Stephen Kings Es - Kritik

It

US · 1990 · Laufzeit 192 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Thriller
Du
  • 6 .5

    #horrorctober 2017 #2
    Aufgrund des unerträglichen Hypes um Kings Horrorclown habe ich das Kino bisher gemieden. Den alten It aber trotzdem mal aus dem Schrank geholt. Die Effekte und gelangweilte Schauspielerei der erwachsenen Schauspieler ist schlecht gealtert. Die Wirkung aber überhaupt nicht. Atmosphäre, Sound und natürlich nicht zuletzt Tim Curry als Pennywise sind immer noch creepy und einige Szenen lassen den Zuschauer auf den Nägeln kauen. Leider ist der ganze Aufbau des Films und die Aufmachung so kitschig und langatmig, dass es teilweise schwer fällt bis zum Ende durchzuhalten. Insgesamt bleiben die creepigen Szenen im Gedächtnis, der Rest ist bloß schlecht gespielte Überbrückung.

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    • Ich habe ihn gestern Abend geschaut und muss sagen so einen langweiligen Horrorfilm habe ich lange nicht gesehen. Während des Horrorfilms musste ich mit der Müdigkeit Kämpfen,bis ich jedoch einschlief. Für den ganzen Trara um den Film war er ziemlich schlecht !

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      • 6 .5
        Der Siegemund 07.10.2017, 19:06 Geändert 07.10.2017, 21:33

        Als 15-jähriger hat mich das unterhalten und erschreckt, weil ich ungefähr in deren Alter war. aber mein Wiedersehen nach 27 Jahren war erschreckend langweilig. Die Spielweise der Schauspieler wirkt aufgesetzt und die Geschichte zieht sich wie Kaugummi.

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        • 6 .5
          Jackanapes 06.10.2017, 22:01 Geändert 09.10.2017, 18:37

          Ich mag diesen Film nicht besonders.
          Beim ersten Ansehen war ich ziemlich enttäuscht. Das sollte der Film sein, der teilweise so hoch gefeiert wird?
          Heute finde ich etwas besser, aber deswegen noch lange nicht überragend.

          Am besten ich fange mit dem eigentlichen Hauptcharakter an: Pennywise.
          Tim Curry ist wirklich das Highlight dieses Streifens. Die Probleme, die ich mit der Figur habe, sind anderer Natur:
          Immer wenn er auftaucht, spricht er meistens vom Fliegen, zeigt lange Zähne und/oder es wird einfach weggeblendet. Wie sind die Kinder aus diesen Situationen (z.B. in der Dusche) wieder herausgekommen? Warum frisst der Clown sie nciht einfach?
          Gegen Ende verschwindet er dann auch einfach und was kriege ich dafür?
          Eines der hässlichsten und schlechtesten Filmmonster, die ich bisher gesehen habe! Praktische Effekte sind ja zu begrüßen, aber so lieblos wie hier die Stop-Motion-Effekte hingerotzt werden, wäre wirklich mehr drin gewesen.

          Weiterer Positivpunkt: die Kinderdarsteller. Viel kann ich da nicht sagen, sie sind wirklich gut.
          (Anmerkung: Im ersten Teil dieser Verfilmung erfahren wir auch nicht so viel mehr über unsere Figuren als in der Neuverfilmung).

          Doch während der erste Teil, trotz eines teils eher albern geratenem Finale, noch überzeugen kann und mir 7-8 Punkte wert wäre, fällt dann alles ab.
          Die Erwachsenen können bei weitem nicht so gut überzeugen, Tim Curry wirkt eher witzig und verrückt als wirklich gruselig (z.B. in der Bücherei) und das trifft leider auch auf vieles andere zu:
          z.B. in der Szene mit dem Kühlschrank, die wirklich gruselig sein könnte, aber dank komischer Grimassen und dämlicher Sprüche mich eher zum Schmunzeln bringt.

          Während die Neuverfilmung anscheinend mein neues Guilty Pleasure ist, kann ich dem Original leider nicht soviel abgewinnen.
          Und jetzt hoffe ich, dass die Fans gnädig mit mir sein werden.

          • 6

            Die 1990er-Version braucht keine zehn Minuten zu laufen um erkennen zu lassen, welch inszenatorische Meilensteine in den kommenden drei Stunden zu genießen sind: Rein gar keine. Vollgepackt mit trübsinnigem Kitsch, unglaubwürdigen Darstellern und einem 5-Minuten-Terrine-Soundtrack wird hier zärtliche Fernsehunterhaltung geschaffen, die zum Glück die Nerven für einen folgenden, erholsamen Schlaf schonen. Man könnte meinen, Stephen King’s Es ist ein Paradebeispiel für TV-Produktionen, die nicht mehr sein wollen als sie es eigentlich sind: Kein Blockbuster oder Arthaus-Werk.
            Ist man den heutigen Standard von Streaming-Diensten gewohnt, kann Stephen King’s Es viel Kopfschütteln bewirken. Vielleicht wird einem sogar erst bei diesem Film klar, welch gewaltige Schritte die Fernsehlandschaft in den letzten zwei Jahrzehnten gewagt hat. Zwar war hoher Anspruch bereits mit u.a. David Lynchs Mystery-Serie Twin Peaks zu jener Zeit vergeben, die sogar im selben Jahr ihre Premiere feierte, doch besitzt auch diese den makellosen Touch der damaligen TV-Produktionen, deren Alter aus heutiger Sicht unverkennbar ist. Trotz alledem sind es kleine Kulturerben, die heutzutage niemals diese Form, gepaart mit absoluter Ernsthaftigkeit, erreichen würden.
            Die Qualitäten von Stephen King’s Es und der Neuverfilmung zu vergleichen würde keinen allzu großen Sinn ergeben. Dafür besitzen beide viel zu sehr ihren eigenen Zeitgeist, wobei es so scheint, als ob die ’90er-Version mehr Nähe zum Buch besitzt (womit nicht die identische Übernahme einzelner Szenen gemeint ist). Daraus könnte geschlussfolgert werden, dass man den TV-Film durchaus bevorzugen kann. Zum Erschrecken reicht dieser jedoch um Welten nicht. [Robin Längert]

