Die versunkene Stadt Z - Kritik

The Lost City of Z

US · 2016 · Laufzeit 141 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Drama, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 2 .5
    Dr.Hasenbein 07.08.2018, 20:28 Geändert 08.08.2018, 15:03

    Puh, selten habe ich in letzter Zeit einen zäheren, langatmigeren und langweiligeren Film gesehen als gestern Abend
    "Die versunkene Stadt Z"!
    Ich musste mich buchstäblich durch den Film durchquälen,
    und in der letzten halben Stunde konnte ich gegen die Müdigkeit,
    die der Film bei mir ausgelöst hat nicht mehr ankämpfen,
    und ich bin bis kurz vor dem Abspann weggenickt.
    Da der Film aber in den vorherigen zwei Stunden so verdammt bumslangweilig war,
    habe ich keine Ambitionen den verpassten Rest nachzuholen.
    Also, ich schreibe meine Kritik mit dem Wissen dass mir eine knappe halbe Stunde fehlt.
    Ich mag Abenteuerfilme, und ich habe auch nichts gegen gut gemachte Dramen.
    Da der Film eine merkwürdige Mischung aus beidem ist,
    war das ja schonmal kein Nachteil.
    Aber weder die Figuren, noch ihre Schauspieler konnten mich in irgendeiner Form überzeugen.
    Charlie Hunnam scheint ja ein verdammt cooler Typ zu sein,
    als Schauspieler überzeugen konnte er mich aber bisher noch nicht.
    Und in der Lage, einen Film als Hauptdarsteller zu tragen, ist er scheinbar auch (noch) nicht.
    Hier war er jedenfalls heillos überfordert.
    Bekommt aber hier, das muss man fairerwise sagen, auch keinen besonders grossen Halt von Regisseur James Gray,
    der ebenfalls überfordert wirkt, und nicht so recht zu wissen scheint was er mit dem Stoff anfangen soll.
    Da macht Ex Vampir Pattinson schon eine etwas bessere Figur.
    Aber auch er bleibt farblos und wie der rest des Casts komplett austauschbar.
    Man bekommt einfach keine Chance mit den Charakteren warm zu werden sich ihnen zu nähern, oder sie zu verstehen.
    Der gesamte Film besteht aus einem ständigen Wechsel zwischen Dschungel und Zivilisation.
    Und dies geschieht ständig, und teilweise sehr abrupt und unwillkürlich.
    In der Zivilisation schwingt Hunnam große, laute, aber nicht sehr überzeugende Reden und macht seiner frau ständig neue Kinder.
    Im Dschungel herrscht ebenfalls gähnende Langeweile.
    Und ständig erwischt man sich bei der Frage, was den Cutter jetzt wieder geritten hat, den Film so dilettant zusammen zu kleistern.
    Hier hat nichts Hand und Fuss, und nichts wirkt organisch oder zusammenhängend.
    Da ich kurz vor Ende, quasi bei den letzten Sätzen wieder aufgewacht bin,
    habe ich gerade noch erfahren dass er dann wohl doch noch "Z" entdeckt hat.
    Diese Entdeckung ist dann aber ohne mich von statten gegangen.
    Ich bin aber nicht böse drum!
    Hätte ich aber gewusst wie verdammt langweilig dieser Streifen ist, ich hätte mich schon vorher umgedreht und geschlafen!

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    • Einfach nur öde.
      Spannung keine,die einzigen gefährlicjen Szenen im jungle werden recht schnell abgewaatscht und zack ist man wieder in London und es wird gelabert.
      Der Hauptdarsteller Macht ein Kind,geht in den Jungle, kommt wieder und das kind ist geboren,schwängert seine Frau bei seiner Reisepause und geht wieder in den Jungle,kommt wieder und das Kind ist geboren.
      Die Beziehung zu den Eingeborenen hätte man viel anschaulicher verfilmen können aber scheinbar wird mehr wert auf das Gerede der reichen herrschaften in London gelegt.
      Mit Überlänge zudem ein film zum wegschlafen der so vor sich hin plätschert.

