Sieben Minuten nach Mitternacht - Kritik

A Monster Calls

US/ES · 2016 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Drama · Kinostart
Du
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    RoboMaus 20.04.2018, 07:53 Geändert 21.04.2018, 07:12

    Die Mutter eines 13jährigen Jungen hat Krebs und liegt im Sterben - er ist mit der Situation hoffnungslos überfordert und flüchtet in eine Phantasiewelt, worin ein beeindruckend animierter Baum zu ihm spricht. Die Erwachsenen, die sich um ihn kümmern, insbesondere seine Oma (stark: Sigourney Weaver), können ihn nicht erreichen......

    Obwohl das (einzige) Fantasy-Element mit dem Baum passend gesetzt ist, ist 'A Monster Calls' (2016) eher ein Gefühlsdrama, das seine volle Wirkung nur entfalten kann, wenn es gelingt in die Welt des Jungen einzutauchen. Das funktioniert bei mir erst zum Ende hin - zuvor konnte ich mit den Geschichten, die der Baum dem Jungen erzählt (um ihn zur Akzeptanz der Situtation zu bringen) und den vielen metaphorischen Inhalten nur wenig anfangen. Es ist klar, wie das gemeint ist, kommt aber z.T. sehr weit hergeholt, damit zu ausschweifend und eher zu dick aufgetragen an. Im Englischen gibt dafür den schönen Begriff "armwaving".

    Inhaltlich tritt die Story damit bis kurz vor dem Ende auf der Stelle: der Zustand des Jungen bleibt unverändert, die Probleme bleiben dieselben, und er ändert sein Verhalten zunächst auch nicht, nachdem er sämtliche Geschichten und metaphorischen Inhalte geschluckt hat.
    .....und natürlich sind auch hier wieder die Extrem-Mobber am Werk, was heutzutage wohl in keinem Film fehlen darf, der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat. Als ob in unserer Gesellschaft hinter jeder Ecke die Mobber lauern, um den Stillen zusammenzutreten - das ist doch eher einfallslose Sozial-Stereotypie, um in Filmen Pseudodramatik zu schüren.

    Der Film wird erst in dem Moment einnehmend, wo die Baum-Selbsttherapie dazu führt, dass der Junge seine Fesseln sprengt, aber da sind wir schon im letzten Viertel. Bis dahin ist das einigermaßen unterhaltend, kommt aber mit seiner berührenden Schlussphase doch noch auf ein "ganz gut".

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    • 7

      Nicht jede der erzählten Geschichten fügt sich nahtlos ins Gesamtkonzept, dennoch auch wenn nicht jede in sich gelungen ist so tragen die anderen wieder den ein oder anderen lehrreichen Kern in sich über den es sich lohnt nachzudenken (besonders in der heutigen Zeit, wo manipulative Kräfte aus allen erdenklichen Lagern, um die Gunst der Mitmenschen werben oder werben lassen bsw. die 1. Story mit der Königin)

      Die Moral von der Geschicht könnte zum einen kaltherziger und herzlicher nicht sein, klingt seltsam ist aber so zumindest empfand ich das so. Die Darsteller insbesondere Lewis MacDougall sind herausragend, wobei Sigourney Weaver ein wenig untergeht, so finde ich es doch interessant das Liam Nesson dem Monster seine Stimme gibt, zumal er ja in letzter Zeit dem Zuschauer als Actionstar bekannt sein dürfte (96 Hours 1-3, A Walk among the Tombstones, Non Stop etc...) Da hätte ich doch eher auf die Anfänge seiner Karriere Theater/Charakterrollen/Darsteller getippt. Aber das unterstreicht nur sein wandelbares Talent.

      Gelungen ist auch die Farbgebung/Vertonung und unterstreicht das ganze sehr stimmig, und mir hat auch der eigenwillige Trickfilmstil sehr zugesagt und das Monster/der Baum ist toll getrickst wirkt so schön gruselig manchmal schon ein wenig zu sehr aber allgemein ist Sieben Minuten nach Mitternacht ja nicht nur ein Drama sondern ein Drama mi doch einem erheblichen Anteil an Horrorelementen.

      PS: irgendwie erinnert mich der Baum aus dem Film frappierend an die Ent´s aus Der Herr der Ringe.

