So finster die Nacht - Kritik

Låt den rätte komma in / Let the Right One In

SE · 2008 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 16 · Fantasyfilm, Horrorfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Gute Vorlage für ein besseres Remake.

    • 7

      Im Normalfall würde ich sowas wie "verdammt, wo ist Blade, wenn man ihn mal braucht" schreiben. Ich hasse quasi alle Arten von (ernst gemeinten) Vampirfilmen. Dieses kleine Kunstprojekt hat mir jedoch sehr gut gefallen. Die Kinder spielen aber schon richtig super. Der Film hat mich zu keiner Zeit gelangweilt, obwohl Kunstfilme(und noch dazu ein Vampirkunstfilm) gerne zur Langeweile verleiten. Sehr gut gemacht, Herr Alfredson. Leider haben Sie sich Ihren Ruf durch "snowman" wieder zunichte gemacht, schade.

      3
      • 7
        james.hetfield.7777 02.12.2017, 01:33 Geändert 24.02.2018, 02:56

        Ein mörderischer Vampir im Gepäck, das muss in einer Katastrophe enden. Zuvor endet jedoch der Film und überlässt den weiteren Ausgang der Geschichte der Fantasie des Zuschauers.

        Leider ist Reduktion in "So finster die Nacht" ansonsten nicht die Regel. Vieles, das der Charakterisierung der Figuren dient, wird für die Möglichkeiten des Filmmediums unnötig redundant ausgewalzt. Einige Motive lenken völlig ab: Eli ist also kein Mädchen, sondern ein kastrierter Junge, als ob "Vampir" als Besonderheit nicht gereicht hätte.

        Dazu ein eiskalter Verführer: Oskar erscheint als willkommener Ersatz-Komplize, dessen Abhängigkeit sich Eli nach allen Regeln der Kunst sichert. Das erinnert an Nabokovs Lolita, ohne die dortige subjektiv gefärbte Erzählperspektive, die sich diese Verführung womöglich nur einredet - also hier eine Ebene einfacher.

        Klaviergedudel und atmosphärische Klänge in der Filmmusik - akustisches Stock-Footage. Alle Nebenfiguren sind stereotyp überzeichnet und wirken dadurch lieblos, jedoch ohne satirischen Mehrwert. Die Special-Effekts sind aufwändig, aber ohne emotionale Wirkung.

        • Düster aber athmosphärischer Film. Mal etwas anderes. Gerne gesehen.

          • 7 .5

            Manchmal gibt es auch Künstler im Genre zu bestaunen, die eine echte Geschichte zu erzählen haben. Wie eben hier.

            4
            • 7

              So finster die Nacht, so düster und verworren die Story. Sorry, aber die Cinema hat mir diesen Film verkauft als „das absolut Beste was der Vampirfilm in Jahren zu bieten hatte“ … gut, ich hab lange keinen Blutsauger Film mehr gesehen aber das soll es sein? Oh Mann … lassen wir diesen Film in Ruhe. Ich zumindest. Ich lasse diesen Film den Fans, den Besuchern von Fantasy-Festivals oder jedem anderen der an der Materie Spaß und Freude hat, das macht irgendwie Sinn für die – für mich wars leider mal wieder ein Streifen wo ich nach kurzer Zeit das Interesse und ebenso den Faden verloren habe

              Fazit: Das triste Umfeld ist interessant eingefangen … sonst hat mir der Film kein Stück was gegeben!

              1
              • 7

                Ein solider toller Film der ein mix aus Horror und Drama ist.
                Der Film schafft es die ganze Zeit zwar spannend zu sein, eine Dramaturgie aufzubauen aber wirklich Angsteinflösend sprich Horrorelemete hat es nicht wirklich.
                Dennoch sehr spannend und empfehlenswert, vor allem die Schauspieler spielen ihre Rollen ziemlich gut trotz ihres Alters

                • 8

                  Fazit: Nach der Sichtung von "So finster die Nacht" fallen zwei Dinge auf: 1. Das Remake ist wirklich gut gelungen und 2. auch das Original ist ein toller Film geworden. Dabei besitzen beide Werke ihre Daseinsberechtigung, ähneln sich sehr, sind aber trotzdem ganz anders. Das Drehbuch ist hier gut gelungen, die beiden Jungdarsteller spielen bemerkenswert, die Figurenzeichnung hat mir gefallen und die Inszenierung stimmt. Die melancholische, kühle, triste, aber auch schöne und warmherzige Atmosphäre weiß zu gefallen und der Unterhaltungswert ist ordentlich. Alles in einem also ein wirklich empfehlenswerter Film!