      • 7 .5

        Mir persönlich gefallen Abenteuerfilme sehr gut, wenn sie sich auch Zeit und Muße nehmen das Dschungel- und Survivalfeeling in schönen Bildern und längeren Szenen einzufangen, das Überleben in diesem zu beleuchten (Nahrung, Hitze, Kälte, Wasser, Erschöpfung, unwegbares Gelände, gefährliche Tiere), ohne dass es dafür ein Monster, Killer, Dinosaurier, Maschinengewehre oder sonstwas braucht. Das macht der Film eigentlich sehr gut und die besten Szenen sind jene auf dem Floß und Fluss bzw. im Dschungel selbst, das hat dann etwas sehr Elementares. Leider springt der Film oft sehr abrupt zwischen Dschungel und der Heimat und gibt den Familienproblemen sowie der heimischen Gesellschaft zu viel Screentime. Charlie Hunnam hat mir sehr gut gefallen, ebenso Robert Pattinson. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert und unterhält auch über die lange Laufzeit gut, für eine zweite Sichtung fehlt dann aber das gewisse Etwas.

        • 7 .5

          Spoiler. Überaus gelungene Umsetzung der wahren Geschichte um das Drama des verschollenen Percy Fawcett. Wir werden wohl nie erfahren, was aus dem passionierten Forscher wurde.

          • 4

            "Die versunkene Stadt Z" war meine erste filmische Begegnung mit Regisseur James Gray und, wenn ich rational handeln würde, wohl auch die letzte. Denn auch nach dem zweiten Anlauf (beim ersten bin ich eingeschlafen) konnte mich der Film nicht überzeugen. Der Plot liest sich interessanter als er im Film inszeniert wird, es geht wirklich erstaunlich ruhig zu; in aller Regel bin ich Fan von sowas, alles andere als Michael Bay-Fanatiker, aber der hier war mir dann doch 'ne Nummer zu dahinsiechend...
            Aber immerhin ist die Sache durchsetzt mit guten Darstellern, die dem ganzen doch noch einen gewissen Reiz verpassen. Einen Reiz, der mein Desinteresse leider nicht ausgleichen kann.

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            • 5

              gähn, gefühlte Spielzeit 360 Minuten. Ich war froh als er dann endlich vorbei war. Pattinson fand ich noch mit am besten in seiner Rolle und meine Frau hat ihn nicht erkannt.

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              • 9

                https://www.movie-infos.net/datenbank/Entry/100-Die-versunkene-Stadt-Z/

                Fazit

                Unterm Strich bleibt ein sehr gelungener Film mit einer tollen Geschichte, die in teils wunderschönen Bildern erzählt wird. Dazu der großartige Cast und die durchgehende Spannung, so dass einem am Ende keine andere Möglichkeit bleibt als begeistert zu sein. Eine klare Empfehlung für alle Abenteuerlustigen.

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                • 7

                  Beruhend auf einer wahren Begebenheit schickt Regisseur James Gray („The Immigrant“) uns mit Charlie Hunnam („Sons of Anarchy“) in den Dschungel Südamerikas. Denn tatsächlich war es vielleicht auch meinem Fieber geschuldet, wähnte ich mich in diesem dichten Dickicht. In dieser lebendigen Landschaft voller Gefahren. Die kräftezehrende Reise der Männer, die unerforschtes Terrain kartografieren sollen ist spürbar. Jedes Bild voller Details und Glaubwürdigkeit.

                  Etwas schade, dass die Geschichte des Forschers Percy Fawcett etwas sprunghaft geraten ist. Nie verweilt man dauerhaft in den gefährlichen Untiefen des Dschungels. Zusammengerafft und oft am völligen Ausleben gehindert. Zum Erleben aber reicht es. Was auch an den Darstellern liegt. Charlie Hunnam glänzt als Forscher, der aus seiner Leidenschaft eine Obsession entwickelt. Aber vorallem beeindruckt wieder einmal Robert Pattinson mit seiner Vielseitigkeit in einer Nebenrolle. Man könnte meinen der Typ kann alles und jeden spielen. Sehr wandlungsfähig. Klasse.

                  Im Kern erzählt uns „Die versunkene Stadt Z“ aber nicht nur vom blossen Erforschen und Entdecken, sondern davon dass wir Menschen oft mehr brauchen. Mehr als Familie. Mehr als Freunde. Mehr als ein Zuhause. Nämlich eine Aufgabe!

