Take Shelter - Ein Sturm zieht auf - Kritik

Take Shelter

US · 2011 · Laufzeit 125 Minuten · FSK 12 · Katastrophenfilm, Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 8

    Ein etwas eigener Genremix dessen Schwerpunkt aber eindeutig im Bereich Drama hat: ein braver und relativ normaler Familienvater sieht und hört was dass nicht erklärbar ist, die nahe liegende Lösung ist eine Diagnose von Schizophrenie. Oder ist das einer der Filme die den Zuschauer verladen und der Hauptfigur wirklich und echte übersinnliche Dinge darstellen die dann am Schluß überraschend war werden? Nun, dass muß jeder für sich herausfinden. Mir hat das Konzept sehr gefallen, der Film dazu ist allerdings nicht jedermanns Sache. Auch wenn die Story durchaus im Kern ein paar Psychothriller-Elemente hat ist dies in erster Linie eine Geschichte über einen Mann dem ohne eigene Schuld die Kontrolle über sein Leben entgleitet und das Drama eines armen Kerls der an dem was er so um sich rum sieht restlos zu verzweifeln droht. Filme wie dieser werden meist von Kritikern geliebt und vom Publikum gemieden – was aber sehr schade ist. Gerade in solchen unkonventionellen Werken ist alles erlaubt und die Spannung sammelt sich insbesondere dadurch zusammen dass der Held am Ende als Held oder Spinner darsteht. Auch dieser lotet die spannende Frage bis zum Ende aus. Insbesondere die letzten Minuten sind überragend und ergreifend gefilmt nd verton und reißen richtig mit – egal wenns vorher hier und da mal ne Länge gab. Wer sich für diese Art von Film erwärmen und begeistern kann sollte mal einen Blick riskieren.

    Fazit: Tolles Drama, stark gespielt und inszeniert!

    • 8
      Ecto1 27.06.2017, 10:19 Geändert 27.06.2017, 10:20

      Intensives Endzeit-Drama mit einem famos aufspielenden Michael Shannon, welches den Zuschauer sehr gut in das Leben der Familie LaForche einbindet und einem damit oft selber an den Handlungen von Curtis zweifeln lässt.

      Die Inszenierung erlaubt einem auch ohne viel Action keine Verschnaufpause und weckt mit einem stetigen kitzeln der Hirnrinde das Verlangen nach einer Auflösung.

      Zum Glück zieht der Film dann auch bis zum starken Ende durch ohne den Zuschauer - je nach Erwartungshaltung - wirklich zu überraschen, aber selbigen dennoch geplättet zurückzulassen.

      Einer dieser unscheinbaren Filme welche mich absolut positiv überrascht haben und nach einer gewissen Zeit gerne wieder mal mein Heimkino berauschen dürfen.

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      • 1 .5

        Was war das denn? Als es spannend wird is der film plötzlich zuende. hääääääääääääääh

        • 8

          Minimale Spoiler in da House!
          Noch ein Film, der an mir vorbeigerauscht wäre, gäbe es da nicht meine lieben Film-Freunde. :)
          ...Sehr schwierig, etwas zu "Shelter - Ein Sturm zieht auf" zu sagen, ohne zu spoilern... Erstmal war es auch hier wieder spannend, vorher bis aufs angegebene Genre nichts über den Film zu wissen. Shannon spielt mit - reicht.
          Mich hat der Film von Anfang an komplett abgeholt. Der Tiefgang wird überschattet von einem großen Fragezeichen im Kopf und auch am Ende ist nicht 100%ig sicher, was da definitiv los ist. Wenn auch vieles ausgesprochen und verbildlicht wird. Der Weg ist hier das Ziel und dieser ist so schön unberechenbar gestaltet, man muss sich da erstmal positionieren. Niemand ist hier der Gute oder der Böse. Das Genre Katastrophenfilm als Angabe ist der mega fette (pseudo) Spoiler. Das würde ich empfehlen, dringend herauszunehmen. Besonders schön am Film finde ich die realistischen Charaktere und wie sie miteinander umgehen. Dass das Leben immer zwei Seiten hat und Liebe keinen Strohhalm darstellt, wenn es mal holprig wird, sondern einen Anker, der einen dosiert ausgeworfen nicht nur mit anderen, sondern auch mit sich selbst verwurzelt. Man kann schon extrem viel Glück im Unglück haben. Und umgekehrt und sogar alles zur selben Zeit.
          Take Shelter ist absolut wunderbar in Szene gesetzt, schier subtil. Die Kamera ist cool AF. Kein übertriebenes Getöse und Gekröse. Es bleibt unscheinbar perfektionistisch. Dabei verliert sich rein gar nichts in der Materie. Die Story ist das Aushängeschild.
          Ich liebe solche Art von Dramen. Alles verschwimmt in- und miteinander.
          Bei der Feier gen Ende hatte ich so einen Kloß im Hals...Michael Shannon sag ich nur. Hammer Typ. Absolut empfehlenswert.

