The Party - Kritik

The Party

GB · 2017 · Laufzeit 71 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Seit Jahren liefert uns die britische Regisseurin Sally Potter (*1949) Filme aus verschiedensten Epoche wie der auch im viktorianischen England spielende “Orlando” (1992) und den in den 60er Jahren angesiedelten “Ginger & Rosa” (2012). Dabei erzählt sie persönliche Geschichten und stellt diese gern in einen historischen Kontext. So auch in ihrem neuesten Film “The Party” (OT: “The Party””, Großbritannien, 2017), der nicht nur mit seiner Kürze überrascht, sondern mit seiner wunderbaren Mischung aus Emotionen und wichtigen, aktuellen Themen.

    • 9

      Diese beiden Ohrfeigen! Bis sich die erste Wut in diesen beiden Ohrfeigen entlädt, ist die Jubelfeier der aufstrebenden Politikerin Janet schon längst gekippt in eine Folge von aufgedeckten Lügen und immer dramatischeren Vorwürfen. THE PARTY kommt mit wenigen Räumen, wenigen Menschen, ohne Farbe und nur mit 71 Minuten aus. Regisseurin Sally Potter, die auch das Originaldrehbuch geschrieben hat, inszeniert ein herausragendes Ensemble mit Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Patricia Clarkson und wirklich umwerfend: Bruno Ganz als Gottfried. Ein Film der bösen Dialoge und der delikaten Details – zum Beispiel der Inszenierung der Filmmusik :-) Der beste Schachzug: Die Person, um das sich das ganze schwarzhumorige Drama dreht, bleibt unsichtbar.

      • 9

        Diese beiden Ohrfeigen! Bis sich die erste Wut in diesen beiden Ohrfeigen entlädt, ist die Jubelfeier der aufstrebenden Politikerin Janet schon längst gekippt in eine Folge von aufgedeckten Lügen und immer dramatischeren Vorwürfen. THE PARTY kommt mit wenigen Räumen, wenigen Menschen, ohne Farbe und nur mit 71 Minuten aus. Regisseurin Sally Potter, die auch das Originaldrehbuch geschrieben hat, inszeniert ein herausragendes Ensemble mit Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Patricia Clarkson und wirklich umwerfend: Bruno Ganz als Gottfried. Ein Film der bösen Dialoge und der delikaten Details – zum Beispiel der Inszenierung der Filmmusik :-) Der beste Schachzug: Die Person, um das sich das ganze schwarzhumorige Drama dreht, bleibt unsichtbar. (Unser Gespräch direkt nach dem Kino in unter 10 Minuten).

        • 8

          Aber im Grunde ist Sally Potters Film The Party [...] bei allem Kabarettgeplänkel über postmoderne und postpostfeministische Zeiten doch vor allem eine exquisit schwarzweiß fotografierte Boulevardkomödie mit tollem Timing. [Stefan Benz]

          • 8 .5

            Es ist ein irrwitziges Kammerspiel, in dem die britische Regisseurin Sally Potter die hinter einer dünnen Fassade der Kultiviertheit lodernden Befindlichkeiten der Figuren, ihre brüchigen politischen Überzeugungen, ihren Egoismus und ihre inneren Kämpfe freilegt – nicht ohne auch Sympathie für die Figuren zuzulassen. [Katrin Nussmayr ]

            • 8

              The Party kommt nicht ganz ohne Klischees aus, es ist aber ein ebenso unterhaltsames wie entwaffnendes Kammerspiel, in dem viel Ernstes zutage tritt. [Bettina Peulecke]

              • 8

                Reduktion ist bei „The Party“ Trumpf: Die Bilder sind schwarz-weiß, es gibt nur einen wirklichen Schauplatz, auch die Handlung ist überschaubar. Das Vergnügen ist umso größer, wenn sich ein Ensemble bestens aufgelegter Darsteller in bissigen Dialogen allerhand Gemeinheiten um die Ohren haut und schöne Fassaden in Stücke gerissen werden.

                • 7

                  Was den Unterhaltungswert anbelangt, trifft die Inszenierung dabei voll ins Schwarze. Die durchweg exquisite Besetzung nimmt die Ideale der Alt-68er mit dermaßen pointierten Dialogen auseinander, dass man von einem verbalen Splatterfilm sprechen kann. [Felicitas Kleiner]

                  2
                  • 8

                    In strengem Schwarz-Weiß und mit schillernder Besetzung zündet Sally Potter die vergnüglich-bösen Funken einer Gesellschaftskomödie, die im Schnelldurchlauf Reizthemen wie die Krise des Gesundheitswesens, der Demokratie und der Banken, den Stand des Feminismus und hippe New-Age-Ablenkungen durchdekliniert. [Anke Sterneborg]

                    • 7 .5

                      In 71 höchst kurzweiligen Minuten zündet Sally Potter ein cineastisches Feuerwerk vom Feinsten (und das in Schwarz-Weiß!). [...] Ein exzellentes Ensemble zelebriert die schillernden Figuren samt ihrer funkelnden Dialoge mit spürbarem Vergnügen. [Dieter Oßwald]

                      • 8

                        "Sally Potter lässt das Chaos in der britischen Elite klirren – ohne dabei groß mit Antworten klugzuscheißen." [Lukas Stern]

                        • 6 .5

                          The Party stößt ein paar kantige Themen an, ist aber letztendlich nur eine Komödie über soziale Manieren. Wie britisch. [Stephen Dalton]

                          • 8

                            Kürzer ist in diesem Jahr kein Film im Wettbewerb, pointierter und intelligenter war – zumindest bislang – auch keiner. [Michael Meyns]

                            • 8

                              Mit Freude bösartig, voller Überraschungen und in 71 Minuten schon wieder vorbei ist Sally Potters schwarze Wohnzimmerkomödie ihre begeisterndste Arbeit seit Jahrzehnten. [Guy Lodge]

                              • 7 .5

                                The Party ist vor allem: ein schneller, böser Spaß. [Christiane Peitz]

                                • 8

                                  In knapp 70 Minuten exquisitem Schwarzweiß-Film schießt die Britin Potter in The Party ein unvergleichliches Feuerwerk an Typen und Themen ab. Das verdient Preise in jeder Hinsicht, für Buch, für Kamera, Regie und für die Darstellerriege gleich einen Ensemble-Bären. [Günter H. Jekubzik]

                                  • 8

                                    The Party von Sally Potter ist mit 71 Minuten erfrischend kurz und hat trotz dieser Kürze mehr Potenzial als mancher Mehrstünder. Mit viel Freude ist man stiller Gast der Party, erfreut sich an geheuchelter Freundschaft und ungemein viel scharfsinnigem Humor. Ein extrem unterhaltsamer, von scharfen Dialogen gespickter Film. [Julia Stache]