sehr unwissenschaftlich, denn alle Hypothesen werden auf eine perfide Weise als wahr dargestellt, so dass man gar nicht auf die Idee käme Gegenargumente oder Gegenbeweise zu vermuten, doch im Aufbau der Verschwörungstheorie geht man mit vielen psychologischen und sprachlichen Tricks auf hohem Niveau heran.

                                Besonders interessant sind die Analysen der filmischen Tricks Kubricks mit Überblendeffekten, unterschwelliger Veränderung der Requisiten und Täuschung des Raum-Zeitgefühls. Überladen wird es aber dann, wenn in einer einzigen Doku subtile Botschaften für den Holocaust, Indianer-Genozid und die Inszenierung der Mondlandung gesehen werden, die Kubrik angeblich darin versteckt habe. Die Beweisführung zur Analogie des Indianer-Genozid ist allerdings sehr fruchtbar, ich empfehle sie anzusehen, doch sie spart eines aus, was für die Erkenntnis wichtig ist, warum Kubrik dies eingebaut hat. Zu Beginn der 80er Jahre war es ein bekanntes Muster von Filmen geworden den Genozid an den Indianer in Filmen zu verarbeiten. Filme enthalten oft etwas kontemporäres und sind Kinder ihrer Zeit, enthalten Botschaften zu gesellschaftlich wichtigen Themen der Entstehungszeit. In den 80er Jahren verarbeitete man nach in vielen Filmen den Genozid der Indianer, denn in den 70er Jahren war die Endzeit des Cowboys, der ein Held war, wenn er den Indianerstamm allein besiegt, angesagt. Anfang der 80er war der entscheidende Durchbruch gelungen, weil rassisch diskriminierte Minderheiten zunehmend in gesellschaftlich höherstehende Positionen eintraten. Und deshalb ist auch die Reflektion des Indianer-Genozid in den 80er Jahren ein Thema. Man erinnere sich nur an die Poltergeistfilme, als bekannteste Vertreter neben zahlreichen anderen Horrorfilmen in denen das Thema ein Spukhaus war, das auf einem Indianerfriedhof gebaut wurde. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Kubrik, wenn auch viel subtiler dieses Thema eingebaut hat. Dies kann Room 237 sehr schön nachweisen.

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                                • 7

                                  Relativ spannende und wenigstens teilweise recht liebevoll gemachte Doku mit "Informationen" zum Film "The Shining", die zwischen "sehr gut nachvollziehbar" (die Adler-Schreibmaschine...) "Da hab ich mir auch schon mal Gedanken drüber gemacht" (das mehrfach auftauchende Indianer-Backmehl und das Indianer-Poster), fragwürdigen Thesen (Kubrick in den Wolken) und Akte-X-Verschwörungstheoretiker-Blödsinn (Mondlandungs-Geschichte) hin- und her switchen.
                                  Ich mag übrigens Akte X, so war das gerade nicht gemeint ;o)

                                  In dem Film kommt eigentlich niemand zu Wort, der direkt mit "The Shining" zu tun hatte, jedoch etliche Leute, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit dem Medium Film beschäftigen.

                                  Der Film hat auf jeden Fall erneut die Lust in mir geweckt, "The Shining" noch mal zu schauen, und das werde ich jetzt tun :o) Die Blu Ray ist grossartig, und ich hab dadurch viele Sachen entdeckt, die mir vorher auch noch nicht aufgefallen waren. Mal sehen, ob ich hinterher mit einer netten, neuen Verschwörungs-Theorie aufwarten kann.... :o)

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                                  • 8

                                    [...] Wie man an der Rezeption der Dokumentation erkennt, ist das wohl leider für viele nur verworrener Schwachsinn, aber mal ehrlich, da wo die Meisten mit dem Werk durch sind und es ad acta legen, wird es doch eigentlich erst interessant?! Sicher ist manches hier etwas zu frei ausgelegt und höchst streitbar, aber im Endeffekt weiß doch niemand genau was in Kubrick’s (oder jedes anderen Filmemachers) Kopf so los war. Welche Symbole Zufall sind und welche gewollt? Was lediglich Anschlussfehler und was künstlerische Intention? Aber wenn sich überhaupt irgendein Regisseur dazu qualifiziert hat, wirklich jede Requisite, jede Bewegung und jeden Kameraschwenk in seinen Filmen als exakt so gewollt zu verstehen, dann der ultra penible Kubrick.[...]

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                                      90% von dem, was geredet wird, ist meiner Meinung nach milde ausgedrückt Bullshit. Kubricks Portrait, dass angeblich in den Wolken zu sehen sein soll oder die absolut nachvollziehbare Argumentation, dass Kubrick die Mondlandung inszeniert hat.
                                      Ansonsten haben mich häufige Bild-Text-Scheren sehr gestört. Manchmal hatten die Macher wohl keine Idee, was sie zum Gesprochenen zeigen sollten und schnitten wahllos Clips aus anderen Kubrick-Filmen dazwischen.

                                      Ich hatte mir mehr erwartet. Im Netz und auf YouTube findet man bessere und nachvollziehbarere Analysen zum Thema, die auch besser produziert sind.

