Sieben Minuten nach Mitternacht - Kritik

A Monster Calls

US/ES · 2016 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 10
    Sternenkind68 17.02.2018, 22:01 Geändert 17.02.2018, 22:02

    Visuell und schauspielerisch sehr beeindruckend.
    Absolut zu Herzen gehend. Ich war pausenlos am Heulen.
    In dem gemobbten Jungen habe ich mich selbst wiedererkannt,
    Lewis MacDougall ist eine Entdeckung.
    Loben möchte ich ebenfalls die visuellen Effekte und die Illustrationen .

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    • 9
      RolfMuller 16.02.2018, 13:50 Geändert 16.02.2018, 13:59

      00:06

      Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde. Und dennoch wissen wir nicht wie spät es ist. Das es an der Zeit ist, zu erkennen, sich etwas einzugestehen. Die Zeit heilt nicht die Wunden. Nein die Zeit sorgt für die Wunden. Sie wütet unaufhaltsam in dir und scheint dich hin und wieder zu zerreißen. Und man kommt nicht weiter. Man bleibt immer bei sechs Minuten nach Mitternacht stehen obwohl soviel Zeit vergangen ist. Ehrlich zu sich zu sein tut verdammt weh. Sich genau zu finden und zu bestimmen im Umkreis der fleischreißenden Zeiger. Verdammt schwer. Und verdammt wichtig. Um weiterzumachen gar notwendig. Und wir müssen damit umgehen. Als Erwachsener schwierig, als Heranwachsender noch schwieriger. Für manche ist das ganze Leben sechs Minuten nach Mitternacht. Ein Verweilen, ohne zu erwachen!

      00:07

      Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde! Die fleischreißenden Zeiger drehen sich spürbar weiter. So schmerzhaft wie noch nie! Denn wir erkennen, wir lassen los, wir akzeptieren. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein schmerzvolles Eingeständnis. Über die Schwierigkeiten und die Tücken die das Leben mit der Zeit mit sich bringt. Fantasievoll, poetisch und hochemotional. Ein Lehrstück von Verständnis und bitteren Wahrheiten. Ein Umbruch ist oft ohne einen Ausbruch nicht möglich. Zuversicht ohne Einsicht nicht wahrnehmbar. Was man festhält muss man zwangsweise irgendwann loslassen.

      0:08

      Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde...

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      • 8
        BenAffenleck 15.02.2018, 18:14 Geändert 17.02.2018, 07:07

        'Loslassen'

        Wer schon mal loslassen musste weiß, wie unendlich schwer dieses Wort wiegt. Wie scharf die Kanten sind und wie schwer die Narben verheilen, die beim balancieren dieses Wortes unweigerlich in Herz und Gedanken gerissen werden.

        'Erlösung'

        Ein anderes Wort, von einer leisen Stimme geflüstert. Die Wahrheit legt sich über die Lüge. Das Unvermeidliche akzeptieren, wenn die Zeit gekommen ist. SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT. Noch nie war Trauerbewältigung magischer, sensibler, schwermütiger und … schöner.

        'Heilung'

        Ein Versprechen, dass ohne 'Loslassen' und 'Erlösung' nicht gehalten werden kann . . .

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        • 7 .5

          Ein wirklich sehenswerter Film über ein ernstes Thema. Insbesondere die perfekte Einbettung des Monsters und dessen Geschichten in die reale Welt ist grandios gelungen und macht so den Film zu etwas Besonderem. Die Geschichte bleibt allerdings trotzdem schwerere Kost und wird wohl dem empfindlicheren Zuschauer die eine andere Träne abverlangen. Dafür bleibt der Film weitestgehend frei von Kitsch und auch das Ende kann gefallen. Fazit: rundum gelungen.

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          • Savagee 05.02.2018, 13:43 Geändert 05.02.2018, 14:38

            Ich habe den Film gestern gesehen und zu meiner Verwunderung hat er mich zu keinem Zeitpunkt emotional angesprochen. Umso seltsamer da diese Art Film eigentlich genau meinem Schema entspricht.

