Tanz der Teufel - Kritik

The Evil Dead

US · 1981 · Laufzeit 85 Minuten · FSK 16 · Komödie, Horrorfilm · Kinostart
Du
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    Tja wie die Zeiten sich doch ändern. Der gute alte Ash will bei mir heute einfach keinen Eindruck mehr hinterlassen. Woran das wohl liegt?

    • 6

      "Ist was mit Cheryl? Sie benimmt sich so seltsam?!" Das ist alles so doof, dass es schon wieder lustig ist...kaum zu glauben, dass das Ding wegen "Jugendgefährdung" 30 Jahre im Giftschrank lag...und dass Bruce Campbell hauptberuflich tatsächlich Schauspieler geworden ist...richtig gut ist allerdings die Kameraführung...

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      • 7 .5
        Filmfreund2015: MovicFreakz 30.10.2018, 20:35 Geändert 30.10.2018, 20:39

        Horroroktober 2018! \(ʘoʘ)/
        Film #10
        Tanz der Teufel

        Endlich kann ich auch mal diese schmachvolle Bildungslücke schließen!

        Und ich muss sagen: Was für ein abgedrehter Splatter Spaß! Tanz der Teufel wartet mit einem creepy Soundtrack, famosen Kamerafahrten und einem großartigen Spannungsaufbau auf. Die kribbelnde Atmosphäre zieht einen rasend schnell in diesen nervenaufreibenden Albtraum aus Knarzenden Kellertüren, Paranoia, Blut, Schreien und hässlichen Fratze. Die Maskenarbeit ist zum Großteil ziemlich gelungen, auch wenn der Zahn der Zeit mitunter deutlich zu erkennen ist. Und dann dieses "We're gonna get you.". Uuuäh. Das hat mir schon in den kurzen Ausschnitten immer den Rest gegeben. :'D
        Lediglich tontechnisch, sowie schauspielerisch (mit einigen dafür aber grandiosen Ausnahmen) bekleckert sich der Streifen nicht unbedingt mit Ruhm. Das entpuppt sich teilweise als ziemlich anstrengende Tortur.

        Hier geht's zu meiner diesjährigen Horroroktober Liste! Würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut: https://moviepilot.de/liste/horroroktober-2018-o-filmfreund2015

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          Sinneast 28.10.2018, 23:34 Geändert 29.10.2018, 01:04

          350.000 schmale Taler für eine Horrorslaptsticknummer die das Genre massgeblich revolutioniert hat. Sam Raimi ist das amerikanische Pendant zu Peter Jackson. Evil Dead zeichnet einen völlig eigenen Stil aus, welcher die Löcher des Drehbuchs durch ein Fest der Tricktechnik zu stopfen versteht und nebenbei die Kultfigur "Ash" zu Tage fördert.
          Lange Zeit verboten bzw. indiziert, hat diese künstlerische Perle endlich den legalen Weg in die Wohnzimmer der Horrorfans gefunden. Vielen Dank für diesen ganz besonderen Horrorklamauk.

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          • 10

            Neben "Braindead" einer DER großen Horror-Streifen im Bereich Splatter! Und verdammt, die handgemachten Effekte sehen auch 30 Jahre später immer noch richtig gut aus.

            • 5 .5

              Meine Freunde sagen:
              1x Kein Interesse
              2x Vorgemerkt

              1x 4.0
              2x 7.0
              2x 7.5
              1x 8.0
              1x 8.5
              1x 10 ❤

              Man kann solchen Klassikern nur schlecht etwas vorwerfen, und ja, ich wirke sicherlich wie die kleine Pussy meiner Freundesschar, aber mir ist dieser erste Teil echt ein bisschen zu eklig, um wirklich Spaß daran zu haben. Ich bin gerne ab Teil 2 dabei, der ist effektmäßig teils derber, aber auch sehr viel lustiger.

