The Dark Knight - Kritik

The Dark Knight

US · 2008 · Laufzeit 152 Minuten · FSK 16 · Actionfilm · Kinostart
Du
  • 9

    Das Ende war arg inkonsequent. Aber sonst macht der Film richtig Spaß!

    • 10
      sithlord80 18.08.2018, 22:01 Geändert 18.08.2018, 22:03

      Nach dem überzeugenden Batman Begins lag die Messlatte für diese Fortsetzung verdammt hoch, und das diese überschritten wurde war keine Selbstverständlichkeit. C. Nolan hat mit „The Dark Knight“ ein inszenatorisches Schwergewicht abgeliefert. Die Szenenbilder sind genial und in Verbindung mit dem meisterhaften Score entwickeln diese ihren eigenen Charakter. Wenn man Schwächen suchen möchte, dann findet man sie beim Drehbuch. Eine Hinterfragung gewisser Geschehnisse könnte das Konstrukt durchaus zum wackeln bringen. Allerdings ist das jammern auf verdammt hohem Niveau. Denn mit zunehmenden Verlauf nimmt die Geschichte an Fahrt auf und verdichtet sich vehement. Es ist ein Katz und Maus Spiel der absoluten Extraklasse. Eine weitere Facette die ausschlaggebend dafür ist, sich das Superlativ „Extraklasse“ zu verdienen, sind die grandiosen schauspielerischen Leistungen aller Akteure. Natürlich steht Heath Ledger mit seiner Performance im Rampenlicht und überstrahlt als schizophrener Joker alle Anderen, aber verstecken muss sich hier niemand. Dieser Blockbuster hat neue Maßstäbe gesetzt und dadurch gehört er für mich zu einen der besten Filme seines Genres.

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      • 6
        EudoraFletcher68 21.07.2018, 07:07 Geändert 22.07.2018, 22:47

        BossMarco hat mich erinnert, dass hier noch ein Kommentar ausstand.
        Wer´s noch nicht gemerkt hat: ich mag keine Superheldenfilme, die sind mir zu banal. Was ich daran nicht mag, ist genau das, was andere an ihnen schätzen: Klares Freund-Feind-Bild, alle nach demselben Strickmuster, kennt man einen, kennt man alle usw.
        Ab und an schaue ich mir dann doch mal einen an. „The dark Knight“ gefiel mir durchaus. Die Maske des Oberstaatsanwalts find ich zB super.
        Aber (Jetzt kommt Gemecker über die Besetzung, aber ein anderes als das von BossMarco ;-):
        1. Rachel finde ich mit Maggie Gyllenhaal schlecht besetzt. Sie gefällt mir überhaupt gar nicht und ich finde, sie passt für nicht zu dem attraktiven Christian Bale. Mir unverständlich, warum man nicht weiterhin bei Katie Holmes geblieben war. Gelesen habe ich, dass Fans von "Batman Begins" mit ihr nicht einverstanden waren - mir war sie auf jeden Fall lieber als die Neubesetzung.
        2. Der Film enthält eine implizite Message, die ich grundsätzlich für Propaganda und Volksverblödung halte: Die Milliardärs-Familie, die sich für das Gemeinwohl einsetzt.... Das ist echt der Hohn, wenn man die reale Welt so betrachtet, aber offenbar eine mehr oder weniger unbewusste Wunschfantasie der breiten Masse, da Filme mit solchen Geschichten meist recht gut ankommen.
        Ich interpretiere dies als einen Wunsch nach einem übermächtigen Vater, der für uns alle sorgt.

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        • 5 .5

          Nach vier fünf Batmanfilme darunter noch ein Begins ist es natürlich schwer ein Film zu machen der was neues liefert. Ich habe in fünf Batmanfilme alles gesehen und auch genug von den Filmen. “The Dark Knight“ bietet auch nichts neues. Man hat ein Superheld und der muss seine Kontrahenten aus dem Weg räumen. Für mich ist dieser Batman-Film nicht schlecht aber auch nicht sehr gut. Das Comicshafte fehlte mir. Die Locations sind viel zu einfach gestaltet und es kam fast keine Atmosphäre die so nötig gewesen wäre rüber.
          Christian Bale gefiel mir als Bruce Wayne überhaupt nicht aber wenigstens konnte er mich als Batman überzeugen so lange er kein Wort von sich gab. Seine peinliche Stimme als Batman ist kaum zum aushalten.
          Ich bin kein Fan von Heath Ledger und fand seine Leistung auch nicht gerade als die beste aber wenigstens kann man diesen Joker der er verkörpert nicht mit dem von Jack Nicholson vergleichen,dass werte ich als positiv. Jack Nicholson bleibt aber The One And Only als The Joker. Ich finde einen Superhelden Film ist in 100 Minuten erzählt und bei Batman habe ich generell eine Ausnahme gemacht mit ca 120 Minuten. Aber dieser “The Dark Knight“ geht viel zu lange und Langeweile überschatten den Film auch der Charakter von TwoFace fand ich eher zäh. Gary Oldman, Michael Caine und Morgen Freeman fand ich grossartig. Die Actionszenen sind für einen Superheldenfilm Referenz und man nimmt dem Helden die knallharte Action an. Die Handlung liefert nichts neues und es gibt auch sonst kaum Sachen das man in älteren Batman-Filme nicht gesehen hat. Schlussendlich ist aber “The Dark Knight“ kein schlechter Film nur die Länge störte mich extrem.

          Kann man sich ruhig mal geben aber kein Film der für mich Langzeitwirkung hat.

