Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Kritik

Life of Pi

US · 2012 · Laufzeit 127 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Dieser Film hat nicht wirklich eine Kritik von mir verdient: nicht weil er so schlechht ist sondern weil ich ihn ehrlich gesagt nur mit reduzierter Aufmerksamkeit geschaut habe. Obendrein auch nicht in 3D, wodurch mir vermutlich ein Großteil der Gesamtwirkung entgangen ist. Aber seis drum: ich hab der Story irgendwann nur noch halbwegs folgen können (aber mehr durch äußere Umstände), will es aber gar nicht madig machen. Die Lebensgeschichte eines Mannes der vor allem durch das Szenario als er mit einem Tiger im Boot Schiffbruch erleidet geprägt wird strahlt gleichermaßen ein hohes Dramapotential wie eine gewisse Magie aus. Ich selber hatte nicht die Chance mich da gebührend hinein zu versetzen, erkenne aber dass es sich lohnen könnte. Vielleicht hole ichs auch noch nach, bis dahin empfehle ich aber jedem anderen es zumindest mal zu versuchen.

    Fazit: Zauberhafter Film mit großer Wirkung (ich konnte davon allerdings wenig mitkriegen).

    • 6 .5
      Heinz_Klett 27.07.2017, 09:20 Geändert 27.07.2017, 09:28

      Visuell beeindruckende Fabel, die auf narrativer Ebene nicht ganz überzeugen kann, auch wenn das Setting auf den ersten Blick äußerst verlockend erscheint. Nach einer gelungene Einführung merkt man aber schnell, dass ein kleines Rettungsboot nun mal nicht so viel Abwechslung bietet und man einige Elemente bereits in anderen Survivalfilmen (,,Cast Away") gesehen hat. Die Tatsache, dass der Schiffbrüchige seine Nussschale mit einem bengalischen Tiger teilen muss, bringt letztlich weniger Spannung in den Handlungsverlauf hinein, als man vorweg annehmen könnte. Die ,,Auflösung" der Geschichte am Ende ist ganz hübsch überlegt, im Großen und Ganzen wirkt die, der gesamten Erzählung übergeordnete, philosophische Metaebene doch etwas zu kitschig angelegt, auch wenn pathosaffinenere Zuschauer da sicher anders urteilen mögen.

      • 8
        Daggiolone 13.07.2017, 07:40 Geändert 13.07.2017, 08:00

        "Welche Geschichte hat Ihnen besser gefallen?"
        "Die mit dem Tiger"
        "Danke!"

        Leider konnte auch dieser Film sich nicht im richtigen Moment verabschieden, und musste nach oben zitiertem Schlüsselmoment das ganze noch unnötigerweise in die Länge ziehen. Und sogar noch Gott ins Spiel bringen. Der Film hat bis dahin nicht einmal versucht tiefgründig zu sein, und das war auch in Ordnung.

        Die Eingangs erwähnte Frage ist durchaus auch an den Zuschauer gerichtet. Ang Lee spielt genau mit der Sogwirkung von Geschichten. Immer wieder wird man durch den Erzähler rausgerissen. Die vermutlich echte Geschichte wird steril und ohne Bilder erzählt. Dafür vergisst man im Verlauf des Überlebenskampfes die Erzählinstanz und wird regelrecht in ein schönes Märchen hineingezogen.

        Mir hat der Film auf jeden Fall sehr gut gefallen. Einfaches und gefälliges Kino mit zugegebenermaßen trotz Effekte guter Bilder. Oder gerade deswegen. Kann man sich aussuchen.

        Und der Blick in die Tiefen des Ozeans war der großartigste filmische Trip seit der DMT Einnahme in Enter the Void.

