The Disaster Artist - Kritik

The Disaster Artist / AT: The Masterpiece

US · 2017 · Laufzeit 104 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Fazit

    James Franco gelingt mit "The Disaster Artist" ein brüllend komischer, aber zugleich menschlicher Film über Tommy Wiseau und sein abstruses Werk "The Room". "The Disaster Artist" in einer der gelungensten Comedy-Filme seit langem und für Kenner von "The Room" ohnehin ein Pflichttitel."The Disaster Artist" ist ein sehr gelungener Film, der durch Francos großartige Leistung abgerundet wird und über seine gesamte Laufzeit unheimlich viel Spaß macht.
    Wer die Möglichkeit hat, sollte den Film unbedingt in der original Version sehen, sonst geht vermutlich viel von dem Charme und dem Witz verloren. Für The Disaster Artist gibt es die volle Empfehlung!

    • 8 .5

      Im Jahr 2003 löste der Film “The Room” des Filmemachers Tommy Wiseau den allseits geliebten Klassiker “Plan 9 from Outer Space” (1959) von Ed Wood als schlechtesten Film aller Zeiten ab. Wie dieser überhaupt das Licht der Leinwand erblicken konnte, erzählt uns nun der Oscaranwärter “The Disaster Artist” (OT: “The Disaster Artist”. USA, 2017) des Schauspieler-Regisseurs James Franco.

      • [...] Selten war ein Traum so skurril, makaber, sarkastisch und dennoch liebenswert, wie der Traum und das Leben von Tommy Wiseau. Tommy hat übrigens auch nach seinem “The Room” weitergemacht und tritt mit seinem Freund Greg noch heute auf.

        The Disaster Artist ist der Traum vom Leben für uns alle, der sich weder durch den Geisteszustand, noch die sonstige Beeinflusungen von Geist und Körper beeinträchtigen lassen darf. Lebt euren Traum und glaubt an euch selbst. Wie Tommy Wiseau…

        • 7

          [...] „The Disaster Artist“ macht im Grunde alles richtig, woran „The Room“ scheiterte. Das bedeutet vor allem: gut gezeichnete Charaktere und eine nachfühlbare, mitreißende Geschichte. An vielen Stellen scheint durch, dass hier dieselben Produzenten wie bei den Blödeleien „Das ist das Ende“ oder „The Interview“ am Werk waren. – Allerdings auch die Autoren von „(500) Days of Summer“. Mit der kitscharmen ‚Lebe deinen Traum‘-Botschaft und der Liebe zum Kino, die „The Disaster Artist“ zelebriert, entsteht eine tiefere Ebene, die der Komödie letztlich sogar eine Oscar-Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch einbrachte. Alles andere als ein Desaster.

          • 8

            Für seine Tragikomödie gewann James Franco einen Golden Globe, und auch für einen Oscar ist The Disaster Artist nominiert. Doch drohen Nötigungsvorwürfe gegen James Franco die unstrittige Qualität dieses Werks zu verschatten. [Jürg Zbinden]

            1
            • 8

              The Disaster Artist präsentiert Wiseau als das absolute Gegenteil jener Menschen, die heute seinen Film feiern. [...] Dadurch hinterfragt Franco ziemlich gekonnt das Hollywoodschema vom beseelten Träumer: Denn es ist unklar, wer hier am Schluss recht hat, wer hier zynisch ist und wer idealistisch. [Adrian Daub]

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              • 7

                Mit Franco/Wiseau als Motor läuft The Disaster Artist wie eine gut geölte Maschine, alles passt und funktioniert wunderbar. Man kann auch sagen: Die Figur wird domestiziert und zurechtgestutzt. Es gibt nichts auszuhalten in The Disaster Artist. [Esther Buss]

                • 7 .5
                  Deutschlandradio 01.02.2018, 10:34 Geändert 01.02.2018, 10:34

                  James Franco erzählt von etwas, was die Hollywoodfilme von Hollywood so gerne erzählen: Einer hat eine Vision und lässt sich nicht davon abhalten die umzusetzen. Doch The Disaster Artist reflektiert nicht nur die Liebe zum Film, sondern auch die Schattenseiten des Business. [Hartwig Tegeler]

                  • 7 .5

                    Mit peinlicher Detailtreue stellt The Disaster Artist jene dramaturgischen und darstellerischen Fehlleistungen am Set nach, die Wiseaus Werk später zu seiner zweifelhaften Berühmtheit verhelfen sollen. [...] Es ist James Francos Interpretation der (Kunst)figur Tommy Wiseau, die den Film über das Anekdotenhafte hinaus interessant macht. [David Kleingers]

