Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Kritik

Life of Pi

US · 2012 · Laufzeit 127 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
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    "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" ist ein unterhaltsamer Film mit spektakulären Bildern und sympathischen Charakteren. Das religiöse Geschwafel ist allerdings etwas störend.

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      Kenduskeag 19.07.2018, 13:54 Geändert 19.07.2018, 14:02

      Ang Lee zaubert mit "Life of Pi" ein bildgewaltiges Abenteuer auf die große Leinwand, das zwar einen visuellen Leckerbissen darstellt, inhaltlich jedoch einige Schwächen aufweist.

      Fasziniert lauscht der namenlose Autor in der Rahmenhandlung der fantastischen Geschichte seines Gastgebers. Pi Patel ist ein junger Inder aus dem kleinen Ort Pondicherry, der als Sohn eines Zoobesitzers schon früh mit wilden Tieren in Berührung kommt. Als seine Familie in Übersee ein neues Zuhause finden will, folgt die Katastrophe...

      "Life of Pi" ist ein wahrer Rausch aus spektakulären Bildern. Der Film entbrennt zwischenzeitlich ein regelrechtes Feuerwerk märchenhafter Effekte. Abstriche lassen sich diesbezüglich nur bei den Tieren und ihren Bewegungen machen, denen man die Computerherkunft doch recht deutlich ansieht.
      Was die Handlung angeht, so gestaltet sich diese in der ersten Hälfte durchaus abwechslungsreich, während sie später schauplatzbedingt etwas stagniert, aber immerhin noch mit vielen interessanten Einfällen gewürzt wird. Auch die Darsteller wissen dabei zu gefallen und vermögen ihren Figuren erfolgreich Leben einzuhauchen. Besonders Suraj Sharma liefert in der Hauptrolle des jungen Pi eine überzeugende Performance.

      Der Grund dafür, dass Lees Film beinahe tatsächlich Schiffbruch erleidet, liegt vielmehr darin, dass die fantastische Erzählung mit einer kitschigen Zuckerglasur überzogen wird, die dem eigentlich simpel angelegten Abenteuer offenbar eine religiöse Tiefe verleihen soll. Diese zweite Ebene wird allerdings so ungelenk präsentiert, dass kaum eine andere Reaktion als ausgiebiges Kopfschütteln die Folge sein kann. So unterhält sich Pi kurz mit einem Priester und schon ist er bekennender Christ, er läuft an einer Moschee vorbei und wird spontan zum Muslim. Die tiefgreifenden Gottesbegegnungen, die der ältere Pi in der Rahmenhandlung in diesen Situationen erfahren haben will, kommen zu keiner Zeit beim Zuschauer an. Lees Film behauptet an diesen Stellen viel, löst aber nur wenig davon ein.

      Als Schwierigkeit erweist sich zudem, dass die Geschehnisse vor dem Schiffbruch keinerlei Bedeutung für den weiteren Verlauf der Geschichte haben, von Pis anhaltendem religiösen Eifer, in jeder Lebenssituation eine Theophanie auszumachen, einmal abgesehen. Sobald der junge Inder allein mit dem bengalischen Tiger, der ein Namensvetter von Spider Mans Vater ist, auf dem weiten Meer treibt, beginnt die Geschichte gewissermaßen von Neuem und weist nunmehr zahlreiche Parallelen zum biblischen Hiob auf. Familie, Jugendliebe und Fähigkeiten wie jene, die tausendste Nachkommastelle der Kreiszahl zu kennen, spielen von nun an keine Rolle mehr. Dadurch wirkt "Life of Pi" in der zweiten Hälfte manchmal so, als habe man einen komplett anderen Film eingeschaltet.

      Spoiler:
      So unterhaltsam dieses Abenteuer über weite Strecken auch ist, so ernüchternd fällt jedoch das Ende aus, da die religiöse Ebene nun noch einmal stärker in den Fokus rückt und die charmante Fabel überlagert. Mit einem Schluss der Marke "Ätschibätsch! War doch alles nur erfunden!" tut sich der Film wahrlich keinen Gefallen.

