Die versunkene Stadt Z - Kritik

The Lost City of Z

US · 2016 · Laufzeit 141 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Drama, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Ein klassischer Abenteuerfilm, der wirklich gut gemacht ist. Er lässt sich angenehm viel Zeit für seine Charaktere in dieser doch eher hektischen Kinozeit. Wirklich sehenswerter, schöner Film.

    5
    • 10

      Dear Amely ♥²,

      -For those who dream-

      Percy Fawcett, ein Leben, basierend auf Folgender wahrer Begebenheit:

      „Zu Träumen, nach dem Unbekannten und Schönen zu suchen, ist in sich schon Belohnung genug. Des Menschen streben sollte mehr sein, als er greifen kann. Zu was wär‘ sonst der Himmel da?“ -Nina Fawcett-

      Jeder von uns kennt es, jeder von uns sucht zwar unabkömmlich danach, bricht aber unter der Last, des Strebens nach einer Bestimmung, einer Reise in sich selbst, vollkommen zusammen.

      Die Menschheit ist den „Wilden“ nicht unterlegen. „Wir sind alle aus demselben Stoff“, so Percy Fawcett, der auf Forschungsreisen der National Geographic Society, im tiefen Amazonas nach seiner Wahrheit gesucht hat. Seine Wahrheit, die keinen Anklang fand und wie bei einem Künstler wie Picasso, erst viel zu spät, viele Jahre später, entdeckt und wahrgenommen wurde.

      Wie kann man unter solch einer Last nicht zusammenbrechen? Percy Fawcett, der eine erfolgreiche und eine zweite erfolglose Reise über Jahre auf sich nahm, um Sie, „Die versunkene Stadt Z“ zu finden, nur um sich dem Spott der Gesellschaft auszusetzen, die nur den Namen des Bekannten kennt. Was neu ist, schließt aber womöglich das Unbekannte aus. Und was unbekannt ist, macht dem Menschen weitaus mehr Angst, als alles andere.

      Es ist ein großer Moment im Film und er rührte mich zutiefst, wurde doch aus ihm, dieser erstaunlichen Szene, bei dieser Versammlung von Menschen, vorrangig mit Titel und Diplomen, mit Zweiflern und ziellosen Menschen, Folgendes wahrhaftig und eindringlich in Wort und Tat unterdrückt:

      „Vielleicht gibt es dort eine unbekannte Zivilisation, deren Existenz niemand für möglich gehalten hat. Dann schreiben wir ein völlig neues Kapitel unserer Geschichte. Ich nenne sie „Z“. Sie existiert, und wir müssen sie finden“.

      Nur ein Traum oder eine Bestimmung? Weder das eine, noch das andere ist falsch, sondern des Menschen höchstes streben, während er auf der Erde wandelt, um eben dieses zu ergründen. Nicht selten brechen wir, wie oben genannt, unter der Last zusammen, wenn wir einen Traum, eine Bestimmung vor Augen haben, des Nachts davon träumen, aber der Traum und die Bestimmung sich nicht bewahrheiten. Vergessen und Verdrängen ist nicht des Menschen höchstes streben, weshalb es uns oft alle Kräfte raubt, wenn unser höchstes streben, wie bei Percy Fawcett, nicht mit dem Ziel belohnt wird. „The Lost City of Z“ ist genauso viel Wahrheit und Leben, wie Traum und Bestimmung.

      Die jahrelange Abwesenheit zu seiner Familie nagte an ihm, seine Kinder, die er nicht aufwachsen sehen konnte, nur weil er sich verpflichtet fühlte, einen Titel im Namen erlangen zu können, in der Gesellschaft anerkannt zu werden und seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Das Leben stieß ihm indes Gestrüpp vom Ausmaße des Lebens in den Weg, dass seinen Traum und seine Bestimmung erschwerte. Am Ende ist an uns, zu glauben und zu träumen, dass Percy Fawcett die Existenz der Stadt „Z“ nicht nur kannte, sondern sie auch gefunden hat. Ich glaube und das fest.

      Er glaubte selbst sein ganzes Leben, an das, was er gesehen hatte, was ihm niemand glauben wollte und James Gray bebildert und erzählt seine Geschichte in emotionalem und spannendem Ausmaß. Der Soundtrack, den uns Christopher Spelman beisteuert und die Bilder, die uns die Crew auf den Bildschirm zaubert, sowie das gekonnte und sympathische Spiel von Charlie Hunnam, machen aus „The Lost City of Z“ ein stimmiges, historisch- und gesellschaftlich wertvolles Drama, dass uns sagt, dass wir träumen sollen, nicht aufgeben und die Welt entdecken müssen.

