Suburbicon - Kritik

Suburbicon

US · 2017 · Laufzeit 104 Minuten · FSK 16 · Komödie, Kriminalfilm, Drama · Kinostart
Du
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    Auch wenn der Trailer durchaus ansprechend wirkt und eine Mischung aus Krimi, Familiendrama und Sozialsatire a la Coen-Brüder vermuten lässt, enttäuscht "Suburbicon" schlussendlich auf ganzer Linie. Clooney scheint sich bei seinem neuesten Machwerk nicht entscheiden zu können, welchen Film er eigentlich inszenieren möchte und erzählt stattdessen zwei Geschichten, die nie so wirklich zusammen kommen. Generell wirkt es, als ob die "wichtigere" Story rund um die schwarze Familie in der rein weißen Vorstadt viel zu kurz kommt und die beteiligten Personen keine Charaktere sondern bloß leere Hüllen sind. Tiefgang bietet der Film sowieso kaum bis gar nicht und trotz der hervorragenden Besetzung kann "Suburbicon" nicht überzeugen. Schade, denn eigentlich hätten die Zutaten für einen wirklich hochklassigen Film, der noch dazu einiges über unsere Gesellschaft zu sagen hat gestimmt - das Endresultat ist aber alles andere als das.

    4/10

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      RockyRambo 13.08.2018, 16:42 Geändert 13.08.2018, 17:36

      Hat mir sehr gut gefallen dieser Ausflug nach Suburbicon. !!!Achtung leichte Spoiler!!!

      Die Nebenhandlung rund um die Afroamerikanische Familie die sich gegen den entgegenkommenden Rassismus ihrer neuen Nachbarschaft erwehren muss steigert sich bis zum Finale richtig gut verläuft am Ende aber vielleicht doch etwas im Sande. Der Hauptplot rund um die Familie Lodge und deren düsteres Verbrechen das alle die es verdienen am Ende selbst ins Grab bringt fand ich aber sehr intensiv wobei besonders Matt Damon und dessen Filmsohn Noah Jupe eine Klasse Leistung abgeliefert haben.

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      • 4

        Sicher gut gemeinter, letzlich aber von zu vielen Drehbuchköchen vermurkster Gesellschaftssatirenkriminalfilmbrei, den ich lieber in der ursprünglichen (Drehbuch-)Version der Coens verfilmt gesehen hätte. So fügen sich die Handlungsstränge leider nur unzureichend zusammen, was den Film(fluss) unnötig zäh wirken lässt und bei all dem Talent vor und hinter der Kamera einen umso enttäuschenderen Eindruck hinterlässt.

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        • 6

          Der Geist der Coen-Brüder weht noch durch ihr abgelegtes Skript und am Ende ist es verständlich, dass sie es nicht selber verfilmt haben aber ebenso schade, dass sie es nicht noch mal richtig rundgeschliffen haben. Denn an sich hat SUBURBICON eine bissige, schön garstige Prämisse, die immer wieder an Kleinigkeiten krankt. So verfällt die Rahmenhandlung um den blanken, eskalierenden Vorstadtrassismus zur ziemlich platten Kulisse, zäunt den eigentlichen Plot nur ein und hinterlässt letztlich nur so ein zur Kenntnis genommenes Achselzucken. Die tiefschwarze Crimi-Story gefällt da mehr, lässt schon stark den Stil der Coens durchblicken, wirkt aber unausgewogen. Es fehlen diese richtig zündenden Geistesblitze, diese schrägen Figuren und deren cleveres Feingefühl zwischen makabrer Kost und skurrilem Witz. Besonders das extrem grausame Finale fühlt sich schon zu radikal an, was die Satire daran beinah überschattet. Da gibt es kein schadenfrohes Grinsen, da fühlt man sich beinah schlecht. Ob das so sein sollte. Trotzdem, der Film hat Unterhaltungswert, keine Frage, und könnte mit mehr Feintuning wirklich ein echter Hit sein. Ordentlich ist das Ganze schon, bei aller Kritik.

