The Revenant - Der Rückkehrer - Kritik

The Revenant

US · 2015 · Laufzeit 151 Minuten · FSK 16 · Abenteuerfilm, Drama, Western, Thriller, Actionfilm · Kinostart
Du
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    J.F.Lannister 15.11.2017, 19:03 Geändert 15.11.2017, 19:13

    Da "Bob Ross"-Parodien ja gerade angesagt sind:

    The Revenant - Painted by Bob Ross
    "Happy Little Accidents"

    https://www.youtube.com/watch?v=qtZat1Ljq4M

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    • 7

      schön, dass Leo endlich den Oscar bekommen hat - aber dafür?! Da gab es doch bessere Rollen! Wie auch immer.
      Ein toll gefilmtes, brutales und langatmiges Drama. Langatmig in jeder Hinsicht, Mr. Glass schnaubt ja noch während des Abspanns weiter...
      Nicht ganz so packend, wie ich gehofft hatte. Hatte insgesamt mehr erwartet. Liegt vielleicht am Pathos so vieler Szenen, vielleicht am Drehbuch, ich weiss es nicht...

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      • 7

        “The Revenant” ist ein etwas langatmiges Drama über einen durch einen Bären schwer verwundeten Menschen. Bettlägerig erlebt er, wie sein Sohn ermordet wird und durch Rachegefühle bestärkt beginnt ein intensiver Überlebenskampf. Es ist eine gut erzählte und interessante Geschichte, die Schwächen in der Plausibilität aufweist. Nicht immer ist das Verhalten der Charaktere überzeugend und auch die Schwere der Verletzung des Protagonisten scheint sehr situationsbedingt zu sein. Nichtsdestotrotz ein insgesamt spannendes Mainstream-Kino trotz einiger Längen und unnötiger Sentimentalitäten.

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          Oscar.Zeta.Acosta 25.10.2017, 02:29 Geändert 25.10.2017, 04:30

          Dreckig und sehr unangenehm wird hier völlig unromantisch der Westen gezeigt. Das ist Sozialdarwinismus für Cineasten. De Caprio spielt hier mit wenig Dialog aber mit Mimik und Bewegung und zeigt allen wie Schmerzen aussehen. Tom Hardy aber auch alle anderen Schauspieler bieten eine hervorragende Performance dar. Die Bilder und ihre Mystische teils dunkle Schönheit werden mit Musik untermalt die es in sich haben.
          Man taucht wirklich in die Landschaft ein die zwar schön ist aber auch unerbittlich. Ein sehr grausamer Rachefilm der zeigt was der Wille eines Menschen überwinden kann. Der Wechsel zwischen Landschaft, Schmerz, Kampf und Tot ist fließend wie der Fluss am Anfang des Films. Die Kameraarbeit ist unglaublich denn sie vermittelt das Gefühl dabei zu sein, hypnotisch und traumhaft.
          Ein Meisterwerk!

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          • 9

            Schwerer Film aufgrund des sehr gediegenen Tempos. Vergleichbar von der Erzählgeschwindigkeit mit "Der mit dem Wolf tanzt". Man hätte das Ganze sicher mehr zusammenraffen können, aber ich finde das hätte dem Film seine Wirkung genommen. Grad weil er so schwerfällig daherkommt und viele Szenen bis zur fast schon Überdrüssigkeit beim Zuschauer ausgedehnt werden, wirkt alles sehr authentisch und intensiv. Die Geschichte selber ist natürlich nur das Vehikel für einen grandiosen Marathon der Qual für alle Beteiligten, nimmt sich aber auch Zeit für ruhige Momente und leichte(!) Kritik am Kolonialisierungsgeschehen der damaligen Zeit. Leo ist sehr gut, Tom Hardy perfekt besetzt und auch der Rest passt gut ins Bild. Am besten schneidet natürlich der Bär ab. So eine heftige Mensch vs. Natur Szene gab es in der Art noch nie und ist ein absolutes Highlight in der Präsentation der reinen Brutalität in der Natur. Ingesamt bin ich sehr beeindruckt von der reinen Visualität des Streifens (im Kino wäre es wahrscheinlich noch grandioser gewesen). Der Rest passt dann einfach dazu und alle Beteiligten liefern Kino auf höchstem Niveau!

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            • 4
              YupYum 22.10.2017, 00:44 Geändert 07.11.2017, 02:25

              Es tut einem überaus gehypten Film gar nicht so schlecht, mit der Sichtung mal ein Jahr zuzuwarten, denn durch die angesteckte Gruppendynamik wird ihm eh nur von allen eine überdurchschnittliche Wertung verpasst - jegliche kühle Gelassenheit oder Objektivität geht so verloren. Wo hapert es denn für mich primär?