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          • 6
            andy_flugschnitzel 14.07.2018, 17:51 Geändert 14.07.2018, 18:57

            dieses filmchen von 2008 hat also 180 mill. gekostet. ja es hat davon wieder alles eingespielt und noch viel mehr. aber es ist zu verdanken das "lt. wiki: Am 22. Januar 2008 wurde Ledger im Alter von 28 Jahren tot in seinem New Yorker Appartement aufgefunden. Die gerichtlich angeordnete Obduktion bzw. toxikologische Untersuchung ergab, dass der Schauspieler an einer sich verstärkenden Wechselwirkung mehrerer eingenommener Schmerz- und Beruhigungsmittel starb. Die Polizei geht von einem Unfall aus." er gestorben ist. ja man kann diskutieren, hätt er sich man nur nen joint reingezogen dann wär er net tot. na ja kann man nich mehr ändern.
            1981 die klapperschlange hat 6 mill. ( heute ungefähr 25 mill.) gekostet und iss um so viel besser und innovativer als das und auch tim burtons isss besser, alles meine meinung. hät er nur nen joint geraucht ( Heath Ledger ) wär der film nich sooo erfolgreich gewesen, meine meinung, weiter sooooooo.
            und zum schluss des films noch, was die US regierung auch seit jahren macht, vertuschen und verdunkeln,
            ja das ist batman der ehrbare ritter, schäm dich.

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            • 9
              Freakyboy90 01.07.2018, 23:32 Geändert 01.07.2018, 23:34

              Heath Ledger geht hier voll und ganz auf! Dieser hochintelligente Spitzenpsychopath überzeugt vollkommen und macht den Streifen dadurch extrem sehenswert! Regt sehr zum denken an! Ein Film, der es schafft, den Zuschauer auch mal Sympathie für die dunkle Seite zu empfinden, was eher seltener, aber auch hier und da mal, vorkommt! Ganz nebenbei Herr Ledger, mögen sie in Frieden ruhen und endlich das gefunden haben, wonach sie sich sehnten!

              • 10

                "Weil er der Held ist den Gotham verdient, aber nicht der den es gerade braucht. Denn er ist kein Held, er ist ein stiller Wächter, ein wachsamer Beschützer.
                Ein dunkler Ritter."

                Auch nach zehn Jahren immer noch ein wegweisender, kraftvoller Film.
                The Dark Knight ist die beste Comic Verfilmung aller Zeiten.

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                • 10

                  Bester Batman aller Zeiten !Weltklasse

                  1
                  • 8 .5

                    Tolle Fortsetzung mit einem überragenden legendären Joker!

                    Danke Heath, du hast Batman enorm bereichert!

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                    • 7

                      Der Film trifft nicht so ganz meinen Geschmack,allerdings bietet Heath Ledger eine Darbietung als Joker,die schlicht und ergreifend nicht von dieser Welt ist.Er spielt nicht den Joker,sondern er lebt den Joker.Großen Respekt vor Herrn Ledger.
                      Sehenswert,also 7 Punkte!

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                      • 9 .5

                        Der zweite Teil der Dark Knight Trilogie schafft es den genialen Vorgänger sogar zu übertreffen. Vor allem ist Heath Ledger eine wahre Bereicherung, fast schon eine Offenbarung, in seiner Rolle als Joker. Er fordert Batman (Christian Bale) ohne Rücksicht auf Opfer heraus und versucht Gothams Polizei wie Bevölkerung ins Chaos zu stürzen. Der Kampf zwischen dem Joker und Batman ist wohl die beste Comicverfilmung überhaupt! Trotz seiner fast 2,5 Stunden ist der Film wahnsinnig spannend und die Leistung von Heath Ledger wurde zu Recht mit einem Oscar belohnt. Nolans Meisterwerk muss man gesehen haben!

                        • 10

                          Wer Heath ledgers Leistung in diesem Film nur Anzweifelt hat auf dieser Seite nichts verloren.

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                          • 9

                            Auch als nocht Batman fan ein genuss. Vorallem das Schauspiel von heath ledger , alias joker,ist kaum zu übertreffen. Schauspielkunst vom feinsten. Einen punkt abzug gibts, weil der film vorallem vom schauspiel des jokers lebt und mit einer anderen besetzung, denke ich nicht so bewertet werden würde, aber spannend und actionreich bis zum schluss. Ein überaus gelungenes meisterwerk und auch der beste der trilogie. Top

                            • 8 .5

                              Absolutes "must see" für Genre - Fans :)

                              • 9

                                Ich bin grundsätzlich kein ganz großer DC-Fan, aber das hier übertrifft jeden Marvelfilm um Längen.
                                Aber der Reihe nach: dieser Film ist der zweite der hervorragenden dreiteiligen "The-Dark-Knight" Trilogie und selbstredend der Beste. Es ist ein absoluter Klassiker: das liegt zum Einen am fantastischen Cast, unter anderem Christian Bale als Batman und Heath Ledger als Joker - das passt einfach.
                                Dann ist die Musik von Hans Zimmer, insbesondere der Joker-Ton total passend; Hans Zimmer beweist mal wieder, dass er es einfach drauf hat. Seliges gilt für Regisseur Christopher Nolan, den ich wohl kaum vorstellen muss. Meines Erachtens stellt er hiermit unter Beweis, dass er mit Größen wie Spielberg oder Cameron mithalten kann.
                                Die Storyline und Handlung des Filmes sind natürlich nichts überragendes mit 20 Wenden und Überraschungen, die im Laufe des Filmes gelüftet werden; aber sie ist solide und geht voll und ganz in Ordnung.
                                Die CGI-Effekte sind dagegen wieder hervorragend und fantastisch, die Inszenierung tut es ihnen gleich.
                                Der Film ist letztenendes keineswegs in die Länge gezogen, Actionszenen kommen hier nicht zu kurz und auch die Laberszenen sind hier aufs Nötige beschränkt, so dass hier jeder auf seine Kosten kommt.

                                Dieser Film geht definitiv als einer der besten Filme ein, die jemals gesehen habe. Klare Empfehlung und letztenendes der beste Superheldenfilm, den es gibt und je geben wird.

