Durst - Kritik

Bakjwi / AT: Thirst

KR · 2009 · Laufzeit 134 Minuten · FSK 16 · Fantasyfilm, Drama, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Grandioser Arthouse-Horror, der tatsächlich einige Längen aufweist. Gerade das ausgiebige Verweilen in abstrusen Situationen kann manchen westlichen Sehgewohnheiten zuwider laufen. Für Liebhaber anspruchsvoller Kunst ist der Film allerdings eine Notwendigkeit.

    • 7

      Vielleicht der schwächste von Park. Auf hohem Niveau. Sehr beeindruckendes Kamerahandling und super eindrucksvolle Einstellungen und Ideen im FIlm. Dennoch etwas langatmig und durchaus nicht so spannend wie andere Werke.

      • 2
        RoboMaus 08.02.2017, 14:42 Geändert 08.02.2017, 22:35

        Eigentlich hatte ich einen Horrorfilm erwartet, landete aber wieder einmal in gänzlich anderen Gefilden, daher:
        Robo verliert sich in den endlosen Gängen des Arthaus (V).

        'Durst' eröffnet trashig: ein katholischer Priester nimmt an einem Experiment zur Bekämpfung eines Virus teil. Doch etwas läuft schief, und so mutiert er zum Vampir. Das hätte von Asylum sein können.

        Nichts gegen Inhalt auf Trash-Niveau, wenn es witzig ist, doch bei Chan-wook Park wird das Thema zu einem zähen 2 ¼ Stunden-Plot aufgeblasen, der mit endlos in die Länge gezogenen Szenen und zeitlupenartigem Handlungsfortschritt glänzt, was nicht einmal einen Hauch von Grusel erzeugt, auch wenn es stellenweise blutig zur Sache geht. Zur Abwechslung wird hin und wieder gevögelt.... wie einfallsreich.

        Gewiss doch, wir sind hier bei Park - da muss man dem Anspruch Respekt zollen und beachten, dass es um moralische Fragen geht, eine metaphorische Zurschaustellung der Unsinnigkeit des Zölibats, das wie ein Virus katholische Geistliche in Pädophile verwandelt, oder was auch immer man hier hineininterpretieren will.

        Das mag schön und gut, vielleicht auch die 2 Punkte wert sein, doch ganz ehrlich: dafür bin ich nicht bereit, stundenlange, ätzende Langeweile zu ertragen.

        15
        • 9

          fängt etwas schleppend an aber wird immer besser,endlich mal wieder ein guter vampirfilm

          • 8

            Blutiges, zugleich aber nachdenkliches Vampirdrama um einen katholischen Priester, der das Gute will und dem Bösen erliegt. Trotz dramaturgischer Schwächen gelingt Park Chan-Wook eine wilde, groteske und bildgewaltige Symphonie über unstillbare Begierden und moralische Fragen. [Patrick Seyboth]

            • 7
              Theokrat 23.10.2016, 21:54 Geändert 22.01.2017, 18:23

              Horrorctober 2016 || Station 9 || 23.10.16

              Sehr schwieriger Film; verstörend, abstoßend, aber auch berührend, menschlich und vor allem tiefsinnig. "Durst" ist sicherlich kein Film, den man mal eben so wegguckt.

              Auf dieses Werk muss man sich einlassen und mitdenken, um zu begreifen, was hier eigentlich gespielt wird. Denn was auf den ersten Blick vielleicht wie ein ziemlich weirder Vampir-Schocker aussieht, ist eigentlich eine philosophische Abhandlung einiger äußerst menschlicher Themen wie Moral und Schuld und die Frage, was passiert, wenn man diese Konstrukte ganz hinter sich lässt und sich auf seine Triebe und Begierden reduziert.

              Ein spannender und anregender, aber eben auch sehr unkonventioneller Film, der sicherlich nicht jeden (mich eingeschlossen) von Anfang an begeistern wird.
              Die richtige Einstellung auf den Film sollte hier auf jeden Fall Voraussetzung zur Sichtung sein.