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      • [...] Juan Antonio Bayona liefert uns hier einen sehr nachdenklichen, fast schon bedrückenden Film. Es ist kein typischer “Gute Laune”-Fantasy, sondern schwere Kost. Gerade durch die Kamera, die sehr nahe am Geschehen ist, wird das unterstrichen, es gibt etliche stille Momente, die man auf sich wirken lassen sollte.

        Der Cast ist erstklassig, alle spielen glaubwürdig und mit absoluter Hingabe. Vor allem der kleine Junge gefällt sehr gut in seiner Rolle. “Das Monster” ist ebenfalls detailreich gestaltet und seine Stimme ist mächtig und passt einfach. Wenn es sich bewegt, knarzt und knirscht alles. Hat mir gut gefallen.

        Wenn man den Fakt mit einbezieht, dass Siobhan Dowd ihre Idee nicht mehr aufschreiben konnte, da sie an Krebs starb, erscheint der Film dann sogar noch etwas ernster. Denn die große Thematik ist der Krebs und das Sterben. Wie gehen Angehörige damit um und vor allem das eigene Kind.
        “Wenn niemand dich sieht, existierst du dann überhaupt?”

        “Sieben Minuten nach Mitternacht” sollte man am besten zu zweit oder mit mehreren Leuten sehen, denn er regt zum Nachdenken und vor allem zum Diskutieren an. Er ist düster und traurig. Die schön gestalteten Geschichten des “Monsters” jedoch fügen dem Machwerk auch eine bezaubernde optische Komponente hinzu.

        Mir hat der Film gut gefallen, auch wenn ich vielleicht nicht ganz auf der Hype-Welle mitschwimme, die ihn bei Release erfasst hat. Aber es ist ein gelungenes Werk, passend zu den kalten Herbsttagen. Es bietet sich auch an, ihn mit seinem Kind zu sehen um Themen anzusprechen, die im normalen Alltag keinen Platz mehr haben.

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        • 8

          A Monster Calls erzählt eine starke Rahmengeschichte über Verlustängste, Schuldgefühle und Trauer und visualisiert diese Gefühle anhand dreier Geschichten. Die ungewöhnliche Herangehensweise, die starken Leistungen von dem kleinen Jungen sowie dem restlichen prominenten Cast, aus dem Felicity Jones etwas heraussticht, sowie der gelungenen Wechselwirkung zwischen metaphorischen Bildern und der Rahmenhandlung machen den Film zu einem heftigen Drama, bei dem auch die ein oder andere Träne fließen kann und das sehr menschlich und authentisch ist trotz des nicht unerheblichen fantastischen Touches. Sehr empfehlenswerter Film, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt

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            Mensch sein...

            Bewusstsein.

            Furcht.

            Schmerz.

            Wut.

            Trauer.

            Wenn wir es richtig machen und unsere Wahl mit dem Herz und nicht mit dem Kopf treffen, dann überwiegt die Freude.

            Liebe.

            Wenn es etwas gibt, dass eine im Grunde vorhersehbare, altbekannte Geschichte sehenswert macht, dann sind es interessante Figuren.

            Inszenierung trägt.

            Modelle überzeugen.

            Computeranimation hilft.

            Fantasie beflügelt.

            Musik erweckt.

            Schauspiel prägt.

            Gedanken atmen.

            Liebe lebt.

            Ein Film wie dieser muss nicht entschlüsselt werden. Ein solches Werk ist nicht zur bloßen Bewunderung erschaffen. Diese Geschichte belehrt nicht aufdringlich.

            Was 'Sieben Minuten nach Mitternacht' ausmacht, das ist die Botschaft. Eine Wahrheit, die jeder kennt, viele verdrängen und an die einige von uns von Zeit zu Zeit erinnert gehören.

            Unser Leben ist endlich, unsere Wut vergänglich, aller Schmerz nicht vergeblich, wenn wir uns erinnern.

            Das Leben ist schön. Sicherlich hart, unfair, leidvoll, beängstigend, schmerzlich, verwirrend ist es beizeiten und letztlich entscheiden wir seinen - unseren - Weg.

            Wir brauchen hierzu nur Liebe, Aufrichtigkeit und Mut. Die schwersten und schönsten - ganz bestimmt jedoch -
            wichtigsten Dinge.

            Nach Punkten kann ich diese Perle nicht bewerten...

