The Crazies - Kritik

The Crazies

US · 2010 · Laufzeit 97 Minuten · FSK 18 · Thriller, Horrorfilm, Science Fiction-Film, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Dieses Remake bemüht sich redlich, die erforderlichen Zutaten beizufügen,
    die ein solcher Film benötigt. Das ist dem Regisseur in einigen Punkten mehr,
    und in anderen wieder weniger gut gelungen.
    Ich fange einfach mal mit den positiven Aspekten an.
    "The Crazies" verfügt über gute Darsteller, die ihre Rollen alle recht überzeugend rüber bringen. So sorgen Sie dafür, das man den Inhalt im Grossen und Ganzen ganz gut nachvollziehen kann.
    Der zweite Punkt wäre die Atmosphäre, den ich auch schon als den Punkt ansprechen möchte, der diesen Film zu dem macht , was er für mich ist,
    nämlich ein überdurchschnittlicher Infizierten-Thriller.
    Die in der deutlichen Überzahl liegenden eher ruhigen Phasen sorgen für Mitgefühl beim Publikum, sind stellenweise emotional vorgetragen, ohne es jedoch zu übertreiben und werden urplötzlich durch rasante Wendungen, meistens durch Verfolgungsszenen angestossen, um dann wieder den Fuss vom Gaspedal zu nehmen. Diese Momente sind gut zusammen geschnitten und vom Zeitpunkt her optimal gesetzt, so das es sehr stimmig rüber kommt.
    Das erzeugt vor allem einen guten Spannungsbogen.
    Weniger gut gelungen sind leider die Schockeffekte, da sie zu 99 Prozent zu vorhersehbar sind und Genre-Freaks nur schwer zum Zusammenzucken überreden können.
    Grösster Minuspunkt, und der Grund, warum ich diesem eigentlich recht stimmigen Beitrag nicht höher bewertet habe, ist seine Einfallslosigkeit. Auch wenn er das, was er abliefert, sehr ordentlich herüber bringt, fehlt es "The Crazies" doch spürbar an Ideen denn Neues bietet uns dieses Remake leider nicht. Ob sich die Regie an die Vorlage von Genre-Legende George A. Romero strikt halten wollte oder ob es doch Abweichungen gab, denen es einfach an Innovation fehlt, kann ich nicht beurteilen, da mir das Original noch verborgen geblieben ist.
    Fakt ist aber, das man den Eindruck verspürt, das alles schon mal gesehen zu haben, wenn auch oftmals in der Umsetzung viel schlechter, was wieder für dieses Beitrag spricht.

    Dank an Chio für die Erinnerung, eine Zweitsichtung war dringend erforderlich und wenn ich auch nicht vom Hocker gefallen bin, ich war alles andere als enttäuscht und hab es sicher nicht bereut.

    Wer Original und Remake kennt, könnte mich ja mal darüber aufklären, ob sich das Nachjagen von Romero's Klassiker nach Sichtung der Neuauflage lohnt oder nicht,
    ich wäre da dankbar für denn verschenkte Zeit ist ärgerlich, da sie verloren bleibt...
    noch zumindest ;)

    22
    • 4 .5

      Top oder Flop - das ist im Fall von "The Crazies" wohl eine Frage der Prioritäten. In Sachen Inszenierung und Atmosphäre ist Breck Eisners Remake eines 70er Jahre Klassikers von Zombiegroßmeister George A. Romero nämlich kaum ein Vorwurf zu machen. Wer jedoch auf ein einigermaßen originelles Drehbuch oder gar Innovationen hofft, dürfte seine Erwartungen nicht erfüllt sehen.

      Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben der Bewohner der sonst so idyllischen Kleinstadt Ogden Marsh grundlegend. Ohne jede Erklärung scheinen immer mehr Leute nach und nach vollkommen durchzudrehen. Verzweifelt suchen Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant) und seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell) nach einem Ausweg...