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                  • 4 .5

                    Scheinbar glaubt der doch teils überforderte Charlie Hunnam, dass man Emotionalität und Echtheit mit einer dauerhaft heiseren, oft wispernden Stimmlage erreicht. Leider funktioniert das höchst selten.
                    Auch erzählerisch stößt der Film zu oft an seine Grenzen, stellt sich durch ein stetiges Hin und Her zwischen den Szenen zu Hause und in fremden Ländern selbst ein Bein, da so kaum Stimmung entstehen kann. Die enorme, oft überzogene Ernsthaftigkeit in nahezu jedem Dialog ist dabei zwar konsequent, allerdings fördert es die Trägheit der Handlung noch mehr. Der zwanghafte Versuch, moral-ethische und pseudo-aufklärerischen Sichtweisen zu integrieren, wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern führt auch dazu, dass eine Identifikation mit den Figuren nicht erfolgen kann. Die in Worten formulierten Ängste, Gefühle, Träume und Hoffnungen finden keine Entsprechung in der Darstellung. Zu größe Sachlichkeit, wo auch Emotionen gefragt wären. Und da sind Sienna Miller, Tom Holland und eben der bereits engangs erwähnte Hunnam ganz groß drin. Z, der Traumorten, könnte auch einfach ein Nachbardorf sein, in das man Mal eben mit dem Rad fahren kann. Die Besonderheit dieses sagenumwobenen Ortes kann man bei den Schauspielern höchstens erahnen. Positiv hingegen spielt hier ausnahmsweise mal Robert Pattinson, dem man als einzigem seine Figur auch wirklich abnimmt. Dennoch fehlt einfach die Authentizität. Da hilft auch nicht, dass diesmal, im Gegensatz zu genregleichen Filmen wie Aguirre oder Fitzcarraldo, wenigstens das Aussehen stimmt. Schade, denn nach King Arthur zeigt Hunnam, den ich seit Hooligans eigentlich sehr mag, einmal mehr, dass er vielleicht doch nur ein Seriendarsteller ist. Umso ärgerlicher, da dieser Film tatsächlich hätte groß werden können.

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                    • [...] Er glaubte selbst sein ganzes Leben, an das, was er gesehen hatte, was ihm niemand glauben wollte und James Gray bebildert und erzählt seine Geschichte in emotionalem und spannendem Ausmaß. Der Soundtrack, den uns Christopher Spelman beisteuert und die Bilder, die uns die Crew auf den Bildschirm zaubert, sowie das gekonnte und sympathische Spiel von Charlie Hunnam, machen aus The Lost City of Z ein stimmiges, historisch- und gesellschaftlich wertvolles Drama, dass uns sagt, dass wir träumen sollen, nicht aufgeben dürfen und die Welt entdecken müssen.

                      James Gray präsentiert uns einen Charlie Hunnam in Höchstform und verzaubert uns mit Entdeckergeist und dem eisernen Willen, im Leben etwas zu entdecken, Opfer zu bringen und nach dem Glück zu streben, dass nicht sofort greifbar ist.

                      “Das Leben ist ein großes Geheimnis mein Sohn. Wir wissen so wenig von dieser Welt. Aber du und ich machten eine Reise, die andere sich nicht mal vorstellen können. Und das hat unser Herz mit Weisheit erfüllt.” -Percy Fawcett in The Lost City of Z-

                      • 6 .5

                        Trotz tollem Setting und Schauspielern kommt keine Abenteuerstimmung auf.
                        Die Reisen allein sind mir zu hopplahopp erzählt. Man hat den Eindruck man ist in 5 Minuten einmal quer durch den Amazonas gerannt. Die Rückreise geht dann noch schneller. Ein Wimpernschlag und man ist wieder in London um sich viel Blabla der Forscherkollegen und der Ehefrau anzuhören.

                        Obwohl die Reise mehrmals gemacht wird, ändert sich am obigen Schema nichts und wird irgendwann ermüdend.

                        Bitte beim nächsten Abenteuerfilm mehr Abenteuer auf der Reise und weniger Blabla im heimischen Ledersessel.

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                        • 9
                          nasenschleuder 25.02.2018, 19:46 Geändert 25.02.2018, 19:49

                          Zweitbester Film des Jahres 2017 laut LeserInnen-Umfrage der Cahiers du cinéma. Frankreich, Du hast es besser.
                          https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=989449961195695&id=100003921014929

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                          • 5 .5

                            Zu langatmig. Keine Spannung erzeugend. Die Geschichte ist gut, man hätte mehr draus machen können.