            Ich fühle mich eher manipuliert, da das was in dem Film gezeigt wurde für mich zu keinem Zeitpunkt mit den Figuren übereinstimmte. Natürlich ist das Thema ein emotional aufgeladenes, aber nur weil etwas scheinbar emotional ist, bedeutet dies nicht das es auch echt ist. Vielmehr fühlt sich dieser Film so an, als wollte er mir vorschreiben "jetzt" traurig zu sein und "jetzt" emotional. Was ich damit sagen will ist:
            Die Figuren sind extrem platt und werden nur durch das harte Schicksal definiert.

            Meiner Meinung nach versucht der Film Empathie durch Attraktion zu erzeugen, ohne dabei dramaturgisch Ereignis auf Ereignis aufzubauen, sondern reiht eher Episode an Episode ohne das diese Kausal einer inneren Logik folgen.

            Wenn ich als vergleich an Manchester By The Sea denke, der zu keinem Zeitpunkt versucht Emotionen zu diktieren, sondern allein durch dramaturgische Mittel uns an das Schicksal von Lee bindet: (Spoiler) Die finale Konfrontation zwischen Lee und seiner Ex-Frau wurde sorgsam und strategisch aufgebaut und immer weiter verdichtet, so dass diese Szene sich tief einbrennt ohne zu rufen sei „Jetzt“ traurig, weil es das Script so vorsieht.

            Sieben Minuten nach Mitternach spricht unser Mitleid an, Mancherter By the Sea jedoch unser Mitgefühl

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            • 7 .5

              Gerade geschaut und durchlebt. Ein Film ohne Kitsch und doch mit verpackter Härte. Im letzten Viertel zeigten sich meine Emotionen denn vor knapp drei Monaten zeigte sich das wahre Leben in seiner vollen Härte in meiner Familie, noch immer mit den Nachwehen in Kopf und Herz.

              Es wird nicht mein Lieblingsfilm aber er passt in meine derzeitige Gefühlswelt, nutzt meine Gefühlswelt.

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              • 9

                Ich bin noch keinem fantastischen Film begegnet, der so nah an der Realität war, dermaßen echt, dass er einigen Realverfilmungen ohne Computeranimationen einiges voraus hat. Es ist fast schon unheimlich, aber auf jeden Fall zutiefst bewegend.

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                • 8
                  FilmAnhaenger 24.01.2018, 22:05 Geändert 24.01.2018, 22:08

                  Hartes und sehr emotionales Kino über den Krebs, verpackt in teils märchenhafter und teils sehr realer Optik, von der der Film im wahrsten Sinne des Wortes lebt. Überzeugt haben mich unter anderem die sehr authentischen Dialoge, vor allem zwischen Mutter und Sohn. Ein Film, den man gesehen haben muss. Nicht, weil er sonderlich gute Laune verbreitet, sondern weil er ein hartes Thema, mit dem sicher viele direkt oder indirekt schon zu tun hatten, versucht, ehrlich aber trotzdem optisch klasse umgesetzt aufzuarbeiten.

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                  • 8

                    2017 hatte ja doch noch die ein oder andere Überraschung zu bieten. Viele Filme wurden letztes Jahr mit Lob übergossen, die bei mir oftmals nur einen guten, aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterließen. "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist dann endlich mal ein Film aus der Kategorie "ausgezeichnet" und erzählt mit tollen Darstellern und einem hervorragendem Look eine bittere, aber auch lehrreichen Lektion fürs Leben.
                    Der Film ist durchweg gut inszeniert und kann trotz schwerfälliger Thematik nichts weiter als überzeugen. Zudem bleiben beim Cast keine Wünsche offen und auch Liam Neeson kann als Baummonster sehr gut performen, was natürlich ebenfalls durch die hochwertigen visuellen Effekte unterstützt wird.
                    "Sieben Minuten nach Mitternacht" bietet auf teils minimalistische Weise mit einer richtig starken Geschichte ganz großes Kino. Ein kleiner Film, der dennoch groß ist.