      So ist "Life of Pi" insgesamt ein hübsch anzusehendes Abenteuer mit Märchenelementen, das mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften daherkommt, die sich aufgrund fehlender Verbindungen nicht stimmig zusammenfügen. Statt auf die Kraft der Geschichte zu vertrauen, möchte Ang Lee dem Zuschauer unbedingt eine Gebrauchsanweisung in Form einer religiös-kitschigen Metaebene mit an die Hand geben. Diese Entscheidung bringt sein Boot zwar nicht zum Kentern, lässt es aber zwischenzeitlich gehörig wanken. Die Rettung erfolgt schließlich durch das ungleiche Hauptdarstellerduo, dessen vielseitige Beziehung Lees Film vor dem Untergang bewahrt.

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        Der deutsche Titel sagt es: Schiffbruch mit Tiger.
        Leider ein sehr schlechter Film.
        Die Bilder sind so steril, dass jedwede Immersion zuverlässig vom CGI getötet wird. Darum ist es auch so derbe langweilig, weil nichts aber auch gar nichts glaubwürdig werden kann. Im Vergleich dazu war All is lost sehr realistisch, nie künstlich aufgeblasen und deshalb so fesselnd.
        Dazu geht die Handlung einfach nicht auf. Selbst nach der Auflösung am Schluss, die Tiefe vorgaukelt wo keine ist, wird es nicht besser. Der pseudo-religiöse Zuckerguss wird nie ernsthaft ausgearbeitet, sondern vernebelt die Ereignisse bis sie tendenziös und bedenklich werden (nein, Hyänen sind KEINE schlechten Tiere) und jede Fabel, die uns das glauben lässt, ist Propaganda. Gerade wenn es um Göttlichkeit und Religion geht, kann man sowas nicht bringen!). So bleibt ein gefälliges, hohles Werk übrig, das sich nur in seinen Bildern und Worten suhlt, ohne den eigenen Anspruch geschweige denn den Zuschauer ernst zu nehmen. Dieser 'konfessionelle Exhibitionismus' (C G Jung) dringt nie in spirituelle oder intellektuelle Tiefen vor, die über die reine Liturgie der Selbstpreisung hinaus ginge. Statt sich wahrhaftig dem Animalischen und Göttlichen zu stellen, wird alles wieder nur vermenschlicht, wodurch jedwede Erweiterung des Bewusstseins auf der Strecke bleibt. Die ganze Anmaßung und pseudo-religiöse Selbstgefälligkeit findet in einem Satz ihre Deutlichkeit: 'oh danke Vishnu, dass Du in Gestalt dieses Fisches gekommen bist, um mich zu retten.' Ist klar. Sonst noch irgendwelche Sorgen, die mit einem bunten Cocktail aus religiösen Verblendungen betäubt werden können?
        Die Frechheit, ja Ignoranz besteht gerade in der Rosinenpickerei, die die ganze Kraft der Religion ausblendet. Genau darum hat dieser Streifen keinen Anspruch. Und nur einen einzigen Punkt verdient. Und zwar für die Anspielung auf das wunderbare Buch 'Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym' von E A Poe.

        • 8

          Fast so gut wie das Buch.

          • 7 .5

            Traumhaft anzusehen ein wirklich sehr schöner Film.

            • 10
              PumaDAce94 02.03.2018, 13:34 Geändert 02.03.2018, 13:36

              Wow! Was für ein atemberaubender Film.
              Ich hatte ihn schon ewig auf der Watchlist aber habe ihn, warum auch immer, vor mir hergeschoben. Jetzt endlich zu Gemüte geführt und ich war beeindruckt!

              [Spoiler]
              Der Film erzählt die Geschichte des indischen Jungen Pi Patel, dessen Familie mit ihm aus Geldsorgen mit ihren Zootieren nach Kanada aufbrechen muss um dort ein neues Leben zu beginnen und alles hinter sich zu lassen.
              Bei der Überfahrt kommt es jedoch zu einem Schiffsunglück, bei dem die meisten Tiere und Pi´s Eltern sterben.
              Allein auf hoher See muss er nun auf einem Rettungsboot ums Überleben kämpfen. Sein einziger Begleiter: Ein gefährlicher bengalischer Tiger.