                                • 5 .5
                                  PumaDAce94 23.02.2018, 12:05 Geändert 23.02.2018, 13:16

                                  Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Superhelden Filmen, vor allem weil wir in den letzten Jahren echt förmlich bombardiert werden mit den Teilen.
                                  ,,The Dark Knight" ist schon etwas älter und gilt ja gemeinhin als einer der besten Vertreter seines Genres.
                                  Ich persönlich fande den Film allerdings schon etwas überbewertet.
                                  Lass die (teils recht albernen, allein schon seine lächerlich tiefe Stimme???) Szenen mit Batman und seinen Action Szenen raus und man hat einen stinknormalen Krimi/Ermittler Film, da sich viele Szenen auch in Gerichtssälen und Polizeistationen abspielen.
                                  Außerdem war der Film auch länger als er hätte sein müssen, im Mittelteil wäre ich fast weggenickt, so langweilig war es.
                                  Der Joker hebt den Film dann für mich trotzdem noch ins leicht überdurchschnittliche Niveau. In jeder Szene in der er nicht zu sehen war, dachte ich mir immer nur: Wann kommt er endlich wieder ins Bild? Heath Ledger zuzusehen ist ein Ereignis und ich bin mir sicher der Film hat nur wegen seiner grandiosen Leistung und vor allem wegen seinem anschließenden Tod im echten Leben, diesen Hype erfahren.
                                  Wer also auf Superheldenfilme, bzw das DC Universum steht, der kommt hier definitiv auf seine Kosten, die die es nicht tun, können von dem Film leider auch nicht ,,bekehrt" werden :)

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                                  • 10

                                    The Dark Knight ist ein Superheldenfilm aus dem Jahre 2008 unter der Regie von Christopher Nolan.
                                    Batman ist weiterhin damit beschäftigt Gothams Verbrecher den Garaus zu machen. Doch die Mafia lässt Batmans bedrohlichsten Gegner auf ihn los: Den Joker. Dadurch entbricht ein Konflikt zwischen Gut und Böse, zwischen Moral und Wahnsinn, zwischen Ordnung und Chaos.
                                    Story: - 10 Punkte
                                    Die Geschichte rund um den Konflikt zwischen Batman und Joker, den Beziehungen zu Bruce Waynes umgebung und die moralische Frage, ob Batman statt Ordnung nur Chaos nach Gotham gebracht hat, ist in diesem Film ausgezeichnet dargestellt. Die Geschichte weiß die volle Länge zu überzeugen und zu unterhalten und lässt keinerlei Wünsche offen.
                                    Darsteller: - 10 Punkte
                                    Christian Bale spielt, wie auch schon im Vorgänger, einen überzeugenden Batman und weiß sowohl seine gefühlsvolle, als auch seine kalte Seite gut einzusetzen. Vor allem natürlich hervorzuheben ist Heath Ledger als der Joker, der in dieser Rolle vollkommen aufblüht. Heath Ledger spielt den Joker mit einer derartigen Leidenschaft und Einzigartigkeit, dass es dem Zuschauer oft Gänsehaut bereitet. Auch andere Schauspieler wie Morgan Freeman als Mr. Fox, wissen zu überzeugen und kommen immer authentisch an.
                                    Action: - 10 Punkte
                                    Die Action in "The Dark Knight" ist großartig. Die Explosionen, die Schießereien und alle Kampfkoreographien wissen vollends zu überzeugen und kommen stimmig rüber.
                                    Superheld: - 10 Punkte
                                    Batman ist die Verkörperung eines Antihelden. Mit seinem Gerechtigkeitssinn, gepaart mit dem emotionalen Konflikt, ob er das Richtige tut, und den grauenhaften Erinnerungen an die Zeit bevor er zu Batman wurde, stellt Bruce Wayne alias Batman einen perfekten Superhelden.
                                    Antagonist: - 10 Punkte
                                    Der Joker ist das Chaos! Diese Worte haben sich bei mir regelrecht eingebrannt. Der Joker ist das perfekte Gegenstück zu Batman und somit auch der perfekte Antagonist für diesen Film.
                                    Darstellung: - 10 Punkte
                                    Alles in diesem Film ist absolut stimmig. Die Kostümer von Batman und Joker passen, die Kulisse ist schön ausgewählt und das CGI fällt niemals negativ, sondern immer positiv auf.

                                    The Dark Knight ist der perfekte Film. Er hat alles, was er nur richtig machen konnte richtig gemacht.
                                    Fazit: 10 Punkte
                                    Endergebnis: 10/10 Punkte

                                    6
                                    • 7 .5
                                      marv.kukovic 16.01.2018, 01:35 Geändert 31.01.2018, 02:37

                                      Spätsommer 08. ins Kino eincheckten konnte ich vergessen
                                      Ich hab alles gegeben doch die haben mich nicht rein gelassen

                                      >>>
                                      nettes Storyteeling für meine Community Jungs!

                                      »Ist doch nur der Fledermaus mann!«, zischte ich laut.
                                      »Nein drüben bietet sich die perfekte Gelegenheit sich einen mit ihren Worten Kinder gerechten Movie raussuchen. «riss sie von ihren Lippen.
                                      »Und wehe einer von meinen Kollegen; erwischt dich in der Nähe von Dark Knight dann setzt es was« schmiss sie mir noch hinterher.
                                      mit so komischen English konnte selbst ich nicht mehr dienen verschweifte es mich wieder raus aus meinen Gedanken sich jetzt zu entscheiden das Risiko einzugehen, während ich nur laut genug betonte damit es auch noch der Typ in der Toilette der unter Zeitdruck stante wieder in den Kinosaal zu kommen um nicht seinen Film zu verpassen es hören könnte : » Kontrolle in euren Kinos? lach*« Rekonstruieren was dann passiert ist kann ich echt nicht mehr endete jedenfalls damit das ich mir ein anderes Kino suchen konnte lach :)
                                      »Scheiss einfach drauf« habe ich mir gedacht. ich warte bis Dezember.
                                      Willkommen bei der FSK, hätte nicht der grüne Flatschen gereicht -.- sahen ja damals noch anders aus als heute ;-)

                                      >>> #der dunkle Ritter der empor steigt!

