Shape of Water - Das Flüstern des Wassers - Kritik

The Shape of Water

US · 2017 · Laufzeit 123 Minuten · FSK 16 · Fantasyfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Nicht langweilig, guter 60er Jahre Flair und toll getrickster Fischmann. :-)

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    • 5
      Movie-Man 28.07.2018, 22:37 Geändert 28.07.2018, 22:48

      ZURÜCK BEI MOVIEPILOT.

      Shape of Water ist stereotypisch wie nur geht (auch wenn Märchen). Mich interesiert weniger wie audiovisuell ein Film gestaltet ist, sondern in erster Linie wie der Film im Sinne der amis gemacht ist. Hier sind mal die amis die Agressoren. Die Nähe zu Gott wird aber kritisch-falsch dargestellt. Trotzdem muss man die Musik erwähnen, welche a la französische Schnulle für mich hier nicht passt. In der zweiten Hälfte verflacht die Handlung ein wenig. Schauspielerische Gesamtnote gut. Emotional hat mich der Film gar nicht getroffen.

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      • 8
        J.F.Lannister 28.07.2018, 17:58 Geändert 29.07.2018, 22:27

        "It’s a very personal movie. I love it. I call it 'a fairytale for troubled times' because it’s an ointment against the world, where we’re waking up every morning with worse news." - Guillermo del Toro -

        "Shape of Water" ist zu großen Teilen ein gutes, altes Hollywood-Märchen angereichert mit bekannter Handlung, diversen Klischees und nostalgischer Verklärung des Hollywoods der 60er Jahre; dass dieser Film bei den Oscars zum Besten Film gekrönt wurde, war im Nachhinein betrachtet gerade zu absehbar. Überraschenderweise teilt "Shape of Water" dabei viele Gemeinsamkeiten mit Damien Chazelles "La La Land", zuletzt gibt es sogar eine Musicaleinlage.

        Abseits davon zeigt sich die Qualität des Films in zwei Dingen:

        Zum Einen kreiert Märchenonkel Del Toro aus überragendem Szenenbild, Kostümen, Effekten und dem Soundtrack ein hochatmosphärisches und phantastisches Liebesmärchen. Er setzt auf kreative Spielereien und Szenenübergänge, "Shape of Water" ist nicht nur der Titel, sondern spiegelt sich abseits des Inhalts auch im Bild wieder. Mir persönlich geht dabei das Herz auf!
        Auch wenn der Film (unfreiwillig) an "Die Schöne und das Biest", "E.T." oder "Free Willy" erinnert, sollte man "Shape of Water" nicht mit einem Kinderfilm verwechseln, dafür beschäftigt sich Del Toro zu offen mit Gewalt und Sex(ualität). Eben ein Märchen für Erwachsene. Welche Filme ich mir nun aber noch ansehen müsste, sind Del Toros Hauptinspirationsquelle "Der Schrecken vom Amazonas" und "Die fantastische Welt der Amélie", der von einigen "Shape of Water"-Kritikern als der geistige Vorreiter und bessere Film angesehen wird.

        Zum Anderen richtet "Shape of Water" abseits des konservativen Hollywood-Märchens und der nostalgischen Verklärung allerdings auch einen progressiven Blick auf die heutige Gesellschaft und das heutige Hollywood. Sally Hawkins und Octavia Spencer spielen mit Elisa Esposito und Zelda Fuller zwei selbstbewusste Frauen, Elisa wird zudem als sexuell aufgeschlossen und emanzipiert dargestellt. Ihnen gegenüber steht Michael Shannons rassistischer, faschistischer und frauenverachtender Richard Strickland, der Typus Mann, der gerade in Hollywood zuletzt für großes Aufsehen sorgte. Guillermo Del Toro positioniert sich mit "Shape of Water" also gegen die Harvey Weinsteins dieser Welt.
        Anhand des Nebenhandlungsstrangs um den homosexuellen Giles (Richard Jenkins) deutet "Shape of Water" erschreckend darauf hin, dass Homophobie und Rassismus nicht nur am gesellschaftlichen Rand sondern auch in der Mitte und im Bildungsbürgertum verankert sind. Ein Barkeeper, den Giles als langjährigen und intellektuellen Gesprächspartner schätzt, zeigt sein wahres Ich, als ein schwarzes Paaar seinen Laden betritt und sich Giles als schwul offenbart.

