Taxi Driver - Kritik

Taxi Driver

US · 1976 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 16 · Drama, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 5

    Ich werde und habe den Hype um diesen Film nicht verstanden, genauso wenig wie bei Blade Runner.....

    Ein Film muss mich Fesseln, er muss mich in seinen Bann ziehen und ich muss gebannt auf die Mattscheibe starren!

    Nichts davon passiert, weder Emotionen, noch sonst etwas anderes.....

    Da hat mir doch God bless America besser gefallen, bei Taxi Driver sind die letzten 10 Minuten interessant, aber davor nur müder Abklatsch der einen zum Schnarchen bringt.

    Geschmäcker sind doch verschieden, oder ich bin einfach nur ein Banause der keine Ahnung von guten Filmen hat.

    2
    • Kultfilm

      • 8 .5

        Der sehr junge Robert de Niro als wahrscheinlich traumatisierter Kriegsveteran, der wegen seiner Schlafstörungen nachts Taxi fährt. Vor Jahrzehnten gesehen, jetzt wieder. Sehr schön die bekannte Szene mit dem Pornokino. Der Ärmste! Insgesamt sind natürlich auch die Bilder von New York in den 1970ern toll anzusehen. Ausgezeichnete Charakterstudie eines jungen, unbeholfenen Mannes, der sich allein und unglücklich fühlt, sich mit sozialen Umgangsformen schwer tut und nicht versteht, dass eine Prostituierte nicht einfach nur auf ihn gewartet hat, sie zu retten. Überraschender Schluss.

        23
        • 8

          Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

          Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

          3
          • 9

            Immer wenn die Tage und die Sonnenstunden länger werden, merke ich, dass ich zu viele Schindluder mit mir getrieben habe, zu viele Stunden an den kalten Tagen vor dem Fernseher geopfert und mich dem Müßiggang hingegeben habe. Schluss damit, aufstehen und leben, wie De Niro den Fernseher dahin verbannen, wo er hingehört und hinausgehen, um das zu sehen, was der Fernseher uns in seiner gesamten Ambivalenz trotz allem nicht offenbaren kann.

            Täglich richtet sich mein Blick auf die Bushalte vor der Tür, die vielen jungen und alten Menschen, die in der Sonne stehen, reden, rauchen, während ich im Büro auf der anderen Straßenseite meinen Dienst absitze. Bildschirme umgeben mich, immer und überall, an jeder Straßenecke, an dem kleinen mobilen Gerät in meiner Hosentasche, an meinem Arbeitsplatz und abends dann in meinem Wohnzimmer. Wie desillusoniert wir doch längst sind, wenn wir uns einmal ehrlich betrachten. Wie gnadenlos entfremdet und vernetzt mit einem perfiden Verständnis von Fortschritt, so paradox wie diese Zeilen auf einer Internetseite zu verfassen.

            Langsamen Schrittes bewege ich mich fort, zunächst die zweihundert Meter Asphalt bis ich die ersten Meter des kleinen Waldes vor mir Tür betrete, ich die reine Luft der Natur, die Milde des Abends rieche, die Vögel auf den Baumspitzen singen und die Hasen, verängstigt durch die menschliche Anwesenheit davon hüpfen höre. "Warum machst du das?", "Und du läufst dann einfach so durch die Gegend?", habe ich oft gehört. "Um zu leben, um einfach zu leben und einen Ausgleich zu den ständigen Bildschirmen und Sitzen zu haben. Ich gehöre nicht in die stickigen Räume, nicht versunken zwischen virtuellen Welten, wenn ich nicht gerade für das bisschen Brot auf meinem Tisch zu arbeiten habe.

            Tag 5.

            Als das Wetter am Samstag begann besser zu werden, es mich hinaus trieb und ich wie jedes Jahr im Frühjahr entschloss fortan jeden Abend zumindest eine kurze Runde zu laufen, beschloss ich auch, meinen Fernseher einfach mal auszulassen. Ohne feste terminliche Bindung, ohne daraus so etwas wie einen Kampf zu machen. Es frisst zu viel Zeit fernzusehen und auch ist es nur selten entspannend für Einen, der durch seinen Bürojob ganztägig Aktivitäten auführt, die dieser viel zu ähnlich sind. Viel zu viel hat die Welt doch zu bieten, viel mehr noch als nur die Natur, die ich so liebe, ist es doch vor allem das Auge für die kleinen Dinge des Lebens, das ich wieder schräfen wollte.