      Allzu schnell wird deutlich, wohin uns diese Reise führen wird. "The Crazies" fügt dem Zombiegenre keine neue Facetten hinzu, bewegt sich ausschließlich auf ausgetretenen Pfaden - und dieser Umstand geht ganz erheblich zu Lasten der Spannung. Wenn nach wenigen Minuten schon klar ist, wie das Ende aussehen wird, kann dies wohl kein noch so guter Regisseur kaschieren.

      "The Crazies" verfügt über hochwertige Bilder, die Figurenzeichnung ist in Ordnung, die Darstellerriege gibt sich keine Blöße. Aber wirklich fesseln konnte mich diese aufgewärmte Zombie-Suppe zu keiner Zeit.

      Sorry Chio - aber du kennst ja deine Pappenheimer... ;)

      12
      • 7 .5

        [...] Wie sich das für den Oktober gehört, warte auch ich in den nächsten Wochen vermehrt mit einigen Horrorfilmen auf, die man bei mir in der Summe ja doch eher seltener findet, doch das nahende Halloween-Fest ist natürlich ein guter Grund, die bislang liegengebliebenen Filme nun endlich zu sichten und einer davon ist eben auch "The Crazies – Fürchte deinen Nächsten", den ich mir aufs Geratewohl zugelegt habe und der mich tatsächlich zu überraschen wusste, obwohl es hier nach Genre-Standards eigentlich wenig Neues oder Bahnbrechendes zu bestaunen gibt. Was Regisseur Breck Eisner allerdings gelingt, ist ein ungemein atmosphärischer und beklemmend inszenierter Film, der gleich mehrfach seine Ton- und Gangart wechselt, denn was als Kleinstadt-Horror beginnt, wächst sich schnell zu einem militärischen Eindämmungsversuch, dann zu einer unmöglich scheinenden Flucht und letztlich zu einem postapokalyptischem Survival-Trip aus. Das dies so gut funktioniert, hängt mitunter damit zusammen, dass ich mal wieder im Vorfeld kaum etwas über den Film gewusst habe und entsprechend interessiert auf diese unerwarteten Wechsel reagiert habe, die sich beinahe überraschend zu einem durchweg homogenen und insbesondere atmosphärisch stimmigen Ganzen fügen. [...]

        1
        • 8
          Chionati 02.10.2018, 23:45 Geändert 02.10.2018, 23:52

          The Crazies (US - 2010)
          Spuren von Spoiler

          Ich wollte mal wieder einen guten "stabilen" Horrorthriller sehen und habe mit "The Crazies" genau ins Schwarze getroffen.

          Der Film geht recht früh in die Offensive. Zunächst wirkt alles noch mysteriös, man denkt an "The Faculty" (US - 1998). Die Bewohner eines gemütlichen Örtchens verhalten sich auffällig, es kommt zu unerklärlichen Todes-/Mordfällen. Schnell ist klar, irgendetwas infiziert die Menschen, die dann unkontroliert alles niedermachen was im Weg steht.
          Der Spannungsaufbau ist enorm (Beispielspoiler: Z.B. die Szene, als die Frau vor dem angeschalteten Mähdrescher in der Scheune steht; Spoiler Ende)

          Es gibt kaum Verschnaufpausen. Als das Militär auftaucht um die Seuche einzudämmen kommt alles Schlag auf Schlag. Dadurch entstehen keine langwierigen Phasen. Das Mysterium wandelt sich um in einen knallharten Survivalthriller (Verfolgungsjagden in "The Hitcher"(2007)-Manier), der einige Überraschungen parat hält.
          So bleibt "The Crazies" bis zum Schluss spannend und kann mit fiesen und harten Einlagen trumpfen. Die Purgenacht für die Erkrankten sozusagen.

          Der Film sei allen Horrorthrillerfans ans Herz gelegt, es lohnt sich jedenfalls für einen spannenden Filmeabend.
          Das Original aus dem Jahre 1973 kenne ich nicht und kann deswegen auch keine Vergleiche ziehen und diesen Film somit nur an sich beurteilen. Der hier hat mir jedenfalls sehr gut gefallen.