        Fazit: Sicherlich ist "Shape of Water" nicht der "Beste Film" bei den Oscars 2018 geschweige denn des Filmjahres 2017, aber doch schon ein sehr guter und sehenswerter und für Fantasyfans ein absolutes Muss!
        Es ärgert mich, dass man sich für manche Moviepiloten als "konservativer und naiver Gutmensch" offenbart, weil man einen Film mag, der seine humanistische und progressive Botschaft als Märchen verpackt. Seit wann haben Märchen den Anspruch, realistisch zu sein und in charakterlichen Graustufen zu arbeiten?

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        • 7 .5

          Ich habe den Film jetzt schon eine ganze Weile vor mich hin geschoben, weil ich nie in der richtigen Stimmung war für so einen Film. Ich hatte einen sehr langatmigen Film erwartet, der nicht unbedingt mein Fall ist. Jedoch habe ich mich wirklich verschätzt! Der Film hat mir wirklich gut gefallen und von Langatmigkeit gab es keine Spur für mich. Die gut 120 Minuten haben mich nie gelangweilt. Dazu sieht der Film noch fantastisch aus, hat wunderschöne Sets und einen Cast der wirklich gute Arbeit leistet. Ok, schwächen gibt es natürlich auch. Beispielsweise war die Liebesgeschichte schwer nachvollziehbar und zu schnell erzählt, da man noch sehr viele andere Handlungsstränge einbaut, die viel Zeit kosten. Genauso versucht man zu viele Genres in den Film zu pressen, um jeden abzuholen (so kommt es zumindest rüber). Neben der Romanze, gibt es noch geschichtliche Konflikte, eine komische Musical Sequenz…

          Insgesamt bleibt es aber eine schöne Idee, die gut umgesetzt wurde und mitreißt.
          7,5/10

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          • 6 .5

            In THE SHAPE OF WATER wollen Sally Hawkins (WAZ), Michael Stuhlbarg (Die Grauzone), Richard Jenkins (Bone Tomahawk) und Octavia Spencer (Snow Piercer) ein mysteriöses, scheinbar göttliches Amphibien-Wesen (Doug Jones-Hell Boy) aus einem Versuchslabor vor dem größten Monster, was Mutter Natur je erschaffen hat, retten...dem Menschen!
            ...
            Unsereiner verliebt sich in Charakter und Aussehen...manch einem reicht wohl allein schon Letzteres!
            Hier jedoch soll die eigentliche Macht der Liebe, welche tief aus dem Inneren kommt, zu erkennen sein...man kann del Toros zehntes Werk daher als eine phantastische Definition von 'Wahre Liebe' betrachten!
            Leider überzeugt Diese nur bedingt, denn es mangelt insgesamt an Tiefe!
            Aufgrund all der zeichnenden Umstände, bezüglich der Charaktere, scheint die außergewöhnliche Beziehung zwischen der Stummen und dem Glubschi gar nicht mal so an den Kiemen herbeigezogen...ein paar negative Zuschauer-Reaktionen dürften bei der allzu mutigen Darstellung des innigen Verhältnisses beider Protagonisten allerdings nicht sonderlich verwunderlich sein!
            ...
            Was die Darsteller-Riege anbelangt, sind die Rollen allesamt passend besetzt, insbesondere Michael Shannon (The Iceman) weiß als skrupellos folternder Sicherheits-Chef einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen!
            ...
            Wenngleich uns der große Märchenerzähler Guillermo del Toro (Crimson Peak, Hellboy) eine magische und vom technischen Aspekt her gekonnt verwandelte Fantasy-Liebesgeschichte mit spannend umgesetzten Inhalten präsentiert, so ist mir persönlich die Oscar-Vergabe (u.a. für Bester Film, Beste Regie), sowie allgemein die hohe Preis-Verleihung ein kleines großes Rätsel...nicht dass es dem zweistündigen US-Blockbuster nicht gegönnt sei, doch wirklich in seinen Strudel gezogen hat mich zumindest der Film nicht!!!
            ...
            Fazit: Nicht gerade del Toros beste Leinwand-Fabel und von faszinierenden Meisterwerken, wie 'Pans Labyrinth' sowieso (Fantasie-) Welten entfernt...was noch lange nicht heißen soll, dass man dem Flüstern des Wassers nicht einmal gelauscht haben sollte!
            ...
            6 / 10 Frühstücks-Eiern

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            • 4

              Der Film hätte auch von Jeunet sein können. Das ist nichts für mich. Optisch teilweise wirklich gut. Aber am besten ist der Film eigentlich dann, wenn er sich selbst nicht zu ernst nimmt. Leider sind das immer nur kurze Momente. Der Rest ist derart plump, dass es einfach zu viel ist, da noch anspruchsvoll sein zu wollen. Auch das Surreale ist immer dann gut, wenn es dezent eingesetzt wird. Wenn die beiden aber plötzlich ein Musical tanzen wird es albern. Irgendwo zwischen Skurrilität und Kitsch.