            Ich bewege mich wieder ohne zu hasten. Versucht man die sechs, sieben Stunden nach Feierabend mit etwas anderem zu füllen als damit auf der Couch zu sitzen oder zu liegen, merkt man, wie viel Zeit dies doch ist und, dass zu Entspannen auch auf andere Weise ganz vorzüglich gelingt. Aus den paar Minuten Spaziergang, die ich mir täglich vorgenommen habe, wurden seither an jedem Tag mindestens eine Stunde, zumeist sogar zwei, meine Beine danach oft ermüdet, doch ich ausgeglichen und glücklich, mein Schlaf nach solchen Märschen intensiver und besser und mein Empfinden für eine bewusstere Ernährung auch bedingt durch die zusätzlich gewonnene Zeit zum Kochen wieder geschärft.

            Zum dritten Mal in dieser Woche bin ich heute einige Minuten vor dem Klingeln meines Weckers wach geworden und stellte fest, wie wunderbar mein Biorythmus doch noch immer funktioniert, hörte die Vögel durch das in der Nacht offen gebliebene Fenster, durch das auch bereits die ersten Sonnenstrahlen den Raum erhellten. Noch ein paar Minuten liegen bleiben, die Ruhe genießen, die Harmonie jener Szenarie, der schwarze Bildschirm neben mir bleibt auch heute aus. Minimalismus kann so einfach sein.

            7
            • 4

              Ich weiß nicht .. so oft ich auch versucht bin, die "Are you're talking to me?"-Routine nachzumachen, kann ich mit diesem Film ansonsten garnichts anfangen. Ich bleibe bei "Goodfellas" ..

              1
              • 9 .5

                New York durch die Windschutzscheibe eines Taxis. Scheinwerfer, Straßenbeleuchtung, Ampeln funkeln im Regen. Dampf steigt aus Gullideckeln und Bernard Herrmanns ikonische, jazzige Filmmusik säuselt im Hintergrund.

                Taxi Driver ist ein Klassiker des Kinos. Ein absolut einmaliges Werk und einer der atmosphärischsten Filme, die ich kenne. Dazu fantastisch gespielt und emotional erschütternd. Ein Meilenstein.

                Unbegreiflich, dass er damals keinen Oscar gewonnen hat und für Beste Kamera nicht einmal nominiert war.

                3
                • 7 .5
                  james.hetfield.7777 17.01.2018, 19:24 Geändert 24.02.2018, 02:59

                  *Spoiler*

                  Ein überraschend komplexer Film (PTBS, Einsamkeit, Rassismus, Bildungsneid uvm.) mit einigen Fragezeichen:

                  - Das Date im Pornokino ist unvorstellbar abwegig. Und das spielt eine wichtige Rolle, immerhin ist das DER Wendepunkt. Dazu kommt der logische Widerspruch, dass Travis damit nicht nur heimlich und verschämt dem "Schund" fröhnt, sondern sich ganz bewusst zu ihm bekennt, obwohl er dieses Milieu den Film über vehement ablehnt.

                  - das Stolpern seines Verfolgers nach dem versuchten Präsidentenattentat und ausbleibende darauffolgende Untersuchungen der Geheimagenten würde man eher bei einer Komödie erwarten.

                  - Seine einstimmige Heroisierung durch die Medien und Iris' Eltern am Ende ohne strafrechtliche Folgen sind fast so unglaubwürdig wie die erneute Begegnung mit Betsy, die sich nun wohl erst recht fürchten müsste.

                  Optisch herausragend (die Lichter, die Straßen), aber nicht singulär.

                  Der Score ist 100% Hitchcock und trägt vor allem dazu bei, den Film für ein Hollywoodpublikum zu glätten.

                  1
                  • 8

                    Großes Lob an Robert de Niro,der spielt ja hier Weltklasse.Ein Wahnsinn.Ich kaufe ihm die Rolle zu 100% ab.Solche genialen Schauspieler gibt es heute leider(fast)nicht mehr.

                    5
                    • 6
                      Botwin 17.12.2017, 16:38 Geändert 19.12.2017, 14:42

                      Als Meisterwerk würde ich Taxi Driver nicht bezeichnen aber für ein Film aus dem Jahr 1975 war der ganz gut.