          8
          • 6

            Hm, Clooney als Regisseur ist irgendwie immer ein zweischneidiges Schwert.
            Manchmal liefert er wirklich komplett ab, und kann auf ganzer Linie überzeugen, wie z.b bei "The Ides Of March" oder "Good Night and Good Luck",
            aber meistens schafft er es leider nicht den Erwartungen gerecht zu werden,
            und bleibt trotz toller Stoffe und Schauspieler hinter den Erwartungen zurück.
            Das beste Beispiel, "Monuments Men"!
            Ein Film mit einer mehr als guten Idee, und einer noch besseren Besetzung.
            Leider kam der Film über nettes Mittelmass nicht hinaus.
            Ähnlich verhält es sich jetzt auch leider mit "Suburbicon",
            auf den ich nach der ersten Vorschau schon mächtig Bock hatte.
            Und das trotz der vielen gemischten und verhaltenen Kritiken.
            Leider war es hier wirklich der Fall dass diese nicht unberechtigt sind.
            Suburbicon bleibt komplett hinter seinen Möglichkeiten zurück,
            und schöpft, warum auch immer nie das gesamte (aber doch vorhandene)
            Potential aus.
            Was ich absolut nicht verstehen kann, liegen doch alle Trümpfe in Clooneys Hand.
            Und doch schafft er es nicht diese geschickt auszuspielen.
            Der Anfang macht dabei noch richtig Lust auf mehr.
            Denn wir als Zuschauer wissen ja, dass der ganze "heile Welt frieden" nur Schein ist,
            und sich bald böses über das idyllische Städtchen "Suburbicon" legt.
            Das böse kommt dann auch recht schnell und fies um die Ecke.
            Weiss dann aber nicht so richtig wohin die Reise gehen soll.
            Zwar hat man die Haupthandlung recht schnell durchschaut,
            (schliesslich stammt das Drehbuch aus der Feder der Coens, und jeder der Fargo oder andere Filme der Brüder gesehen hat, weiss wohin die Reise geht)
            ist diese aber trotzdem viel interessanter als die Nebenhandlung mit den farbigen Myers, die ebenfalls viel Potential besitzt,
            aber leider komplett untergeht und ziemlich stiefmütterlich behandelt und verschenkt wird.
            Insgesamt ist Clooney`s grösstes Problem, dass er sich nicht auf seine Figuren konzentriert, und diese ebenfalls komplett stiefmütterlich behandelt.
            Etwas, dass unter der Regie der Coens niemals so passiert wäre.
            Egal ob die beiden Gangster, der kleine Nicky, die gesamte Bevölkerung von Suburbicon (was ganz besonders schade ist) oder die farbigen Myers,
            niemanden wird die Aufmerksamkeit geschenkt, die diese Figuren verdient hätten.
            Einzig Damon und Moore, und natürlich Oscar Isaac (mit dem besten Auftritt des gesamten Films) dürfen hier etwas glänzen.
            Im Fall von Damon & Moore aber auch nur, weil diese die Hauptdarsteller sind.
            Auch hier wäre mehr drin gewesen.
            Und genau das war auch das Problem in Clooneys "Monuments Men".
            Ein Haufen toller Schauspieler, womit man nichts anzufangen wusste.
            Entweder sollte sich Clooney wieder mehr auf die Schauspielerei konzentrieren, oder sich wieder politischen Stoffen widmen.
            Denn diese liegen ihm nunmal.
            Was man Clooney aber zugute halten muss,
            der Kniff das ganze in die heilen, und spiessigen 50er zu verlagern ist auf jeden Fall gelungen.
            Und auch der zweite Handlungsstrang, mit den farbigen Nachbarn, die die Ruhe im beschaulichen Ort stören ist auf Clooneys Mist gewachsen.
            Leider schafft er es nicht die ganzen guten Ansätze und Ideen zu einem grossen ganzen zusammen zu fügen. Und so wirkt der gesamte Film etwas holprig und unfertig
            Suburbicon ist insgesamt kein schlechter Film.
            Und ein ein, oder zweimaliges ansehen tut nicht weh, wohl aber die Frage,
            was hier unter der Regie der Coens alles drin gewesen wäre.

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            • 5

              Aufgrund der Darsteller (Damon, Moore, Isaac) lohnt sich ein Blick, der eigentliche Film ist aber recht dröge. Schade, aber ich glaube da wäre mehr drin gewesen.