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                                      • 10
                                        VinniVega73 13.01.2018, 23:05 Geändert 14.01.2018, 23:04

                                        The Dark Knight schickes Meisterwerk von Nolan.

                                        Natürlich ist der Film auch nicht perfekt.
                                        Den perfekten Film gibt es wahrscheinlich auch gar nicht. Gott sei Dank vielleicht.
                                        Einige Szenen laufen irgendwie ins Leere, manche Schnitte fallen extrem auf, klar weil der Rest eben auf dem höchstem Level ist.

                                        Maggie Gyllenhaal wirkt ein wenig überfordert…oder das Drehbuch war nicht ihr Freund. Frau Holmes kam irgendwie besser rüber.
                                        Cillian Murphy als Scarecrow auch irgendwie lieblos behandelt.

                                        Das Ende ist zumindest diskutabel…das Thema mit den Fähren war sehr gut gewählt…aber alles andere um Two Face und den Joker…da bleibt immer ein : das hätte man vielleicht doch noch anders/besser anders gestalten können/müssen. Klagen auf hohem Niveau.

                                        Ansonsten tolle Atmosphäre…so wollten das wohl viele sehen…ich jedenfalls.
                                        Hans Zimmer mit Bombastik-Soundtrack unterstreicht das perfekt. Liebe jede Note vom Meister.
                                        Nicht viel CGI was ich als wunderbar ansehe.
                                        Ein sehr gut spielender Cast…wo selbst Leute ala Michael Jai White oder Tiny Lister nicht negativ auffallen. Nur die Maggie war nicht so meins.
                                        Die große Show des Heath…
                                        da wir die Menschen kein Stück kennen…ihre Ängste/Sorgen…sehe ich es einfach immer nur als tragisch an…dass diese Fähigkeit andere Menschen zu unterhalten verschwinden. Spekulieren bringt sowieso nichts.
                                        Jedenfalls eine grandiose Vorstellung. Einmal im Jahr wird der innerliche Hut immer gezogen.

                                        Diese dummen Vergleiche zwischen Ledger und Nicholson, die ja manche wieder dringend brauchen…sind großer Humbug.
                                        Daran sieht man immer sehr gut, wer so gar keine Ahnung von Kino hat, von den Schreiberlingen.
                                        Hier hat niemand die Nase vorne.
                                        Weil es gar kein Contest gab.
                                        Die Filme sind so grundverschieden wie sie nur sein können.
                                        Beide hätten zumindest, von der ansatzweisen gleichen Filmausrichtung die Rolle spielen müssen.
                                        Beide stehen für sich am Ende und sind absolut nicht vergleichbar.

                                        Perfekter zweiter Teil…der den ersten nochmal toppt…was auch sehr am Antagonisten liegt. Neeson war für mich leider sehr blass, auch ohne Ledger.

                                        Typische Frage meiner Frau : Wie bekam der Joker das ganze Dynamit ins Krankenhaus ?
                                        Aber selbst Ihr gefiel der Film...kann also nicht soooo schlecht gewesen sein.

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                                        • 7

                                          Ordentlicher Film und m. E. nur minimal schwächer als sein Vorgänger, aber für den Reißer, als der er hier dargestellt wird, halte ich ihn nicht. Das liegt aber vermutlich u. a. daran, dass ich mich ohnehin nie so euphorisch wie viele hier mit den ganzen Superhelden-Universen angefreundet habe... sind für mich immer nettes Kino-Entertainment, aber nichts, was ich zwei Mal sehen müsste.
                                          Schauspielerisch 1A, Score wie von Hans Zimmer zu erwarten, atmosphärisch große Klasse. Aber das ganze Genre wird sich bei mir wohl nie jenseits der 8 Punkte wiederfinden.

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                                            -Ein dunkler Ritter-

                                            The Dark Knight spricht ganz offen über so viele Ecken, Kanten und Rillen, in den Umrissen unseres Dasein, wenn er sagt, dass die Wahrheit manchmal nicht gut genug ist. „Manchmal verdienen die Menschen mehr. Manchmal verdienen die Menschen, dass ihr Vertrauen belohnt wird.“ Manchmal ist eine Lüge besser, als jede Wahrheit. Und die Welt braucht keinen Helden, der lichterloh strahlt oder jedes Licht, von hier bis zur Sonne, einfängt und alles Böse in seinem hellem Lichte unterjocht. Batman ist nicht etwa nur ein Held. Er ist auch nicht einfach nur eine Fledermaus. Vor allem ist er ein Mensch, aus Fleisch und Blut, der in The Dark Knight mehr Mensch sein und bleiben darf, als je zuvor. Er muss nicht in den Himmel gehoben und geliebt werden. Schon gar nicht möchte er, dass die Menschen auf die Knie fallen, wie in The Lego Batman Movie. Der dunkle Ritter ist des Nachts unterwegs, wenn man ihn nicht sehen kann, ist des Tags ein normaler Mensch, ein Billiardär mit Möglichkeiten und vor allem ist er ein von innen zerfressener kleiner Junge geblieben. Dieser Junge, der vor langer Zeit in einen Brunnen gefallen und Bekanntschaft mit seiner größten Angst gemacht hat, die er sich in Batman Begins gestellt hat. Eine Angst, die zum Symbol der Nacht wurde. Denn Batman ist nicht etwas nur ein Held. Er ist, was auch immer für Gotham nötig ist. „Gordon: Weil er der Held ist, den Gotham verdient. Aber nicht der, den es gerade braucht. Also jagen wir ihn. Weil er es ertragen kann.