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        • 5 .5
          RoboMaus 11.07.2017, 12:35 Geändert 11.07.2017, 15:11

          'Life of Pi' mutet zunächst wie eine Fortsetzung von 'Slumdog Millionaire' (2008) an: ein Inder erzählt aus der Retrospektive von seinen faszinierenden Erlebnissen aus Jugend und Erwachsenwerden, wobei der Plot immer wieder in die Gegenwart zu einer Unterhaltung schwenkt, die er mit einem Freund führt. Allerdings sitzt er nicht in einer Quiz-Show, sondern am Esstisch und entfaltet die Story seines Lebens in aller Ruhe........

          Um bei diesem Vergleich zu bleiben: 'Life of Pi' strahlt nicht die Faszination und Intensität des Mega-Erfolges mit dem Underdog-Überlebenskünstler aus, hat aber auch seine ansprechenden und bewegenden Inhalte. Zumindest im ersten Drittel, worin man kurz sogar einen desolaten Gérard Depardieu erleben kann (bis hierher 7/10).

          Danach erst kommt es zum titelgebenden Schiffbruch, und der Junge findet sich mit fünf Tieren in einem Rettungsboot wieder: Tiger, Hyäne, Zebra, Orang-Utan und Ratte. Von nun an hat der Plot nichts mehr mit Danny Boyles Quiz-Drama gemein, sondern erinnert in seiner Langatmigkeit eher an einen Malick-Film. Was soll sich irgendwo auf dem Meer in einer Nussschale auch ereignen? Der Film ernährt sich nur noch von der gelungenen Ästhetik seiner Bilder und dem allmählichen Näherkommen von Junge und Tiger, wobei Ang Lee immerhin einige ansprechende Ideen präsentiert.

          Doch so richtig überzeugen will das nicht - es liegt auch daran, dass (notwendigerweise) viel mit CGI gearbeitet wird und die Aktionen/Bewegungen der Tiere in etlichen Situationen zu konstruiert wirken (als ob ein Tiger nicht einmal einen dreiviertel Meter Höhe überwinden und auf die Abdeckplane des vorderen Bootes springen könnte). In anderen Szenen wird es eher Fantasy-artig, recht deutlich an Malicks 'Tree of Life' (2011) angelehnt. Da spaziert (später auf einer Insel) der Tiger in eine Erdmännchenkolonie, schnappt sich die Beute, und kein Erdmännchen rennt weg?? Oh, Mann......

          Vielleicht liegt der magere Eindruck auch daran, dass ich selbst schon mit einem (Segel-)Boot im Sturm gefahren bin. Wenn man sieht, wie der Junge bei zehn Meter hohen Wellen und acht Windstärken locker auf der Kante des Bootes sitzt (was im Normalfall das Todesurteil ist), kann man das einfach nicht ernst nehmen.

          Die metaphorische Verklärung zum Ende macht es auch nicht mehr besser.

          Wieder ein Ang Lee-Film, der auf seine Art gewiss nicht schlecht ist, dem ich aber nur wenig Unterhaltungswert abgewinnen kann.

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          • 2

            Achja, Life of Pi... Ich habe ihn 2013 auf DVD gesehen. Bis auf die Szene mit dem Tiger auf dem Boot, fand ich den Film sehr langatmig und langweilig. War einfach nicht meins.

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            • 8
              WithOpenEyez 01.05.2017, 20:50 Geändert 03.05.2017, 22:29

              Und schon wieder habe ich einen wirklichen schönen Film gesehen! "Life Of Pi" ist ein fantasievolles, einzigartiges Werk, welches sich auf sehr angenehme Weise vom üblichen Standard abhebt. Visuell beeindruckend, wobei ich nach dem Sichten des Making Ofs einfach nur alle Hüte ziehen muss, Wahnsinn wie da gearbeitet wurde. Toll gespielt, Hauptdarsteller Suraj Sharma war damals so um die 18 und hat alle seine Stunts selber gedreht. Vor allem musste er u.a. gegen einen aus dem PC genial animierten Tiger anspielen, also sich etwas "einbilden" was gar nicht da ist. War auch noch sein Schauspieldebut. Top Leistung, Hut ab. Wunderbare Bilder und Animationen und einen bewegende, emotionale, innovative, außergewöhnliche Geschichte um einen Jungen, der trotz Schiffbruch mit Tiger nicht aufgibt. Egal ob die Geschichte so geschehen ist, eine Metapher ist oder gar nicht wahr ist, er hat überlebt und viel draus gelernt. Was genau die Metaphern aussagen, welche Philosophie dahinter stecken, kann ich nicht beurteilen. Das schmälert aber auch nicht mein Gefallen des Gesamtwerkes. Welches auch neben den tollen Bildern und Animationen vom stimmigen Score lebt. Wirklich ein besonderes Werk.

