Thor 3: Tag der Entscheidung - Kritik

Thor: Ragnarok

US · 2017 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Fantasyfilm, Science Fiction-Film, Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Das war zwar knapp an der Grenze zum lächerlichen, aber sehr unterhaltsam.

    • Fun. Vor allem, was auf Jeff Goldblums Planeten passiert. Warum gab es keinen Querverweis auf DIE FLIEGE? Come On! Und woher stammt der Joke mit dem implodierenden Neutronen estern innerhalb einer Einstein-Rosen-Brücken oder so?

      • 8

        Nach dem enttäuschenden "Thor 2" hatte ich an einen weiteren Solo-Auftritt des Donnergottes keine allzu großen Erwartungen.
        Endlich scheint man genau die richtige Richtung gefunden zu haben, in der sich die Figur des Donnergottes sympathisch und glaubhaft entwickeln kann. Beinah unglaublich, dass Marvel drei Filme gebraucht hat, um Thor einen richtigen Charakter zu verpassen. Mit viel Humor, Selbstironie und lustigen Sprüchen schafft es Regisseur Waititi der Trilogie endlich einen Stempel auszudrücken, der den GOTG sehr nahe kommt und daher perfekt ins MCU passt.
        Die kunterbunte Action und rasante Erzählweise täuschen dabei ziemlich gut über die dünne Story und blasse Gegenspielerin hinweg. Cate Blanchett ist zwar durchaus bemüht, kann aber aus ihrer schwachen Figur nichts machen.

        3
        • 3

          Was war denn das bitte für eine herbe Enttäuschung?
          Meines Erachtens der mit Abstand schlechteste Marvel-Film den ich bisher gesehen habe. Einfach nur affig und kommerziell.

          Eigentlich gehörten Thor, ebenso wie The Dark Kingdom zu meinen Lieblingen, doch dieser Teil hat Nichts gemeinsam mit den vorher genannten. Vergleichbare Stärken der vergangenen Filme? Fehlanzeige!

          Wo ist der sympathische, charismatische sowie voller Charme gespickte Thor hin? Nichts dergleichen ist hier vorhanden. Er ist lediglich ein Schatten seiner selbst.
          Habe mich gefühlt ähnlich einer Zirkusaufführung, mit Thor als Hauptclown. Sein Charakter wird hier völlig unnötig und ohne jeden Sinn ins absolut Lächerliche gezogen.

          Nein danke Marvel...

          Fazit: Unterirdisch.

          Gut das ich mir das Geld fürs Kino gespart habe...genug gesagt

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          • 7

            Achtung: Text enthält rudimentäre Spuren von Spoilern.

            Regisseur Waititi ist, wie man dem Vorwort entnehmen kann, ein Star Wars Fan und das sieht man seiner Thor Verfilmung auch an. Einige Figuren auf dem Planeten Sakaar erinnern doch sehr an den Kosmos der Sternen Saga. Das Raumschiff in denen die drei fliehen, ist natürlich dem berühmten Millenium Falken nachempfunden. Der Gladiatorenkampf erinnert mich zudem an "Mad Max 3 - Jenseits der Donnerkuppel".

            Das stört natürlich in keiner Weise dem Film(genuss), fällt aber halt auf.

            "Thor: Ragnarok" ist ein solider, oft humorvoller Vertreter des MCU Kosmoses, dem aber das letzte Quentchen Klasse fehlt. Das dem titelgebenden Antihelden schon früh der Hammer zerdeppert wird, hat mir altmodischen Fan auch nicht wirklich gefallen.

            • 8

              Ich fand ich ziemlich gut, zum großen Teil die Gags kommen gut und bei den Szenen mit Hela zeigt sich der Film von seiner ernsthaften Seite. Ansich hab ich das Gefühl, dass hier eine Actionkomödie geschaffen werden sollte wie in den 90's. Viel Action mit Charactern die nicht immer ganz ernst genommen werden sollten und einer Hauptfigur die lockere Sprüche klopft und ordentlich austeilt. Klar für das Thema "Ragnarok" ist es weit verfehlt an der dramtischen Thematik, aber dennoch fand ich den Film doch recht gelungen. Und eigentlich mit den beiden Vorgängern wurde die Thor Geschichte auch erzählt und zum Abschluß eine humor vollere Variante, damit kann ich gut leben.