              1. Mit ganzen 2 1/2 Stunden Laufzeit unterstreicht der Regisseur zwar die bewusste Schwerfälligkeit des Stoffes, zu einer dramaturgischen Stringenz hilft das jedoch nicht wirklich. Der Zuschauer wird so durch immer ähnliche Einstellungen und sich wiederholende Bedrohungsszenarien müde gemacht - damit der Racheakt im letzten Fünftel dann umso dramatischer empfunden wird. Ein schwacher Kniff!
              2. Kein noch so abgebrühter Mensch kann einfach tausend Tode überleben: Im eiskalten Wasser zu treiben und danach in der Nacht so angeschlagen in Minus-Temperaturen zu überleben, ist schlicht nicht möglich. Und wenn man sich dabei dann noch Schutz in einem wärmenden Pferde-Kadaver sucht, warum ist dann die Jacke am Morgen nicht tiefgefroren?
              3. Für eine Geschichte nach wahren Begebenheiten fehlen mir die üblichen Informationen in den End-Titles. Nicht mal zu Beginn wird der Zuschauer aufgeklärt, in welchem U.S.-Staat und in welchem Jahr das alles eigentlich stattfinden sollte.

              "The Revenant" ist bestimmt ein schön krass gestalteter und gemeinter Survival-Ausflug für harte Jungs in verborgene Zeiten und mystische Welten, doch wenn ein Film den Zuschauer ohne einen einzigen gesalzenen Dialog nicht abholen kann und seine Dramatik lediglich über äussere Umstände manifestiert, wird das Ganze irgendwann zum ziemlichen Müssiggang.
              Erstaunlich: Die Musik stammt vom berühmten, aber völlig vergessenen Japan-80's-Synth-Pionier Ryuichi Sakamoto.

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              • 7

                Ein packender Survivaltrip, der optisch glänzt und die Natur gleichzeitig in einer schonungslosen Brutalität präsentiert. Leo's Mimiken als verletzter Überlebener sind gut, doch Tom Hardey's kantige, raue Performence ist Exzellent und verleihen seiner wildgewordenen Figur einen furchteinflößenden Charakter. Somit hätte Tom den Oskar mehr verdient als Leo und "The Big Short" ist mein Favorit für den besten Film, da The Revenant am Ende nur ein einfachen Racheakt als Ergebnis aufweist.

                • 9

                  Leo mal ganz anders , aber erste Klasse ! Top Besetzung grandiose Schauspielerische Leistung !Die Landschaftsaufnahmen sind sooooo schön :) ja was soll ich sagen , habe bisher keinen Film mit dieser Thematik gesehen und ich muss sagen das ich den hier super fand :) der Kampf mit dem Bär war schon cool irgendwie :) für mich 9 Punkte war sehr erfrischend für mich :D

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                  • 8

                    Kamera,Sound und die Kulisse sind sehr beeindruckend.
                    Das Feeling kam sehr gut rüber,man war mittendrin.
                    Gibt nichts auszusetzen, ein kleines bisschen zu lang vielleicht.

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                    • 8

                      Leo streckt die Finger aus nach dem Oscar. Warum nicht, der Mann hats lange verdient und wurde immer Übergangen. Diesmal liefert er wieder einen absolut krassen Versuch dem er neben der Emotionalität auch noch das physische hinzufügt – DiCaprio leidet sich harte zwei einhalb Stunden durch einen knüppelharten Film der ab der ersten Minute seine Standards gut setzt: zum einen zieht er konsequent seine Bildsprache durch, das heißt auch wenns rasant wird bleibt der Film gebremst, zeigt langsam und ruhig und neigt zu sehr langen Kamerafahrten (klar, der Film ist vom Macher von „Birdman“), zum zweiten benutzt er von Anfang an eine krasse und schonungslose Gewalt die aber niemals zum Selbstzweck verkommt sondern sich absolut plausibel ergibt. Im Kern ist es zwar nur eine schlichte Überlebensstory und ein typischer Rachethriller, in seiner Inszenierung und Wucht jedoch von Anfang bis Ende ein berauschendes Meisterwerk, sofern man sich darauf einlassen kann. Der Schluß stellt zusätzlich einen der krassesten Showdowns da – selten haben sich Held und Schurke im Finish derartig fertig gemacht.

