The Bad Batch - Kritik

The Bad Batch

Du
  • 5

    Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Skurile Charaktere in einer postapokalyptischen Zone...Kampf ums Überleben. Schon ganz gut gemacht, aber die Story ist so dünn wie ein Magermodel. Hätte mehr Luft gehabt.

    • 1 .5

      Also wirklich...

      1
      • 2 .5

        Sehr geehrte Filmemacher:
        Man KANN einen Film machen, in dem die ersten 30 Minuten kein Wort gesprochen wird... aber nur wenn danach etwas kommt wie "Spiel mir das Lied vom Tod"... wenn danach nur weitere 60 Minuten wortkarges "Durch-die-Wüste-latschen" kommt... eher nicht so gut.

        1
        • 2

          „The bad batch“
          Der Beginn der Handlung ist vielversprechend; ein Mädchen alleine in der menschenleeren Wüste wird von zwei verrückten Kannibalinnin gefangen genommen und ihre Gliedmaßen werden ihr abgesägt. Bereits zu Beginn schafft sie es Ihnen zu entkommen und macht sich davon; zurück in die menschenleere Wüste. Dort begegnet ihr ein obdachloser ( Jim Carrey), der scheinbar jedermanns Retter in der Wüste ist, der dort unfreiwillig und verletzt Hilfe benötigt. Im Laufe der Handlung hilft er ebenfalls einem Kannibalen, der auf der Suche nach seiner Tochter ist und kurz darauf angeschossen wird. Dieser Charakter war sehr interessant, man könnte viele Fragen zu ihm stellen, so wie zu der Protagonistin und dem Kannibalen, der ein besorgter Vater auf der Suche nach seiner Tochter ist. Zusammengefasst sind die Charaktere sehr interessant; zumindest bei ihrer ersten Erscheinung. Doch es geht einfach nicht in die Tiefe, die Charaktere und ihre Geschichten werden nicht weiter ausgeführt. Es bleibt eine Lücke und viele Fragen. Es wäre wünschenswert eine Handlung verfolgen zu können, die es ermöglicht die einzelnen Charaktere und den Sinn hinter ihrem Dasein näher zu entdecken, doch dies bleibt nur ein Wunsch. Der Film hat interessante und sehr eindrucksvolle Anhaltspunkte, aber mehr auch nicht. Es wird einfach nichts ausgeführt, alles nur aneinander gereiht und ohne tieferen Sinn; ähnlich wie die menschliche Natur, die wahrscheinlich hierbei zur Geltung kommen soll. Wenn dies das Ziel war, ist es der Regisseurin gelungen, wenn nicht, dann ist der Film nur sehenswert, wenn man einfach mal einen Film braucht, den man stumpf verfolgt und einfach akzeptiert.
          Eindeutig sehenswert, um zu erfahren, wie ein Film Klassiker nicht auszusehen hat.

          • 6

            "The Bad Batch" ist durchaus reizvoll. Der Plot skizziert ein Amerika, das mit Außenseitern, Kriminellen und Illegalen kurzen Prozess macht. „Nichtfunktionale“ Mitglieder der Gesellschaft werden interniert, mit einer Nummer versehen und zur texanischen Grenze gebracht, wo sie alle Rechte als US-Bürger verlieren und der erbarmungslosen Hitze der Wüste ausgesetzt werden. So anmutend der Handlungsumriss für eine nicht all zu ferne Dystopie ist, entpuppte sich der Film leider nicht.
            Die erste halbe Stunde enthält nicht wirklich Dialoge, was nicht schlimm ist, doch bezeichnend für den Fortlauf des Filmes. Es ist die Visualität auf die hier wert gelegt wird. Wer einen dramaturgischen Verlauf hoch hält, muss sich auf die bildstarke Szenerie einlassen können oder es ganz lassen. Hier wird Form über Inhalt gestellt. Kein Wunder also das Nebenrollen wie Jim Carrey oder Giovanni Ribisi im nachhinein als nichtig erscheinen.
            Jedoch fand ich das Experiment ganz schmackhaft :) Passt scho'.

            12
            • 1

              Alter Falter, ich dachte, die gehen den ganzen Film nur ... gehen ... irgendeiner geht immer. In Sachen Spannung hätte ich besser den Wetterbericht gesehen, aber die Hauptdarstellerin war süß :-) Aber wenn das einen Film ausmacht .. naja .. muss man wirklich wirklich nicht gesehen haben

              • 6

                0,5 Punkte extra gibt es für den tollen Soundtrack und der hübschen Hauptdarstellerin...