          8/10 Mistgabeln in der Hand eines "Psychopathen" gerichtet auf festgebundene unter Quarantäne stehende "Infizierte".

          24
          • 8

            super film mal was anderes andere story

            • 7 .5

              "Crazies" ist einer von Romeros meist unterschätzten Filmen. "The Crazies", bei dem er ausführender Produzent war, ist durchaus ein würdiges Remake seines Films von 1973. Mit viel mehr Tempo, besseren Darstellern, einem größeren Budget und höherem Härtegrad fand ich die neue Version tatsächlich noch besser.

              • 6
                EudoraFletcher68 01.08.2018, 22:15 Geändert 01.08.2018, 22:26

                Timothy Olyphant-Fans aufgemerkt! Hier als sympathischer Kleinstadtpolizist ohne besondere Eigenheiten. Nur am Schluss darf sein Charakter ein bisschen seine Nahkampffähigkeiten einsetzen. Ich kann mich nicht mehr an das Original von Romero erinnern. Aber ich habe gelesen, dass es nicht so der Burner war. Dieses Remake kann man sich jedenfalls anschauen, wenn man das Genre mag und mit ein paar Logiklöchern leben kann.
                ANFANG HANDLUNGSSPOILER:
                In einer amerikanischen Kleinstadt fangen einer nach dem anderen die Leute an durchzudrehen und ihre Mitmenschen umzubringen. Der Kleinstadtpolizist bemerkt, dass wohl im Trinkwasser irgendein Pathogen enthalten sein muss. Das Militär versucht die Lage unter Kontrolle zu kriegen, indem sie die Ortschaft von der Landkarte löscht. ENDE HANDLUNGSSPOILER
                Keine großen Überraschungen, dafür aber auch kein allzu großer Blödsinn.

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                • 8
                  Filmfreund2015: MovicFreakz 25.06.2018, 20:36 Geändert 25.09.2018, 11:18

                  Was The Crazies an Originalität und ausgefeiltem Drehbuch fehlt macht er durch das hoch angezogene Tempo, den ebenso hohen Blutzoll und die schnell einnehmende Atmosphäre wieder wett. Der Unterhaltungs- und Härtegrad reichen sich hier definitiv die Hand. In diesen beschränkten Parametern, die auf kurzweilige und reißerische Action setzen, funktioniert der Film also ausgezeichnet.

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                  • 8
                    marv.kukovic 08.02.2018, 15:24 Geändert 08.02.2018, 15:25

                    Heiliger Strohsack The Crazies rockt die Bühne.
                    ....
                    Hier nach möchte ich nur noch ungern mein Auto in Waschanlagen voranbringen das Risiko eines Zombie zu erhaschen der mich kurz vor der Flucht und dem Siegesjubel doch noch mit einem Wasserschlauch das Gelände entlang hochzieht und mir die Luft abdrückt ist eindeutig zu hoch :o :-D
                    ....
                    Storyline ist ein Zombie Artiges Ding wie es jeder Zombie Fan suchti kennt, aber besonders und packend inszeniert.
                    ....
                    8 von 10 plötzlich auftauchenden Greif Zombies für die Crazie Typen die das gemacht haben ;-)

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                    • 7 .5

                      Stimmungsvoller Zombie Horror Streifen der ziemlich kurzweilig und sehr blutig daherkommt. Ein würdiges Remake des George A.Romero Klassiker.
                      Auch wenn vieles nicht Neu ist, hat der Film Gesellschaftskritische interessante Ansätze, zu was Menschen in gewissen Situationen bereit sind zu tun und wie die Mächtigen dieser Welt Probleme machen und lösen. 
                      Gut bebildert und mit richtig guter Atmosphäre kommt ein kleiner, aber feiner Horrorstreifen daher.

                      Klasse Film!

