The Book of Eli - Kritik

The Book of Eli

US · 2010 · Laufzeit 118 Minuten · FSK 16 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 7

    Willkommen wieder einmal in der Endzeit – das Thema „Ende der Welt“ und das Leben in jener Horrorvision kehrt immer mal wieder ins Kino zurück „Book of Eli“ wird gerne mit „Mad Max“ (dem alten!!!) verglichen, hat aber außer eben der vernichteten Welt nichts damit gemein. Die Zuschauer die auf Endzeitaction hoffen werden aber schnell merken daß sie im falschen Film sitzen: ganz Actionlos geht die Nummer zwar nicht ab und Denzel Washington hat extra hierfür einige Martial-Arts Einlagen geprüft, das Hauptaugenmerk gilt aber mehr seiner Figur und deren Reise. Erst zum Ende hin wird bei alledem klar worum es geht und was es ist das er befördert was zu einem etwas unglaubwürdigen, aber doch beeindruckendem Schluß führt – und der spricht insbesondere die religiösen Zuschauer an. Zwischendurch wird dann aber schon mal geballert und gedroschen, dann aber immer nur schnell, kurz und brutal. Ebenso brutal ist Gary Oldman – mit der Show als feiger Fiesling wärmt er alle Schurkenrollen nochmal auf, leider ist dieser Miesling so fade und uninteressant dass man sich wünscht Oldman hätte diesen unspannenden Part jemand anders überlassen. Letztlich also ein Film der mehr fürs Hirn und religiöse Empfinden liefert als pompöse Endzeitaction – es liegt bei einem selbst ob man das gut findet und schluckt oder es als Schwachsinn abtut.

    Fazit: Episches Zukunftsszenario mit Denzel Washington in Bestform und viel religiöser Thematik!

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    • 8 .5
      Rocket Man 18.08.2017, 23:04 Geändert 18.08.2017, 23:06

      -Origins-

      Für mich, als tief gläubiger Mensch, der schon seit langer, langer Zeit den Weg der Erkenntnis und des Glaubens ein wenig verloren hat, vom Weg abgestreift und etwas erkenntnislos zurückgeblieben ist, aber trotzdem fest glaubt, findet sich die Entstehung des einzigen Buches in The Book of Eli wieder. Vielleicht kein Glaubensbekenntnis oder Glaubenserlebnis, aber ganz bestimmt eine Art Motivation, die die Mauern einreißen und das biblische Ausmaß der Geschichte in apokalyptische Bilder einhüllt, die die Grundfesten erschüttern und die Bitterkeit und Güte auf der Welt aufstrahlen, oder vielleicht doch nur aufblitzen zu lassen vermögen.

      Aus The Book of Eli strömen satte, teils helle, teils dunkle Farben und die einfache Erkenntnis, dass der Mensch oft noch simpler gestrickt ist, als man es aus Büchern oder der Geschichte kennt. Er besteht aus Grausamkeit, eisernem Willen und Kraft, die mit biblischer Intensität im Film auf eine andere Art vorgeht, als ich es vorher kannte.

      Einst existierte ein Mann, lange vor unserer Zeit. Er hatte einen Weg vor sich, der sein ganzes Leben andauern sollte. Die Welt war nicht voller Güte, sondern voller Dunkelheit, Staub und beschlagenen, satten Bildern des Nichts. Im Nichts, darunter und darüber, dem Staub und den satten und beschlagenen Bildern, verbarg sich jedoch ein Licht, dass erhört und gesehen werden sollte. Der Mann nahm es sich zur Aufgabe, dem Licht und der Stimme, die aus ihm sprach, bedingungslos zu folgen, als stünde sie unmittelbar vor ihm und würde ihm eine Geschichte von Finsternis, Aufopferung und Liebe erzählen. Die Stimme, die zu ihm sprach, konfrontierte ihn aus seinem langen Weg mit der Grausamkeit und Krux des menschlichen Wesens. Der Mann wurde mit aller Finsternis bekannt gemacht und blieb doch auf dem Weg. Er wurde geprüft. Er kehrte nicht um und ertrug das Leid, dass er sah, dass ihm widerfuhr und das so viele Menschen erleiden müssen. Er ist sich der Tragweite seiner Aufgabe bewusst und das sie ihn sein Leben kosten könnte.

