Thank You for Smoking - Kritik

Thank You for Smoking

US · 2005 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 9
    spassmagnet 09.08.2018, 14:37 Geändert 09.08.2018, 14:37

    tolle Gesellschaftskritik wenn man das so nennen will...

    Pointen auf den Punkt, geniale Schauspieler und eine spannende Story mit viel Humor.

    die Frage íst nun: wie komme ich in so ein "tag"-Team? :D

    • 6

      Vielleicht hab ich mir zu viel erwartet von dem Film...aber war unaufgeregt und solide. Nicht mehr und nicht weniger. Könnte viel emotionaler sein.

      • 8 .5
        RoboMaus 09.03.2018, 15:03 Geändert 10.03.2018, 07:21

        Herrlich erfrischend, Jason Reitmans Satire 'Thank You for Smoking' (2004) auf die Tabakindustrie. Hier wurde Vieles richtig gemacht - schon die Top-Besetzung mit Aaron Eckhart in der Hauptrolle des skrupellosen Tabak-Lobbyisten, begleitet von Duvall, Simmons und Macy sorgt für ein gekonntes Auftreten. Erwähnen sollte man auch den damaligen Kinderstar Cameron Bright (überzeugend als Eckharts Sohn), der im Jahr zuvor als übler, hundequälender Junge in 'Butterfly Effect' (2004) bekannt wurde.

        Am meisten haben mich die Dialoge beeindruckt: witzig und dennoch ins Mark treffend. Auch wenn das satirisch verarbeitet ist, haben die Argumente des Tabak-Lobbyisten durchaus Überzeugungskraft - ihnen wäre in einer echten Diskussionsrunde nicht einfach beizukommen, vor allem nicht mit der erforderlichen Kürze und Schlagfertigkeit. Denn, wie sehr schön dargestellt, kommt es nicht darauf an wirklich Recht zu haben, sondern ein Publikum im Saal und vor dem Fernseher zu beeindrucken und zu unterhalten, womit man es überzeugt. Manipulation in Perfektion.

        Köstlich, wie Eckhart seinen Gegenspieler Macy von den Gesundheits-Lobbyisten ein ums andere Mal aushebelt - allein schon der Einstieg mit dem Krebsjungen...... Hier zeigen sich Brillianz und Scharfsinn in Reitmans Script: der Transport wohlüberlegter Inhalte, im Gegensatz zu manch gefeiertem Regisseur/Drehbuchautor, dem die Brillianz eher nachgesagt wird als dass sie wirklich stattfindet, und deren nichtssagende Langweiler in Überlänge auf das Kinopublikum losgelassen werden.

        So muss Satire: bissig und witzig für anspruchsvolle Unterhaltung.

        26
        • 8 .5

          Geniales Drama mit Aaron Eckhart!

          • Vor zwei Tagen starb ein guter Freund von mir mit 47 Jahren an Lungenkrebs. Musste den Film deswegen abbrechen.

            Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich die Sichtung fortsetzen werde.....

            • 8 .5
              VinniVega73 08.12.2017, 09:46 Geändert 09.12.2017, 00:20

              Da hat der Ivan ne Jason aber mal was feines abgeliefert,

              Michael Jordan spielt Basketball…Charles Manson tötet Leute…Nick Naylor redet.
              Bliebe man in der Tradition des Films, müsste man jetzt schreiben, so böse wie die Charaktere dieser Nick Naylor's sind, konnte Manson gar nicht sein.
              Nick steht für diese Zeit, überhaupt nicht dumm, redegewandt, feine Manieren die ganze Palette ist angelegt. Manipulation soweit das Auge reicht. Der verkauft dir mitten in der Wüste, einen Wasserhahn und das zu 1000%, glaubhaft. Natürlich nicht für Geld, sondern für deinen letzten Beutel Wasser.
              Lobbyisten für jeden Müll den man für dieses SCHEIN-Geld, Giralgeld, Fiatmoney kaufen kann.
              Mittlerweile haben wir aber schon den Chef von Nestle, der uns ständig das Recht auf Wasser absprechen möchte…man sieht Nick ist mittlerweile überholt und alles ist toppbar.