            Worauf lege ich mein Augenmerk? Wem oder was gewähre ich Vorrang in seiner Bedeutung. Bemängele ich unvermeidbare Elemente? Kritisiere ich Tempo, Farbgebung, Schauspiel der jungen Hauptfigur? Betrachte ich ernst die Erzählung? Zähle ich die Tränen oder Taschentücher? Wiege ich die Gedanken von mir selbst oder ergründe ich Botschaften, Absichten, Meinungen und Interpretierbares?

            Ich sitze hier, lebe, atme, denke und über all dem fühle ich:

            Dank für Hingabe.

            Hochachtung vor Phantasie.

            Liebe für Emotionen.

            Trauer vom Filmabschied.

            Lust auf Wiederholung.

            ♡♡♡♡♡

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              Also, um es kurz zu machen: Dieser Film hatte mich in den ersten Minuten.

              Und um es lang zu machen:

              Ich bin ein kleiner Fantasy-Junkie - und das meine ich bezogen auf gute Fantasy, die mich greift, durchschüttelt, mich sanft absetzt, aber nie wieder richtig los lässt.
              Leider findet man diese Perlen nicht allzu oft, oder ich tue das zumindest nicht.
              So machte mein Herz freudig aufgeregte Sprünge:

              „Wie beginnt die Geschichte?“ - „Wie so viele Geschichten: Mit einem Jungen - zu alt um noch ein Kind zu sein, zu jung um schon erwachsen zu sein und mit einem Albtraum.“

              Okay, bereits ab hier war klar, dass ich mich auf etwas gefasst machen konnte, was funktionieren könnte und das freute mich doch sehr, besonders nachdem ich in den letzten Tagen doch einige inhaltlich sehr lückenhafte Filme sehen „musste“...

              Und dann ging es erst richtig los - bereits das Intro ist so wunderschön anzusehen und stellt dabei einen einnehmenden Start dar, der einen in eine magische Geschichte eintauchen lässt.

              Ich möchte ehrlich gesagt nicht zu viel verraten, deswegen sage ich nur, dass man hier eine Story geboten bekommt, die märchenhaft ist, die verträumt ist, die tiefsinnig ist, die kreativ ist, die traurig ist, die hilfreich ist, die interessant ist, die clever ist und die im Kern wahrhaftig ist.
              Denn das macht, glaube ich, die wirklich guten fantastischen Geschichten aus – ein wahrhaftiger Kern.
              Ich finde es ganz wundervoll, dass so ein wunderschöner Film im Jahr 2016 auf den Markt kommt – wo man doch so oft von Übersättigung, Stereotypen und Einfallslosigkeit liest und hört.
              Sicherlich erfindet „Sieben Minuten nach Mitternacht“ das Rad nicht neu, aber mein Träumer-Herz hat sich schon lange nach etwas verzehrt, an dem ich nichts auszusetzen habe.
              Und das dazu noch mit so einer Allegorie auf das Leben, auf den Tod und die Trauer an sich.
              Ich meine, was kann man Besseres aus Trauer schöpfen, als solch eine Geschichte?!
              Eine (bzw. vier) Geschichte(n), die einem selbst vielleicht noch etwas beibringt, und auch wenn diese Lehre nicht neu sein mag, so ist es doch gut und heilsam sie immer Mal wieder auf neue Art und Weise zu hören.

              Normalerweise braucht es einige Zeit, bis ich einen Film in die Reihe der „Lieblingsfilme“ aufnehme, denn diese müssen oft reifen und auf Dauer ihren Wert beweisen.
              Ich denke, hier darf das zu Recht anders sein.

              Abschließend hoffe ich auf viele weitere inspirierende Geschichten wie diese, und dass sie so viele Menschen wie möglich erreichen, ihre guten Absichten und Gedanken streuen UND (auch, wenn das jetzt vielleicht für den ein oder anderen etwas extrem klingen mag) diese Welt ein winzig kleines Stückchen besser machen, als sie es gestern noch war.

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                Wundervolle Geschichte jenseits aller Klischees. Ein Fantasy Film der dabei hilft, die Realität erst zu verstehen.

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                  Sternenkind68 17.02.2018, 22:01 Geändert 17.02.2018, 22:02

                  Visuell und schauspielerisch sehr beeindruckend.
                  Absolut zu Herzen gehend. Ich war pausenlos am Heulen.
                  In dem gemobbten Jungen habe ich mich selbst wiedererkannt,
                  Lewis MacDougall ist eine Entdeckung.
                  Loben möchte ich ebenfalls die visuellen Effekte und die Illustrationen .

