Cheyenne - This Must Be the Place - Kritik

This Must Be the Place

IT/FR/IE · 2011 · Laufzeit 118 Minuten · FSK 12 · Road Movie, Komödie, Drama, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 5

    An sich sehe ich mich ja als offen für alles an – auch für etwas spezielle und extreme Filme abseits der Norm. Gut, ich verstehe sie nicht immer, kann aber doch meist zumindest Sympathiewerte für Figuren, Story oder Darsteller entwickeln. Den Kritiken nach die ich im Vorfeld gelesen habe hätte das auch hier geschehen müssen – ist aber auf ganzer Linie ausgeblieben. Gut, das die zu erwartenden Schwerpunkte (in diesem Fall die Suche nach einem Naziverbrecher und eine Reise durch die USA) anders gewichtet sein würden war mir klar – trotzdem war ich hinterher enttäuscht wie der Film trotz dem im Ansatz passenden emotionalen Flair mehr verstört und enttäuscht als alles andere. Und Sean Penn ist ein Ausnahmedarsteller der hier definitiv eine Ausnahmeleistung bringt – trotzdem gelingt es mir keine Sekunde mit der extremen Figur des Cheyenne klar zu kommen. Zu übersteigert, z überspitzt und in jeder Hinsicht Over the Top – und zu sehr im Bereich der Selbstparodie angesiedelt. Deshalb kann ich mit dem Film keine Spur etwas anfangen – den euphorischen Kritiken nach konnten es aber scheinbar einige andere.

    Fazit: Abseits jeder Konvention liegendes Dramakino, zwar genial gespielt, aber ohne Zugang zur Hauptfigur!

    • 4

      Dieser Film mag ja durchaus gute Ansätze haben, er will aber einfach zu viel. Und die Nazithematik ist derart unpassend, dass diese jeden positiven Aspekt zunichte macht.

      • 6

        Napoleon Dynamite meets Wes Anderson meets Gothic Van Helsing - Nazi Slayer.

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        • 4

          Einfach langweilig...
          Dazu 'Ozzy für Arme'... Ne...

          • 8 .5

            Ich fand den Film sagenhaft. Mich hat Sean Penn eher an
            Robert Smith von The Cure errinert
            Ok der Film ist eigentümlich, aber schon diese Anfangszene wo die beiden Typen das Selfie machen ist brilliant.
            Cheyenne ist eine Paraderolle für Sean Penn, in der er alles zeigt, was er kann, sein komisches Potential, die Fähigkeit, einen zu Tränen zu rühren und mit einem einzigen Lächeln die Sonne aufgehen zu lassen – es gibt eigentlich nur einen einzigen Grund, als Zuschauer diesen Auftritt als Cheyenne nicht zu genießen: wenn man gegen Sean Penn schon von Haus aus etwas hat. Ein Film voller wundervoller Rätsel und entrückter Bilder.
            Sean Penn auf dem Höhepunkt seiner Schauspielkunst

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            • 0 .5
              RoboMaus 20.11.2016, 12:07 Geändert 20.11.2016, 13:12

              'Cheyenne - This Must be the Place' klingt interessant: Sean Penn als Altrocker, der seine besten Jahre lange hinter sich hat, aber immer noch herumläuft wie ein Punk aus den achtziger Jahren. Seine Frau Jane wird von Frances McDormand verkörpert, Haus-Schauspielerin bei den Coens.

              Penns Charakter ist unverhohlen an Ozzy Osbourne angelehnt: Haltung, Aussehen, die langsame Art zu sprechen, die wirkt als ob Drogen und Alkohol bereits das halbe Gehirn weggefressen hätten. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: Ozzy ist seit dem ersten Black Sabbath-Album auch nach über 40 Jahren noch ein erfolgreicher und charismatischer Musiker, während Penn einen abgehalfterten, depressiven Loser darstellt. Das beißt sich, wobei Penns nölende Stimme und das Depri-Gehabe schnell zu nerven anfangen.

              Zu allem Überfluss versucht Paolo Sorrentino auch noch den trägen, fein-hintersinnigen Coen-Inszenierstil nachzuahmen, wozu er immerhin mit McDormand ein gutes Pferd im Stall hat. Auf mich wirkt das alles nur aufgesetzt, langweilig, ätzend, und, ja, Ozzy-blasphemisch.

              Unerträglich - 0,5 Punkte nur, weil ich aus Prinzip keine Hassfilm-Bewertung abgebe.

