Science of Sleep - Anleitung zum Träumen - Kritik

La science des rêves

FR · 2006 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 6 · Drama, Komödie, Fantasyfilm · Kinostart
Du
  • 6

    Eine Freundin von mir sah den Film damals Wochen vor dem Deutschlandstart in einer Sneakpreview und kam restlos geladen heraus – und riet mir auf Teufel komm raus diesen Film zu meiden. Nur polterte er mir im Lovefilm-Online Player vor die Füße und ich habs mal riskiert: und stehe in der Mitte. Einerseits kann ich ihr Unverständnis und ihr „Genervtsein“ vom Film vollkommen verstehen. Auf der anderen Seite ist dies aber kein Film der bei mir eine so heftige Reaktion auslöst. Ich seh das wohl neutraler: es ist einfach eine filmische Spinnerei über einen komischen Kauz der sich mit seiner blühenden Phantasie seine Umgebung erträglich macht. Das ist ne recht bunte Spielerei die aber nicht wirklich die Handlung vorantreibt – und die Geduld des Zuschauers in der Tat an manchen Stellen ganz schön fordet. Ich selber finde das alles vorrangig unnütz: denn wieso versucht man so etwas endloses wie die Phantasie in das eher begrenzte Medium Film einzufangen? Eben. Daher kann man mit diesem Film vielleicht was anfangen, aber jeder der so wie meine Bekannte damals nen Hals bekommt hat ebenso mein völliges Verständnis.

    Fazit: Buntes Gedankenspiel jenseits der Realität, der Plausibilität oder einer interessanten Handlung!

    • 5

      Liebenswerte Charaktere, skurrile Aktionen, gewinnendes Wesen durch Andersartigkeit: eigentlich müsste mir der Film gefallen, wie so vielen hier im Forum. Stéphanes lebt in seiner kreativ gestalteten Welt, deren Inhalte für ihn durch Tagträume zu einem Realitätsersatz werden.

      Die Umsetzung hat ein paar gute, surreale Plotideen, manchmal auch amüsant, doch insgesamt ist die Handlung eher langatmig und dialoglastig. Natürlich kann man argumentieren, dass das ein Plädoyer für Toleranz und andere als die üblichen Sichtweisen ist, aber letztlich kann das den Plot nicht retten. Anspruch allein reicht mir nicht - ein Film sollte auch gut unterhaltend sein.

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      • 9

        Der Film hat einen hohen Wohlfühlfaktor bei mir ausgelöst. Man bekommt Charaktere zu sehen, die alle etwas skurril sind, aber auch (oder gerade deswegen) liebenswert erscheinen: Stéphane, der ständig in Tagträume entschwindet und dadurch in für ihn peinliche Situationen gerät. Stéphanie, die zerbrechlich wirkende Nachbarin, die nicht so ganz weiß, was sie von Stéphane halten soll. Im Kontrast dazu Guy, der Arbeitskollege, der völlig unverträumt nur schnellen Sex vor Augen hat. Und noch einige mehr...
        Die Stärke des Films liegt darin, dass die Eigenschaften der Charaktere in komischer Weise dargestellt werden, was sie sympathisch und letztendlich "normal" erscheinen lässt. Hätte man den Film ernst aufgezogen, so hätte man einen pathologisierenden Blick auf die Personen gehabt, indem man Zuschreibungen wie Wahrnehmungsstörungen, Minderwertigkeitskomplexe usw. hinein interpretiert hätte. So wie man im Alltag in der Regel mit Normabweichlern verfährt. Der Film vermittelt hingegen die Botschaft, Eigenschaften von Menschen einfach nur als Teile ihrer Persönlichkeit zu betrachten. Man kann Menschen also auch mal nehmen, wie sie sind. Und dadurch ergeben sich hin und wieder Schwierigkeiten, besonders, wie im Fall von Stéphane, wenn man verliebt ist und dadurch verwirrende Gefühle durchlebt.
        Verstärkt wird diese subjektive Sichtweise durch die Vermischung von Traumsequenzen und Realität im Film, wodurch teilweise unklar wird, was nun real ist und was nicht. Aber was ist überhaupt Realität? Muss/kann denn immer alles wissenschaftlich-objektiv bestimmbar sein? Der Titel "Science of Sleep" verneint die letztere Frage nach der Sichtung des Films jedenfalls ironisch. Und das finde ich gut.