                • 5 .5

                  Tja, ist ganz schön laaaaannnngg so ein Krampf ums Überleben

                  • 6 .5

                    Der Kampf ums Überleben fördert die hässliche Seite des menschlichen Daseins zu Tage. Dazu gehören Kannibalismus ebenso wie Machtspielchen und Rachegelüste. Gegen die Natur kommt keiner an. Vor diesem Hintergrund hätte "The Bad Batch" ein abgefuckter, blutig triefender Adrenalinkick werden können, doch der Film geht einen anderen, unspektakulären Weg. Mit stoischer Gelassenheit zeigt er die Facetten des Überlebens der Ausgestoßenen in dieser gottverlassenen Wüste. Das Abtrennen und Verarbeiten menschlicher Gliedmaßen geschied ebenso beiläufig, wie das Sammeln von Müll. Der Alltag da draußen ist hart und grausam, doch niemand macht groß Aufhebens davon. Es ist kein Ort für Ideale und Tabus. Diese Selbstverständlichkeit macht ein Stück weit die Faszination des Films aus, der insgesamt eher zäh daherkommt. Gesprochen wird wenig, tiefgründige Dialoge finden schon gar nicht statt. Für Selbstfindungstrips ist kein Platz in diesem rauen Terrain. Rockwell alias Keanu Reeves nutzt den Wunsch der Menschen nach etwas Ruhe und Komfort aus und baut sich ein kleines Imperium, in der er als eine Art Sektenführer regiert. Der Böse in der Geschichte ist er aber ebenso wenig wie Joe (Jason Momoa), der zwar zu den Kannibalen gehört, aber verzweifelt nach seiner Tochter(?) sucht. Der Film nimmt keine Wertung vor sondern zeigt nur, was passieren könnte/würde, wenn Menschen sich selbst überlassen werden. Samantha (Suki Waterhouse) ist nur das Transportmedium, mit dem der Zuschauer durch diesen bizarren Mikrokosmos geführt wird.
                    Bahnbrechende Erkenntnisse oder stilistische Neuerungen liefert Ana Lily Amirpour hier freilich nicht. Ihre Abhandlung über die menschliche Existenz fern jeglicher Regeln und den Annehmlichkeiten der Zivilisation ist solide inszeniert und erfreulich wenig effekthascherisch. Die zwei Stunden Laufzeit kann sie damit aber kaum füllen, was den Film auch irgendwo zu einer Geduldsprobe macht.

                    3
                    • 5 .5

                      So, auch mal auf Netflix gesichtet weil mir langweilig war :-)
                      Leider erschließen sich mir die Logiklöcher dieses Films nicht so recht.
                      Ich will nicht sagen das er schlecht ist, aber Logik und sinnvolle Handlungsstränge sucht man hier wohl eher vergebens Ö_ö
                      Zugegeben, die Hauptdarstellerin und ihr "Handicap" sind interessant in Szene gesetzt. So das bei mir doch des öfteren mal ein Fragezeichen über dem Kopf aufgetaucht ist Ö_ö
                      Das hätte man aber auch in einem Sinnvollen Rahmen verpacken können...
                      Wer hier hofft eine sinnvolle und schlüssige Story zu finden... ähm ja.. der kann hier vermutlich lange suchen :-)
                      Man kann es sich ansehen, darf aber kein großes Kino, geschweige denn geistreiche Handlung, oder gar Dialoge erwarten.

                      3
                      • [...] Jede Figur ist anders und Samantha ist die einzige erkennbare Moral in The Bad Batch. Sie ist nur auf der Suche nach dem richtigen Platz in einer verkommenen und Seelen-leeren Welt. Sie findet am Ende zwar ihren Platz, schließt aber auch mit vielem ab, wobei das Ende gerne so gedeutet werden kann, wie es am besten passt. Auch hier schreibt uns Amirpour keine terminierte Schlussfolgerung vor, sondern übergibt die Handlung uns und unserer eigenen moralischen Vorstellung(skraft).