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              • 8

                Eine Reise, nicht nur zu sich selbst. Du bist lange unterwegs, begegnest komischen Menschen, netten Menschen, Menschen die du in deinem Herzen mit nimmst. Du quälst dich, fragst dich, denkst manchmal ans aufgeben und reist doch weiter. Und am Ende gibt es kein fettes pinkes Happy End, aber das war auch nicht der Sinn der Reise, am Ende bist zu angekommen und zufrieden. Ein starker Film!

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                • 4

                  CHEYENNE versucht sich sowohl als Coean- als auch als Jarmush-Verschnitt, kann sich zwischen den beiden aber nicht entscheiden und erreichen sowieso nicht. Penn als skurriler alter Rockstar hat sicher Charme, das weiß auch der Film, weswegen er sich über weite Strecken darauf ausruht, dass mit diese Figur vermeintlich nichts mehr schiefgehen kann. Kann es aber doch, zum Beispiel, wenn man ärerglicherweise die Auseinandersetzung mit dem Holocaust als verkapptes Erwachsenwerden instrumentalisiert, ein Erwachsenwerden, dass sich auch bloß darin äußert, dass der Typ sich die Schminke abwischt und mal wieder die Haare schneidet. Schade, denn sowohl der von Schuldkomplexen geplagte Rockstar als auch die Auseinandersetzug mit dem toten Vater hatten beide viel Potenzial, nützt aber nichts, wenn der Film sich an unnötigen Subplots und nichtssagenden Bildern (die ewig rumfahrende Kamera wird schnell nervig) aufhält. Aufgehübscht wird das ganze zwar noch von ein paar hübschen Gags und einem schönen Soundtrack, das war es dann aber leider auch wieder.

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                  • 7
                    BattlemasterIZ 22.08.2016, 12:49 Geändert 22.08.2016, 12:50

                    Bei dem Zitat "Ich glaub ich bin ein bisschen depressiv" ...musste ich schelmisch Lächeln (klar ich weiß wie Cheyenne sich fühlt)...
                    Die Geschichte bzw. Die Reise und Indenditätssuche nimmt seinen lauf.
                    Alles schön musikalisch begleitet und auch in tiefsinnigen Bildern aufgenommen. Später hatte ich dann auch ein eher tiefsinnigeres Lächeln. Aber traurig und genervt bin ich oft bei solchen Filmen auch. (Gerade wenns dann eine Art Happy End gibt)...

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                    • 7 .5

                      Without realizing it, we go from an age where we say: "My life will be that" to an age where we say: "That's life."

                      „Cheyenne“. Das habe ich so nicht erwartet. Wirklich nicht. Etwas mehr Komödie als Drama lebt dieses Werk von schwarzem Humor und einer ganzen Menge Situationskomik. Sean Penn ist ganz herrlich anzusehen als abgewrackter, nuschelnder, ziemlich exzentrischer Altrocker „Cheyenne“ der endlich mit seiner lange aufgeschobenen, weit verdrängten und doch viel zu präsenten Vergangenheit abschließen muss. Er sitzt fest und kommt nicht weiter. Doch als sein Vater stirbt setzt die Situation ihm quasi die Pistole auf die Brust. Cheyenne ist back on the road, nur nicht als Musiker sondern als Jäger eines Nazi. Und seiner Vergangenheit. Und das ist für den Zuschauer meistens amüsant, manchmal ein bisschen tragisch-traurig aber ich recht unterhaltsam.

                      “It's not a question of being careful, it's a question of knowing how to play ping-pong.”

                      Der Italiener Paolo Sorrention erzählt seine Geschichte sehr langsam. Das macht den Film aber nicht langweilig, sondern entspannt. Er nimmt sich viel Zeit alles sicher in Szene zu setzten, die kuriosesten Situationen zu schaffen, aber trotzdem nichts ins lächerliche abdriften zu lassen. Und das hat einfach nur zu 120 Minuten entspanntem Film gucken geführt. Und einen coolen Soundtrack hat das Ding.

                      “What do you call yourselves? “
                      - “The Pieces of Shit.”
                      “That's a really good choice.”