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        • 7 .5
          zwurbelkurbel 11.02.2015, 00:45 Geändert 11.02.2015, 00:45

          Wirklich interessant und abgefahren. Oder sagen wir interessant abgefahren

          • 5 .5

            Normalerweise bin ich immer für anderes zu haben, aber leider hab ich so gar keinen Zugang zu diesem Film von Gondry gefunden. Ethernal Sunshine hab ich mir auch 2 mal anschauen müssen, aber Science oder Sleep war dann streckenweise doch etwas langweilig, und der Protagonist war mir doch zu skurril. Ich werde ihn mir mal irgendwann in einer anderen Stimmungslage nochmal anschauen, mal sehen ob der erste Eindruck getäuscht hat.

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            • 5

              Ist das Kunst oder kann das weg?

              • 8

                Träumen ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst. Traumhaft verträumter Film für alle Träumer, der mit einer lieblichen Geschichte, in erster Linie aber durch seine kreative Inszenierung punktet.

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                • 5 .5

                  sehr sehr schwierig, diesen Film richtig zu bewerten.
                  Auf der einen Seite ist es eine sehr gute und zugleich verrückte Unterhaltung (Riesenhände bei der Arbeit, Rasierer wird lebendig und krabbelt wie eine Spinne, humorvolle und skurrile Dialoge), auf der anderen Seite ist er etwas lahm und wirkt wie ein B-Movie.
                  Die Charaktere sind sehr liebenswert und die Geschichte einfach nur toll, auch wenn zu abgespaced für meinen Geschmack.
                  Denn die Träume werden auf einmal real, oder etwa nicht??
                  Wer kennt das nicht, man hat am Tag viel erlebt und verarbeitet das dann auf eine sonderliche und oft abstrakte Weise in seinen Träumen wieder. Genau so muss man sich den ganzen Film vorstellen. Ein verrücktes Bild jagt das Nächste und man weiss gar nicht mehr wo man dran ist.
                  Der Humor ist köstlich, man hat einige super Szenen, in denen man richtig lachen muss.
                  So ist es halt mit der Liebe und der Träumerei. Wenn man sich auf die einlässt, dann verwischen sich die Grenzen zwischen Utopie und Wirklichkeit auf die seltsamste Art und Weise.
                  Jeder der mit abstrakten Filmen etwas anfangen kann, z.B. "Ben X", "Fear and Loathing in Las Vegas" oder "Requiem for a Dream", auch wenn die Thematik und das Genre ein anderes ist, wird hier seinen Spaß haben, denn solche Filme gibt es nur sehr wenige.
                  Ob das gut oder schlecht ist???

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                  • 8 .5

                    Der Mensch und seine Infantilität, betrachtet in Form eines Menschen, der Traum und Wirklichkeit nicht auseinander halten kann. Dass eben nicht nur eine liebevolle Fantasie zum Kindsein gehört, zeigt uns der Regisseure in ideenvoller Inszenierung: Stéphanes Solipsismus, in der er nur Stéphanie hereinlassen will, seine Selbstvergötterung und sein Scheitern in der Wirklichkeit, ausgedrückt in einer abstrusen Szene im Büro, in der wie wild seine aus Pappe kreierte Welt sich nur ihm selbst ergibt, er sich doch schließlich aus dem Fenster kippt. Am Ende treibt er doch dahin, nur um einzusehen, dass er so nicht weiterleben kann.

                    Ein wertvoller Film, der jeglichen falschgepriesenen Individualismus abschwört. Peter Pan in düster mag man sagen.

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                    • 8

                      Hehe so absurd und verrückt kann also eine Liebeskomödie sein. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass bei mir auch gerne die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen *lach* Wer weiß?