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              • 6

                Ich finde, George Clooney sollte sich mehr auf sein Schauspiel konzentrieren und weniger auf die Regie, weil das war eher mittelmäßig. Der Film ist ein tonaler Trümmerhaufen, denn die Vorstadt-Satire und die Mystery-Geschichte passen nicht so recht zusammen. Die Mystery-Geschichte funktioniert zu Beginn sogar ziemlich gut, weil die Einbruch-SZene echt fies und packend ist und aus der Sicht des Kindes inszeniert, wird aber im Laufe der Story etwas sehr obvious und vorhersehbar. Die Fassade, die der amerikanischen Vorstadt der 50er Jahre schon oft vorgeworfen und aufs Korn genommen wurde, fügt dem Ganzen weder neue Aspekte hinzu noch wirkt das Ganze besonders ausgearbeitet. Die Rassismus-Storyline wirkt wie reingequetscht und nicht gekonnt wie, und die anderen Charaktere sind alle unerträglich überzeichnet, was das Ganze nervig plakativ macht. Die einzig tolle Performance ist Oscar Isaac, der hier in zwei Szenen die Show stiehlt. Insgesamt durch die okaye Mystery-Geschichte noch halbwegs gut guckbar, aber im Nachhinein echt enttäuschend für das Aufgebot, das daran mitgewirkt hat...

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                • 5
                  Mattscheibenvorfall 03.06.2018, 21:50 Geändert 03.06.2018, 21:52

                  Nach What Happened to Monday bekam ich nun mit Suburbicon zum zweiten Mal in relativ kurzer Zeit einen Film zu sehen, der deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt und sein Potential nicht wirklich voll zu entfalten vermag. Das Drehbuch stammt von den Coen-Brüdern, die Regie hingegen von George Clooney, und beides spürt der aufmerksame Betrachter deutlich. Suburbicon etabliert zwei separate Handlungsstränge, welche nie wirklich zueinander finden. Schlimmer noch: der Teil des Rassismus-Dramas ist nie mehr als ein bloßes Plot-Vehikel, hat keine Tiefe, entwickelt keine Relevanz und der Film macht buchstäblich nichts damit. NICHTS! Außer dem Krimi-Plot an einem bestimmten Punkt ein Hintertürchen zu öffnen.

                  Letztlich sagt mir Suburbicon kaum mehr als: guck mal, hinter den gepflegten wie spießigen Fassaden der Vorstadt, hinter den akkuraten Vorgärten und weißen Gartenzäunen, da lauert auch das Grauen in Form menschlicher Abgründe. Danke, aber das ist mir keineswegs neu und wurde in anderen Filmen schon deutlich besser umgesetzt. Coen-Brüder light ist das, was mich sogar ein wenig ärgert, sehe ich doch das Potential dahinter, aber irgendwie fehlt es an Stringenz und vor allem an Bissigkeit, um wirklich eine Aussage zu treffen. Darstellerisch ist das zwar solide, aber gerade Matt Damon und Julianne Moore sind schon sehr gefangen in der Eindimensionalität ihrer Figuren. Einzig Oscar Isaac ragt hier heraus: zwar ist seine screen time sehr begrenzt, aber seine wenigen Szenen sind das beste am ganzen Film. Mit Abstand.

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                  • 6

                    Das die Coen-Brüder im Drehbuch von "Suburbicon" ihre Spuren hinterlassen haben, ist unverkennbar. Ein Teil des Films besteht aus ihren typischen Elementen, die gleichermaßen die Höhepunkte darstellen. Der andere Abschnitt - aus der Feder von George Clooney - wirkt dagegen etwas unausgereift und harmoniert nicht so gut mit dem Rest. Generell leiden beide Parts jeweils unter dem anderen hinsichtlich der verfügbaren Zeit, was das vorhandene Potential ungenutzt lässt.

                    • 9

                      Ich kann mir nicht erklären, warum Suburbicon so schlecht angekommen ist. Der bot genau das, was ich mir erhofft hatte und noch mehr. Absurd böse Story und ein super aufspielender Matt Damon gepaart mit einer, für mich passenden, Rassismuskritik.
                      Ein besserer Coen, als von den Brüdern selbst (haben ja letztlich das Drehbuch verfasst). Fehlt eigentlich nichts zur 10..

                      • 5

                        [...] Unter Clooneys Einfluss evoziert Suburbicon einen Zusammenhang zwischen der gewalttätigen Kriminalgeschichte und dem Rassismus, der einer frisch in die weiße Gegend gezogenen farbigen Familie entgegenschlägt – ohne es dezidiert auszuformulieren, wirken die Taten beider Handlungsstränge wie Symptome einer tiefer liegenden Krise. Ähnlich wie in Michael Hanekes Das weiße Band, der die bedrückende Kindheit der späteren Weltkriegsgeneration als prägend herausstellt, erscheinen auch die Kinder aus Suburbicon am Ende des Films als Vertreter einer untergründig traumatisierten amerikanischen Generation, der beispielsweise auch Donald Trump (Jahrgang 1946) angehört.

                        Abseits dieser Interpretation überzeugt Clooneys Werk jedoch weniger. Es ist noch [...]

