Die Tochter meines besten Freundes - Kritik

The Oranges

US · 2011 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 9 .5
    dominjen 21.09.2017, 20:44 Geändert 21.09.2017, 20:45

    Hammer! Endlich mal das echte Leben und kein Weichspüler...

    • 6

      „Dr. House“ ist aus, jetzt schlägt Hugh an anderer Stelle zu und bestätigt eidrucksvoll zwei simple Tatsachen: zum einen ist er auch außerhalb seiner „House“ Rolle ein sehr guter Darsteller, zum anderen: kaum ein Mensch wird dies würdigen, wahrnehmen oder sonst irgendwie zu würdigen wissen. Egal was der Mann spielt, man wünscht sich dass er wieder den Stock in die Hand nimmt und loshumpelt. Passiert hier aber nicht – ebenso wenig wie irgendwas anderes nennenswertes. Nicht falsch verstehen: dies ist kein furchtbar schlechter Film und durchaus einer der leicht zu überraschen weiß: ein alter Familienvater fängt mit einer jungen Frau was an, der Film verzichtet aber auf die altbekannte Nummer bei der die Affäre über eine ewige Strecke verborgen wird. Hier fliegt das Verhältnis relativ schnell auf und der Film betrachtet die Folgen: diese beinhalten eine bedrohte Freundschaft und gestörte Ehen sowie ramponierte Eltern-Kinder Verhältnisse. Dabei geht der Film keine konkrete Bahn, ist für ein Drama viel zu versöhnlich und oberflächlich, für eine Komödie aber ebenso viel zu unwitzig. Das Resultat ist halt einfach ein Film, eine Geschichte die keinem wirklich wehtut, aber auch zu keinem Zeitpunkt wirklich was erreicht. Kurzweiliger filmischer Zeitvertreib der aber nicht wirklich lange im Kopf bleibt.

      Fazit: Mögenswerte Balance zwischen den Genres die trotz guter Darsteller alles in allem recht oberflächlich bleibt.

      • 6 .5
        RoboMaus 08.06.2017, 13:10 Geändert 08.06.2017, 19:29

        So kann das gehen: zwei Nachbarsfamilien sind beste Freunde, eine der Mütter schmiedet schon Heiratspläne für ihre Tochter mit dem gesitteten Nachbarsjungen, doch die freundet sich stattdessen mit seinem Vater an und trifft sich mit ihm im Motel....... das kommt schnell ans Licht, doch die beiden stehen zur Bestürzung aller zu ihrer "unmöglichen" Beziehung.

        Daraus ergibt sich ein witziger Plot mit leicht anarchischen Zügen - eine Mischung, die Laune macht. Es ist nicht die 08/15-RomCom, auch nicht klischeehaft, eher ein interessanter Film, der die Facetten einer solchen Beziehung aus vielen Blickwinkeln beleuchtet und mit starker Situationskomik punktet. Zum Gelingen trägt auch ein überzeugender Cast bei, mit Oliver Pratt als konsternierter Vater, dessen Tochter eine Liebesaffäre mit seinem besten Freund hat (stark verkörpert von Leighton Meester und Hugh Laurie).

        Im letzten Drittel baut 'The Oranges' leider ab - anstatt das anarchische Element konsequent weiterzuführen und ein wirkliches Schicksalsdrama daraus zu machen, verfällt man in Belanglosigkeiten ohne Biss, woraus der Witz verflogen ist. Mit einer überzeugenden, bewegenden Endphase hätte der Film 8 Punkte bekommen können. So ist es immerhin noch eine "ganz gute" Dramödie, bis deutlich über die Mitte sehenswert.