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            • 6 .5

              Netter Horrorfilm mit einer unterhaltsamen Performance von Tim Curry, welcher aber schlichtweg veraltet ist und ein unglaublich dämliches Finale zu bieten hat.

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              • 7 .5

                In der Kleinstadt Derry gehen seltsame Dinge. Kinder verschwinden und tauchen gar nicht oder nur stark verstümmelt wieder auf. Die Erwachsenen scheinen von dem Terror, welches vor allem die Kinder der Stadt heimsucht nichts mitzubekommen. Im Fokus von Stephen Kings ES stehen sieben Kinder: Der asthmatische Eddie, der übergewichtige Ben, der zynische Jude Stan, das Großmaul Richie, der farbigen Mike, die Zopflise Beverly und der stotternde Bill, famos verkörpert vom damaligen Kinderstar Jonathan Brandis, dessen Bruder Georgie brutal ermordet wurde. Allesamt sind sie Außenseiter, die von einer Kreatur verfolgt werden, die in Gestalt ihrer größten Ängste auftritt und den die Kinder ES nennen, weil sie keinen Begriff für das kennen, was sie heimsucht.

                Alle Erscheinungen haben den diabolischen Clown Pennywise gemeinsam, der immer wieder in Erscheinung tritt und sich in das popkulturelle Gedächtnis eingebrannt hat. Aber nicht nur der Horrorclown tyrannisierte die Kinder, sondern ein älterer Junge namens Henry Bowers, der es auf den selbst ernannten “Club der Verlierer” abgesehen hat.

                Das gerade die Bezeichnung der vermeintlichen Schwäche, zu deren Stärke avanciert, hat mich schon als Kind sehr beeindruckt und geprägt. Ich kann nur noch raten wie oft ich die für das Fernsehen adaptierte Version des Stephen King Kultromans gesehen habe und auch eine erneute Sichtung für den direkten Vergleich mit der 2017er-Version ließ mein Herz wieder aufblühen.

                Nicht wegzudiskutieren sind allerdings die teils schon arg mangelhaften Spezialeffekte, doch diese sind bei mir hier noch nie so richtig stark ins Gewicht gefallen, denn zu viel macht Regisseur Tommy Lee Wallace richtig: Die Zeitebenen zwischen der Gegenwart 1990, in dem sich eine quer durch das Land verstreute Gruppe Erwachsener aufgrund eines Schwurs nach 27 Jahren wieder vereinigen will und der aufbauenden Freundschaft der sieben Außenseiter klappt dank nostalgischem Coming-of-Age-Porträt und Übertragung der Narben und Traumata der Vergangenheit auf die Figuren der Gegenwart beachtlich und mündet im erneutem Kampf mit dem übernatürlichem Wesen. Keinen geringen Anteil an der Atmosphäre trägt auch die mit einem Emmy ausgezeichneten Filmmusik von Richard Bellis bei.

                Betrachtet man den Zweiteiler einmal getrennt voneinander muss man schon zugeben, dass der erste Teil narrativ deutlich dichter ist und der eher schwache Schlusskampf bei weitem nicht mit der ersten Konfrontation in der Kanalisation mithalten kann. Hier ist definitiv noch viel Potential und Luft nach oben für eine Neuauflage. Trotz dieses großen Mankos wird die TV-Version wohl immer einen festen Platz in meinem Herzen haben, vor allem wegen der Chemie der Jungdarsteller und Tim Currys überlebensgroßer Darstellung von Pennywise, auch wenn er nicht immer furchteinflößend wirkt, ist sein zynisch-diabolisches Spiel einfach herrlich anzusehen und sein “Line-Reading” anbetungswürdig, so dass sich jeder Horrorclown mit ihm bis heute messen lassen muss und das wird ihm wohl nie wieder Jemand nehmen können.

