The Best Offer - Kritik

La Migliore Offerta

IT · 2013 · Laufzeit 124 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Häh, welcher Twist denn? Der Film arbeitet auf ein Finale hin, bei dem man meint, gleich kipp ich bestimmt vom Hocker. Bei den Hinweisen und Anspielungen dacht ich noch, nee nee alles falsche Fährten. Und dann : uff wie jetzt ?! Tornatore wehrt sich regelrecht besessen gegen das Motto " Nichts ist wie es scheint".
    Ein alter Mann ist Jungfrau und heißt Virgil Oldman :o Wer hier am Ende überrascht ist, hätte wohl auch nicht gedacht, dass in Titanic (Spoiler) der Kutter tatsächlich absäuft.
    Hier ist alles so wie es scheint, schade. Das Schlussbild ist aber gelungen.

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    • 9

      Brillianter Soundtrack, tolle Schauspieler, interessante Story

      • 7

        Den muss ich mir wohl noch einmal anschauen...

        • 7

          Die erste Hälfte des Films ist brilliant und herausragend. Die zweite Hälfte des Films hat zwar einen tollen Twist, allerdings nervten die Erotikszenen und das Ende fand ich belanglos bis enttäuschend. Würde der Film nur aus dem ersten Teil bestehen, bekäme er eine glatte 10, durch das schlechte Ende leider nur eine 7. Ich muss auch sagen, dass im Prinzip die deutschen Synchronsprecher hier am meisten brilliert haben und ihnen eigentlich der Ruhm des Films gebührt. Das Schauspiel von Geoffrey Rush war annehmbar, aber nicht überragend. Hoeks fand ich ziemlich blass in ihrer Darstellung und ich hätte mir auch einen anderen Typ "Claire" hinter ihrer Stimme vorgestellt, bzw. ja fast gewünscht. The Best Offer vereint vielmehr als nur ein sprödes Drama, sondern findet sich stets in kleinen, aber feinen Thriller- und Krimielementen wieder. Vielleicht das nächste Mal die ein oder andere Szene weglassen und dafür noch ein Höhepunktende dran hängen, dann kann man in Zukunft solche Filme auch als beispielhaftes Meisterwerk bezeichnen.

          • 8 .5

            Einer der besten Liebesfilme, der gleichzeitig bittersüß und tragisch ist. Die Gedanken verweilen bei dem Vergänglichen, das das Leben begleitet. Man wünscht dem Protagonisten ein glückliches Ende und fiebert bis zum Ende mit. Die Liebe geht oft merkwürdige Pfade und Wege, die man nicht voraussehen kann und meist bleibt leider einer auf der Strecke. Famoses Schauspiel von Geoffrey Rush, den ich sehr bewundere.

            7
            • 5
              AndreTheGiant 26.08.2016, 01:09 Geändert 15.06.2017, 10:27

              Leider tritt "The Best Offer" für mich im Mittelteil öfters auf der Stelle und ergötzt sich generell zu häufig an der geflissentlichen Abarbeitung von Fachwissen zu den dargestellten Kunstwerken, fairerweise im Rahmen der Geschichte aber schon sinnvoll. Wer sich darauf einlassen kann, der wird sicherlich kaum genug davon bekommen, mein Fall war es leider nicht. Wäre der Film mehr in Richtung eines Meisterwerks aus Finchers Filmografie gegangen, hätte ich wohl mehr Gefallen gefunden.

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              • 8

                Ein durch und durch gelungenes Kunstwerk mit einem Schluss, der schon fast weh tut .....