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          • 5

            Der Schauspieler Michalel Shannon spielt wirklich super und hat Talent!

            • 7 .5

              Ein der am schwersten zu bewertenden Filme, sehenswert aber auf jeden Fall!

              -Spoilerhaltig!-

              Warum ist das so? Ein sehr authentisches, ausfuehrlich gezeichnetes Psychogramm in den ersten 3/4 des Filmes schlägt urplötzlich scheinbar in einen Mysteryfilm mit sehr geraffter Handlung um. Die oft genannte Enttäuschung mit der Endsequenz ergibt sich aus dem Problem, die Mysteryhandlung zu erklären - und da wirkt ein "sowohl als auch" sehr weit entfernt, ist aber die einzig richtige Auflösung: Der Protagonist ist psychisch krank UND hat mediale Kräfte, eine Naturkatastrophe vorauszusehen...

              • 8
                MCsebi 23.02.2017, 23:27 Geändert 24.02.2017, 22:08

                Katastrophen-Film mal ganz anders.
                "Take Shelter" ist ein düsteres Psycho-Drama, welches seine subtile Spannung vor allem aus der bedrohlichen Atmosphäre bezieht, welche perfekt die allerseits bekannte "Ruhe vor dem Sturm" einfängt.
                Michael Shannon und Jessica Chastain spielen großartig. Gerade Michael Shannon stellt mit seinem erst minimalistischen, gegen Ende aufregenden Spiel unter Beweis, dass er zu einen der unterbewertesten Schauspieler unserer Zeit gehört. Dabei reichen allein einzelne Gesten und Blicke von ihm, um Teile der Geschichte zu erzählen, welche im Verlaufe des Films eine sich stetig steigernde Sogwirkung entwickelt.
                Generell ist "Take Shelter" äußerst zurückhaltend inszeniert und somit alles andere als reißerisch. Wenn man sich jedoch auf das langsame Erzähltempo einlässt, bekommt man hier einiges geboten.
                Jeff Nichols ist eine packende Endzeit-Metapher voller Symboliken, Andeutungen und gänsehauterzeugenden Bildern gelungen. Nach einem bitter-bösen Ende wird der Zuschauer schließlich aus den Fängen dieses zutiefst beklemmenden Filmes befreit...und nachdenklich zurückgelassen.
                Sollte man mal gesehen haben!

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                • 4 .5
                  RoboMaus 23.02.2017, 22:49 Geändert 24.02.2017, 09:32

                  Michael Shannon hat in Albträumen Visionen eines Sturmes, der über sein Haus zieht. Dazwischen wird sein alltägliches Familien- und Berufsleben gezeigt, wobei sich seine Umgebung allmählich über das leicht desorientierte Handeln wundert...................

                  Die Story kommt nur schleppend voran, könnte aber interessant werden.

                  ..............nach einer Stunde hat Shannon in Albträumen Visionen eines Sturmes, der über sein Haus zieht. Dazwischen wird sein alltägliches Familien- und Berufsleben gezeigt, wobei sich seine Umgebung über das leicht desorientierte Handeln wundert......

                  Die Story kommt weiterhin nur schleppend voran, könnte aber noch interessant werden.

                  ..............nach eineinhalb Stunden hat Shannon keine Albträume und keine Visionen eines Sturmes, der über sein Haus zieht. Die braucht er nicht mehr, denn er ist sich nun sicher. Dafür wird sich ausgiebig seinem alltäglichen Familien- und Berufsleben gewidmet, wobei sich seine Umgebung über das verstärkt desorientierte Handeln wundert................

                  Die Story kommt zwar weiterhin nur schleppend voran, könnte aber doch noch interessant werden. Immerhin bleiben zwanzig Minuten.

                  MASSIVER SPOILER
                  Ein Sturm zieht auf, harmlos.
                  MASSIVER SPOILER - ENDE

                  MASSIVER SPOILER, AUF DEN NIEMAND KOMMEN WÜRDE!!!!!!!!!!!!!!
                  Es zieht noch ein Sturm auf, diesmal nicht harmlos.
                  MASSIVER SPOILER, AUF DEN NIEMAND KOMMEN WÜRDE - ENDE

                  Immerhin wurde meine Vision nicht enttäuscht - die letzte Viertelstunde wird tatsächlich noch interessant. Man darf die Hoffnung eben nie aufgeben.