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                      • 6 .5

                        Horror-Remake, der Nächste, bitte! Es hat schon einen Grund warum einem der Handlungsansatz so unglaublich altbacken vorkommt: eine brave, friedliche Kleinstadt wird zur Hölle auf Erden, die normalen und lieben Bürger verdrehen sich in fiese Schlächter, ein paar Ausnahmen kämpfen verzweifelt ums Überleben. Das Original ist von 1973, von Zombiepapst George A. Romero, und unterscheidet sich von den gängigen Zombiestreifen eigentlich kein Stück – die Ausnahme ist lediglich dass es keine untoten Gegner sind sondern infizierte Verrückte die dadurch deutlich flinker und aggressiver vorgehen. Alles weitere was folgt kennt man aus zahlreichen anderen Filmen und man hätte diese Versatzstücke nicht unbedingt so neu zusammenkleben müssen. Nun gut, hat man jetzt aber. Im Kino ist dieser Film allerdings kaum beachtet worden, ich bin mir sicher dass das ebenso auf dem DVD Sektor so laufen wird. Es gibt deutlich schlechtere Griffe die man tun kann, auch Filme die deutlich dümmer sind. Daher kann man wenn man mal so richtig beinharten, ironiebefreiten Horror schauen will bedenkenlos zugreifen.

                        Fazit: Spannend, aber irgendwie herzlos und nicht allzu originell – dafür schockt die gemeine Schlusseinstellung!

                        • 7

                          Und nein, es sind keine Zombies... Aber das ist erste einmal egal. Wenn man das nervige Blondchen weggelasssen hätte oder wenigstens ein bisschen sympathisch dargestellt hätte, die reichlichen Logikfehler behoben hätte, ein kleines bisschen Humor eingewoben hätte....... Hätte das meine Bewertung um einiges in die Höhe treiben können.... Hätte, hätte Fahrradkette.

                          Gut fand ich - nebem Timothy Olyphant, der geht immer - die Geschwindigkeit, die The Crazies an den Tag legt und die Spannung, die immer wieder aufgebaut wird.

                          Darum, nach Abwägung der guten und nicht ganz so guten Seiten des Films:

                          7,0/10

                          • 5 .5

                            mh geht so, für n zombiefilm ziemlich lahm.
                            ich meinte ja man sieht blut ohohoh,...toll! aber ansonsten ist der eher lahm.
                            einiges an rumgeballer und noch n bisschen mehr blut...paar leute die versuchen aus der stadt zu flüchten ende...
                            aber auf einen zweiten teil bin ich trotzdem gespannt

                            • 9 .5

                              cooler film,der keine sekunde langweilig wird

                              2
                              • 8

                                Breck Eisners Remake des George-A.-Romero-Films von 1973 ist als ironiefreier Hochglanz-Horror-Actionfilm weniger rau als das Original, hält sich aber inhaltlich recht nah an die Vorlage. Das ist mehr Effektkino als bei Romero, allerdings eben auch sehr effektiv inszeniert. (...) Der Horror kommt in etlichen Sequenzen ganz wunderbar zur Geltung, etwa in der Szene mit dem Schuldirektor und der Mistgabel. Auf der Bahre festgeschnallt ansehen zu müssen, wie ein offenkundig Wahnsinniger andere Gefesselte durchbohrt – ein beunruhigender Gedanke.

                                Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

                                • 8 .5

                                  Cooler Horrorthriller Streifen, mit spannender Story und guten Darstellern.
                                  Der Plot ist realitätsnah, zwar nicht unbedingt neu, aber fesselt trotzdem und ist bis zum Schluß spannend.
                                  Klare Empfehlung!

                                  3
                                  • 9

                                    Ultraspannender Schocker mit konstanter Spannungskurve- tatsächlich gab es kaum Augenblicke zum Durchatmen. Die Schauspieler haben mich überzeugt, alles in allem wurde das Dilemma sehr gut rübergebracht, sowohl von den Protagonisten als auch durch das Drehbuch. Achtung:Spoiler: Ich hätte mir allerdings ein Happy End gewünscht. Bin aber trotzdem zufrieden und beeindruckt- der beste Schocker seit langem!