              Der Film hat eine Bildgewalt, dass ich zu 70% der Zeit wirklich mit offenem Mund da saß und wirklich aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Sicherlich darf bezweifelt werden, ob die Aufnahmen und Bilder die hier gezeigt werden so 100%ig realistisch sind, denn sie sind fast schon zu schön um wahr zu sein, aber (und das scheinen viele hier nicht verstanden zu haben) der Film behandelt ja auch die Thematik, dass man auch manchmal das Unglaubliche glauben soll, auch wenn es nicht immer realistisch ist. Denn natürlich ist die Geschichte mit den Tieren nicht so realistisch wie die mit den Menschen, die am Ende noch erzählt wird, dennoch ist sie schöner und man möchte sie glauben.
              Und genauso verhält es sich mit der Religion: Denn auch hier ist es aus wissenschaftlicher Sicht Quatsch und unrealistisch, trotzdem ist es schöner an etwas zu glauben.

              Und der Film erzählt noch so viel mehr. Es geht wie gesagt um den Konflikt zwischen Glauben und Wirklichkeit, Leben und Tod oder auch Religionen und ihren Einfluss auf das Leben.

              Dazu ist der Film vollgepackt mit Metaphern. Nicht nur, dass Pi hier im Grunde 2 Geschichten erzählt, einmal die mit den Tieren und einmal die mit den Menschen, wo er dem zuschauer quasi selber die Möglichkeit gibt zu entscheiden welche Geschichte denn jetzt wahr ist, er lässt so viel Raum für Interpretationen offen.
              Steht der Tiger zum Beispiel einfach sinnbildlich für den Tod? Immerhin sind seine Initialen R.I.P (Richard Parker). Zufall? Wohl kaum in so einem Film.

              Der Hauptschauspieler in dem Film, Suraj Sharma, der gerade zum damaligen Zeitpunkt noch ein absoluter Novize war, spielt hier wirklich einmal die komplette Palette runter, von unendlicher Freude und Dankbarkeit, bis hin zu Hoffnungslosigkeit und Trauer. Großartig!
              Für meinen neuen Lieblingsfilm ganz klar 10/10!

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              • 6

                Optisch natürlich ganz großes Kino, keine Frage, aber so richtig vom Hocker reißt mich diese Reise nicht. Kann gar nicht sagen wieso, vielleicht weil alles so weichgespült daherkam und die dadurch fehlende Realitätsnähe. Mir ist klar, dass es hier kaum "Realität" geben sollte, da es ja eine phantastische Erzählung ist, aber diese "Sterilität" lässt einen halt auch nicht so mitfiebern. Alles in allem ganz ok, aber muss man vielleicht nicht nochmal sehen...oder vielleicht doch um es besser zu verstehen? :)

                • 6 .5

                  Dieser Film hat nicht wirklich eine Kritik von mir verdient: nicht weil er so schlechht ist sondern weil ich ihn ehrlich gesagt nur mit reduzierter Aufmerksamkeit geschaut habe. Obendrein auch nicht in 3D, wodurch mir vermutlich ein Großteil der Gesamtwirkung entgangen ist. Aber seis drum: ich hab der Story irgendwann nur noch halbwegs folgen können (aber mehr durch äußere Umstände), will es aber gar nicht madig machen. Die Lebensgeschichte eines Mannes der vor allem durch das Szenario als er mit einem Tiger im Boot Schiffbruch erleidet geprägt wird strahlt gleichermaßen ein hohes Dramapotential wie eine gewisse Magie aus. Ich selber hatte nicht die Chance mich da gebührend hinein zu versetzen, erkenne aber dass es sich lohnen könnte. Vielleicht hole ichs auch noch nach, bis dahin empfehle ich aber jedem anderen es zumindest mal zu versuchen.

                  Fazit: Zauberhafter Film mit großer Wirkung (ich konnte davon allerdings wenig mitkriegen).