                  2
                  • 6

                    Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Film halten soll. Eine interessante Story und ein paar dezente, aber gute Schockmomente treffen auf eine zähe Inszenierung, so dass man sich zeitweise wie bei einem alten Rainer Fassbender Film vorkommt. Eine starre Kamera zeigt da Leute beim Zähneputzen, ein paar Bilder der schneeverwehten Stadt und viele Dialoge, die weder die Story vorantreiben, noch anderwertig unterhaltsam sind.
                    Dann folgen ein paar krasse Augenblicke und man ist wieder voll da. Wie angemerkt, ich weiß noch nicht recht wie ich den Film einordnen soll, aber das allein ist schon eine Leistung des Machwerks. Ich bereue die Sichtung des Films jedenfalls nicht.

                    • 3 .5

                      Ich find den stinklangweilig,so nun is es raus.

                      1
                      • 9

                        Von den Schauspielleistungen der beiden Jungschauspieler könnten sich die Amateurschauspieler der letzten Horrorfilme die ich gesehen habe eine riesengroße Scheibe abschneiden.

                        4
                        • 7

                          "Låt den rätte komma in" (den Richtigen, nicht die Ratte ;-)) ist sehr viel mehr Außenseiter-Drama als Horrorfilm, und so werden auch die, die hier Horror sehnsüchtig erwarten, nur enttäuscht werden können.

                          Kåre Hedebrant als "Oskar" war einer der Gründe, warum ich etwas Schwierigkeiten hatte, den Film ganz nah an mich ranzulassen; die anderen Gründe waren die einerseits etwas sehr klischeeartige Darstellung des Außenseiterdaseins Oskars, andererseits die wenig tiefe Darstellung von Gefühlen bei allen Beteiligten; insbesondere die Rolle des "Håkan" hatte viel Potential, das zwar ausreichend angedeutet, aber nicht wirklich mit Tiefe und Inhalt gefüllt wurde.

                          In Summe schon sehr symapthisch in seiner Darstellung, aber in seiner Charaktererzählung zu spröde und bruchstückhaft; kann mir gut vorstellen, dass das Buch hier evtl. seine Sache besser macht und der Film davon zu wenig transportiert.

                          2
                          • 7

                            So finster die Nacht...desto besser der Film!
                            Ein echter Geheimtipp aus Schweden.
                            Der Film kommt ohne große Spezialeffekte aus. Gute Darsteller und eine geradlinige Story sorgen für einen nachhaltigen Fernsehabend.

                            1
                            • 4 .5
                              SamFischer 15.11.2016, 16:13 Geändert 15.11.2016, 16:19

                              Habe als Erstes das Remake "Let me in" geguckt und muss sagen, dass ich das Remake besser fand.

                              • 8

                                Der eigenwillige, meditativ erzählte Vampirfilm »So finster die Nacht« aus Schweden verzaubert mit sprödem Realismus, der weit entfernt ist von gängigen Horrorfilmklischees. Erst wenn warmes Blut aus geöffneten Kehlen auf gefrorenen Schnee spritzt, kommt Leben und Geschwindigkeit in den Film. [Jörg Buttgereit]

                                • 8 .5
                                  DoctorWho 31.10.2016, 18:18 Geändert 31.10.2016, 18:19

                                  Horrorctober - Teil 12

                                  Wir sind dem Ende nahe. Und bin ich immer noch krank. Super.
                                  Anmerkung: Wenn ich im folgenden Text von Eli rede, werde ich ausschließlich das Personalpronomen "Sie" gebrauchen, da der Charakter von einem Mädchen dargestellt worden ist und somit von mir mit einem solchen assoziiert wird.

