The Witch - Kritik

The VVitch: A New-England Folktale

CA/US/GB/BR · 2015 · Laufzeit 87 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Drama · Kinostart
Du
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    #horrorctober 2018, Podcast No. #1

    In einem Enough Talk! Round-Up quatschen wir (meint: Arne und Jens) über unser Verhältnis zum Horror an sich, über Whiskey und Kaffee, sowie gleich über fünf gesehene Horror-Filme: Poltergeist (1982), The Hills Have Eyes (1977), Get Out, The Eyes Of My Mother & The Witch.

    Ab ca. 1h47min Laufzeit besprechen wir lang und breit Machart, Inhalt, Deutungsebenen, Subtexte und Interpretationen des genialen THE VVITCH. Nach ausgewiesener SPOILER-Warnung dann auch bis zum bitteren Ende. Fazit: Einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre.

    Hören im Blog: https://enoughtalk.de/et042-1-verstrahlte-hexen-poltern-sehenden-auges-durch-berge-und-waelder/

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    • 8

      Grandioser Film. Horror in seiner reinsten Form. Unnachgiebig, unfaßbar, unbesiegbar. Horror aus der Hölle und Horror in der Familie. Mißtrauen, religiöser Wahn, Selbstaufgabe. Dazu entführt einen The Witch komplett ins Neuengland der Puritaner, mit Kostümen, Austattung und Sprache. Den Eggers muß man sich merken, der inszeniert und orchestriert diesen Abstieg ins Fegefeuer meisterhaft. Das Ende ist Apokalypse und Ekstase zugleich. Top of the pops.

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      • 8 .5

        [...]
        Für mich war dieses Debütwerk eine Offenbarung. Ich konnte auch mit den gehypten Filmen der letzten Jahre (It Follows, The Babadook) durchaus was anfangen, aber sie konnten mich nicht annähernd so begeistern wie The Witch. Vom Over-the-Top-Ende abgesehen ist Robert Eggers ein unheimlich stimmungsvolles Okkult-Horror-Drama gelungen in dessen audiovisuelle Gemälde man sich einfach verlieben muss.

        Absolute Empfehlung für alle, die sich von langsamen, etwas sperrigen Filmen nicht abschrecken lassen!

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        • 6

          [...] Bereits im heute eher selten gebräuchlichen Bildformat 1.66 : 1 zeigt sich, wie wohlüberlegt Eggers an sein Spielfilmdebüt heranging. Die an sich ereignisarme Handlung ist mit Symbolen für Sünde angereichert und stellt damit auf elegante Weise die (amerikanische) Bigotterie zur Diskussion. Man sieht: Religion dient als Problemlösung, aber auch als Ursache. Am Ende zeigt der Film nicht zu viel und nicht zu wenig, um eine beklemmende Geschichte rund abzuschließen. Wer müde ist oder explizit nach Spuk-Unterhaltung sucht, sollte allerdings einen Bogen um „The Witch“ machen, denn im konsequent tristen Ambiente liegen Spannung und Langeweile sehr nah beieinander.

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          • 7 .5

            Reduzierte Farbsättigung und viel natürliches Licht, bedächtige Inszenierung mit einigen statischen Einstellungen, ein stets klammes Gefühl beim Schauen, dazu altmodische Wortwahl (im englischen Original viel „thee“, „thou“, „thy“) – „The Witch“ macht es den Zuschauern nicht leicht, einen Zugang zu finden. Wer freut sich schon an Bildern asketischen Lebens? Asketen vielleicht. (...) Zum Fürchten fand ich das Gezeigte nicht. (...) „The Witch“ ist zu abseitig, um sich im Kollektivbewusstsein der Horrorgemeinde als Klassiker zu etablieren, als Randerfahrung jenseits jeden Mainstreams ist das Werk aber unbedingt empfehlenswert. Ein außergewöhnlicher Film.

            Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

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            • 7

              [... The Witch zählt zu den Filmen, die das Gesamtspektrum von völliger Ablehnung bis hin zu begeisterter Wertschätzung abzudecken verstehen – wobei man sich letztere ein Stück weit selbst erarbeiten muss. Kunstvoll und engagiert wird eine wahrlich bittere Geschichte erzählt, von der man weiß, dass sie sich nach Abzug phantastischer Elemente historisch so zugetragen haben könnte. Und auch wenn dies natürlich generell gilt, sei besonders erwähnt, dass es bei Robert Eggers polarisierendem Langfilmregiedebüt von immens großer Bedeutung ist, es nicht mit den falschen Erwartungen auszuwählen. Sonst könnten sowohl diejenigen, die klassischen Hexenzauber, als auch jene, die ein reales Drama erwartet haben, enttäuscht werden. ...]

              Eine vollständige Kritik zum Film gibt es auf FILMCHECKER zu lesen.

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              • 8

                Debütant Robert Eggers beweist direkt mit seinem Debüt, wie vielschichtig das Genre Horror ist, wenn man es mit einem Familiendrama kreuzt und altertümliche Gewohnheiten/Ansichten als Manifestation der Angst katalysiert. Eine streng gläubige Familie, die abseits der Zivilisation von etwas Übernatürlichen terrorisiert und allmählich dysfunktionalisiert wird, zumindest ist es dem Zuschauer überlassen dies zu glauben, denn bis zum Schluss ist es ein Spiel mit der Psyche, ob es nun ein Kreatur ist oder eine fehlinterpretierte Abfolge ungünstiger Zufälle. Eingefangen mit einer ungewöhnlichen Cinematographie, einer katatonisch narrierten Erzählung und behutsamen Spannungsaufbau entfaltet sich das Schauermär auf eine unikate Weise und setzt auf eine beunruhigende Atmosphäre, anstatt den Zuschauer mit billigen Effekten an der Stange zu halten. Wird der menschliche Organismus anfälliger für Angst, der durch eine undefinierbare Präsenz ausgelöst wird, wenn er ewig isoliert gelebt hat? Ist es die strenge Gebundenheit an eine religiöse Schrift die menschliches Handeln fehlleitet?

                The Witch gibt wenig Antworten und sorgt dafür, dass sich der Horror im Kopf des Zuschauers manifestiert und ihn lange beschäftigt, auch wenn die krampfhaften letzten Einstellungen untermauern, dass Überambitionen oftmals ein Lachen entfesseln können, auch wenn es den Mut den Regisseurs repräsentiert. Jegliche Interpretation, jeder erfasster Symbolismus wird kaschiert, indem die Inszenierung offensichtlich zeigt, was sonst so sezierend entnommen werden könnte. Ein intimes Porträt einer allmählig zerfallenden Familie, schauriges Horrorkino, das großen Fokus auf seine Charaktere und deren Entwicklung legt und die zwischenmenschlichen Konflikte nach dem Vorbild von altertümlichen Ansichten wie ein tragisches Familiendrama inszeniert, angereichert mit fantastischem Soundtrack. Innovatives Kino mit starkem Ensemble, dass für Robert Eggers sicherlich einen Grundstein für eine vielversprechende Karriere markiert und die Frage offen lässt, ob der Teufel nicht in jeder Menschengestalt auf der Erde wandert.

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                • 7
                  Gnubbel 11.06.2016, 16:55 Geändert 11.06.2016, 16:56

                  Ich bin mir über diesen Film uneins ... einerseits ist der Film sehr spannend und mit einer hervorragend düsteren Atmosphäre. Es ist ein sehr ruhiger Horrorfilm, der aber durchaus versteht zu gruseln ... jedoch nicht über splatter oder jump-scare sondern in unseren tiefsitzenden Instinkten.

                  Anderenseints (ein wenig SPOILER) ist die Opferwahl pure Effekthascherei ... besonders das erste Opfer, sowas macht man nicht ... Und natürlich der Schluss, reichlich inspirationslos. Sieht nach sehr nach standard Hollywooddrehbuch/Finsanzierung und daraus resultierenden Problemen aus:

                  "Wir haben noch Geld über, was sollen wir tun .... hmmm.... lass die ALTE fliegen !!! (Beifall im Studio)"

                  Gesamt, kann ich mich echt schwer durchrigen, was ich dem Film geben soll. Er hätte 8 oder 9 werden können, hatt es dann aber mit Ansätzen von 1-3er Filmen versaut ...