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                    RolfMuller 16.02.2018, 13:50 Geändert 16.02.2018, 13:59

                    00:06

                    Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde. Und dennoch wissen wir nicht wie spät es ist. Das es an der Zeit ist, zu erkennen, sich etwas einzugestehen. Die Zeit heilt nicht die Wunden. Nein die Zeit sorgt für die Wunden. Sie wütet unaufhaltsam in dir und scheint dich hin und wieder zu zerreißen. Und man kommt nicht weiter. Man bleibt immer bei sechs Minuten nach Mitternacht stehen obwohl soviel Zeit vergangen ist. Ehrlich zu sich zu sein tut verdammt weh. Sich genau zu finden und zu bestimmen im Umkreis der fleischreißenden Zeiger. Verdammt schwer. Und verdammt wichtig. Um weiterzumachen gar notwendig. Und wir müssen damit umgehen. Als Erwachsener schwierig, als Heranwachsender noch schwieriger. Für manche ist das ganze Leben sechs Minuten nach Mitternacht. Ein Verweilen, ohne zu erwachen!

                    00:07

                    Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde! Die fleischreißenden Zeiger drehen sich spürbar weiter. So schmerzhaft wie noch nie! Denn wir erkennen, wir lassen los, wir akzeptieren. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein schmerzvolles Eingeständnis. Über die Schwierigkeiten und die Tücken die das Leben mit der Zeit mit sich bringt. Fantasievoll, poetisch und hochemotional. Ein Lehrstück von Verständnis und bitteren Wahrheiten. Ein Umbruch ist oft ohne einen Ausbruch nicht möglich. Zuversicht ohne Einsicht nicht wahrnehmbar. Was man festhält muss man zwangsweise irgendwann loslassen.

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                    Tick Tack! Der Zeiger der Uhr bohrt sich in unser Fleisch, dreht schmerzhaft seine Runde...

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                      BenAffenleck 15.02.2018, 18:14 Geändert 17.02.2018, 07:07

                      'Loslassen'

                      Wer schon mal loslassen musste weiß, wie unendlich schwer dieses Wort wiegt. Wie scharf die Kanten sind und wie schwer die Narben verheilen, die beim balancieren dieses Wortes unweigerlich in Herz und Gedanken gerissen werden.

                      'Erlösung'

                      Ein anderes Wort, von einer leisen Stimme geflüstert. Die Wahrheit legt sich über die Lüge. Das Unvermeidliche akzeptieren, wenn die Zeit gekommen ist. SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT. Noch nie war Trauerbewältigung magischer, sensibler, schwermütiger und … schöner.

                      'Heilung'

                      Ein Versprechen, dass ohne 'Loslassen' und 'Erlösung' nicht gehalten werden kann . . .

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                      • 7 .5

                        Ein wirklich sehenswerter Film über ein ernstes Thema. Insbesondere die perfekte Einbettung des Monsters und dessen Geschichten in die reale Welt ist grandios gelungen und macht so den Film zu etwas Besonderem. Die Geschichte bleibt allerdings trotzdem schwerere Kost und wird wohl dem empfindlicheren Zuschauer die eine andere Träne abverlangen. Dafür bleibt der Film weitestgehend frei von Kitsch und auch das Ende kann gefallen. Fazit: rundum gelungen.

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                        • Savagee 05.02.2018, 13:43 Geändert 05.02.2018, 14:38

                          Ich habe den Film gestern gesehen und zu meiner Verwunderung hat er mich zu keinem Zeitpunkt emotional angesprochen. Umso seltsamer da diese Art Film eigentlich genau meinem Schema entspricht.

                          Ich fühle mich eher manipuliert, da das was in dem Film gezeigt wurde für mich zu keinem Zeitpunkt mit den Figuren übereinstimmte. Natürlich ist das Thema ein emotional aufgeladenes, aber nur weil etwas scheinbar emotional ist, bedeutet dies nicht das es auch echt ist. Vielmehr fühlt sich dieser Film so an, als wollte er mir vorschreiben "jetzt" traurig zu sein und "jetzt" emotional. Was ich damit sagen will ist:
                          Die Figuren sind extrem platt und werden nur durch das harte Schicksal definiert.