                      Fazit: Krasses Überlebensdrama und Rachethriller, langsam und betont ruhig inszenziert

                      Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=1kh-UjDqYbo

                      • 6 .5

                        Überlebensk(r)ampf durch Schnee, Matsch und Dreck. Ein bißchen blutig wird's auch noch. Die eigentlich simple Genre-Geschichte (RAAACHEEEE!!!) wird mit eindrucksvollen Weitwinkel-Bildern sowie Plansequenzen angehoben. Dazwischen gibt es mysteriöse (Indianer-)Träume und die Behauptung von Meta (aber auch nur die Behauptung). Leonardo DiCaprio und Tom Hardy sind schon ganz ordentlich (die anderen Darsteller ebenso), von schauspielerischen Meisterleistungen zu sprechen, wäre aber übertrieben. Geschauspielert wird hier nämlich eher wenig, dafür hatten die Darsteller aber fast alle ziemlich kalte Füße und das sieht man auch. Soundtrack dröhnt schön. Inhaltlich mitgezogen hat mich der Film aber nur halb und der Druck hält sich aufgrund der gekünstelten Arthaus-Optik auch etwas in Grenzen bei mir. Rest ist aber zumindest 'ne Leistung.

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                        • 9

                          1. Abenteuerliche, mitreißende Story, die teilweise schon beim zuschauen wehtat.
                          2. Geniale Kulisse.
                          3. Top minimalistischer Soundtrack & allgemein brillante 5.1 Soundqualli.

                          Totgeweihte leben länger!

                          • 5 .5

                            Für mich persönlich viel zu lang, viel zu langatmig und zäh.
                            Klar sind die Effekte gut und di Caprio spielt klasse...Für mich reichts leider nicht für mehr.

                            • 8 .5

                              Grad vor ein paar Tagen mit meinem Kumpel geschaut.
                              Und eines kann ich sagen, ohne zu spoilern. Ich werde mich nie wieder über einen kleinen Schnitt beschweren oder motzen, dass es im Winter hier bei uns kalt sei. ,-)

                              Was DiCaprio bzw. Hugh Glass da durchmachen - mein lieber Scholli. Lass es damals im realen Fall mal nur die Hälfte an Strapazen gewesen sein wie im Film dargestellt. Egal - es zeigt was ein Mensch aushalten kann........

                              Und bei knapp 2,5 Stunden Länge stellte ich während des Abspanns mit Freude fest, dass mich der Streifen keine einzige Sekunde galangweilt hat. Kommt auch nicht sooo oft vor.

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                              • 9 .5

                                Mein Fazit:

                                Dies ist definitiv kein Film für schwache Nerven!

                                Wahrlich nicht. Der Anfang ist schon ziemlich erschreckend. Da ist eine große Gruppe Männer, Soldaten, Pelzjäger und mittendrin Hugh Glass alias Leonardo DiCaprio, die von einem Indianerstamm angegriffen wird, die nach einer entführten Häuptlingstochter suchen. Es wird gemetzelt und gekämpft und die Truppe um Hugh kann sich mit dem Boot über den Fluss retten, wesentlich dezimiert und teilweise verletzt.

                                Die Härte der Natur kommt jedoch noch deutlicher hervor, als eine Bärenmutter den erfahrenen Trapper und Abenteurer angreift. Was für ein Kampf! Wie sie ihn gedreht haben, mag ich mir gar nicht ausmalen. Täuschend echt kommt der Angriff auf dem Bildschirm beim Zuschauer an und man hält einfach nur fassungslos und gespannt den Atem an. Doch diese Szene ist nicht alles, was dem interessierten Zuschauer geboten wird. Dem Regisseur bieten sich noch viele Gelegenheiten, die Wildheit der Natur zu demonstrieren und wie brutal die Zeiten damals waren. Die wahre Geschichte um den Trapper Hugh Glass spielt im mittleren Westen, unbesiedeltes Land und in einem sehr harten Winter. Die Zivilisation scheint Galaxien entfernt, es gibt nur das Recht des Stärkeren.

                                Die Geschichte um den Bären-Angriff ist geschichtlich überliefert, inwieweit jedoch der Verlauf der Geschichte, die darauf folgt stimmt, ist nicht gesichert. Ebenfalls ist die Existenz des Sohnes umstritten, der aus der Beziehung mit einer Indianerin entstanden sein soll. Vermutlich hat der Drehbuch-Autor dies zu dramaturgischen Zwecken mit eingebaut.