        18
        • 4

          na immerhin machte meester ne gute figur...die seh ich gerne zu

          • 3

            Wieder einer dieser Filme, bei denen einem der deutsche Titel Übelkeit bereitet. Ich werde wohl nie verstehen, was das soll.
            Aber nun zum Film:
            So viele bekannte Gesichter in einem Film. Allein deshalb macht er zu Beginn schon irgendwie Spaß. Die Charaktere sind etwas überzeichnet, aber gut. Irgendwie passt das.
            Irgendwie fehlt dem Film aber die Glaubwürdigkeit. Da kommt die Studententochter zurück nach Hause und plötzlich findet sie den Daddy ihrer ehemaligen besten Freundin ganz scharf? Kann es vielleicht geben, aber der Film vermittelt das nicht gut. Plötzlich sind sie scharf aufeinander.
            Und irgendwie wird man anfangs nicht so richtig schlau aus dem Film. Geht es um diese Liebesgeschichte, in der einfach keine Funken sprühen wollen, oder um das Drum herum? Um die gespaltenen Familien? Mir dümpelt die Geschichte einfach zu sehr vor sich hin. Irgendwie fehlt da Spannung.
            Wenn das Drama dann übersichtlicher wird, hat man irgendwie schon keine Lust mehr auf den Streifen. Alles so 0815, ohne Charme, so lieblos und sinnlos hin geklatscht.
            Und je länger die Laufzeit, desto mehr fragt man sich, wie man einen Film mit so viel talentierten Darstellern dermaßen versemmeln kann. Wie man es nichts schafft, mit all dem Talent Gefühle zu erzeugen. Denn die Figuren bleiben einem seltsam gleichgültig.
            Selbst das Ende, das natürlich auf Besinnung etc ausgelegt ist, die große Moral der Geschichte, ist einfach nicht beeindruckend.
            Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einem Film, in dem so viele, und tolle Darsteller mitwirken mal so froh sein würde, wenn der Abspann über den Bidschirm rollt. Der Film ist einfach ein gutes Beispiel dafür, wie sehr ein Regisseur einen Film versauen kann. Denn mit den Schauspielern hätte selbst das lahmste Drehbuch eigentlich ein Knaller werden müssen.

            5
            • 5

              Diese mit einem Pseudo-Tabu-Mäntelchen umhüllte Mittelmäßigkeit gepaart mit einer der langweiligeren Dr.House-Folgen, weckt keinerlei Emotionen: kein Wohlwollen, kein Interesse, nicht mal Mitleid, nur das Verlangen, es endlich hinter sich gebracht zu haben.

              1
              • 4 .5

                Diesem Film nun zwanghaft eine intellektuelle Tiefe zu unterstellen, rührt, denke ich, daher, dass man, in Anbetracht der guten Schauspieler und des Potenzials der Story, sicherlich viel mehr erwarten konnte als das, was letztendlich geboten wird.

                • 6

                  An manchen Stellen war der Film langweilig, doch mir gefiel Leighton Meester wirklich gut.

                  • 9 .5

                    Nein, ein "Feel-Good-Movie" mit kitschigem Happy End ist das nicht, was man in "The Oranges" (ich weigere mich den schwachsinnigen deutschen Synchro-Titel zu nennen) geboten kriegt, deshalb wohl auch die vielen kritischen Meinungen zu diesem Streifen…
                    Mir hat er ausserordentlich gut gefallen. Sehr realistisch mit Humor und ruhigen Bildern wird hier eine richtig gute Geschichte erzählt. Vieles bleibt unausgesprochen oder unvollendet und genau diese Feinheiten sind es, die diesen kleinen Film zu einem bemerkenswerten Werk machen. Hugh Laurie und auch Leighton Meester spielen richtig stark und harmonieren erstaunlich gut zusammen.
                    Wer sich gerne interessante Geschichten ansieht und kein hoffnungsloser Hollywood-Junkie ist, dürfte an diesem Film Gefallen finden.

                    3
                    • 7 .5

                      Großartige Besetzung mit toller Chemie zwischen Laurie/Platt und Laurie/Meester und einer schönen Grundidee. Was man diesem Film wünschen kann, ist eine Showtime-Serienumsetzung im Umfang einer Hand voll Staffeln.

                      2
                      • 4

                        Nett gemeint, gut besetzt, aber weder in seiner Komik, noch in seinem Umgang mit der Geschichte wirklich überzeugend. Ein Film, der an seiner eigenen Banalität fast erstickt.

                        3
                        • 5

                          Ein wirkliche schwache RomKom die weder romantisch ist und auch als Komödie nur an einige Stellen funktioniert. Insgesamt wirkt es eher wie die langweilige und biedere Version von „Hilfe mein Vater schläft mit meiner besten Freundin!!!“ in einer vormittags Talkshow.

                          Zusätzlich ist der Film mit einer penetranten Filmmusik unterlegt die selbst in den lahmsten Szenen das Gefühl vermittel gleich passiert was und dann doch nur Langeweile.

