The Killing of a Sacred Deer - Kritik

The Killing of a Sacred Deer

GB/US/IE · 2017 · Laufzeit 121 Minuten · Drama, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • die film hat mich leider nicht berührt. er ist
    langatmig,vom inhalt unglaubwürdig und mit einer verstörenden musik ..

    • 6 .5

      "(...) The Killing of a Sacred Deer wird dabei weniger von seiner Prämisse getragen oder von der Tiefe seiner Handlung als von der Stimmung, die Film und Figuren begleitet (...) Giorgos Lanthimos liefert (...) ein eindringliches und durchweg faszinierendes Psychodrama, dem dennoch etwas die Tiefe seiner Vorgänger fehlt."

      • 8 .5
        nihilisticguy94 13.12.2017, 23:21 Geändert 13.12.2017, 23:26

        Yorgos Lanthimos hat mal wieder einen sehr verstörenden, absurden Film gedreht. Diesmal bezieht er sich auf eine mythische Erzählung um Iphigenia, deren Vater Agamemnon in Artemis' Garten einen heiligen Hirschen getötet hatte, und nun seine eigene Tochter opfern muss. Wie immer bleibt mal ratlos zurück, was man da eben gerade überhaupt gesehen hat.
        Mir persönlich war der Film aber 30 min zu lang, vor allem die zweite Hälfte zieht sich etwas und ich fand ihn an einigen Stellen etwas zu vorhersehbar. "Dogtooth" und "The Lobster" waren viel radikaler .
        Trotzdem ein guter Psychothriller, der ein unwohles Gefühl in der Magengrube hinterlässt.