                Originalkritik und Vergleich mit der 2017-er Version: http://dieacademy.de/2017/09/29/original-vs-remake-stephen-kings-es/#more-31068

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                • 4
                  conrad.schmidt.9237 28.09.2017, 18:54 Geändert 01.10.2017, 12:49

                  Auch wenn ihn fast jeder kennt, würde ich 'Es' NIE als ein Muss bezeichnen, nicht einmal für Horrorfans. Leider ist das einzig gute an diesem Film die Performance von Tim Currey und die der Kinderdarsteller. Die erwachsenen Schauspieler sind ziemlich langweilig und wirken ziemlich hölzern. Die Effekte sind leider unheimlich schlecht gealtert, die Musik ist ganz nett, die Kulisse gut gewählt, doch Spannung baut der Film nicht eine Sekunde lang auf, er enthält weder Schock- noch Spannungsmomente und obgleich der Film schon zu Beginn stellenweise albern wirkt, so wird er gegen Ende noch ein ganz großes Stück lächerlicher. Besonders das Ende war in meinen Augen absoluter Müll und das schlimmste ist, dass ich all diese Dinge schon bemängelt habe, bevor ich anfing das Buch zu lesen. Da ich dieses nun angefangen habe, müsste ich dem Regisseur von 'Es' eigentlich einen Tritt ins Gesicht geben, denn auch wenn 'Es' als Horrorfilm selbst durchschnittlich ist, so versagt er als Buchadaption auf ganzer Linie und es scheint so als hätten die Produzenten Stephen King mit diesem Film ohnemit der Wimper zu zucken ins Gesicht gespuckt. Aus einer so fantastischen und furchteinflößenden Vorlage so einen Käse zu produzieren, erfordert Talent, das vielleicht gerade so noch von Regisseuren wie Ed Wood erreicht werden könnte.
                  So bleibt zu sagen, dass 'Es' wahrlich schauderhaft und fürchterlich ist, aber ganz sicher nicht im positiven Sinne. Ich konnte dem Remake ehrlich gesagt schon herzlich wenig abgewinnen, aber diese Version toppt es allemal - und dazu erfordert es nun wirklich keinerlei Talent.

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                  • 8
                    Rocket Man 20.09.2017, 20:17 Geändert 21.09.2017, 14:26

                    WherE’s IT?

                    Warum mich die Sichtung von ES solange erfolglos verfolgt hat, mag ich nicht ehrlich beantworten können. War ich mir zu bequem, mich über drei Stunden auf meine vier Buchstaben zu setzen und Es einfach mal durchzuziehen? ..

                    Wie könnte man ES, von Kultautor Stephen King, aus dem Jahre 1990, heute wohl am bEsten bEschreiben? Ist Es die einfache Handlung, um ein paar junge Kinder, die in der unscheinbaren Stadt Derry in Maine, zusammen aufwachsen? Oder ist Es die Tatsache, dass sie alle etwas sehen können und erst durch schicksalhafte Ereignisse in der Kindheit zueinander finden? Es muss beidEs sein, denn beidEs geht Konform in ES. Die sieben Freunde, bEstehend aus Bill, Eddy, Richie, Ben, Beverly, Stan und Mike. Sie alle sind in der Schule nicht sonderlich beliebt, vor allem der etwas korpulentere Mike oder der stotternde Bill, ganz bEstimmt aber der „schwarze“ Mike, der für seine Hautfarbe in der Schule und der GEsellschaft büßen soll.

                    Die Verbindung:

                    Alle verbindet vor allem einEs: Das Gefühl ausgestoßen und an den Rand der Menschen gedrängt zu werden. Aus ihnen wird der berüchtigte Losers-Club, der aber insbEsondere die Gemeinsamkeit inne hat, dass sie alle etwas sehen können, dass sich den anderen Menschen nicht erschließt. Die Verbindung bEsteht also aus Freundschaft und dem unbedingtem Willen zur Gemeinschaft. Denn schon bald können die „Loser“ nicht mehr ohne einander. Und bald schon werden sie Es gar nicht mehr können, wenn der kultige Pennywise, mit dem Clownsgesicht, den roten Schuhen und den verrückt-gelockten Haaren über sie herfallen möchte…

                    Die Stadt und ihre Geschichte:

                    Immer dasselbe, im WEsten nichts neuEs, was solls und in Derry hat wohl der gute Geist die Menschen verlassen, die nicht mehr geradeaus denken, sondern vor allem nur noch an sich selbst.
                    In der GEschichte der Stadt stehen Katastrophen in exakten Zeitabschnitten im Programm und keine ließ sich bisher aufhalten. In den meisten Fällen werden Kinder entführt, verstümmelt und getötet. Wird der Losers-Club vielleicht im Stande sein, dem Bösen nicht nur entgegenzutreten, sondern Es auch aufzuhalten?

                    Das wichtigste in Es ist und bleibt die Menschlichkeit und die liebsamen Charaktere:

                    Das Wichtigste war für mich aber gar nicht die Handlung rund um den Horror und die schrecklichen Ereignisse, weil Pennywise selbst nicht die Hälfte der Handlung einnimmt, denn diese nähert sich insbesondere langsam und verständnisvoll den Charakteren. Und jeder hat seine Geschichte, sein Laster und seinen Grund, warum der Losers-Club der bEste Zusammenschluss für ihn ist. Den Gefahren des Clowns stellen sie sich gemeinsam und entwickeln das Gefühl wahrer Freundschaft, dass die Rüpel schon damals bei mir in der Schule niemals hatten. Aber was hat es mit Rüpeln auf sich? Sind Es ganz und gar schlechte Menschen oder sind auch sie nur auf der Suche nach Befriedigung, Macht, die sie sonst nirgends erwirken können oder wollen sie so Aufmerksamkeit gewinnen, die sie brauchen um das Gefühl der Zugehörigkeit in der GEsellschaft zu entwickeln?