              Reitman liefert eine gelungene Satire über den Lobbyismus ab, hier die Tabakindustrie da mal die Waffenlobby und so weiter...
              Im Grunde aber…und deswegen funktioniert der Film auch so gut…geht es um uns Schafe.
              Relativ ungeschminkt zeigt und sagt uns Reitman wie dumm wir sind.
              Es wird auch vielen so gegangen sein…dass sie beim anschauen oder spätestens nach dem Film erstmal eine geraucht haben.
              Eines der wichtigsten Körperteile für uns Menschen, qualmen wir mit Teer und anderen Dingen zu…man muss uns nicht verstehen.

              Übrigens bin ich nun 7 Wochen Rauchfrei ! Juhu :( !
              Na man wird doch WENIGSTENS noch eine Rauchen dürfen ??

              Manche Dinge muss man dem Menschen echt verbieten…weil wir sind einfach so hohl…sogar mit Abitur und Bachelor…vielleicht die besonders :).

              Die meisten kennen den Film, er unterhält auf seine Art und Weise…die Dialoge sind toll, der Cast passt für mich sehr sehr gut.
              Macy, Simmons, Eckhart Klasse, selbst ein Lowe kommt gut rüber.

              Es wäre echt mal cool wenn alle morgen aufhören zu Rauchen…alleine diesen Zweig der Industrie rotieren zu sehen…unbezahlbar.

              Die E-Zigarette ist natürlich kein Deut besser…aber sowas kannst du auch nur……verkaufen.
              Hat sich bestimmt Naylor ausgedacht.

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              • 8 .5
                tecana 19.11.2017, 14:29 Geändert 19.11.2017, 14:30

                Der amerikanische Traum lebt - in diesem Film. Und was der amerikanische Traum für Dich darstellt,
                dass bestimmst Du selbst.
                Selbstverantwortung heisst das Schlüsselwort.
                Möge jeder nach seiner Facon glücklich werden.
                Und Recht haben ALLE!
                Es kommt nur auf den Standpunkt an......
                1a-Film darüber, sehr hipp.

                • 8 .5

                  Unglaublich aber war: dies ist in der Tat das Glimmstengel-Äquivalent zur Waffenschiebersatire "Lord of War". In unglaublich kurzweiligen 95 Minuten bekommt man eine zackig kompakte Story und insbesondere ein entlarvendes Portrait geboten wie die amerikanische Tabakindustrie versucht den Konsumenten zum Rauchen zu verführen. Dabei ist der Film (obwohl er bis in die Nebenrollen mit Stars wie Robert Duvall, Katie Holmes und Maria Bello) vor allem die großartige Show des Aaron Eckharts. I: er schafft es den zwiespältigen Part des Zigaretten-Unterhändlers der ja eigentlich ein Fiesling ist mit Charme, Witz und Intelligenz auszustatten. SO vergehen 95 Minuten voller schwarzen Humor wie im Flug - Super!

                  Fazit: Ein Hammerstreifen, randvoll mit Hintersinn, Witz und Zynismus - sowie einer erlesenen Topbesetzung! Echt großes Kino!

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                  • 8
                    Heated 18.07.2017, 09:14 Geändert 18.07.2017, 09:14

                    Ich frage mich gerade: Habe ich Aaron Eckhart alias Nick N. überhaupt auch nur einmal rauchen gesehen? Habe ich überhaupt einen Stinkbolzen im ganzen Film gesehen? So viel intus an Alk. hatte ich doch gestern gar nicht...

                    Möglicherweise liegt es daran, dass der Tabak hier durch jedes x beliebige Produkt ersetzt werden kann, und Lobbyisten wie Nick N. sind es, die durch Argumente eine Deutungshoheit generieren wollen, um die unreflektierte, unkritische - konsumorientierte Masse zu beeinflussen, von der vor allem die Tabakindustrie lebt.

                    Der Film hat mir sehr gefallen, da er nicht in die typische gut/böse Schublade greift sondern den Zuschauer mitnimmt, sich kritisch mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen.

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                    • 7 .5

                      Sehr gelungene Satire mit jeder Menge schwarzhumorigen Monenten. Was für ein Cast!

                      3
                      • 8

                        WARNUNG!
                        DIESER FILM IST SATTIERE, ERZEIGT WIE WICHTIG RAUCHEN FÜR DIE GESELLSCHAFT IST. NEHMEN SIE IHN DAHER NICHT SO ERNST. ER KANN MANCHAL EINEM DAS GEFÜHL GEBEN, ER IST LANG. AUCH IST ER MIT SEHR VIELEN WÖRTNER VERSEHEN. LAUT FORSCHUNG IST DER STREIFEN ABER UNGEFÄHRLICH UND DAHER KANN MAN IHN OHNE BEDENKEN ANGUCKEN. :) :) :) :) ;) ;)

                        • 5 .5

                          Überbewertet.
                          Witzige Idee, mittelmäßige Umsetzung.
                          In keinster Weise genial.

