The Guilty - Kritik

Den skyldige

DK · 2018 · Laufzeit 85 Minuten · FSK 12 · Thriller · Kinostart
Du
  • 7

    "(...) Insofern ist Ibens Entführung und das ihr zugehörige Familiendrama eher zweitrangig und dient in Den skyldige als Katalysator für Asgers Katharsis. Wenn sein Gegenüber der Dienststelle ihn irgendwann anherrscht “do your job and I’ll do mine” ist dies ein unwissentlicher Anreizpunkt für Asger, der eigentlich pro-aktiv statt passiv arbeitet, die Grenzen seiner aktuellen Beschäftigung zu überschreiten. Cedergren schultert den Film dabei gekonnt als sympathisches Arschloch und zwielichtiger Polizist mit vermeintlich guten Intentionen. Aber auch das übrige Ensemble, für das die im Englischen negative Beschreibung des “phoning it in” hier buchstäblich zutreffend ist, erschafft glaubwürdig dreidimensionale Figuren nur über das Telefon. Den skyldige ist simpel, aber trotz – oder womöglich wegen – seiner reduzierten Dramaturgie enorm effektiv. Quasi eine Art extrem zurückgenommener ,Tatort`, dessen Twist zwar wenig überraschend ist, aber insofern in Ordnung geht, da Möller in seinem Film nicht den Kriminalfall, sondern Asger in den Mittelpunkt stellt"

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    • 9

      Großartiges Kopfkino und Hochspannung mit ungewöhnlichen Mitteln.

      • 8

        Dass es für einen mitreißenden Thriller kein großes Brimborium braucht, demonstriert Regisseur und Drehbuchautor Gustav Möller in seinem betont minimalistischen Langfilmdebüt auf eindrucksvolle Weise.

        • 8

          Wo andere gerne einmal durch reißerische Wendungen versuchen künstlich Emotionen aufzubauschen, hält The Guilty sich meist vornehm zurück und setzt seine emotionalen Twists lieber gezielt als verschwenderisch ein.

          • 9

            Das Krimi-Thriller-Debüt von Gustav Möller ist schlicht atemberaubend.

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            • 8

              The Guilty [entwickelt] die Spannung seines Echtzeit-Szenarios gerade aus den geringen Bewegungsmöglichkeiten auf engstem Raum heraus.

              • 8

                Ein großartiger, klaustrophobischer Thriller in nur zwei Räumen und mit nur einem sichtbaren Protagonisten: Aser, ein Polizist, der über Telefon ein Entführungsopfer zu retten versucht. [Britta Schmeis]

                • 7 .5

                  Ein bemerkenswertes, dichtes, vielschichtiges filmisches Experiment.

                  • 8

                    Der Mitarbeiter einer Notrufzentrale erhält den Anruf einer entführten Frau und will diese nun befreien, ohne sich vom Platz zu bewegen: Der dänische Geheimtipp „The Guilty“ ist eine düstere Mischung aus Thriller und Charakterporträt, die mit minimalen Mitteln und trotz eines begrenzten Schauplatzes sehr viel Spannung erzeugt.

                    • 8

                      "Ein Mann, ein Büro, viele Telefonate – sonst gibt es kaum etwas zu sehen. Gustav Möllers Thriller The Guilty findet vor allem im Kopf des Zuschauer statt." [Martin Gobbin]