        7
        • 9

          Mit „The Killing of a Sacred Deer“ hat Yorgos Lanthimos den wohl erschütterndsten, beklemmendsten und vor stetig anschwellender Anspannung bisweilen unerträglichsten Film des Jahres 2017 abgeliefert. Bereits mit seinem furchtlosen Debüt „Kynodontas“ beschwor der griechische Regisseur Vergleiche zu Michael Haneke herauf, während sein Stil im Vergleich zu den kühlen, formstreng komponierten Werken des Österreichers zusätzlich von einem extrem bösartigen Humor durchzogen wurde, der psychologischen Horror kurzzeitig in pechschwarzer Katharsis explodieren ließ. Mit seinem US-Debüt „The Lobster“ schien sich Lanthimos noch stärker seiner humorvollen Seite hinzugeben, während der Film einen kompromisslosen, treffenden Kommentar zum modernen Bindungszwang sowie Beziehungswahn darstellte und somit erneut tief in die unbequemen Facetten unserer Gesellschaft eindrang.
          In einem Filmjahr, in dem Haneke selbst mit einem soliden Best-of seiner bisherigen Karriere aufwartete und in „Happy End“ lediglich altbewährte Elemente und Motive seines Schaffens gewohnt kompetent zitierte und vermengte, hat Lanthimos einen gewaltigen Eisblock von Film geschaffen, der einen durch die Kälte, die er ausstrahlt, zum unentwegten Zittern verleitet. Nachdem der Regisseur die Profession seines Protagonisten Steven mit einer ausführlichen Nahaufnahme verdeutlicht, die eine Operation am offenen Herzen verfolgt, beginnt in „The Killing of a Sacred Deer“ scheinbar alles mit der seltsamen Beziehung zwischen dem Herz-Chirurgen und dem 16-jährigen Teenager Martin.
          Die sporadischen Treffen zwischen beiden Figuren, bei denen Martin auf unsichtbare Weise über den freien Willen von Steven zu verfügen scheint, offenbaren ein mysteriöses Verhältnis, bei dem die gewechselten Worte einen umfassenderen Hintergrund verschleiern, den Lanthimos langsam entschlüsselt. Ebenso seltsam entrückt wirkt die familiäre Atmosphäre in Stevens einladendem Anwesen, das dieser mit seiner Frau Anna, einer Augenärztin, und den zwei Kindern Bob und Kim bewohnt, die sich am Anfang der Pubertät befinden. Bei der Figurenzeichnung findet sich der Zuschauer schon nach kurzer Zeit in jenem Lanthimos-typischen Mikrokosmos wieder, in dem scheinbar sämtliche Szenen in der vertrauten Realität verortet sind und doch aufgrund konstanter Eigenarten einen befremdlichen Charakter aufweisen.
          Diese Gratwanderung zwischen nachvollziehbarem, ernsten Realismus und surrealer Überspitzung durchzieht somit auch „The Killing of a Sacred Deer“ wie einen roten Faden. Die Figuren kommunizieren durchwegs in einem monotonen, leblosen Tonfall miteinander, während sie regelmäßig absurde oder intime Details von sich preisgeben, die in einer normalen Konversation wie Fremdkörper in den Ohren stechen würden. Wenn Steven einem Kollegen bei einem feierlichen Dinner mit ruhiger Selbstverständlichkeit mitteilt, dass seine Tochter letzte Woche ihre erste Menstruation hatte, trifft Lanthimos unweigerlich einen Nerv, der beim Zusehen ein Gefühl zwischen schräger Belustigung und irritierender Betroffenheit hervorruft.
          Mit einem Erzähltempo, das von bewusster Langsamkeit geprägt ist, musikalischer Untermalung, die sich zwischen stilvoller Klassik durch schräge Ausreißer direkt unter die Haut brennt, und virtuosen Einstellungen, die das überwiegende Gefühl von schleichender Bedrohung entfalten, wenn die Kamera von Thimios Bakatakis durch lange Korridore oder dunkle Räume gleitet und Zimmer vorsichtig umkreist, erweckt Lanthimos‘ Film den Eindruck einer narkotisierten Gesellschaftssatire, die ähnlich wie Stevens Patienten mithilfe von Anästhesie in einen künstlichen Dämmerschlaf versetzt wurde. Die brodelndste Komponente von „The Killing of a Sacred Deer“ ist aber Martin, der sich zunehmend einen Weg in das Familienleben des Chirurgen bahnt, bis er irgendwann eine Bombe platzen lässt.
          Nachdem Stevens Sohn Bob eines Morgens nicht mehr laufen kann, da seine Beine plötzlich taub geworden sind und selbst ein Facharzt nicht feststellen kann, was mit dem Jungen nicht stimmt, ist es Martin, der den Chirurgen vor ein grausames Ultimatum stellt. Da der Teenager seinen Vater durch eine Operation, an der Steven beteiligt war, verloren hat, fordert er Gerechtigkeit, indem Steven ein Mitglied seiner Familie töten muss. Ansonsten werden seine Frau, sein Sohn und seine Tochter in vier Phasen vom Unterleib an gelähmt, verweigern anschließend jegliche Nahrungsaufnahme, bluten irgendwann aus den Augen und sterben schließlich.
          Spätestens in der zweiten Hälfte entwickelt sich „The Killing of a Sacred Deer“ so zu einer fesselnden Auseinandersetzung mit den Themen Schuld und Sühne sowie dem Drang nach Gerechtigkeit und Rache, den der Regisseur mit einer übernatürlichen Unaufhaltbarkeit auf Steven zurollen lässt. Mit einem brillanten Gespür für Horror, der sich von außen einen Weg in das Innere der Figuren bahnt und alle Beteiligten auf eine unvermeidliche Eskalation zusteuern lässt, seziert Lanthimos die Befindlichkeiten der voneinander entfremdeten Familie, in der jeder nur noch um sich selbst zu kreisen scheint, durch eine moralische Krise, die Steven ebenso wie den Zuschauer in ein schier unlösbares, quälendes Dilemma stürzt.
          Als Moralist, der beispielsweise Luis Buñuel als großes Vorbild benennt, inszeniert der Regisseur das letzte Drittel seines Films mit einer schockierenden Intensität, bei der jede einzelne Szene auf einen ungewissen Ausgang hinausläuft. Klare Antworten auf die Fragen, die „The Killing of a Sacred Deer“ aufwirft, darf man sich von Lanthimos hingegen nicht erhoffen. Einen optimistischen Ausblick auf den Zustand des menschlichen Verantwortungsbewusstseins ebenso wenig.
          Neben skurrilen sowie unvergesslichen Details wie die vermutlich denkwürdigste Spaghetti-Szene seit Harmony Korines „Gummo“ oder das „Sexleben“ von Steven und Anna, das eher einem medizinischen Prozess gleichkommt, steigert sich der Regisseur kontinuierlich bis zu einem finalen Höhepunkt, der haarsträubende Komik und einen brutalen Schlag in die Magengrube so grandios vereint, wie man es lange nicht mehr gesehen hat. 2017 gab es keinen Film, der zugleich so beängstigend und komisch war.