                  _________________________________________

                  7,1/10 Community - vielleicht sollte ich endlich meine Langatmigkeitsallergie bekämpfen, um zu den wahren Inhalten durchdringen zu können ;-)

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                  • 9

                    https://www.youtube.com/watch?v=Lv-KDnsu46g

                    Liegengelassene Filme, mit der Zeit verschwand die Aufmerksamkeit, ein bestehendes Interesse verflog mit der Zeit zu einem kümmerlichen Nichts.
                    Irgendwo keimte kurz Begeisterung auf, nur um im nächsten Moment für Jahre zu versiegen.
                    Momente der Entfremdung wie ein Ehepaar welches immer mehr auseinander rückt.
                    Überdrüssig der flammenden Leidenschaft, wenn Küssen zum Fremdkörper mutiert.
                    Dieses abartige Gefühl Desinteresse, schleichende Depression, ein Heilmittel schwebt in weiter Ferne.
                    Der Zahn der Zeit drückt unsere Impulse tief nach unten, Gift für Körper und Seele.

                    Ein Augenblick verändert alles, langsam streicht der Score ins Blut und die ersten flackernden Bilder sind Balsam für die Seele.

                    Ein Sturm zieht auf
                    Wolken verschleiern den freien Blick
                    Bündeln sich zu einem Kunstwerk
                    Die Leinwand wunderschön

                    Der erste Regen benetzt die Haut, nach langer Durstperiode endlich die erwünschte Sehnsucht Regenkleid.
                    Menschen spannen ihre Schirme auf aber du stehst einfach nur im Regen.
                    Fühlst die Natur, lässt all den Ballast hinter dir, öffnest deine Gedanken.
                    Wie verletzlich wir doch sind in der Schönheit, in warmherzig umspülten Momenten der Einsamkeit.
                    Fremdartig wirken die aufgescheuchten Massen, verstecken sich hinter Mauern.
                    Du läufst zufrieden die Straße hinunter zum Horizont wo nur kurz die Sonne scheint, versteckt hinter dem dunklen Schleier deines Verstandes.

                    "Take Shelter" fesselt von der ersten Sekunde an.
                    Im Laufe der Zeit wird er ein emotionales Monster, wenn Michael Shannon schreit, läuft es einem als Zuschauer eiskalt den Rücken runter.
                    Jedes Wort über Story oder Verlauf wäre zuviel.
                    Ein Genuss für die Sinne garniert mit einem bitter süßen Abschluss.

                    Manchmal kommen sie wieder, die Filme welche vergessen geglaubt.

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                    • 6 .5

                      Gut inszeniert, doch zäher als Kaugummi.

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                      • 8

                        Subtil und doch...eine Offenbarung psychopathologischer Wahrnehmungen. Starke Leistung, eine neue Perspektive, ein Wagnis. (Noch) nicht die Wucht eines Robin Williams, Gott hab ihn seelig, aber muss es das? Wer Spannung und Staunen Dank supergeiler GDI à la Lucas Films mal etwas abschwören möchte und Zeit für das Gesamtbild mitbringt wird nicht enttäuscht sein. Endlich mal wieder etwas Anderes.

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                        • 6

                          Großartig gespielt, aber die Story ist letztlich doch ein bisschen dünn.

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                          • 0
                            Negev 17.06.2016, 07:35 Geändert 17.06.2016, 07:38

                            Auf Empfehlung des Vorhersage-Programms von moviepilot, hab ich den Film angeschaut. Also wirklich... selten so einen Blödsinn gesehen!
                            Bei Netflix hat dieser Film übrigens auch nur 2,5/5 Sterne - mir ist ein Rätsel wie die moviepilot-Community dieses Machwerk mit durchschnittlich 7.1 Punkten bewerten kann.

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                            • 6

                              Langatmig und nicht das erwartete große Finale.

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                              • 7

                                Ich kann einige Kritiker schon verstehen. In dem Film passiert nicht allzu viel und es wirkt alles ein wenig behäbig. Es geht um einen Typen der plötzlich aus bestimmten Gründen auf die Idee kommt einen Schutzbunker für sich und seine Familie zu bauen. Die Gründe sind schreckliche Alpträume und eine fast schon panische Angst vor schweren Unwettern die in ihm wächst.
                                Der besorgte Familienvater wird sehr beeindruckend von Michael Shannon gespielt. Er hat mich genauso wie Jessica Chastain voll überzeugt. Regisseur Jeff Nichols hat hier mit kleinen Budget und dafür umso mehr Feingefühl und Hingabe was Besonderes geschaffen. Sein Film lebt einfach durch seine einzigartige Geschichte und die tollen Darsteller.
                                Auch wenn "Take Shelter" nicht sonderlich bekannt ist sollte man ihn gesehen haben!