      The Book of Eli spricht nicht zu viel, verrät das wichtigste Detail seiner Geschichte nicht, gibt für den uninteressierten Zuschauer auch keine Auflösung, es sei denn, er ist gewillt, bis zum Ende zu gucken und mit Eli (Denzel Washington) auf eine Reise durch Blut, Mark und Schmerz zu gehen. Gedanklich führt der Weg geradewegs zu einer Huldigung an die Entstehungsgeschichte desselben Buches, dass einst, vor sehr, sehr langer Zeit geschrieben wurde. Auch der Mann in dieser Geschichte sah sich mit dem Leid und der Erkenntnis ein Opfer für die Menschheit zu bringen konfrontiert und nahm allen psychischen, wie auch physischen Stress in Kauf und ertrug es für alle Menschen, die auf der Erde wandeln. Eine unmissverständliche Nachricht an uns, die bis heute nicht in dem Geist aller Menschen angekommen ist. In beiden Geschichten ist die Parallele zur übermenschlichen Kraft über den eigenen Körper und das Ziel in Mark, Knochen und Verstand ein Symbol für die Botschaft, die kein Erbarmen, aber auch kein Versagen zulässt.

      Ich, als tief gläubiger, der schon seit langer, langer Zeit den Weg der Erkenntnis und des Glaubens ein wenig verloren hat, vom Weg abgestreift und etwas erkenntnislos zurückgeblieben ist, aber trotzdem fest glaubt, sehe in zwei Geschichten das Opfer zur Errettung der Menschheit. The Book of Eli bedient sich einiger visueller Effekte, wie die Kamera, die auch durch Trümmer hindurch fährt, auf naher, wie auch weit entfernter Position aus opulente Bilder einfängt, aber auch musikalischer Elemente, wie dunklen Klaviertönen, uns bekannter Musik, die zur Identifikation beiträgt und aus The Book of Eli kein fremdes Werk macht. Freilich ist auch die Brutalität ein intensives Mittel in der Darstellung, dass aus mindestens einer Position heraus sehr effektiv funktioniert. Und zwar, dass es kein Opfer ohne ein Opfer gibt, Eli im Film zum Ende hin aber trotzdem nur ein blinder, verwundbarer Mann geblieben ist. Mit Beendung seiner Aufgabe verlässt auch er seine fleischliche Hülle und verlässt diese Welt. Eine weitere Parallele in zwei Geschichten, die in post-apokalyptischer Atmosphäre eingefangen worden ist. Die dunklen Klänge des Klaviers, der sanfte Klang verzerrter Elemente, aufblitzender, quietschender Akzente, Denzel Washington, Gary Oldman und der Entstehungsgeschichte eines Buches für die Menschheit, lassen The Book of Eli nachwirken. Bitter, süß, voller Glaube und Hoffnung und einer Nachricht, die vor 2017 Jahren so aktuell war, wie sie es auch heute noch ist und lange bleiben wird.

      „Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. 4 Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.“ –Das einzige Buch-

      10
      • 8

        Apokalyptischer, Bibelfester Endzeit Film, mit atemberaubender Optik und einer tollen Besetzung. 
        Hat fast spirituelles Mad Max mässiges Flair. 
        Kurzweilig und gutes Kino!

        8
        • 5 .5

          Kurzweilige Endzeit-Film Unterhaltung mit Denzel Washington(Fallen) und Gary Oldman(Dracula). Intensiv inszeniert aber zum Teil uninspirierend und hohl.
          Die Actionszenen sind zum Teil einwenig zu erzwungen und Spannung kommt auch selten auf. Der Film finde ich zwar nicht schlecht aber wenn ich den Film mit anderen Endzeit-Filme vergleiche wie Zb. "Mad Max" "Cyborg" "Die Die Klapperschlange" oder "Waterworld" steht der schlecht da. Die Leistung von Gary Oldman finde ich nicht schlecht, er verkörpert den Bösewicht gut.

          Den Film kann man sich anschauen aber sicherlich kein muss.

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          • 8

            Nun, wie beschreibt man diesen Film am besten? Denzel Washington als Mischung zwischen Max Rockatansky und Alice? Das wäre doch zu übertrieben ... Aber es kommt doch so eine Stimmung auf, einerseit dieser Gary Oldman mit dem bösen Schurken der die Biebel unbedingt in Fingern halten möchte, andererseits ein Denzel Washington der sich sein Ziel vor Augen mit Ninjafähigkeiten durch die Wüste der Postapokalypse schlägt ... Doch irgendwie eine Mischung vieler verschiedener Filme (Mad Max, Resident Evil, Batman, Psycho, I'm Legend, Maze Runners, vlt sogar Alien und viele mehr) ... Nichts neues, aber die perfekte, vor allem ruhige und dennoch nicht langweilige Mischung daraus.

