Thor 3: Tag der Entscheidung - Kritik

Thor: Ragnarok

US · 2017 · Laufzeit 131 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Fantasyfilm, Science Fiction-Film, Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7

    Ein durschnittlicher Marvel, den anderen Teilen ähnlich (von der Qualität)

    • 8

      Also wenn man alle Teile von Thor verglichen müsste, wäre das ziemlich schwer :D
      Denn außer Thor selbst ist nicht viel in dem sich die drei Teile gleichen.

      Taika Waititi hat viel zum Lachen eingebaut und geht in die richtung GotG auch
      wenn die Coole Musik fehlt. Aber man merkt eben das er einen
      völlig anderen weg der Inszenierung geht als es seine Vorgänger getan haben.
      Ich persönlich mochte die vorhergehenden Teile und fand sie recht gut, aber
      das sie ihre schwächen hatten, das wollen wir mal nicht abstreiten.

      Weniger Göttlicher, mehr abgedreht. Aber in typischer Marvel Manier.
      Waititi setzt auf gezielte lacher doch das zur einbuße von ein wenig Tiefgang, der
      dem Film sicherlich auch nicht geschadet hätte.

      Am ende ein grundsolider Film der spaß gemacht hat und vieles was seine
      vorgänger Falsche gemacht haben, ausbessert.
      Da geht aber noch mehr ; )

      ps. Thor: Tag der Entscheidung ist ein beknackter Titel

      • 6 .5

        Die Spaltung zwischen Marvel-Fans und -Meidern ist längst etabliert, weshalb Thor gar nicht mehr versuchen soll, irgendjemandem etwas zu beweisen. Wer’s bisher mochte, der wird zufrieden sein, alle anderen werden hier nicht überzeugt. Taika Waititis Mitarbeit ist letztlich nur künstlerisches Alibi für die Angleichung an die Gagdichte der “Guardians”, ohne deren emotionale Ehrlichkeit imitieren zu können. Man müsste lügen, um zu sagen, dass das nicht ziemlich unterhaltsam wäre, nicht mal unkreativ, aber es lässt auch vollkommen kalt und bedient hauptsächlich souverän Erwartungen. Zumindest beim Soundtrack überrascht Marvel mit etwas Experimentierfreudigkeit, und die sympathischen Nebenfiguren lockern das Geschehen durchaus auf. “Thor 3” ist somit ereignisreich genug, um sich irgendwie innerhalb seines Universums zu rechtfertigen, und konventionell genug, um bloß nicht daraus auszubrechen. Eben ein rundes, auf maximale Konsumierbarkeit poliertes Produkt, im guten wie im schlechten Sinne. Man kennt das mittlerweile.

        2
        • 7 .5

          Der Film ist super ABER mir ist das auch schon too much Comedy. Hätte man den "Steinmann" weggelassen (mit seiner Stimme und seinen Meldungen) hätte es -glaube ich- gepaßt.
          Blanchett wie immer mit voller Hingabe für ihre Rolle - TOP
          Alle Anderen (bis auf Goldblum) auch super.
          Das Finale war mir auch zu wenig, auch kein "richtiger" Endkampf, trotzdem
          mir gefiel der Film!!!

          • 8

            Vorhersage 7.5

            Ein weiteres Puzzleteil im MCU und meiner Meinung ein sehr ansehnliches noch dazu. Leider wird mir die Schlacht am Ende wieder etwas zu schnell runtergerattert.

            • 3
              Black.Widow 16.11.2017, 22:21 Geändert 17.11.2017, 00:48

              Vorneweg: Für die wenigen Gags die tatsächlich auch zünden gebe ich 3 Punkte. Ansonsten schließe ich mich der Community (7,5 Durchschnitt: Für was????) nicht an.

              Aller guten Dinge sind drei. Und nun hat die Thor Trilogie in Thor 3 ihren schwächsten Teil gefunden. Meiner bescheidenen Meinung nach. Das es nicht mal einen kleinen Hinweis zum heiß erwarteten "Infinity War" gibt, ist schon fast als positiv anzusehen, nach dem ich den Film gesehen habe.

              2017 ist aus meiner Sicht ein verlorenes Marvel Jahr. Und das enttäuscht mich richtig. Mit „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ erschien ein mittelprächtiges Sequel zu einem immerhin amüsanten Vorgänger, „Spider-Man: Homecoming“ (frag mich immer noch wozu es hier noch mal eines Solofilm bedurfte) war inhaltlich und künstlerisch nicht mehr als ein Pausensnack. Geschlossen wird das irrelevante Jahr nun von „Thor: Tag der Entscheidung“, dem mit Abstand schlechtesten Film der Thor-Reihe und leider einer der albernsten und uninspiriertesten des MCU.