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                      • 10
                        hiddenplace 22.01.2016, 13:21 Geändert 27.01.2016, 19:26

                        Dieser Film, ja dieser Film ist einer dieser Filme, dessen gemächliche, zerzauste und düstere Stimmung, mit einem, den ganzen Film hindurch, verträumten und resignierenden Klang, noch lange nachhallt. Mister Penns große, mit Kajal durchweichten Augen verwandeln die, scheinbar monotone Handlung, immer wieder auf's Neue in eine offene, naive und nicht zu letzt melancholisch, romantische Situation, in der man mit ihm am liebsten eng umschlungen, gedankenverloren unter einem schwarzem Glitzerkonfetti-Regen zu David Byrnes Musik tanzen möchte. :)

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                        • 10

                          Was für ein Film. Lustig, düster, traurig, bewegend und was es sonst noch alles gibt. Dieser Film hat alles ohne überladen zu wirken.

                          Im großen und ganzen ein sehr ruhiger Roadmovie mit sehr guten Dialogen und 100% überzeugenden Schauspielern. Einfach traumhaft wie alles zusammen passt.

                          Wer mal einen ganz außergewöhnlichen Film sehen möchte sollte hier einen Blick riskieren. :-)

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                          • 7

                            [...] Einziger Kritikpunkt bleibt wohl die etwas fragwürdige Thematisierung der Nazivergangenheit als Katalysator für die Sinnsuche des Protagonisten. Als Mittel zum Zweck wirkt die Geschichte des ehemaligen SS-Aufsehers teilweise deplatziert, erfüllt wiederum aber auch ihre Aufgabe und konfrontiert den Protagonisten mit der Vergangenheit. Das einige Elemente doch sehr an den Haaren herbeigezogen wirken stört kaum, denn unter Sorrentinos gekonnter Regie verkommt die Skurrilität nie zum Selbstzweck, die bizarren Szenarien bleiben stets Ausdruck des amerikanischen Zeitgeistes. Popkulturelle Anspielungen und feinfühliger Humor stehen melancholischen Momenten gegenüber, Sorrentino schafft den oftmals schwierigen Spagat zwischen Humor und Dramatik. [...]

                            http://diedreimuscheln.blogspot.de/2015/09/review-cheyenne-this-must-be-place-eine.html

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                            • 2

                              Ein ebenso kurioses wie ärgerliches Drama über einen abgehalfterten Rockstar – Sean Penn –, der sich auf die Suche nach dem Nazipeiniger seines Vaters begibt. [Andreas Busche]

                              • 3 .5

                                Sean Penn ist schauspielerisch fast immer erste Sahne, darüber braucht man nicht reden. Dass er aber immer, wie so oft auch Johnny Depp, die skurrilen Rollen annimmt, macht mich irgendwie traurig.
                                Will er denn nur zeigen dass er ein guter Schauspieler ist??
                                Muss er das überhaupt noch jemandem beweisen??
                                Denn die Filmauswahl trifft leider selten meinen Geschmack.
                                So auch hier.
                                Es gibt zwar paar nette Momente.
                                Es gibt paar lustige Szenen.
                                Es gibt mehr oder weniger eine Geschichte, die unglaublich langweilig erzählt wird.
                                Nette Musik und teils superdoofe Dialoge sind permanent vorhanden.
                                Hab es mir unglaublich schwer gemacht in den Film zu kommen und die Dinge zu verstehen und vor allem aufmerksam am Ball zu bleiben.
                                Der Selbstfindungstrip ist nur was für Exoten, oder Schauspielkunstjunkies.
                                Denen empfehle ich diesen Streifen.
                                Schade, denn nochmal werde ich so einen Experimentfilm nicht mehr antun, dafür ist mir die Zeit einfach zu schade.

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                                • ?

                                  25 Minuten angesehen. Fazit bisher:
                                  Ich respektiere die Maske und die Musik.
                                  Allerdings bin ich extremst genervt von dieser verdammten Ähnlichkeit zu einem großen Musiker und sowas von angepisst von dieser Schlaftablettensynchronisation.
                                  Als wäre Cheyenne komplett auf Drogen, ein kompletter Trottel.

                                  Diese ersten 25 Minuten haben, liest man sich die obige Handlung durch, auch nichts mit dem eigentlichen Sinn zu tun, oder doch?
                                  Ich denke diese Charakterdarstellung wäre innerhalb weniger Minuten zu bewerkstelligen gewesen.
                                  Grundsätzlich fehlt dem Film jegliches Tempo, jegliche Dynamik.
                                  Momentan kann ich mir nicht vorstellen den jemals fertig zu kucken.
                                  Gute Filme unterhalten, fesseln und nerven nicht dermaßen wie das eben gesehene....
                                  Furchtbar!

                                  • 9

                                    "Darf ich dir eine Frage stellen?" Wieso hast du von einem Architekten "Küche" in der Küche an die Wand schreiben lassen. Ich weiß, dass es die Küche ist. Das ist lächerlich."