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              • 6

                Der ist wirklich schwer zu bewerten und das ist meist kein gutes Zeichen. Man will ihn lieben, weil er so dermassen liebevoll umgesetzt ist. Alleine dafür würde ich 9 Punkte vergeben. Aber da kommt das aber. Er ist technisch perfekt, doch die Story lahmt bisweilen ordentlich und das Ende wird dem ganzen Film nicht gerecht. Es ist schlicht enttäuschend. Man wünscht sich hier einfach mehr, für einen optisch so schön daher kommenden Film, doch am Ende zählt die Story und wie sie mich mitreißt und da bleiben nach dem Abspann nur noch 6 Punkte übrig.

                • 4

                  Ich werde mit den Filmen von Guillermo del Toro einfach nicht warm und ich versuche es immer wieder. Er ist ohne Zweifel ein Meister visueller Inszenierung und er hat auch interessante visuelle Ideen. Er versteht sich meiner Meinung nach nur nicht auf das Storytelling und die Darstellung des Plots. Aufgeladene Symbolik machen eben noch keine spannende Geschichte. Und die Charaktere sind dabei im Bemühen sie komplex zu gestalten, so überfrachtet, das sie einfach schon eindimensional wirken und das Schicksal der Figuren einen kalt lässt.

                  • 7

                    Auf jeden Fall sehenswert. Es ist kein WOW-Film, bei dem man die Augen aufreißt und noch stundenlang nach dem Film darüber spricht. Nein, es ist ein Liebesfilm, der durch seine charmanten Charaktere und witzigen Dialoge punktet. Das surreale hat mir sehr gefallen. Langgezogen, ja, was mich am Ende aber nicht sonderlich gestört hat. Ich habe die Handlung gerne verfolgt.

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                    • 4

                      Kammerspiel im Hallenbad: Eierfrau Amelie reloaded trifft auf Wassermann, der Eier wie Enten das Brot futtert. Es entsteht unmittelbar tiefe gegenseitige Zuneigung, die alsbald in ein sexuell geprägtes Liebesverhältnis umschlägt...nein, dieser Film hat so gar nichts mit Meisterwerken wie "Pans Labyrinth" zu tun und den Film zuende zu gucken war fast von Anfang an nur schwerlich möglich

                      • 7

                        Klasse, jetzt gibt es auch noch ein viertes Geschlecht. Es ist männlich und riecht trotzdem nach Fisch. SJW, fuck yeah!

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                        • 7 .5

                          Dieser Film ist sehenswert. Er ist eine kleine Meisterleistung von Del Torro. Eine starke cinematographische Erfahrung, eine Parade von stilvollen und unvergesslichen Bildern -siehe Traumszene als Elisa mit der Kreatur tanzt (geniale Szene). Geprägt von tollen Darstellern. Hervorzuheben sind M. Shannon, S. Hawkins und Richard Jenkins.
                          Was mich nicht so gepackt hat, war die Story. Irgendwie wollte der Funken nicht überspringen, obwohl das heutige Kino genau diese Geschichten nötig hat, wie der Ozean sauberes Wasser.

                          Ein zauberhafter Fantasyfilm mit schöner Musik.

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                          • 8
                            Malik 02.07.2018, 11:57 Geändert 02.07.2018, 12:11

                            Del Toro halt, in seiner ganzen, düsteren Märchenpracht.

                            Wieder einer jener Filme von ihm, bei dem mir nach nur zwanzig Minuten klar wird warum ich den Mann zu meinen Favoriten zähle.

                            "Shape of Water" ist bildgewaltig, grausam, hoffnungsvoll, stellenweise drollig.

                            Wieso fiel mir gerade hier auf, dass del Toro DER Mann für eine "Fallout" Verfilmung wäre?

                            Freilich verstehe ich nicht, warum jetzt ausgerechnet dieser Film mit Auszeichnungen derartig überhäuft wurde.

                            Nicht im selben Jahr, in dem "Wind River" und "Cargo", nur beispielsweise, das Licht der Welt erblickten.

                            Wahrscheinlich der Grund warum ich keine Oscar - Verleihungen und Sportveranstaltungen anschaue.