                                Bei Wikipedia ist nachzulesen, welche Strapazen der Regisseur seinem Team auferlegt hat. Leonardo DiCaprio, der für diese Rolle seinen ersten -längst überfälligen- Oscar bekommen hat, hat die Rolle des Trappers mit einer solchen Überzeugungskraft dargestellt, dass man nur immer wieder gebannt war. Hugh Glass war am Hals verletzt und konnte daher lange nicht sprechen. Selbst essen und trinken war anfangs schwierig und so erklärt es sich von selbst, dass DiCaprio überwiegend nur mit seiner Mimik und Gestik seine Gefühle und Gedanken ausdrücken konnte. Es ist ihm hervoragend gelungen.

                                Es gab die eine oder andere Szene, wo ich einen Augenblick nicht hinschauen konnte, so unfassbar war es. Das es sich tatsächlich so oder so ähnlich mal abgespielt haben könnte, daran besteht für mich kein Zweifel. Ob Hugh Glass das alles erlebt hat, bleibt leider weiter ein Rätsel. Glaubhaft ist es in jedem Fall.

                                Wegen der äußersten Brutalität kann ich dem Film keine 100% geben, aber 95% schon. Leonardo DiCaprio wird für mich immer in Verbindung mit dieser Rolle sein, er hat einfach grandios gespielt! Trotz der 2 1/2 Stunden Laufzeit gab es nicht eine Sekunde Langeweile. Die Zeit verging eher wie im Flug.

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                                • 10

                                  Leonardo DiCaprio auf dem Höhepunkt seiner Schauspielkunst. Einfach nur eine gigantische schauspielerische Leistung und eine absolut fesselnde Geschichte. Da war der Oscar 2016 mehr als verdient!

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                                  • 7

                                    Sehenswert, voller Schauwerte und Spannung. Allein die Kamera macht den Film großartig, man spürt förmlich den Schmerz und den Dreck und das Elend. Nur ganz glauben mag ich die Details der Story nicht. Sind dieser Geschichte nicht im Laufe der Zeit (oder im Kopf des Regisseurs) alle möglichen Zumutungen und Heldentaten hinzugedichtet worden?

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                                    • 7

                                      Recht atmosphärisch und authentisch dargestellt. Stellenweise zu langatmig...

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                                      • 9

                                        [...] Es hat ein wenig gedauert, bis "The Revenant – Der Rückkehrer" und ich zueinander gefunden haben und in Anbetracht dessen, dass ich mir Iñárritus Vorgängerfilm "Birdman" auch erst in etwa zu der Zeit angesehen habe, als "The Revenant" die hiesigen Kinos erreichte, wundert es mich fast ein wenig, dass der Ausnahmeregisseur, den ich bereits seit seinen Anfängen mit "Amores Perros" kenne und schätze, nicht bereits mit einem Nachfolgeprojekt in den Startlöchern steht. Nachdem nun aber selbst mein Vater den Film bereits gesehen und mir im Nachgang wärmstens empfohlen hatte, kam ich ja um eine schnellstmögliche Sichtung nicht mehr herum und widmete mich keinen Tag später diesem gut zweieinhalbstündigen Survival-Epos, das – so viel kann ich jetzt auch sagen – Leo verdientermaßen endlich den lange überfälligen Oscar eingebracht hat. Neben dem Herrn DiCaprio aber ist es die Natur, die hier alsbald zum zweiten Hauptdarsteller avanciert und das Geschehen überhaupt erst so eindrücklich umrahmt, wie es hier der Fall ist, wobei in Anbetracht der naturbelassenen Schauplätze in dieser Hinsicht ein großes Lob auf den bereits bei Birdman beteiligten Kameramann Emmanuel Lubezki ausgesprochen werden darf und muss. [...]

                                        • Zuallererst: Mir geht die Geschichte rund um den Film erstmal ziemlich auf den Sack. Nur natürliches Licht, Leo hat eine echte (ECHTE!) Leber gegessen (UND DAS ALS VEGETARIER OH MEIN GOOOOOOTTTTT111) und überhaupt. Geht für mich in ähnliche Richtungen wie Boyhood (oder auch teilweise bei meinem geliebten La La Land): Nur weil etwas vermeintlich "echter" gemacht wurde, ist es nicht automatisch besser. Und dann poltert auch noch ein Computer-Bär durch das Bild und ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Aber gut, für sein Marketing kann der Film ja nichts.

                                          Der wirklich, wirklich schön aussieht. Was Iñárritu und Lubezki da aus den kanadischen Landschaften rausholt, ist wirklich beeindruckend. Und dazwischen gibt es auch echt starke Schauspielleistungen. Hardy gefällt mir hier mal wieder wahnsinnig gut, seine physische Präsenz und seine ruhigen Momente gefallen mir ganz famos! Leo liefert eigentlich auch starkes Zeug ab, aber eben nicht (nur) weil er sich durch den Schnee gräbt. Die Kameraarbeit ist auf technischer Ebene natürlich auch großartig, hier wird wirklich geklotzt und nicht gekleckert.