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                        • 7

                          Ich bin ein absoluter Fan von skurrilen Filmen. Dazu gehört auch dieser Streifen hier.
                          Dennoch hat dieser eine Botschaft die ich so verstanden habe:

                          Weiße aus einer spießigen Stadt fallen über eine schwarze Familie her die neu hinzugezogen ist, als sich über die richtigen Probleme zu sorgen die in unmittelbarer Nähe in ihrer Nachbarschaft passiert.

                          (Spoiler)

                          Weiß zufällig jemand was mit dem Vater am Ende passiert ist ? Hat der Sohn ihn umgebracht ?

                          • 7

                            Mich hat der Film in der zweiten Hälfte richtig gepackt. Man kann nur jeden raten der sich den Film anschaut dran zu bleiben , denn er beginnt doch sehr zähflüssig.Deswegen bekommt er von mir 7 Punkte.

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                              atilla 18.05.2018, 10:40 Geändert 18.05.2018, 10:51

                              Dieses grandiose Werk ist eine subtile Gesellschaftskritik, die aufgrund ihrer Diffizilität weder von mir (bei erster Sichtung) noch von der Adressatin verstanden worden ist.
                              Die negativ bis gleichgültigen Reaktionen darauf zeigen nur, dass die Gesellschaft zu oberflächlich dafür ist die Widerspiegelung der eigenen hässlichen Fratze in den Tiefen dieses Abgrundes von einem Film zu erkennen. Jedenfalls nicht von heute auf morgen.

                              Prospektiv hat sich Clooney den Platz in der Hall of Fame der Regisseure
                              und spätestens damit endlich einen Stern auf dem Walk of Fame gesichert.

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                                Andron 10.05.2018, 23:17 Geändert 11.05.2018, 04:05

                                Ein Film in der Art der Serie "Fargo".

                                Kann man machen, wenn man die 50er/60er mag und auf etwas skurrile Geschichten steht.

                                PS: Warum das "RassismusDings", entgegen dem Drehbuch der Coen Brüder eingebaut wurde, weiß wohl nur das linkslastige Hollywood, auch wenn ich es im Gegensatz zu anderen Kritikern hier nicht unpassend fand, es passt in die damalige Zeit, als die Weißen noch einen, wenn auch ziemlich rassistischen, Selbsterhaltungstrieb an den Tag legten...

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                                  Le Samourai 24.04.2018, 12:35 Geändert 24.04.2018, 12:48

                                  So geht bitterböse, rabenschwarze Satire, denn sie ist genau so unerträglich wie der ekelhafte Rassismus der weißen amerikanischen Bilderbuchfamilien der 50er Jahre, mit ihren perfekt gepflegten, weiß eingezäunten Gärtchen und den Abgründen, die sich hinter dieser Fassade auftaten.
                                  Wunderbar spießig inszeniert und ausgestattet, toll besetzt. Hitchcock meets Fargo.
                                  Genauso grotesk wie Clooneys neuester Streich ist leider die allgemeine Rezeption. Ich war glaube ich noch NIE so ratlos über eine derart kollektive, absurde Unterbewertung. Kann mir das jemand erklären?

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                                  • 8

                                    Ein von George Clooney richtig gut inszinierter Gesellschaftskrimi. Mit ordentlich Biss und sarkastischem Coen-Humor. Matt Damon und Julianne Moore ergänzen sich wunderbar und spielen grandios die Freaks in der scheinheiligen Fassade. Alle Nebenrollen, wie z.B. die Räuber, der Sohn, die farbigen Nachbarn, der Versicherungsvertreter, sind ebenfalls großartig.
                                    Insgesamt riecht die schlaue Kritik nicht, grins, grins, grins, sie stinkt gewaltig.

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                                    • [...] “Suburbicon” ist, wie eigentlich alle Filme, an denen die Coen Brüder mitgewirkt haben, sehr eigenwillig. Entweder man findet Spaß daran, oder man findet ihn schrecklich. Als ich ihn im Kino gesehen habe, haben sich meine Sitznachbarinnen zu letzterem bekannt.

                                      Ich selbst, jedoch fand ihn sehr unterhaltsam und hatte meine Freude mit ihm. Die Story und Message dahinter fand ich schon im Vorfeld reizvoll und so wollte ich ihn mir nicht entgehen lassen.