                                    Man muss ihn mögen, den Streifen. Ich fand' ihn wundervoll. Nicht nur Zitate wie das obige, sondern auch die Bildkomposition und der Soundtrack sind einfach der Hammer! <3

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                                    • 9 .5

                                      Für mich die Überraschung der letzen Jahre, schade dass er nicht "in der breiten Masse" angekommen ist.

                                      Da es einige Szenen gibt, die ich - trotz inzwischen mehrmaligem Ansehen - immer noch nicht verstehe, gibts "nur" 8,5.....

                                      • 8

                                        Ich fand ihn echt sehenswert und es wäre pure zeitverschwendung ihn hier nochmal zu sezieren, dass habt ihr schon gut gemacht. Trozdem, vielleicht ist ja dem einen oder anderen ebenso aufgefallen, dass der Film leicht an Saladfingers erinnert. Wenn man ihn unter diesem Aspekt anschaut kann man teilweise den Humor ein wenig besser deuten, ebenso die quirlige Stimme des Hauptcharkters. Nette Lebensweisheiten, sowie eine teilweise wirre und unvorhersebare Geschichte runden diesen Film ab. UNTERHALTUNG der müden und skurillen art. BTW es müssen ja nicht immer Köpfe rollen =)

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                                        • 6

                                          Hm, also ein "episches Meisterwerk", wie er oft genannt wird, ist "This Must Be The Place" sicherlich nicht. Ich denke, da versuchen manche Menschen mehr aus dem Film zu machen als er ist: Ein ruhiger, sentimentaler Streifen über einen alten Rocker in einer Art Midlife Crisis auf dem Selbstfindungstrip. Und ich finde auch Sean Penn nicht überwältigend in seiner Rolle. Sicher, er spielt gut, aber erwartet man auch etwas anderes von ihm?
                                          Mir gefallen die vielen kleinen Lebensweisheiten in diesem Film. Vieles hat man sich selbst schonmal gedacht, bei manchem muss man einfach zustimmend nicken.
                                          Was mich gestört hat war die unverwechselbare Ähnlichkeit zu Robert Smith von The Cure. Muss man einen so unverwechselbaren Künstler zum Vorbild ür eine slche Rolle nehmen? Hätte es nicht ein wenig mehr Individualität getan? Und weshalb Cheyenne sprechen muss, als hätte man ihm die Hoden in einen Schraubstock geklemmt, erschließt sich mir auch nicht. Klar, eine super männliche Machostimme wäre fehl am Platz gewesen....aber na ja...vielleicht bin ich auch einfach nicht in der Lage, diesen künstlerisch bestimmt bis ins Detail geplanten Schachzug des Regisseurs zu verstehen.
                                          Der Film zieht sich langsam dahin, bleibt still und man wird nie in ihn hinein gerissen, sondern bleibt stets stiller Beobachter. Nichtsdestotrotz gibt es einige komische Momente, es bleibt nicht bierernst. Und das ist neben der schönen Filmmusik der Grund, weshalb ich sechs und nicht nur fünf Punkte geben kann. Für mich kein meisterwerk, aber ich habe meine zeit auch nicht komplett vertan.

                                          • 10

                                            Oh welch ein fantastisches Werk!°! um nicht zu sagen episch! Mit einem unglaublichen Penn! Ich glaube, dass ist seine beste Leistung und vielleicht sortiere ich den Film noch zu meinen Lieblingsfilmen dazu! Geil!

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                                            • 7