                    ES bedient dabei unterschwellig so viele gEsellschaftliche Themen und der Kritik an der GEsellschaft selbst, wenn er aufzeigt, wie Es ist, wenn Menschen nicht mehr hinsehen, sondern wegsehen. Oder wie Es ist, wenn man eine „andere“ Hautfarbe hat, oder man Dick ist oder man selbst auch nur ruhig und unscheinbar sein möchte, die Gesellschaft Es einem aber nicht erlaubt.

                    Wie dem auch sei, die sieben Freunde haben es mit dem Clown aufgenommen und haben sich geschworen, ES ein für alle Mal zu vernichten. Dabei müssen sie mit Es mit ihren eigenen Dämonen aufnehmen, ihre eigenen Ängste und Laster erkennen, anerkennen und akzeptieren. Denn erst dann werden sie gemeinsam im Stande sein, Es mit dem wohl gruseligsten Clown der FilmgEschichte aufzunehmen.

                    Und wo ist Es in unserem Leben?

                    ES ist die Arbeit, die mich zwingt aus mir heraus zu kommen, die Schule damals, die mich zwang meine Komfort-Zone zu verlassen, um einen guten Abschluss hinzulegen, die Familie, in der Werte wie Zuverlässigkeit und Vertrauen genauso zählen wie in einer Freundschaft, und ebenso dem FreundEskreis, indem man manchmal beweisen muss, dass man mehr Kraft hat, als man sich selbst eingEstehen möchte. ES ist und kann alles sein, dass dich dazu zwingt, mit dir selbst, deinen Scherben und Rissen, Fehlern und Schwächen, abzuschließen, sie zu akzeptieren und so gegen alle Ängste, die Es gibt, anzukämpfen.

                    And…wherE’s IT for you?

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                    • 8 .5

                      Bald steht die Neuverfilmung von Stephen King's Es an, der ja jetzt schon unfassbar gehypt wird. Das erste mal kann man dann Pennywise im Kino bewundern, denn was viele nicht wissen : Die erste Adaption war nur eine Fernseh-Adaption. Zeit wirds, sich dieses Werk doch mal anzuschauen, bevor es in die neuste Adaption geht. Ohne den neuen Es Film gesehen zu haben, muss ich gestehen, dass die 1990 Version eine der detailgetreusten Roman Umsetztungen ist, die ich gesehen habe. Es ist für mich ein Paradebeispiel, wie ein gut gemachter Horrorfilm aussehen muss.

                      In der kleinen Stadt Derry geht etwas unheimliches vor sich. Ein seltsamer Clown namens Pennywise macht Jagd auf kleine Kinder und frisst sie auf. Auch eine siebenköpfige Kindergruppe, die "Der Club der Verlierer" genannt wird, macht Bekanntschaft mit dem unheimlichen Clown. Schnell stellen sie fest, dass Pennywise ein unbeschreibliches Geschöpf ist, da die Erwachsenen ihn nicht sehen können. Doch gemeinsam wollen sie den Kampf gegen Pennywise aufnehmen. Auch 30 Jahre später muss die Gruppe sich wieder zusammentun, um Pennywise endgültig zu vernichten.

                      Die Geschichte rund um Pennywise ist im Buch natürlich um einiges komplexer, doch ich halte es fast für unmöglich, diesen Abschnitt zu verfilmen. Zumindest im Jahr 1990. Was mich an "Es" so fasziniert, ist die intensive Story. Alles wird sehr ausführlich erklärt und jeder wichtige Charakter wird hervorragend vorgestellt. Natürlich merkt man, dass der Film trotz allem einige Lücken hat, was aber auch verständlich ist, da das Buch weit über 1000 Seiten hat. Trotzdem übernimmt der Film viele detaillierte Elemente aus dem Buch und geht mit Kings Meisterwerk sehr respektvoll um.

                      Die Schauspieler sind alle hervorragend gecastet. Sowohl alle Kinderdarsteller, als auch die erwachsenen Schauspieler spielen auf einem hohen Niveau. Bedonders beeindruckend ist, dass jeder erwachsene Darsteller perfekt zu seinem kindlichen Pendant passt. Man weiß einfach immer wer wer ist und glaubt sofort, dass das diese Charaktere in älterer Form sein sollen. Natürlich ist Tim Curry als Pennywise der heimliche Star des Films, auch wenn ich gestehen muss, dass er aus heutiger Sicht nicht mehr so gruselig ist. Es ist aber vor allem die Faszination über das Wesen selbst, was Pennywise so interessant macht und ich glaube, dass es auch zum Großteil an Currys Ausstrahlung liegt. Meine favorisierten Darsteller waren zudem noch Richard "John-Boy" Thomas als erwachsener Bill, John Ritter als erwachsener Ben, Seth Green als junger Richie und der leider viel zu früh verstorbene Jonathan Brandis als junger Bill.