              5
              • 8

                Eigentümliches Horror-Drama, welches unverkennbar Chan-wook Parks (Stoker, Old Boy) Handschrift trägt!
                Die koreanische Arthouse-Perle, welche sich gekonnt von handelsüblicher Genre-Kost abzuheben weiß, besticht durch ihre innovative Story, fesselnde Inszenierung und überzeugend spielenden Akteure, darunter auch Kang-ho Song (Snowpiercer, Sympathy For Mr. Vengeance)!
                Stilvoll abgerundet wird Bakjwi (OT) durch asiatische Klänge, welche im Vergleich zu üblicher Film-Musik einfach mal erfrischend anders sind!
                ...
                Fazit: Man muss kein großer Freund asiatischer Filme sein, um an diesem ausgedehnten, aber gewissermaßen faszinierenden Vampir-Glanzstück Gefallen zu finden...ein wenig offen für etwas Neues sein reicht völlig zu!
                ...
                8 / 10 geselligen Mahjong-Spielchen

                19
                • Park Chan-wook ist einer dieser Regisseure, die auf Horror-Geek Webpages geehrt werden und genauso auf dem Treppchen der Filmfestspiele in Cannes zu finden sind. Vielleicht, weil es in seinem "Horror" Film in Wahrheit um die erschreckende Seite der menschlichen Natur geht? Durst ist ein blutgetränkter Vampirfilm, in dessen Mittelpunkt überraschenderweise ein katholischer Pfarrer steht. Dieser herzensgute Mensch ist entscheidend für den Film und stirbt bereits zu Beginn an den Folgen eines medizinischen Experiments. Dass er als Vampir wieder erwacht durch die Transfusion unreinen Blutes, ist nicht seine Schuld. Sein Blut holt er sich in Zukunft aus dem Krankenhaus, nicht aus der Halsschlagader unschuldiger Opfer. Der Priester wird gespielt von dem südkoreanischen Star Song Kang-ho. Warum faszinieren uns Vampire so? Ich erlebe am Videotresen der Filmkunstbar Fitzcarraldo immer wieder die Frage nach Vampirfilmen, die ein bisschen anders sind als der Mainstream. Ist es deshalb, da Vampire nicht aus Grausamkeit handeln, sondern weil sie müssen? Der Priester liebt die junge Frau eines alten Freundes. Wir haben seinen Charakter bereits kennen gelernt und wissen, dass es ihm ein Bedürfnis ist, zu helfen. Nun will er dem armen Mädchen helfen, deren Mann krank ist und die zudem von einer zänkischen Mutter gequält wird. Auch sie liebt ihn. So sehr, dass sie bereit ist, alles zu verzeihen, sogar seinen Vampirismus! Er versucht gegen seine Natur anzukämpfen und so wenig Unheil wie möglich anzurichten, aber... Im Gegensatz zu anderen modernen Vampirfilmen, enttäuscht Durst durch die Sensationslust, mit der das Geschehen vorgeführt wird. Genauso enttäuschend ist die rasante Entwicklung des Mädchens, ihre blitzschnelle Bekehrung. So bleibt nur der Kern der Geschichte interessant. (Dazu gibts unsere Film List Vampirfilme modern auf cinegeek.de

                  • 7
                    Marcy123 30.04.2016, 23:57 Geändert 01.05.2016, 19:56

                    Ziemlich durchwachsen würde ich sagen, das erste Drittel hat mir kaum Möglichkeit gelassen um Zugang zu dieser Vampirromanze zu finden. Ab der Mitte des Films fiel mir das etwas leichter und ich konnte mich mit den Charakteren auseinander setzen. Hat mir dann auch gut gefallen, aber so hundertprozentig wollte der Funke nicht überspringen. Was man hier wieder positiv hervorheben muss ist die perfekt inszenierte Bildsprache des Films. Schon alleine deswegen lohnt es sich den Film anzusehen. Die Atmosphäre ist für einen Vampirfilm sehr stimmig und passt zum Gesamtkonzept des Films. Die Darsteller sind aller erste Sahne und die Laufzeit ist zwar etwas lang geraten aber das schadet dem Film in keinster Weise. Ganz im Gegenteil, das wirkt sich positiv auf die Charakterentwicklung der Protagonisten aus. Wer Chan Wook Park mag und mit seinen Werken vertraut ist kann hier auch wieder bedenkenlos zugreifen.