                            Alles Schmu.

                            Auch wenn es mich für del Toro und sein Werk aufrichtig freut.

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                            • 6 .5

                              Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die gleichzeitig eine Hommage an die klassischen Monsterfilme ist. Leider war ich am Ende doch ziemlich enttäuscht, da die Geschichte und (bis auf die Figur der Elisa) die Charaktere ziemlich seicht und oberflächlich bleiben.
                              Trotzdem ein ganz netter Film, der recht unspektakulär daherkommt und Del Toros Kreativität nicht zur Geltung bringt.
                              Den Oscar als besten Film hätte meiner Meinung nach andere Kandidaten viel mehr verdient. Aber dieses Problem hatte ich die letzten Jahre schon öfters.

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                              • 10

                                Geil....wider mal ein Film der super gespielt ist....

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                                • 10
                                  Sternenkind68 30.06.2018, 23:45 Geändert 30.06.2018, 23:48

                                  Was für ein zauberhafter Film !

                                  Das darstellerische Highlight ist eindeutig Sally Hawkins, die mit ihrer eigenwilligen Schönheit auch ohne Worte vielsagend ist. Zu Recht für den Oscar nominiert.
                                  Die "Kreatur" fasziniert mit ihrer schillernden Erscheinung, scheint alles zu verstehen.
                                  Besonders mit den Außenseitern wie der stummen Elisa oder dem alternden Schwulen Giles ( Richard Jenkins, zu Recht für den Oscar nominiert ) versteht sie sich blendend.
                                  Octavia Spencer ( zu Recht für den Oscar nominiert ) gibt die weise und verständnisvolle Kollegin der Reinigungskraft Elisa. Einfach drollig.
                                  Michael Stuhlbarg ( Men in Black 3 ) ist ebenfalls erwähnenswert als Dr. Hoffstetler.

                                  Bild und Ton sollten hier besonders hervorgehoben werden,
                                  Beides zu Recht für den Oscar nominiert.

                                  Es gibt so viele rührende wie auch verstörende Momente, dass ich noch ganz durcheinander bin.
                                  Homophob oder rassistisch zu sein ist scheiße.
                                  Leben und leben lassen sollte es eher heißen.

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                                  • 8

                                    Na klar, Guillermo del Toro hat hier (wie auch schon häufig zuvor) nicht das Rad der Geschichtenerzählung neu erfunden und bedient sich althergebrachter Figuren und Handlungsabläufe, aber warum (wir?) alle seine Filme doch so schätzen, ist der Stil, die Art des Geschichtenerzählens.
                                    Irgendwie sieht man jedem seiner Filme die Handschrift del Toros an und die kann sich echt sehen lassen.
                                    Es gibt meiner Meinung nach kaum einen anderen Regisseur, der so gefühlvoll verschiedenste Genres und Stile miteinander verknüpft und dem das Publikum von Herzen gerne Ausflüge in Kitsch und Gore verzeiht bzw. erlaubt.
                                    Und das alles, weil man das Gefühl hat, wirklich die Vision eines Filmemachers vor sich zu haben; weil man die auf Film gebannte Fantasie eines außerhalb jeglicher Regeln denkenden Menschen zu Gesicht bekommt; weil diese Fantasien so verspielt, so fröhlich und doch so (blutig) ernst sein können.
                                    Ich glaube, es verzaubert einen einfach.

                                    Und das liegt definitiv auch daran, dass "Shape of Water" handwerklich zu großen Teilen ganz meisterhaft inszeniert ist.
                                    Die Kamera braucht hier "nur noch" einzufangen, was vor ihr an Welten kreiert, nein wortwörtlich erbaut wurden. Untrennbar mit del Toros Stil verbunden ist auch seine außerordentliche Liebe zum Produktionsdesign, zur Maske und zur Garderobe. Wo viele andere Regisseure scheinbar mit den Schultern zucken und sich lieber "wichtigeren" Sachen widmen, geht del Toro darin richtig auf, und das schon immer.
                                    Die Sets, die er unter starker eigener Einflussnahme gestalten lässt, sind so durchdacht fantasievoll, auf ihre eigene Art und Weise plakativ, aber doch subtil, dass sie fast zu schade sind, nur Hintergrund zu sein. Sie sind ein eigener Charakter!
                                    Mit del Toro verbinde ich genauso eine bestimmte Art, ein Set auszuleuchten. Hohe Kontraste und bunte, farbige Lichter bestimmen das Bild, lassen die Charaktere ihr Inneres nach Außen kehren und enthüllen Geheimnisse. Das hat häufig etwas Theatrales, durchbricht für einen Augenblick meine vierte Wand , lässt mich aber auf Dauer gesehen immer fasziniert zurück. Es ist spannend zu sehen, dass so "unnatürliches" Licht sich dennoch so gut in einen Film einpassen kann, wenn nur das Gesamtkonzept stimmt. Und der Look des Films ist wirklich zauberhaft.