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                            • 6 .5
                              Kritiker56 18.02.2018, 09:38 Geändert 18.02.2018, 09:44

                              Ich fand den Film nicht ganz so schlecht, wie einige hier. Vor allem sollte man ihn nicht als Abenteuerstreifen, sondern als ein Drama betrachten. Es ist die Vision eines Mannes, der eine vergangene Zivilisation im bolivianischen Dschungel sucht und dabei viel opfert, vor allem den Zugang zu seiner Familie.
                              Fawcett ist ein Mensch, der in der Zeit der Kolonialisation die Leistungen von Menschen anerkennt, die für andere seiner Zeit als Wilde galten.
                              Der Film selbst liefert sehr schöne Bilder, der Soundtrack ist stimmig, die Schauspieler leifern zwar keine Höchstleistungen, enttäuschen aber auch nicht.
                              (Robert Pattinson hatte ich zu Beginn mit dichtem Bart und Brille gar nicht erkannt)
                              Die versunkene Stadt konnte mich dennoch nur teilweise überzeugen, vor allem hätte ich mir mehr Aufnahmen von den Expeditionen gewünscht, über zwei Drittel des Filmes spielt sich leider in England ab, was ab und zu etwas langatmig wirkt.
                              Vor allem kann der Zuschauer am Ende der ersten Expediton nicht nachvollziehen, was denn so wichtig an der Entdeckung war, wo man doch nur ein paar Keramikscherben gefunden und ein geschnitzes Götzenbild im Baum gesehen hat. Das hätte man etwas mehr verdeutlichen sollen. Leider konnte ich auch dem Schluß nichts abgewinnen.
                              Dennoch war es für mich keine Zeitverschwendung, auch wenn ca. 20min weniger auch gereicht hätte.

                              • 6

                                Eigentlich sehr lobenswert, dass sich Filmemacher immer noch an klassichen Entdecker-Abenteuer-Stoffen versuchen. Und im Prinzip bringt der Film auch alles mit was für das Genre benötigt wird. Hitze, Regen, Piranhas, kannibalistische Indios, Malaria, Ruinen im Dschungel - alles da. Doch leider fehlt es hier an Atmosphäre. Man merkt, dass man Sachen wie Aguirre und Apocalypse Now im Blick hatte, doch dieses besondere Feeling, was diese Filme intus haben, erreicht Z trotz großer Anstrengungen und toller Bilder zu keiner Zeit. Die Szenen von Delirium und Verzweiflung sind zu kurz, die Stummungswechsel zu flatterhaft und die Gefahr ist zu selten spürbar. Darüber hinaus scheint das Drehbuch den Überblick über die dargestellten Expeditionen zu verlieren. So kommt es viel zu oft vor, dass die vier Hauptakteure gefühlt tagelang allein auf einem kümmerlichen Floß unterwegs sind und in der nächsten Szene haben sie dann plötzlich eine Mannschaft von einem Dutzend Männern und sogar Pferde. Sowas wirkt nicht besonders sorgfältig in der Erzählung und schlägt sehr auf die Atmosphäre, weil es einfach die Immersion versaut.

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                                • Raphaela85 07.02.2018, 23:30 Geändert 07.02.2018, 23:31

                                  Huiuiu. Was soll ich sagen. Für mich eine ähnliche Enttäuschung wie der letzte Star Wars Film. Nach ner halben Stunde war noch nichts passiert. Die Farben waren irgendwie sehr komisch und die Sinchro der Hauptdarsteller auch. Hab mich dann gezwungen weiter zu schauen, aber es passierte immer noch nichts. Lahme Story, zu langatmig, unpassendes Kriegsgeballer, unspannendes Ende. Nur Königin der Verdammten war noch schlechter :))))

                                  • 7

                                    Wer die Kunst an Filmen mag, ist hier genau richtig. Alles sehr ruhig und melodisch erzählt, top gespielt vom Cast. Sehr Schöne Bilder. Schade das der Hunnam bisher nur Flops gemacht hat, er ist als Schauspieler und als Kerl echt nen Geheimtipp!

                                    • 5 .5

                                      Ne sorry, der hat mir leider nicht besonders viel gegeben. Langsam, zu lang und recht antiklimaktisch. So ganz habe ich nicht verstanden, was mir der Film sagen wollte. Für eine Behandlung der Beziehung zwischen Ureinwohnern und Kolonisten war er ziemlich flach (und stellenweise auch klischeehaft), für eine Hommage an alte Abenteuerfilme fehlte mir die Abenteuerlichkeit. Etwas, das mich in Ehrfurcht und Staunen versetzt. Stattdessen fand ich den Film erschreckend öde (gerade auch im Vergleich zum deutlich besseren "Der Schamane und die Schlange"), trotz der hübschen Bilder von Darius Khondji und guten darstellerischen Leistungen von Charlie Hunnam und Robert Pattinson (den ich gar nicht erkannt hatte!).