                    1
                    • 7 .5
                      Mr_Phil 29.12.2015, 00:40 Geändert 29.12.2015, 00:45

                      Das hier ist Kino - anspruchsvoll, intelligent und mutig.

                      "Durst" ist mal wieder ein exzellentes Beispiel dafür, dass Vampirfilme absolut das Zeug zu so viel mehr haben könnten, als als reine Lachnummer, wie beispielsweise die Twilight-Saga, abgetan zu werden.
                      Insgesamt muss man auch wieder feststellen, dass Chan-wook Park es einfach versteht, seinen einzigartigen Stil vollends wirkungsvoll einzusetzen. Ästhetische Bilder, welche mit einem großartigen Soundtrack unterlegt werden, sind hierbei allerdings nicht das Einzige, was der Zuschauer die volle Laufzeit über zu erwarten hat.
                      Wer hier nämlich einen typischen Film, der einem gewohntem Handlungsschema unterliegt, erwartet, wird sich schnell umschauen müssen. Nichts ist gewöhnlich - aber das ist auch gut so, denn Gewöhnliches bekommen wir jährlich zur Genüge serviert. Umso schöner ist es dann auch zu sehen, wie bemerkenswert diese unverbrauchte Auseinandersetzung mit den Themen des Films zur Geltung kommt - so einfach aber gleichzeitig auch so effektiv kann das also sein.
                      Solche Genre-Beiträge zeigen darüber hinaus zudem immer wirklich eindrucksvoll, wie Mut und das Blicken über den Tellerrand belohnt werden können - bitte mehr davon.

                      Blutig und dreckig kommt "Durst" dabei insgesamt zwar durchaus daher - trotzdem ist er aber irgendwie doch so schön in all seiner Gesamtheit.
                      Wunderbar erfrischendes Kino aus Korea eben.
                      Ein Blick auf dieses Werk kann sich hier also mit hoher Wahrscheinlichkeit als lohnenswert herausstellen, auch wenn sich der Film sicherlich ganz weit abseits des Mainstream-Kino anzusiedeln hat.

                      19
                      • 5

                        Vampire in Korea??? Solche Geschichten gehören eher nach Europa

                        • 8 .5

                          Horrorctober 2015 - Tag/Film 29
                          --------------------------------------------------------
                          Für den Horrorctober vielleicht nicht das richtige. Denn trotz der Vampir-Thematik hat Chan-Wook Park hier keinen Horrorfilm, sondern ein tiefes Charakter-Psycho-Drama über sehr menschliche Fragen gedreht.

                          Der Vampirismus der beiden Hauptfiguren dient hier nur als Triebfeder und metapher für überhaupt nicht übernatürliche Probleme. "Durst" ist ein Film über das Ausbrechen. Das Ausbrechen aus der erdrückenden Familie. Das Ausbrechen aus den selbst auferlegten Zwängen und Wertevorstellungen des katholischen Christentums. Diese Anfangs durchaus positiven Erfahrungen wandeln sich jedoch, geraten außer Kontrolle. Es folgen das Ausbrechen aus grundlegenden moralischen Vorstellungen, das Ausbrechen aus der Menschlichkeit.