                                    Also...
                                    technisch ist alles wundervoll umgesetzt, einzig die Geschichte bot für mich an sich einfach recht wenig Neues. Was die Charaktere machten, hatte man schonmal gesehen, aber SO dann halt doch noch nicht.
                                    Alles in allem ist "Shape of Water" ein höchst sehenswerter Film, der einfach unterhaltsam und außergewöhnlich schön anzusehen ist, meiner Meinung nach aber nicht genug emotionalen und inhaltlichen Tiefgang bietet, um berechtigterweise als "Bester Film des Jahres beim Filmpreis für die amerikanisch dominierte Filmindustrie" ausgezeichnet zu werden. But who am I to judge? :)

                                    PS: Der Schnitt wirkte mir manchmal etwas holprig, was meiner Meinung nach auch dazu führte, dass die Identifikation und damit die Empathie mit den Figuren bei mir stärker als gedacht ausblieb.

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                                    • Ich will nie mehr einen Film von Guillermo del Toro sehen bei dem das Monster nicht stirbt und ich bei dessen Sex zusehen muss... :)

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                                      • 7 .5

                                        ***Droggelbecher's Oscar-Wallfahrt*** Part 5: Shape Of Water
                                        Im Jahr 2018 mit 4 Oscars ausgezeichnet als Bester Film, beste Regie, beste Filmmusik und bestes Szenenbild.

                                        Shape Of Water nimmt uns mit in ein Paralleluniversum der 50er Jahre Amerikas. Beim Sichten des Films wurde ich gleich zu Anfang an die Computerspiele der Bioshock-Reihe erinnert.

                                        Tatsächlich wurden auch Stimmen zum Thema Plagiatsvorwurf laut: Der niederländische Kurzfilm "The Space Between Us", in dem eine Putzfrau ein Fischwesen kennen lernt und sich verliebt, ging dem Film voraus. Wer sich den Kurzfilm anschauen will, guckt hier:

                                        https://www.youtube.com/watch?v=xEIpzBPUjEo

                                        Doch gut geklaut, ist halb gewonnen. Und der Film macht einfach unglaublich viel richtig. Gerade in den anfänglichen Szenen wird man in die eigensinnige Welt hineingesogen und ich musste nicht nur an die oben genannten Videospiele denken, sondern auch an "Die fabelhafte Welt der Amelie". Zumindest was die Hauptprotagonistin und die Filmmusik angeht. Und genau letztere wurde auch ausgezeichnet.

                                        Die Handlung selbst ist eine klassische Liebesgeschichte in einem Fantasie-Setting. Die Schauspieler selbst liefern eine solide Arbeit ab, aber so richtig abnehmen kann ich die schauspielerische Leistung in den wenigsten Fällen. Gerade die russichen Kollegen scheinen doch sehr einem Abziehbild Amerikas zu entsprechen.

                                        Ohne zu viel Tiefgang zu erwarten kann der Film dennoch gut unterhalten. Aus diesem Grund gebe ich 7,5 von 10.

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                                        • 6 .5

                                          Eigentlich hat der Film vieles, was mir sehr gefällt. Das Setting ist wunderschön, ich sehe gerne diese märchenhaften, aber dennoch normalen Welten. Und wenn Hommagen an alte Monsterfilme oder überhaupt an das Thema Film und Kino gemacht werden bin ich sowieso dabei. Die Geschichte ist auch toll erzählt und richtig viele Kritikpunkte kann ich gar nicht nennen.
                                          So ist zum einen der Bösewicht sehr auf böse getrimmt und bekommt keine Chance seine Motive zu rechtfertigen und zum Anderen hat mir die Form in die sich die Beziehung von Elisa und dem Fischwesen hineinsteigert nicht wirklich zugesagt.
                                          Aber neben diesen beiden Dingen ist es vor allem das Ende, das ordentlich Punkte bei mir eingebüßt hat. Mit diesem konnte ich leider überhaupt nichts anfangen und wie so oft steht das Ende stellvertretend dafür, ob der Film gelungen ist oder nicht.
                                          Ein großer Pluspunkt ist allerdings Michael Stuhlbarg, der mich bisher in jedem seiner Projekte begeistern konnte. Interessanterweise wurde bei meinem Kinobesuch keine Untertitel in den russischen Szenen eingeblendet. Ich weiß nicht, ob dies Absicht oder Fehler des Kinos war. Allerdings hiermit ein noch größeres lob an Stuhlbarg. Denn obwohl ich nichts verstehen konnte, habe ich trotzdem mehr oder weniger gewusst worum es ging.