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          • 5

            5.0, weil ich keine Ahnung habe, was ich DAVON halten soll...

            Ich bin auf seltsam neutrale Art sprachlos und kann das überhaupt nicht einordnen.

            1
            • 2 .5

              Von vielen Kritikern in höchsten Tönen gelobt (die goldene Palme gibt es nicht einfach so), versteckte sich dieser Film hinter einem Sneak-Adventstürchen - und wurde vom Publikum zerrissen.
              Ja, der Film ist wohl an einen alten griechischen Mythos angelehnt und ja, der Film erzeugt eine sehr bedrückende, unangenehme Atmosphäre. Die unterkühlten (Nicht-)Dialoge und das häufig unfreiwillig komische Schauspiel wollten mich jedoch partout nicht an diesem irischen Horrortrip teilhaben lassen.
              Vielleicht funktioniert die Message nur über das Unterbewusste oder ich habe sie einfach nicht verstanden, aber selten saß ich so gelangweilt, verärgert in meinem Kinosessel. Ist das Kunst oder kann das weg? Für mich eher zweiteres. Vielleicht bin ich für den Film aber auch einfach nicht intellektuell genug.

              1
              • 6 .5

                Aus Cannes kam dieses Jahr keine leichte Kost, sondern unangenehme Dramen wie etwa Michael Hanekes Happy End und Ruben Östlunds The Square. Während der österreichische Regisseur routiniert eine Familie durch den moralischen Fleischwolf drehte, legte sein schwedischer Kollege mit einer noch bissigeren Gesellschaftssatire nach. Vermutlich hatte aber keiner er beiden damit gerechnet, im gleichen Jahr mit The Killing of a Sacred Deer zu laufen, dem neuen Film von Giorgos Lanthimos, der zuletzt mit The Lobster eine eigenwillige Meditation über das Leben, den Tod und die Liebe abgeliefert hat. Inspiriert durch die Tragödie Iphigenie in Aulis des griechischen Dramatikers Euripides inszenierte Giorgos Lanthimos nun ein kaltes Werk, das seine Figuren in sterile Ecke drängt und trotzdem verlangt, dass sie sich ihre Hände schmutzig machen. [...]

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                • 8

                  Yorgos Lanthimos ist unlängst selbst zu seiner eigenen Marke geworden. Der bekannteste Vertreter der Greek Weird Wave ist zwar mittlerweile im internationalen Filmgeschäft angekommen, hat dabei jedoch nichts von seiner Radikalität und Bissigkeit eingebüßt. Noch immer dreht er konsequent andere Filme, überschreitet sowohl die Grenzen des guten Geschmacks als auch die der gängigen Filmproduktion. The Killing of a Sacred Deer beginnt mit einer Operation am offenen Herzen, einem Prozess, dem auch der fertige Film gleicht. Die Prämisse selbst ist natürlich über die Maße konstruiert. Ein Chirurg soll für einen Operationsfehler büßen, eine seltsam lähmende Krankheit hat seine Frau und deren beide Kindern befallen, rafft alle drei dahin, sollte er sich nicht dazu entscheiden, einen von ihnen zu töten. Die Logik dahinter bleibt aus, ebenso wie die Sympathie zu der von Colin Farrell verkörperten Hauptfigur, dessen rauschender Vollbart wohl unweigerlich am Selbstwertgefühl seiner männlichen Zuschauer nagen dürfte. Natürlich sind Nachvollziehbarkeit, Logik und Sympathie auch keine Facetten, mit denen Lanthimos sich beschäftigt. Sein Film ähnelt einer mathematischen Gleichung, einer rein theoretischen Auseinandersetzung mit moralischen Grundprinzipien. The Killing of a Sacred Deer ist eine filmgewordene Parabel und scheut sich nicht davor seine Zuschauer ein ums andere Mal vor den Kopf zu stoßen. Einmal mehr sind Lanthimos Figuren außerstande mit ihren Emotionen umzugehen, was in bizarren Dialogen, unverständlichen Posen und radikalen Bildern gipfelt. The Killing of a Sacred Deer zeigt mehr von dem, was wir bereits kennen. Das ist noch immer großartig, weil es aktuell keinen Regisseur außer Lanthimos gibt, der moralische und gesellschaftliche Diskurse so skurril, eigensinnig, verstörend und nichtsdestotrotz präzise reflektiert wie er. Dennoch muss der griechische Regisseur aufpassen, dass er nicht zu einer Parodie seiner selbst verkommt und beweisen, dass er sich mit zukünftigen Werken auf seine ganze eigene Art und Weiß neu erfinden kann.