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                    • 6 .5

                      Wer ein klein wenig hinterhältig ist und der Gruppe an Silvester mal so richtig die Stimmung verhageln will - voila das ist genau der richtige Film dafür.
                      Klingt nach harmloser Fantasy zum Zeitüberbrücken, ist aber ziemlich unangehmer Tobak, der trotz gewisser typischer Hollywood-Elemente nie wirklich so Happy-End mäßig unterwegs ist.

                      • 6

                        Es gibt Filme, die führen zu Erkenntnissen. In disem Fall zu der Erkenntnis, dass es neben dem Subgenre "Torture Porn" scheinbar auch das des "Tristesse Porn" geben muss. Denn dieser Film drückt so dermaßen auf die Tränendrüse, dass alle Dämme brechen und weidet sich darin - immer noch eine Schippe drauf.
                        Handwerklich ist er sicher gut gemacht und die Schauspieler überzeugen alle. Die Story jedoch hat mich nicht so richtig packen können. Irgendwie wirkte das alles nicht so ganz harmonisch, irgendwie war's doch zu straight, die Zwischensequenzen der Eibe, letztlich die ganze Geschichte um die Eibe. Auch die Auf-/Erlösung am Ende war sicher nicht schlecht, aber auch nicht der große Clou, der den Film nochmal auf ein anderes Level hätte ziehen können.

                        • 7 .5

                          Erstaunlich poetisch und lange nicht so kitschig wie ich befürchtet hatte.

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                          • 8

                            Perfekte Buchumsetzung!

                            • 7 .5

                              Der Film hat seine Momente! Die Story ist auch sehr gut & man kann sich, vorallem wenn man selbst schon einmal solch eine Situation durchleben musste, in die Hauptfiguren hinein versetzen.

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                              • 7

                                Der Baum, der Sterbebegleiter.
                                Nach Trauerphasen strukturierte Fabel, die sich mit symbolischen Fantasy-Motiven mit dem Tod auseinandersetzt, ihn als einen notwendigen und natürlichen Teil des Lebens vermittelt. Einfühlsam richtet sich der Blick auf einen 10 Jährigen, auf seine Hilflosigkeit und Wut vor der Endgültigkeit des Sterbens. Die mit düsteren Manifestationen von Monstern und Animationssequenzen verbildlichten Ängste erinnern in ihren besten Momenten an "Pans Labyrinth" und erwachsener Kinderkost eines Spielbergs. Das ist ebenso faszinierend wie herzzerreißend, weil hier die Kraft von Geschichten Verdrängungen offenbaren, eine reinigende Wirkung haben und so Akzeptanz und Bewältigung ermöglichen. Allerdings überreizt J.A. Bayona zunehmend seinen Predigt-haften Ton. Immer wieder müssen die eh schon überdeutlichen Visualisierungen nochmal verbal erklärt werden, bis auch der letzte Zuschauer in der letzten Reihe die Tragweite des Verlustes versteht, fühlt und anfängt zu heulen. Nicht ohne Raffinesse verbinden sich dunkle Märchen-Motive mit harter Realität. Die Tragik, das Mitgefühl wird körperlich spürbar, das Schluchzen ist befreiend.
                                In 7 Taschentücher geschnäuzt.

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                                • 6

                                  Die unterschiedlich gestalteten Trickfilmanteile sind recht gut gelungen , auch wenn die Geschichten des Baumes mich nicht richtig packen will.Das Schicksal der Familie lässt einen sicherlich auch nicht kalt , aber das ganz große Gefühl will auch nicht aufkommen . Ich bin der Meinung das ähnliche Filme wie Brücke nach Terabithia oder Pans Labyrinth , als Vermischung von Trickfilm und Drama, besser Funktionieren .Nicht schlecht ....wird bei den Meisten wohl besser ankommen .

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                                  • 8

                                    Wuchtiges Sterbedrama aus der Perspektive des zurückbleibenden Sohnes.