                                            Denn er ist kein Held.

                                            Er ist ein stiller Wächter.

                                            Ein wachsamer Beschützer.

                                            Ein dunkler Ritter.“

                                            Eine Szene, die in die weite Geschichte der Helden und der Menschlichkeit selbst gehen muss. In jener Szene drehe ich meine Anlage auf, bis die Gläser vom Tisch gefallen sind und sie hat Bestand, bis in die Ewigkeit. Auch nach dem zehnten Mal in meinem kleinen Zimmer, mit dem kleinen Tisch, der wohlig warmen Ledercouch und des großen und mächtigen Verstärkers und die umso mächtigeren Lautsprecher von Sharp, die mittlerweile schon um die 25 Jahre alt sein müssen, hallt der Film nach, wie die Schallwellen, die eine Fledermaus, die Batman hört, wenn das Bat-Signal am Himmel scheint oder er „Verstärkung“ rufen muss.

                                            Des Nachts ist er ein Held, des Tags ist er nach außen ein arroganter und verwöhnter Schnösel, der seine wahrhaftige Identität schützen möchte.

                                            Und in The Dark Knight trifft er auf seinen bisher größten Widersacher. Dem Joker. Die Legende dahinter ist längst allgemein bekannt. Heath Ledger, dieser wunderbare Mime, der sogar die Schminke selbst auswählte. Billig-Schminke aus dem Discounter, wenn das Bonus-Material meiner dicken Steelbook, mitsamt ihren 6 Bluray-Discs, mich nicht belügt.

                                            "Alfred: Mit Verlaub, Master Wayne, vielleicht durchschauen Sie diesen Mann auch nicht ganz. Vor sehr langer Zeit habe ich mit einigen Freunden in Birma für die dortige Regierung gearbeitet. Man versuchte sich die Loyalität einiger Stammesführer zu erkaufen, mithilfe von Edelsteinen. Doch der Transport wurde in einem Wald, nördlich von Rangun, von Banditen ausgeraubt. Wir machten uns also auf die Suche nach den Steinen, doch 6 Monate lang, fanden wir niemanden, der versucht hätte, sie an den Mann zu bringen. Eines Tages sah ich ein Kind, das spielte mit einem Rubin in der Größe einer Manderine. Der Räuber hatte sie einfach weggeworfen."

                                            Was für einen finsteren Plan hat ein Mann, der kein Interesse an Geld und Reichtümern hat?

                                            Zwischendrin dieser pointierte Humor, den Nolan hier einstreut, rundet das ohnehin perfekt ausgearbeitete Drehbuch und die Veränderung durch die schauspielerischen Nuancen, die individuell sind, hervorragend ab. Jede Sekunde ist durchdacht, die Fülle an Video- und Bildmaterial, wie aus Meisterhänden komponiert.

                                            "Harvey Dent: Der berühmte Bruce Wayne... Rachel hat mir schon alles über sie erzählt."
                                            "Bruce Wayne: Oh, das will ich nicht hoffen."

                                            Der Joker ist nicht berechenbar. Das macht ihn umso unberechenbarer und das sogar so weit, dass Stimmen aus aller Welt in ihm den wahren Helden sehen, der Batman seiner Bestimmung wahrhaft zugeführt hat.

                                            "Alfred: Es gibt Menschen, die an logischen Dingen nicht interessiert sind... z.B. Geld. Man kann sie nicht kaufen, einschüchtern, sie zur Vernunft bringen oder mit ihnen verhandeln. Einige Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen!"

                                            Vielleicht ist auch er kein Held. Aber vielleicht ist er auch nicht der schlimmste Bösewicht, denn er hat Batman seine schlimmsten Ängste vor Augen gehalten, ihn gelehrt, wie es sich anfühlt, wenn er vollkommen machtlos ist. Und das ganz ohne große Spielzeuge und Feuerwerk. Mit Psychologie und Manipulation. Die einfachsten Ängste sind es, wie die Liebe zu Rachel und seinem treuesten Begleiter Alfred, der übrigens die wohl wichtigsten und besten Dialoge aussprechen darf, die es in den Film geschafft haben. Ein Freund würde hier von Platin sprechen. Und Platin trifft es ganz gut. Aber zurück zum Joker, der Batman in The Dark Knight nicht nur einmal gleich 5 Schritte voraus ist.

                                            Joker: "Du hast mich gesucht... hier bin ich!" - "Ich wollte sehen, wie du reagierst! Enttäuscht hast du nicht. Du hast fünf Menschen sterben lassen. Und dann lässt du zu, dass Dent sagt, er wäre du. Sogar für mich ist das echt heftig!" - "Wo ist Dent?" - "Diese Mafia-Trottel wollen dich tot sehen, damit alles wieder wie früher ist. Doch ich kenn die Wahrheit:

                                            Es gibt kein Zurück mehr,

                                            du hast alles verändert –

                                            für immer!"

                                            Nicht zu vergessen  Lucius Fox, der für Bruce neue Technologien entwickelt, die realistischer niemals ausgefallen sind. Zunächst der Tumbler, der uns schon aus Batman Begins bekannt ist. Er funktioniert, man mag es nicht glauben, exakt, wie er auf dem Bildschirm zu sehen ist. Eine echte Ausnahmeproduktion, die alles durchbrechen und alles niederwalzen kann. Auch die Effekte sind stets handgemacht, sogar, wenn gerade ein LKW sich komplett nach Hinten überschlagen muss. Die großen Explosionen in The Dark Knight, wie auch in Batman Begins, sind echt. Das umfassende Bonusmaterial überzeugt.