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                • Giuseppe Tornatores The Best Offer zeigt den Untergang des verklemmten Hauptcharakters, einem Kunsthändler, der von Geoffrey Rush verkörpert wird. Dabei wandelt er durch eine märchenhafte Umgebung und es gibt sogar eine eingeschlossene Prinzessin in ihrem Turm. Im Märchenschloss verteilt liegen Brotkrumen verstreut, in Form rostiger Metallstücke eines geheimnisvollen Getriebes. Zusammengesetzt werden sie einen roboterartigen Automaten ergeben, der angelich sogar sprechen kann. Tornatores Film ist voller geheimnisvoller und verlockender Magie und wir verstehen, weshalb Virgil Oldman (Rush) immer tiefer und tiefer in das Dickicht des Waldes vordringt. Leider beginnt sich der Film ab einem bestimmten Punkt selbst erklären zu wollen. Seinen Subtext, seine Symbolik will er für uns übersetzen: "Human emotions are like art. They can be forged." Das ist einer dieser Sätze. Wozu aber muss ein Symbol erklärt werden? Virgil Oldman hat ein Geschäft, das Wertgutachten für Kunstwerke erstellt. Daraus erstellt er Auktions-Kataloge und führt die Auktionen auch selber durch. Oldman ist ein gequälter und isolierter Mann, der seinen Gebutstag allein in einem Nobel-Restaurant verbringt, während die Kellner ängstlich um ihn herum huschen. Ganz allein lebt er in einem prächtigen Penthouse voller Kunstgegenstände. In einem geheimen Zimmer versteckt er seine Gemälde Sammlung. Oldman, der immer Handschuhe trägt, vertraut sich nur dem brillanten Mechaniker Robert (Jim Sturgess). Dank dieser Gespräche wissen auch wir, was Oldman denkt. Eines Tages bekommt er einen Anruf von der mysteriösen Claire (Sylvia Hoeks). Ihre Eltern starben und Claire lebt ganz allein in einer alten Villa. Sie besitzt eine Sammlung von antiken Möbeln und Kunstgegenständen, die Oldman bewerten soll. Claire selbst zeigt sich nie und Schritt für Schritt muss Oldman herausfinden, dass Claire seit über zehn Jahren das Gebäude nicht verlassen hat. Oldman ist besessen davon, Claire zu sehen, während ihre Anrufe bei ihm panischer werden. Schliesslich beobachtet er sie heimlich hinter einer Statue versteckt: Claire ist eine junge und bleiche Schönheit, die am Telefon mit jemanden spricht, den sie "Direktor" nennt. Claire ist agoraphob, weshalb sie sich nie zeigt und langsam werden wir genauso besessen wie Oldman, sie zu sehen. Und dann sind da auch noch die Brotkrumen in ihrer Villa: Virgil findet zwei Zahnräder des antiken Automaten, der sprechen kann... The Best Offer sieht atemberaubend aus dank der Kamera von Fabio Zamarion. Die Musik von Ennio Morricone sorgt dafür, dass die Spannung langsam aufgebaut wird. Es ist eine dieser Filmmusiken, die etwas Unheilvolles ankündigen. Leider wird die wunderbar geheimnisvolle Liebesgeschichte irgendwann explizit. Wenn Oldman mit der kranken und verängstigten "Prinzessin" Claire schläft, kann ich mir einfach nicht vorstellen,dass das gesund sein soll. Ich fand es ziemlich ekelhaft und auch etwas simpel. In einer frühen Szene erklärt Oldman seinem Freund Billy, weshalb er zwar ein Kunstkenner ist, aber kein Künstler sein kann: Billy fehlt das innere Geheimnis. The Best Offer krankt auch daran. Dazu haben wir die für uns verblüffendsten Filme mit unerwarteten Wendungen in unserer Film List aufgezählt. Auf der Webpage unserer Videothek cinegeek.de

                  • 8

                    Ein durch und durch wunderbarer Film, wiedermal von Meister Tornatore. Ein Lebensstück, künstlerisch und musikalisch auf höchsten Niveau. Was will da der anspruchsvolle Betrachter noch mehr? Ein gelungenes kleines Filmjuwel.