                                    Filme wie dieser bieten die Gefahr der harten Verkitschung und auch A MONSTER CALLS ist nicht gänzlich frei davon, macht dies aber doppelt wett, weil er sich erzählerisch nicht in verharmlosenden Hollywood-Mechanismen verrennt, sondern trotz seiner symbolischen Welten ehrlich und schonungslos den Finger in die Schmerz-Bewältigungs-Wunde legt. Loslassen scheint in der gezeigten Situation nicht bloß schwer, sondern unmöglich, ebenso Optimismus. Stattdessen regieren auf Seite unseres 10 jährigen Protagonisten Angst, Schuldgefühle und Selbsthass. Die Stufen zur Akzeptanz dieser Gefühle umreißt A MONSTER CALLS mit bunten Bildern, imaginären Baum-Riesen und einem starken Fantasy-Anteil - weniger emotional zerstörend ist das ganz dadurch trotzdem nicht.

                                    Hat mich sehr bewegt.

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                                    • 7

                                      Ja, traurig war er schon der Film und die Baumgeschichte fand ich recht gut gemacht.
                                      Zwar hat mich der Film nicht grenzenlos gefesselt, aber für einen netten Fernsehabend reicht er allemal, auch wenn die Nachwirkung einen leichten Stich hinterlassen kann.

                                      • 9

                                        Hochkarätige Lebenphilosophie für alle von 10 bis unendlich, herausragend gut inszeniert, klasse dargestellt.

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                                        • 5

                                          Hybridfilme sind ja zurzeit richtig im Kommen. Vor allem die Mischung aus Drama und Genrefilm scheint die Filmemacher besonders zu faszinieren. Und so haben wir in den letzten Monaten experimentelle Kombinationen wie Drama + Geisterfilm (Personal Shopper), Drama + Endzeitfilm (The bad batch) oder Drama + Kannibalenfilm (Raw) zu Gesicht bekommen. Einige davon durchaus gut geglückt. Nun bekommen wir die Drama + Märchenfilm Kombo. Das größte Problem ist jedoch, dass Bayona diese Stile nicht wirklich vermischt. Entweder präsentiert sich der Film als langweiliges und plattes Märchen, oder 80 Minuten als noch langweiligeres Drama. Ab Minute 80 in etwa wird das ganze metaphorisch aufgelöst, und das aber überraschenderweise, von ein paar Längen mal abgesehen, gar nicht so schlecht. Auch das Ende hat mir gut gefallen, da es mir zwei völlig konträre Interpretationsmöglichkeiten bietet. Doch das Ende ist es leider nicht Wert, dass man sich 80 Minuten erstmal durchquälen muss.

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                                          • 7

                                            langatmig, aber doch herzzerreißend und kreativ. Sehr gut gespielt (vorallem von Lewis MacDougall) und die Moral ist nicht zu kitschig.

                                            • 5

                                              Ein fürchterlich trauriger Film, der einem mal komplett den Abend versauen kann. Ihr kennt das ja. Es ist Sonntag, noch dazu letzter Ferientag, und man geniesst den Abend gemütlich auf der Couch mit seiner Liebsten (um das zu Gendern: oder seinem Liebsten) während es draußen regnet und ganz und gar ungemütlich ist. Da man glücklicherweise am Mittag in der Videothek war hat man vorgesorgt. A Monster Calls hat gute Bewertungen und ich eine tolle Vorhersage. Nach einem guten Essen kuschelt man sich aufs Sofa und drückt auf Play................
                                              Der Film ist bestimmt kein Schrott, er mag auch seine Berechtigung haben (was auch immer für eine), aber Unterhaltung ist was anderes. Nun gut. Der Film will auch nicht unterhalten. Er will uns zeigen wie scheisse es ist, wenn einem 12 jährigen die Mutter wegstirbt, er obendrein in der Schule verdroschen wird, er noch dazu von seiner Oma eher verabscheut wird und als Krönung von seinem Vater fast verstossen wird. Reicht noch nicht um eine Film Depression zu bekommen? Es fehlt nur noch ein großer sprechender Baum. Fertig ist Sieben Minuten bis zum Anruf beim Psychiater.
                                              Der Film an sich ist nicht schlecht, er hat mich aber leider nicht mitgenommen auf seine dunkle Reise. Die Darsteller sind gut, die Story kommt mal so vor. Ein schwermütiger, langatmiger Film, der einem jeden Funken gute Laune aus dem Körper zieht.
                                              Der Abend war auf jeden Fall anders geplant.