                          Meiner Meinung nach versucht der Film Empathie durch Attraktion zu erzeugen, ohne dabei dramaturgisch Ereignis auf Ereignis aufzubauen, sondern reiht eher Episode an Episode ohne das diese Kausal einer inneren Logik folgen.

                          Wenn ich als vergleich an Manchester By The Sea denke, der zu keinem Zeitpunkt versucht Emotionen zu diktieren, sondern allein durch dramaturgische Mittel uns an das Schicksal von Lee bindet: (Spoiler) Die finale Konfrontation zwischen Lee und seiner Ex-Frau wurde sorgsam und strategisch aufgebaut und immer weiter verdichtet, so dass diese Szene sich tief einbrennt ohne zu rufen sei „Jetzt“ traurig, weil es das Script so vorsieht.

                          Sieben Minuten nach Mitternach spricht unser Mitleid an, Mancherter By the Sea jedoch unser Mitgefühl

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                          • 7 .5

                            Gerade geschaut und durchlebt. Ein Film ohne Kitsch und doch mit verpackter Härte. Im letzten Viertel zeigten sich meine Emotionen denn vor knapp drei Monaten zeigte sich das wahre Leben in seiner vollen Härte in meiner Familie, noch immer mit den Nachwehen in Kopf und Herz.

                            Es wird nicht mein Lieblingsfilm aber er passt in meine derzeitige Gefühlswelt, nutzt meine Gefühlswelt.

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                            • 9

                              Ich bin noch keinem fantastischen Film begegnet, der so nah an der Realität war, dermaßen echt, dass er einigen Realverfilmungen ohne Computeranimationen einiges voraus hat. Es ist fast schon unheimlich, aber auf jeden Fall zutiefst bewegend.

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                              • 8
                                FilmAnhaenger 24.01.2018, 22:05 Geändert 24.01.2018, 22:08

                                Hartes und sehr emotionales Kino über den Krebs, verpackt in teils märchenhafter und teils sehr realer Optik, von der der Film im wahrsten Sinne des Wortes lebt. Überzeugt haben mich unter anderem die sehr authentischen Dialoge, vor allem zwischen Mutter und Sohn. Ein Film, den man gesehen haben muss. Nicht, weil er sonderlich gute Laune verbreitet, sondern weil er ein hartes Thema, mit dem sicher viele direkt oder indirekt schon zu tun hatten, versucht, ehrlich aber trotzdem optisch klasse umgesetzt aufzuarbeiten.

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                                • 8

                                  2017 hatte ja doch noch die ein oder andere Überraschung zu bieten. Viele Filme wurden letztes Jahr mit Lob übergossen, die bei mir oftmals nur einen guten, aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterließen. "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist dann endlich mal ein Film aus der Kategorie "ausgezeichnet" und erzählt mit tollen Darstellern und einem hervorragendem Look eine bittere, aber auch lehrreichen Lektion fürs Leben.
                                  Der Film ist durchweg gut inszeniert und kann trotz schwerfälliger Thematik nichts weiter als überzeugen. Zudem bleiben beim Cast keine Wünsche offen und auch Liam Neeson kann als Baummonster sehr gut performen, was natürlich ebenfalls durch die hochwertigen visuellen Effekte unterstützt wird.
                                  "Sieben Minuten nach Mitternacht" bietet auf teils minimalistische Weise mit einer richtig starken Geschichte ganz großes Kino. Ein kleiner Film, der dennoch groß ist.

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                                  • 6 .5

                                    Wer ein klein wenig hinterhältig ist und der Gruppe an Silvester mal so richtig die Stimmung verhageln will - voila das ist genau der richtige Film dafür.
                                    Klingt nach harmloser Fantasy zum Zeitüberbrücken, ist aber ziemlich unangehmer Tobak, der trotz gewisser typischer Hollywood-Elemente nie wirklich so Happy-End mäßig unterwegs ist.

                                    • 6

                                      Es gibt Filme, die führen zu Erkenntnissen. In disem Fall zu der Erkenntnis, dass es neben dem Subgenre "Torture Porn" scheinbar auch das des "Tristesse Porn" geben muss. Denn dieser Film drückt so dermaßen auf die Tränendrüse, dass alle Dämme brechen und weidet sich darin - immer noch eine Schippe drauf.
                                      Handwerklich ist er sicher gut gemacht und die Schauspieler überzeugen alle. Die Story jedoch hat mich nicht so richtig packen können. Irgendwie wirkte das alles nicht so ganz harmonisch, irgendwie war's doch zu straight, die Zwischensequenzen der Eibe, letztlich die ganze Geschichte um die Eibe. Auch die Auf-/Erlösung am Ende war sicher nicht schlecht, aber auch nicht der große Clou, der den Film nochmal auf ein anderes Level hätte ziehen können.