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                  • 8

                    THE KILLING OF A SACRED DEER fühlt sich als Film ungefähr wie eine lange, schmerzhafte Impfung an, vollführt durch einen Arzt, der mehrfach die Vene verfehlt, einem aber immer mehr versichert, wie sehr alles unter Kontrolle ist.
                    Die Nadel hat übrigens die Größe eines Kugelschreibers
                    So viel zu meiner metaphorischen Erklärung. Mit THE KILLING OF A SACRED DEER zieht es Yorgos Lanthimos wieder in den Schoß der Familie. Papa Colin Farrell, Mama Nicole Kidman und ihre beiden Kids fröhnen sich zu Beginn noch in der Sicherheit des Großbürgertums, werden aber ehe sie sich versehen, daraus verjagt. Ein mysteriöser Junge, zu dem der Vater ein merkwürdiges Verhältnis aufgebaut hat, führt nichts Gutes im Schilde und die Familie wird es zu spüren bekommen, erst ganz langsam und dann mit voller Wucht.
                    Zwar muss sich die Familie in Sachen Weirdness vielleicht noch etwas fortbilden um an die Familie aus Lanthimos DOGTOOTH heranzukommen, dennoch aber sind sie mehr als befremdlich. Wie man es aus den Werken des Griechen gewohnt ist artikulieren sich hier alle Figuren auf einer unangenehmen Ebene bzw. sie sprechen was sie im Kopf haben oft direkt aus. Das führt zu abstrusen Sätzen, die kein normaler Mensch in ihrem Alltag so äußern würde wie "Kann ich deine Achselhaare sehen ?" Trotz ihrer befremdlichen Offenheit scheint man hier nie zu irgendjemanden ganz durchzudringen. Weder das Elternpaar, noch die Kinder und besonders nicht den dämonischen Jungen, scheint man hier zu irgendeinem Zeitpunkt voll greifen zu können. Die Familie hat nichts was sie vereint, nicht mal ihre Angst.
                    Eine lauerndem kaum beschreibbare Angst hängt über ihnen, visualisiert durch Lanthimos atemberaubende Bildkompositionen. Mehr als einmal kommt einem der Name Stanley Kubrick in den Sinn, wenn etwa Farrell durch eine Halle läuft, die Kamera ihm folgt und dabei die Wände der Halle sich über die gesamte Leinwand erstrecken. Ähnlich wie der Meister aus Großbritannien rahmt Lanthimos seine Figuren als Spielball ihrer Umgebung, als Opfer einer höheren Macht ein.
                    THE KILLING OF A SACRED DEER ist wohl Lanthimos radikalster Film, weil er hier die unvorstellbare Grausamkeit direkt ausspricht, während sie in DOGTOOTH oder auch THE LOBSTER zunächst nur lodernd im Verborgenen verblieb und erst mit zunehmender Laufzeit immer mehr zum Vorschein trat. Aus dem Szenario von THE KILLING OF A SACRED DEER, so merken es die Figuren, als auch wir langsam, gibt es kein Entkommen, keine Flucht, nur eine radikale, zumürbende Entscheidung, die jeden Sinn von Gerechtigkeit zerstört (oder festigt ?).
                    Yorgos Lanthimos offenbart wie immer zwischenmenschliche Kälte und gesellschaftliche Furcht und mit diesem Film ist ihm ein verstörendes Psychogramm gelungen,bei dem selbst der offensivste Schrecken immer mit dem gewohnt bitterbösen Weirdness-Humor verbunden ist. Keine Ahnung was mehr Angst macht.
                    Ja, Lanthimos härtet ab, nach dieser Impfung muss man sich über ansteckende Krankheiten anderer Filme erst mal keine Sorgen mehr machen.