                          Anhand einer audivisuell makellosen, grandios gespielten und berührenden Vampir-Liebesgeschichte grübeln Chan-Wook Park und der Zuschauer gemeinsam über die menschlichen Konstrukte von Moral, Gesellschaft und Sünde. "Durst" nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise...nein, zwei Reisen. Eine emotionale, düstere und eine intellektuell-philosophische. Und beide enden im grandiosen, tieftraurigen und schmerzhaft konsequenten Finale des Films.
                          "Durst" zeigt eindrucksvoll, dass die Vampir-Thematik nicht nur für kindliche Romanzen, platte Monsterfilme oder altmodischen Grusel taugt, sondern auch ein erwachsenes, anspruchsvolles und intelligentes Kino hervorbringen kann.

                          15
                          • 6

                            Horrorctober #10:

                            Ein Film, den ich aufgrund des Posters schon immer mal schauen wollte. Leider für mich eine durchwachsene Erfahrung, warum auch immer.
                            Ich bin weder mit dem Schauspiel, noch mit den Charakteren warm geworden. Ich konnte sie nicht greifen, nicht nachvollziehen. So plätscherte das Ganze vor sich hin mit mir als Außenstehende, die sich nur fragt, warum sie eigentlich den Roman von Zola (der die Inspirationsquelle war) noch nicht gelesen hat.
                            Ziel verfehlt, würde ich sagen.

                            4
                            • 3

                              Aufgrund der doch sehr positiven Bewertungen habe ich mit einem kleinen Meisterwerk gerechnet. Ich bin im Grunde ein großer Freund asiatischer Filme, aber dieser Streifen war einfach nur mies.

                              Die Effekte waren teilweise ganz nett, aber das wars dann auch schon.

                              1
                              • 4 .5

                                hab in nach ner stunde ausgemacht der film war einfach nur schlecht in der meisten zeit wird nur rumgefickt

                                • 7

                                  Die Charakterdynamik gegen Ende und insbesondere die letzte Szene fand ich sehr spaßig. Der Weg dahin war etwas müßig, aber ich war auch mehr auf einen Horrorfilm als ein Drama eingestellt.

                                  1
                                  • 6

                                    Ich werde erst einmal davon absehen, diesem Film eine Bewertung zu geben, da ich partout keinen Schimmer habe, was ich im Endeffekt von ihm halten soll (erst eine Zweitsichtung wird das wohl entscheiden; so ist auch dieser Kommentar nur ein vorläufiger). Was die Geschichte von "Durst" angeht, so ist diese wirklich interessant, spielt einerseits mit den Genre-Konventionen und Motiven des Vampirfilms, fühlt sich jedoch zugleich deutlich anders an. Auf der symbolischen Seite steht der blautsaugende Wiedergänger hier einerseits für das Verlangen, trotz einer isolierenden Krankheit oder einer unmoralischen Sucht noch Teil einer gesellschaftlichen Ordnung bleiben zu wollen (Der Priester) und zum anderen für einen Ausbruch aus einer zu engen sozialen und moralischen Umgebung, einschließlich ihrer destruktiven Effekte (Die Frau). Der Film entfaltet diese gegensätzlichen Bewegungen anhand seiner beiden Hauptfiguren recht konsequent und findet dazu ebenfalls passende Bilder. Die Liebesgeschichte hat hier wenig romantisches an sich, sondern ist eher Ausdruck des verzweifelten Versuchs, sich entweder am letzten Rest Menschlichkeit zu klammern oder aber aus einer starren, bedrückenden Welt auszubrechen.
                                    Insofern mochte ich die Handlung von "Durst" schon. Und bis etwa 60-80 Minuten in die Laufzeit hinein war der Film spannend und ich verfolgte ihn mit einer gewissen Neugier. Danach jedoch begann ich, das leidige Gefühl zu bekommen, dass der Film einfach nicht enden will, insbesondere während dieser gefühlt ewig andauernden, finalen Szene am Strand. Und Momente, welche ich zuvor einfach mal übergangen habe, zogen den Film im Nachhinein noch ein Stückchen weiter runter. So ist das ganze Vampir-Thema im Film nur spärlich beleuchtet. In einer Szene ist sich der Priester, wie es scheint, seiner extrem geschärften Sinneswahrnehmungen bewusst, was wohl eine Folge seines Blutdurstes bzw. seiner Entzugserscheinungen sein soll; doch diese Szene steht isoliert mehr oder weniger für sich. Auch das Krankheitsbild der Hauptfigur scheint mehr oder minder willkürlig mal eine Rolle zu spielen, während es ansonsten von Zeit zu Zeit einfach untergeht. Während ich bei den Szenen, in denen Blut zu sehen war oder in denen (Selbst-)Verletzungen angedeutet werden, überraschend stark zusammenzucken musste, sind die Sprung- und Schwebe-Animationen irgendwie unfreiwillig komisch geraten. Insbesondere aber das Pacing des Films hat mir einfach nicht zugesagt. Denn zu Beginn entwickelt sich die Handlung überraschend flott und springt geradezu von einem Event zum nächsten, während sich im weiteren das Tempo immer mehr und mehr in den Schneckengang zurückschaltet. Der Subplot, wo der Priester, als einziger Überlebender eines Experiments, von einer Gruppe religiöser Menschen als Wunder angebetet wird, wirkt eher wie ein Fremdkörper. Alles in allem hätte ich mir gewünscht, der Film würde seine Geschichte etwas kompakter und auf das Wesentliche konzentriert erzählen. So war ich dann am Ende mehr irritiert, ernüchtert und aufgrund des Abspanns endlich erleichtert, als dass ich zufrieden den Fernseher ausgeschaltet habe.
                                    "Durst" bekommt irgendwann mal sicher noch eine Sichtung spendiert. "Old Boy" war schließlich auch einer jener Filme des Regisseurs, den ich erst nach dem zweiten Mal sehen wirklich zu schätzen wusste. Doch soweit hat mich dieses Werk von Park eher kalt gelassen.