              • 5

                "Life of Pi" ist kein Film, den man immer und immer wieder gucken möchte. Die Geschichte, die der Film erzählt ist wirklich tiefgründig. Doch insgesamt zieht sich der Film einfach unglaublich.

                • 9

                  Tiefgründiger und philosopischer Film, der durch geradezu unglaublich schöne Bilder besticht, an denen sich das Disney Imperium mal ein Beispiel nehmen könnte.
                  Lediglich das Ende hat mich persönlich doch sehr gestört.
                  Zumal die Geschichte mit dem Koch ebenso hahnebüchen war wie die mit dem Tiger... betrachtet man sie aus der Sicht der Versicherung.
                  Fazit: Visuelles Meisterwerk

                  4
                  • 9 .5

                    Schöner Film, nette Story und sehenswerte Umsetzung.

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                    • 5

                      kann man sich vll mit 3d mal ansehen aber kein film den man immer wieder gucken möchte, recht mittelmäßig...kein großes drama wie z.b. slumdog millionär etc.

                      • 9

                        Life of Pi / Schiffbruch mit Tiger

                        Ein Fantasy-Survival-Drama mit exotischen, fabelhaften und grandiosen Bildern, abenteuerlicher Geschichte und toller Besetzung (u.a. Irrfan Khan) um den beeindruckenden Jungdarsteller Suraj Sharma in dessen erster Rolle!

                        Die Computeranimation diverser Tiere (Richard Parker = der Tiger, die Hyäne, das Zebra, der Orang-Utan und anderen wie z.B. Walen, diverse Vögel etc.) ist fast schon täuschend echt geraten.
                        Zu Schade, dass die Computerkünstler für ihre Mühen nicht gebührend entlohnt wurden und Klage wegen unterlassener Zahlung einreichen mussten. So etwas bei einem, mehrfach mit dem Oscar prämierten Film ( Beste Kamera, Beste Visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Beste Regie durch Ang Lee. Beste visuelle Effekte! *sigh* ... ) ist ein Armutszeugnis für das Lohndumping und Auslagerung in Billiglohnländer... Die prachtvollen Animationen schmälert das dennoch in keinster Weise. ♡

                        Die Erzählung mit der Rahmenhandlung eines Interviews durch einen Reporter sorgt für einen gelungenen Anfang, der mich neugierig machte.
                        Sowohl Irrfan Khan, als auch der Neuling Suraj Sharma spielen die Figur des Pi auf so unterschiedliche und in beiden Fällen auch überzeugende Weise, dass ich in ihnen Pi sah.

                        Die Sichtung mag ein paar Jährchen zurückliegen und dennoch erinnere ich mich an soo viele Szenen.
                        Dies spricht auch jetzt für meine Wahrnehmung dieser Hollywoodverfilmung als ein aus der Masse an Produktionen Tinseltowns herausragegenden Film - und dies nicht nur in dessen Veröfffentlichungsjahr!

                        6
                        • 7 .5

                          Biographie der speziellen Art. Ein durchwegs schöner Film für die ganze Familie.

                          • 7

                            Ein Mann rettet sich nach einem Schiffsunglück auf ein Rettungsboot. Sein Gefährte: ein Bengalischer Tiger!
                            Hört sich in der Beschreibung nicht sonderlich toll an. Aber Ang Lee macht daraus ein Bildgewaltiges Spektakel. Völlig zu Recht mit dem Oscar für die Spezialeffekte ausgezeichnet.
                            Auch wenn es kleine Längen gibt, überwiegt das positive an dem Film.