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                    • 7

                      Beklemmendes, packendes und irritierendes Drama um Schuld und Sühne, das den Mythos der Iphigenie auf die Moderne überträgt. [Michael Ranze]

                      • 5 .5

                        (...) Das Thema des Films ist sicherlich kein uninteressantes und bis zu einem gewissen Zeitpunkt weiß Lanthimos dies auch zu erzählen. Die Kamera bewegt sich ständig durch Räume hindurch, sie geht nahe an Menschen heran nur, um dann wieder von ihnen wegzugehen. Das unterkühlte und fast schon gekünstelt wirkende seiner Figuren geht aber nicht über einen bestimmten Konfliktpunkt hinaus. Es geht immer wieder um Sauberkeit, die Elternteile der Familie, deren Geschichte erzählt wird, sind Ärzte, sie sind stets klinisch und rein. Ständig geht es um die Hände eines Arztes, wie sauber und schön diese sein. Nachdem die Konfliktlinie mehr als deutlich geworden ist, wird die Inszenierung immer affirmativer und fokussiert den Zustand aller Figuren zwischen Leben und Tod. Dass dies nun mit ständigen Aufnahmen der Kinder in Krankenbetten symbolisiert werden muss, zeigt, dass die Wunden, die dieser Film wortwörtlich aufkratzen möchte, nur an der Oberfläche stark bluten und im Inneren sehr schnell wieder verheilen.
                        http://prettylittlemovies.blogspot.de/2017/10/von-einsamen-menschen-erzahlen-notizen.html

                        • 6
                          NewYorkTimes 20.10.2017, 13:37 Geändert 20.10.2017, 14:13

                          The Killing of a Sacred Deer fühlt sich an wie eine dunkle, dichte Volkssage aus der modernen Zeit. [A.O. Scott]

                          • 7
                            VillageVoice 20.10.2017, 12:53 Geändert 20.10.2017, 12:53

                            Für den größten Teil seiner Spielzeit funktioniert Sacred Deer als eine Reihe von Taten, Emotionen und Attitüden, die, obwohl sie symbolisch extrem sind, trotzdem vage in der erkennbaren Realität verwurzelt scheinen. [Bilge Ebiri]

                            • 6 .5

                              Während [The Killing of a Sacred Deer] langsam auf ein passend verzweifeltes Ende zumarschiert, fühlt sich der Film mehr und mehr wie eine selbstgefällige, aber nicht aufrechterhaltene Provokation an. Eine üppige Darstellung von Kunstfertigkeit im Dienste von Schocks und Ideen aus zweiter Hand. [Justin Chang]

                              • 9

                                Dies ist ein Film, der sehr seinen Griff um unsere Ängste Stück für Stück umschließt, während er zeigt, dass die tiefsitzende, höchst angespannte Angst gruseliger sein kann als schreiender Terror. [David Rooney]

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                                • 7 .5

                                  The Killing of a Sacred Deer ist ein weiterer Frontalangriff auf patriarchale Annahmen, in denen sich eine entmannte Vaterfigur seiner eigenen Überheblichkeit stellen muss. Seien sie versichert [Regisseur Giorgos] Lanthimos lässt ihn nicht so einfach davon kommen. [Peter Debruge]

                                  • 7 .5

                                    So bleibt Yorgos Lanthimos' neuestes Werk eine zwar brillante, aber doch auch etwas kalte und leere Arthouse-Version eines Horrorfilmes. [Simon Eberhard]

                                    • 8

                                      [...] Lanthimos neuer Film The Killing of a Sacred Deer ist nämlich ein durch und durch verstörendes Psychohorrorrätsel über gesellschaftliche, insbesondere familiäre Abgründe geworden. Farrell, der unter Lanthimos Führung nach The Lobster erneut zu schauspielerischer Höchstform aufläuft, spielt dieses Mal einen Kardiochirurgen, dem bei einer Operation ein Fehler unter Alkoholeinfluß unterlaufen sein soll. Dieser von ihm begangene, moralische Fauxpas soll zum Ableben des operierten Patienten geführt haben. Dies behauptet zumindest der Sohn des verstorbenen Patienten, der nun wiederum prophezeit, dass alle Familienmitglieder des Chirurgen nach und nach ebenfalls der Tod ereilen wird. Angefangen mit dem Sohn, gefolgt von der Tochter, und zu guter Letzt seine Ehefrau (ebenfalls großartig: Nicole Kidman). [...]

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                                      • 3

                                        "Schon wieder Ethik: Nach Ruben Östlund und Andrei Swjaginzew hat nun auch Yorgos Lanthimos eine Denksportaufgabe für Cannes vorbereitet." [Lukas Stern]

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