                                    • 7
                                      Heckenritter 26.02.2016, 16:05 Geändert 26.02.2016, 16:10

                                      Romeros billiges Horrortrashoriginal von 1973 war
                                      enttäuschend, ohne Faible für Exploitationkino bleibt
                                      Romero für mich nur durch die drei Filme der "Living Dead
                                      Reihe" interessant. Aus der Angst vor dem Virus wird
                                      Empörung gegenüber dem Verhalten der Regierung, bis hin
                                      zum bewaffneten Widerstand. Auf der Handlungsebene ist die
                                      Neuverfilmung sehr blass, die Möglichkeiten diese gute Geschichte zu
                                      erzählen werden nur angedeutet. Der ansonsten uninteressante Breck
                                      Eisner kriegt es aber gebacken die Fantasie zu animieren, die Crazies
                                      sorgen für Gänsehaut ohne die Wände maßlos mit Blut zu streichen.

                                      Der Zerfall der Kleinstadtidylle bekommt ein vorzügliches Gruselkorsett.
                                      Die Verwandlung vom friedlichen Familienpapi zum irrationalen Zombie
                                      mit hinter sich her schleifender Forke könnte kaum stimmungsvoller sein. Von Vorahnungen bis zur nackten Panik passt die Atmosphäre, vertraute Strukturen versinken im Chaos, die Normalität zwischen Mähdreschern, Kirmis und Baseball wird zerfetzt. Bedauerlicherweise wird Crazies nach der Hälfte immer schwächer, erinnerungswürdige Schauspielleistungen gibt es auch nicht. Dafür leistet sich Eisner bei der atmosphärischen Inszenierung keine Schnitzer, statt Splatter wohldosierte kleine Schocker, die treffen punktgenau. Der Trailer liefert einen Vorgeschmack, wer sich durch die Filmschnipsel angesprochen fühlt und nichts Bahnbrechendes erwartet, dürfte mit den Crazies seinen Spaß haben :)

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                                      • 8

                                        ''The Crazies'' ist einer dieser Filme, deren Idee zugleich ausgelutscht, wie auch neu ist. Denn im groben geht es darum, dass die Einwohner von Ogden Marsh sich in tötende Monster verwandeln. Jedoch nicht in die haushaltsüblichen Zombies, sondern bleiben Menschen. Aber halt blutrünstige Menschen.

                                        So, also wenn man mit einem schönen Zombiefilm zum ausspannen rechnet, der wird hier schon zufrieden sein. Doch spezialisiert ''The Crazies'' sich nicht auf besonders schöne Splatterszenen, von denen es trotzdem ein paar gibt, sondern eher auf die Apokalyptische Atmosphäre und Spannung. Doch das zweitgenannte nimmt leider gegen Ende etwas ab, da es nicht wirklich überraschend war. Gibt aber schlimmeres. Doch kann der Film andererseits die Spannung über gut 75% der Laufzeit halten, was jetzt auch nicht immer besonders ist. Grund dafür ist unter anderem wahrscheinlich, dass man zu Beginn nicht lange warten muss, sondern es gleich recht furios startet. Dann gibt es 10 Minuten lang Dialoge, gefolgt von Actionsequenzen. Dieses Schema hält sich eigentlich über den ganzen Film, sodass keine halbe Stunde Leerlauf kommt. Doch es gibt zwar viele Filme mit viel Action, doch nicht allzu viele davon haben wirklich gute Schauspieler. Doch hier ist das nicht der Fall, denn Timothy Olyphant, der mir in Hitman(2007) schon recht gut gefallen hat, ist hier auch wieder in der Hauptrolle und verkörpert diese wunderbar. Doch auch der der Hauptfiguren ist auf Hollywoodniveau. Bis auf Joe Anderson, der mir hier in der Rolle als Russell überhaupt nicht gefallen hat, ich will gar nicht sagen, dass er schlecht gespielt hat, doch die Figur von ihm ging mir die ganze Zeit etwas auf die Nerven. Man merkt zwar teilweise, dass der Film in Hollywood produziert wurde, beispielsweise beim Ende, doch das fällt jetz auch nicht soo stark ins Gewicht. Viel besser finde ich da, dass der Film hier nicht die, in Hollywood beliebte, PG-13 Einstufung mitgenommen hat, denn das hätte bestimmt recht viel von der Atmosphäre genommen. Obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass der eigentlich auch die blaue 16 verdient hätte und dass es für die wenigen Splatterszenen eine 18 gegeben hat, wundert mich jetzt schon ein bisschen. Doch lieber eine 18, als SPIO oder ein super tolles Ungeprüftes Mediabook, was die Mega Extras hat. Kostet dafür ja gerade mal 50 Euro. Aber ich schweife schon wieder zu sehr ab (Mediabooks sind doof).