              • 1

                Mal wieder ein überflüssiges Marvel-Mash-Up... Zum Kotzen!

                1
                • 6

                  Die Slapstick--Komödie innerhalb der Avengersreihe , lässt sich wunderbar leicht wegsnacken ohne üblen Nachgeschmack und sichert sich innerhalb der mittlerweile 18 Filme aus dem Franchise einen soliden mittleren Platz. Viele Gags, die meisten zünden, wenn auch harm/belanglos. Zu was der neuseeländische Regisseur Taika Waititi ( der hier nur wahrnehmbar im O-Ton ist als extrem empathischer Steingladiator) tatsächlich in der Lage ist, kann man in seiner Horrorkomödie 5 ZIMMER KÜCHE SARG sehen.

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                  • 7

                    Besser als der übliche Avengers-Quatsch, der sich sonst selbst viel zu ernst nimmt. Thor 3 geht locker im Guardian-Stil ans Werk, wo Helden eben auch menschliche Schwächen mit Selbstironie zeigen dürfen. Auch mal wieder gern gesehen in einer lustigen hinterfotzigen Rolle: Jeff Goldblum aka Grandmaster.

                    • 5 .5

                      Der Versuch, das ironische Toning der Guardians für Thor zu übernehmen, ist meiner Meinung nach nicht geglückt. Das heißt nicht, dass der Film nicht seine eitzigen Momente hätte. Aber es paßt irgendwie nicht.
                      Den kompletten Hirnaussetzer hatte der Typ, der es zu verantworten hat einen pompösen orchestralen Soundtrack durch eine Synthypopuntermalung aller naivster Art unterzubringen. Dadurch wirkt der Film weit schäbiger, als er tatsächlich ist.

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                      • 8

                        *mit Spoilern*
                        Asgard war "Sitz der absoluten Macht im Kosmos... und ihr Schicksal ist es über alle anderen zu herrschen". Die Krieger bewaffnet mit Schild, Speer und einer schweren Metallrüstung, die ohne weiteres von altmodischen irdischen Schusswaffen, die S.H.I.E.L.D wohl ins Museum verfrachtet hätte statt einzusetzen, zerlegt werden. Müssten die Spartiaten gegen die Krieger Asgards antreten, so hätten sie sich wahrscheinlich einen abgelacht. Mit 10.000 derartiger Krieger hätten sie wohl nicht mal den Müllplaneten Sakaar bezwingen können. Wie sie in der Vergangenheit größere Schlachten geschlagen und gewonnen haben ist schwer nachvollziehbar. Zudem beim Bau der Raumschiffe die Aerodynamik ein Fremdwort gewesen sein musste. Am Ende zählt man nicht mal 10.000 Bewohner, haben dann wohl so einige liegen lassen oder man hat es mit den Zahlen nicht so genau genommen. Nun gut.
                        Thor ohne den Hammer ist wie eine Mahlzeit ohne Speisen und Getränke, dafür macht sich Hulk ohne den Banner ganz gut.
                        Neues erfährt man über Außerirdische, die nicht nur verfärbte Menschen sein müssen, sondern durchaus auch sprechende menschenähnliche Steine oder Insekten. Was es nicht alles gibt.
                        Hela macht sich sehr gut und die Szene mit dem Doktor war Strange.
                        Mal wieder große Action und audio-visuell top.
                        Viel Marvel Humor, hier sogar ein paar Ebenen tiefer als gewöhnlich, wohl um dem Bekannten neue Aspekte zu verleihen. Dementsprechend hilft es, gerade hier nichts besonders ernst zu nehmen.
                        Insgesamt sehr unterhaltend.