      "Das Leben ist ein großes Geheimnis mein Sohn. Wir wissen so wenig von dieser Welt. Aber du und ich machten eine Reise, die andere sich nicht mal vorstellen können. Und das unser Herz mit Weisheit erfüllt." -Percy Fawcett-

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      „Mehr, als wir sehen können, ist es, was das Leben ausmacht.“ -Rocket Man-

      7
      • 7 .5

        James Gray's "The Lost City of Z", weiß mit Ruhe und Sorgfalt zu glänzen, sowie seinen Darstellern.
        Ein Film, nicht für jeder Mann, oder Frau.
        Aber wer nichts gegen feines, schönes Kino hat, sollte hier einen Blick riskieren.
        .
        (⌒.⌒/"

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        • 7

          In Zeiten sozialer Netzwerke, die jedem Individuum das Gefühl geben können, Bedeutung zu haben und die Welt zu einem Dorf werden lässt, könnte der Eindruck entstehen, dass das Entdeckertum geradezu antiquiert und völlig der Zeit entrückt erscheint. Tatsächlich gibt es oberhalb der Wasserflächen kein unentdecktes Land auf dieser Erde mehr. Insofern ist "Die versunkene Stadt Z" nicht nur aus inhaltlicher Perspektive ein geradezu nostalgisches Unterfangen. Auch das Erzähltempo ist passend zur adäquaten Lauflänge von knapp 140 Minuten eher gemächlich. Die namhafte Darstellerriege macht durch die Bank weg einen guten Job. Auch James Gray beweist einmal mehr seinen Hang zu optisch ansprechender Filmkunst.
          Somit ist ""Die versunkene Stadt Z" mit seinen zeitgenössischen Zutaten ein angenehmer Ausflug in vergangene Zeiten, noch weit bevor Indiana Jones die Leinwand betrat.

          4
          • 6

            An sich eine interessante Story, weswegen so ein Film auch Lust zum Sehen macht. Vom Regisseur oder Autor oder wem auch immer wurde das Abenteurer-Drama mit schlecht dargestellten Familiengeschichten ergänzt bzw. aufgeblasen. Die Ehefrau von Col. Percy Fawcett könnte aus der Lindenstraße kommen und die Kinder sind ebenso völlig belanglos.
            Auch wenn dies alles einen wahren Hintergrund hat, hätten 45 Min. kürzer den Film um einiges besser gemacht.

            1
            • 3

              Als Abenteuerfilm ist er viel zu lahm, ich habe viel mehr erwartet doch dieses hin und her zwischen Stadt und Urwald war so ein Hick-Hack wodurch der Film einfach nur in die langweilige Länge gezogen wurde. Zwar bietet der Film Geschichte, doch das war es auch. Er ist eben sehr lahm und langatmig, dafür jedoch von der schauspielerischen Leistung ganz gut umgesetzt.

              Einen Indiana Jones darf man hier nicht erwarten sowie die Stadt "Z" selbst auch nicht! Es ist wie ein Film der langweilig anfängt und man stets darauf wartet, das etwas Besonderes passiert aber es passiert eher NICHTS ....

              1
              • 7

                “A man's reach should exceed his grasp, or what's a heaven for?”

                Die versunkene Stadt Z ist so etwas wie die Arthaus-Variante von Indiana Jones, gewürzt mit einer Portion Aguirre - Der Zorn Gottes und einem Schuss El abrazo de la serpiente. Mit gemächlichen Tempo und opulenten Bildern huldigt Regisseur James Gray dem Drang der Entdecker, den Abenteurern und Pionieren. Dabei distanziert sich der Film einerseits von unangebrachtem Pathos und romantischer Heldenverklärung, schafft es anderseits jedoch auch die Faszination und den Antrieb seines Protagonisten spürbar zu machen. Die versunkene Stadt Z ist in erster Linie die Geschichte eines Mannes, der zwischen Familie und seiner Passion hin- und hergerissen ist…sich zunächst immer wieder einredet pflichtbewusst und zum Wohle der Menschheit zu handeln, sich letztlich aber doch stets schmerzlich bewusst ist, dass er vor allem seinen eigenen Träumen nachjagt. Charlie Hunnams Performance ist auf dem Punkt, sein Gesicht spiegelt jene zwiespältige Faszination, die auch der Film selbst zum Ausdruck bringt. Ein Film voller Abschiede, immer wieder schmerzlich und doch gleichzeitig ein hoffnungsvoller Aufbruch. Die Aufnahmen des Dschungels, einnehmend, faszinierend und gefährlich, tragen maßgeblich zur elegischen Stimmung des Films bei. Es ist weniger die im positiven Sinne konventionelle und gemächlich erzählte Dramaturgie, die dem Film zu seinem verlockenden Sog verhilft, sondern vielmehr seine betörenden Bilder und die dichte Atmosphäre. Ein vergessener Höhepunkt des aktuellen Filmjahres.