            • 6 .5

              Kommentare hierzu gibt es ja bereits viele, von daher nur mal ein kurzer von mir.

              The Book of Eli ist ein optisch sehr schöner Endzeitfilm, welcher auch recht kurzweilig ist. Negativ ist halt die recht einfältige Story mit dem leicht propagandistischen Unterton.
              Fertig

              • 5 .5

                "The Book of Eli"
                (Achtung Spoiler!)

                Ein schöner dystopischer Actionfilm mit Denzel Washington und Gary Oldman in den Hauptrollen. Der Stil und die Ausstattung des Films sind wirklich gut gemacht; visuell wird man sofort in die verdorrte Wüste einer Welt nach der Apokalypse versetzt.
                Eli, der einsame Wanderer, der mit einem geheimnisvollen Buch im Gepäck durch die Städte zieht und Carnegie, der Boss einer Straßenbande, auf der Suche nach noch mehr Macht und Kontrolle.

                Optisch hat mir der Film ganz ausgezeichnet gefallen, die Handlung ist aber zeitweise richtig schwach. Elis Buch, wie sich am Ende offenbart, ist kein anderes als die Bibel, die er durch die Wüste trägt. Offenbar wurden so gut wie alle anderen Exemplare vernichtet und daher ist dieses Eine von unschätzbaren Wert. Carnegie ist zufälligerweise auf der Suche nach einer Bibel, da er hofft, durch die Macht der Religion und der Worte seine Männer besser zu kontrollieren und dadurch sein Reich expandieren zu können. So kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Eli und den Straßengangs, die er anfangs gewinnen kann, später aber von Carnegie niedergeschossen wird.

                Anfangs vermittelt der Film wunderbar seine düstere Atmosphäre, gleitet dann aber immer mehr Richtung Religionsdrama ab. Das Buch bzw. eine Stimme, die durch ihn spricht, bewahrt Eli vor dem Tod und lenkt ihn zur Küste, wo er auf einen Stützpunkt trifft, in dem wertvolle Artefakte der "alten Welt" gesammelt werden. Eine Bibel hatten sie da noch nicht und so kommt Eli sehr gelegen, da er die Bibel (die in Blindenschrift verfasst ist), auswendig gelernt hat. Carnegie kann mit dem gestohlenen Buch natürlich nichts anfangen und ist frustriert.

                Im Großen und Ganzen hat mir der Film gut gefallen, nur seine Intension mit der Bibel und der Religion fand ich sehr platt. Das Christentum wird geradezu glorifiziert, was für mich viel zu sehr nach Propaganda klingt (ich möchte hier niemanden wegen seiner Religion beleidigen, das ist nur meine Meinung).

                Die Schauspieler wiederum überzeugen durch ihr authentisches Spiel, was dem Film trotz allem noch eine gewisse Tiefe verleiht.

                Bewertung: 5.5/10 (ganz ok)

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                • 8 .5

                  Mein Fazit:

                  Mit großer Erwartung bin ich an diesen Film herangegangen. Den Film wollte ich damals schon im Kino sehen, bin aber leider etwas davon abgekommen. So habe ich mir gleich die DVD besorgt.

                  Was fand ich in diesem Film vor? Der Alptraum eines jeden Menschen – eine fast zerstörte Welt. Bereits 30 Jahre liegt die Katastrophe zurück, es ist im Film vom Krieg die Rede. Weshalb, wird nicht genau erklärt, Eli meint, es könnte wegen der Religion gewesen sein. Er selbst ist einer der wenigen, die noch Erinnerungen an die alte Welt haben, wie üppig es war, wie gut es den Menschen ging und vor allen Dingen, wie sie durch die Kraft der Bibel neue Hoffnung schöpfen konnten.

                  Eli selbst empfindet sich als sehr religiös, hat aber keine Skrupel, einen Menschen die Hand abzuhacken. Natürlich nicht aus einer Laune heraus. Er verteidigt sich selbst mit einer unglaublichen Präzision, es mutet schon fast an, wie ein Unsterblicher. Er tritt auch für Schwächere ein, die sich selbst nicht wehren können. Dies geschieht aber nur nebenbei, denn er hat sein Ziel – nach Westen!