                        • 6 .5
                          EpicFantasy 24.05.2018, 00:28 Geändert 24.05.2018, 00:30

                          Fand ihn ganz ok. Highlight ist für mich sicher die Szene mit Thor und Hulk, wie sie in der Arena von Sakkar gegeneinander "smashen" (Hulk smaaaash!) und auch das Finale war recht gut. Das zwischendrin hat mir aber nicht so richtig zugesagt. Hat sich einfach nicht wie ein Marvel-Film angefühlt.

                          Ich fand den Kämpfer "Korg" sehr lustig. Hela war ok, Blanchett hat nicht gerade die beste Darbietung gegeben von dem was sie kann. Valkyrie war aber sicher nicht fehl am Platz sondern ein toller neuer Charakter im MCU.

                          Ja, wie gesagt: Kein schlechter Marvel aber auch kein besonders guter. Er ist von den bisherigen Thor-Filmen sicher der Favorit :)

                          • 3
                            Micro_Cuts 23.05.2018, 15:47 Geändert 23.05.2018, 15:51

                            Nach den ersten 5 Minuten dachte ich mir nur "Hoffentlich muss ich den Humor nicht den ganzen Film über ertragen".

                            Thor Filme waren für mich immer die etwas ernsteren im MCU. Dieser Film strotzt nur so von pubertärem, dümmlichen Humor. Flache Sprüche, oberflächliche Charakter, kunterbunt, emotionslos ...

                            SPOILER!

                            Der tot von Odin und die Zerstörung eines ganzen Volkes scheint den Charakteren am Hintern vorbei zu gehen.

                            SPOILER ENDE!

                            Die ganze Story um Hela wird nebenbei abgefertigt.

                            Das einzige was mir gefallen hat: Thor zeigt endlich, dass er der Gott des Donners ist und mehr kann als einen Hammer schwingen.
                            Die Musik war sehr geil.

                            Einer der schlechtesten MCU Filme! Wäre ich noch 12 hätte ich das wohl unterhaltsam gefunden aber so ...

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                            • 4

                              Grauenhaft wenn man mit ansehen muss was hier aus Thor gemacht wird...
                              Der Film könnte eine einzige Satire sein, die nur aus blöden unpassenden Witzen besteht und sich jeden ernst nimmt.
                              Die Story ist vollkommen belanglos und schlecht umgesetzt...

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                              • 7 .5

                                Ich habe jetzt nicht den absoluten Brüller erwartet , da mich die Marvelfilme bisher nie wirklich vom Hocker rissen.
                                Gute Unterhaltung , aber meist immer dasselbe Schema und keine wirklich guten Bösewichte.
                                Thor 3 hat mich aber überrascht.
                                Locker flockig und witzig....Der Film nimmt sich absolut nicht ernst und das macht ihn so sympathisch.
                                Taika Waititi hat genau die Balance zwischen Action und Humor gefunden , die ich liebe.
                                Und die Schauspieler - einfach klasse.
                                Abgesehen von den echt geilen Cameos war Jeff Goldblum einfach göttlich.
                                Auch Mark Ruffalo fand ich brüllend komisch.
                                Waititi hat das geschafft , was Rian Johnson bei Star Wars nicht gelungen ist.
                                Ach übrigens....Bin ich der Einzige der findet , daß Rachel House in ihrer Rolle als Topaz aussieht wie Robert Z'Dar?

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                                • 6 .5
                                  Cokecab19 13.05.2018, 01:12 Geändert 13.05.2018, 01:17

                                  Was soll ich sagen - Thor: Ragnarok hat mich überrascht.

                                  Zumindest in Teilen. Denn während die eine Storyline des Films uns die immergleiche Superheldengeschichte wie in sonst auch jedem Marvel-Film liefert, bricht die andere Storyline aus diesem Schema so sehr aus, wie bisher vermutlich noch kein Marvel-Film zuvor.

                                  Die Abenteuerreise, die wir hier erleben, ist tatsächlich außergewöhnlich und erfrischend. Erinnert sogar in Teilen an alte Abenteuer-Klassiker, wie Indiana Jones. Und das macht unglaublich Spaß.