                                        Alles in allem kann man sich ''The Crazies'' ganz gut angucken, besonders wenn man Genre-Neuling ist, da es hier keine wirklich harten Szenen gibt, jedoch man von einer sehr guten Atmosphäre und Spannung gefesselt wird.

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                                        • 6 .5
                                          DrunkenCherry 26.10.2015, 10:55 Geändert 26.10.2015, 10:57

                                          Horrorctober Film 10:

                                          Ganz nette Geschichte. Viel Action, mal was anderes. Teilweise aber einfach nur unglaubwürdig. Ein Film, der so bierernst daher kommt, sollte dann schon darauf achten, dass man ihm seine Handlung auch abkauft.
                                          Hab mich ganz gut unterhalten gefühlt, auch, wenn der Film nicht besonders unvorhersehbar oder speziell war.
                                          Eigentlich ist es nix anderes als ein Zombiefilm, nur, dass die Infizierten nicht wirklich untot sind, und statt der bloßen Hände Waffen zum Töten nehmen.
                                          Kann man sich durchaus mal ansehen, brennt sich dann aber auch nicht unbedingt ins Gedächtnis- zumindest nicht in meins.

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                                          • 6 .5

                                            "The Crazies" kommt zu Beginn recht schnell in die Gänge und erzeugt durch recht intensive Szenen schon von den ersten Minuten an Spannung. Diese wird in der ersten Hälfte des Films konsequent aufrecht erhalten und es macht Spaß dabei zuzusehen, wie der Sheriff David Dutton Puzzleteil für Puzzleteil ans Licht bringt, welche Katastrophe über das verschlafene Städchen Ogden Marsh hereinzubrechen droht. Doch in der zweiten Hälfte weicht die Spannung allmählich dem Gefühl, etwas schon oft Dagewesenes zu sehen. Da wäre nach dem starken Auftakt doch mehr drin gewesen.
                                            Die Schauspieler machen ihre Sache solide und können durchweg überzeugen. Auch die Zombies sehen gut aus und stehen den Untoten von diversen Vertretern in nichts nach.
                                            Für mich ist "The Crazies" ein ganz guter Film, der den Sprung zu etwas besonderem in seinem Genre durch die schwächere zweite Hälfte leider nicht geschafft hat, für Fans des Zombie-Horrors allerdings eine Sichtung wert ist.

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                                            • 6 .5

                                              Wenn Opa Romero sein Original zu plakativ in der exakten Beschreibung von staatlichen Terror angesichts einer Viren-Katastrophe findet, was ist dann dieses Remake?
                                              Breck Eisner treibt weit weniger subtil, aber durchaus wirkungsvoll, den blanken Infektion-Horror-KZ-Zombie-Endzeit-Terror durch das verseuchte Dorf. Mit einem Rumpelkammer-Drehbuch in der Hand, das jedes erdenkliche und bekannte Genre-Motiv vor sich hin hetzt, allerdings ohne reflektorischen Ansatz und Gespür, wann es mal reicht. Vielleicht steckt eine diffuse Betrachtung über die entfremdete USA dahinter, die ihre bürgerlich-ländliche Heimat und Werte durch eine unsichtbare Bedrohung und militärische Willkür verliert. Dieser Gedankengang geht allerdings letztlich auf Kosten des temporeichen, blanken Effekts verloren.
                                              Egal, Hauptsache voll drauf, der Reißer funktioniert in seinem beschränkten Rahmen tadellos.