                            • 4

                              Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Text spoilere, weil das was ich schreibe mir in den ersten Minuten des Filmes auffiel, so dass ich es für so offensichtlich halte, dass es keine Vorabnahme der Geschichte sein kann. Nichtsdestotrotz warne ich dann doch lieber.

                              Ich fand den Film eher langweilig.

                              Was ich nicht verstehen kann ist, dass die Geschichte als wunderschön bezeichnet wird. Es geht hier um einen Jungen, der ALLES und JEDEN verloren hat, und im Kampf des Überlebens zur Bestie werden musste. Das ist traurig! Daher denke ich, das viele den Film nicht verstanden haben bzw. sich von den schönen Bildern ablenken lassen, obwohl der Vater von Pi selbst sagt: Lasst euch nicht von bunten Bildern täuschen.
                              Ansonsten ist auch nicht mehr viel dazu zu sagen. Die Mutter repräsentieren die Religion und der Vater die Wissenschaft. Ich nehme mal an, es handelt sich hier um eine Allegorie. Beides kann nebeneinander stehen. Mir scheint es so, als ob der Film darauf anspielt, dass die Wissenschaft das schöne aus der Religion nimmt. Dem stimme ich nicht zu. Da ich keinen Konflikt mit diesem Thema habe, berührt mich der Film nicht.

                              Zwei Stunden lang nur schöne Bilder sehen, ist für mich eher Zeitverschwendung. Dementsprechend kann ich zwar sagen, dass es einige schöne Aufnahmen gibt, dies aber nicht für einen Film ausreicht.

                              Eher ein Film der Kategorie: einmal gesehen und dann nie wieder. Das heißt aber nicht, dass man sich den Film nicht für dieses eine Mal anschauen könnte. Für jemand, der sich für den Kampf zwischen Religion und Wissenschaft interessiert und es gerne in religiösen Bildern gezeigt bekommen möchte, ist genau richtig bei diesem Film! Jemand, der schöne Bilder sehen möchte, ist hiermit auch bedient. Jeder andere wird sich eher langweilen.

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                              • 6

                                Kurz und Knapp:

                                + 3D Wundervoll --> einfach pure Wahnsinnsaufnahmen.
                                + Ende finde ich fantastisch
                                + klasse Hauptdarsteller

                                - zwischendurch Längen
                                - zuviele Passagen, in denen "nichts" passiert
                                - unterdurchschnittliche Monologe / Dialoge (wenn man es so nennen kann)

                                Ergibt aufgrund der überwältigenden Bilder eine 6/10

                                • 8

                                  Hat mich bei Release überhaupt nicht interessiert, wurde mir aber in der Folge immer und immer wieder empfohlen und ja, völlig zu recht.

                                  Der Anfang zieht sich, man weiss mit dem Szenario nicht so richtig viel anzufangen und was irgendwie passiert nimmt der Titel ja schon vorweg und darauf wartet man dann ein wenig.

                                  Danach wirds dann wirklich großartig. Grandiose Bilder, vor allem in 3D wirklich atemberaubend schön und stellt da Avatar aber sowas von in den Schatten. Die Geschichte ist spannend, schön, traurig und das im steten Wechsel, so das in Verbindung mit der Optik nie Langeweile aufkommt.

                                  Ich hab wirklich schon ne Menge gesehen und es ist nicht ganz leicht mich in Filmen zu überraschen, den finalen Twist hab ich definitiv nicht kommen sehen. Das war dann die Kirsche auf der Sahne und hat den Film auch inhaltlich wirklich ins Gedächtnis verankert.