                                    5
                                    • 7

                                      Park Chan-wook ist trotz allem Kritikerhype doch irgendwie noch unterschätzt. Weil sich dieser Mann partout nicht auf 'Oldboy' begrenzen lassen will. Themen kehren hier und da mal wieder, aber inhaltlich und erstaunlicherweise vor allem stilistisch ist jeder seiner Filme eine völlige Singularität. Während er in 'Oldboy' eine an sich schlichte Rachestory in epische Dimensionen führt, geht er bei 'Durst' den umgekehrten Weg: Er macht den Film kleiner, als er ist. Religion, Sexualität und Familienkonflikte sind nur eine Auswahl aus dem, worum es hier geht – dementsprechend einfach wäre es, sich darin zu verrennen, zumal der Film mit über zwei Stunden Laufzeit auch Parks längster ist. Dafür ist er aber viel zu introvertiert inszeniert, zu elegisch und irgendwie auch zu entspannt. Die Produktion war sicherlich aufwendig, trotzdem wirkt alles sehr zurückgenommen, selbst in den expliziteren Momenten. Park weiß, was er tut, und das tut er konsequent. Vieles bleibt wieder unklar, manches muss sich mühsam erschlossen werden, vereinzeltes (das Ende!) ist einfach nur toll. Eine Sichtung ist sicherlich zu wenig.

                                      Soll heißen: 'Oldboy' ist Parks bedeutendster Film und laut Konsens auch sein bester. Aber das hier ist wohl sein vorläufiges Magnum opus.

                                      5
                                      • 8

                                        Ein weiterer Film von Chan-wook Park ... der mit seiner "Rachetrilogie" gezeigt hat das er meiner Meinung nach gute, aber nicht perfekte koreanische Filme machen kann...
                                        Dieser Film zählt zu seinen besten Werken die ich bis jetzt von ihm gesehen habe... Ich liebe das koreanische Kino... doch ich habe es lange herausgezögert "Durst" zu schauen, da die Bewertungen nur mittelmäßig ausfielen und ich nach "The Chaser" mir vorgenommen habe keinen schlechten koreanischen Film (The Chaser war bis jetzt der einzige wirklich schlechte) mehr zu schauen... Vor ein paar Tagen dann... als ich so gar nicht wusste was ich schauen könnte, habe ich mich entschieden ihn jetzt endlich zu schauen...