                    • 6 .5
                      RoboMaus 13.12.2015, 12:49 Geändert 13.12.2015, 12:52

                      Kann man Liebe fälschen wie ein Kunstwerk?
                      Auf diese interessante Frage hat 'The Best Offer' eine ebenso interessante Antwort. Allerdings liegt beinahe die gesamte Essenz dieses zwei Stunden-Filmes in der letzten Viertelstunde. Die Zeit davor wird vollständig dem Aufbau einer ungewöhnlichen Beziehungsgeschichte gewidmet, worin ein zurückgezogener Kunstauktionar in das Leben einer noch zurückgezogener lebenden, agoraphoben Frau tritt, die ihren Kunstbesitz verkaufen will.
                      Das zieht sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge - man spürt, dass irgendetwas nicht stimmt, aber anstatt konkrete Formen anzunehmen und dem Plot etwas Farbe zu geben, dreht sich die Story viel zu lange im Kreis, so dass die Zwischenbewertung schon auf 4-5 Punkte abgesackt war.
                      Obwohl die Handlung sehr ernst und detailliert aufgebaut wird, ist sie zudem an manchen Stellen kaum nachzuvollziehen (SPOILER): Der Auktionar hat sie endlich aus dem Zimmer gelockt und ein Abendessen im Haus organisiert. Obwohl er weiss, wie sensibel und brüchig diese Beziehung ist, schleust er seinen technischen Helfer ein, der alles hinter einer Statue beobachtet. Diese Aktion ist nicht nur sinnlos und dem Charakter des Auktionars widersprechend, sie steht auch in keinem Verhältnis zum Risiko, dass beim Entdecktwerden alles Aufgebaute irreversibel zerstört würde (SPOILER ENDE).
                      Im Grunde hat 'The Best Offer' nur eine gute Idee, die allerdings erstklassig ist. Es gibt wohl kaum einen Film, bei dem ich mir so sehr gewünscht hätte, dass man sich eine halbe Stunde der langatmigen Vorgeschichte geschenkt hätte, um dem Plot eine insgesamt interessantere und kompaktere Form zu geben. Amore, amore - das kann sich bei den Italienern in die Länge ziehen. In echt wäre mir das lieber :)

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                      • 7 .5

                        Ich habe schon länger nicht mehr einen so pfiffigen Film gesehen. Mag das Grund-Setting mit der öden Kunst und den kaum spannenderen Auktionen den einen oder anderen vielleicht sogar abschrecken, so sei euch gesagt, dass hinter dem Film weitaus mehr steckt, als man denkt. Ein ungewöhnliches Liebes-Drama, dass zu keinem Zeitpunkt langweilig wird - im Gegenteil, etwas mehr Erklärung hätte sicher nicht geschadet und die Sache noch runder gemacht.
                        So gibt es von mir bei weitem keine Höchstwertung, dafür aber meinen persönlichen Innovationspreis für das 4. Quartal 2015 :-)

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                        • 10

                          Fantastisch!

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                          • 9

                            Ich bin jetzt noch sprachlos, hab den film vor ein Paar stunden gesehen, und muss sagen Wahnsinn !!!! Ich find Ansicht die Ganze Story sehr cool, und was man dann draus gemacht hat. Einfach genial ! Und jetzt Kommt, das Finale, ui das war sehr Packend , und emotional . Hätte ich so jetzt nicht erwartet. Der einzige Kritikpunkt, für mich bleiben einige dinge leider noch unbeantwortet So bleibt aber Spielraum für eigene Interpretationen. Sehr guter Film!!!!!!!!

                            • 8

                              Sehr gutes Schauspiel von Geoffrey Rush. Donald Sutherland ist leider wieder nur kurz vertreten. "The Best Offer" ist so ein typisch tiefsinniges Drama zum konzentriert zuschauen. Zum ganz bewusst die Bilder und Stimmungen Aufsaugen. Trotz aller Intensität zieht es sich manchmal wie Kaugummi, vor allem in den scheinbar seichten, leichtlebigen Phasen. Doch das passt schon, ganz echt und sicher!

                              • 8

                                Es ist sowohl wunderschön und unendlich bitter wie sehr eine Frau einen Mann verändern kann...