                                  Wichtig ist das man sich für den Film Zeit nimmt und Lust hat sich auf die Geschichte einzulassen. Life of Pi ist sicher nichts für "mal eben angucken" oder gleichzeitige Second-Screen-Aktivitäten. Nur dann kann er seine ganz eigene Magie wirklich entfalten und wird zum grandiosen Filmereignis...und wie gesagt, wenn möglich in 3D. Einer der Filme wo es sich wirklich lohnt.

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                                  • 10
                                    doenef 13.07.2016, 23:34 Geändert 14.07.2016, 01:55

                                    Faszinierender Film, mit hervorzuhebendem 3D, da eben bereits gleich speziell dreidimensional gefilmt, zudem sind die anfänglichen philosophischen Ansätze brillant, da sich diese vornehmlich auf die Ausübung unterschiedlichster Religionen beziehen, bei denen allen sich nur die Frage nach der Existenz Gottes zu stellen scheint, zum Schluss hin wird’s eher eine Geschichte bzw. eine Art Märchen wie aus „1001 Nacht“ bzw. ob man Geschichten überhaupt Glauben schenken darf und soll
                                    => Alles in allem ein faszinierendes Märchen,...perfekt und imposant inszeniert

                                    Normalerweise bin ich *** weiß Gott *** kein Fan und Freund von 3D,
                                    aber zu diesem bombastischen Märchenfilm (auch) für Erwachsene gehört es einfach unbedingt(!!!) dazu,
                                    damit es eben den erstrebten BILDERRAUSCH gibt => MEHR ALS SEHENSWERT!!!

                                    • 5 .5

                                      Dieser Film ist nicht schlecht und ist gut erzählt, jedoch habe ich hier nicht die ganze Zeit mitgefiebert, oder habe sehnsüchtig auf die nächste Szene gewartet was jetzt wohl kommen mag.
                                      Das Ende ist vorhersehbar, bleibt am Ende doch "nur" ein Film mit schönen Bildern.

                                      • 9

                                        Ein Bilderrausch der alle Sinne anspricht, bombastische Effekte, tiefgehende Story und einfach atemberaubende Bildersprache.
                                        Ang Lee feuert hier aus allen CGI Rohren und erschafft dabei manchmal Bilder die man nie vergißt. Die Szene als die Tsimtsum untergeht und Pi unter Wasser dem sinkenden Schiff nachschaut, ist Grandios und bleibt mir unvergessen.
                                        Eine überwältigende Abenteuergeschichte über Mut, Respekt, Liebe und Gott, verpackt in einem ganz großem Stück Kino.
                                        Life of Pi ist Magisch!

                                        9
                                        • 7 .5

                                          Ich bedauere wirklich diesen Film nicht in 3D im Kino gesehen zu haben. Die Bilder müssen da noch wesentlich atemberaubender gewirkt haben als sie es in 2D sowiso schon sind. Der Film hat seine Oscars für die beste Kamera und vor allem für die besten Effekte wirklich mehr als verdient. Vor allem ist es unfassbar, dass der Tiger in fast allen Szenen digital animiert ist. So eine realistische CGI Kreatur habe ich weder vorher noch nachher jemals wieder gesehen, sowohl was ihr Aussehen als auch ihre Bewegungen betrifft.
                                          Schön fand ich außerdem, wie subtil die religiöse Botschaft des Films rüberkommt, und dass sie dem Zuschauer nicht mit der Holzhammermethode eingetrichtert wurde.
                                          Auch die schauspierlerische Leistung von Suraj Sharma kann ich nur loben. Da er den ganzen Film über keinen (menschlichen) Partner hatte und den Streifen ganz allein auf seinen schmalen Schultern tragen musste und noch dazu noch nie zuvor eine Hauptrolle in einem Film hatte, hat er eine erstaunliche Leistung erbracht, für die er eigentlich auch einen Oscar verdient hätte.

                                          • 5

                                            Ich bin kein wirklicher Fan von diesem Film. Ja, die Bilder sind schön, aber für mich schon fast "zu" schön und übertrieben. Die Geschichte ist zwar nett, aber meiner Meinung nach nicht einprägsam genug. Ich habe die Handlung recht schnell wieder vergessen, was bei anderen Filmen nicht der Fall ist.