                                        Anfangs zieht sich der Film ... es gab Momente da habe ich nicht mal wirklich aufgepasst... da ich einfach doch etwas gelangweilt war... doch aufhören zu schauen wollte ich nicht, denn das beste an einem Film ist oftmals das Ende oder die 2te Hälfte eines Films... und so ist das auch bei "Durst" gewesen. Es gab Momente in dem Film die wirklich großes Kino waren
                                        hinzu kommen 2 tolle Hauptdarsteller und ein guter Soundtrack ... die 2te Hälfte des Films hat mich wirklich gepackt... und im nachhinein fand ich dann sogar die 1te Hälfte des Films gut da es doch einfach dazu gehört hatte... der Film umfasst eine Länge von etwas mehr als 2 Stunden.. eine Länge die viele koreanische Filme haben ... würde man die Geschichte in einen Film packen der 20-30 Minuten weniger lang gehen würde wäre das wahrscheinlich auch nicht schlimm ...

                                        Fazit: ein guter koreanischer Vampir-Film der sich hinter "Twillight" & "Vampire Academy" echt nicht zu verstecken braucht ... Spaß bei Seite ...
                                        so sollten Vampir-Filme meiner Meinung nach aussehen ... "Durst" & "so finster die Nacht" ...
                                        sind echt gute Beispiele für gute Vampir-Filme...

                                        3
                                        • 8

                                          Leise, langsam, verzaubernd, bizarr, wahnsinnig, blutig, dunkel, hell, verstörend, betörend, gruselig, spirituell, essentiell, rituell, gewalttätig, zart, liebevoll, nachdenklich, explosiv, schwebend, vereinnahmend, impulsiv, gefühlvoll, sehnsüchtig, gebrochen, verloren, tief, widersprüchlich, entspannt, gekonnt, neuartig, mutig, lethargisch, ewig, zeitlos, fließend, surreal, revolutionär, mystisch, fantastisch, hart, psychologisch, subtil, konsequent, bittersüß...

                                          All dies und noch viel mehr ist DURST.

                                          2009: /reset/Vampir-Genre
                                          Alles auf null und anders wieder aufbauen.
                                          Das tut Park Chan-Wook mit DURST (OT: BAKJWI).

                                          Audiovisuell perfekt und immer wieder überraschend, erzählt er hier eine Vampir-Story der anderen Art. Von einem der zwischen Moral, Zwang und Impuls gefangen ist. Einem der lieben will, aber nicht darf und beschützen will, aber nicht mehr kann. Gesegnet und verflucht zugleich. Mal Horror, mal Mächen, mal Liebesfilm, mal Psychodrama - die Facetten scheinen endlos. Ein Film sowohl zum darin Verlieren, wie auch abgestoßen werden.

                                          (Mal wieder) großes Kino aus Südkorea!

                                          29
                                          • 7 .5

                                            Ich stelle mir gerade vor, ich wäre nur ein Gelegenheitsfilmegucker, der wenn´s hochkommt so 5-10 Filme im Jahr sich ansieht und noch dazu wahrscheinlich hauptsächlich Blockbuster.
                                            Ich glaube ich hätte spätestens nach na Stunde oder so mit den Worten "Die Macher haben doch echt einen an der Waffel!" abgeschaltet.
                                            Dies ist meiner Ansicht nach der bis jetzt schwierigste Film von Park, weil hier die Motive nach denen die Figuren handeln, anders als z.B. in seinen Revenge-Filmen, bei denen es hauptsächlich natürlich um Rache geht, sehr vielfältig und lange relativ undurchsichtig und mir erst hinterher so langsam eingeleuchtet sind.
                                            "Thirst" handelt von Verlangen, von Schuld und Sühne und vom Konflikt einerseits den Menschen zu helfen, andererseits eben jenen weh zu tun um die eigene Menschlichkeit und Reinheit zu waren, um den Durst zu stillen.
                                            Präsentiert wird das Ganze mit einer selbst für Park-Verhältnisse extremen Mixtur aus wunderschönen, skurrilen, eigenartigen und zum Teil äußerst bizarren Bildern, welche zwar auf mich u. a. wegen dem merkwürdigen Score, der schnell wieder vergessen ist, nicht ganz so rund wirkt wie beispielsweise in "Oldboy" oder "Stoker", aber dennoch einmal mehr für ein außergewöhnliches und eindringliches Erlebnis sorgt und nebenbei wird auch noch fleißig ironisch mit gängigen Vampirklischees gespielt (Ein Wandschrank auf dem Boden liegend anstatt einem Sarg).
                                            Zusammengefasst eine regelrechte Horror-Wundertüte für Erwachsene, die zwar nicht gerade runter geht wie Öl, die man aber, wenn man mit Einfühlungsvermögen und einer gewissen Offenheit gegenüber der asiatischen Erzählkultur gesegnet ist, dennoch größtenteils, vor allem in den letzten Minuten, wunderbar genießen kann.