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                • 6 .5

                  Echt aufwendig produziert, aber irgendwie pffff. Weis auch nicht. Zu oberflächlich, dann wieder ausufernd lange. Hat mich nicht mitgenommen auf diese eigentlich unglaubliche Reise.

                  • 5

                    Leider zur wenig Abenteuer und Tempo in dem Streifen. Für meinen Geschmack eine halbe Stunde zu lang. Ich habe eine Art "Indiana Jones" erwartet und einen sehr ruhigen, emotionalen Film bekommen.

                    • 5

                      Langatmig und zäh erzählt . Leider sind auch die Dschungelszenen nicht sehr abwechslungsreich . Als Drama aber eigentlich auch ganz gut . Man fühlt schon mit dem Hauptcharakter mit . Man wünscht ihm das er sich seinen Traum erfüllen kann , den er wird oft angefeindet und verraten. Und Fawcett lässt seine Familie oft im Stich , was er nie beabsichtigt hatte . Schwer zu bewerten . Gut und weniger gut zugleich . Solche Filme gibt es manchmal eben .

                      3
                      • 7 .5

                        Ja, der Film war genau meines. Abenteuer, noch dazu nach einer wahren Begebenheit, toll.
                        Ein paar Kleinigkeiten fehlten noch zum Top-Film, aufgrund der wunderschönen Musik jedoch wieder Punkte gut gemacht.

                        • 5 .5

                          "Die versunkene Stadt Z" ist ein ruhiger Film, mehr Charakterstudie/Historienfilm als Indiana Jones. Keine bunten Actionszenen und keinen aufpolierten Dschungel sondern bittere Realität mit allen Tücken des unerforschten Amazonas. Das war mal was anderes und spannend! Was mich allerdings an dem Film gestört hat waren die unerwarteten Zeitsprünge und die teils erschreckend lahmen Dialoge. Auch die Schauspielleistung einzelner Darsteller war komischerweise sehr dürftig. Bei den frühen Szenen der Familie mit Ihrem Kind/Ihren Kindern zum Beispiel musste ich mich sogar ein wenig fremd schämen...

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                          • 7

                            abenteuerfilm, gute bewertungen, dschungel wer jetzt auf einen Indiana jones ersatz hofft liegt völlig falsch. die versunkene stadt z ist ruhig, basiert auf einer wahren begebenheit und ist eher altmodisch im sinne der 60er und nicht der 80er jahre.

                            • 8
                              Daggiolone 13.09.2017, 00:40 Geändert 13.09.2017, 09:26

                              Die versunkene Stadt Z schafft es, ein verstaubtes Genre wie den Abenteuerfilm aus der 80er Mottenkiste zu holen, und ihm nicht nur einen modernen, sondern sogar einen richtig gut gelungenen Anstrich zu geben. Er schafft es Emotionen zu vermitteln, die man nicht mehr kennt. Das Zeitalter der Entdeckungen, wo sich Legenden und Wissenschaft vermischten. Wo der Mensch noch die Welt entdecken konnte. Wo der Europäer aber leider auch der Meinung war, nur er sei der Mensch. Das was die Vielseitigkeit der Zivilisationen ausmacht, zerstören wir mit Giftgas, und nennen Menschen die sich mit Pfeil und Bogen dagegen wehren "Wilde".

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                              • 8
                                nasenschleuder 13.09.2017, 00:33 Geändert 13.09.2017, 05:34

                                Schöner Film. Die seinerzeit (ihrerzeit?) berühmte Weltreisende und Filmemacherin Aloha Wanderwell war 1930-31 im Amazonasgebiet unterwegs, um Fawcetts Schicksal zu klären. Ihr Film über dieses Vorhaben erschien 1934 und ist hier zu sehen: https://youtu.be/5XuNF7YJ2ZM

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                                • 7