                      Fazit : Respektvoll, intensiv und charakterstark. Stephen Kings Es aus dem Jahre 1990 ist eine würdevolle Adaption von Kings Meisterwerk, auch wenn der Film nicht ganz ohne Lücken auskommt. Alle Darsteller sind hervorragend, die Atmosphäre ist unbeschreiblich intensiv und die Laufzeit von über 3 Stunden fühlen sich an wie 100 Minuten. Auch wenn der neue Pennywise schon im Trailer deutlich gruseliger wirkt, habe ich bei der Neuverfilmung große Angst, dass er zu viele Horror-Elemente einbaut. Weniger ist, gerade bei Horrorfilmen, oft mehr und genau das macht die 1990 Version so verdammt gut, auch wenn er knapp an einem Meisterwerk vorbei schrabbt.

                      8,5/10

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                      • 2
                        udowegener 19.09.2017, 13:16 Geändert 19.09.2017, 13:24

                        ich versuche es immer und immer wieder, diese Verfilmung zu schauen, aber jedesmal gebe ich nach 10-15 Minuten auf. Die Synchroschauspieler sind dem Overacting und dem miesen Drehbuch und der ebenso miesen Synchro-Übersetzung angepasst. Jede einzelne Szene schmerzt, sobald einer der Darsteller agiert oder spricht. Kamera und Schnitt sind unter aller Kanone. Den Beruf des Produktionsdesigners hatte man zu dieser Zeit offenbar auch noch nicht erfunden. Aua.

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                          mary.werner.5203 10.09.2017, 22:51 Geändert 10.09.2017, 23:11

                          Oje..was ist dieser Film schlecht gealtert..
                          Ich erinnere mich das ich den damals als Kind noch recht okay fand und auch Pennywise zum gruseln fand. Heute finde ich diesen Film aber nur noch zum lachen, da die TV-Version wie eine Komödie wirkt als wie ein Horrorfilm. Wenn ich mir Tim Curry als Pennywise so ansehe, frage ich mich warum er für diese Darstellung immer noch so hochgelobt wird? Er ist sowas von überbewertet, und die ganzen Lobeshymen "er wäre der einzig wahre Pennywise und keiner käme an ihn ran" kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich finde Curry's Pennywise Version total lächerlich, und er wirkt einfach nur wie ein stinknormaler Clown, aber nicht wie Pennywise. Meiner Meinung nach eine Schande und Enttäuschung was man hier fabriziert hat. Dieser Film wird der Buchvorlage überhaupt nicht gerecht. Zudem hat man diesen TV-Film total zensiert und verharmlost. Auch die Dialoge sind richtig mies und man merkt es dem Film auch stark an das er billig produziert wurde. Also ich kann diesem Film leider kaum was positives abgewinnen. Lediglich der Loser-Club bzw. die Flashbacks der Kindheit kommen gut rüber, aber das war es auch schon.

                          • 6

                            Nachdem ich mir den 3-Stünder gestern nach sehr langer Zeit mal wieder angesehen habe, und ich mit meinem Bruder auch vor hatte, in das Remake zu gehen, das im September startet, habe ich mich entschlossen, mal ein paar Zeilen zu diesem Klassiker zu schrieben.
                            Da ich von den wenigen (ja, wirklich wenigen) Werken von Stephen King, die ich bis jetzt gelesen habe, sehr überzeugt war, und auch schon immer seid ich denken kann, Fan der meisten Filmadaptionen gewesen bin, gefiel mir damals als Kind (oder sagen wir mal als "Pre-Teen", höhö :p) auch ES sehr gut, und es brannten sich durchaus ein paar Erinnerungen ein, als ich ihn damals bei meinen Urgroßeltern während des Mittagsschlafs (also alleine :D) gesehen habe, so waren Momente, wie der mit dem Moor, wo ES aus dem Moor herauskommt, oder auch die Bücherei-Szene, die ich niemals vergessen habe.
                            Aber eins hat sich jedoch erheblich geändert, und das ist etwas, was ich in dieser TV-Adaption auch bemängel. Denn Angst, oder Schock oder sonst etwas Verwandtes, mag hier kaum bis eigentlich gar nicht aufkommen, denn alles was man hier an Horror-Szenen und Einlagen sieht, erinnert eher an einen ab 6-eingestuften "Horror"film, als einer ab 16. Natürlich muss man sich auch fragen, wer damals die Zielgruppe für deise Verfilmung war und auch ob nicht ebenso die Vorlage von King genauso wenig auf Schocks und Horror aus war (denn die Vorlage habe ich leider bisher noch nicht gelesen.), aber dennoch bin ich der Meinung, dass die meiste Zeit des Filmes eher so vorbergehend vor sich hin plätschert (zumindest manchmal), nur wenig wirklich erschreckende Szenen drin sind und die Handlunge, und auch die Schocker größtenteils sehr sehr vorhersehbar modelliert und platziert sind.
                            Alles in allem eine Adaption, die man sich gerne geben kann, die aber in meinen Augen für einen sehr sehr guten "Kassiker" einfach zu seicht und vorhersehbar ist, sieht man von der Tatsache ab, das dies ja "nur" eine TV-Verfilmung ist ;)) :p

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                            • 6

                              ES ist schon ein kleiner Klassiker unter den Horrorfilmen. Aufgrund der Neuverfilmung, die jetzt bald in die Kinos kommst, habe ich mir mal das "Original" angeschaut, um so bisschen über die Grundstory Bescheid zu wissen.
                              ES sind sozusagen zwei Filme in einem, da man einmal die Geschichte vom "Club der Verlierer" sieht, wo alle noch Kinder sind, und einmal die Geschichte wo sie halt alle Erwachsen sind und wieder zusammentreffen. Deswegen geht ES auch sehr lange, und meine Konzentration hat manschmal bisschen abgeschaltet.
                              ES ist ein Film von 1990, klar das sieht man ihn auch an, und ich fande ihn jetzt auch nicht wirklich angsteinflößend, aber er ist trotzdem so gut, dass es Spaß macht ihn sich anzugucken. Er ist unterhaltsam, vorallem die erste Hälfte, und ist bei 180 Minuten Laufzeit, vielleicht nur 20 Minuten mal etwas langatmig.