                                      Das Szenenbild hat mich fasziniert, alles so geordnet und spießig, fast wie in einer Sekte. Aber nach außen sehr freundlich und hilfsbereit. Als dann die Meyers ins Bild treten, bröckelt die Fassade jedoch, bzw. fällt sie mit einem Mal ab. 24/7 gibt es Terror, Belästigungen und Schikane.
                                      “So etwas passiert hier nie. Das ist ein sicheres Viertel.”

                                      Nebenan entwickelt sich die geordnete Familie ebenfalls in einen Sumpf der Gewalt und Intrigen. Mittendrin der kleine Sohn, der das nicht verstehen kann und zusammen mit den Zuschauern versucht der Sache auf den Grund zu gehen.

                                      Der Film ist gespickt mit bitterbösen Szenen oder Sprüchen, die mich zum schmunzeln brachten, andere jedoch könnten das als sehr bedrückend empfinden. Der Ton ist generell sehr hart und düster und man kann ihn maximal als schwarze Komödie betiteln, aber ich persönlich würde das Wort Komödie lieber streichen. Es ist ein Krimi mit Thriller-Einschlag der zum Ende hin völlig eskaliert.

                                      Wer die Filme der Coen Brüder mag, der wird auch hier seine Freude haben. Aber auch so als eigenständiger Film, finde ich ihn durchaus gelungen. Man muss sich allerdings auf das abgedrehte, absurde und auch sehr düstere, wütende einlassen wollen.

                                      Ansonsten findet man ihn wohl genau so schrecklich, wie meine Sitznachbarinnen.

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                                      • 4 .5

                                        Der Film konnte mich nicht so wirklich abholen. Die Story wirkte irgendwie völlig wirr zusammengewürfelt, obwohl sie in sich stimmig war. War nicht so meins.

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                                          slowdive 02.04.2018, 18:25 Geändert 03.04.2018, 23:16

                                          Rassismuskritik für Leute, die glauben, dass Antisemitismus mit dem knüppelschwingenden, holocaustverleugnenden Nazi-Proll beginnt und endet und sich Sexismus einzig und alleine in unangebrachten Po-Klatschern äußerst: Platt, die Ursachen verkennend und zutiefst unterkomplex. Hollywood klopft sich mal wieder selbst auf die Schulter für seine arrogant-simplifizierende Weltverbesserei - hauptsache mal wieder den Trotteln aus der Vorstand an den Karren gefahren. Dass der komplette Handlungsstrang rund um die Myers eher unnötig für den Plot wäre, sahen wohl auch die Coens so, wurde dieser doch erst nachträglich vom Hollywood-Vorzeige-Demokraten Clooney zu deren Orignaldrehbuch von 1984 hinzugedichtet.

                                          Im Resumee wird somit aus einer mittelmäßigen, schwarzhumorigen Komödie, bei der die Coens den für sie charateristischen Stil noch nicht vollends gefunden zu haben scheinen, ein regelrechtes Ärgernis.

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                                          • 5
                                            shashame 31.03.2018, 23:15 Geändert 31.03.2018, 23:16

                                            Ich fande in im Grunde auch gut gemacht. Stellenweise auch recht interessant.
                                            Was sie Story angeht stimme ich allerdings mit ScV absolut überein.

                                            • 8

                                              Spitzen Film mit vielen (kleineren und größeren) Botschaften ^^

                                              Das 50er Jahre Feeling kam auch gut rüber.

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                                              • 6

                                                Die Kritik an Rassismus und Trumps Amerikabild (wie EudoraFletcher68 schon geschrieben hat) finde ich ist dem Film gut gelungen. Jedoch hat er mich in Sachen Humor nur am Anfang ein bisschen abholen können. Damon hat man auch schon besser gesehen.

                                                • 3 .5

                                                  Hat mich absolut nicht abgeholt, der Film. Die (durchaus hintergründig) gewählte Location der 50er kommt gut rüber. Aber die Story ist völlig zusammengewürfelt. Vielleicht soll das künstlerisch wertvoll sein, nur bringt mir das ehrlich gesagt nix. Es reicht einfach nicht, ein paar harte Stereotypen in ein historisches Setting zu setzen, mit einer nur halblogischen 08/15 Geschichte, sicherheitshalber garniert mit einer Rassismus-Nebenhandlung. Ich konnte keine Sekunde mitfiebern. Ich weiß einfach nicht, wozu der Film überhaupt gemacht wurde. Für einen Filmabend findet jeder sicher rasch einen besseren Streifen als den hier.

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                                                  • 6

                                                    Super 50er-Feeling mit thrillerartigem Softhorror-Drama.
                                                    Einmal sollte man den auf jeden Fall gesehen haben

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