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                                              • 5 .5

                                                "A Monsters Call" ist mit Sicherheit einer der traurigsten Filme die ich je gesehen habe. Und so schwermütig das Drama daher kommt, so schwer finde ich Zugang dazu. Irgendwie finde ich nicht den tieferen Sinn darin. Die Darbietung der Schauspieler war sehr ansprechend, die Effekte waren okay und ich wurde auf jeden Fall emotional berührt, doch ständig stellt sich mir die Frage `Was will der Künstler uns damit sagen?´. Vom Gefühl her bin ich hin und her gerissen, auf der einen Seite denke ich mir, dass da noch jede Menge Potenzial gewesen wäre, auf der anderen denke ich da war einfach nicht mehr drin. Am Ende lässt mich der Film traurig und ratlos zurück, ich glaube, ich geh mir jetzt einen Baum suchen, hilft vielleicht weiter...
                                                Fazit: Hat dir "Brücke nach Terabithia" und "Pans Labyrinth" gefallen? Dann bist du hier vielleicht ganz richtig. Aber sei gewarnt: Es könnte dich ganz schön runter ziehen!

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                                                • 9

                                                  [...] Etwas mehr als zwei Monate ist es her, dass ich mich dem wunderbar fantastischen, zudem noch zauberhaft illustrierten Buch "Sieben Minuten nach Mitternacht" gewidmet habe und nach meiner Begeisterung für das literarische Werk war es mir natürlich ein Anliegen, pünktlich zum – heutigen – Heimkinostart der Verfilmung auch einen Blick auf die Adaption zu werfen, zumal selbige nicht nur mehr als hochkarätig besetzt schien, sondern auch dem Geist des Werkes von Patrick Ness – der auch für das Drehbuch zum Film verantwortlich zeichnet – treu zu bleiben schien, wobei in diesem Zusammenhang einmal mehr nicht unerwähnt bleiben soll, dass es sich originär um eine Geschichte – oder um die Idee zu einer Geschichte – der verstorbenen Autorin Siobhan Dowd handelt. Hilfreich bei einer Verfilmung dieser Art ist natürlich, dass das Buch selbst nicht gerade umfangreich ist – hierzulande rund 220 Seiten umfasst – und zudem noch mit einigen Illustrationen daherkommt, an denen man sich dankenswerterweise auch in der Filmfassung orientiert hat, was speziell hinsichtlich des Monsters einen Segen darstellt. [...]

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                                                  • 4 .5
                                                    RedMoon-1973 21.10.2017, 22:52 Geändert 21.10.2017, 22:53

                                                    Was sollte das jetzt sein? Ein Drama, Fantasy, Mystery...?
                                                    Keine Ahnung.

                                                    Fakt ist, das Grundthema um Verlustängste, Liebe für die sterbende Mutter usw. ist sehr traurig und grundsätzlich gut inszeniert. Vor allem die Sterbeszene lässt es einem kalt den Rücken runter laufen. Manchen Zuschauern könnte auch ein Tränchen herunter kullern.

                                                    Und obwohl ich ein großer Fan von Fantasyelementen bin, frage ich mich:
                                                    was soll dieses Baumwesen hier in diesem Film? Ja klar, anfangs dachte man es wäre eine zweite Persönlichkeit, das "innere ich", ein imaginärer Freund, ein Psychiater und was weiß ich alles, also etwas, was sich der Junge aufgrund seiner Probleme einbildet, um diese verarbeiten zu können. Aber am Ende ist es dann doch ein Wesen? Ein guter Hausgeist vielleicht, der auch die Mutter mal heimgesucht hatte?

                                                    Das alles wirkt so deplatziert. Ohne diese Fantasyanleihen hätte ich eine Wertung zwischen 7-8 vergeben. Aber so, nimmt mir "der Baum" einfach den Fluss, den der Film eigentlich hätte gehen sollen.

                                                    So, jetzt steinigt mich, weil das meine Meinung ist.

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