                        The Bad Batch ist ein Ding, dass Dinge in mir erzeugt hat, die heute Nacht vielleicht noch Dinge in meinem Kopf anstellen, sodass Dinge morgen oder in der Zukunft passieren, die Dinge entstehen lassen, die Dinge dann vielleicht verändern, wenn ich meine Bestimmung und den richtigen Platz für mich und meine Gedanken gefunden hab.

                        1
                        • 2

                          Lange nicht mehr so ein einfallslosen und unmotivierten Streifen gesehen. Kann natürlich sein das einige User in diesem Film eine besonderere Message erkennen und interpretieren können. Ich leider nicht.

                          1
                          • 6
                            Dergestalt 21.02.2018, 01:30 Geändert 21.02.2018, 01:42

                            Nach dem S/W-Arthouse-Horrordrama "A Girl Walks Home Alone At Night" darf es bei Ana Lily Amirpour auch mal farbig werden. Ihr unerwarteter Ausflug ins verschrobene Desert-Outlaw-Szenario à la "Mad Max" mischt bunt-skurrile Popart munter mit kargem Zynismus dystopischer Prägung. Viele Worte gibt es nicht, dafür schwarzhumorige Bildtonscheren, wenn zum Bubblegum-90s-Pop von "All That She Wants" Körperteile abgetrennt werden oder kaputte Banditen vor einem riesigen leuchtenden Ghettoblaster ihrem acidreichen Metaphysikkonsum huldigen. Vor allem bleiben aber eine verlassene Wüstenkulisse und schweigsame Typen. Spannend also, welche Welten Amirpour mit ihren spacigen Arrangements, bunten Farben und einem exzellenten Soundtrack zwischen sphärischen Drones, laid-back-Beats und sehnsuchtsvollen Gitarrenklängen vor den minimalistisch-staubigen Sets so schafft. Wohin ihre eigenwillige Sci-Fi-Backwood-Genremischung damit will, wird aber nicht so ganz klar. Die großzügigen zwei Stunden Spielzeit füllt sie lieber mit Impressionen einer kaputten Welt, die in ihrer Schratigkeit mal fasziniert, in ihrer wortkargen bis plumpen Urigkeit mal abweisend in die Leere, Langeweile führt. Denn richtige Figuren bekommt man nicht, eher eine Kiste skurriler Archetypen, die sich in bekannten Macht-, Rache- bis Liebeskonstellationen tummeln: Starke Krieger, mutige Kämpferinnen, skurrile Alte, schmierige Machtmenschen und naiv-engelhafte Mädchen. Als der Film im weiteren Verlauf seinen satirischen Zugriff auf den amerikanischen Traum offenbart, überrascht oder konfrontiert das heutzutage natürlich niemanden mehr. Auch weil "The Bad Batch" doch ein bisschen zu plötzlich nochmal Deepness und Worldbuilding einfordern will. Aber überhaupt geht es hier mehr um Stimmungen, Ideenschnipsel, einen Film, den man sich am besten anspruchslos, stoned und spätnachts mal ansieht, dann vermutlich nach schönen Bildern im Traum auch wieder vergisst.

                            9
                            • 5 .5

                              1. Die Stimmung im Film mach durchgehend Spaß. Mischung aus ein wenig Mad Max und modernen Thriller.
                              2. Anfangs noch eine starke Story, entwickelt sich diese leider nach und nach zu einem doch langweiligen Film.
                              3. Keine riesen Dialoge erwarten. Es wird nicht viel gesprochen.
                              4. Film punktet durch seine verrückten Ideen.
                              5. Auch wenn man ein paar Stars nicht gleich erkennt. Es spielen wirklich große Hollywood-Größen mit.
                              6. Ein Soundtrack der vielen gefallen wird.
                              7. Postapokalyptische Szenerie... aber irgendwie dann doch nicht. Ich weiß nicht, was ich von diesen Film halten soll.
                              8. Hätte mir dann doch mehr Story gewünscht.

                              • 7 .5
                                Mein Senf 31.01.2018, 12:32 Geändert 28.11.2018, 15:50

                                "The Bad Batch" kämpft seit seiner Veröffentlichung mit den gleichen Vorurteilen, mit denen sich attraktive Menschen, meistens Frauen, häufig auseinandersetzen müssen: "Sieht gut aus, kann nicht besonders schlau sein."