                                              Als recht enthusiastischer The Cure - und auch Robert Smith-Freund fürchtete ich ein wenig eine beschämende Herabwürdigung desselben,die ich auch einem Sean Penn nicht verziehen hätte,und deshalb lag der Film eine Ewigkeit bei mir rum.
                                              Die Sorge war unbegründet,auch wenn Sean Penn sich deutlich an ihm orientiert.
                                              Cheyenne gehört auf jedenfall zu den interessantesten Filmfiguren der letzten Jahre,und heutzutage ist es alles andere als einfach,einen derart verschrobenen Charakter zu zeigen, ohne dass dem inzwischen quirkinesserprobten Zuschauer(von Independent-Filmen) direkt das Interesse ob entweder überbordender Egozentrik oder einem der Lächerlichkeit preisgegebenen Protagonisten abhanden kommt.
                                              Aber um diesen Cheyenne nicht zu mögen muss man schon ein Herz aus Holz besitzen. Wenn diese nach außen zerbrechlich und etwas weltfremd wirkende,sehr leise Person plötzlich mit messerscharfen Wahrhaftigkeiten besticht , beim Pelota plötzlich aufdreht oder im Supermarkt auf bösartigen Spott reagiert,dann fliegen ihm meine unbegrenzten Sympathien zu, und es fällt mir leicht, ihn auf seiner Reise zu begleiten.Paolo Sorrentino erzählt eine Vater-Sohn Geschichte,über Entfremdung,Schuld und Aufarbeitung, und er erzählt um des Erzählens willen; in einer langsamen Leichtigkeit,der Film trifft vollendet den Ton zwischen Drama und Komödie,oft gleichzeitig,
                                              und Kameramann Luca Bigazzi trägt einen großen Teil zu der Stimmung des Films bei,indem die Kamera sich fast unaufhörlich in Bewegung befindet und unweigerlich versinkt man in seinen Bildern.Nur das Ende lässt mich dann doch reichlich unwillig zurück,das ist mir dann doch zu konsequent angepasst und schon fast bieder. Ich kann einfach wenig mit der Theorie anfangen,dass Äußerlichkeiten auf so eine Art und Weise auf Innerlichkeiten und umgekehrt schliessen lassen.
                                              Dennoch ein bildstarker Film mit einem unglaublich körperlichen Sean Penn in wahrscheinlich seiner ausgefallensten Rolle.

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                                              • 5

                                                Gehört schon einiges dazu, wenn man sich den Film am Stück anguckt...für mich eine Nummer zu skurril und anstrengend.

                                                • 7

                                                  Cheyenne ist ein Charakter, der sehr stark an den Sänger Robert Smith, der Band The Cure erinnert und wie ein kleiner Tribut an diesen wirkt. Wie die Musik der Band, ist auch Cheyenne von Melancholie geprägt, wodurch der Film aber keines Wegs an Humor oder Spaß verliert, ganz im Gegenteil.
                                                  Alle Charaktere des Film weisen ihre ganz eigenen Persönlichkeitszüge auf und machen diesen Film wirklich zu einem komplexen Werk. Die Dialoge, Bilder und alle Szenen wurden tiefgründig in Szene gesetzt und deuten auf die ein oder andere Symbolik hin.
                                                  Cheyenne auf seiner Reise zu begleiten ist wie einem Wasserfall zuzusehen. Es plätschert vor sich hin ohne größeren Höhepunkte oder Tiefen und dennoch ist es ein wunderschönes Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

                                                  Außergewöhnlich, melancholisch und sehr unterhaltsam !

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                                                  • 5 .5

                                                    http://www.youtube.com/watch?v=o9gK2fOq4MY

                                                    Hochgradig skurril und zwischen ständiger Depression und Situationskomik wandelnder Film, von dem ich absolut nicht weiß wie ich ihn einschätzen soll.
                                                    "Cheyenne - This must be the Place" nimmt sich enorm viel Zeit und kommt stellenweise kaum schneller als der dauerschlurfende Exrocker Cheyenne voran. Die Story ist recht verworren aber anfangs durchaus vielversprechend, weil man lange Zeit nicht weiß worauf der Film überhaupt hinaus will. Es werden viele Türen geöffnet hinter denen interessante Ansätze stecken. Sobald sich der Film jedoch ein Herz nimmt und sich für eine Richtung entscheidet, werden diese Türen wieder zugeschlagen, ohne das ihnen noch irgendwelche Beachtung entgegenkommt.
                                                    Soundtrack und Bildsprache sind durchwegs solide, aber was nützt das, wenn man mit dieser sehr langsamen und konfusen Erzählweise nicht warm werden will? Dazu kommt Sean Penn, der das abgehalfterte Make Up Gesicht zwar auf sehr eigene Art und Weise verkörpert, auf Dauer aber in seiner eigenen Monotonie ertrinkt. Auch wenn man hier und da wirklich schmunzeln dürfte, so ist das für gut gestreckte zwei Stunden Spieldauer schlicht unspektakulär.

                                                    Hier wurde so viel verschenkt, was ständig durch das handwerkliche auszugleichen versucht wurde. Und genau das ist das Dilemma. Der Film verliert sich, ohne auch nur die Bemühung anzustellen, in irgendeiner Form dagegen anzukämpfen.
                                                    Was bleibt ist ein Film, den ich jetzt niemandem uneingeschränkt empfehlen könnte und mich mit dem ein oder anderen Fragezeichen zuviel zurücklässt.

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