Sweet Country - Kritik

Sweet Country

AU · 2017 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 12 · Historienfilm, Kriminalfilm, Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Thornton unterspielt die Western-üblichen Spannungsmomente[...] und fesselt den Zuschauer stattdessen mit dem präzisen Blick auf sich ständig verschiebende sozialen Konstellationen.

    • 9

      Selten gibt es Filme, die so wichtig und schmerzvoll sind, dass man sie am liebsten zum Pflichtprogramm ernennen würde.

      1
      • 8

        „Sweet Country“ ist Western, Thriller und Porträt einer rassistischen Gesellschaft in einem. Das ist zusammen mit der nicht immer chronologischen Erzählweise manchmal gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber doch sehr spannend und wird von tollen Aufnahmen eines rauen Australiens gekrönt.

        • 9

          Eine wütende und doch poetische Erzählung von Rassismus und Gewalt in den 1920ern im australischen Outback. Faszinierend und vollkommen schlüssig kombiniert Warwick Thornton klassische Westernmotive mit indigener Erzähltradition. [Patrick Seyboth]

          1
          • 7

            [...] In den sonnengegerbten, von Strapazen gezeichneten Gesichtern finden die Männer auf beiden Seiten ihre Gemeinsamkeiten: Sie sind müde. Müde vom kämpfen, müde vom fliehen, müde vom töten, sicherlich auch müde vom Leben. Sweet Country erweist sich als entkräftendes, ungemein kontemplatives Kino, welches sich bildgewaltig mit der Frage auseinandersetzt, wie sich ein Land, eine Gesellschaft, ein Individuum weiterentwickeln soll, wenn niemand die Initiative ergreift, Veränderungen zu formulieren, anzugehen und zu akzeptieren. Gerechtigkeit bleibt auch am Ende des Filmes, wenn Sam Kelly sich einem fairen Gerichtsprozess unterzieht, ein vor allem abstrakter Begriff. Denn das Urteil des Richters, der extra aus einem aufgeklärten Teil Australien heranzitiert wurde, muss erst mit der geladenen Waffe untermauert werden, um sich wenige Augenblicke später genau davon wieder als nichtig erklärt zu sehen. Willkommen im Niemandsland. [...]

            12
            • 8

              Auch wenn es in Sweet Country unzweifelhaft richtig und falsch, Täter und Opfer gibt – so malt Thornton doch nie nur schwarz und weiß, sondern in Facetten.

              • 8

                Dem Australier Warwick Thornton ist ein formidabler Outback-Western geglückt

                • 6 .5

                  Das Schauspiel, vor allem jenes der Aborigine-Darsteller, besticht mit unsentimentaler, wortkarger Authentizität.

                  • 7

                    "Warwick Thorntons Historienwestern "Sweet Country" ist eine Meditation über den Einzug der Moderne ins Outback – und darüber, was diese Moderne alles beim Alten lässt." [Karsten Munt]

                    • 6

                      Der australische Western des Aborigine-Regisseurs Warwick Thornton zeigt mit grossem Realismus die unerbittliche Ausbeutung der Aborigines durch die Siedler und zieht Linien in die Gegenwart.

                      • 8

                        Die Performances - besonders vom Newcomer Hamilton Morris - hauen einen einfach um. Sweet Country ist ein epischer und persönlicher Film, der eine einfache Geschichte sehr fesselnd erzählt. [Ian Freer]

                        • 7 .5

                          Warwick Thornton inszeniert mit Sweet Country einen ruhigen, aber intensiven und spannenden Western in Australiens epischer, schöner Wüstenlandschaft. [Gianluca Izzo]