                                  Dem Entdeckergeist ein Denkmal setzen.
                                  Die (wahre) Geschichte von Percival Harrison Fawcett, einer der größten Entdecker Amazoniens des zwanzigsten Jahrhunderts, wird von James Gray als klassischer und eleganter Abenteuerfilm erzählt, der seine Emotionen, seine dramaturgische Kraft, in der Schönheit seiner Bilder findet. Der Film hat es nicht eilig, sucht immer wieder den richtigen Rhythmus für die transformative Reise seines Helden. Mit großer Sorgfalt und ohne oberflächlichen Posen folgen wir einem Mann, dessen nüchterne Entschlossenheit Unbekanntes zu entdecken, zu erfahren, ebenso ein Traum von ihm ist, wie ein friedfertiger Akt. Die Suche nach anderen Welten ist für ihn eine (Sehn-) Sucht und eine Flucht vor der Enge seiner traditionalistischen, viktorianischen Heimat. Die Welt des Amazonas ist dagegen exotisch, üppig, geheimnisvoll und gefährlich, wie auf einem anderen Planeten. Mit Sinn für bildliche Wirkung inszeniert Gray die gespenstischen Landschaften als seelische Innenräume seines Protagonisten. In gewisser Weise funktioniert „Die versunkene Stadt Z“ hier wie eine Hommage an die Kunst der Malerei. Dass die "zivilisierte" Welt mit ihrer Sturheit und bürgerlichen Freiheiten in fremden Territorium auf existentialistischen Grenzen zwischen Leben und Tod trifft verhindert die Romantisierung des Abenteuermotives, die magische Anziehungskraft im Fremden seine Ziele zu erreichen bleibt aber bestehen.
                                  7 Träume.

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                                  • 4

                                    eine Schlaftablette tut's auch

                                    2
                                    • 6

                                      Nicht schlecht mal zum ansehen , aber zu wenig mitreissend. Stellenweise wirkt alles recht bemüht (Konflikte, die sich allesamt im Nichts auflösen). Manchmal sehr stereotypisch. Da wurde Punkt für Punkt alles brav abgearbeitet. In der Schule würde der Lehrer urteilen: stets bemüht, aber bestenfalls (knapp über) Durchschnitt

                                      • 7

                                        so viel Potenzial...

                                        • 7
                                          eagle1989 27.08.2017, 21:53 Geändert 27.08.2017, 21:54

                                          Fing ganz gut an, wurde dann sehr langatmig und brachte auf Dauer keine Spannung auf. Man kann mit dem guten Percy mitfühlen und auch mit seiner Frau. Man wollte sich natürlich lieber an die wahre Geschichte halten, was ich häufig eher fahrlässig finde. Warum nicht einfach eine Geschichte ausschmücken und am Ende eben nicht "War eine Wahre Geschichte" schreiben. Ganz ehrlich, ein guter Film ist mir 10x wichtiger. Sonst kann ich auch eine Doku schauen. Man hätte lieber mal die Stadt zeigen können oder irgendetwas spannendes am Ende bringen können. Ich bin leider nicht zufrieden mit dem Film. Die ganze Story mit dem "Dicken" war irgendwie auch total unnötig. Hat der Story kein Meter weitergeholfen. Gut gemeinte 7/10, da der Anfang sehr gut war und Pattinson sehr amüsant zu sehen war. Bitte mehr davon

                                          • 5

                                            Die deutsche Synchro für den Hauptdarsteller geht ja mal gar nicht. Hört sich an als ob der jeden Satz flüstert. Hab den Film deshalb nach bereits 20min abbrechen müssen. :(

                                            • 5

                                              Schwierig. Mir war vorher klar, dass der Film die biographischen Züge eines mir bis dahin unbekannten Forschers tragen würde, also für mich eher wegen der Abenteuerlust infrage käme. Die erste Expedition fällt dann auch ziemlich spannend aus, nimmt aber auch nur einen kleinen Teil des Films ein. Es folgen Szenen in England, die aber neben dem Dschungel wie Beiwerk erscheinen, weitere Expeditionen, welche, auch wenn sie tatsächlich so unternommen worden sind, dem Zuschauer nur wie Wiederholungen des immer gleichen Thema vorkommen und ein Filmende, das geschichtlich korrekt ausfällt.
                                              5 Punkte

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                                              • 7

                                                Toll gespielt. Die Geschichte eines Besessenen. Komisch war, dass die ewrste Expedition mit einem antriebslosen Floß FlussAUFWÄRTS richtung Quelle treibt. Ansonsten ein handwerklich perfekter Sonntagsnachmittagfilm

                                                • 4

                                                  Ein Huldigung an einen Entdecker, der nie etwas entdeckt hat. Den Sonntag Nachmittag mit einem langweiligen und vor allem sinnlosen Kinofilm verbracht. Das einzige, was punktete, war die schauspielerische Leistung.

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                                                  • 6 .5

                                                    Hätte nicht gedacht jemals diesen Satz zu formulieren: "Robert Pattinson hat dem Film den Arsch gerettet." Toll bebildert, wirklich aufwendig gemacht und eine interessante Geschichte - aber leider nicht durchgängig spannend. Das muss so ein Film auch nicht zwangsläufig sein - aber an der ein oder anderen Stelle scheint der Erzählstrang gestört zu sein....

                                                    ...den Imperator mal wieder zu sehen fand ich super!

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