                  Carnegie, toll gespielt von Gary Oldman, kontrolliert eine Stadt in der Wüste, weiß von Wasserquellen und schickt seine brutalen Männer los, um eine Bibel zu finden. Er weiß, das nur dieses Buch ihn in seinem Streben nach Macht helfen kann und opfert dafür fast alles, sogar seine starken Männer. Doch dieses Buch wird ihm in seiner Gier auch zum Verhängnis.

                  Der ganze Film ist düster dargestellt, zeitweilig wirkt er wie ein Schwarz-Weiß-Film. Die Atmosphäre ist rauh und schonungslos. Die Figur Eli ist sonderbar, geheimnisvoll und der Zuschauer neigt dazu, ihn zu heroisieren. Doch da liegt der Knackpunkt im Film, der einen Bruch in der Geschichte zur Folge hat. Er hat geschworen, das Buch unter allen Umständen zu verteidigen und doch schafft es Carnegie, es ihm abzunehmen. Am Ende wird man etwas nachdenklich und irritiert zurück gelassen, wirft Fragen auf, die wohl so einfach nicht zu beantworten sind.

                  Alles in allem ist es ein eindrucksvoller Film und eine starke Geschichte. Doch letztlich hätte diese konsequent fortgeführt werden müssen, so bekommt der Film nur 85%.

                  Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.08.2010.

                  • 6
                    Naxx 10.07.2016, 23:44 Geändert 11.07.2016, 00:31

                    Mann oh Mann,
                    musste wirklich diese Buchstory in diesen FIlm ? ( ich will nicht zuviel spoilern , aber wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine )
                    Auf der Suche nach Fallout- Filmen dachte ich, ich wäre genau an der richtigen Addresse gelandet. Aber das hatte mich nun hart getroffen.

                    Klar, der Einzelgänger in der Wüste ist nicht neu, aber genau darauf hatte ich mich gefreut. Zusammen mit Denzel Washington und schöner Kulisse ist alles wunderbar und zusammen mit Gary Oldman der Kracher eigentlich vorprogrammiert. Was dann aber folgte war...naja,,,mal garnicht mein Ding sag ich mal. Falsche Zielgruppe könnte man vielleicht sagen.

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                    • 7 .5

                      Düsterer Endzeitthriller. Super gespielt. Stimmung passt. Empfehlenswert!

                      • 10

                        postapokalyptischen Film i love it

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                        • 6

                          "The Book of Eli" ist okay - nicht mehr und nicht weniger. Die Action, die ab und an über die Leinwand huscht ist durchaus ansehnlich. An der Geschichte hätte man noch ein wenig feilen können. Der Ansatz ist ja durchaus gut gelungen. Tja, und was mich manchmal etwas irritiert hat: Denzel "Eli" Washington hat manchmal mehr Glück als Verstand bei seinen Gefechten. Unglaublich wie sehr ihn die vielen Kanonenkugeln und diverse umherfliegende Gegenstände meiden.

                          Insgesamt ein unterhaltsamer Film für einen durchschnittlichen Sonntagnachmittag.

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                          • 8
                            ezemeze 11.03.2016, 14:41 Geändert 11.03.2016, 14:54

                            +++MÖRDERSPOILER+++++
                            Stell dir vor Eli hätte anstatt einer Bibel den Koran mit sich geführt....wie wäre der Film nur verrissen worden...... #hypocrisy #doublestandards

                            • 6

                              sehr langsam erzählt, lässt sich viel Zeit für die einzelnen Charakter.
                              Gary Oldman und Denzel Washington brillieren hier wie in ihren meisten Filmen.
                              Für einen Dvd Abend recht unterhaltsam mehr aber auch nicht.

                              • 9

                                Ich geb hier eine 9 weil er für mich zu den besten postapokalyptischen Filmen zählt.
                                Viele hier wurden bestimmt getauft, konfirmiert, kommuniert, o.ä.sind aber seit dem so gut wie nie mehr in der Kirche gewesen (mich eingeschlossen, bin sogar ausgetreten). Der perfekte Religionsfilm um mal wieder daran erinnert zu werden, das man auch an Gott glauben darf. Wer Ben Hur oder die zehn Gebote mag, dem dürfte das auch gefallen. Und wer Fallout das Spiel mag, liebt diesen Film sowieso denke ich.