                  • 6
                    Heinz_Klett 27.07.2017, 09:20 Geändert 27.07.2017, 09:28

                    Visuell beeindruckende Fabel, die auf narrativer Ebene nicht ganz überzeugen kann, auch wenn das Setting auf den ersten Blick äußerst verlockend erscheint. Nach einer gelungene Einführung merkt man aber schnell, dass ein kleines Rettungsboot nun mal nicht so viel Abwechslung bietet und man einige Elemente bereits in anderen Survivalfilmen (,,Cast Away") gesehen hat. Die Tatsache, dass der Schiffbrüchige seine Nussschale mit einem bengalischen Tiger teilen muss, bringt letztlich weniger Spannung in den Handlungsverlauf hinein, als man vorweg annehmen könnte. Die ,,Auflösung" der Geschichte am Ende ist ganz hübsch überlegt, im Großen und Ganzen wirkt die, der gesamten Erzählung übergeordnete, philosophische Metaebene doch etwas zu kitschig angelegt, auch wenn pathosaffinenere Zuschauer da sicher anders urteilen mögen.

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                      Daggiolone 13.07.2017, 07:40 Geändert 13.07.2017, 08:00

                      "Welche Geschichte hat Ihnen besser gefallen?"
                      "Die mit dem Tiger"
                      "Danke!"

                      Leider konnte auch dieser Film sich nicht im richtigen Moment verabschieden, und musste nach oben zitiertem Schlüsselmoment das ganze noch unnötigerweise in die Länge ziehen. Und sogar noch Gott ins Spiel bringen. Der Film hat bis dahin nicht einmal versucht tiefgründig zu sein, und das war auch in Ordnung.

                      Die Eingangs erwähnte Frage ist durchaus auch an den Zuschauer gerichtet. Ang Lee spielt genau mit der Sogwirkung von Geschichten. Immer wieder wird man durch den Erzähler rausgerissen. Die vermutlich echte Geschichte wird steril und ohne Bilder erzählt. Dafür vergisst man im Verlauf des Überlebenskampfes die Erzählinstanz und wird regelrecht in ein schönes Märchen hineingezogen.

                      Mir hat der Film auf jeden Fall sehr gut gefallen. Einfaches und gefälliges Kino mit zugegebenermaßen trotz Effekte guter Bilder. Oder gerade deswegen. Kann man sich aussuchen.

                      Und der Blick in die Tiefen des Ozeans war der großartigste filmische Trip seit der DMT Einnahme in Enter the Void.

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                      • 5 .5
                        RoboMaus 11.07.2017, 12:35 Geändert 11.07.2017, 15:11

                        'Life of Pi' mutet zunächst wie eine Fortsetzung von 'Slumdog Millionaire' (2008) an: ein Inder erzählt aus der Retrospektive von seinen faszinierenden Erlebnissen aus Jugend und Erwachsenwerden, wobei der Plot immer wieder in die Gegenwart zu einer Unterhaltung schwenkt, die er mit einem Freund führt. Allerdings sitzt er nicht in einer Quiz-Show, sondern am Esstisch und entfaltet die Story seines Lebens in aller Ruhe........

                        Um bei diesem Vergleich zu bleiben: 'Life of Pi' strahlt nicht die Faszination und Intensität des Mega-Erfolges mit dem Underdog-Überlebenskünstler aus, hat aber auch seine ansprechenden und bewegenden Inhalte. Zumindest im ersten Drittel, worin man kurz sogar einen desolaten Gérard Depardieu erleben kann (bis hierher 7/10).

                        Danach erst kommt es zum titelgebenden Schiffbruch, und der Junge findet sich mit fünf Tieren in einem Rettungsboot wieder: Tiger, Hyäne, Zebra, Orang-Utan und Ratte. Von nun an hat der Plot nichts mehr mit Danny Boyles Quiz-Drama gemein, sondern erinnert in seiner Langatmigkeit eher an einen Malick-Film. Was soll sich irgendwo auf dem Meer in einer Nussschale auch ereignen? Der Film ernährt sich nur noch von der gelungenen Ästhetik seiner Bilder und dem allmählichen Näherkommen von Junge und Tiger, wobei Ang Lee immerhin einige ansprechende Ideen präsentiert.

