The Big Sick - Kritik

The Big Sick

US · 2017 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 6 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    [...] Kumail soll verheiratet werden. Die arrangierte Ehe mit einer pakistanischen Frau genießt neben dem Islam die oberste Priorität in seinem Elternhaus. Was folgt, ist eine unangenehm inszenierte Begegnung nach der anderen – ganz im Gegensatz zum Ablauf der Ereignisse von The Big Sick. Nach einem Drehbuch von Emily V. Gordon und Hauptdarsteller Kumail Nanjiani, das auf der eigenen, gemeinsamen Geschichte der beiden Autoren basiert, schafft Regisseur Michael Showalter einen Film, der federleicht auf dem schmalen Grat zwischen sorglosem Feel-Good-Movie und ernstem Drama balanciert und dabei im Gegensatz zu sämtlichen Bemühungen von Kumails Mutter alles andere als gewollt und erzwungen wirkt. Selten waren die Figuren und ihre Beziehungen in einer romantischen Tragikomödien so greifbar wie in The Big Sick. Alles wirkt echt, obwohl sich niemand darum bemüht. [...]

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    • 7

      Wenn in Deutschland Bühnenkomiker Filme machen, muss man so schnell wie möglich weglaufen. Beim Komiker Kumail muss man lachen, weinen, mitleiden und -bangen, wenn er sich selbst als erfolgloser Stand up comedian spielt. [Günter H. Jekubzik]

      • 7 .5

        Es bleibt aber immer noch genug Konfliktstoff in dieser romantischen Tragikomödie, um den Zuschauer über zwei Stunden in der emotionalen Achterbahn herzlich durchzuschaukeln. [Stefan Benz]

        • 8

          Es ist diese Mixtur aus eigener Lebenserfahrung und stilsicherer Karikatur menschlicher Schwächen und gesellschaftlicher Voreingenommenheiten, die dem Film einen Platz in der Spitzengruppe zeitgenössischer US-amerikanischer Komödien sichert. [Franz Everschor]

          • 7

            Mit viel Feingefühl für zwischenmenschliche Nuancen inszeniert Regisseur Michael Showalter das punktgenau verfasste Skript als tragikomische Culture-Clash-Romanze, die beim Filmfestival in Sundance sehr positiv aufgenommen wurde. [Christian Horn]

            • 6 .5

              Love is in the air: Liebe ist nicht so einfach, wenn man a) Pakistani, b) nicht ehrlich und c) die Freundin ins Koma gefallen ist. The Big Sick behandelt einige Probleme auf einmal. [Claudia Nitsche]

              • 8

                Die originelle Culture-Clash-RomCom erzählt angenehm unaufgeregt vom Kennen- und Liebenlernen eines pakistanisch-stämmigen Comedians und einer amerikanischen Studentin. [Jens Balkenborg]

                • 7

                  [...] Wüsste man es nicht besser, könnte man behaupten, die Geschichte von Michael Showalters (Hello, My Name Is Doris) The Big Sick ist eine, wie sie nur im Kino geschrieben werden kann. In ihrem Kern befinden sich zwei Menschen, die sich zufällig begegnen und scheinbar wie füreinander bestimmt sind, bis sich wenig später ein unvorhersehbares, tragisches Ereignis zum denkbar unpassendsten Zeitpunkt zwischen die beiden drängt und ein ungewisses Schicksal für ihre gemeinsame Zukunft bereithält. Diese Geschichte ist dabei allerdings keineswegs fiktionalen Ursprungs, sondern beruht auf wahren Hintergründen aus dem Leben von Kumail Nanijani (Fist Fight) und Emily V. Gordon (The Carmichael Show), die sich gemeinsam für das Drehbuch verantwortlich zeichnen. [...] Showalters Film, der vor allem durch die Persönlichkeiten von Nanijani und Gordon geprägt wird und eigentlich viel mehr deren Film ist, zieht sich plötzlich ganz langsam vom Fokus auf eine einzelne Beziehung zurück und gewährt einen breiteren Raum für ebenso behutsam wie liebevoll errichtete Verästelungen in dieser Geschichte, die spätestens ab hier die meisten Zuschauer für sich gewonnen haben dürfte. Nicht einmal der Stempel, den Judd Apatow (Beim ersten Mal) dem Werk mit seiner Produktionsschmiede aufdrückt, macht sich abseits einiger ausschweifend eingefangener Stand-up-Auftritte bemerkbar, wodurch der Humor stets in sanften Bahnen verläuft. Womöglich könnte man es als Schwäche auslegen, dass The Big Sick somit ein Film ist, der es sich fast schon zu einfach macht, indem die Verantwortlichen genau wissen, wann sie welche Knöpfe drücken müssen, was für ein Maß an bewegender Tragik sie wann unter den leichtfüßigen Tonfall ihres Drehbuchs mischen und wann sie diese Tragik durch amüsante Pointen oder witzige Dialoge wieder abfedern, um jederzeit in die Herzen des Publikums vordringen zu können. Bewundernswert ist es aber trotzdem, wie unprätentiös, ambivalent und ohne übermäßige Selbstbezogenheit Gordon und Nanijani nicht nur eine Geschichte über ihre eigene Beziehung erzählen, sondern gleichzeitig eine Liebeserklärung an diejenigen formulieren, die ihnen in dieser Zeit auf die eine oder andere Art am nächsten standen. So sind es beispielsweise Holly Hunter (Dreizehn) und Ray Romano (Wie das Leben so spielt) in den Rollen von Emilys Eltern, denen das Autoren-Duo die mitunter stärksten, wenngleich womöglich dezent fiktional überhöhten Szenen dieses Films widmet, während Nanijani im späteren Verlauf in einem Streitgespräch mit seinen Eltern gewissermaßen ein Stück weit mit seiner eigenen Persönlichkeit abrechnet und seinen Eltern dadurch den Respekt zollt, zu dem er zum damaligen Zeitpunkt vielleicht nie fähig gewesen ist. [...]

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                  • 8

                    Indem The Big Sick etwas Rom-Koma in die RomCom mixt, wird daraus eine clevere, süße und sehr persönliche Liebesgeschichte. [Kate Stables]

                    • 8

                      Die Drehbuchautoren Gordon und Nanjiani haben es mit viel mehr Können als Selbstbezogenheit geschafft, ihre wahre Liebesgeschichte in eine warme und schöne Fiktion zu verwandeln, die auch zum Nachdenken anregt. [Justin Chang]

                      • 8

                        In The Big Sick überspringen Mr. Nanjiani und Ms. Gordon diese Hürde mit Offenheit und Freude, um das oft starre Subgenre mit einer wahren Liebesgeschichte, Tod und Alltagskomik [...] wiederzubeleben. [Manohla Dargis]

                        • 9

                          The Big Sick findet den Lachen-beim-Weinen-Sweet-Spot an den ungewöhnlichsten Orten. [...] Der Film ist eine glücklich machende Komödie und so viel mehr. [Christy Lemire]

                          • 8
                            HollywoodReporter 27.01.2017, 12:19 Geändert 27.01.2017, 12:19

                            The Big Sick ist ein lustige und zärtliche Liebesgeschichte aus dem Leben. [John DeFore]

                            • 8 .5

                              The Big Sick ist ein Film voll von persönlicher Geschichte, Lachern, Herzschmerz und auf die harte Weise gewonnenen Einsichten. Mal romantisch, mal reumütig und urkomisch ist die Komödie so schlau und witzig, dass sie auch eine Chance in größeren Kinos verdient. [Geoff Berkshire]