                                          Aber warum? Was soll das alles eigentlich? Warum diese emotionale und inszenatorische Materialschlacht? Jede Menge Rachegelüste, gepaart mit ein paar Momenten der Naturgewalt, hier und da mal Gedanken zu Gott eingestreut und fertig ist das super dünne Geschichts-Gerüst. Ist mir persönlich leider zu wenig.

                                          Bei Birdman konnte ich noch mitgehen, da haben Form und Inhalt für mich perfekt zusammengespielt. Hier ist der Balanceakt aber mittelmäßig bis gescheitert. Die Inszenierung drängt sich zu stark in den Vordergrund und bricht damit mit der Handlung, den Themen und den Figuren. Schade.

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                                          • 7 .5

                                            Dass DiCaprio mit THE REVENANT den Oscar bekommen hat ist mir genauso unerklärlich wie Scorsese damals den Oscar für THE DEPARTED bekommen hat. Beide haben an andrer Stelle mit und in anderen Filmen wirklich größeres und besseres dargeboten. Aber die Academy werde ich wohl nie verstehen.
                                            Zum Film: wunderbar von Lubezki eingefangen, Tom Hardy brilliert in seiner Rolle und die CGI ist visuell erträglich. Den Schluß fand ich nicht so pralle, was sollte das ganze? Stellenweise war der Film auch etwas lang aber zum Glück nicht so ultra-langatmig wie andere Inarritus.
                                            Noch ein kleiner Tipp an den rachelüsternen Scout Hugh Glass: Wenn man jemanden in menschenleerer Landschaft im Schnee durch den Wald verfolgt, ist es immer ganz hilfreich auf den Boden zu sehen, da kann man dann nämlich einfach den Fußspuren im Schnee folgen....

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                                            • 6 .5
                                              Crossed 28.03.2017, 23:15 Geändert 28.03.2017, 23:16

                                              Sehr schön gemacht. Super Leistung von DiCaprio und Hardy (wie gewohnt von Hardy). Aber der Unterschied zwischen Film und Hype kann ich nicht nachvollziehen.

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                                              • 6
                                                Onkel Fleischer 21.03.2017, 02:17 Geändert 21.03.2017, 02:22

                                                Es wird stundenlang gegrunzt, in die Gegend gestarrrt, verletzt durch die die Zeit gekrabbelt. Ganz große Folter. So mein Erlebnis als Zuschauer. Gähn!
                                                Da ich gerne draußen bin, kann ich auch endlosen, perfekten Aufnahmen von diesigem Mistwetter nichts abgewinnen - habe ich im Wald auf dem Arbeitsweg genug von, danke!
                                                Die Handlung ist lahm und uninspiriert. Der Survivalaspekt ist zusammengeklaut und lässt wirklich nichts aus - von Rambo über Star Wars bis zu Trapper.
                                                Das ganze in epischer Überlänge trotz dünner Handlung - Kunst muss ja wirken!

                                                Für mich sinnloser Hype und eines der schlechtesten Werke mit DiCaprio.
                                                *grunz* *stöhn* *grunz* *speichel* *spuck* *Moos mampf*

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                                                • 8 .5

                                                  The Revenant ist ein Oscar-Film durch und durch. Das mag den allgemeinen Kinogänger eventuell etwas langweilen, mich hat der Film aber über weite Strecken mit seiner Brutalität, seiner Ästhetik und seiner Bildgewalt einfach nur fasziniert. Inarritu weiß, wie man eine Geschichte präsentiert, nur hat er diesmal im Gegensatz zu „Birdman“ keine einwandfreie Story parat. Dafür konzentriert er sich mehr auf die Bilder, bietet perfekte darstellerische Leistungen und zeigt den anderen Regisseuren der Welt, wie man es macht. Insofern ist „The Revenant“ schon der erste Hit des neuen Jahres, auch wenn es nicht der perfekte Film geworden ist, obwohl er nah dran ist.

                                                  • 4 .5
                                                    Maltschick 13.03.2017, 18:05 Geändert 13.03.2017, 18:08

                                                    Ein bildgewaltiger Film mit super Kamaraführung und Kontrasten (HDR). Inhaltlich konnte er jedoch nicht überzeugen, die Szenen lebten eher von schockierenden bzw. brutalen Elementen, Wundennahaufnahmen etc. Wie einige schon schrieben: DiCaprio hat mit Sicherheit einen Oscar verdient, aber nicht für diese Rolle.

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