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              • 7

                Neben "Braindead" einer DER großen Horror-Streifen im Bereich Splatter! Und verdammt, die handgemachten Effekte sehen auch 30 Jahre später immer noch richtig gut aus.

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                • 6

                  Ekel-Splatter mit Kult-Status, der aus heutiger Sicht schauspielerisch miserabel und tontechnisch mitunter ein wenig anstrengend daherkommt. Berücksichtigt man das geringe Budget, lässt sich dies aber natürlich anstandshalber völlig problemlos verzeihen.

                  Die Effekte sind angesichts der beschränkten Geldmittel als recht brauchbar zu bezeichnen; die Maskenbildner hingegen haben wirklich ganze Arbeit geleistet! Absolut genial, was hier abgeht! Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben, sofern man dem Splatter-Genre nicht komplett abgeneigt gegenübersteht!

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                  • 5
                    Botwin 05.08.2018, 20:35 Geändert 06.08.2018, 09:10

                    Als Kind hatte ich schlaflose Nächte wegen Tanz der Teufel. Jetzt finde ich den nicht mehr so toll. Schauspielerisch ist das Steven Seagal Niveau also richtig schlecht. Spannung war gleich null. Die Maskenbildner haben einen sehr schlechten Job gemacht, man erkennt das das alles Masken sind. Da gibt es deutlich älter Filme wo das besser geklappt hat. Wegen der Äste Vergewaltigungszene gibt es gerade noch so 5 Punkte, die war nämlich noch ganz gut gemacht.

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                    • 6 .5

                      Fand den ganz witzig!

                      • 4 .5

                        Was vor knapp vier Jahrzehnten großes Kino war, ist heute in die Jahre gekommene Langeweile. Schlechte Schauspieler mühen sich mit billigen Masken in schwachen Effekten einer vorhersehbaren Handlung ab - nur die Kamerafahrten wissen mitunter zu überzeugen.

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                        • 3

                          Für damalige Verhältnise gut gemacht. Dennoch aus heutiger Sicht, überhaupt nicht mein Fall, da der Film nicht wirklich gruselig ist, sondern nur eklige und verstörende Szenen enthält (Frau im Wald vom Baum vergewaltigt, aha). Story relativ einfach gehalten.

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                          • 6

                            War auch heute noch erstaunlich atmosphärisch dank Musik und Kamerafahrten. Den Splatter und die mäßigen Schauspieler sollten man dabei ausblenden.

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                              Tanz der Teufel (US - 1981)

                              Spuren von Spoilern:
                              Der Film besticht zunächst durch die "unsichtbare" Bedrohung, wenn die Kamera knapp über dem Boden mit eingehendem Sound durch den Wald rauscht als fünf Freunde in einer abgelegenen Waldhütte ein paar Urlaubstage verbringen möchten. An der Eingangstür dann ein Holzverschleiss, der ständig gegen die Hütte knallt obwohl kein Wind geht und plötzlich still bleibt, als Ash den Schlüssel am oberen Türrahmen findet. Weiter geht es mit der Pendeluhr, die schlagartig stehenbleibt und Cheryl unkontrolliert böse Fratzen aufs Papier kritzelt.
                              Etwas unheimliches liegt in der Luft, oder besser gesagt (und) im Keller. Ein Dämonenbuch mit einem Fluch. Ein mysteriöses Abspielband. Das Böse kommt hervor.....