                                  Aber kommen wir zu "So Finster die Nacht".
                                  Der Film ist so fantastisch. Die Charaktere sind so fein ausgearbeitet und werden von den Darstellern so gut in Szene gesetzt. Insbesondere will ich hier die beiden Hauptdarsteller hervorheben. In so einem Alter sieht man solch eine Darstellung selten. Die reine Optik des Films passt perfekt, ist sie doch so unglaublich kalt und steril, wie es im Winter in Schweden zu sein scheint.
                                  Und Eli ist verdammt unheimlich. Kinder in Horrorfilmen sind eh ja schon das mit Abstand gruseligste, was man sich ausdenken konnte (was wahrscheinlich an ihrem unschuldigen Aussehen liegt), aber sie (bzw. er) übertrifft das ganze nochmal. Wenn ihr Blutdurst sie überkommt, läuft es einem kalt den Rücken runter.

                                  Und nebenbei gibt es viele sehr gute Einzelszenen und kleine Details im Film. So z.B. wenn man erst nur im Fenster das, von Säure zerfressene, Gesicht von Elis Helfer sieht und man sich erst nur ein ungefähres Bild von seiner Zerstörung machen kann. Und dann wird einem urplötzlich doch noch seine Gesichtshälfte gezeigt.

                                  Fazit: Klare Empfehlung. Bisher der beste Film im Horrorctober-Monat. Mal gucken, ob das Baby der guten Rosemary ihn gleich noch übertreffen kann. Ich bin gespannt.

                                  3
                                  • 5

                                    "So finster die Nacht" ist wohl der filmische Inbegriff eines kalten Wintertags, an dem man am liebsten zu Hause bleiben und die Heizung aufdrehen möchte. Leider ist das kein Kompliment für den Film, denn Tomas Alfredson und Hoyte van Hoytema präsentieren ihre Vampir & Coming-of-Age Geschichte in dermaßen kalten und distanzierten Bildern, dass es mir unglaublich schwer fällt, irgendeine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Es ist so, als ob man als Zuschauer diesen Eisblock von Film unermüdlich mit einem Pickel bearbeitet, ohne wirklich zum Inneren vorzudringen. Die Gewaltszenen werden zum Großteil aus der Distanz gezeigt oder finden außerhalb des Bildes statt. Normalerweise kann diese Art der Inszenierung den schockierendenden, bedrohlichen Effekt der Gewalt verstärken, in Kombination mit der filmischen Kälte wird dieser Effekt jedoch auf ein Minimum reduziert. 110 Minuten können sich somit, auch dank des sehr ruhigen Inszenierungsstils, zu einer sehr zähen und langweiligen Angelegenheit entwickeln.

                                    Nichtsdestotrotz lohnt es sich, den Film einmal anzuschauen. Mit "So finster die Nacht" erzählt Alfredson eine komplexe und reife Vampir und Coming-of-Age Geschichte, in der er sich ausfühlich mit sozialer Ausgrenzung, Freundschaft und (erster) Liebe auseinandersetzt und zum Nachdenken anregt. Vor allem in der heutigen Zeit bildet "So finster die Nacht" einen erfrischenden Gegenpol zu den auf Teenager-Geschmack und Action getrimmten Werken á la Twilight.

                                    • 8
                                      Rolim 08.10.2016, 17:21 Geändert 14.10.2016, 10:00

                                      Horrorctober 2016 - Film 4

                                      Heute mit "So finster die Nacht", denn Schweden hat in Sachen Horror noch viel mehr zu bieten als nur die Songs von ABBA.

                                      Und bevor nun der lokale ABBA-Fanclub an meine Tür klopft, um mir das Fell über die Ohren zu ziehen, gebe ich Entwarnung; eure geliebte Pop-Gruppe musste nur deshalb für meinen doofen Spruch hinhalten, da über diese wunderschöne Geschichte zweier Aussenseiter hier in satten 280 Kommentaren schon so ziemlich alles gesagt wurde.