                                            Die große und monumentale Explosion des Gotham Hospitals, ist somit einer der größten filmischen Effekte jeher, die es auf DVD/ Bluray und 4K High Definition geschafft haben. The Dark Knight ist eine Comicverfilmung, die Möglichkeiten, Realität und Technologien als Waffe einsetzt und den Mann im Fledermaus-Kostüm nicht übermenschlich werden lässt, sondern ihm Gegenstände in die Hand reicht, die auch tatsächlich hergestellt werden können bzw. nicht allzu realitätsfern erscheinen. Gewiss, nicht zur Gänze alles, was man zu sehen bekommt, aber eben fast. Der Tumbler ist eine Erfindung für sich und die vielleicht größte Innovation in der Geschichte der Bat-Mobils. Und davon gibt es wahrlich genug. Denkt mal an dieses grässliche Ding in der Schumacher-Verfilmung…

                                            Fox: "Für Sprünge aus großer Höhe brauchen sie Sauerstoff und Stabilisatoren. Ich muss ja sagen, verglichen mit ihren sonstigen Anfragen, hat der Sprung aus einem Flugzeug eher 'was Konservatives!"

                                            Bruce: "Und wenn ich wieder ins Flugzeug rein will...?"

                                            Fox: "...empfehle ich ein gutes Reisebüro!"

                                            Bruce: "...während es fliegt."

                                            Fox: "Hört sich schon mehr nach ihnen an, Mister Wayne!"

                                            Die einzige Verfilmung, die an diese Genialität noch herankommen mag, ist die von Zack Snyder. Denn er produziert das genaue Gegenteil. Weniger Realismus, mehr Comic. Wer schonmal einen Comic gesehen hat, kann Zack Snyder nur für einen Gott halten. Ich hab übrigens die Petition für einen Directors Cut zu Justice League unterschrieben. Mal sehen. Nochmal zurück zum Joker.

                                            Joker: "Ich hatte auch eine Frau, sie war wunderschön – wie du. Die mir sagt, ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Die mir sagt, ich solle mehr lächeln. Die zockt und sich mit Haien einlässt. He! Eines Tages zerschneiden sie ihr Gesicht und wir haben kein Geld für Operationen. Sie erträgt es nicht... Ich will sie einfach wieder lächeln sehen. Ich will ihr nur zeigen, dass die Narben mir egal sind. Also... stecke ich mir ein Rasiermesser in den Mund und mach das hier... mit mir! Und weisst du was? Sie erträgt den Anblick nicht! ...Sie verlässt mich. Jetzt sehe ich die komische Seite daran. Jetzt lächle ich nämlich immer!"

                                            Jene Szene charakterisiert den Joker aber zuletzt am besten:

                                            Joker: "Willst du wissen, woher diese Narben stammen? Mein Vater war... ein Trinker... und ein Unhold. Und eines Nachts drehte er mehr durch, als sonst. Mami kriegt das Küchenmesser zu fassen und wehrt sich. Er findet das gar nicht gut, NICHT... EIN... B I S S C H E N. Also, während ich zusehe, drückt er das Messer in sie rein und lacht, während er schneidet. Er dreht sich zu mir... und er sagt: "WARUM DENN SO ERNST, he?"... Er kommt mit dem Messer auf mich zu... "WARUM DENN SO ERNST, he?" ... Er steckt die Klinge in meinen Mund: "Zaubern wir ein Lächeln auf dieses Gesicht!" . . . und . . .

                                            Warum denn so ernst?"

                                            Harvey Dent rundet die Liga der kaputten Seelen dann zum Schluss noch gut ab. Christopher Nolan erschuf ein Monument, indem Heath Ledger, Christian Bale und Sir Michael Caine zur Legende gereift sind.

                                            Aufgrund der Hülle und Fülle der Wörter, schließe ich den Text nun mit Folgendem Zitat ab:

                                            Alfred: "Vielleicht glauben Bruce und Mr. Dent beide, dass Batman für etwas sehr viel Bedeutenderes steht, als für die Laune eines Verbrechers, Mrs. Dawes. Auch wenn jeder ihn dafür hasst. Das ist das Opfer, das er bringt. Er ist nicht etwa ein Held. Er ist viel mehr als das!"

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                                              Pyro 91 24.11.2017, 17:32 Geändert 25.11.2017, 15:50

                                              Für mich eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger.

                                              Größter Pluspunkt dieses Eintrags ist zweifellos der Joker, der von Heath Ledger kongenial und erinnerungswürdig verkörpert wird. Anders als bei den lahmen Bösewichten aus "Batman Begins", darf dieser Anarchist die Szenarie oft minutenlang in Anspruch nehmen und nach Belieben dominieren. Nolan lässt Ledger gewähren und schneidet nicht alle paar Sekunden auf irgendeine andere Nebenhandlung, die mich nicht die Bohne interessiert, sondern gibt ihm Raum zur Entfaltung, lässt uns somit viel stärker sein unkontrolliertes Verhalten und die von ihm ausgehende Bedrohung spüren. Man schaut ihm gern bei seinem übertriebenen Minenspiel zu, lauscht seinen wahnsinnigen Monologen und amüsiert sich über Ledgers physische Comedy und seine launigen Oneliner. Hierbei entstehen viele eindrucksvolle kleine Szenen, die zweifellos das Highlight dieses Films darstellen und mir am meisten Spaß machen.

                                              Es ist beinahe so, als ob der Joker gerade deshalb so hervorragend funktioniert, weil er in Nolans kalter, klinischer und komplett durchstrukturierter Welt, eine willkommene, da lebendige und unberechenbare Abwechslung darstellt. Natürlich ist er trotzdem ein Bösewicht des modernen Blockbusterkinos, das heißt, er schafft es jederzeit seine haarsträubenden Plänen umzusetzen, die von tausenden von Zufällen abhängig sind und in ihrem Aufwand und ihrer Planung eigentlich keinesfalls zu einer Persönlichkeit passen würden, die stark aus dem Bauch heraus handelt und manchmal spontan alles über den Haufen wirft. Naja.

