Tatort: Gott ist auch nur ein Mensch - Kritik

Tatort: Gott ist auch nur ein Mensch

DE · 2017 · Laufzeit 90 Minuten · Kriminalfilm
Du
  • 4 .5

    Gewohnt gutes Zusammenspiel zwischen Boerne und Thiel. Der Humor zündet diesmal nicht wie man es von den Münsteranern kennt, und der Fall reisst aber niemandem vom Hocker.
    A.Jovanovic als "G.O.D." bleibt einem aber im Gedächtnis.

    • 4

      Von Thiel und Börne, auf deren Tatort ich immer sehr gespannt und unterhalten war, bin ich bessers gewöhnt, doch diese Sendung ist leider zum Kalauer motiert.

      • 4
        J.F.Lannister 19.11.2017, 23:05 Geändert 19.11.2017, 23:14

        Eine kleine Anekdote am Rande:
        Mein Bruder wohnt in einem katholischen Wohnheim und im letzten Münsteraner Tatort kam man auf die schlaue Idee: "Katholisches Wohnheim? Den können wir bestimmt sexuellen Missbrauch vorwerfen!" Das fanden die Heimleitung und die Bewohner natürlich nicht so toll, nach einem Beschwerdebrief haben sie schließlich Freikarten für die Kinopremiere dieses Tatorts am letzten Donnerstag erhalten. Im Kino war dann auch der Cast um Jan Joesef Liefers und Axel Prahl anwesend und hat unter Anderem vor der Filmvorstellung Fragen bewantwortet. Eine sehr tolle Entschädigung, wie ich finde!

        Zum Tatort selbst:
        Neben dem Kriminalfall versuchen sich die Macher zur Definition des Kunstbegriffs an einem Experimentalfilm und scheitern aufgrund der biederen Umsetzung daran kläglich. So wird zum Beispiel der MacGuffin-Koffer aus "Pulp Fiction" zitiert, nur um dessen Inhalt zum Schluss als abgedroschenes Mindfuck-Paradoxon zu offenbaren. Gewollt und nicht gekonnt, auf die Frage "Ist das Kunst oder kann das weg?" würde ich klar antworten: Das kann weg!

        Den Kriminalteil des Films über einen kunstliebhabenden Serienmörder und einen narzisstischen Ermittler fand ich an sich recht spannend und interessant, dies sah ich in "Hannibal" und "Sherlock" allerdings schon in bedeutend besserer Ausführung. Stattdessen läd "Gott ist auch nur ein Mensch" ab und an zum Fremdschämen ein, vom gelungenen Witz des Münsteraner Tatorts aus alten Tagen spürt man hier kaum noch etwas. Enttäuschend.

        5
        • 4

          Gute Ideen stecken ja drin, aber diese Folge ist einfach das beste Beispiel dafür warum Thiel und Börne ausgelutscht sind.
          Außer schlechtem Schauspiel, langweil-Slapstick und einer haarsträubend schlecht konstruierten Geschichte bekommt der Zuschauer nicht.