                      3
                      • 7

                        Ohne Zweifel ist "Taxi Driver" ein guter Film und hat sich für das Entstehungsjahr 1976 unfassbar gut gehalten - eigentlich wird nur durch die etwas veraltete Optik klar, dass es sich hier nicht um einen Film aus den 90ern oder aufwärts handelt. Für einen Klassiker oder eine Lobrede meinerseits reicht es für mich allerdings nicht aus, dafür fehlt mir eine abstrakte Ebene in dem Film. Klar kann man in alles eine Metaebene reininterpretieren, aber ich finde, das bietet sich bei diesem Film nicht besonders an.
                        Aus meiner Sicht steht "Taxi Driver"-Travis exemplarisch für eine von der Regierung und US-Gesellschaft unter den Tisch gekehrte und dann vergessene Klientel, deren Leben ab einem bestimmten Punkt von zielloser Wut, verwirrender Isolation, Verzweiflung, Traumata und der Suche nach einem neuen Sinn im Dasein, dem Durchbrechen des stumpf-nihilistischen Hedonismus der Gesellschaft geprägt ist: die Veteranen des Vietnam-Krieges. Ähnlich wie in "Fight Club" taucht man hier tief, wenn auch nicht so undistanziert wie in gerade genanntem Film, in die persönliche Welt einer Einzelperson als Urtyp dieser Bevölkerungsgruppe ein und soll eigentlich nur verstehen. Verstehen, wie jemand aus richtigen Motiven den falschen Weg einschlagen kann; verstehen, woher eine labile Persönlichkeit ihre Kraft bezieht und wozu sie fähig ist.
                        Aber irgendwie fehlt mir da der größere Zusammenhang und deshalb ist dieses Werk von Scorsese bei mir zwar einmalig im Player gelandet, bleibt auch in guter Erinnerung, wird aber nie zu meinen Favoriten zählen.

                        5
                        • 10

                          immer noch unter den persönlichen top-3 filmen aller zeiten,das wird sich wahrscheinlich niemals ändern und das ist auch gut so!

                          2
                          • 9
                            Malik 11.09.2017, 14:43 Geändert 11.09.2017, 15:17

                            Ernsthafter und kritischer geht es kaum!

                            Erst haut uns Scorsese 90 Min. lang eine Milieu - und Charakterstudie um die Ohren, wie sie versyphter, realistischer und desolater nicht sein könnte.

                            Dann mündet sein episches Verliereropus in eine widerwärtige Gewaltexplosion, in ihrer Nüchternheit und Loslösung von jeder Ästhetisierung wahrscheinlich nahezu einzigartig in der Filmgeschichte.

                            Nichts an der Perspektive von "Taxi Driver" ist schön, erstrebenswert, sympathisch oder hoffnungsvoll.

                            Dies gründet vor Allem auf der vulgären Stumpfheit buchstäblich jedes der handelnden Charaktere, die sich ausnahmslos in einer Location bewegen, deren Schmuddeligkeit, Gestank und fingerdicker Dreck für den Zuschauer beinahe körperlich spürbar wird.

                            Im Gegensatz zu zeitgleichen Filmen wie "Death Wish" dient der finale Akt der tödlichen Selbstjustiz in seiner völligen Überzogenheit nicht der Befriedigung einer fragwürdigen Moralauffassung, sondern dazu die totale Gestörtheit des Protagonisten und einer ganzen Gesellschaft offenzulegen.

                            Ein vulgäres, würdeloses Gemetzel, welches dem Betrachter nicht den kleinsten Spielraum lässt sich in selbstgefälliger, moralischer Genugtuung zu suhlen.

                            Die deNiros Charakter in den finalen Momenten entgegengebrachte Heldenverehrung durch die Medien und seine bis dato uninteressierte Liebschaft enttarnt Bickles und unsere Welt letztendlich als das primitive, unreflektierte und moralisch marode Gesellschaftssystem welches sie heute noch ist.

                            Gerade dieses pervers anmutende Happy End ist es, welches den Ausklang von "Taxi Driver" wie schmutziges Hohngelächter klingen lässt.

                            Ein zutiefst desillusionierter, zynischer und misanthropischer Blick auf die menschliche Seele.