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                                • 8 .5

                                  Insgesamt sehr beeindruckend, wobei mir das Ende nicht gefallen hat.

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                                  • 3 .5

                                    OMG... einer der langweiligsten und langatmigsten Filme, die ich in der letzten Zeit ansehen musste.

                                    125 Minuten passiert...... So gut wie gar nichts.

                                    Prädikat: Überflüssig

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                                    • 6 .5

                                      Take Shelter hat seine guten, aber auch seine zähen Momente.
                                      Der Plot um eine Katastrophe hat seine wirklich Starken Momente, wobei er durch die mögliche Schizophreni von Michael Shannon durchaus ins wanken gerät, und abgelenkt wird.
                                      Es entwickelt sich alles ein bisschen voraussehbar und auch das Ende ist passend einfach gewählt.
                                      Der Cast macht seine Sache gut wobei natürlich Michael Shannon und Jessica Chastain herausstechen.
                                      Wenn Take Shelter etwas schneller und intensiver in die Pötte gekommen wäre und ich nicht im Mittelteil des Films einen Gähnanfall bekommen hätte wäre die Bewertung besser ausgefallen.

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                                      • 7 .5

                                        Die Art von Jeff Nichols Filme zu drehen finde ich immer wieder spannend. Auch bei Take Shelter geht man eher den ruhigen Weg und verzichtet auf überdramatische Bilder. Nur subtil werden die Charaktere gezeichnet und die Story erzählt. Dabei schafft der Film eine beklemmende und düstere Atmosphäre, die aber durch das Ende vernichtet wird. Für einen sinnlosen Twist, wird ein Meisterwerk geopfert. Sehr schade.

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                                        • 7

                                          Es fällt mir schwer, die Lobeshymnen zu diesem Film nachzuvollziehen. Ich hatte am Ende das Gefühl, dass ich einen guten Film gesehen hatte. Das war´s aber auch. Das gewisse Etwas, dass den Zuschauer berühren und mitreißen sollte, muss da leider an mir vorbei gegangen sein. Meine Erwartungen waren groß an dieses Werk und wurden am Ende leider etwas enttäuscht. Trotzdem: Den kann man sich mal geben!

                                          • 8

                                            TAKE SHELTER ist ein brilliant gespieltes, tief berührendes und beeindruckendes psychologisches Drama, das von den ersten Minuten an durch eine dichte, beklemmende Atmosphäre und eine absolut fesselnde Story überzeugt.
                                            Besonders hervorzuheben sind auch die schauspielerischen Leistungen von Jessica Chastain und vor allem Michael Shannon, der hier einfach meisterhaft aufspielt. Auch der ruhige, atmosphärische Score und die Kameraarbeit, sowie die optischen Effekte haben mich sehr beeindruckt.
                                            Kurz: TAKE SHELTER ist ein beinahe perfektes Drama, eine einzigartige Filmperle, die einen auch nach der Sichtung noch beschäftigt.

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                                            • 8 .5

                                              Intensives Drama mit einem sehr intensiven Ende.

                                              • 8 .5

                                                Wundervolle atmosphärische Filmperle die mit einer fesselnden Bildersprache in die unausweichliche Katastrophe führt.
                                                Hier diktieren nicht die Spezial Effekte den Film, sondern die Bilder und die Schauspieler.
                                                Psychologisches Seelendrama mit einem überwältigenden Michael Shannon, sein Spiel hier ist herrausragend.
                                                Die unbehaglich Musik rundet das ganze zur Genze ab.
                                                Eine Cineasten Perle!

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                                                • 6

                                                  Der Spannungsaufbau in der ersten Stunde ist sehr gut mit einigen Schockmomenten.Danach flacht es doch sehr ab.Die Auflösung kommt leider auch etwas zu spät und lässt einen mit der Frage allein,was mit der Familie passiert.Die Haupt Aussage des Films ist wohl einfach nur,dass man seinem Schicksal nicht entgehen kann,auch wenn man es teilweise im Traum sieht.

                                                  • 7 .5

                                                    Stimmiger und vorallem sehr stimmungsvoller Film. Kommt ruhig daher und zieht einen dennoch in seinen Bann.
                                                    Die Schlusssequenz ist extrem gut. Toller Film!