The Girl - Kritik

The Girl

GB · 2012 · Laufzeit 91 Minuten · Drama
Du
  • 8 .5

    "Blondes make the best victims. They're like virgin snow that shows up the bloody footprints." (Alfred Hitchcock)

    Nach "Psycho" kam "Die Vögel". Diese HBO-Produktion ist zwar nicht die direkte Fortsetzung des Films "Hitchcock" mit Anthony Hopkins und war auch gewiss nicht so gedacht, passt aber perfekt und sehe ich einfach mal so an. Ebenso wie der andere Streifen hat mir dieser hier auch hervorragend gefallen. Neben einem abermals hochinteressanten Einblick hinter die Kulissen und zu den Dreharbeiten zu "Die Vögel" (und später auch noch etwas zu "Marnie") erhält man ein grandios inszeniertes und gespieltes Psychodrama, dass einem im Laufe der Zeit richtig unangenehm unter die Haut geht. Im Vordergrund steht die Beziehung von Alfred Hitchcock zu seiner neuentdeckten Hauptdarstellerin Tippi Hedren, die immer obsessiver und drangsalierender wird und desöfteren in richtiggehenden Psychoterror ausufert. Inwiefern das jetzt alles so in der Art und Weise wirklich passiert ist sei mal dahingestellt, aber die Umsetzung dieser Geschichte war wirklich richtig packend. Was nicht zuletzt an den grandiosen Darstellern lag. Toby Jones sah zwar mehr aus wie Toby Jones als Alfred Hitchcock, aber von seinem Auftreten, seiner Sprache, seiner Mimik, seiner Gestik und seiner schräg-morbiden Ader/Humor war er genauso sehr Hitchcock wie es Anthony Hopkins war. Sienna Miller als Tippi Hedren war der Hammer, die sah wirklich fast 1 zu 1 so aus wie das Original und hat sehr intensiv und mitreißend gespielt. Klasse Film, hat mir außerordentlich gut gefallen. HBO kann scheinbar nicht nur Serie.

    4
    • 7

      Etwas mehr Pfiff hat gefehlt, dennoch habe ich Sienna Miller bislang noch nie so gut gesehen.

      • 8

        "The Girl" ist natürlich nicht so aufwendig, wie der zeitgleich auftauchende "Hitchcock". Auch hat man Toby Jones längst nicht so gut geschminkt, dass er wie Alfred Hitchcock aussieht, wie Anthonny Hopkins. Dennoch fand ich "The Girl" recht interessant. Es wurde sehr gut dargestellt wie Tippi Herden unter Hitchcock zu leiden hatte und es wurden gute Einblicke zu den Dreharbeiten zu "Die Vögel" gezeigt. Außerdem spielte Sienna Miller herrorragend, dagegen war Scarlett Johansson in "Hitchcock" ein Witz.
        Auch wenn es nur eine einfache TV-Produktion war, so fand ich "The Girl" doch genauso gut wie "Hitchcock". Super gespielt und sehr unterhaltsam gemacht.

        1
        • 5 .5

          Sienna Miller wieder mal großartig. der Hitchcock Typ auch
          Film leider etwas lahm, insofern passt dann auch der Mad Men Vergleich

          • 7

            [...] An der Oberfläche bleibt Jarrolds Film fast steril. Die Ausstattung ist superb und hat die Qualität ähnlicher period pieces wie z.B. die TV-Serie „Mad Men“, die sich wiederum vergleichbar mit „The Girl“ ebenso sexistischen Rollenvorstellungen und Machtstrukturen widmet. Ganz egal wie vernarrt und verliebt Hitchock in die Schauspielerin auch war, seine Machenschaften hatten nichts mit dem Charme eines Verehrers zu tun. Es war reine Unterdrückung. Jarrolds Film lässt allerdings eine interessante Lesart zu. Hitchcock, der, auch nach Francois Truffauts Urteil, sich selbst als ein Monster sah und seine Sehnsüchte wie Obsessionen lieber auf der Leinwand auslebte, hatte ein gestörtes Verhältnis zur Realität. [...]

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