                                      Darum kurz und bündig: Schaurig-schönes Melancholie-Kino mit exzellentem Kinder-Cast, stimmig fotografiert und mit absolut traumhafter Musik unterlegt. Grandios!

                                      8x den "Richtigen" reinlassen.

                                      http://www.moviepilot.de/liste/horrorctober-2016-gruselspass-rolim

                                      20
                                      • 4
                                        cherubium 06.10.2016, 15:38 Geändert 06.10.2016, 15:42

                                        Vorhersage: 7
                                        Sichtung: 4

                                        Der stand auf meiner Merkliste recht weit oben. So wollte ich gestern mal einen "guten" Horrorfilm schauen, wovon es leider nicht viele gibt und hegte die Hoffnung, hier etwas erquickendes serviert zu bekommen.
                                        Leider ist die Enttäuschung nach den hohen Erwartungen doppelt so groß (das schlägt sich nicht in der Wertung nieder).
                                        Das ist ein zähes Stück Film. Passiert doch nicht wirklich viel und Horror, Spannung und Schockmomente sucht man vergebens.
                                        Sonderbar auch, dass die kleine alte 12 Jährige gefallen an einem gleichaltrigem findet. Ist die 12 jährige doch schon "ziemlich" lange 12 und dürfte doch ein normales Kind kaum die Bedürfnisse einer alten Frau im Kinderkörper bedienen können. Weder Mental noch Körperlich. In meinen Augen unglaubwürdig.
                                        Setting hat gefallen, sonst fällt mir nicht viel ein, das ich loben könnte.
                                        Habe mich letzten Endes durchgequält. Muss ich nicht noch mal sehen.

                                        2
                                        • 8 .5

                                          >>>> Achtung! Enthält Spoiler !!! <<<<
                                          Absolut grandioser Film, gut gemacht und ungewöhnlich umgesetzt. Erzählt wird eigentlich die Geschichte um die Freundschaft zweier Teenager vor der Schwelle zum Erwachsenwerden. Außenseiter sind sie beide, jeder auf seine Art und Weise. Jedem haftet ein Makel an, dieser verbindet und trennt sie gleichermaßen, letzten Endes siegt jedoch das verbindende Element. Dass aus der Freundschaft und aufkeimenden emotionalen Verbundenheit später Liebe werden wird, steht für mich außer Frage, entscheiden sich die beiden letztlich für ein gemeinsames Leben. Jeder trägt sein Schicksal, sie meistern es fortan gemeinsam und mit der Akzeptanz der Andersartigkeit des jeweils anderen wird die Situation erträglich. Beide brauchen einander und stehen füreinander ein, sie sind durch das Schicksal aneinander gekettet und letztlich ist das auch irgendwie gut so.
                                          Nie sah ich die Verquickung des Vampir-, des Liebes- und des Heranwachsenden-Themas interessanter, spannender, außergewöhnlicher und in seiner Form selbstverständlicher dargestellt als hier. Obwohl es um zwei Teenager geht, ist es definitiv kein Film FÜR Teenager. Die Gewaltszenen sind explizit und teilweise in ihrer Einfachheit schockierend, somit erscheint mir die Altersfreigabe passend. Trotzdem verkommen diese Szenen nie zum Selbstzweck, werden mit einer erstaunlichen Normalität in die Handlung eingewoben und ergänzen diese absolut passend. Die menschlichen Reaktionen sind nachvollziehbar, sogar die der Nebenpersonen. Gelegentlich schaffte es das Drehbuch sogar, nostalgische Gefühle bei mir auszulösen - etwa bei der Szene, als Oskar Eli fragt, ob sie mit ihm gehen will und die beiden sich füreinander entscheiden. Das erinnerte mich fahl an verstohlen unter der Schulbank durchgeschobene Zettel mit der Aufschrift „Wisst Du mit mir gehen?“, darunter die möglichen Antworten „ja“, „nein“ und „vielleicht“ zum Ankreuzen. Aber auch jene Szenen, in denen Oskar von den Mitschülern gemobbt wird, absolut nachvollziehbar, so etwas kommt (leider) in vielen Schulen tagtäglich vor und zeigt die Grausamkeit der Kinder in ihrer ganzen Ausprägung. Was für die „Täter“ ein trefflichen Spaß zu sein scheint, ist für Oskar erniedrigend und demütigend, führt letztlich zu ernsthaften Problemen – man denke nur an die Verletzung des Raufbolds und den darauf folgenden Mordversuch des älteren Bruders.
                                          Die Darsteller leider nicht immer sattelfest, besonders Kare Hedebrant manchmal überfordert mit dem emotionalen Ausdruck, was zum Teil aber auch an der Synchronisation lag. Auch die älteren Nachbarn in der Bar nicht immer so ganz überzeugend, aber gut, die schwedische Lebensart ist mir nicht so geläufig, vielleicht passt das schon. Grandios hingegen fand ich Lina Leandersson, die brachte das Vampirmädchen mit einer gelassenen Selbstverständlichkeit, dass ich mir bei einem eventuellen Meet&Greet-Event zur Sicherheit ein Silberkreuz einstecken werde. Alle anderen zu kurz im Bild, um sie wirklich einschätzen zu können.
                                          Fazit: Ein wie gesagt sehr ungewöhnlicher und absolut empfehlenswerter Film. Hätten mich die oben genannten Darsteller mehr überzeugt, eine zehn wäre durchaus möglich gewesen.