                                THE BEST OFFER von Altmeister Guiseppe Tornatore gehört zu der traurigen Art von Filmen, zu denen auch Martin Scorseses SHUTTER ISLAND gehört, die nie den verdienten kritischen Anklang erhalten, weil sie konsequent zwischen allen Stühlen stehen. Arthouse-Fans werden den Film wegen seiner einfachen, etwas sentimentalen Inszenierung bemängeln und ihn in Hinblick auf Tornatores gefeierte frühere Werke als Altherrenfantasie abstempeln. Die breite Masse wird der Aspekt der Kunst zu langweilig sein und werden den Film (genau wie SHUTTER ISLAND eben) auf die Auflösung reduzieren, die ihnen zu Vorhersehbar war. Dabei geschieht diesem Film ein großes Unrecht, denn wie stille Wasser tief sind, reißt Tornatore in seinem Spätwerk tief wahre und berührende Aspekte an. Die Geschichte des alternden, introvertierten Kunsthändlers Virgil Oldman der sich in die junge, mysteriöse, sehr attraktive Millionärin Claire verliebt, eine Frau die seit 10 Jahren angeblich niemand gesehen hat weil sie sich seitdem in ihrer Villa eingesperrt hat, ist, so komisch es klingt, ein Coming-of-Age Film.
                                Virgil lebt abgeschottet in seiner luxuriösen Wohnung. Er hat keine wirklichen Freunde und keine sozialen Kontakte. Er bewundert zwar die Frauen auf seinen geliebten Gemälden, aber eine Freundin hatte er, trotz seines hohen Alters, nie. Seine Scheu vor fremden Menschen geht so weit, das er permanent Handschuhe trägt. Seinen Lebenssinn findet er nur in der Kunst und in sich selbst. Er existiert nur für sich. Dieser Mann trifft nun auf Claire, eine Frau, die an einer sozialen Störung leidet und sich anderen Menschen nicht nähern kann, ihre Villa nicht mal verlassen kann. Zu Anfang blickt Virgil noch auf diese Frau herab, er belächelt diese völlige Unerwachsenheit von ihr und versteht sie nicht. Was er damit unbewusst tut, ist sich selbst zu belächeln, weil er letztendlich genau denselben Lebensstil lebt. Die Beziehung zwischen den beiden wandelt sich letztendlich zu einer zarten Liebesgeschichte. Virgil erkennt zum ersten Mal, wie es ist, wenn ein anderer Mensch im eigenen Leben eine große Rolle spielt. Er durchbricht seine abgeklärte, professionelle Fassade und schenkt Claire immer mehr Aufmerksamkeit, er ordnet sogar seine Arbeit und seine geliebte Kunst ihr unter. Doch seine Selbstaufgabe der süßen Liebe willen konnte nicht auf dauer gut gehen und bricht ihm schließlich, in der tragischsten nur vorstellbaren Weise, das Herz.
                                Es ist ein Irrtum, der Mensch könnte nur für sich alleine leben. Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man erkennt das man eine andere Person brauch und sei es nur, um die Leere im Herz zu füllen, der man sich irgendwie immer bewusst war, sie aber immer ignoriert hat (Virgils Vorliebe für die Porträts von Frauen äußert sich dadurch). Virgil schafft es letztendlich durch diese Liebe erwachsen zu werden und überwindet sein kindisches Leben nur für sich. Denn die Kunst kann einen Menschen noch so erfüllen, ihm so viel schenken, ihn so faszinieren und doch nie das Glück der Liebe eines anderen Menschen erreichen.
                                Das Traurige an diesem Fakt ist leider : Lieben bedeutet offenbaren. Und wer sich offenbart läuft Gefahr enttäuscht, ausgenutzt oder betrogen zu werden. Im schlimmsten Fall wird man schrecklich verletzt, sodass das Herz noch in weiter Zeit Schaden nimmt. Aber, wie schon es F.Scott Fitzgerald in seinem großen Gatsby auf den Punkt bringt, kann es unsere größte Stärke oder größter Fehler sein, nie zu hoffen aufzugeben. Denn letztendlich ist Virgil in irgendeiner traurigen Weise am Ende vom Film ein Sieger, weil er es geschafft hat, sich selbst zu überwinden.
                                THE BEST OFFER ist ein Film, den man nicht unterschätzen sollte. Genau wie vieles von Tornatore neigt er zur Sentimentalität die oft zum Kitsch neigt, aber dennoch werden Emotionen selten so ungefiltert und spürbar vermittelt. Und Geoffrey Rush ist mal wieder eine wahre Wucht.