                                Tatsächlich sieht Ana Lily Amirpours Endzeitvision wunderschön aus. Ein beträchtlichen Teil der etwas zu langen 120 Minuten verliert sich der Film in den Gesichter seiner schönen Darsteller, seines rauen Wüstenschauplatzes und der detailverliebten Sets. Trotzdem gerät "The Bad Batch" nie zu so einer Style-over Substance-Orgie für die "Generation Vice" (die den Film ironischerweise mitproduzierten), der sich darin genügt absurde Ideen aufeinander zu türmen. Amirpour liefert eine (stellenweise nicht eben subtile) Parabel auf das Gesellschaftssystem der Vereinigten Staaten und entwickelt über die reine Pose hinaus echtes Interesse an ihrer Hauptfigur, die sich in einer Welt von Maschinengewehr-Hippies und Bodybuilder-Kannibalen nach ein bisschen Normalität sehnt.

                                Dabei buchstabiert sie Dinge niemals aus, sondern wirft Schlaglichter und fordert das Publikum heraus, die Leerstellen mit eigenen Gedanken zu füllen. "Just because I give you something to look at, doesn’t mean I’m telling you what to see." erklärt Regisseurin Ana Lily Amirpour ihren Kritikern, die ihr dabei Oberflächlichkeit vorwerfen. Das treibt mitunter kuriose Blüten, etwa, als ein Kritiker ihr im Namen eines Q&A Rassismus vorwarf, nur weil im Film people of color gekillt werden.

                                Trotz einiger Pacingprobleme gelingt Amirpour ein bildgewaltiger und atmosphärischer Nachfolger zu ihrem gefeierten Erstling. Oberflächliche Hülle? Prätentiöser Dreck? Mutige Vision? Das kann jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall wird dir dieser Endzeit-Kannibalen-Western nicht egal sein. Hand und Fuß drauf!

                                1
                                • 7
                                  Veldrin 31.01.2018, 10:39 Geändert 31.01.2018, 11:03

                                  Techno und Subtext. Subtext und Techno. So wie es schon immer wahr.
                                  Nutze deine Fantasie, nutze den Freiraum für deine eigenen Interpretationen basierend auf deinen Moralvorstellungen und deiner Vorstellungskraft.

                                  Blendet man aus was die zwei Gesellschaften essen sieht man auch den ironischen Kontrast.

                                  • 1

                                    Verschenkte Zeit. Verschenkte Aufmerksamkeit.
                                    Alleine den Filmtitel zu lesen, ist reine Verschwendung.

                                    Absolut schlechtester Film, den ich jemals sehen musste.

                                    1
                                    • 2

                                      Postapokalyptische Szenerie, in der eine junge Frau in die Hände von Kannibalen gerät, entkommt und sich rächt. Zum ersten Mal wunderte ich mich gleich nach wenigen Minuten, als die Protagonistin zu Fuß durch eine Wüste ohne Möglichkeit sich zu verstecken oder zu entkommen vor zwei Leuten in einem Fahrzeug flieht und natürlich geschnappt wird. Da würde ich mir die Energie zum davon laufen sparen. Aber gut, wer weiß, vielleicht wird man doch im Notfall irrational. Es ist mir leider den ganzen Film über nicht gelungen, nicht ständig über die Nachvollziehbarkeit zu stolpern und ihn stattdessen einfach mal auf mich wirken zu lassen.
                                      Wie auch immer, ich will nicht genauer auf die doch recht gruselige Handlung eingehen, um nicht zu Spoilern. Was völlig absurd ist, ist der Alltag der Kannibalen: Lauter schicke, saubere Muskelprotze, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Gewichtheben. Drum herum ist alles in Schutt und Asche und man lebt in der Wüste. Aber die Kerle haben sonst scheint´s nichts zu tun. Selbst bei aller Bereitschaft mir die Eigenheiten postapokalyptischer Gesellschaften vorzustellen und bei aller Fantasie tun sich doch da existenzielle Fragen auf, wie z.B.: Eine Ernährung nur von (Menschen-)Fleisch (Gemüsegärten oder Ackerbau gibt es jedenfalls nicht, soweit das Auge reicht) ist wahrscheinlich auf die Dauer doch eher gesundheitsschädlich und wird zu Mangelerscheinungen führen. Die ganze Geschichte ist derart an den Haaren herbei gezogen (eine Person mit nur 1 Arm und 1 Bein flieht vor den Kannibalen auf einem Skateboard liegend. Mal abgesehen davon, dass ihre Aufpasser davon nichts mitkriegen, scheint mir diese Art der Fortbewegung nicht sehr effektiv), dass ich erst schmunzelnd und dann zunehmend genervt davor saß. Die Müllsammler tragen auf dem Rücken Körbe, die sich sofort von alleine ausleeren würden, sobald sich der Sammler etwas mehr bückt um etwas aufzuheben. Sich so wenig Mühe zu geben, Abläufe nachvollziehbar darzustellen oder auch nur eine halbwegs schlüssige Handlung zu entwickeln, ärgert mich. Die wenigen Dialoge sind nicht gerade einfallsreich, auch die Schauspieler sind bestenfalls mittelmäßig. Dieser Film ist wahrscheinlich für Leute, die gern Blut sehen und keine Handlung dazu benötigen. Interessant ist eventuell der Frau zuzusehen, wie sie mit ihrer körperlichen Einschränkung umgeht, aber dazu bräuchte man diese absurde Szenerie nicht. Ich dachte mir, dass es sich möglicherweise um eine Low Budget Produktion gehandelt hat, aber auch mit wenig Geld kann man gute Filme machen.