                          Fazit: Höchsten geeignet, wenn man Hardcore Romkom-Fan ist oder Hugh Laurie unbedingt mal wieder sehen will. Ein Vergleich mit American Beauty ist in diesem Fall eher eine Beleidigung für diese Filme. Da sie bis auf die Grundstory nichts gemein haben.

                          • 7 .5

                            Irgendwo zwischen Juno und dem unvergessenen Der Eissturm siedelt diese einfühlsame, leider nicht ganz konsequent zuende erzählte Geschichte rund um ein Cast angefüllt mit großartigen Schauspielern.

                            • 4

                              Die Tochter meines besten Freundes, der den thematischen Vergleich mit Vorbildern wie American Beauty oder Der Eissturm eigentlich nicht zu scheuen bräuchte, traut sich das Drama nicht zu und verschleudert damit sogar sein komisches Potenzial.

                              • 1

                                Hugh Laurie, Catherine Keener und Oliver Platt - da müsste doch was zu sehen sein… Denkste, hier nicht. [...] The Oranges (um den furchtbaren Synchrotitel zu vermeiden) ist ein Unglück, größte anzunehmende Festtagsverderbung. Dagegen hilft nur American Beauty.

                                • 6 .5

                                  Auf die Fragen, die der Film in gemächlichem Tempo aufwirft, gibt es weder richtige noch falsche Antworten - was Die Tochter meines besten Freundes für einen Vorweihnachtsfilm sehr sperrig macht.

                                  • 6 .5

                                    Mit komödiantischem Genuss und psychologisch präzise werden hier die Konflikte um die wechselnden Loyalitäten in Szene gesetzt – wobei sich der Film fernab moralischer Stellungnahmen damit begnügt, den Gefühlen beim Verrücktspielen zuzuschauen. Die Tochter meines besten Freundes hat nicht die Klasse von American Beauty, aber als intelligente Vorweihnachtsunterhaltung funktioniert die sympathische Indie-Komödie allemal.

                                    • 6

                                      Nettes, gut gemeintes Familien-Drama im Stile von "American Beauty" oder "Juno", das allerdings in puncto Biss und Witz an die Vorbilder leider kaum heranreicht.

                                      • 7

                                        Für die Weihnachtszeit ein Schöner Streifen, der die Weihnachtliche Harmonie, welche oftmals zwanghaft wirkt, zu überdenken gibt. Ich finde die Erzählweise gelungen und werde ihn nächstes Jahr sicher wieder anschauen.

                                        • 3 .5

                                          Trotz spürbar ambitionierter Ansätze und beachtlicher Darsteller [Hugh Laurie und Oliver Platt] ist der Film unterm Strich kein bisschen aufregender als die geschilderte Alltagsroutine.

                                          • 7

                                            Bei aller Eleganz der Inszenierung geht ihm zuletzt aber dann doch etwas die Luft aus.

                                            • 5

                                              Absolut durchschnittliche Weihnachtskomödie, die sich zum Finale hin extrem steigert, für viele Lacher bei skurrilen Situationen führt, aber dann doch am Ende noch mal bodenlos abstürzt...

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                                              • 6

                                                Heute in der OV-Sneak erwischt.
                                                Aus dem Material hätte man mehr machen können. An vielen Stellen ist er einfach nicht witzig und das macht ihn auch über große Teile des Films langweilig.
                                                Trotzdem habe ich den Film gerne bis zum Schluss gesehen, da die Story einen doch interessiert hat und es cool war Hugh Laurie wieder zu sehen.

                                                Ich weiß nicht ob es bei ihm immer so ist, aber Adam Brody + seine Rolle wirkten so, als ob man Jesse Eisenberg dafür haben wollte und dieser sich für den Film für das Geld nicht hergegeben hat.

                                                • 6 .5

                                                  Vielleicht präsentiert uns The Oranges auch nur die wilden Fantasien eines Mannes in der Mid-Life-Crisis, aber Laurie zeigt diesbezüglich nicht nur die Freuden dieser Thematik auf, sondern auch die sehr unangenehmen Seiten.

                                                  • 4

                                                    Wie kann ein Film, in dem Hugh Laurie, Oliver Platt, Allison Janney und Catherine Keener mitspielen, nur so nach hinten losgehen? Das ist das große Rätsel bezüglich des Films The Oranges, das sich einem so (potentiell) explosiven Thema zuwendet.