                      • 7 .5

                        „The Science of Sleep – Anleitung zum Träumen“ macht es dem Zuschauer verdammt schwer zu gefallen.
                        Da wachsen Hauptfigur Stephane plötzlich riesige Hände, wechselt er von Traum zu Realität und umgekehrt.
                        Dazwischen entfaltet sich noch eine zarte und ungewöhnliche Liebesbeziehung, die ihm und dem Zuschauer den Rest zu geben droht.
                        Michel Gondry zeigt mit diesem Film sein immenses audiovisuelles Genie, vergisst aber hin und wieder an der Charakterzeichnung zu arbeiten und sie zu intensivieren.
                        Zwar ist die Optik oftmals berauschend, die Effekte sind dermaßen detailverliebt und einfach gehalten – jedoch schafft es der Film nicht immer diese Begeisterung vom Auge auch auf das Herz zu übertragen.
                        Es fällt zuweilen schwer Sympathie für eine der Figuren zu empfinden, da sie allesamt doch schräg und verschroben sind.
                        Dank der Darsteller jedoch funktioniert „The Science of Sleep“ im Großen und Ganzen dann doch. Gael Garcia Bernal trägt den Film mit seiner Performance überraschend gut und harmoniert mit der überzeugenden Charlotte Gainsbourg.
                        Absolut gelungen sind die Übergänge von Traumwelt hin zur Realität. Da diese mit zunehmender Dauer immer fließender werden, weiß Stephane (Bernal) irgendwann nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. In diesen Momenten entfaltet der Film seine Schönheit, denn hier trägt Gondrys Gespür für Bilder Früchte. Außerdem packt der Regisseur einen spürbaren ironischen Unterton in seine Bilder. Jedoch glücklicherweise nie bloßen Slapstick.
                        „The Science of Sleep“ ist poetisch in seiner Bildsprache, jedoch auf gefühlsmäßiger Ebene etwas zu kalt geraten. Deshalb macht es der Film dem Zuschauer auch nicht einfach.
                        Entweder man staunt ob der überbordenden Kreativität der Macher oder man zuckt ahnungslos mit der Schulter, berührt einen das Schicksal der Protagonisten doch kaum.

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                        • 8 .5

                          Mich wunderts, hier nirgendwo eine mögliche Erklärung für Stephan zu finden... er ist doch kein 'normaler Alltagsträumer', sondern hat eindeutig eine psychische Störung, was ich jetzt nicht wertend meine.
                          Ich finde es nur mutig und schön und gut gelungen, zu zeigen, wie schwierig es sein kann, zB Menschen mit verschiedenen Persönlichkeiten auf der Beziehungsebene zu begegnen, oder Liebe zu leben mit einem Psychotiker.

                          Die beiden müssten einen Weg finden, zu kommunizieren, damit er nicht ewig Kind bleibt, das seinen Wahnvorstellungen glaubt und sich beide mit Verständnis und Zärtlichkeit begegnen können.

                          Ein liebevoller, warmer, einfallsreicher Film!

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                          • 5

                            Kann mir noch kein Urteil über den Film bilden und muss ihn in ein paar Monaten nochmal sehen. +_+

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                            • 2 .5

                              Ein höchst absurder und verwirrender Film.
                              Ich hatte mir zeitweise überlegt, ihn ernsthaft wegzulegen und etwas anderes - hoffentlich besseres - anzuschauen. Eigentlich hat der Film deswegen 0,0 verdient, aber wie auch immer hat dieser Film geschafft, mich ernsthaft zu verwirren.
                              Ich denke, ich werde nie wieder träumen können, ohne an diesen Film zu denken...

                              Der Film in einem Wort:
                              StrangerAbsurderVerwirrenderPackenderAbstoßenderMindf*ckMitSpeziellemEigenenFlair

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                              • 8 .5

                                Und wieder mal ein wundervolles Drama aus den französischen Landen entdeckt. Der Film ist eine gelungene Mischung aus verträumter Geschichte, tollen Schauspielern, detailverliebter Stop- Motion Technik und französischen Charme.
                                Wäre er in der Mitte nicht ein wenig zu abgreht und skurill gewesen, hätte ich einen neuen Lieblingsfilm gehabt. Ansonsten ein Geheimtip für alle Tag- und Nachtträumer.