                                      6
                                      • 6

                                        Furiosa im Open-Air-Fitnessland mit Human Wings satt! Was für eine Endzeitvision! Unheimlich befremdlich, aber grandios bebildert liefert Regisseurin Ana Lily Amirpour ein Plädoyer für Aussenseiter ab.

                                        Die erste Hälfte faszinierte, ja hypnotisierte mich fast mit ihren ruhigen Einstellungen. Hitze und Spannung liegen förmlich in der Luft und schwarzhumorige Spitzen treiben immer mal wieder an die Oberfläche. Genial die sorglose Gute-Laune Musik der 90er ertönen zu lassen während einem Arm und Bein abgehackt wird. Der hypnotisch-faszinierende Bilderrausch findet seinen Höhepunkt in der eindrucksvollen Szene, in der die taffe Samantha (die wunderschöne Suki Waterhouse) unter Einfluss von Drogen eine Party der Aussenseiter feiert, die sich in jener Nacht nahezu als auserwählt betrachten, während Sie hilflos durch die Wüste steuert und auf den kannibalistischen Klotz (Jason Momoa) trifft, der von ihr genascht hat. Das bildet allerdings auch den Höhepunkt des ganzen Films, der bereichert wird durch hingebungsvolle sowie kuriose Auftritte von Keanu Reeves und Jim Carrey.

                                        Immer wieder werden Themen angerissen und Motive sichtbar, doch nie so richtig auf den Punkt gebracht. Interessant, dass ein Aussenseiter sich auch unter Aussenseitern nicht wohl fühlt, fremd vorkommt. Die Suche nach dem geeigneten Ort für sich selbst und sei es im Herzen eines anderen Menschen wird spät wichtig, unterkühlt behandelt und abprubt abgeschlossen. Leider bleiben emotionale Highlights oder eine nachhaltigen Botschaft aus. Außer dass Liebe vielleicht doch durch den Magen geht! Wohl bekomms!

                                        16
                                        • 8

                                          WOW, ich habe schon viiieeelllle Filme gesehen aber so etwas noch nicht. In den ersten 15minuten hat man schon mehrere WTF-Momente. Wenn man "The Bad Batch" eins nicht vorwerfen kann, dann ist es, das er ein Plagiat oder Abklatsch ist. Ich fand die dystopische Stimmung gut eingefangen und der Soundtrack war auch genau mein Ding, obwohl ich kaum ein Lied kannte. Ich hätte mir ein bißchen mehr Spannung und ein bißchen weniger Stockholm-Syndrom gewünscht. Auch Reeves und seine Rolle empfand ich zu klischeehaft. Die Maschinengewehr Nutten waren eher Style als Substance. Egal!

                                          Kein Film, den ich generell jedem empfehlen würde aber für mich zumindest so gut, das ich froh bin, ihn geschaut zu haben, obwohl die Bewertungen hier (auf die ich mich eigentlich meistens verlasen kann), etwas anderes suggeriert haben.

                                          1
                                          • 0

                                            Ekelhafter, verstörender und dazu noch Langweiliger Film. Bitte zerstört es bevor es Eier legt!