              Dass „Thor 3“ kein guter Film ist, lässt sich leicht erkennen. Schwieriger ist aber der Punkt zu finden, an dem das Projekt schiefging. Effekte und Action sind in Ordnung, Stars (die sich später schämen werden) warten in lustigen Kostümen an jeder Ecke dieses quietschbunten Universums. Eine Ursache für das Scheitern Waititis könnte sein Desinteresse an den Figuren sein, das sich am besten beim Titelhelden selbst zeigt. Thor war in den bisherigen Filmen der Reihe ein ehrenhafter Krieger, ihn quälten ernsthafte Konflikte mit seinem Bruder, in kuriosen Abenteuern fand er seinen Platz im Universum. Er war also ein Held wie es ein Film dieser Art auch verlangt, nur auf der Erde wirkte er immer etwas grobschlächtig, was schlichtweg seinem Kulturkreis entsprach. Kevin Feige und Taika Waititi haben sich fälschlicherweise nun dafür entscheiden, dass Thor ab sofort dumm ist.

              Fazit: Mir war klar: Nachdem die "lustige bzw amüsante" Richtung für Thor 3 feststand kann sich Marvel darauf verlassen, dass die treuen Fans der Reihe den Film trotz aller offensichtlichen Schwächen wieder bis aufs Blut verteidigen werden. Damit habe ich natürlich überhaupt kein Problem. Ich Respektiere das, wenn anderen solch lieblos zusammengeschusterter Mist gefällt. Mir gefällt so was nicht. Und dann sage ich das auch.

              Retten können einige gelungene Momente den Film nicht (Black Widow als Aufzeichnung fand ich gut). Aber meine Sorge bezüglich Avengers 3 wächst nach Thor 3.

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              • 7 .5

                Unterhaltsamer Superheldenfilm mit angenehm neuartigen Schauwerten (Stichwort: Müllplanet). Die Darsteller sind stellenweise grossartig (–> Chris H.). Die Story wirkte zusammengeschustert und war irgendwie egal. Leider.

                • 7 .5
                  Mein Senf 16.11.2017, 10:27 Geändert 16.11.2017, 16:02

                  „Thor: Tag der Entscheidung“ liefert am Ende das ab, was man sich von „Guardian oft he Galaxy 2“ so sehnlichst erhofft hatte. Große Helden mit kleinen Alltagsproblemchen und richtig miesen Timing umrahmt von exzentrischen Nebenfiguren und jeder Menge Spaß. Man merkt Komödienspezialist Taika Waititi an, wo sein Herz schlägt: Während er die dramatischen Teile/alle Szenen auf Asgard eher pflichtschuldig abarbeitet, spielt er seine Stärken fernab des titelgebenden "Tags der Entscheidung" aus. Auf einem Schrottsammler-Planeten, in dem ein entfesselnder Exzentriker in der Gestalt von Jeff Goldblum einfach mal eine Stunde komplett auf die Storybremse latschen darf, nur um unsere Protagonisten reihenweise in absurde und aberwitzige Situationen zu verfrachten. Das gelingt dank der enormen Spielfreude aller Beteiligten und der Chemie untereinander dermaßen einwandfrei, dass man als Zuschauer jedes Mal richtiggehend unruhig wird, sobald auf die recht generische, nicht wirklich plausible und natürlich spaßbefreite Machtübernahme auf Asgard gegengeschnitten wird.

                  Im Reigen der interessanter Nebenfiguren erscheint ausgerechnet Tom Hiddlestons Loki –in den anderen Teilen der heimliche Star der Reihe- seltsam deplatziert. Er darf wieder ein wenig Ränke schmieden und doppelte Spielchen spielen – wirkt aber als Charakter weitestgehend auserzählt und durchgeschleppt. Extrapunkte sammelt überraschenderweise nicht einmal Bruce Banner/Hulk, sondern insbesondere Tessa Thomson als ungehobelte Valkyrie und Jeff Goldblum als nonchalanter Grandseigneur inklusive pummeliger Leibgarde und schwer einem an der Waffel. Cate Blanchett als machthungrige Hela ist solide, wird aber undankbarerweise schnell an den Rand der Geschichte gedrängt und bekommt dabei keine wirklich genialen Szenen spendiert.

                  Dass dieser Rand eigentlich das Zentrum der Geschichte bilden sollte, darf man –bei allem Unterhaltungswert- Waititi durchaus ankreiden, denn im Grunde interessiert er sich kaum für das durchaus dramatische Potenzial der Handlung. Seis drum, ich hatte jede Menge Spaß und das ist bei einem Marvelfilm mittlerweile ja nicht mehr selbstverständlich (siehe GotG2, Doctor Strange).

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                  • 6

                    Das war er also, der bisher "mit Abstand witzigste Marvel Film".
                    Ich bin sehr ernüchtert.
                    Sicherlich hat er einige witzige Szenen, aber verglichen mit den Guardians musste ich nicht mal halb so oft lauthals lachen. Auch Spider Man HC oder die Avengers zb boten deutlich mehr Anlässe für Szenenapplaus.