                          • 7 .5
                            albi0211 05.05.2017, 14:21 Geändert 05.05.2017, 19:18

                            Überraschung!

                            Habe mich doch auf was ganz anderes eingestellt. Geniale Dialoge, spannend, witzig, schwarz humorig, charismatisch, schön, ehrlich und noch vieles mehr.
                            Der Film wird einfach zu keiner Zeit langweilig. Auch wenn das Ende vorhersehbar ist fiebert man bis zum Ende mit. Ich würde den Film eigentlich als "feel good" Film bezeichnen.

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                            • 7 .5

                              "If you argue correctly, you're never wrong." Lange vor der Erfindung der alternativen Fakten dreht sich diese bitterböse schwarze Komödie um die angebliche Relativität von Wahrheit.

                              • 7 .5

                                Derjenige der besser argumentieren kann hat recht. Die wohl einprägsamste und irgendwie auch traurigste Message diese Films. Lustig und schwarzhumorig. Punkt. Ich geh jetzt eine Rauchen!!

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                                • 6
                                  WithOpenEyez 12.12.2016, 01:02 Geändert 29.10.2017, 01:33

                                  "Smoke smoke smoke that cigarette. If you puff puff puff yourself to death, tell St Peter at the Golden Gate that you hate to make him wait..." Wer will, der möge. Starbesetzt isser auf jeden Fall, aber eine Komödie. Ich und lustich is n bisschen schwierig. Musste zu Filmbeginn an das Don Draper Zitat "It's toasted" aus dem Mad Men Piloten denken, welches schon 90 Jahre zu vor von Lucky Strike verwendet worden war - das nennt man dann wohl fernsehverblödet.

                                  Nun, Rauchen ist immer noch freiwillig, wirklich schlimm wird's für mich, wenn Passivraucher Schaden nehmen. So hinkt der Vergleich, dass täglich 2 Flugladungen Menschen am Rauchen sterben etwas. Zu Gute muss man dem Scheimbeutel Vizetabakstudienvorstand Nick Naylor einfach halten, dass er sehr charismatisch und redegewandt ist, und somit seinem Publikum verkaufen kann, dass seine Akademie Kinder vorm Rauchen schützen will. Wie er alles runterspielt, als unbewiesen hinstellt oder ganz geschickte Vergleiche bringt bot eine gewisse Amüsanz.

                                  "If you argue correctly, you're never wrong." Solche Grinsefressen Redeentfesslungskünstler sind die Pest, wegsperren an dunkle Orte sollte man sie und den Schlüssel wegwerfen. Schockbilder helfen je nachdem welcher Studie man glaubt mal einiges, mal praktisch nichts. Filme erzeugten Raucher. Damals. Heute raucht das Volk auch ohne Medieneinfluss ganz selbstverständlich, verkauft Hollywood halt andere Sachen wie Party machen + Alkohol, Sex, Schönheit, Materialismus, Agendas, Angst, Predictive Programming, Coolness, was lustig ist, woran wir glauben, you name it. "Are you concerned at all about the health element?" - "Whatever information there is, exists, it's out there. People will decide for themselves. They should. It's not my role to decide for them. It'd be morally presumptuous." Leider Realität. Am Ende tun sie es alles fürs liebe Geld. Insgesamt eine solide, kurzweilige, sehenswerte Dramödie, die vermutlich geschickt zwischen Ernst und Witz hin und her schwingt.

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                                  • 9 .5

                                    Grandios schwarzhumoriger Film über die Zigaretten-Lobby

                                    Stark besetzt, intelligent und mit unterhaltsamer Story. Die Stärke jedoch, liegt voll und ganz in den intelligenten und teils humorvollen Dialogen.

                                    Thank you for Watching !