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                                                Ohne das Original zu kennen, ahnt man hier nicht nur den gesamten Verlauf des Inhalts voraus, es gibt sogar arg viele Szenen, in denen der Zuschauer eigentlich vorher schon weiß, was passiert. Fatalerweise leider meist in denen, die für Spannung sorgen sollten.
                                                Sowohl darstellerisch als auch in­sze­na­to­risch vollkommen in Ordnung - hebt sich aber auch durch nichts ab.

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                                                  BenAffenleck 30.05.2015, 11:39 Geändert 26.02.2017, 19:51

                                                  Okay, wenn sich deine Nachbarn . . . deine Freunde . . . deine Familie . . . verändern, steht entweder die Apocalypse vor der Tür, der Zirkus ist in der Stadt oder der Tollwut-Virus „Trixie“ ist ins Trinkwasser gelangt. Bei diesem starken Remake eines George R. Romero Klassikers kommt alles zusammen.

                                                  Wirklich neue Facetten kann Regisseur Breck Eisner dem Horror-Film auch nicht abgewinnen. Da gibt es einfach schon zu viele Genre Vertreter, in denen ganze Völkerscharen zu verrückten Gewalttätern und fressgeilen Lowbrainern mutieren. Der Zombiegang muss aber auch nicht mehr neu erfunden werden, solange die Filme (oder Remakes) durch Spannung, Atmosphäre oder auch gerne mal etwas Blut und Action zu unterhalten wissen.

                                                  THE CRAZIES ist sehr kurzweilig, benötigt kaum Anlaufzeit und lebt von seiner bedrückenden Stimmung. Die gezeigten Bilder werfen Fragen auf, was wäre wenn...? Wie viel Scheiße wird in Labors gezüchtet, was wurde schon alles ausprobiert, kann das doch irgendwann außer Kontrolle geraten? Sieht das so aus, wenn der Militärapparat das Zepter gleichermaßen als Henker und Richter in die Hand bekommt? Brrrrr . . . gruselig.

                                                  Timothy Olyphant, Radha Mitchell und vor allem Joe Anderson liefern hier eine sehr authentische Leistung ab, bringen die verzweifelte Ohnmacht und die herrschende Angst sehr gut rüber. In Verbindung mit dem spannenden Thrill und einigen Drama-Elementen ergibt sich hier ein richtig guter, sozialkritisch angehauchter Endzeit-Horror-Streifen...

                                                  Fazit: Nach Zack Snyders sehr gelungenem Remake von Romero's DAWN OF THE DEAD wurde hier bei THE CRAZIES ebenfalls nicht viel falsch gemacht.

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                                                    In Breck Eisners 'The Crazies' bekommen Romeros Verrückte von 1973 einen neuen Anstrich verpasst, und dieser weiß durchaus zu gefallen
                                                    'The Crazies' ist kein Zombie-Streifen im eigentlichen Sinne!
                                                    Freunden des Z-Genres, welche von Filmen mit Seuchen- und Infizierten-Thematik nicht genug bekommen können, ist das atmosphärische Remake dennoch sehr zu empfehlen!
                                                    Die Darsteller, darunter auch Timothy Olyphant (Hitman-Jeder Stirbt Alleine) und Joe Anderson (Ruinen), machen ihre Sache ordentlich...auch was die Effekte anbelangt, braucht der packende und gut besetztes Survival-Horror, welcher angesichts seines Genres mit in der oberen Liga spielt, sich ganz gewiss nicht zu verstecken!
                                                    Daumen Hoch!

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