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                                      • 7 .5

                                        "The Shining" ist mein absoluter Lieblings-Horrorfilm. Kein anderer Film aus dem Genre besitzt eine ebenbürtige Anzahl an denkwürdigen Momenten. Dass der Film aber nicht nur als Horrorfilm an sich Leute begeistert und zum fast schon wahnhaften Nachdenken oder Analysieren anregt, zeigt die Dokumentation "Room 237".
                                        Der von Rodney Ascher sehr schön zusammengeschnittene Film spiegelt die Meinung von unterschiedlichen Liebhabern und Fanatikern von "The Shining" wieder. Manche Theorien werden beim Zuschauer vielleicht für Stirnrunzeln sorgen, wieder andere werden auf großes Interesse stoßen, während manche vielleicht einige wirkliche Aha-Momenten erleben werden.
                                        Genau darin liegt auch die höhere Ebene des Films verborgen, auf der der Film wunderbar funktioniert. Man bekommt als Filmfan mal wieder bestätigt, zu was für vielfältigen, kreativen, vielleicht auch mal unsinnigen, aber stets interessanten Ansichten, Betrachtungsweisen oder Beschäftigungsarten das Medium Film an sich einladen kann.
                                        "Room 237" ist eine gut gemachte Dokumentation, die sich vor allem an große Fans von "The Shining" richtet, die sich gern über verschiedene Facetten hinaus mit dem Film befassen möchten.

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                                          Liebevoll zusammengeschraubte Doku.
                                          Der Inhalt ist jedoch unfassbar haarsträubender Unsinn.

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                                          • 7

                                            es ist lustig und auch intressant was einige leute so in shining hineininterpretieren...
                                            und da ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe muss kann ich nicht anders muss ihn anmachen und feststellen ob ich jetzt was anderes feststelle!

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                                              Interessante, aber auch teilweise absolut hirnrissige Theorien über Kubricks Shining werden in Room 237 präsentiert. Das ist oftmals so abwegig, dass man beinah denkt, eine Satire zu schauen. Auf einer anderen Ebene zeigt der Film aber auch, wie viel die Kunstform hergeben kann: Ausgiebiges Analysieren und Diskutieren über die kleinsten Nichtigkeiten im Frame-Bereich, und Spaß daran haben. Seine eigenen Gedanken spielen lassen. Ob es vom Künstler so gewollt ist, ist nicht immer wichtig. Eine Passion hat immer auch etwas manisches, das scheint bei den hier anwesenden Protagonisten oft genug durch. Empfehlenswert für Kubrick-Fans und Hobby-Facepalmer.

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                                                Eines muss klargestellt werden: die Betrachtungen die hier vorgenommen werden, haben herzlich wenig mit echten, seriösen Filmanalysen zu tun. Mehr sind es Fans, obsessive Theoretiker, die hier ihre Ansicht preisgeben und dabei teils wirklich interessante, teils aber einfach nur hanebüchene Theorien aufstellen, die in ihrer subjektiven Wahrnehmung oftmals sogar die Grenze zur Lächerlichkeit überqueren. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit altbekannten Verschwörungstheorien, etwa das Kubrick einst die Mondlandung inszenierte, aber auch mit durchaus plausiblen schlüssigen und amüsanten Verweisen [...] Selbst wenn ihre Theorien vielleicht letztlich nur die Essenz aus Ignoranz gegenüber anderen, populären wie einfacheren Meinungen zu „The Shining“ sowie zu viel Freizeit sind, so ist ihre Konfrontation mit Kubricks Werk dennoch äußerst faszinierend. [...] „Room 237“ funktioniert in vielen Bereichen. Als Abhandlung über das Faszinosum Kubrick, als Theorien-Best-of rund um „The Shining“, aber auch als Ansammlung von teils etwas wirr wirkenden menschlichen Stimmen, die meinen, mehr in etwas zu sehen, als es andere tun. Das ist teils spannend, oft amüsant, hin und wieder schleichen sich aber sogar bemitleidenswerte Gedanken hinein. Diese Experten, was müssen das für Menschen sein? Allesamt nur Freaks? Nur sture Fanatiker? Es gibt einen Moment, da bricht Regisseur Ascher dies auf. Einer seiner Gesprächspartner unterbricht kurz das Interview, um sich um seinen kleinen Sohn zu kümmern. Glück gehabt. Nur ein Mensch. Ein normaler Vater dessen Hobby eben nicht sein Motorrad oder Fantasy-Football ist, sondern eben „The Shining“. Aber war Jack Torrance nicht auch nur ein Vater…? [...]

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                                                  "The Shining" ist ein Alkoholikerdrama.
                                                  Wie Autor Stephen King, ist auch Jack Torrance ein frisch entwöhnter Alkoholiker. Schon früher tat er schlimme Sachen unter Alkoholeinfluss. (Vergl.=> Buch)
                                                  Doch ein Entzug, ohne Substitution kann zu schweren Psychosen führen.
                                                  So eskaliert die Situation endgültig, als Jack vom imaginierten Barmann mit "imaginären?" Getränken "aufgetankt" wird.
                                                  Zum Alkoholiker paßt auch, daß er besoffen einpennt, und erfriert ;)

                                                  So einfach, plump und doof kann Filmanalyse sein ;)

                                                  Ihr merkt schon, man kann sich so Einiges zusammenfabulieren, wenn man sich zu sehr reinsteigert.
                                                  Manches, was hier verschiedene "Filmanalytiker" entdeckt zu haben glauben, ist im Ansatz sehr interessant, und verfolgenswert. Dahingegen ist manch Anderes wieder so hanebüchen zusammengestoppelt, das ist dann oft nicht mehr als:
                                                  https://www.youtube.com/watch?v=sTgTNNfMaOY
                                                  Trotzdem eine sehenswerte Doku, insbesondere mit dem Fokus auf selektive Wahrnehmung ;D
                                                  Was mir der Film noch gezeigt hat.
                                                  Es gibt einen schmalen Grat zwischen "Cineasten" und "Psychotikern" ;D

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                                                    Absolut sehenswert, macht richtig Laune auf Kubrick. Zu recht abgefeiert!

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