                                            9
                                            • 7 .5

                                              [...] Wook ist mit „Durst“ ein echter Diskurs über die Moral des Menschen im Zeichen des Vampires geglückt, in dem er sich nicht nur auf die ausdrücklichen Revisionen und den resultierenden Folgen zwischen Leben und (Un-)Tot beschränkt, seine informalen Aspekte streuen in vielerlei Richtung: Ob theologisch, sexuell und eben in der, der grundsätzlich alles dominierenden Ethik. Es beginnt mit dem katholischen Priester Sang hyun (Song Kang-ho), der sich bei einem medizinischen Experiment mit dem tödlichen Emmanuel-Virus infiziert, durch eine ihn rettende Bluttransfusion aber erhalten bleibt – Nur verwandelt diese ihn zum Vampiren, weckt seinen Blutdurst und steigert seinen Sexualtrieb. Die Diskrepanzen sind nun offensichtlich und muten gar zur plakativen Auseinandersetzung an, der Wook in seinem – wie gewohnt – überaus arretierenden Tonus auch gelegentlich verfällt, erzählerisch wie visuell. [...]

                                              21
                                              • 9

                                                Vampire glitzern nicht !!!

                                                3
                                                • 7 .5

                                                  Unter anderem ein Vampirfilm, mindestens aber noch ein Drama und die Geschichte einer Amour fou, episch breitwandig inszeniert mit einem dicken Klecks schwarzen Humors.
                                                  Ach ja, Glaube spielt auch noch 'ne Rolle.

                                                  3
                                                  • 7 .5

                                                    Im Englischen unter "Durst Thirst" bekannt, präsentiert uns Park Chan-wook ein weiteres grotesk-verstörendes Thrillerwerk, wieder einmal im ganz eigenen Farbgewand düster unterrmalt. Kein Wunder, denn Romantik und Vampirismus lassen sich wunderbar in nackte Gewalt umsetzen. Provokant, beklemmend...und tiefschwarz komisch. Dieser Streifen kennt keine Hoffnung, sondern nur dramatische Figuren, welche von exzellenten Darstellern gelebt werden. Bilder und Kamerafahrten kennt man aus Werken wie Oldboy und anderen Klassikern von Park Chan Wook. Ein wunderschön-beklemmendes Vampir-Horror-Thriller-LiebesDrama, in der keine pubertären Vampirteenies und Wolfsmenschen sinnlos daherschwafeln und von Baum zu Baum hüpfen.
                                                    Es sei wohl noch anzumerken, dass es sich hierbei um eine etwas schwerere Filmkost handelt und sicherlich nicht für den Durchschnittsfilmesichter gemacht ist, aber das sollte beim Namen des Regisseurs keine große Überraschung sein. Der Zuschauer hat viel zwischen den Zeilen zu lesen und symbolhaft zu deuten zwischen perversen Kamerafahrten und körperbetonten Szenen.
                                                    7-8 / 10

                                                    2