                                          3
                                          • Our Daily Free Stream: Let The Right One In (engl.). Gothic Look dient dazu, ein Zeichen zu setzen, ein Understatement. Das tut nicht weh. Es braucht schwarzes Leder, das abends über den Stuhl geworfen werden kann und ein paar Tattoos, die mit schmerzlindernder Creme eingestochen werden. Wie aber würde es sich anfühlen, in die Fänge eines echten Vampirs zu geraten? Was wäre das für eine Erfahrung, sich selbst als Blutsauger auszuprobieren? Let The Right One In ist ein Vampirfilm, aber keiner, der irgendwelchen Regeln folgt. Es ist kein Vampirfilm mit Knoblauch und Holz-Pflöcken. Hier wird Vampirismus ernst genommen, ausserordentlich ernst! Zuletzt schienen Filme während des deutschen expressionistischen Stummfilms so sehr an die Thematik zu glauben! Let The Right One In ist das qualvolle Portrait der Liebe zweier Zwölfjähriger. Eine Art Coming Of Age Geschichte und ganz bestimmt nichts für Teenager! In der ersten Szene blickt Oskar (Kare Hedebrant) aus seinem Fenster und erblickt sie. Etwas wehmütig Trauriges liegt in seinen Augen. Oskar fühlt sich einsam. Seine Eltern haben sich getrennt und die meiste Zeit verbringt er allein. Dann lernt er das Mächen kennen, dass er aus dem Fesnter beobachtete: Eli (Lina Leandersson). Sie ist so alt wie Oskar und genauso allein. Oskar hat gelernt, dass das Leben keine Überraschungen mehr für ihn bietet und deshalb reagiert er normalerweise gelassen. So auch, als er bemerkt, dass Eli so blass ist wie eine Leiche. Er fragt sie, ob sie ein Vampir ist. Beide verbringen die Nacht miteinander, obwohl Sex für Oskar noch nicht interessant ist. Dennoch fragt er Eli, ob sie seine Freundin sein möchte. Sie berührt ihn sanft und erinnert ihn daran, dass sie kein Mädchen ist. In der Schule wird Oskar von einer Gang sadistisch gequält und am folgenden Morgen, ertrinkt er bei diesen "Spielchen" fast in der Schwimmhalle. In solchen Momenten ist es ratsam, einen Vampir zum Freund zu haben... Übrigens: An diesem Punkt habe ich noch nicht einmal begonnen, Let The Right One In näher zu beschreiben. Gedreht wurde das Horror-Drama von dem Schweden Tomas Alfredson nach dem Roman von John Ajvide Lindqvist. Eli lebt zusammen mit einem genauso unheimlichen wie traurigen Mann mittleren Alters namens Hakan (Per Ragnar). Ist er ein Verwandter? Oder gar ein Liebhaber? Wir beobachten Hakan wie er für Eli tote Körper beschafft. Ich möchte weder darauf näher eingehen, noch auf Oskars schlimmen Eltern. Das alles wirkt schon finster genug. Ein paar humorvolle Momente bietet Let The Right One In aber dennoch. Wenn Oskar Eli nach ihrem Alter fragt, muss sie gestehen, dass sie seit unzähligen Jahren schon zwölf ist. Vampir Humoristik! Separiert man einmal sämtliche Vampir Elemente aus der Handlung, bleibt die Geschichte zweier einsamer und verzweifelter Kinder, die gemeinsam einige unheilvolle Taten begehen. Ihre Verzweiflung wirkt stärker als Schuldgefühle oder Mitleid. Ich denke, wir, die Zuschauer, sorgen uns viel mehr um die Beiden, als sie das selbst vermögen. Alfredson verweigert uns deshalb konsequent irgendwelche hellen und warmen Farbtöne. In seinem Film ist selbst frisches Blut schwarz. Und der Titel? Erinnern wir uns an die Vampir-Regel, dass du den Vampir hinein bitten musst. Nur dann kann er deine Schwelle überwinden. Wer keine Liebesgeschichten mit Teenies mag, für den ist das der richtige Film! Wer keine Vampirfilme mag, für den genauso! (Dazu gibts unsere Film List mit seltsamen Vampirfilmen auf cinegeek.de