                              Nach langer Zeit wieder gesehen. Sehr positiv die Kameraführung, einige Effekte, z.T. richtig gruselig, wenn z.B. Linda dämonisiert lachend vor Ash sitzt, während dieser unaufhörlich auf sie einprügelt. Überhaupt dieses Lachen trotz starker Verletzungszufügung wirkte unheimlich.
                              Weiterhin ist der Score abwechslungsreich und beängstigend untermalt. Nicht immer 100%, aber 95%. Und die letzte halbe Stunde hat es sowieso in sich, wenn noch mal mit vollgas alles rausgelassen wird und Ash sein Solo hat.
                              So gut die Effekte auch waren, wirkten sie und auch manchmal die Masken im nachhinein etwas komisch. Sowie ein zwei Verhaltensweisen, als man sich dem Besessenen z.B. plötzlich wieder abwendet. Das ist aber wirklich geringfügig und tut dem Gesamterlebnis nichts an. Es gibt auch unglaublich gute Momente, als z.B. für einen kurzen Augenblick alles still bleibt. Aber auch der Ausweglosigkeitsfaktor und der Splatter sind beeindruckend.

                              Früher hätte ich mind. eine 9 gegeben. Jetzt, nach der Neusichtung rutscht der Film insgesamt betrachtet auf 8 Punkte.
                              Dennoch sei zu erwähnen, dass es ein absoluter Kultfilm ist, der einem schon ganz schön Schrecken einjagen kann und seine unglaublich kraftvolle Atmosphäre trotz des Alters nicht eingebüsst hat. Daumen hoch für Horrorfans.

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                              • 8 .5

                                Immer noch einer der schreckenerregensten Horrorfilme aller Zeiten!!!!!

                                Und dieser Film trägt diesen Titel zu Recht, gibt nur wenige die man im gleichen Atemzug nennen könnte, der Exorzist fällt mir da noch ein, The Shining oder Es auch noch The Descent geht in einen andere Richtung sorgt aber trotzdem für Gänsehaut, Freitag, der 13, Freddy Krüger und Chucky gehen wandeln allgemein auf der Unterhalttungsschiene, aber was Tanz der Teufel so unheimlich macht das er mehr in die Tiefe geht und einem mit was unvorstellbaren konfrontiert, was absolut Bösen Ursprung ist, das man nicht bekämpfen kann zumindest nicht so effektiv wie anderen Horrorwesen und weil eben das pure Böse.

                                Sam Raimi hat mit sehr wenig Budget einen der besten Horrorfilme aller Zeiten geschaffen dessen Nachhall noch lange nicht verstummt ist, schon alleine bei der Kamerafahrt durch den Wald zeigt sich das Genie Raimi wie er das angestellt hat = Meisterleistung, und es war die Geburtsstunde von Ash einer Genrefigur die wir alle gern mögen und in einem Satz mit Michael, Jason, Freddy und Chucky erwähnen.

                                Bei Horrorfilmen wird ja öfter gesagt das die Darsteller nicht das gelbe vom Ei sind, aber selbst die fand ich in diesem Film so allgemein Ok, bzw. zweckdienlich, keine groben Ausfälle alles im grünen Bereich.

                                Und wenn ich an die Besessenen denke mit ihrem Zitat:
                                "Wir kriegen dich, wir holen dich. Du kannst uns nicht entkommen"
                                ,... ja dann habe ich wieder Gänsehaut,.
                                und muss daran denken wie selten es Filme dieses Kaliber in diesem Genre gibt

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                                • 8

                                  Endlich Uncut in Deutschland verfügbar und sogar ab 16.

                                  Allein schon das Cover konnte mich überzeugen mir diesen Horror-Kultstreifen zuzulegen.
                                  Es hat sich definitiv gelohnt:

                                  Man merkt dem Film das geringe Budget an. Außerdem ist anfangs die Spannung mäßig und von der schauspielerischen Leistung brauche ich erst gar nicht reden.
                                  Es ist ein eindeutiger Trash-Film.

                                  Doch wen juckts, wenn Musik, Kamera und Atmosphäre dir den Puls höher schlagen lassen?!
                                  Denn eines hat „Evil Dead“ bei mir zum ersten Mal in einem Film vermittelt: Einen hohen Puls und richtige Schocker- nach denen ich dann herzhaft gelacht habe und anschließend mit offenen Mundwinkeln das brutale Geschehen auf meinen Bildschirm ergötzt habe!