                  • 7 .5

                    "Ein spannendes „Whodunit“-Gerüst aufzubauen, schaffen viele Horrorfilme. Was The Witch als anspruchsvolleres Werk auszeichnet, ist sein geduldiges, detailreiches world building: Das beginnt bei den zeitgenössischen Kostümen, der Einrichtung des Hauses, dem schummrigen Licht in dessen Inneren [..] setzt sich fort im veralteten Englisch, das die Familie spricht [..] und es reicht bis zur inbrünstigen Religiosität der Familie, von der all ihr Denken, Fühlen und Handeln geprägt ist. Eggers zeigt hier, wie eine bestimmte Mentalität den geistigen Boden bereitet für zukünftiges – im Plot nie explizit erwähntes, aber subkutan stets durchschimmerndes – Unheil: die Hexenverbrennungen in Salem." [Martin Gobbin]

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                    • Ist der Satan in uns gefahren? Oder ist unsere Kinolandschaft verflucht? Verflucht gut jedenfalls ist THE VVITCH – A NEW ENGLAND FOLKTALE von Debüt-Regisseur Robert Eggers, der auf dem Sundance Festival für Furore gesorgt hat, und uns das Gruseln (wieder) lehren soll. Jan hat sich den Film angeschaut und versucht seine noch sehr frischen Sinneseindrücke in Worte zu fassen. Damit das nicht noch sprunghafter als ohnehin schon wird, hat er Tanja eingeladen, die bereits zu BEGIN AGAIN (in Folge 67) ihre Meinung bei uns geäußert hat. Sie ist gar nicht mal so insgeheim Horror-Fan und damit der ideale Gesprächspartner.

                      Was THE VVITCH mit Religion, Ziegen und Menstruation zu tun hat und noch ein bisschen mehr drum herum, erfahrt ihr in unserer Folge (für die wir eine SPOILER-Warnung aussprechen).

                      • 6 .5

                        [...] Es mutet fast ausschließlich etwas krampfhaft an, die Fusion von Arthouse und Genre unter einen Deckel zu bekommen, was man zuletzt auch an „Ich seh, Ich seh“ von Veronika Franz und Severin Fiala gut beobachten konnte. „The Witch“ ergeht es da durchaus ähnlich, er ist zu angestrengt in seinem ambitiösen Gebaren, was zur Folge hat, dass dem verkopften Film oftmals die Luft zum Atmen fehlt. Robert Eggers aber lässt keine Skepsis an seinem Konzept zu und destilliert aus der Verschränkung von neuenglischer Folklore und dicht inszeniertem, von Märchen-Insignien und historischen Bezügen durchgehend flankiertem Schauerstück eine Vielfalt an thematischen Querverbindungen: Tatsächlich verbirgt sich in „The Witch“ ein Film, der symbolträchtig und referenziell (von Michael Haneke bis Lars von Trier lassen sich einige Inspirationsquellen ausfindig machen) über Glaubenssysteme, ritualisierte Erziehungsideale, Emanzipation, sexuelles Erwachen und die Befreiung von Körper und Geist sinniert. Die Abkehr von Traditionen muss hier jedenfalls nicht das Ende bedeuten, was das Holzhammerfinale idiotensicher untermauert. [...]

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                        • 6

                          [...] Die Kälte der Bilder, die dann besonders hervorkommt, wenn das Rot des Bluts und die wärmenden Strahlen der Kerzen versuchen, so etwas wie Innigkeit zu suggerieren und die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins projiziert, wird diese Kälte zum wiederkehrenden Symbol der Einsamkeit der gesamten Familie. Mit ausgebreiteten Armen, Vollbart und langen, wilden Haaren wirkt Vater William beim Gebet im Schein der Kerzen wie der Sohn Gottes, gesandt zur Erde, um die Familie vor dem Unheil zu bewahren, dass der Teufel in sie gebracht hat. Hier wird der Glaube der Familie zum Aberglauben, zum Gespött dessen, was Glaube eigentlich bewirken soll: Nächstenliebe, Zusammenhalt. Dem Bösen soll widerstanden werden – doch Eggers nutzt dieses uramerikanische Sittenbild einer Familie, gefangen in ihrem eigenen Glauben, als Auslöser allen Übels. [...]