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                                    • Our Daily Free Stream: Jason Reitman - Thank You for Smoking. Hier in Berlin, Kreuzberg, wo sich unsere Filmkunstbar Fitzcarraldo befindet, hat das Gute längst gesiegt. Das merkt man bei unseren Bewertungen auf Plattformen wie yelp. Punktabzüge dafür, dass in der Filmkunstbar Fitzcarraldo geraucht wird. Die Guten werfen den Bösen (Rauchern) nichts weniger als Mord vor. Jason Reitman hat daraus eine genauso rohe wie elegante Satire gebastelt. Sie betrachtet die Welt durch die Perspektive eines Lobbyisten der Raucher-Industrie. Aaron Eckhart spielt diesen Mann, der weiss, was es bedeutet, gehasst zu werden. Seine Stärke: Das Argumentieren. In einer TV Show wird er mit einem 15jährigen konfrontiert, der an Krebs erkrankt ist, aber nun das Rauchen deshalb aufgab. "It's in our best interests to keep Robin alive and smoking," erklärt er; "The anti-smoking people want Robin to die." Nick Naylor heisst er. Ein gutaussehender, geschiedener Mann, der seinen Sohn Joey (Cameron Bright) liebt. Einmal tritt er vor der Schulklasse auf. Ein Mädchen erklärt, ihre Mutter hätte ihr beigebracht, dass Zigaretten töten. "Is your mother a doctor?" Ein Mal pro Woche trifft sich Nick mit seinen Freunden, der Sprecherin der Alkoholindustrie sowie dem Repräsentanten der Waffen-Lobby. Er nennt sie die MOD (Merchants of Death) und sie streiten darüber, welche Produkt die meisten Menschen umbringt. Übrigens eine nette humorvolle Runde echter lange gewachsener Freunde. Bemerkenswert, wie Jason Reitman in seinem Debüt stets den richtigen Ton trifft. Er wirft Nick nicht von einem Ereignis ins nächste, sondern erweckt Nicks Logik zum Leben. Die Welt durch Nicks Perspektive. Nick ist ein stets lächelnder Optimist, ein sympathischer Typ (den wir übrigens selbst nie rauchen sehen). Sein Gegenspieler, der verbitterte Senator Ortolan Finistirre (William H. Macy). Ein Mann, der Totenköpfe auf Zigarettenschachteln drucken will (Reitmans Satire wurde in Deutschland längst durch morbide Sammelbilder eingeholt). Der Senator ist sich sicher, dass Bilder noch wirksamer sind als Warnungen: "They want those who do not speak English to die." Reitman weiss genau, wie er einen Dialog entwickelt ganz im Sinne des Pragmatikers Nick. Auf die Frage seines Sohns, weshalb das amerikanische Regierungs-System das weltweit Beste ist, antwortet er nur: "Because of our endless appeals system." Reitmans Film nimmt nicht die Tabak-Industrie ins Visier, auch nicht deren Lobby. Einzig der ehemalige Marlboro Mann Lorne Lutch (Sam Elliott), der an Krebs erkrankte, fungiert als ernsthafte Anklage. Reitman gehts um die Frage nach der menschlichen Natur. Es gibt das Böse in seinem Film, doch es kommt unverhofft in Gestalt einer sympathischen und attraktiven Journalistin (Katie Holms), die für eine seriöse Tageszeitung aufklärt... In einer Schlüsselszene bietet Nick dem Marlboro Mann einen Koffer voller Schweigegeld an. Ein "Geschenk", nicht länger gegen die Tabakindustrie zu Felde zu ziehen. Lorne bittet um einen Kompromiss, nur die Hälfte anzunehmen. Nick aber weist den Weg: Hier gilt alles oder nichts. Nimmst du das Geld, bist du dabei. Und nur ein Verrückter würde soviel Geld abschlagen, oder? Was wäre die Filmkunstbar Fitzcarraldo doch für ein trauriger Ort ohne Raucher. Eine Bar, in der man trinkt, aber draussen in der Kälte raucht? In der man den Schweiss des Nachbarn riecht mangels Qualm? Eine Bar für die "Guten", schreibe ich wiederum als Nichtraucher.

                                      • 4 .5

                                        Abgesehen von den wirklich guten Mono/Dialogen ist Thank You For Smoking eher mäßig bis schlecht gelungen.

                                        • 10

                                          Als Raucherin bin ich vor dem Film auf die Knie gegangen, als der in den Kinos lief, und habe gedankt. Denn als damals die Ausgrenzung von uns oral-fixierten Nikotinern begann, war dieser Film ein kleines Fanal am Nichtraucher-Horizont. Aber nicht nur deswegen mag ich diesen Film, nein, auch wegen seiner Statements, seiner Überzeugung und seinem Sarkasmus. Darauf rauch ich erstmal eine.

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                                          • 8 .5

                                            Lustige, sozialkritische Komödie!