                                  In einem coolen Setting und einem verdammt coolen Look ist diese Mischung aus Abenteuer, Charakterdrama und Komödie mit erfreulich wenig Action einfach toll anzusehen.

                                  Sogar der Humor ist hier nicht nur dafür da, den Film ein bisschen „aufzulockern“, wie das bei den meisten Marvel-Filmen der Fall ist - was mich meistens auch eher stört - sondern nimmt hier eine tragende Rolle in dem Film ein und kann tatsächlich ziemlich gut überzeugen.

                                  Thor Ragnarok hat auch einen der coolsten, etwas steinigen Nebencharakter, den ich seit langem in einem Film gesehen habe.

                                  Schade nur, dass dem gegenüber der Zweite Teil des Films steht. Denn alles was in dem Film auf Asgard passiert, ist leider alles andere als gut. Ohne diesen Part wäre der Film nochmal um so vieles besser gewesen. Und anhand dessen, wie der Film geschnitten ist, würde es mich auch nicht wundern, hätte Waititi eigentlich auch gerne auf diesen Part verzichtet.

                                  Das ist ordinärer Superheldenmist strikt nach Anleitung. Teilweise auch noch wirklich schlecht erzählt.

                                  Gerade wenn man bedenkt, wie gut der Teil des Films ist, der auf dem Müllplaneten spielt, tut das richtig weh.

                                  Und dann, gegen Ende des Films, verlagert sich natürlich unumgänglich alles nach Asgard. Und spätestens hier wird klar, dass es vor allem die Antagonistin Hela war, die die zweite Storyline so schlecht dastehen lässt.

                                  Alle Szenen mit ihr langweilen einfach nur, und nerven im schlimmsten Fall sogar. Ihr Charakter ist einfach unglaublich uninspiriert und faul nach Superheldenschema F gestrickt. Sie macht halt alles, was Superschurken eben so machen, und sagt halt alles, was Superschurken eben so sagen – und man interessiert sich kein bisschen für sie.

                                  Das wichtigste an einer Geschichte ist der Anfang und das Ende. Und so gut das meiste von Thor Ragnarok auch sein mag, gerade dadurch, dass am Ende die beiden Storylines zusammengeführt werden müssen, und der Handlungsstrang mit Thor in der letzten halben Stunde auf Asgard und bei Hela ein Ende findet, bleibt von all dem guten zuvor leider wenig in Erinnerung.

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                                  • 4
                                    vladvanhelsing 12.05.2018, 20:50 Geändert 13.05.2018, 11:14

                                    Spoiler!
                                    Wenn sich ein Studio am Wirken der eigenen Figuren zu berauschen beginnt, ist höchste Vorsicht geboten. Nicht nur der Hammer des Donnergottes zebröselt vor den Augen des ungläubigen Betrachters zu Staub.....Hier werden im wahrsten Sinne des Wortes alte Zöpfe
                                    abgeschnitten, was nicht nur Thor zu einer ungewohnten Figur mutieren lässt und keineswegs ein gutes Zeichen sein muss. "Guardians of the Galaxy 1" war damals ein Superhit (10 Punkte von mir) und unterstrich einmal mehr die Vielseitigkeit des MCU. Auch "Ant Man" gehört zu meinen Lieblingen aus dem Hause Marvel / Disney. Beide Werke zeichnet ein gelungener Humor aus, der einfach passt und zu keinem Zeitpunkt lächerlich wirkt. Im jüngsten Spider-Man allerdings, wurde bereits eine fatale Entwicklung zum überdrehten Klamauk offenbar, die weit übers Ziel hinaus schoss. Aufgrund einiger starker Szenen, rettete sich der Film aber so gerade eben noch über den Durchschnitt. Taika Waititi, greift den von ihm völlig missverstandenen Bock des Comedy dennoch beherzt bei den Hörnern und fährt das Ding endgültig gegen die Wand.
                                    "Thor 3 - Tag der Entscheidung" ist kein ernsthafter Beitrag aus dem Haus der Ideen, sondern nur noch eine an den Haaren herbeigezogene Parodie. Wenn man so will ein "Scary-Movie" mit Marvel-Figuren. Diese werden nicht nur unsanft von ihrem Sockel geschubst, sondern regelrecht demontiert.
                                    Man möchte dem Regisseur entgegenschleudern: "Nein, der hoheitsvolle Thor ist nicht Drax und der ungewohnt redseelige Hulk kein misslungener Verschnitt eines gewissen Waschbären". Und wer zum Teufel soll dieser abgedrehte Typ auf LSD gewesen sein, etwa Jeff Goldblum? Nie im Leben! Thema verfehlt, setzen! Aber damit ist weiss Gott keine Rückkehr auf den Regiestuhl gemeint, ok, Mr. Waititi? Stay away forever! Zum Glück ist mit "Black Panther" ein erster Schritt zurück zu etwas mehr Ernsthaftigkeit bereits gemacht worden. Doch das soll ein anderes mal gesondert besprochen werden.