                        Doch so richtig überzeugen will das nicht - es liegt auch daran, dass (notwendigerweise) viel mit CGI gearbeitet wird und die Aktionen/Bewegungen der Tiere in etlichen Situationen zu konstruiert wirken (als ob ein Tiger nicht einmal einen dreiviertel Meter Höhe überwinden und auf die Abdeckplane des vorderen Bootes springen könnte). In anderen Szenen wird es eher Fantasy-artig, recht deutlich an Malicks 'Tree of Life' (2011) angelehnt. Da spaziert (später auf einer Insel) der Tiger in eine Erdmännchenkolonie, schnappt sich die Beute, und kein Erdmännchen rennt weg?? Oh, Mann......

                        Vielleicht liegt der magere Eindruck auch daran, dass ich selbst schon mit einem (Segel-)Boot im Sturm gefahren bin. Wenn man sieht, wie der Junge bei zehn Meter hohen Wellen und acht Windstärken locker auf der Kante des Bootes sitzt (was im Normalfall das Todesurteil ist), kann man das einfach nicht ernst nehmen.

                        Die metaphorische Verklärung zum Ende macht es auch nicht mehr besser.

                        Wieder ein Ang Lee-Film, der auf seine Art gewiss nicht schlecht ist, dem ich aber nur wenig Unterhaltungswert abgewinnen kann.

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                        • 2

                          Achja, Life of Pi... Ich habe ihn 2013 auf DVD gesehen. Bis auf die Szene mit dem Tiger auf dem Boot, fand ich den Film sehr langatmig und langweilig. War einfach nicht meins.

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                          • 8
                            WithOpenEyez 01.05.2017, 20:50 Geändert 03.05.2017, 22:29

                            Und schon wieder habe ich einen wirklichen schönen Film gesehen! "Life Of Pi" ist ein fantasievolles, einzigartiges Werk, welches sich auf sehr angenehme Weise vom üblichen Standard abhebt. Visuell beeindruckend, wobei ich nach dem Sichten des Making Ofs einfach nur alle Hüte ziehen muss, Wahnsinn wie da gearbeitet wurde. Toll gespielt, Hauptdarsteller Suraj Sharma war damals so um die 18 und hat alle seine Stunts selber gedreht. Vor allem musste er u.a. gegen einen aus dem PC genial animierten Tiger anspielen, also sich etwas "einbilden" was gar nicht da ist. War auch noch sein Schauspieldebut. Top Leistung, Hut ab. Wunderbare Bilder und Animationen und einen bewegende, emotionale, innovative, außergewöhnliche Geschichte um einen Jungen, der trotz Schiffbruch mit Tiger nicht aufgibt. Egal ob die Geschichte so geschehen ist, eine Metapher ist oder gar nicht wahr ist, er hat überlebt und viel draus gelernt. Was genau die Metaphern aussagen, welche Philosophie dahinter stecken, kann ich nicht beurteilen. Das schmälert aber auch nicht mein Gefallen des Gesamtwerkes. Welches auch neben den tollen Bildern und Animationen vom stimmigen Score lebt. Wirklich ein besonderes Werk.

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                            • 5

                              "Life of Pi" ist kein Film, den man immer und immer wieder gucken möchte. Die Geschichte, die der Film erzählt ist wirklich tiefgründig. Doch insgesamt zieht sich der Film einfach unglaublich.

                              • 9

                                Tiefgründiger und philosopischer Film, der durch geradezu unglaublich schöne Bilder besticht, an denen sich das Disney Imperium mal ein Beispiel nehmen könnte.
                                Lediglich das Ende hat mich persönlich doch sehr gestört.
                                Zumal die Geschichte mit dem Koch ebenso hahnebüchen war wie die mit dem Tiger... betrachtet man sie aus der Sicht der Versicherung.
                                Fazit: Visuelles Meisterwerk

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                                • 9 .5

                                  Schöner Film, nette Story und sehenswerte Umsetzung.

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                                  • 5

                                    kann man sich vll mit 3d mal ansehen aber kein film den man immer wieder gucken möchte, recht mittelmäßig...kein großes drama wie z.b. slumdog millionär etc.