                    • 6

                      Komödie über die Produktion des Kultfilms »The Room«, der unter Cineasten als schlechtester Film aller Zeiten gilt und bei vielen gerade deshalb kultische Verehrung genießt. James Franco macht daraus – als Regisseur und Hauptdarsteller – ein mittelprächtiges Vergnügen, das jenseits der Groteske leider kein Interesse an den Figuren aufbringt. [Frank Schnelle]

                      • 7 .5

                        The Disaster Artist ist ein ziemlich guter Film über einen ziemlich miesen Film: das Trash-Drama The Room. [Sven Hauberg]

                        • 8

                          James Franco gelingt mit der Buchverfilmung ein kurzweiliger, fein entschlackter und teils immens komischer Blick auf die Entstehungsgeschichte eines der Trash-Klassiker überhaupt. Das Herzstück von „The Disater Artist“ ist aber die dysfunktionale Freundschaft zweier Träumer, denen Franco mit seinem überaus gelungenen Film huldigt. Der Mythos Tommy Wiseau wird dabei zum Glück nicht entzaubert.

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                          • 8

                            So schlecht, dass es schon wieder Kult ist: „The Room“ schrieb mit dem unausgegorenen Drehbuch und bizarren Darstellungen Filmgeschichte. „The Disaster Artist“ nimmt sich des Machwerks an und erzählt, wie es eigentlich dazu kam. Richtige viele Antworten findet man darin zwar nicht, dafür macht die Hommage an einen außergewöhnlichen Film höllisch Spaß.

                            • 7

                              Den Unterhaltungswert des in manchen Szenen brüllend komischen Films schmälert die recht konventionelle Umsetzung jedoch kaum. [Christian Horn]

                              • 5

                                [...] Selbst Memes finden in aller Ausführlichkeit Einzug in das Drama, das so viel mehr über Hollywood, das Filmgeschäft und seinen Protagonisten erzählen könnte. Ein gewisser Reiz sei dem ganzen Hin und Her gar nicht abgesprochen, immerhin birgt die Entstehungsgeschichte von The Room wahrlich ein paar irrwitzige Momente. Dass The Disaster Artist am Ende aber keinerlei Position dazu beziehen will, enttäuscht sehr. Darüber kann leider auch nicht das Engagement aller Beteiligten hinwegtäuschen – nicht einmal dann, wenn Zac Efron und Josh Hutcherson im Zeichen der Hanswursterei durchs Bild stürmen und für frischen Wind sorgen. Was bleibt, ist ein fragwürdiges Denkmal, das zwar unterhält, allerdings keineswegs in Erinnerung bleibt. Verzweifelt auf der Suche nach einem versöhnlichen Happy End gibt The Disaster Artist schließlich das letzte bisschen Distanz zu seiner Thematik auf, als könne man diesen Tommy Wiseau tatsächlich nur ideenlos imitierend abfeiern.

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                                • 8

                                  Dieser scharfsinnige, herzliche und absolut witzige Film ist eine Nachstellung der Dreharbeiten zu The Room, aber gleichzeitig auch Rekonstruktion dieses Mythos und eine Hommage. [Justin Chang]

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                                  • 7

                                    James Francos Performance ist großartig, er hat sich Tommy Wiseaus Akzent und seine unrhythmischen Betonungen wirklich haareganu antrainiert. Und trotzdem macht er sich nicht lustig - zumindest nicht komplett. [Manohla Dargis]

                                    • 8 .5

                                      Die wahre Produktionsgeschichte hinter The Room wird von Regisseur und Star James Franco als herrlich lustige Komödie präsentiert, die für Kenner des Wiseau-Filmes absolut zum Grölen und für alle anderen ebenfalls höchst unterhaltsam ist. [Christoph Schelb]

                                      • 7

                                        Wenn man vom stürmischen Zuspruch der Zuschauer für The Masterpice ausgeht, wird ein Großteil derer mit dem Quellenmaterial sehr zufrieden sein. Es funktioniert einfach sehr gut so, wie es ist. [Michael Rechtshaffen]

                                        • 7 .5
                                          Variety 17.03.2017, 10:22 Geändert 17.03.2017, 10:24

                                          The Disaster Artist ist der faszinierendste Film in James Francos ganzem wild-exzentrischem Oeuvre. Die im Studio produzierte Komödie parodiert den missverstandensten Filmemacher der Welt, scheitert aber daran, ihn zu verstehen. [Peter Debruge]