The House That Jack Built - Kritik

The House That Jack Built

DK/FR/DE/SE · 2018 · Laufzeit 155 Minuten · FSK 18 · Horrorfilm, Kriminalfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 5 .5

    Es ist alles sehr unschön, dabei aber so emotionsarm und mit einer solch übellaunigen Pedanterie erzählt, dass selbst die Empörung über die Gewalt und ihre Darstellung schwerfällt.

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    • 6

      [...] Man könnte sarkastisch behaupten, dass "The House That Jack Built" die Neugierde des Künstlers bändigt. Nach "Nymphomaniac" (fünf Jahre vorher) glaubt der dänische Provokateur, den anekdotischen Diskurs adaptieren zu können – nicht nur Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgård führten einen platonischen Dialog. An ihre Stelle treten Matt Dillon und Bruno Ganz, die eine Metaebene nach der anderen abklopfen, damit der Mord durch die Kunst legitimiert wird. Ganz ist Verge, ein apokalyptischer Botschafter, der die Beichte Jacks mit Fußnoten, Kommentaren und Pointen (meist) neugierig wie (allzu oft) entlarvend entlastet. Jack erfindet Scheingründe, seine "Arbeit" zu verteidigen. Der Eindruck, dass der Filmemacher prophezeit und nicht der Schauspieler seinen Text spricht, vergeht zu keiner Sekunde. In der Theorie verteidigt von Trier seine Arbeit – eine Arbeit, die mit dem Schönen zusammentrifft, wenn sie das Schrecklichste preist. Wie Weintrauben, deren Gestalt durch Frost, Dürre und Pilze entstellt wird. Wie eine Eiche in Buchenwald, unter der Goethe vor Jahrhunderten dichtete. [...]

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      • 6 .5

        [...] man [kann] The House That Jack Built auch als zynische Komödie sehen, als wahnwitzige Abrechnung eines Künstlers mit einer Welt, die nicht bereit ist, die analytische Logik hinter seinen radikalen Ideen zu sehen.

        • 7 .5
          Last Movie Heroes 29.11.2018, 10:42 Geändert 29.11.2018, 10:43

          https://youtu.be/O4Dns7ZlTdQ

          In die Psyche eines Serienkillers eindringen; genau das wollen viele Zuschauer. Wenn Lars von Trier Regie führt, weiß man auch, dass einem bei diesem Thema etwas provokantes erwartet. So auch bei The House That Jack Built.

          Der Serienkiller Jack unterhält sich mit einer mysteriösen Person und erzählt nicht nur ihm, sondern auch dem Zuschaeur von 5 Vorfällen in seiner Laufbahn als Mörder. Mit wem er spricht wird ziemlich schnell klar. Typisch für Trier sind die philosophischen Dialoge, die hier allerdings nicht so raffiniert sind, wie bei seinen bisherigen Filmen. Für Aufschrei wird vor allem der 3. Vorfall sorgen.

          Die komplette Kritik gibt es wie immer in unserem Video.

          • 5 .5

            The House That Jack Built mag ein konzeptuelles Experiment mit den Grenzen der Zuschauer sein, doch gerade dieses Kalkül stört. [...] Mit Kunstfreiheit hat das wenig zu tun.

            • 7 .5

              Nach dem einprägsamen Finale wird einen dieser Film noch länger beschäftigen.

              • 5

                Die Provokation wird zum Selbstzweck.

                • 4

                  Ein neues unwirtliches Kapitel der Exerzitien des Lars von Trier. Dieses Mal folgt er den Spuren eines Serienkillers, der seine hässlichen Taten als schöne Kunst zelebriert. [Anke Sterneborg]

                  • 6

                    Mit „The House That Jack Built“ zeigt Lars von Trier erneut seine Lust an der Provokation, wenn er einen Serienmörder aus dem Nähkästchen erzählen lässt. Teilweise ist das erwartbar böse, durchtränkt von schwarzem Humor, teilweise aber auch unnötig aufgeblasen und irgendwie banal. Und insgesamt zu lang: Die vielen pseudophilosophischen Exkurse bearbeiten die Nerven stärker, als es die eigentlichen Morde tun.

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                    • 7

                      Radikaleres, ungewöhnlicheres, eigeneres wird man dieses Jahr im Kino in jedem Fall kaum zu sehen bekommen.

                      • 6

                        Die Nazis und ihr Sinn für Ästhetik dürfen wohl nicht fehlen in einem Opus über die Schönheit des Mordens. Lars von Trier hat mit The House That Jack Built wieder einen Schocker inszeniert und langweilt – bis zum fulminanten Finale. [Frédéric Jaeger]

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                        • 5

                          Genau wie der Protagonist Jack hat Lars von Triers Film The House That Jack Built keine Seele und lässt einen betäubt und verstört zurück. [Owen Gleiberman]

                          • 5

                            In gewisser Hinsicht ist der Film ein schelmischer, passiv-aggressiver Versuch, sich zu entschuldigen – aber von Trier wäre nicht von Trier, würde er dabei nicht erneut für Aufregung sorgen. [Andrey Arnold]

                            • 5

                              Wäre The House That Jack Built nicht so wahnwitzig blutig und laut, man könnte problemlos wegnicken. Nichts an der Darstellung der Gewalt ist originell, nichts erscheint dringlich. [...] Halb psychologischer Quatsch, halb philosophischer Kitsch, der es nicht bis ins Obergeschoss schafft. [Wenke Husmann]

                              • 6

                                In seinen hintersinnigen Momenten ist The House That Jack Built jedenfalls auch ein Film über die Banalität des Bösen in einer Welt, in der die moralischen Verankerungen nichts mehr gelten. [Dominik Kamalzadeh]

                                • 7 .5

                                  [...] The House That Jack Built [ist] ein durchaus gelungenes Psychopathen-Porträt mit einem hypnotisch guten Matt Dillon, einer guten Portion makaberem Humor und einem tollen Ende - etwas zu lang, aber sehenswert. [Simon Eberhard]

                                  • 6

                                    [...] Die psychische Gesundheit des Filmemachers, genauso wie all die (Online-)Debatten um ihn, haben den Film ungehindert in Beschlag genommen. The House That Jack Built ist Offenbarungseid und Kapitulation zugleich und gerade deswegen faszinierend. Von Triers Meisterwerke liegen schon lange zurück, aber es gelingt ihm immer noch sein Publikum um den Finger zu wickeln und an den Sitz zu fesseln. Die Selbstkritik gibt es jetzt auch noch gratis dazu. [...]

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