                                      PS: Was zur Hölle war denn die Ansprache in der Royal Geographic Society? Das sollte wohl mitreißend wirken und Leidenschaft entfachen, aber auf mich wirkte das ungeheuer kitschig und fast etwas peinlich. Da fällt mir wieder auf, wie viel besser ich in der Hinsicht Darkest Hour fand. Dort hat man auch einen Mann, der eine Rede in britischem Akzent hält/brüllt, aber da hat es für mich funktioniert.

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                                      • 7 .5
                                        RobertTerwilliger 18.01.2018, 16:35 Geändert 14.05.2018, 23:03

                                        Der Dschungel ist ein Faszinsosum. Man muss hierbei nichts nachträglich hinzufügen, durch seine Dichte, Vielfalt und Geräuschkullisse ist er faszinierend genug. Verheißungsvoll ist hierbei sicher, dass unter den dichten Dschungeldächern ganze versunkene Zivilisationen zu finden waren.

                                        Das beflügelt natürlich Fantasien und den Ehrgeiz, insbesondere als die Welt nocht nicht ganz so erschlossen war, diese auch zu finden. Dem widmet sich Charlie Hunnam als Colonel Pery Fawcett. Trotz kolonialer Arroganz, gab es doch auch immer eine bestimmte Faszination der Europäer für außereuropäische Kulturen, egal ob im dampfenden Dschungel oder in der Weite der Wüste.

                                        Und gerade der Kontrast zwischen Dschungel und Zivilisation als Kraftakt menschlichen Schaffens in einer solchen Umgebung, soetwas zu errichten ist sicher sehr beflügelnd. Da ist das Scheitern oft vorbestimmt und Grays Film ist auch einer des Scheiterns. Aber auch ein klassischer Abenteuerfilm über Mut und Entdeckungsgeist, dem Interesse für das Andere und dafür wie gefährlich Träume sein können. Sprechen tut hier allein die Inszenierung.

                                        Langatmig aber stilsicher ohne viel Firlefanz modernen aktuellen Kinos. Da ist es auch nicht so tragisch, dass Charlie Hunnam nicht der große Charakterdarsteller ist und der sehr unterschätze Pattinson nur eine Nebenfigur dastellt. Leider ist James Gray nicht gelungen mit "Z" das mehr als tote Abenteuerkino widerzubeleben, aber eine hin und wieder vorkommende Neubelebung ist zumindest recht erfrischend.

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                                          Sonny_Burnett 13.01.2018, 17:22 Geändert 13.01.2018, 17:37

                                          Toller Film!

                                          Das der Film teilweise so schlechte Bewertungen bekommt, kann ich mir nur so erklären das viele einen Film wie Indiana Jones oder Auf der Jagd nach dem Grünen Diamanten erwartet haben. Wobei ich es dann auch nicht Fair finde einen Film schlecht zu Bewerten nur weil man im Vorfeld andere Erwartungen hatte.

                                          Ich würde den Film zusammen mit Filmen wie Silence von Martin Scorsese oder Mission von Roland Joffé einordnen.
                                          Also ernste Abenteuerfilme.

                                          Leider gibt es diese Filme nur selten und leider sind diese nicht gerade Blockbuster.

                                          Erzählt wird die Geschichte von Percy Fawcett der seit einer Amazonas Expedition im Jahre 1906 davon überzeugt war das es im Regenwald von Mato Grosso ein versunkenes El Dorado gibt, das beweisen soll dass es dort vor vielleicht 1000 Jahren schon eine für damalige Verhältnisse hoch Entwickelte Kultur gab.

                                          2009 sicherte sich Brad Pitt die Filmrechte an dem Buch Die versunkene Stadt Z von David Grann in dem die Geschichte von Percy Fawcett erzählt wird.

                                          Warum eine 8 als Bewertung und keine 9 oder 10?
                                          Weil der Zeit zwischen den Expeditionen im Film zu viel Zeit eingeräumt wurde.
                                          Hier hätte es mir besser gefallen wenn die Expeditionen intensiver erzählt worden wären.

                                          Dennoch ein toller Film.