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                          • 8

                            Die schwach flackernden Bilder simulieren die Lichtverhältnisse des 17. Jahrhunderts so schön wie seit Kubrick nicht mehr, und die sparsamen Horror-Motive fungieren lange nur als Katalysator einer fortschreitenden „Entgesellschaftlichung“ zwischen religiösem Fundamentalismus und Hysterie. [Andreas Busche]

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                            • 6

                              Die verschiedenen Elemente finden in der Geschichte nie wirklich zusammen, und so bleibt The Witch mitunter doch druck- und kraftlos. [Markus Keuschnigg]

                              • 8 .5

                                Der US-Regisseur und Drehbuchautor Robert Eggers verwebt geschickt Suggestion und Schrecken. [Benjamin Moldenhauer]

                                • 8 .5

                                  [...] "The Witch" ist kein Horrorfilm im herkömmlichen Sinne. Großartig gelungen ist er trotzdem, vielleicht gerade deswegen. Das intime Portrait einer Familie, die an ihrem eigenen Glauben zugrunde geht, die sich aus Hilflosigkeit gegen die eigene Tochter stellt und tiefer in den Glauben flüchtet als es gesund wäre, zieht unweigerlich in seinen Bann. Regisseur und Autor Robert Eggers spricht ein paar spannende Themen an, liefert in erster Linie aber ein atmosphärisch dichtes Portrait einer Zeit an, die einerseits längst vergangen, andererseits in manchen Teilen der Gesellschaft auch heute noch aktuell ist. Zutiefst beunruhigend, grandios geschauspielert und eine klare Empfehlung für all diejenigen, die bereit sind, sich auf einen Horrorfilm der etwas anderen Art einzulassen.

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                                  • 7

                                    Wie die arme Siedler-Familie zwischen Gott und Teufel unentschieden ist, hängt auch der formal sehr konsequente und ansehnliche Film zwischen Horror und Arthouse. [Günter H. Jekubzik]

                                    • 7

                                      Eine schaurige Volkssage, so wirbt auch das Filmplakat, kein Horrorfilm. Auf diese Weise bleibt die Verstörung eine gedämpfte. Über Bilder oder Mythologeme, die folkloristisch nicht schon von Hexenkult oder einer popkulturell geprägten Idee von Satanismus vorgezeichnet sind, kommt Eggers nie hinaus. [Tim Slagman]

                                      • 8 .5

                                        Teilweise schreitet die Geschichte erdrückend langsam voran. Doch gerade deshalb ist The Witch ein auf jeglicher Ebene unangenehmer Film, dessen verstörender Höhepunkt den Zuschauer in einem tiefen Unbehagen zurücklässt. [Jakob Wihgrab]

                                        • 9

                                          Endlich wieder ein Horrorfilm, der dem Genre Ehre macht: »The Witch« feiert das Unheimliche und Irrationale und gibt gleichzeitig schwer zu denken. Im historischen Gewand erweist sich der Schrecken bei näherer Betrachtung als durchaus gegenwärtig. [Alexandra Seitz]

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                                          • 7

                                            [...] Wie bei jedem guten, modernen Horrorfilm lauert das Grauen also innen wie außen. Es gibt keine sicheren Räume. Daher gelingt auch der Fatalismus des Films. Die Familie kann kein anderes Schicksal erwarten als zwischen diesen beiden Seiten gnadenlos zermahlen zu werden. Die Kollision beider Kräfte markiert aber auch das vormoderne Verlangen des Films. Nur da die eine Seite an die andere glaubt, kann es zu solch einer Konfrontation kommen, die gerade zum Schluss eine gar reinigende, erhebende Dimension erfährt. Mit der Aufklärung wurde es im Wald nicht nur heller, sondern auch steriler. Sexismus, Gewalt und Repression sind nicht mehr ausschließlich religiös motiviert, sondern dürfen nun viele verschiedene Masken tragen. Unser Potenzial als natürliche Machtwesen, ohne Kirche, Staat oder Vernunft, ist dagegen abhanden gekommen, verschwunden, ins Reich des Aberglaubens.