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                                    • 5 .5

                                      Teilweiße recht witzig und unterhaltsam aber echt lahme Kindergarten Story.

                                      • 10
                                        Commentator 10.05.2018, 18:10 Geändert 10.05.2018, 18:11

                                        So geht Comicverfilmung. Wie abgefahren ist das denn bitte. Waititi ist wohl bei dieser Bild- und Farbgebung genau der richtige gewesen. Dazu ein platter, aber perfekt getimter Humor.
                                        Volltreffer!

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                                        • 6

                                          Vorhersage 7,5....da kann doch was nicht stimmen?!
                                          "Thor 3: Tag der Entscheidung" ist der nächste groß angekündigte Blockbuster aus dem Hause Marvel. Nur wieso oft wurde mir hier höchstens lauwarm ums Herz. Der CGI- Overkill wirkt auf Dauer ermüdend und die Action bringt mich jetzt auch nicht zum strahlen. Dazu ist die Story auch eher ein Witz und Cate Blanchett wird ja mal richtig verschenkt. Aber....Chris Hemsworth gibt sich als "MC Hammer" zumindest Mühe und hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Einige Nebenfiguren und vor allem Hulk haben mir dann doch ein wenig Spaß gemacht. Der Humor bleibt zum Glück auch nicht auf der Strecke.
                                          Also, ich bakam das was ich erwartet hatte....nicht mehr nicht weniger!

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                                          • 3
                                            Flivatuet 08.05.2018, 02:31 Geändert 08.05.2018, 02:34

                                            Die schlimmste aller Befürchtungen hat sich bewahrheitet: Das MCU zerstört den Status ihrer eigenen Superhelden. Schade, denn der Film hätte als chronologisch parallel verlaufende Story zu Civil War gute Verknüpfungspunkte und Twists ergeben können. Stattdessen wird zu meiner größten Enttäuschung die Kindergartenschiene auf ein neues Niveau gehoben.

                                            Loki, der in den ersten beiden Teilen und auch sonst im MCU als bösartiger Gegner wahrgenommen wird, verkommt hier zum Kasperle, der von jedem ausgelacht wird.

                                            Thor macht sich über Bösewichte so lustig, dass diese als Witzfiguren stehen bleiben, die sich zudem der überspitzten Situationskomik unterwerfen müssen. So belustigt sich Thor relativ zu Beginn bereits über die Krone seines Gegners, welche er als buschige Augenbrauen abstempelt, der daraufhin eingeschnappt reagiert: Nein, das ist meine Krone. Als Thor sich an einer Kette baumelnd und gefesselt vor diesem Schurken dreht unterbricht er die Ansprache des Bösewichts bei jeder Drehung, weil er ihn ja nicht sehen könne, dieser daraufhin brav wartet, bis Thor ihn wieder sehen kann. Da war ich schon kurz vor dem Abschalten, denn das ist meiner Ansicht nach Kindergartenhumor und hat nichts mit dem Witz aus den Iron Man Teilen gemein, oder auch mit einem frechen Starlord aus Guardians of the Galaxy. Hier wurde eher versucht auf Teufel komm raus jede Szene witzig sein zu lassen. Meiner Ansicht nach schadet das sowohl der Gottheit Thor als auch dem Film im Besonderen, denn die schwache Handlung wird versucht mit vorgeschobener Komik zu retten.