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                                • 0

                                  Ja rette sich wer kann. Der Film is so anstrengend wie die Buddenbrooks und nervt einfach nur. Hab drei Tage gebraucht - hab ihn jetzt ganz gesehen. Er nervt. Für Fans des Abstrusen - ein must have. Aber hey der NERVT!

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                                  • 7 .5

                                    "Das ist die Ein-Sekunden-Zeitmaschine, von der ich dir erzählt hab'. Ich hab' sie für dich fertig gebaut. Willst du sie ausprobieren?"
                                    - "Was hat man denn von einer Sekunde?" - "Na ja, es kommt was zusammen. Das Leben ist zu kostbar."

                                    Die Franzosen sind in Sachen Liebesgeschichten wirklich einfallsreich. Und auf diesem Gebiet haben sie es einfach drauf.
                                    Die Story ist mal wieder recht simpel gehalten worden, doch was daraus gemacht wurde kann sich sehen lassen.
                                    Stéphane(Gael Garcia Bernal) ist ein junger Künstler und er zieht von Mexiko in das schöne Paris, seiner Mutter hat ihm einen Job und eine Wohnung besorgt. Ihm wurde eine kreative Arbeit versprochen, doch der Job entpuppt sich als langweilig und unkreativ. Durch die starke Unterforderung seines Könnens driftet er immer wieder in seine eigene, bunte Traumwelt. Und auch in der Liebe sieht es bei ihm kompliziert aus, seine Nachbarin Stephanie(Charlotte Gainsbourg) ist schüchtern und sucht eigentlich keinen Freund, doch um Stéphane ist es geschehen, er will sie.
                                    Sein Leben wird immer komplizierter, er zieht sich immer öfter in seine schöne Traumwelt zurück um der tristen Welt zu entkommen, doch irgendwann muss er sich fragen: Ist das hier noch die Realität oder träume ich?

                                    Mit "Vergiss mein nicht" hat Regisseur Michel Gondry schon gezeigt was er alles kann, hier sieht man unbekanntere Gesichter, doch das ist nicht weiter schlimm, denn Talent besitzen sie ebenfalls. Das Thema Liebe ist einfach Gondry's Ding.

                                    "The Science of Sleep" ist ein traumhaft schöner Film, Gondry verzaubert den Zuschauer mit einer Menge einfallsreicher Ideen, mit tollen surrealen Traumsequenzen und Charakterstarken Darstellern.
                                    Ein Mainstream-Film ist "The Science of Sleep" auf keinen Fall, alles ist erfrischend und kommt einem neu vor, die knapp 2 Stunden vergehen wie im Fluge, obwohl sie handlungsarm sind.
                                    Es sind immer wieder Stéphan's verrückte Träume die mich fasziniert haben, die mich selber haben träumen lassen.
                                    Genießen wird man diesen Film wenn man nicht alles hinterfragt, wenn man sich einfach in den Film fallen lässt und mit den Protagonisten auf eine wunderschöne Traum-Reise geht.

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                                    • 10

                                      Die etwas andere Liebesgeschichte, meiner Meinung nach. Unglaublich gut gemachte Szenen, und super Schauplätze. Die ganzen Maschinen die Stephan baut und wie seine Träume aufgebaut sind, sind einfach herrlich und schön anzusehen. Außerdem bleibt das Ende offen, was ihn auch keineswegs zu einem "Happy-End-Kitsch-Liebesfilm" macht. Die interessante Erzählweise und die künstlerischen Freiheiten die sich der Regisseur rausnimmt sind jedenfalls gelungen! Ich finde dieser Film hat einfach eine einzigartige "Abgedrehtheit", die man aber auch dem Trailer schon entnehmen konnte, wenn einem dieser nicht gefallen hat, hätte man auch auf den Film verzichten können.

                                      • 3

                                        Ich bemühe mich wirklich sehr, aber französische Filme sind und bleiben mir einfach fern.

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                                        • 4 .5

                                          "schön, "wunderbar" und "Liebe". Meiner Meinung nach triffts "skuril" ziemlich genau. Langweilig und pseudo-tiefgründig. Absolut kein Verständnis für 10ner Wertungen. Zum "Träumen" eignet sich BigFish, aber bitte nicht so eine abgedrehte Psychostory.