                                              Darüber muss man sich allerdings nicht viele Gedanken machen, denn "The Dark Knight" ist wieder einmal vollgepackt mit Plot, Plot und noch mehr Plot. Alle zehn Minuten entsteht irgendeine neue Gefahrensituationen, die der Joker inszeniert hat und irgendwo muss wieder irgendwer gerettet werden. Dennoch gefällt mir dieses stetige, waghalsige Voranstürmen besser als Bruce Wayne eine Stunde lang bei seinem öden Selbstfindungstrip zuzusehen, während Christian Bale bedeutungsvoll in die Kamera guckt und über Angst als Konzept monologisiert, als würde er darüber eine Doktorarbeit schreiben.
                                              Es passiert einfach unheimlich viel in diesem Film und man könnte es wohl auch niemandem verdenken, der am Ende vergessen hat, dass immerhin Rachael irgendwann in der Handlung auch mal gestorben ist (Darüber wird zwei Minuten geredet und weiter geht der Plot). Zwischen diesem Vorfall und dem Schluss liegen wohl auch wieder mindestens drei Mini-Höhepunkte und es wird nur so von einem zum anderen gehetzt.
                                              Ich finde das aber eigentlich ziemlich gut so, denn Nolans Filme funktionieren für mich immer am Besten, wenn er sich vollkommen dem Überwältigungskino, dem großen Blockbuster hingibt, der auch ein wenig thematischen Tiefgang und Anspruch besitzt, aber nicht übermäßig viel Zeit mit seinen Figuren und ihren Innenleben verschwendet, für das er sich sowieso nicht interessiert und für dessen Ausdruck er nur schablonenhafte Bilder und Charakterisierung findet .
                                              Batman und Harvey Dent fungieren hier für mich in erster Linie als Symbolträger, als Teil eines Gedankenspiels um Bestrafung und Gerechtigkeit, Chaos und Ordnung, Zufall und Schicksal. Sie sind Menschen, die das allgemeine Klima der Stadt Gotham durch ihren großen politschen und sozialen Einfluss lenken können und mit dem Joker, der alles in Chaos stürzen und die Menschen gegeneinander ausspielen will, aneinandergeraten. Batman und der Joker stehen für zwei grundsätzlich verschiedene Ideologien, deren Existenzberechtigung jedoch aus der Abhängigkeit der jeweils anderen entsteht.

                                              Daher finde ich auch das Ende ziemlich stark, in dem Batman die Verantwortung und Schuld des gefallenen Harvey Dents auf sich nimmt, da er so der Stadt immerhin nicht die Hoffnung an das Gute im Menschen und auf eine Besserung der allgemeinen Lage nimmt. Auch das funktioniert für mich eher wieder auf einem thematischen Level, denn charakterlich wird darauf irgendwie wenig hingearbeitet. Batman hat eine erstaunlich geringe Screentime im Film und wenn er im Einsatz ist, versagt er ziemlich oft und wirft die Frage auf, wie relevant er eigentlich wirklich noch für diese Welt ist. Das ist nicht unbedingt negativ zu werten.
                                              Harvey Dent wird von Aaron Eckhart auch recht charismatisch gespielt und ich finde seine Wandlung zum Two-Face auch recht spannend und mir gefällt was damit am Ende damit gemacht wird. Er ist sozusagen das Bindeglied zwischen Batman und dem Joker und repräsentiert so beide Seiten der Münze.
                                              Auch hier gefällt mir eher das Gedankenspiel, als dass ich mit seiner Figur mitfiebern würde. Seine plötzliche Entscheidung nun alle töten zu wollen, die an Rachaels Tod "schuld" waren, wirkt auf mich jedoch stark überhastet und wenig glaubwürdig. Klar, der Verlust der Frau, die er liebte wiegt schwer und vom Joker wirre und psychotische Vorträge ins Ohr geflüstert zu bekommen, wird seiner allgemeinen geistigen Gesundheit auch eher geschadet haben, aber dass er dann gleich zum Polizistenmörder wird, kauf ich den Drehbuchautoren hier einfach nicht ab. Ich finde hier hätte deutlich mehr Vorarbeit geleistet werden, um Harvey als jemandem zu etablieren, dessen starke und geltungssüchtige Persönlichkeit auch extrem ins Negative umschwanken kann. Das sehe ich hier einfach nicht. Was nach seiner Wandlung passiert finde ich dann wieder ziemlich packend und dramatisch, aber der Übergang ist etwas holprig und verzerrt.

                                              Eine andere Sache, die ich an diesem Film loben muss, ist das Nolan bei Actionszenen endlich die Kamera still hält, auf die musikalische Dampfwalze Zimmer größtenteils verzichtet (überhaupt fand ich den Soundtrack viel erträglicher und weniger penetrant nervig als beim Vorgänger) und einige erinnerungswürdige Momente kreiert, die durchaus eine wuchtige Audiovisualität besitzen. Bestes Beispiel ist hier der LKW-Überschlag, sowie der Banküberfall zu Beginn mit dem Schulbus oder die Sprengung eines Krankenhauses, was einfach nur verdammt geil aussieht.
                                              Größter Makel an der Action bleibt weiterhin jedoch der fehlende Sinn für Ort und Zeit. Am stärksten ist dies bei der Verfolgungsjagd mit dem Gefangentransport zu sehen, wo der Joker mit einem Raketenwerfer angreift. Es ist wieder nie klar, wo sich jetzt wer befindet, wo die Reise hingeht, wo Batman gerade ist, wie weit jeder voneinander entfernt ist: Einfach nur chaotisch, als ob der Joker persönlich hier Regie geführt hätte. Es ist aber allemal besser als das, was einem in "Batman Begins" aufgetischt wurde.