                                          • 7 .5

                                            Märchenhaft erzählte Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe. Handwerklich ist der Film einfach exzellent. Musik und Szene sind schön aufeinander angepasst. Vor allem das Bild besticht durch eine wohlüberlegte Farbkomposition, weiche Kamerafahrten und eine Liebe zum Detail. Das ganze hat noch - wie bei Guillermo del Toro üblich - eine dunkle Einfärbung, mit stellenweiser harter Brutalität.
                                            Insgesamt ein sehr gelungener Film, dessen Schwächen in einer Spur von Langatmigkeit und einer zwar guten, aber nicht exzellenten, Handlung liegen.

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                                            • 6 .5

                                              Shape of Water ist ein gutes Märchen das eigentlich alle Klischees bedient. Die Optik von Guillermo del Toro ist immer sehr schön aber das will nichts heissen. Ein Märchen darf kitschig und Klischeehaft sein aber der Film war mir im gesamten zu oberflächlich und die Charakteren sind auch sehr dünn gezeichnet worden.Das Märchen hat ein typischer Stereotype Bösewicht der von Michael Shannon gespielt wurde. Die Hauptdarstellerin Sally Hawkins macht ihre Sache sehr gut. Leider erfährt man von ihrem Charakter zu wenig und die Liebesgeschichte wurde auch nur oberflächlich gezeigt was ich sehr schade fand. Guillermo del Toro war es wichtiger das der Film von der Optik gut aussieht und vergass dabei die Handlung. Kameraeinstellungen waren wichtiger. Ich erwarte ja bei einer solcher Produktion kein Tiefgang aber ein bisschen mehr hätte es sein können und vor allem eine bessere Charakter Vorstellung.
                                              Schlussendlich sah ich ein unterhaltsamer Film der wahrscheinlich schon der beste Oscar Anwärter war.

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                                              • 4

                                                eine präfinale anorektikerin möchte endlich ein „fishstick“

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                                                • 5
                                                  sachsenkrieger 24.05.2018, 22:55 Geändert 24.05.2018, 22:55


                                                  Außer HELLBOY gibt es für mich immer noch keinen del Toro, der mich wirklich angesprochen hätte und der Nachfolger des mich mehr als nur enttäuschenden CRIMSON PEAK ändert daran auch nichts. SHAPE OF WATER ist für Fans bestimmt alles Mögliche und für mich ist er das auch. Cineastisches Multitasking, visuell atemberaubend, bei dem aber nix wirklich fertig wird, nichts wirklich greift, ergreift oder angreift. Auch der vielfach getätigte Vergleich mit den Werken Jeunets ist für mich ein Gräuel. Denn die Werke des Franzosen sprühen vor Ideenreichtum und jeder Menge nicht so aufgesetztem Herzblut. Bei del Toro wird für mich nichts wirklich greifbar. Aber vielleicht ist das auch der Sinn eines Films, in dem Wasser die tragende Rolle spielt. Das war er also, der Goldjungen-Gewinner des momentan für mich schlechtesten Filmjahrs aller Zeiten und Welten...

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                                                  • 7 .5

                                                    Der Oscar-Gewinner 2018 überzeugt mit einem wundervoll verträumten 60er Jahre-Setting und tollen Schauspielleistungen. Durchs Band sind hier alle Charaktere ideal besetzt und es macht so richtig Spass den Protagonisten zuzuschauen, vor allem Fiesling Michal Shannon ❤. Insgesamt hat mich der Film dann aber doch etwas enttäuscht. Die Story und die Dramaturgie zum Beispiel sind 0815 und im Vergleich mit Del Toros "Pan's Labyrinth" zieht "Shape of Water" deutlich den Kürzeren. Kinomagie ja, aber Oscar für den besten Film? Für mich war "Three Billboards" eindeutig besser. Selbstverständlich ist das Geschmackssache und von einem schlechten Film zu sprechen wäre hier der Filmkunst nicht würdig.

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