                              Die Schauspieler, welche die Kinder spielen haben mir gut gefallen. Für 1990 war das eine starke Leistung vorallem wenn sie mal Angst haben oder traurig sind. Die Erwachsenen Darsteller fande ich dagegen etwas schwächer und bisschen zu übertrieben.
                              Schwach an ES sind halt wirklich die Effekte... Der Film ist halt von 1990 und da waren die Möglichkeiten halt noch nicht so weit fortgeschritten.

                              Ich freu mich jetzt auf jeden Fall auf die Neuverfilmung, weil ich denke dass diese richtig gut und unheimlich wird.

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                              • 6

                                Zufrieden scheint mit diesem Film niemand zu sein. Fans des je nach Auflage bis zu 1500 Seiten dicken Romans sind sich einig, dass eine mit 180 Minuten Laufzeit schon quantitativ unzureichende Adaption seiner epischen, ja sogar kosmischen Geschichte kaum gerecht werden könne. Und auch den Vertrauensvorschuss buchunkundiger Zuschauer mache die Verfilmung zunichte, weil ihr Schlussakt nichts von dem einlöse, was die ungleich stärkere erste Hälfte verspreche. "Stephen Kings Es", so das Verdikt beider Gruppen, habe das gleiche Problem wie viele, wenn nicht alle Versuche, Kings Worte in bewegte Bilder zu übersetzen: Das Ergebnis reiche an den meisterlichen oder eben wahrscheinlich meisterlichen Roman allenfalls in wenigen Details heran. Damit wäre im Prinzip alles gesagt, gäbe es nicht doch einige Gründe, die ABC-Produktion gegen manche Einwände zu verteidigen. [...]

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                                • 6 .5

                                  Heute das Buch fertig gelesen und gleich darauf den Film angeschaut, was soll ich nun also sagen:
                                  Der Film weicht sehr vom Buch ab, vertauscht chronologisch gesehen einige Szenen, lässt vieles aus (jaja alles kann man nicht verfilmen...),Charaktere werden im Buch oft anders beschrieben(vom Aussehen her, kann man aber auch der eigenen Vorstellung zuschreiben, aber wollte diesen Punkt trotzdem einbringen) und manches weicht vom Buch ab. Schauspielerische Leistungen: Tim Curry TOP, der Rest mittelmäßig bis weniger gut.
                                  Spezialeffekte: Darüber schweigen wir, man merkt, dass der Film schon älter ist.

                                  !!Spoileranfang!!

                                  Der Schluss: der war wirklich schlecht, weil viel verändert wurde, auf die Totenlichter (im Film Todeslicht genannt) kaum eingegangen wird, sind sie ja doch wichtig, weil sie die wahre Gestalt Pennywise beschreiben, sovie der Kampf an sich ziemlich lahm war im Vergleich zum Film.

                                  !!Spoilerende!!

                                  Fazit

                                  Ein Film der (vor allem wegen Tim Curry) auch gern ein zweites oder drittes Mal geguckt werden kann, aber gruselig ist er nur in den ersten fünf Minuten.

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                                  • 3

                                    Mag 1990 gruselig und schaurig gewesen sein. Heute allerdings nur noch Öde, langatmig und trist. Schade.

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                                    • 7 .5

                                      Wohl der Ursprung aller Killer Clowns :D

                                      • 6 .5

                                        Okay, ich habe ja viel von Stephen King gelesen. ES war schon als Buch sehr aufwenig und "zeitraubend"; einer der wenigen Bücher von ihm, wie ich fand, nicht gelungen war. Die Idee mit dem Clown ist aber sehr gut durchdacht. Der Film fand ich noch besser als die Roman Vorlage. Aber ein richtiger Fan werde ich von dieser Filmkunst nicht, auch wenn es nicht so übel umgesetzt wurde. Schließlich muss man schon durch x-Seiten im Roman durch, um einwenig die Handlung zu verstehen. Regie sei dank, es ist besser als von mir erwartet wurde.

                                        • 6 .5
                                          Bruno Morbitzer 16.07.2017, 14:26 Geändert 16.07.2017, 14:40

                                          Etliche Geschichten von Stephen King sind für das Fernsehen verfilmt worden und kranken schlicht und einfach am geringen Budget. Da sind meist eine handvoll mehr oder minder bekannter Schauspieler von der Ersatzbank dabei, alle anderen Darsteller stammen vom Wühltisch der Agenturen. Alles, inklusive des Scores, wirkt billig und uninspiriert. Das Übelste ist aber die Synchronisation, die vollkommen amateurhaft ist. Die arrivierten Synchronstudios, die mit den bekannten Stimmen arbeiten, sind zu teuer, so dass wir in den deutschen Fassungen nur diese Schiffschaukelbremser zu hören bekommen. Meine Wertung resultiert einzig aus dem Nostalgiefaktor dieses Films, der noch einige Gefühle von damals transportiert und mir es so möglich macht, über die vielen Schwächen hinwegzusehen.