                                  -Das ist Horror!!!

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                                    Genau so muss Horror sein!Spitze!

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                                    • 7 .5
                                      RoboMaus 27.01.2018, 09:52 Geändert 27.01.2018, 12:07

                                      'The Evil Dead' (1981) - natürlich "uncut", was auch immer das bedeutet, so oft und so viel an Sam Raimis Horrorklassiker herumgeschnipselt wurde. Die gesehene Version läuft immerhin 85:26, was schon wesentlich länger ist, als beim letzten Mal vor grob geschätzt 20 Jahren.

                                      Diesen Film kann man zur Unterhaltung heute nur noch aus der Perspektive des 80er-Fun-Trash sehen, was keine Entschuldigung für altbackene Effekte sein soll, oder dafür, dass es einem zu keiner Szene Schauer über den Rücken jagt. Es macht einfach Spass, wenn die kichernde Dämonenfresse an der spaltweit geöffneten Kellerfalltür schrattelt, oder Bruce Campbell mit Schokoladenpudding und Erdbeermarmelade o.ä. beworfen wird, die aus dem Dämonenkörper nach abgetrennten Gliedmaßen spritzen....

                                      So trashig dieser Film heute wirkt, so viel hat er für das Genre getan - tatsächlich erweiterte Sam Raimi mit seinen Kamerafahrten und sich immer mehr verdichtenden, immer kürzer aufeinanderfolgenden Horroreinlagen den Horizont im Genre, wie er von den noch älteren Klassikern 'The Exorcist' (1973), 'The Texas Chainsaw Massacre' (1974) und 'Dawn of the Dead' (1978) vorgegeben war. Damit legte er den Grundstein für Vieles, das im darauffolgenden Kino für Grusel sorgte. Man darf auch nicht vergessen, dass das für damalige Zuschauer nie gesehener Horror war, der seine Wirkung nicht verfehlte - nicht umsonst wurde der Film auf 69 min im Kino verstümmelt.

                                      Werfen wir das Heimkino an, laden ein paar Kumpels ein, stellen eine Kiste Bier bereit, oder wahlweise einen Vorrat besten Scotch Whiskeys, und lassen uns von Sam Raimi zu einer vergnüglichen Spritztour der Fontänen aus massakrierten Dämonen entführen - natürlich uncut :)
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                                      Vom Standpunkt des Return on Investment ist 'The Evil Dead' einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten: bei einem Budget von nur 375.000 $ spielte er weltweit über 29 Mio.$ ein - so etwas gelingt nur selten und zeigt auch damit die Innovationskraft, die in diesem Film steckt.

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                                        Andron 27.01.2018, 00:01 Geändert 27.01.2018, 09:43

                                        Richtig übler 1980er Trash mit schlechten Schauspielerin, mieser Synchro, billigen Effekten wie in der Geisterbahn (teilweise fällt den Schauspielern fast das Pappmaché aus dem Gesicht), schwachsinnigen Handlungen der einzelnen Protagonisten und endet mit einem durchgeknallten Spezialeffekte-Ekel-Showdown, bei dem man sich spätestens fragt, ob dies nicht doch nur eine Parodie dieses angeblichen Skandalstreifens ist...

                                        Übrigens, das Make-up hat man anscheinend bei der Gruppe KiZZ aus den 80er geklaut...?! ;-)

                                        Na zumindest Bruce Campbell hatte beim Dreh wohl richtig Spass, in manchen Einstellungen kann er sich das Grinsen kaum noch verkneifen, was auch kein Wunder ist, manchmal glaubt man eine Verarsche zu "Der Exorzist" vor sich zu haben...

                                        Und da regen sich manche über das Reamake aus 2013 "Evil Dead" auf, das ist Gold gegen dieses Machwerk!

                                        Lediglich weil das Original angeblich "Kult" sein soll, gibt's keine Wertung unterhalb von 5! - Dann lieber gleich "Ash vs. Evil Dead" auf Amazon!