                                            Hulk: Er spricht mehr als das er wütend ist. Schade, dass man Hulk zur Plauderbacke verkommen lässt. Der wütende Hulk gefiel mir immer viel besser. Dabei ist dies mein persönlicher Lieblingscharakter, doch auch hier muss ich sagen hat es Marvel geschafft ihren Helden als Depp darzustellen (Hulk Böse!).

                                            Die Begegnung mit Dr Strange war hier für mich noch eines der Highlights im Film, die hier gute Analogie zu der Rolle des Sherlock Holmes die Benedict Cumberbatch (spielt Dr.Strange) auf Netflix ausfüllt fand ich dabei sehr amüsant.

                                            Die gesamte Plotaction um den Grandmaster auf Ragnarok ist zudem kritisch in eine 80er Jahre Zurück in die Zukunft Schiene gerutscht, der Grandmaster wirkt dabei absolut verstrahlt, und das obwohl ich den etwas verrückte Jeff Goldblum sehr mag.

                                            Insgesamt für mich der wohl schwächste MCU Film bisher und inhaltlich keine Rolle für das MCU, vor allem nicht im Vergleich zu Civil War bspw. Ich hoffe Infinity War ist nicht in der Machart abgedreht, bald werde ich mehr wissen.

                                            Achja, abschließend Positives:

                                            Stark umgesetzte Effekte, guter Ton, schöne Bildgewalt.

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                                            • 6

                                              6 Punkte mit Vorbehalt, da auf deutsch geguckt und teilweise eingenickt, obwohl er eigentlich amüsant war...
                                              Bin schon der Meinung, Marvel Filme können Humor vertragen und sich über sich selbst lustig machen.

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                                                Ich habe so den Verdacht, dass jetzt, wo "lustige Nebenrollen" out sind, dieser Part auf die übrigen Charaktere verteilt wird. Jeder darf mal den Deppen mimen. Und damit das Ganze auch zieht, wird mehr auf Quantität gesetzt, statt auf Qualität. Irgendeiner der dummen Witzchen muss doch wohl beim Zuschauer ein müdes Lächeln auslösen.
                                                Warum haben sich so viele namhafte Schauspieler daran beteiligt? Bestimmt nicht, weil sie Lust auf den Film hatten, eher weil viel Geld geflossen ist.

                                                Ich bin schon auf "Spiderman: Homecoming" hereingefallen. Mit "Thor 3" habe ich gemerkt, dass meine Marvel-Film Zeit abgelaufen ist.

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                                                • 6 .5

                                                  Naja muss sagen, einer der schwächere im MCU, überhaupt am Anfang kam ich ganz schwer rein in diesem Film.
                                                  Auch der Witz war mir hier etwas zu viel, das muss in den nächsten Teilen wieder weniger werden sonst wirds schnell zum Klaumauk, das nimmt die Glaubwürdigkeit.
                                                  Aber solide Comicverfilmung, die man als Marvel Fan gesehen haben muss.

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                                                  • 4

                                                    Jetzt mal ganz ehrlich, Thor, der Donnergott, kann Energien manipulieren und schleudert hier Blitze auf seine Gegner, die für gewöhnlich eine Stromstärke von 20.000 Ampere aufwärts entladen. Und dann soll er sich von einem Elektroschocker ausknocken lassen? Logiklöcher wie diese sind es aber nicht, die an der Glaubwürdigkeit der Marvel-Helden nagen.