                                            2
                                            • 5
                                              Big_Kahuna 02.01.2018, 01:09 Geändert 02.01.2018, 01:54

                                              Eine Art postmodernes Kabale/Kannibale und Liebe innerhalb eines dystopischen Madmax-Universums, in dem Verbrecher in die Wüste verbannt werden und man die Verrückten einfach mal unter sich dahin vegetieren lässt.
                                              Die Idee sich Gefängnisressourcen zu sparen und die ganze Kamelle einfach outzusourcen ist locker über 30 Jahre alt und Mister Carpenter himself hat in "Die Klapperschlange" und später auch in "Flucht aus L.A." bereits bewiesen, dass es keiner weiteren Filme bedarf, um sich dem Thema anzunähern.
                                              Selbstverständlich wird es auch nicht der Grundgedanke von Regisseurin Amirpour gewesen sein, hier die Geschichte zu wiederholen, insgesamt wirkt der massiv entschleunigte "The Bad Batch" allerdings wie ein modernes Märchen skurriler Skrupellosigkeit unter vollständiger Ausdehnung.
                                              Der Mensch als Instinktwesen und Tier findet in "The Bad Batch" ebenso seine Thematisierung wie feinfühlige (Massen)psychologie und sei es mit der Wirtschaftskraft von Drogen oder aber dem natürlichen Bedarf an Nährstoffen.
                                              Die - wie in unserer Zeit üblich - zutättoowierten Figuren, die in einer auf enthaltsamen Weise dargestellten Antriebslosigkeit zu baden scheinen, leben in einer Welt begrenzter Güter und offenbar auch begrenzter Spiritualität.
                                              Alles ist dem Pragmatismus gewichen und Tauschgeschäfte können schnell auch mit dem Hackebeil beendet werden, während in "Comfort" die Menschen einem pulsierenden Diskowagon hinterherpilgern und versiffte Penner sowie Männer mit der Statur von Schränken unvergleichliche Portraits auf Notizblöcken abbilden.
                                              Da wirkt selbst Giovanni Ribisi als Endzeitprodukt eines autistischen Drogenschnüfflers deplaziert und in der Storyline dürfen selbstverständlich auch eingeölte Gewicht-stemmende Muskelpakete in Freiluft-Eisenparks, BMX-vernarrte Skaterbois oder müllsammelnde Kinder nicht fehlen und letztendlich scheint das dumpfe Gefühl in mir aufzusteigen, dass Amirpour hier ihren ganz eigenen Mikrokosmos mit reichlich Kunst aufpumpen wollte um das Ganze dann so aussehen zu lassen als hätte sie eine Art Romeo und Julia der Gegenwart inmitten unserer scheinheiligen Popkultur geschaffen.
                                              Das hat ungefähr so gut funktioniert wie wenn ich mir mit einer Schuhbürste die Zähne putze. So richtig schön ist es nicht, aber in der Not frisst der Teufel eben Fliegen.
                                              Ob ich abends auf der Couch Fliegen fressen möchte, wenn ich auch frischen Kaviar serviert bekommen kann, das ist an der Stelle dann eine ganz andere Frage.

                                              14
                                              • 7

                                                Die Kamera demonstriert eine ganz nonchalante Erhabenheit, während einem ein deliziöses Stückchen Score nach dem anderen ins Ohr hopst.
                                                Keanus Nuttenpalast war mir dann aber wirklich zu einfallslos.

                                                1
                                                • 6

                                                  echt nette Ansätze, aber aus meiner Sicht, haben Regie und Schnitt den Film ausgebremst. Schade, aber wenigstens haben die Hauptakteure gut gespielt.

                                                  • 3 .5

                                                    Eine postapokalyptische leere Hose, wie wird versucht künstlerisch wertvoll zu arbeiten das sieht man in jeder Szene. Doch leider hat mal beim ganzen künstlerischen Firlefanz vergessen, mal auf die Geschichte zu schauen, denn die ist furchtbar langweilig, um nicht zu sagen, man bekommt Kieferschmerzen von so viel gähnen.
                                                    Ferner hat der Film einige Momente, ob beabsichtigt oder nicht die abstoßend eklig sind. Die heben die Stimmung auch nicht übermässig in die Höhe.
                                                    Moderner Filmschrott!

                                                    11