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                                        • 7 .5

                                          Viel lustiger als der Film war ja eigentlich der Zirkus der darum gemacht wurde: der Streifen war jahrelang verboten weil er angelich menschenverachtende Szenen enthält bis dann irgendwann entschieden wurde dass es im Film keine Menschen sondern Monster sind und deshalb gehe die Gewalt gegen sie wohl in Ordnung … wer sonst nichts zu tun hat.Ich erkenne dem „Tanz der Teufel“ durchaus seine Exitenzberechtigung und seinen Kultstatus an, vor allem dem Helden Ash, sicher eine der am meisten gebeutelten Filmfiguren überhaupt, trotzdem bin ich selber mit diesem Monstermurks nie so ganz warmgeworden. Die Handlung wurde ja mit enorm billigen Mitteln gemacht was man ihm auch ansieht, ist ja im Grunde nicht schlecht, aber im Grunde ist der Streifen wenig abwechslungsreich weil er eigentlich nur in der Hütte und der Umgebung spielt. Leute mit schwachen Nerven sollten sich trotzdem auf gar keinen Fall daran wagen, zumal der Film eine Szene enthält die sowohl was Kult wie auch was Abartigkeit ungebrochene Maßstäbe aufstellt: gemeint ist die Szene in der ein Mädchen von einem Strauch vergewaltigt wird.Fazit: Ultraharte Low Budget Splatterorgie die einem den Magen umdrehen kann – für harte Horrorfreunde jedoch ein Fest!

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                                          • 6

                                            Bereits die Einblendung des Titels macht deutlich, wie wenig Budget bei der Produktion von "Tanz der Teufel" zur Verfügung stand. Obwohl die Effekte ihren Charme haben, leiden sie ebenso unter den geringen Möglichkeiten. Generell wirkt vieles nicht mehr zeitgemäß und dadurch unfreiwillig komisch. Trotz dessen lässt sich das damalige Entsetzen beim Publikum auch heute noch nachvollziehen.

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                                              tadaaaaa 19.12.2017, 22:56 Geändert 19.12.2017, 23:00

                                              Tanz der Teufel ist ein Meilenstein des Horrorgenres. Jedoch war das Budget niedrig, keiner der Darsteller war zuvor bekannt und die Handlung war auch damals schon ausgesprochen klischeehaft und alles andere als neu. Woher kommt also dieser Status?

                                              Spätestens mit der endgültigen Abschaffung des Haye Codes konnte sich Filmemacher trauen Brutalität zu präsentieren. Besonders in den 70ern wurde das auch erfolgreich zelebriert. Damals gab es viele Schundfilme, die allein auf den Schockmoment aus waren, aber weder filmisch noch handlungstechnisch interessant waren. Schon immer galt das Horror- und Splattergenre seit dieser Zeit als Sprungbrett zu größeren Produktionen. Sam Raimi wollte sich dieser Tradition anschließen und erschuf hauptsächlich mit Filmfreunden sein Filmdebüt "The Evil Dead". Ende der 70er befinden wir uns auf dem Höhepunkte der trick- und maskentechnischen Handwerkskunst, welche hier in vollem Umfang und auf einem hohem Niveau zelebriert wird. Die Masken sehen toll aus, wenn auch manchmal etwas komisch, aber das passt letztendlich zu dem B-Movie Charme, welchen der Film versprüht. Einige Effekte erinnern stark an Klassiker, wie "Der Exorzist". Dabei mussten die Schauspieler einiges über sich ergehen lassen. Viele erlitten Verletzungen oder mussten mussten Stunden völlig zugekleistert mit irgendwelchem Zeug in der Kälte stehen. Diese Hingabe für den Film merkt man ihnen jedoch an. Überhaupt halte ich das für die große Stärke des Streifens. Die Verantwortlichen schienen sehr viel Spaß und Inbrunst in ihre Arbeit gesteckt zu haben und gemeinsam ergab sich viel Kreativität. Wahrscheinlich saßen die Schulfreunde beisammen und hatten Spaß dabei sich eine gruselige Szenerie nach der anderen auszudenken.
                                              Besonders beeindruckend ist jedoch die handwerkliche Machart. Einige Kamerafahrten und Schnitte sind klasse gelungen und können vor allem in der ersten Hälfte und gegen Ende hin Atmosphäre aufbauen. Besonders die durch den Film bekannt gewordene "Shaky"-Cam, welche die subjektive Sichtweise der Dämonen repräsentiert hat man selten so toll eingesetzt gesehen. Nicht umsonst ist der Film besonders unter Filmstudenten ausgesprochen beliebt.
                                              Die Musik ist gelungen, aber auch nichts besonderes. Auch die Darsteller liefern alle solide ab, auch wenn sie besonders für ihr physisches Leiden herhalten mussten.