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                                          • 6 .5

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                                            Nur "Die versunkene Stadt Z" ist eigentlich ein gelungener Film. Beruhend auf wahre Begebenheiten geht es hier um den Forscher Percy Fawcett der im Auftrag der britischen Krone den Regenwald des Amazonas erkunden will. Das geschieht in mehreren Reisen die ihren Teilnehmern unglaubliches abverlangen. Man lässt sich hier Zeit für den Hauptcharakter und erzählt sozusagen in mehreren Kapiteln seine Geschichte. Das dieser Film am Ende nicht der ganz große Wurf geworden ist hat mehrere Gründe. Das gediegene Tempo und die Lauflänge dieses Werkes sind bei weitem nicht zu unterschätzten. Dann war ich von Charlie Hunman als "Held" des Ganzen nicht voll überzeugt. Als wichtigster Punkt....es fehlt einfach an Abenteuer. Da ich mich im Nachhinein ein wenig über Percy Fawcett belesen habe kann sagen das er in seinen vielen Reisen so viel erlebt haben muss. Nur der Film bringt das kaum herüber.... da waren ja unsere Wandertage damals in der Schule manchmal aufregender. Die Hälfte des Films spielt ja in England oder behandelt den ersten Weltkrieg. Da wurde in meinen Augen viel Potenzial verschenkt.
                                            Aber, trotzdem hat der Film seine Stärken und hat mich insgesamt gut unterhalten. Es war halt nur nicht der Film den ich mir erhofft hatte.

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                                              RoboMaus 09.01.2018, 08:05 Geändert 09.01.2018, 21:28

                                              .....und ich dachte, das sei ein Abenteuerfilm.

                                              Was soll das, im heutigen Abenteuer-Kino? Da werden lang und breit Gespräche aufgezogen, die irgendwelche Auseinandersetzungen beleuchten, so interessant wie kalter Kaffee und natürlich in Überlänge. Dazu wird ein bisschen Boot gefahren und im Krieg geballert, in einem Plot, der weder Sinn macht, noch Spannung aufbaut. Die versunkene Stadt ist nur ein verfickter McGuffin: der Protagonist macht aus Zufall im Urwald einen Sensationsfund mit Keramik und Schriftzeichen, rüstet deshalb eine neue Expedition aus, aber fährt an einen anderen Ort. Dort muss er sich mit gefährlichen Indios einlassen, um sie nach Ruinen auszufragen, obwohl er den Hinweis selbst gefunden und sogar geographisch vermessen hat. WTF? Offensichtlich ist die Handlung unwichtig - Hauptsache, es wird stundenlang um den heißen Brei gelabert.

                                              Ich habe fertig.

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                                                nochmal würde ich den nicht anmachen...die laufzeit allein schreckt schon ab

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                                                  Routinierter Abenteuerfilm mit biographischen Anleihen über die obsessive Suche nach einer legendären Stadt am Amazonas. Das Drehbuch ist nicht immer glaubwürdig, oft fällt spürbar das moderne Denken in die Dialoge ein, wodurch es teilweise anachronistisch wirkt. Der Erzählfluss ist nicht konstant, sondern scheint manchmal zu zäh oder zu hastig zu sein. Dennoch gefällt die Geschichte und ist relativ abwechslungsreich. Aus diesem Grund sehenswert.

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                                                  • 5 .5
                                                    Der Staudenprinz 07.01.2018, 15:08 Geändert 14.01.2018, 16:36

                                                    Geht es nur mir so oder sieht Charlie Hunnam mit Oberlippenbart wirklich wie der uneheliche Sohn von Christoph Waltz aus? Seis drum, schauspielern kann er, was aber auch nicht über die Längen in "Die versunkene Stadt" hinweg täuschen konnte. Man treibt hier die Spannung bis kurz vor den Höhepunkt und dann urplötzlich ist die erste Expedition vorbei, bei der zweiten verhält es sich genauso und auch der finale Trip ließ mich recht unbefriedigt zurück. Zwar wurde der Dschungel schön eingefangen und es war nicht uninteressant wie sich die Geschehnisse wohl zu dieser Zeit zugetragen haben, doch zuweilen wurde mir das ein bisschen too much. Die Weltkriegsgeschichte zum Beispiel hätte man wesentlich kürzer abhandeln können und auch manch anderer Stelle hätte man mit Informationen sparen können. So aber hatte ich trotz der starken Bildern so meine lieben Schwierigkeiten, meine Aufmerksamkeit hoch zu halten. Wenigstens wurde nicht der Dramaturgie wegen ein glorreiches Auffinden von Goldenen Häusern oder sonstigen riesigen Schätzen inszeniert.
                                                    Fazit: Weniger Abenteuerfilm als Biopic, Für den geneigten Leser von National Geographic und Konsorten schön anzuschauen, als Unterhaltungsfilm weniger geeignet

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