                                            1
                                            • 6 .5

                                              Der Film ist sicherlich ziemlich gut, nur habe ich davon leider wenig mitgekriegt, da ich die ganze Zeit damit beschäftigt war, mich über die grottige Synchro aufzuregen. Hab die letzte halbe Stunde tatsächlich auf Schwedisch mit deutschen Untertiteln gewechselt, obwohl ich kein Wort schwedisch kann, da es mich so genervt hat.

                                              • 5

                                                Gute Schauspieler, recht spannend aber leider zu unspektakulär. Horror war eigentlich nicht vorhanden.

                                                • 7 .5
                                                  Strackymandias 18.05.2016, 15:46 Geändert 18.05.2016, 15:47

                                                  Ein schönes Dark-Fantasy-Coming-of-Age-Märchen. An sich wirkt der Film sehr, wie ein typisches, skandinavisches Drama, nur mit Vampiren und Blut. Das ist vermutlich auch der Grund, weswegen mich der Film nicht ganz so sehr beeindruckt hat, wie viele andere. Ich bin halt kein Freund vom skandinavischen Kino, mit seinen dunklen Wintertagen, lakonischen, maulfaulen Charakteren und seiner Stille. Wenn man das nordische Kino mag, sollte man "So finster die Nacht" aber definitiv gesehen haben, vor allem wegen der wunderbaren Kinderdarsteller und der unheimlichen Atmosphäre. Man sollte allerdings wissen, dass der Film eher ein romantisches Schauermärchen ist, als ein Horrorfilm, um nicht mit den falschen Erwartungen an den Film zu gehen. Wirklich gruselig oder verstörend wird er nämlich nie, auch wenn einige Szenen schon echt fies waren (der verätzte Diener, der Selbstmord einer Vampirin).
                                                  Alles in allem ein emotionaler, bildstarker, sehr skandinavischer Beitrag zum Genrekino.

                                                  2
                                                  • 6 .5

                                                    Ich wurde bisschen enttäuscht. Die Story ist eher langweilig und der Film ist nicht sonderlich spannend. Ein paar einzelne Szenen vielleicht. Die Schauspieler machen dafür gute Arbeit. So finster die Nacht ist nicht wirklich ein typischer Vampierfilm, er ist anders. Es geht auch viel um Liebe und Freundschaft. Ist ja alles schön und gut aber der Horror fehlt hier leider bisschen. Ich habe mir einfach mehr Spannung und Grusel gewünscht und das fehlte einfach.