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                                            • 8 .5

                                              [...] Mithilfe der düsteren, unheilvollen Cinematographie, bei der Eggers den sprichwörtlichen Teufel in jedem einzelnen Detail versteckt, und des grandiosen Scores von Mark Korven, der mit seinen schrillen Geigen und schrägen Kompositionen zu Beginn beinahe wie eine Parodie wirkt, später aber zu ungeahnten Momenten puren Grauens überleitet, entfesselt der Regisseur ein intensives, unbehagliches Schauermärchen. Auch wenn der Bedrohung recht früh ein klares Gesicht verliehen wird, appelliert Eggers immer wieder an die Kraft der Suggestion, was seinem Film einen zwiespältigen, interpretierfreudigen Anstrich verleiht, bei dem nicht immer eindeutig ersichtlich ist, ob die titelgebende Hexe real existiert oder nur eine Manifestation darstellt, die aus den immer stärker werdenden Konflikten innerhalb der Familie heraufbeschworen wurde, welche in ihrem unerschütterlichen, an religiösen Fanatismus grenzenden Glauben auf die Probe gestellt wird. Der Regisseur nutzt die bedrohliche Kulisse des Waldstücks, symbolträchtige Einstellungen sowie unheilvolle Ankündigungen in Gestalt von Tieren, um einen Keil zwischen die Familie zu treiben. [...] Im Kern ist der Film weniger klassischer Horrorfilm, denn auf übermäßig blutige Eskalationen oder schlichte Jump-Scares verzichtet Eggers beinahe vollständig, als viel mehr ein bedrückendes Psychodrama, das auf ebenso langsame wie unangenehme Weise unter die (Netz-)Haut des Betrachters eindringt und stellenweise Impressionen erzeugt, die zu den verstörendsten der letzten Zeit zählen dürften. Am Ende offenbart "The Witch" aber auch eine faszinierende Lesart, bei der sich der direkte und indirekte Terror durch eine potentielle Hexe als mögliche Alternative entpuppt, bei dem sich die älteste Tochter der Familie, welche selbst als Ziel der Hexenbeschuldigungen herhalten muss, für einen Weg aus der religiösen Unterdrückung und in die freie Selbstbestimmung entscheiden kann. "The Witch" zeigt sich somit als inhaltlich überaus reichhaltiges Werk, funktioniert aber auch als geradlinige Schauergeschichte, sozusagen eine verrohte Variante der Gebrüder Grimm, in der Regie-Neuling Robert Eggers durch kraftvolle Impressionen, wunderbare Schauspieler und Momente puren Horrors jeden Ton trifft. Von diesem Mann ist zukünftig Großes zu erwarten. [...]

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                                              • 9 .5

                                                "[...]Billige Schocks und literweise Blut sind [Eggers] Sache nicht – eine erstickend dichte Atmosphäre und ein symbollastiges, intelligentes Konzept dafür umso mehr. In der versierten Ausarbeitung lassen sich hier gar Vergleiche mit großen Meistern wie Stanley Kubrick („Shining“), Nicolas Roeg („Wenn die Gondeln Trauer tragen“) oder William Friedkin („Der Exorzist“) ziehen, doch tatsächlich erinnert „The Witch“ am ehesten an einen finsteren Albtraum, den Ingmar Bergman nie geträumt hat.[...]Aufgeschlossene Filmfreunde finden hier [...] ein kleines Meisterwerk vor, das sich mit seinen herausragenden Darstellern und der liebevollen Ausstattung sogar der in der Regel horrorscheuen Academy empfehlen könnte. „The Witch“ ist für mich die beste und intensivste US-Horrorproduktion seit dem enorm einflussreichen „Blair Witch Project“ (ja, auch mit Hexen) von 1999 – ein Schaudermärchen mit Nachwirkung. Und Robert Eggers gehört nach diesem geschmackvollen und selbstbewussten Debüt schon jetzt zu den vielversprechendsten Regie-Newcomern der Gegenwart."

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                                                • 8

                                                  The Witch ist ein selbstsicheres Debüt: ein Wurm, der sich ins eigene Gehirn frisst und einen noch über mehrere Tage hinweg verfolgen wird. [Chris Hewitt]

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                                                  • 4 .5

                                                    The Witch legt die Todesängste unserer gottesfürchtigen Vorfahren wörtlich aus und prahlt dann damit, dass alles auf Forschung beruhen würde. [Alan Scherstuhl]