                                            • 3

                                              „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ ist ein filmisches Gemälde. Doch tolle Bilder alleine reichen nicht für einen guten Film. Die philosophische Geschichte kann nur bedingt überzeugen und wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet und so ist „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ ein mit Preisen überhäufter Mittelmaßfilm!

                                              • Ang Lees Life Of Pi ist eine fast übernatürliche Leistung, eine Geschichte zu erzählen und ein bahnbrechendes Experiment visueller Kunst. Ang Lee gelang es, über einen Roman zu triumphieren, der als unverfilmbar galt - darüber hinaus ist sein Life Of Pi von so ehrlicher Spiritualität, dass es nicht untertrieben ist, zu behaupten, dass hier ein Film über das Leben an sich kommt! 227 Tage lang trieb ein Junge gemeinsam mit einem bengalischen Tiger im Ozean. Nach einem witzigen Prolog, der auch das Zeug dazu hätte, einen Familienfilm einzuleiten, finden sie sich auf demselben Boot wieder und das stellt die Überleitung zu einer Parabel übers Überleben, gegenseitiger Akzeptanz und Anpassung dar. Vielleicht hat sogar der Roman-Autor Yann Martel selbst gestaunt, wie die Hollywood Maschine von Lees eigenwilliger Poesie verdrängt wurde? Alles beginnt in einem Familienzoo in Pondichery, Indien. Hier wächst ein Junge namens Piscine (Suraj Sharma) auf. Sein Spitzname ist "Pee" und darauf wird dann "Pi". Pi ist die Nummer ohne Begrenzung und genauso kann man auch Pis Leben beschreiben. Doch der Zoo geht Pleite und Pis Vater überführt die Familie und einige Tiere auf einem Schiff nach Kanada. Für Pi ist das nicht ungefährlich, denn die Tiere des Zoos, vor allem der bengalische Tiger mit dem Namen "Mr. Parker", sind wirklich wild und kein bisschen vermenschlicht. Das Herz des Films ist natürlich die Passage auf dem weiten Meer, in welcher der Mensch beweist, wie er erfinderisch denken kann und der Tiger, dass er imstande ist, zu lernen. Ich möchte aber nicht zuviel verraten. Interessant die Perspektive der Kamera, die auf dem Boot installiert wurde. Life Of Pi legt keinen Wert auf Einstellungen, die Beiden verloren auf dem Meer zu zeigen. Life Of Pi handelt davon, wie Mensch und Tier das Boot teilen. Sicher, der Tiger könnte den Jungen verdrängen, doch es gelingt Pi, dem Tier beizubringen, dass es klüger ist, das nicht zu tun. Irgendwann beginnt der Tiger, den Jungen nicht mehr als "Beute" oder "Master" anzusehen, sondern als ein Lebewesen, dass eben auch auf dem Boot existiert. Lee verbindet hier ganz still einige religiöse Ansätze, so dass die Geschichte auch den Wunder des Lebens offenbart: Wie herrlich, dass sie überhaupt da sind; der Mensch, der Tiger, die Fische zwischen ihnen und die Vögel um sie herum. Noch wonniger wird dieses Gefühl, wenn eine schwimmende Insel voller Erdmännchen auf sie zu treibt... An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob das überhaupt noch real sei? Ist der Film wirklich? Doch die Frage muss bejaht werden: Life Of Pi ist real und hinterlässt so einige Eindrücke, die jeder auf seine Weise verarbeiten darf.

                                                • 7

                                                  Bis der Film mal richtig in Fahrt kommt, dass dauert schon eine Weile...und diese habe ich leider gemerkt.
                                                  Doch dann bekommt man großes Kino zu sehne mit unglaublichen tollen Bildern!
                                                  Also, anschauen :-)

                                                  • 9

                                                    Ein unglaublich toller und tiefgründiger Film. Unbedingt angucken!