                                      • 7 .5

                                        Erstaunlich poetisch und lange nicht so kitschig wie ich befürchtet hatte.

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                                        • 8

                                          Perfekte Buchumsetzung!

                                          • 7 .5

                                            Der Film hat seine Momente! Die Story ist auch sehr gut & man kann sich, vorallem wenn man selbst schon einmal solch eine Situation durchleben musste, in die Hauptfiguren hinein versetzen.

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                                            • 7

                                              Der Baum, der Sterbebegleiter.
                                              Nach Trauerphasen strukturierte Fabel, die sich mit symbolischen Fantasy-Motiven mit dem Tod auseinandersetzt, ihn als einen notwendigen und natürlichen Teil des Lebens vermittelt. Einfühlsam richtet sich der Blick auf einen 10 Jährigen, auf seine Hilflosigkeit und Wut vor der Endgültigkeit des Sterbens. Die mit düsteren Manifestationen von Monstern und Animationssequenzen verbildlichten Ängste erinnern in ihren besten Momenten an "Pans Labyrinth" und erwachsener Kinderkost eines Spielbergs. Das ist ebenso faszinierend wie herzzerreißend, weil hier die Kraft von Geschichten Verdrängungen offenbaren, eine reinigende Wirkung haben und so Akzeptanz und Bewältigung ermöglichen. Allerdings überreizt J.A. Bayona zunehmend seinen Predigt-haften Ton. Immer wieder müssen die eh schon überdeutlichen Visualisierungen nochmal verbal erklärt werden, bis auch der letzte Zuschauer in der letzten Reihe die Tragweite des Verlustes versteht, fühlt und anfängt zu heulen. Nicht ohne Raffinesse verbinden sich dunkle Märchen-Motive mit harter Realität. Die Tragik, das Mitgefühl wird körperlich spürbar, das Schluchzen ist befreiend.
                                              In 7 Taschentücher geschnäuzt.

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                                              • 6

                                                Die unterschiedlich gestalteten Trickfilmanteile sind recht gut gelungen , auch wenn die Geschichten des Baumes mich nicht richtig packen will.Das Schicksal der Familie lässt einen sicherlich auch nicht kalt , aber das ganz große Gefühl will auch nicht aufkommen . Ich bin der Meinung das ähnliche Filme wie Brücke nach Terabithia oder Pans Labyrinth , als Vermischung von Trickfilm und Drama, besser Funktionieren .Nicht schlecht ....wird bei den Meisten wohl besser ankommen .

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                                                  Wuchtiges Sterbedrama aus der Perspektive des zurückbleibenden Sohnes.

                                                  Filme wie dieser bieten die Gefahr der harten Verkitschung und auch A MONSTER CALLS ist nicht gänzlich frei davon, macht dies aber doppelt wett, weil er sich erzählerisch nicht in verharmlosenden Hollywood-Mechanismen verrennt, sondern trotz seiner symbolischen Welten ehrlich und schonungslos den Finger in die Schmerz-Bewältigungs-Wunde legt. Loslassen scheint in der gezeigten Situation nicht bloß schwer, sondern unmöglich, ebenso Optimismus. Stattdessen regieren auf Seite unseres 10 jährigen Protagonisten Angst, Schuldgefühle und Selbsthass. Die Stufen zur Akzeptanz dieser Gefühle umreißt A MONSTER CALLS mit bunten Bildern, imaginären Baum-Riesen und einem starken Fantasy-Anteil - weniger emotional zerstörend ist das ganz dadurch trotzdem nicht.

                                                  Hat mich sehr bewegt.

                                                  15
                                                  • 7

                                                    Ja, traurig war er schon der Film und die Baumgeschichte fand ich recht gut gemacht.
                                                    Zwar hat mich der Film nicht grenzenlos gefesselt, aber für einen netten Fernsehabend reicht er allemal, auch wenn die Nachwirkung einen leichten Stich hinterlassen kann.