                                            • 10
                                              bfalz 21.10.2015, 10:13 Geändert 21.10.2015, 10:14

                                              Diesen Film könnte ich noch hundertmal schauen - und habe das vermutlich auch schon getan. Vielleicht kommt Thank You For Smoking nicht an die Top Comedies seines Jahrzehnts heran, doch hat mich die Einstellung, mit der Jason Reitman diesen Streifen gedreht hat, nicht losgelassen. Die Handlung stellt schnell in Frage, ob dieser Nick Naylor eigentlich gut oder böse ist - oder ob wir uns diese Kategorisierung überhaupt in einem Film gefallen lassen sollten. Gerade dieser Twist, die Grenzen des moralisch "richtigen" zu hinterfragen und uns mit unserer Antwort darauf allein zu lassen, ist der wahre Verdienst von Thank You For Smoking. Als Nichtraucher würde ich mich jedes Mal wieder von Aaron Eckhart zum Rauchen überreden lassen.

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                                              • 8 .5

                                                “That's the beauty of argument, if you argue correctly, you're never wrong.”

                                                Der Lobbyist Nick Naylor, super gut gespielt von Aaron Eckhart, verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Reden. Genauer genommen mit raus-reden. Mit dem Rausreden der Tabakindustrie aus ziemlichen engen Situationen. Er macht seinen Job gut. Er fühlt sich gut. Bis er auf einmal mehr Zeit mit seinem Sohn verbringt. Und als dann noch diese attraktive Reporterin Heather Holloway, gespielt von Katie Holmes, ein Interview aus ihm heraus gepresst hat..

                                                „My job requires a certain... moral flexibility.”

                                                „Thank you for smoking“, von Jason Reitman. Ai, das war ein Schmaus, nicht nur für die Raucher unter uns. Reitman’s Satire ist klug und unterhaltsam, wahnsinnig lustig und im Hintergrund richtig schwarz und bissig. Nicht zuletzt wohl wegen Punktlandungen einer stark aufgestellten Cast.

                                                “Nick Naylor doesn't hide the truth. . . he filters it.”

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                                                • 7

                                                  „Wenn du gut argumentierst, hast du immer recht!“

                                                  Tja, Nick Naylor (Aaron Eckhart) muss es wissen, denn er vertritt die Tabakindustrie als Pressesprecher. Und seine Geschäftspartner, Kollegen und Bosse, stehen ihm natürlich in nichts nach…

                                                  „Egal wo man hinsieht, unsere Zahlen gehen überall runter und rauchende Teenager – unser täglich Brot -, fallen heute auch nicht mehr von Himmel. Wir verkaufen keine Tic Tacs! Verflucht nochmal, wir verkaufen Zigaretten! Und die sind cool! Und verfügbar! Und machen süchtig! Der Job ist also praktisch ein Selbstläufer!“

                                                  Klasse besetzte bitterböse Satire, voller genialer Dialoge, die man unbedingt gesehen haben sollte – egal ob Raucher, inzwischen Dampfer bzw. Ex-Raucher oder Nichtraucher!

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                                                  • 8 .5
                                                    TSunami61 27.03.2015, 18:16 Geändert 18.05.2015, 20:50

                                                    Ein Film der ganz leicht daher kommt als sei nichts besonderes passiert. Tatsächlich versteckt sich hinter einer "leichten" Komödie ein Film mit viel Kraft.

                                                    Wahrheit ist ein Produkt der Kommunikation und damit immer relativ und wenn Wahrheit schon relativ ist, ist es Moral erst recht. Wer es nicht glaubt schaut sich den Film an und beantwortet sich selbst die Frage, ob er sich nicht mal mit Nick Naylor eine anzünden würde. Vielleicht auch gerne mal eine Runde mit den "merchants of death" einen trinken gehen? Ob wir es uns eingestehen oder nicht, in Sachen Moral besitzen wir in der Moderne alle die akrobatischen Verdrehungsfertigkeiten von Herrn Naylor. Der Unterschied ist nur, dass wir es verdrängen, während Naylor daraus eine Tugend macht.

                                                    Entscheidend sind nicht die Fakten die unser Weltbild formen, sondern die Stories an die wir glauben!

                                                    Für alle die intelligenten Humor mögen: must see!!!

                                                    Abgesehen von der guten Story - die nicht mehr enthält als unbedingt nötig - ist der Film durchgehend hochklassig besetzt, was das Vergnügen noch erhöht.

                                                    Klasse Film!

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