                                              Erwähnt seien auch noch die Schauspielleistungen, die durch die Bank gut waren; Heath Ledger natürlich ausgenommen, der mich total vom Hocken gehauen hat und an dessen Performance man sich noch lange erinnern wird. Auch Gary Oldman hat hier wieder mehr zutun und kann als Gordon viel Sympathie für sich verbuchen und Maggie Gyllenhall fand ich wesentlich glaubwürdiger als Katie Holmes in ihrer Rolle als Bruces alte Freundin und idealistische Anwältin. Morgan Freemann und Michael Caine rocken eh die Bude, aber das muss man, denke ich, gar nicht erwähnen.
                                              Bale bleibt etwas blass und ich kann mich beim besten Willen an keinem Moment erinnern, wo er besonders herausgestochen hätte und irgendetwas dramatisches spielen musste. Er war eben da und machte seinen Job recht gut.

                                              Letztendlich bleibt für mich "The Dark Knight" ein gelungener Crimethriller, der vollgepackt ist mit interessanten Szenarien (Die Bootsituation am Ende, der Anschlag auf Gothams wichtigste Funktionsträger, Harvey Dent als Bindeglied zwischen Batman und dem Joker) welche alle im Schweinsgalopp durchexerziert werden, anstatt in ihrer vollen emotionalen Bandbreite ausgespielt zu werden. Bis sich ein wenig Spannung aufgebaut hat und die Daumenschrauben richtig angezogen worden sind, haben sich die meisten Situationen bereits ohnehin wieder aufgelöst (meistens mit einer oder mehreren Explosionen) und es gilt wieder irgendwo anders hinzuhetzen. Dies gibt Nolans Film allerdings auch viel Abwechslungsreichtum und stetige Plotdynamik, was mein Interesse über die staatliche Laufzeit von über 2 1/2 Stunden ziemlich gut gehalten hat und dafür sorgte, dass ich mich nie langweilte.

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                                                aggrotainment 23.11.2017, 05:52 Geändert 23.11.2017, 06:20

                                                Nun, Superheldenfilme sind so überhaupt nicht mein Ding. Ich mag die übermenschlichen Fähigkeiten der Charaktere nicht weil sie meist so allgegenwärtig sind, dass keine Spannung aufkommen kann. Eigentlich habe ich mir aus diesem Grund geschworen keine Filme dieser Art mehr anzusehen. Wegen Ledger's hochgelobter Performance habe ich nun doch eine Ausnahme gemacht.
                                                Der Film hat mich vor allem wegen seiner sympathischen Darsteller (Caine, Freeman, Oldman) überzeugt. Auch das Schauspiel von Heath Ledger ist zugegebenermaßen tatsächlich überragend. Die Story ist zweitrangig weil sie der Vorlage zuzuschreiben ist und die Umsetzung brachial wie man das bei einem Film dieser Art erwarten kann. Obwohl ich sehr skeptisch war hat mir der Film insgesamt sehr gut gefallen. Ich werde eine weitere Ausnahme hinzufügen und den dritten Teil ebenfalls ansehen.

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                                                  Hier ist wohl alles gesagt.

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                                                    eMendez 13.11.2017, 23:36 Geändert 14.11.2017, 01:05

                                                    Eindeutig besser als der Vorgänger, aber wie schon in der Kritik zu "Batman Begins" erwähnt, hat dieser hier natürlich auch nicht die Pflicht bzw. Funktion, die ganze Thematik mittels Vorgeschichte und Erklärung einzuleiten sondern kann endlich an's Eingemachte gehen. Ich bin wahrlich kein Fan von heroischen Storys und Filmen, in denen es darum geht, dass das Gute gewinnt - deshalb sind die 7,5 Punkte von mir sehr viel wertschätzender, als sie vielleicht wirken.

                                                    Im Anhang erfolgt nun eine Liebeserklärung an die Figur "Joker"

                                                    Der Joker ist wahrscheinlich die beste Filmfigur, die ich jemals gesehen habe. Eigentlich müsste dieser Streifen nur für die Joker-Szenen eine Million Punkte bekommen. Die Idee, die Aufmachung, die Darstellung (R.I.P Heath Ledger) und die deutsche Synchronisierung (Danke, Simon Jäger, für diese wahnsinnig gute Leistung!) sind meines Erachtens nach so gut, dass ich Schwierigkeiten habe, sie in Worte zu fassen.

                                                    "Sehe ich aus, wie Jemand, der immer einen Plan hat?"

                                                    Nein, Joker. Tust du nicht. Aber trotzdem scheinst du in vielerlei Hinsicht mehr Plan zu haben, als jeder andere in Gotham City oder der gesamten Welt. Deine vermeintlichen Motive, deine Anekdoten, dein Humor und deine Intelligenz lassen darauf schließen, dass du irgendwie mehr bist als das, für das deine Gegner und du dich halten.

                                                    "Ich glaube, alles, was einen nicht tötet, macht einen nur.....komischer!"

                                                    Meines Erachtens nach wird der Rahmen in dem sich dieser Film bewegt dem Joker nicht gerecht. Es müsste brutaler zugehen und mehr Ausschweifungen bezüglich des Jokers geben. Es müssten Tabus gebrochen und ein Spektakel geschaffen werden, bei dem man eigentlich mal lieber wegschauen möchte. Ein Film, den man sich nicht Samstagabends auf der Couch mit der gesamten Familie anschaut sondern alleine mit vorgehaltener Bettdecke. Das wäre für mich dann zumindest der ANSATZ einer Idee von einem Kino, dass dieser überaus genialen Figur gerecht werden würde.

                                                    "Nimm nur einen kleinen Schuss Anarchie, bringe die althergebrachte Ordnung aus dem Gleichgewicht und was passiert? Chaos. Ich bin das Chaos. Aber weißt du, was Chaos eigentlich ist? Es ist FAIR!"

                                                    Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen.

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