                                          PS: gelacht hab ich nicht einmal.

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                                          • 2 .5

                                            Ich konnte nicht glauben, dass dieser Film vom "Vergiss mein nicht"-Macher kam.
                                            Fand ihn langweilig.

                                            • 5

                                              Mein "Make it or brake it"-Film sollte es werden, was Michel Gondry angeht. "Vergiss mein nicht!" ist einer meiner Lieblingsfilme und schon unzählige male gesehen, "The Green Hornet" dafür war große Grütze. "Science of Sleep" kann es nun leider auch nicht schaffen, mich zu überzeugen. Die Vermischung aus Traumwelt und Realität mit vielen verrückten und liebenswerten optischen Spielereien ist anfangs beeindruckend und unterhaltsam, später jedoch nur noch ermüdend und zunehmend belanglos, nach der ersten Stunde etwa hat mich der Film leider verloren. Dabei hat er aber so viel Charme, dass ich ihm das nur schwerlich übel nehmen kann, da man ihn einfach gut finden möchte. Umso schlimmer, dass die Luft dann irgendwann raus war und Gondry offensichtlich zu viel wollte und auch mit dem ganzen Overkill an Spielereien nicht mehr kaschieren konnte, dass die eigentlich Story sehr einfach und langweilig ist. Gesehen hab ich ihn in der deutschen Synchro, wo der Sprachenmix aus vor allem Französisch und Englisch bzw. eben Deutsch sehr anstrengend ist, da alle Charaktere eben in diesem bescheuerten Deutschfranzösisch mit dem üblichen Akzent sprechen. Das ist auf Dauer kaum auszuhalten und hat wohl einen großen Teil dazu beigetragen, dass der Film bei mir durchgefallen ist. Wenn ihr ihn also schauen wollt, dann bitte nicht in deutscher Synchro.

                                              • 7 .5

                                                Lustiger und unterhaltsamer Film, der mit seiner abgedrehten Handlung und den liebevollen und detailverliebten Kulissen brilliert.

                                                • 7 .5

                                                  Nach "Vergiss mein nicht" taucht Regisseur Michel Gondry erneut in die Gedankenwelt eines Menschen ein, nur dass es diesmal um einiges bunter und hektischer ist. Der Film ist ein Rausch der Phantasie, überall zeigt Gondry mal kleine, mal größere phantastische Bilder, deren audiovisuelle Kraft einfach nur betörend schön ist. "Science of Sleep" ist ein Film des Wahnsinns, eine Bombe der Kreativität. Schade nur, dass sich Gondrys Traumrausch gegen Ende etwas ermüdet und die Liebesgeschichte bei all den bunten Träumereien etwas an Substanz verliert. "Science of Sleep" ist kein Film für ein großes Publikum, es ist ein kleiner Träumer von Film und deshalb am besten für Träumer geeignet, die mit Gondrys hektisch- schöne, bunt- verkitschte Traumwelt etwas anfangen können.

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                                                  • 8

                                                    Unheimlich liebevoll gestaltet und inszeniert, so viele nette Ideen in 102 Minuten hab ich selten gesehen. Handlungsmäßig eher schwierig, es wird nicht die letzte Sichtung gewesen sein... schön, wie Traum und Realität immer weiter verschwimmen, wie Sprachen, Handlungsfetzen und Bilder variieren, wieder auftauchen, wieder verschwinden. Die daraus resultierende surreale Stimmung, die der Film vom ersten Moment an wie eine Aura um sich trägt und nicht mehr loslässt, gefällt sehr.
                                                    SPOILER:
                                                    Gegen Ende muss ich micht allerdings doch fragen, inwiefern Stephans Geschichte die Geschichte eines Geisteskranken ist - wieviel Wahnsinn, wieviel Schizophrenie steckt da drin? Dass der Film es schafft, dahinter eine Liebesgeschichte zu erzählen, kann ihm hoch angerechnet werden.
                                                    SPOILER ENDE
                                                    Einfallsreich, liebenswert, liebevoll. Aber auch schwierig, arg abgehoben, surreal. Da muss ich nochmal dran.

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