                                    • 9

                                      Life of Pi / Schiffbruch mit Tiger

                                      Ein Fantasy-Survival-Drama mit exotischen, fabelhaften und grandiosen Bildern, abenteuerlicher Geschichte und toller Besetzung (u.a. Irrfan Khan) um den beeindruckenden Jungdarsteller Suraj Sharma in dessen erster Rolle!

                                      Die Computeranimation diverser Tiere (Richard Parker = der Tiger, die Hyäne, das Zebra, der Orang-Utan und anderen wie z.B. Walen, diverse Vögel etc.) ist fast schon täuschend echt geraten.
                                      Zu Schade, dass die Computerkünstler für ihre Mühen nicht gebührend entlohnt wurden und Klage wegen unterlassener Zahlung einreichen mussten. So etwas bei einem, mehrfach mit dem Oscar prämierten Film ( Beste Kamera, Beste Visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Beste Regie durch Ang Lee. Beste visuelle Effekte! *sigh* ... ) ist ein Armutszeugnis für das Lohndumping und Auslagerung in Billiglohnländer... Die prachtvollen Animationen schmälert das dennoch in keinster Weise. ♡

                                      Die Erzählung mit der Rahmenhandlung eines Interviews durch einen Reporter sorgt für einen gelungenen Anfang, der mich neugierig machte.
                                      Sowohl Irrfan Khan, als auch der Neuling Suraj Sharma spielen die Figur des Pi auf so unterschiedliche und in beiden Fällen auch überzeugende Weise, dass ich in ihnen Pi sah.

                                      Die Sichtung mag ein paar Jährchen zurückliegen und dennoch erinnere ich mich an soo viele Szenen.
                                      Dies spricht auch jetzt für meine Wahrnehmung dieser Hollywoodverfilmung als ein aus der Masse an Produktionen Tinseltowns herausragegenden Film - und dies nicht nur in dessen Veröfffentlichungsjahr!

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                                      • 7 .5

                                        Biographie der speziellen Art. Ein durchwegs schöner Film für die ganze Familie.

                                        • 7

                                          Ein Mann rettet sich nach einem Schiffsunglück auf ein Rettungsboot. Sein Gefährte: ein Bengalischer Tiger!
                                          Hört sich in der Beschreibung nicht sonderlich toll an. Aber Ang Lee macht daraus ein Bildgewaltiges Spektakel. Völlig zu Recht mit dem Oscar für die Spezialeffekte ausgezeichnet.
                                          Auch wenn es kleine Längen gibt, überwiegt das positive an dem Film.

                                          • 4

                                            Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Text spoilere, weil das was ich schreibe mir in den ersten Minuten des Filmes auffiel, so dass ich es für so offensichtlich halte, dass es keine Vorabnahme der Geschichte sein kann. Nichtsdestotrotz warne ich dann doch lieber.

                                            Ich fand den Film eher langweilig.

                                            Was ich nicht verstehen kann ist, dass die Geschichte als wunderschön bezeichnet wird. Es geht hier um einen Jungen, der ALLES und JEDEN verloren hat, und im Kampf des Überlebens zur Bestie werden musste. Das ist traurig! Daher denke ich, das viele den Film nicht verstanden haben bzw. sich von den schönen Bildern ablenken lassen, obwohl der Vater von Pi selbst sagt: Lasst euch nicht von bunten Bildern täuschen.
                                            Ansonsten ist auch nicht mehr viel dazu zu sagen. Die Mutter repräsentieren die Religion und der Vater die Wissenschaft. Ich nehme mal an, es handelt sich hier um eine Allegorie. Beides kann nebeneinander stehen. Mir scheint es so, als ob der Film darauf anspielt, dass die Wissenschaft das schöne aus der Religion nimmt. Dem stimme ich nicht zu. Da ich keinen Konflikt mit diesem Thema habe, berührt mich der Film nicht.

                                            Zwei Stunden lang nur schöne Bilder sehen, ist für mich eher Zeitverschwendung. Dementsprechend kann ich zwar sagen, dass es einige schöne Aufnahmen gibt, dies aber nicht für einen Film ausreicht.