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                                • 4
                                  oizymusic 08.02.2016, 01:18 Geändert 08.02.2016, 01:19

                                  Atmosphärisch wirklich gut, und auch Denzel Washington hat seine Rolle gut gespielt. Leider reicht das alleine nicht zu einem guten Film und der Rest ist einfach grauenvoll.
                                  Vor allem bei der Technik fiel ich sprichwörtlich vom Glauben ab. Diese grottige Produktion soll 80 Millionen Dollar gekostet haben? Es ist beinahe alles vom Himmel bis zur Wüste CGI, die Beleuchtung teilweise komplett falsch eingestellt, alles bis zur Unkenntlichkeit Farb-"korrigiert", die Wolkendecke ist perspektivisch falsch dargestellt...

                                  Und dann will ich gar nicht erst von der flachen Story und den lahmen Dialogen anfangen. Gut gegen Böse, Jesus gegen Satan, Grenzflächen und Tiefe sucht man hier vergebens. Alles verläuft streng linear auf das unvermeidliche Ende zu, selbst wenn man mal die Hoffnung hat "oha, hier passiert gleich etwas unerwartetes!" nope, war nur ein Cliffhanger, es geht doch schnurstracks weiter.
                                  Die Dialoge wirken seltsam gestellt und dienen fast nie der Vertiefung des Charakters, sondern einzig und allein dazu die apokalyptische Welt zu beschreiben und Lücken der Erzählung zu stopfen.

                                  Die zunächst mysteriöse und unnahbare Figur des Eli fällt in dem Moment in sich zusammen, in dem er seine Motivationen offenbart. Ich habe kein Problem damit, in Filmen Religionen zu thematisieren, aber dann bitte nicht so plump. Hier wird Religion nicht als etwas diffuses und unbeweisbares dargestellt, sondern als etwas konkret greifbares, offensichtliches. Selbst wenn der Drehbuchautor Eli während seiner Offenbarung verlauten lässt: "I know what I hear, I know what I heard, I know I'm not crazy, I didn't imagine it", wirkt es nicht als hätte er die Intention gehabt, Eli ironisch oder kritisch hinterfragend darzustellen. Ich glaube er meinte das wirklich ernst.
                                  Das Ende ist einfach nur Kitsch pur, das hätte ein Steven Spielberg nicht besser hinbekommen.

                                  Also zusammengefasst ein mäßiger B-Movie der wirkt wie ein Werbefilm fürs Christentum und Beats by Dr. Dre.
                                  Einzig und allein wegen Denzel Washington bin ich bis zum Ende geblieben, seine Miene gaukelte mir bis zum Schlussvor, es gäbe noch interessantes zu entdecken. Atmosphärisch auch nett.

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                                    Zu Langweilig und am Schluss Kitschig.

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                                      Wäre kein schlechter Film gewesen, hätten sie die Religion rausgelassen. So leider nur Mittelmaß.

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                                        ich habe immer gedacht, die eigenen Exkremente fressen zu müssen wäre der Gipfel des Ekels – bis ich dieses Machwerk ergrauen musste.

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                                          Denzel Washington im Namen der Bibel unterwegs!
                                          Diese Geschichte, die in einer ungewissen Zukunft abspielt, ist voll auf Washington zugeschnitten. In seiner Rolle als ein mysteriöser Fremder, hat man sicherlich schon mit anderen Schauspielern gesehen. Aber Washington spielt das wieder einmal mit einer Klasse, dass man weiss, wenn er kommt, geht man gerne mit ihm oder man geht ihm aus dem Weg.
                                          Auch der Gegenpart wie Gary Oldman, der unbedingt das will, was Washington mit sich herumträgt, ist eigentlich völlig subtil. Denn es geht hauptsächlich nicht um Geld, Öl, Benzin oder Macht. Sondern nur um ein gewisses Buch. Ist zwar übertrieben. Aber so wie es aussieht, hat das Buch einen gewissen Stellenwert in dieser Zukunft.
                                          Der rote Faden in dieser Geschichte hat man auch schon einmal gesehen. Man nehme ein bisschen Waterworld für den mysteriösen Charakter und für die Banden, die Menschen jagen, ein bisschen von Mad Max.
                                          Ein gut gemachter Film, dass viele Klischees beinhaltet, was auch schon andere Postapokalyptische Filme schon gezeigt hatten.
                                          Fazit: In dieser undankbaren Zukunft, hält man sich besser an Washington: Denn er kennt den Weg!