                                              Die Charakter werden nur minimal gestaltet, damit der Zuschauer einen Bezugspunkt hat und das Grundszenario ist das Primitivste der Welt. Aber durch die hervorragende Regie- und Effektarbeit, kann der Film tatsächlich auch heute noch schockieren und besonders Cineasten können sich an dem Werk erfreuen, während der normale Filmfreund sich auf Dauer wahrscheinlich an der etwas sehr banalen Handlung stören wird (auch wenn diese gelegentlich mit einem kleinen Augenzwinkern erzählt wird).

                                              Letztendlich erlangte der Film seinen Kultstatus außerdem durch seine Videovermarktung. Es war der Gruselschocker Anfang der 80er Jahre auf VHS und besonders die junge Generation schien daraus eine Art Mutwettbewerb zumachen, was zusätzlich zur Popularität beigetragen hat. Hinzu kam auch seine einstweilige Indizierung, gegen welche ich mich mit vollem Eifer ausspreche. Filme sind Kunstwerke! - egal, welche Bilder oder Inhalte sie erzeugen und sie verdienen es nicht von außenstehenden geschnitten zu werden! Es sollte so erlebt werden, wie von den Machern angedacht. Wer sollte außerdem das Recht besitzen zu bestimmen, welche Kunst Kunst ist und welche der Gesellschaft nicht zuzumuten ist. Sam Raimi musste den Film vor Gericht verteidigen! Das ist absolut unnötig!

                                              Fazit: Sehr Blutig und Brutal, Sehr Kultig und Sehr banal, was die Handlung anbelangt.

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                                                Sogar für heutige Verhältnisse noch ganz schön blutig und brutal!
                                                Auch war der Film spannender als ich erwartet hatte und ein paar kleine Schocker gabs auch noch!
                                                Von der Story her geht der Film auch ganz schnell in Sachen und bietet ein top Showdown, sowie allgemein toll abgefilmte Szenen!
                                                Fazit: Ein toller Splatterklassiker, den man sich auch öfter mal anschauen kann!

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                                                  Miki 01.11.2017, 22:09 Geändert 01.11.2017, 22:22

                                                  Auch wenn ich kein Freund von Zensur bin, bei diesem Film konnte ich sie verstehen. Es gibt zum Teil wirklich verstörende und extreme Szenen. Und der Film hat eine bedrohliche Atmosphäre. Sei es auch noch so abgedreht, man kommt nicht vor dem Erschrecken davon. Ich fand viele Szenen schon grenzwertig.

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                                                    Wer auf Splatter, Matsch und Blut steht, ist hier gut bedient. Am meisten Spaß hatte ich an Bruce Campbell als "Ash". Der arme Kerl konnte einem echt leid tun, stolperte er doch von einem Grauen zum nächsten.
                                                    Ich denke, das hier mit einem schmalen Budget seinerzeit ein Pflock in das Horror-Genre geschlagen worden ist. Für mich eine Art Klasiker des Horrors.