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                                • 7

                                  Geoffrey Rush ist höchstwahrscheinlich einer der talentiertesten und besten Darsteller aller Zeiten. Was er immer aus seinen Rollen rauszuholen vermag ist einfach großartig.
                                  "Best Offer" ist ein ruhiger und anspruchsvoller Film, der zunächst nur durch seine Schauspieler und die tolle Kamera punkten kann. Generell ist er optisch sehr schön anzusehen.
                                  Die Geschichte, die sich zunächst etwas lahm und träge präsentiert, entwickelt sich mit zunehmender Spieldauer zu einem sehr gelungenen "Versteckspiel", bei dem man etwas genauer hinsehen sollte, um das überraschende Ende, das für mich dann doch nicht so überraschend war, in vollen Zügen genießen zu können.
                                  Fazit: Tolle Schauspieler, interessante Geschichte, ein gutes Ende und die fabelhafte Musik vom Altmeister Ennio Morricone.
                                  Was will man von einem anspruchsvollen Film noch mehr erwarten??

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                                  • 10

                                    "In der jeder Fälschung, steckt auch etwas Echtes."

                                    Nicht zwingend erforderlich ist es sich mit Kunstobjekten, Gemälden oder antikem Krempel aus zu kennen, aber es erleichtert den Einstieg in diese Geschichte, denn der Reiz, bei der Hebung eines bisher unbekannten Kunstschatzes dabei zu sein erzeugt schon im Vorfeld eine orphische Atmosphäre.

                                    Es ist ein Werk das nicht nur aufwendige Bildkompositionen und Szeneneindrücke zeigt, sondern auch Emotionen und Assoziationen erzeugt, die sanft durch die Gehirnwindungen streichen. Die Mischung aus Ästhetik, Philosophie, die vielen subtilen Informationen und tiefsinnigen Bemerkungen motivieren frühzeitig dazu sich eigene Gedanken zu machen. Aber kaum denkt man, dass man Gewissheit erlangt hat und beginnt die Geschichte schon weiterzuspinnen, lässt sich auf einen Typ Geschichte Hoffnungsvoll ein, weil man unbewusst auf die üblichen Erzählmuster vertraut, werden alle Deutungsversuche ad absurdum geführt und das Mysterium wird wieder geweckt.

                                    Trotz des gemäßigten Ganges schafft es der Film einen zu beschäftigen und zehrt an den Nerven. Am Ende bleibt man völlig fassungslos zurück.

                                    +++Spoiler+++

                                    So war auch ich fasziniert, und zwar von meinem eigenen Scheitern die Geschichte weiterzudenken. Habe ich nicht damit gerechnet, dass so viele Motive nur sehr fein angedeutet werden, bevor es ganz anders kommt. So spielen Motive aus "Besser gehts nicht", "Undine", "Der Fischer und seine Frau", "Hugo Cabret", "Trance -Gefährliche Erinnerung" bzw. Filme über Realitätsverlust etc. alle eine Rolle.

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                                    • 8
                                      jstemovie 27.02.2014, 11:39 Geändert 11.02.2015, 15:22

                                      Ein wirklich hervorragender Geoffrey Rush veredelt ein intressantes und intelligentes Drehbuch. Der Film erinnert mich an die geheimnisumwobenen Suspense-Dramen eines Polanskis und ein bisschen an die Stimmung der frühen Spannerfilme de Palmas. Die Italiener können es noch!