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                                            Der Plot ist dünn und vorhersehbar. Doch allein Denzel Washingtons physische Präsenz und seine Fähigkeit, Spiritualität darzustellen, verhelfen dem Endzeitthriller der Brüder Hughes zum Erfolg. [Dietmar Kanthak]

                                            • 5 .5
                                              allroundt 22.11.2015, 22:01 Geändert 22.11.2015, 22:03

                                              SPOILER - SPOILER !! Langweilig fand ich den Film nicht aber einiges an der Handlung fand ich nicht ganz überzeugend.Da ist dieser "Prophet",der im Auftrag Gottes in einer Wildwest Welt in der Zukunft nach dem Atomkrieg,die letzte verbliebene Bibel nach Alcatraz bringen soll,wo sie wieder vervielfältigt werden kann.Ein komischer Prophet aber ,der, jeden der sich ihm in den Weg stellt gnadenlos zu töten bereit ist und das auch mehrfach tut.Dabei trifft er natürlich auf den bösen Gegenpart,der auch auf der Suche nach einer Bibel ist ,weil er überzeugt ist diese im Eigeninteresse nutzen zu können um nach und nach das ganze Land mit dieser beherrschen zu können.Jedoch verehrt er dieses Buch genauso und ist vielleicht auch garnicht so böse ,wie man es von einem Prophetengegner (Teufel?) erwarten würde.Manchmal könnte man sogar Mitleid mit ihm haben.
                                              Man kann den Film vom Anfang bis zum Ende gucken aber etwas besonderes ist er nicht.

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                                              • 5

                                                Denzel Washington wandert und kämpft sich in The book of Eli durch eine dystopische , mad max-ähnelnde Wüste. Der ganze Film ist in sehr grauen, unvollen Farbtönen gedreht und sieht visuell toll und trostlos aus. Gary Oldman und Denzel Washington machen ihren Job, wie gewohnt, gut und auch Mila Kunis ist als weniger intelligente, aber gutmütige weibliche Heldin nicht schlecht. Washingtons Action-Szenen sind ebenso schön gefilmt. Es gab im leider Film eine Hand voll Szenen, die mir, entweder wegen der Dialoge oder wegen der Handlung, albern vorkamen. Über die Geschichte sollte man gar nicht zu viel erfahren, ich kann aber sagen, dass der Film sehr mutig ein seltenes Grundthema behandelt, dennoch fast ohne Überraschungen und recht vorhersehbar ist.
                                                (Achtung Spoiler!)
                                                Ich finde es durchaus mutig und gut, dass sich ein Blockbuster mit Religion und deren Relevanz beschäftigt. Glauben hat nunmal keinen geringen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Schade war, dass die Story um den von Religion handelnden Plot herum keine Neuheiten bringt und ein bekanntes Schema durchläuft. Ich glaube auch, dass Gary Oldmans Handlung realistisch ist, und dass der Glaube mächtig ist und verschieden eingesetzt werden kann. Allerdings, finde ich, setzt der Film die ganze Zeit den falschen Fokus. Denzel Washington kämpft sich durch, um die Bibel und das Christentum zu retten. Am Ende wird euphorisch zelebriert, dass das Christentum überlebt hat. Und jetzt? Ich glaube, dass die Bibel oder der Koran oder so in der Situation helfen könnten, aber nur das Buch überlebt und dessen Papier ist fast wertlos. Sehr wertvoll sind die Botschaften und der Glaube, das Vertrauen und die Liebe - nur die können helfen. Die Bibel wurde nicht für Gott gemacht, sondern für die Menschen, um diese zu unterstützen. Dass Denzel Washington durch Gottes Liebe trotz Blindheit sehen kann (so habe ich das verstanden), geht ok. Dass er unsterblich ist, finde ich grenzwertig. Warum sollten dann andere gute Menschen sterben? Ich sehe Washingtons Charakter nicht als Messias, sondern als Mensch mit einer Mission. Der Messias wäre hilfsbereiter und wohl weniger brutal gewesen. Ich denke, Gott würde den Menschen helfen wollen und nicht bloß der Bibel. Es wird zwar kurz angesprochen, dass Religionen wohl am Krieg ihren Anteil gehabt hätten, aber dennoch wird alles zu eindimensional beschrieben. Wenn jemand aus der Bibel liest wird es höher angerechnet als das Verhalten von Kunis Mutter, die selbstlos ist. Eli ist zwar auch "selbstlos" als er Kunis rettet, aber er hat kein Problem mit den zwei sterbenden Senioren. Wie gesagt ist für mich der Druck der Bibel am Ende fast wertlos, wenn niemand verstanden hat, worum es geht.
                                                (Spoiler Ende)
                                                Insgesamt ist The book of Eli ein recht durchschnittlicher, aber mutiger Film mit einigen Ansätzen, der optisch gut aussieht, doch inhaltlich unbefriedigend ist.