                                                    Thor ist einer meiner Lieblings-Marvel-Helden. Anleihen aus der nordischen Mythologie und Settings im schönen Asgard machen die Filme um den Donnergott für mich besonders attraktiv. Nachdem THOR 2: THE DARK KINGDOM aber schon nur noch eine seelenlose Origin-Story für den Reality Stone war, hatten die Marvelisten in den Disney-Studios eine interessante Idee. Man engagierte für Teil 3 einen unkonventionellen Regisseur, der nicht nur künstlerisch ambitioniert ist sondern auch ein besonderes, komödiantisches Talent entwickelt hat, wovon ich mich in 5 ZIMMER KÜCHE SARG selbst überzeugt habe. Damit bewies man in Sachen Regisseur ausnahmsweise mal ähnliche Risikobereitschaft wie die Konkurrenz bei DC. Schaut man sich aber nun THOR 3: TAG DER ENTSCHEIDUNG an, wird klar, woher diese plötzliche Bereitschaft zum Abweichen vom Marvel-Standard beruht. THOR 3 sollte nie zu einem gewichtigen Beitrag im MCU werden. Er ist ein Plot-Vehikel für die Anschlussfilme wie AVENGERS 3: INFINITY WAR. Sein auffälligster Charakterzug ist seine Bequemlichkeit. Als Lückenbüßer genügt er sich selbst, ohne seine Figuren weiterentwickeln zu müssen. Er bedient die Gefälligkeit der Fans, die nach reinem Unterhaltungskino gieren und bindet ein noch jüngeres Publikum. Nebenbei werden ungewollte Nebenfiguren beseitigt, Beziehungen gekappt und Nebenhandlungen aus den ersten zwei Teilen abgebrochen, alles dank der zerstörerischen Kraft der Götterdämmerung, damit Thor für den Infinity War von jeglichen Verpflichtungen und Bindungen aus seiner Vergangenheit befreit ist. Leider führt diese Bequemlichkeit zu zwei großen Problemen, die dieser Film hat. Zum einen verliert die Actionkomödie jegliche Substanz. Eine Leere, die die Figuren durch die Herauslösung aus ihrem eigentlichen Leben und sozialen Bindungen nicht mehr füllen können. So entsteht mehr Raum für die so gern praktizierte Maßlosigkeit. In Bild und Action schon zu genüge gewohnt, wird es hier zusätzlich auch noch mit dem Humor zelebriert. Was ich von Taika Waititi erwartet habe, war nicht weniger als einen zumindest geringfügig anspruchsvollen Humor. Allerdings hat der Gute eben nicht das Drehbuch geschrieben und in den dort niedergeschrieben Dialogen hat man quasi alles falsch gemacht, was in einem Film wie MARVELS THE AVENGERS noch richtig gemacht wurde. Jeder Gag, ob Slapstick oder Wortwitz, wurde mindestens doppelt kommentiert und nochmal mit einer verbalen Reaktion versehen, damit bloß jeder vollkommen Verblödeter erkennt, dass hier gerade ein Witz gemacht wurde. Solch ein oberflächlicher Humor ist nicht nur herabwürdigend für das Schauspiel, das der Darsteller leisten könnte, anstatt flach die Pointe zu sabotieren, sondern setzt auch beim Zuschauer voraus, dass er zu keinerlei kognitiver Leistung fähig ist. Damit langweilt er nicht nur, er macht seine Figuren lächerlich. Dabei könnte er die durch Krieg und Verlust gebeutelten Helden, mit klugem Witz Charme und Tiefe verleihen. Nun war nicht jeder Gag ein Reinfall, aber leider doch der Großteil.

                                                    In den wenigen ernsthaften Momenten konnte THOR 3 ein bisschen seiner alten Stärke ausspielen und die Nähe seiner Charaktere zueinander unsentimental in Szene setzten. Zu selten nur und durchzogen mit seltsam auffälligen Wiederholungen bedeutungsschwanger Phrasen. Seine Relevanz bezieht der Film damit fast ausschließlich aus der Weitererzählung der Schicksale unserer Helden seit der Zerstörungsorgie in AGE OF ULTRON. Auch mich packt immer wieder die Neugier, will ich doch nur wissen, was weiter passiert. Aber das Wie ist eben auch wichtig. Und das enttäuscht. Mal wieder.

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