                            9
                            • 10

                              Oh Mann, ich rüste gerade auf 4k auf und habe mir in Folge dessen nochmal diesen Film reingezogen, auf 1080p also auf FULL HD ihr Säcke! Auf Full HD!
                              ABER : Ich bekomme ihn auf 4k und dann werde ich ihn wieder sehen.
                              Egal wie man diesen Film sieht, er bleibt unvergleichlich.
                              Der Film ist ein Meisterwerk. So einfach, so perferkt.
                              Zeitlos. Aber : Ich werde ihn mir erneut reinziehen, und diesmal auf 4k.
                              Ich bin so geil.

                              1
                              • 8 .5
                                tripple.sixeightyseven 05.06.2017, 17:02 Geändert 05.06.2017, 17:02

                                Ein absolutes Meisterwerk, das sich auch heute noch sehen lassen kann.

                                • 9 .5

                                  Martin Scorseses zeitloses Meisterwerk aus den 70ern mit Robert deNiro als Ex Soldat Travis Bickle. Der Mann der aus seiner Isolation und Einsamkeit herausbricht und dies in einem Akt der Gewalt zur Entladung bringt.
                                  New York wird hier ganz sicher nicht von seiner schönsten Seite gezeigt, es wird hier zum Schauplatz menschlicher Tragödien und Schicksale im Dickicht des ganzen Schmutzes der Straßen.
                                  Taxi Driver ist mehr als nur ein Film, es ist wie ein filmischer Rausch, der einen tief mit hineinzieht und schockt.
                                  Unvergleichlicher Filmklassiker!

                                  7
                                  • 7

                                    Sehenswert! Auch wenn der Film mich nie wirklich fesseln konnte, kann man ihn empfehlen. Besonders cool und strange fand ich Harvey Keitel, er spielt echt durchgeknallt und toll. Aus psychologischer Sicht ist Taxi Driver ok, wenn auch nun nicht wirklich tief.

                                    3
                                    • 9
                                      Skywalker1893 17.04.2017, 18:43 Geändert 17.04.2017, 18:48

                                      Hypnotisch, Grauenhaft, Dreckig. Taxi Driver ist eine herausragende Studie über Isolation, Widersprüchlichkeit, falsche Wahrnehmung und maskulines Verhalten. Scorseses Meisterwerk(!) ist definitiv kein Film zum zuschauen sondern zum anschauen. Ein perfekt visualisierter Großstadtalbtraum, getragen vom damals besten Schauspieler der Welt.

                                      Meiner Ansicht nach ist das Ende im Übrigen keine Traumsequenz.

                                      4
                                      • Im Podcast besprochen:

                                        "Martin Scorsese ist einer der prägenden Regisseure des New Hollywood und fügte seiner Vita diverse Meisterwerke hinzu. Mit dem 1976 erschienenen TAXI DRIVER widmen sich Daniel, Michi und Niels einem davon, das unter anderem mit einem grandios aufspielenden Robert de Niro, dem detailreichen Drehbuch von Paul Schrader und einem infernalischen Porträt der Stadt New York punktet. Und dennoch stößt der Film nicht bei allen auf größte Gegenliebe. Viel Spaß!"

                                        • 10
                                          alittlebitcrazy 16.02.2017, 21:15 Geändert 18.02.2017, 20:00

                                          Lange habe ich gezögert diesen Film anzusehen, da mein Vater ihn bereits gesehen hatte und meinte, das er nicht so gut wäre. Aber zum Glück habe ich mich von den guten Bewertungen hier überzeugen lassen und dann doch die Disc von "Taxi Driver" in mein Laufwerk geschoben. Und... der Film hat mich mehr als positiv überrascht.
                                          Erstmal ist die Inszenierung und Atmosphäre von "Taxi Driver" oberstes Niveau. Die Story ist top und lässt sich angenehm Zeit, um in Fahrt zu kommen, wird dabei in meinen Augen aber nie langweilig.
                                          Es geht um den traumatisierter Ex-Marine Travis Bickle, welcher von dem "Schmutz" der Stadt und der Gesellschaft angewiedert ist und an diesen Vergeltung üben möchte.
                                          In meinen Augen ist der Film in 2 Teile aufgeteilt. Einmal die 1. Hälfte bei welcher man Travis und seinen tristen Alltag kennenlernt. Gleichzeitig aber auch seine abneigung gegen die Stadt New-York und dessen Gesellschaft. Der Part endet mit Travis Erkenntnis, dass er etwas gegen diese Gesellschaft unternehmen muss.
                                          Part 2: Travis einzige Möglichkeit diese Gesellschaft zur Rechenschaft zu ziehen ist in seinen Augen die Gewalt. Man sieht wie er sich immer weiter in den Gedanken hineinsteigert, vergeltung zu üben und sich physich, als psychisch darauf vorbereitet. Dies endet dann in einem sehr erinnerungwürigen, als auch blutigem Finale.
                                          Robert De Niro spielt hier ganz groß auf und hat mich sehr beeindruckt. Aber auch Jodie Foster spielt die Rolle der 14-Jährigen Prostituierten sehr gut und hamoniert gut mit De Niro.
                                          Die Musik ist gut, aber in meinen Augen nichts besoderes.