                                            Eher ein Film der Kategorie: einmal gesehen und dann nie wieder. Das heißt aber nicht, dass man sich den Film nicht für dieses eine Mal anschauen könnte. Für jemand, der sich für den Kampf zwischen Religion und Wissenschaft interessiert und es gerne in religiösen Bildern gezeigt bekommen möchte, ist genau richtig bei diesem Film! Jemand, der schöne Bilder sehen möchte, ist hiermit auch bedient. Jeder andere wird sich eher langweilen.

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                                            • 6

                                              Kurz und Knapp:

                                              + 3D Wundervoll --> einfach pure Wahnsinnsaufnahmen.
                                              + Ende finde ich fantastisch
                                              + klasse Hauptdarsteller

                                              - zwischendurch Längen
                                              - zuviele Passagen, in denen "nichts" passiert
                                              - unterdurchschnittliche Monologe / Dialoge (wenn man es so nennen kann)

                                              Ergibt aufgrund der überwältigenden Bilder eine 6/10

                                              • 8

                                                Hat mich bei Release überhaupt nicht interessiert, wurde mir aber in der Folge immer und immer wieder empfohlen und ja, völlig zu recht.

                                                Der Anfang zieht sich, man weiss mit dem Szenario nicht so richtig viel anzufangen und was irgendwie passiert nimmt der Titel ja schon vorweg und darauf wartet man dann ein wenig.

                                                Danach wirds dann wirklich großartig. Grandiose Bilder, vor allem in 3D wirklich atemberaubend schön und stellt da Avatar aber sowas von in den Schatten. Die Geschichte ist spannend, schön, traurig und das im steten Wechsel, so das in Verbindung mit der Optik nie Langeweile aufkommt.

                                                Ich hab wirklich schon ne Menge gesehen und es ist nicht ganz leicht mich in Filmen zu überraschen, den finalen Twist hab ich definitiv nicht kommen sehen. Das war dann die Kirsche auf der Sahne und hat den Film auch inhaltlich wirklich ins Gedächtnis verankert.

                                                Wichtig ist das man sich für den Film Zeit nimmt und Lust hat sich auf die Geschichte einzulassen. Life of Pi ist sicher nichts für "mal eben angucken" oder gleichzeitige Second-Screen-Aktivitäten. Nur dann kann er seine ganz eigene Magie wirklich entfalten und wird zum grandiosen Filmereignis...und wie gesagt, wenn möglich in 3D. Einer der Filme wo es sich wirklich lohnt.

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                                                • 10
                                                  doenef 13.07.2016, 23:34 Geändert 14.07.2016, 01:55

                                                  Faszinierender Film, mit hervorzuhebendem 3D, da eben bereits gleich speziell dreidimensional gefilmt, zudem sind die anfänglichen philosophischen Ansätze brillant, da sich diese vornehmlich auf die Ausübung unterschiedlichster Religionen beziehen, bei denen allen sich nur die Frage nach der Existenz Gottes zu stellen scheint, zum Schluss hin wird’s eher eine Geschichte bzw. eine Art Märchen wie aus „1001 Nacht“ bzw. ob man Geschichten überhaupt Glauben schenken darf und soll
                                                  => Alles in allem ein faszinierendes Märchen,...perfekt und imposant inszeniert

                                                  Normalerweise bin ich *** weiß Gott *** kein Fan und Freund von 3D,
                                                  aber zu diesem bombastischen Märchenfilm (auch) für Erwachsene gehört es einfach unbedingt(!!!) dazu,
                                                  damit es eben den erstrebten BILDERRAUSCH gibt => MEHR ALS SEHENSWERT!!!

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                                                    Dieser Film ist nicht schlecht und ist gut erzählt, jedoch habe ich hier nicht die ganze Zeit mitgefiebert, oder habe sehnsüchtig auf die nächste Szene gewartet was jetzt wohl kommen mag.
                                                    Das Ende ist vorhersehbar, bleibt am Ende doch "nur" ein Film mit schönen Bildern.