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                                          • 6 .5
                                            expendable87 21.06.2017, 16:38 Geändert 21.06.2017, 21:28

                                            In Tommy Lee Wallace's Horror-Klassiker von Stephen King gründen sieben Freunde den 'Club der Verlierer' und nehmen es mit einem Kinder-fressenden Dämon auf, der seit vielen Jahren das Städtchen Derry terrorisiert...!
                                            ...
                                            Ansprechender Clowns-Horror, der ganz schön in die Jahre gekommen ist und demnach nicht mehr die selbe Wirkung zeigt, wie noch vor über 25 Jahren!
                                            Nichtsdestotrotz versprüht IT selbst heute noch jede Menge Charme...die Story und ihre Erzählform weiß ebenso wie die Darsteller und ihre Figuren-Zeichnung durchaus zu gefallen!
                                            Auch der in der Kanalisation hausende Kinder-Schreck >Pennywise< bringt genügend Farbe in den ganzen Alptraum!
                                            ...
                                            Zu kritisieren ist allerdings, dass die Romanverfilmung ein paar Clowns-Nasen zu lang geraten ist und ihr dadurch in der zweiten Hälfte mehr und mehr die Luft ausgeht!
                                            Durch einige Szenen (Stichwort: Showdowns), die aufgrund unpassender Effekte eher lächerlich als unheimlich daher kommen, büßt der Monster-Kult zudem ein Teil seiner an und für sich einnehmenden Atmosphäre ein!
                                            ...
                                            Fazit: E-cht S-ehenswert
                                            Zumindest für diejenigen, die mit ES schon damals Bekanntschaft machten!
                                            Ob dass in den Startlöchern stehende Remake ein mörderischer Spaßmacher wird, oder sich als alberne Zirkusnummer entpuppt, bleibt vorerst abzuwarten...!
                                            ...
                                            6 / 10 knallenden Luftballons

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                                            • 10

                                              der beste Horror Clown Film das ich sah, gruselig von anfang an bis Ende

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                                              • 5 .5
                                                Cheshirescalli 04.05.2017, 20:36 Geändert 04.05.2017, 20:40

                                                Leider hatte ich nicht das Glück diesen Klassiker zu seiner Blütezeit bestaunen zu können.
                                                Aus heutiger Sicht verbreitet Pennywise kein wirkliches Grauen bei mir, und das obwohl ich eine riesige Angst vor Clowns habe.
                                                Trotzdem finde ich den Film, mit dem Retro-Auge betrachtet, doch sehr stimmungsvoll und auch die Darstellung des "Dämons" (oder was auch immer - habe das Buch leider nicht gelesen) in Kostüm/Maske und Schauspiel von Tim Curry gut gelungen.

                                                Was mir überhaupt nicht zugesagt hat, war das Ende...
                                                Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber mir persönlich blieb alles zu unerklärt und es fügte sich auch nicht wirklich gut an das vorher Geschehene an. Schade.

                                                Ich freue mich auf das Remake, das hoffentlich kein reiner Jump-Scare-Horrorfilm wird, den Charme dieser Verfilmung einfängt und mir dazu vielleicht sogar ordentlich Angst einjagt.