                                          Fazit: "Taxi Driver" hat für mich das Wort "Kult" mehr als verdient.
                                          - die Story ist top
                                          - Inszenierung und Atmosphäre sind top
                                          - Hauptdasteller ist top
                                          - Grundthema sehr interessant und sehr gut umgesetzt
                                          - Charakterentwicklung ist top
                                          Ich würde diesem Film jeden ans Herz legen, der mit clevern und gesellschaftskritischen Dramen etwas anfangen kann.
                                          Aber auch wer interessante Charakterstudien mag ist hier an der richtigen Adresse.

                                          1
                                          • 9

                                            "Redest du mit mir?" Man muss eigentlich nicht mehr zu diesem Kultfilm sagen.

                                            • 9

                                              [...] Ganz New York ist seine Bühne, wenn er schäbig auf dem Fahrersitz seines Taxis versinkt und auf seinen nächtlichen Touren den gesellschaftlichen Morast von den Bürgersteigen auflesen muss. Beinahe demütig gibt sich De Niro diesem Charakter hin. Man sieht nicht ihn, sondern nur Travis Bickle, einen desillusionierten Vietnamheimkehrer, der, wie es die triste Bildgestaltung von vornherein verdeutlicht, unter unausgesprochenen Problemen leidet. Er ist einer von vielen, der versucht ein funktionierender Teil der Gesellschaft zu werden und in seinem Unvermögen seine eigenen Probleme in einen übergeordneten Konflikt projiziert. Seinen Diskurs verhandelt Taxi Driver primär in diesem Spannungsfeld aus Charakterdrama, Gesellschaftskritik und Milieustudie, was gerade in der gegenseitigen Wechselwirkung ungeahnte Dimensionen eröffnet. [...] Gegen Ende offenbart Taxi Driver bissigen Zynismus, wenn Travis verzweifelter Gewaltmarsch als Rettungsmission und seine egoistische Opferung als selbstlose Tat missverstanden wird. Er ist ein Mann, der möglicherweise das Richtige tut, aber aus den falschen Beweggründen handelt und sich dafür bei den falschen Mitteln bedient. Damit porträtiert der Film auch die Gratwanderung zwischen Opfer, Täter und Held, sowie die Fragwürdigkeit medialer Darstellung. Wie schnell das augenscheinlich Normale in sein Gegenteil kippen kann, führt Scorsese auch immer wieder formal vor. Indem der Film eine Einstellung einen Moment zu lange hält, einen Zoom einen Hauch zu nah ans Geschehen bringt oder ein Geräusch einen Tick zu laut abspielt, erzeugt er ein Unwohlsein, welches Travis Gefühlswelt eindringlich einfängt. Die Stärke der Inszenierung liegt in dieser sehr unscheinbaren, aber unglaublich wirkungsvollen Immersion. Travis als sozialer Außenseiter, aber auch als Symbol unserer Angst davor ausgeschlossen zu werden. [...]

                                              13
                                              • 9 .5

                                                Brillant. Definitiv eine der besten Rollen De Niros. Klasse!

                                                2
                                                • 9 .5

                                                  Wahrscheinlich tiefgründigste und beste Charakterstudie im Medium Film. Robert De Niro in einer seiner besten Rollen und ein spannendes Ende.

                                                  1
                                                  • 7 .5

                                                    Wesentlich interessanter, als ich vermutet hätte. Nur zwischendrin war er ein wenig langweilig und das Ende hat mich jetzt auch nicht sonderlich gefesselt. Ansonsten definitiv ne Empfehlung wert. De Niro spielt seine Rolle übrigens unfassbar cool.

                                                    1