                                      • 8 .5

                                        Kunst, Geld, Arbeit, Neurosen, Ängste, Einsamkeit, Liebe, Leidenschaft und Illusion: Davon handelt 'The Best Offer'. Wir werden entführt in ein Universum voller Verschrobenheiten und Eigenarten, voller versnobter Gefühlskälte und wiederum zügelloser Begierde. Einfach und schnörkellos erzählt, durch eine schöne Kamera geführt und mit guten Schauspielern gespickt fragen wir uns wann Kunst etwas Wert ist. So Manchem wird es egal sein ob ein wunderschönes Bild gefälscht ist, ist es dennoch schön. Aber wie ist es mit der Liebe - kann man Liebe fälschen? Und solange wir uns das fragen haben wir auch schon vergessen worum es eigentlich geht. Ja worum eigentlich? Kunst, Geld, Liebe, Einsamkeit? Ob nun dieser Film Kunst ist, darüber darf man streiten; Aber er ist sicher ein Original.

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                                        • 8 .5

                                          Definitiv ein sehr gelungener Film, mit wunderbarer Besetzung. Nicht nur Geoffrey Rush überzeugt hier gnadenlos in seiner Rolle, auch Jim Sturgess erbringt volle Leistung. Diese Musik spielt super im Einklang mit den Kunstwerken, nicht neuer und ungemein sanft.
                                          Ich finde es schwer über diesen Film etwas zu sagen, ohne ihn gleich komplett zu spoilern. Deshalb
                                          !SPOILERWARNUNG!
                                          Am meisten hat mich die Aussage des Filmes fasziniert und das Ende ist für mich einfach perfekt getroffen. Ohne die "Lösung" hätte ich mich ziemlich verloren gefühlt, denn für mich kam es vorerst nicht rüber, dass hier Trickbetrüger ihre Finger im Spiel hatten.
                                          Natürlich während dieser Auflösung wurde es mir klar. Ich finde die Idee, dass ein Kunstgenie zwar Fälschungen der Bilder erkennen kann, aber wenn es um wahre Gefühle geht, die Liebe vorallem, hat er keinen blassen Schimmer. Und so fällt er tief.
                                          Für mich ein ganz ganz furchtbar trauriger Film, der zeigt, dass selbst Experten wahre Fälschungen nicht erkennen kann.
                                          SPOILERENDE!

                                          Ein sehr empfehlenswerter Film, der einen irgendiwe zum nachdenken verleitet.

                                          • 7 .5

                                            Fein, geschmeidig und bestimmt, wie ein gut geöltes Schweizer Uhrwerk wird uns hier ein Drama allererster Güte serviert. Das Tempo gemächlich, nie auf der Stelle tretend, sondern immer im gleichen Takt voranschreitend, untermalt zusätzlich zur kunstgetränkten Atmosphäre das grundliegende Mysterium des Films.
                                            Es geht um einen Mann der Kunst. Er, ein Auktionator (grandios: Geoffrey Rush), kennt sich ob seines Berufs mit den verschiedensten Kunststilen aus, kann ihre zugrundeliegenden Intentionen erkennen, in Worte fassen, Fälschungen auf den ersten Blick erkennen und doch...
                                            ...will ich gar nicht zuviel verraten.
                                            Auch wenn "The Best Offer" so ungemein langsam abläuft, ist es zum einen die gesamte Bildästethik, welche mit ihrer dem Sujet entsprechenden Farbgebung eine ungemeine Sogwirkung entwickelt und das Thema der Kunst so unterschwellig miteinfließen lässt, und zum anderen die Geschichte an sich, so geheimnisvoll, ja gar etwas mysteriös, was einen nicht loslassen will, ehe man das famose Ende erreicht hat.
                                            Ein Film auf den man sich einlassen muss, am Ende aber reichlich belohnt wird.

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                                            • 3

                                              Durch was aussieht wie ein dunkelblauer Instragram-Filter, unterminiert der visuelle Stil die kraftlose Handlung und Psychologie der Geschichte.

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                                              • 8

                                                Ich habe eine Schwäche für das Thema Malerei/Kunst im Film.
                                                Ich habe eine Schwäche für großartiges Schauspiel.
                                                Ich habe eine Schwäche für geheimnisvolle Atmosphäre.
                                                Ich habe eine Schwäche für cleane Kamera-Arbeit und schöne Bildkompositionen.