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                                                  huababuar 07.09.2015, 00:41 Geändert 07.09.2015, 13:07

                                                  Eigentlich hätte „The Book of Eli“ wunderbarste Voraussetzungen mitgebracht, um ein gelungener Blockbuster zu werden. Ein ödes Brachland als Kulisse mit dem trostlosen Charme eines Endzeit-Westerns. Eine stark an die „Mad Max“-Reihe angelehnte Postapokalypse, in der Anarchie, Frauenverachtung und Rohstoffknappheit vorherrschen und ein Despot und seine Armee auf die Jagd nach zwei einsamen Wanderern gehen. Und schließlich eine Phalanx an bekannten Schauspielern, die sich voll und ganz auf ihre Stärken beschrenken kann. Denzel Washington eben auf seine trockene Coolness, Mila Kunis aufs gut Aussehen und Gary Oldman einfach nur aufs verrückt sein.

                                                  Doch anstatt das Grundszenario vollstens auszunutzen, werden sich die Hughes-Brüder der Tragweite ihrer dystopischen Grundgedanken nie wirklich bewusst. Stets bleibt es bei einer oberflächlichen Herangehensweise an die durchaus komplexe Thematik - ob nun die Hauptfiguren oder aber die düstere Zukunftsvision betreffend. Motive, Hintergründe und tiefgehende Charakteristika der Protagonisten sucht man vergeblich. Viel lieber überspannt „The Book of Eli“ sein Leitmotiv Religion, schleudert unzählige Bibelzitate in die scheinbar ewige Weite der Wüste und verfällt somit in enervierende Glaubenslobpreisungen, um im Fachjargon zu bleiben. Glaube als vitalisierende Kraft, als einziger Lebenssinn. Gott, der Beschützer, Schöpfer und Führer in schlechten Zeiten. Und mittendrin der bibeltreue Eli (Denzel Washington), der störrig durch den Sand trottet und als tatkräftiger Gläubiger mal so eben schnell urchristliche Werte wie Nächstenliebe und Solidarität oder Gottes Gebot „Du sollst nicht töten“ in den Papierkorb seiner Matschbirne verbannt.

                                                  Nicht nur deswegen wirkt „The Book of Eli“ an vielen Stellen unrund. Die äußerst brutalen, gelungen abgedrehten und geschnittenen Actionsequenzen passen ebenso wenig zu einem Film mit derart religiösem Überbau wie die in selbigen Einstellungen immer wieder auftretende, deplatzierte Komik, die meist von einer kurzen, abgehakten und eigentlich ja auch äußerst gelungenen Dialogführung rührt, nur eben so gar nicht ins Gesamtkonstrukt passen mag. Am Ende hat man da nichts Halbes und nichts Ganzes. Einen passablen Actionfilm mit grandioser Szenerie und altertümlichen, penetrant und romantisiert transportierten und auch vollkommen realitätsfernen Botschaften. Früher, da sind die Kolonisten wenigstens aus verständlichen Gründen wie Gold, Wohlstand oder Wohnraum Richtung Westen gezogen, in „The Book of Eli“ reicht schon eine eindringliche Stimme im Kopf und ein dickes Buch in der Hand.

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                                                    Cuba89 10.08.2015, 22:22 Geändert 10.08.2015, 22:48

                                                    9/10 Punkte für das Setting
                                                    Das war's aber auch schon.
                                                    Handlungen sind manchmal nur schwer bis gar nicht nachvollziehbar, dafür ist die Story umso vorhersehbarer. Die Kämpfe sind ausnahmslos in alter Machete Manier gehalten.

                                                    Für alle die auf relligions und/oder post apokalypse Filme stehen könnte der Film etwas sein. Für den Rest eher nicht.

                                                    Bei der ganzen Werbung hätte die DVD umsonst sein können.. :D