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                                                  Hinter schmalen Gullyschlitzen, in engen Abflussrohren und zwischen dunklen Kanalschächten tritt das Böse in Tommy Lee Wallaces „It“ zum Vorschein, damit ihm ein Kind nach dem anderen zum Opfer fällt. Das „Böse“ ist dabei wortwörtlich zu nehmen, denn der bedrohliche Schrecken, der das fiktive Städtchen Derry im US-Bundesstaat Maine heimsucht, tritt mit wechselhaftem Erscheinungsbild sowie in den unterschiedlichsten Formen des Terrors auf.
                                                  Am markantesten hat sich jedoch die Gestalt von Pennywise, dem Clown mit den roten Haaren und den rasiermesserscharfen Zähnen, ins popkulturelle Gedächtnis eingebrannt. Ein Aussehen, das kleine Kinder zum Lachen bringen soll, und eine Stimme, die unschuldige Freundlichkeit und teuflischen Sadismus in sich vereint, machen Pennywise zur unvergesslichen Horror-Figur, die von Wallace in wohl dosierten, aber umso eindringlicheren Auftritten entfesselt wird und sich in die tiefsten Urängste der jungen Bewohner von Derry einnistet.
                                                  Der Regisseur inszeniert den als zweiteiligen TV-Film angelegten Stoff in der ersten Hälfte als großartiges Schauermärchen, in dem sich nostalgische Bruchstücke verträumter Kindlichkeit mit verstörend-surrealen Horrorsequenzen paaren. Geschickt wechseln die Zeitebenen zwischen der Gegenwart im Jahr 1990, in dem sich eine quer durchs Land verstreute Gruppe Erwachsener aufgrund eines vor langer Zeit abgegebenen Schwurs wiedervereinigen will, und einer Gruppe von Kindern, die 30 Jahre zuvor eine innige Freundschaft knüpfen.
                                                  Mit der Geschichte von sechs Jungs und einem Mädchen, die allesamt durch Benachteiligungen wie einem Sprachfehler, Übergewicht, einer eher kümmerlichen Statur oder einem ärmlichen, gewalttätigen Elternhaus verbunden werden, entsteht Stück für Stück ein liebevoll gezeichnetes Coming-of-Age-Porträt. Von erwachsenen Einflüssen auffällig unberührt, wird dieser unschuldige Bund erst durch gleichaltrige Tyrannen auf die Probe gestellt und schließlich von einem übernatürlichen Schrecken erschüttert, der nur scheinbar gebannt werden kann.
                                                  In der insgesamt knapp über drei Stunden langen Handlung überträgt Wallace die Narben und Traumata der Vergangenheit wirkungsvoll auf die Figuren der Gegenwart, die sich im erneuten Kampf mit den mitunter in Vergessenheit, aber niemals in Unsichtbarkeit geratenen Dämonen ihrer Kindheit vor allem sich selbst stellen müssen. Das Schauspiel der Erwachsenen-Darsteller mag stellenweise ungelenk und überfordert erscheinen, doch bei näherer Betrachtung spiegeln sich darin auf präzise Weise sämtliche Unsicherheiten, Ticks, Macken und Ängste wider, welche die Kinder aus dem Jahr 1960 unaufhörlich bis ins Jahr 1990 begleitet haben.
                                                  An eine limitierte Fernsehfilm-Ästhetik gebunden nutzt der Regisseur bedächtige Einstellungen und atmosphärische Kamerafahrten, durch die „It“ zum ungewöhnlichen Epos mutiert, das faszinierend zwischen überlanger Serien-Proportionalität und verdichteter Kino-Intensität pendelt. Ein großes Manko hierbei: Messen lassen muss sich Wallaces Film zwangsläufig an der gewaltigen Romanvorlage von Stephen King, auf der dieser Film beruht. Dass über 1000 Buchseiten auf gut 3 Stunden komprimiert wurden, lässt in der Dynamik zwischen den Figuren sowie der Dramaturgie innerhalb beider Zeitebenen immer wieder Lücken aufklaffen, die Wallace aufgrund seines handwerklichen Geschicks zumindest fähig überbrückt.
                                                  Retten kann aber auch er das miserable Finale nicht, welches der packenden Geschichte um eine Vision des Bösen, die auf ewig allgegenwärtig im Unterbewusstsein verankert sein sollte, einen unpassenden Abschluss spendiert, der sich in seiner banalen Auflösung mitsamt kitschigem Happy-End auf allen Ebenen falsch anfühlt. Ein außergewöhnliches, zutiefst atmosphärisches und angenehm schauderhaftes Experiment bleibt der Film aber trotzdem.

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                                                    999CINEASTOR666 17.04.2017, 13:26 Geändert 02.10.2017, 06:11

                                                    Stephen Kings Es (OT: It / AT: Es / Stephen King's It) / US/CA / 1990

                                                    >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                                                    Seit langem mal wieder STEPHEN KINGS ES gesehen. Ich hatte ihn gar nicht mehr so in Erinnerung.
                                                    Das Buch, das ich selbstverständlich nicht gelesen habe, soll über 1500 Seiten umfassen, aber rechtfertigt das eine Laufzeit von 3 Stunden?
                                                    Meines Erachtens nicht, denn es wird erzählt und erzählt und erzählt, ohne das großartig viel dabei rumkommt.
                                                    Das liegt natürlich auch daran, dass zwei Geschichten erzählt werden, und zwar die als Erwachsene in der Gegenwart und die als Kinder in der Vergangenheit.
                                                    Mir hätte es tatsächlich besser gefallen, wenn dies nacheinander erzählt worden wäre.
                                                    Ich habe zwar an und für sich nichts gegen diese Erzählstruktur, doch die Rückblenden aus der Kindheit sind einfach zu lang und nehmen deswegen den Drive raus.
                                                    Die Rückblenden gefallen mir zwar außerordentlich gut, doch in der Form wirkt es im Ganzen sehr lang gestreckt und deswegen etwas weit­schwei­fig.
                                                    Doch da das Ganze sehr interessant ist, fühlt man sich selten gelangweilt.
                                                    Außerdem wird man durch viele spooky Sequenzen auf Trab gehalten, ohne dass die Szenen albern wirken. Und das ist bei einem kinderfressenden Dämon in Clowns-Montur eine kleine Herausforderung.
                                                    Die Kinder-Schauspieler haben mir allesamt sehr gut gefallen, doch die Erwachsenen-Schauspieler haben irgendwie nicht zu ihren Kinder-Pendants gepasst.
                                                    Tja, im Grunde hat Es mir sehr gut gefallen, aber ein schnelleres Erzähltempo oder generell eine geringere Laufzeit wären nicht nachteilig gewesen.
                                                    Etwas mehr Blut hätte auch nicht geschadet und ein nicht ganz so trashiges Ende. Ich bin zwar Trash nicht abgeneigt, aber das war hierzu etwas unpassend.

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