                                                The best offer nutzt diese Schwächen gnadenlos aus. Verdammt.

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                                                • 8 .5

                                                  Mit einem Wort: Umgehauen!!!
                                                  Der Film hat mich wirklich nur umgehauen. Geoffrey spiel fabelhaft.
                                                  ACHTUNG SPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
                                                  Es macht spass ihm zu zusehen und mit ihm mit zu leiden wenn er am Ende seinen leeren Tresorraum betritt. Seine Fassungslosigkeit lässt einen selbst erstarren.
                                                  Als i-Tüpfelchen dann noch Jim Sturgess, toller Junge ;)

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                                                    Oh Giuseppe Tornatore , was ist denn das, eine Altherrenfantasie schon mit 56 Jahren?
                                                    Was bedeutet dieser unglaubwürdige Schmonz, der einem 2 Stunden den Kopf schütteln lässt und von süßlichen Morricone-Streichern fast nonstop zugegeigt wird.
                                                    Ich liebe dich, lieber Giuseppe, für deine hemmungslose Sentimentalität und die vielen überragenden Bilder, mit denen du deine große Leidenschaft zum Film und vor allem zum Süden Italiens zeigst. Deine Kultiviertheit und dein Kunstwissen sind bewundernswert. CINEMA PARADISO ist für mich die schönste Liebeserklärung an das Kino überhaupt.

                                                    THE BEST OFFER ist auch sehr kultiviert und Geoffrey Rush zeigt erneut, dass er aktuell zu den besten Schauspielern gehört, die man für seinen Film bekommen kann. Er bewahrt den Film vor dem Absturz in bloße Klischees. Wieviel Kraft und Befriedigung die Kunst geben kann, zeigt sein Virgil Oldman auf sehr einfühlsame Weise. Die ersten Minuten, wenn dieser völlig in sich und für sich lebende Mann skizziert wird, sind die allerbesten des Films. Leider lässt das Drehbuch auch Geoffrey Rush keine Chance. Seine folgende völlig aberwitzige Wandlung vom absolut misanthropen, menschenscheuen, vor Berührung sich ängstigenden Kunsthändler zum plötzlich heißen Seniorlover, der innerhalb weniger Tage all seine Phobien fallen lässt, um die Lolita Claire ins Bett zu holen, ist albern. Die wiederum hat angeblich 10 jahre überhaupt niemanden gesehen und lebt in einer Villa unsichtbar hinter einer Wand, beob­achtet Virgil aber durchs Schlüs­sel­loch. Der ist so abgestoßen wie fasziniert von ihr und obwohl er ein hochintelligenter Mann ist, weiß der Zuschauer im Gegensatz zu ihm bald, wo der Hase im Pfeffer liegt.

                                                    Dass des Kunsthändlers bis dahin scharfer Verstand in Sekunden bis zu den Hoden rutscht und er sabbernd mit Blumenstrauß vor Claires verschlossener Tür um Einlass bettelt, ist peinlich und macht die bis dahin elegante, fein beobachtete Geschichte unglaubwürdig. Ab da wird es kitschig und rührselig bis zum Abwinken. Aus der anfänglich gelungenen Charakterstudie zweier gestörter Seelen wird eine konstruierte Krimibanalität, hinter der sich letztlich wieder einmal Tornatores Thema der unerreichbaren Sexualität und die Verlockung überirdisch schöner Frauenkörper verbirgt. Diesmal testosteront sein Protagonist aber leider zu viel. Die psychopathologische Seite muss man bei diesem Märchen vollends ausklammern, sonst zweifelt man am Verstand des Regisseurs.

                                                    Die unglaublich erlesenen Interieurs und die gewohnt stilvolle Kamera entschädigen für den inhaltlichen Murks und die sehr langatmig gestaltete Geschichte, die letztlich doch recht einfach ist. Signore Tornatore hat einen Bonus bei mir, daher kann er nicht unter fünf fallen. Beim nächsten Mal bitte ich aber um mehr Augenmerk auf die Story. Grazie.

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