                    Was gibts sonst zu sagen?
                    Die Quietschbunte Optik ist Geschmackssache. Die Darsteller leisten gute Arbeit, Chris Hemsworth und Mark Ruffalo harmonieren miteinander.
                    Die bierernste Antagonistin wirkt in dem Quatschfilm ein bisschen deplatziert, aber das war ja zu erwarten.
                    Der Gastauftritt eines anderen Marvelhelden sorgte zugleich für eine der lustigsten Momente.
                    ABER: Jeff Goldblums Grandmaster fand ich furchtbar. Ich liebe Jeff Goldblum (Jurassic Park, Independence Day) bis heute, aber ich konnte mit seiner absolut karikativen Over-the-Top Performance gar nichts anfangen. Sehr schade.

                    Alles in allem für mich einer der bisher schlechtesten MCU-Beiträge.
                    Immernoch okay, da das Universum fast durchgehend ein gut bis sehr gutes Niveau halten kann.
                    Fragt sich nur: Wie lange wohl noch?

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                    • 9
                      Popcorn_Pfoetchen 16.11.2017, 03:42 Geändert 16.11.2017, 22:13

                      Der mit Abstand beste Thor Teil

                      ...und zugleich einer der besten Marvelfilme. Was Thor so stark macht ist:
                      1. Thors Charakterentwicklung
                      2. die Gegenspielerin (Blanchett ist Mega fies dargestellt)
                      3. die Nebendarsteller: Goldblum, Thompson etc.
                      4. anständige Story
                      5. Der Hulk!!
                      6. Das was die meisten hier kritisieren: Der HUMOR!!!
                      Ich war nie der besonders große Thor Fan, aber dieser Teil hat es geändert. In Sachen Humor steht er Ironman oder Guardians of the Galaxy in nichts nach, genauso wie in Punkto Action bei Captain America oder Avengers. Die CGI ist ebenso ganz ordentlich. Hemsworth spielt grandios!
                      Einzigstes Manko mMn ist Lokis Auferstehung.
                      Die größte Überraschung 2017!

                      WOW, einer der besten Filme des Jahres 2017.

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                      • 8

                        Also vorab - meine Erwartungen waren gleich Null.
                        Thor 1 war magere Durchschnittskost und Thor 2 so schlecht, dass ich dabei eingeschlafen bin.
                        Wie man an der Bewertung sieht wurde ich positiv überrascht :)

                        Thor 3 weiß fast jede Spielminute wie er den Zuschauer zu unterhalten hat und fährt den stärksten Marvel - Bösewicht auf, den es bisher gab - endlich!

                        Eine Frage an die MP-Community hätte ich aber:

                        ACHTUNG SPOILER

                        Warum hält Hela Surtur nicht mit Leichtigkeit auf?
                        Thor hatte faktisch keine Chance gegen seine große Schwester - vermöbelte Surtur am Anfang des Filmes aber nach belieben.
                        Wäre nett wenn mich jmd aufklären würde - fande es nämlich schade dass eine (endlich) starke Schurkin mal wieder "so leicht" eliminiert wurde.

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                        • 8

                          Der erste MCU-Film, den ich mir freiwillig angeguckt habe und der erste den ich richtig gut fand! Von Anfang bis Ende genau mein Humor. Da fällt auch nicht ins Gewicht, dass der Handlungsstrang um Thor fünfmal interessanter ist als der um Hela, dass Hulk viel zu spät auftaucht und man sich den obligatorischen Cameo eines anderen MCU-Charakters einfach mal sparen könnte. Bleibt für mich nur die Frage: Wann kommt Thor 4 & darf Taika Waititi wieder Regie führen?

                          • 9
                            Sonnyblack745 15.11.2017, 16:05 Geändert 15.11.2017, 16:10

                            Thor 3 ist ein echtes Fest für Freunde des Humors. Teil Eins und zwei boten, ebenfalls den typischen Marvel Humor, allerdings nicht so ausufernd. Mit Taika Waititi hat man einen Regisseur engagiert, der nun wahrlich seinen zielstrebigen Stil verfolgt. Der Film bietet aberwitzige Szenen. Skurril was die Charakterzeichnung angeht, jedoch driftet man nicht ins Lächerliche ab, da man der Geschichte auch einen ernsten Anstrich verpasst hat. Ich für meinen Teil wurde bestens unterhalten und Marvel schert sich auch nicht darum, ob es für jeden Zuschauer plausibel erscheinen mag, was er zu sehen bekommt. Marvel Filme sind im Grunde genommen diese Unterhaltungsfilme, die sich die breite Masse wünscht. Es wird bestimmt einige kritische Filmliebhaber kennen, die mit solchen Filmen ihr Grauen erleben werden.
                            Insgesamt ist "Thor 3" nicht mit anderen Thor Filmen zu vergleichen, da man der Reihe frischen Wind einhauchen wollte und genau das macht diesen Film so lebendig. Er wurde leichtfüßig und mit unheimlich viel Liebe zum Detail inszeniert. Vor allem die Charaktere sind äußerst skurril. Am meisten hat mir Jeff Glodblum gefallen, da er sich entfalten durfte mit einigen interessanten Dialogpassagen. Auch Chris Hemsworth wurde mit einigen netten Dialogen, bestens in Szene gesetzt. Er ist reifer und bringt deutlich mehr Erfahrung mit sich und stemmt diese Rolle mittlerweile auf eigenen Schultern. Mark Ruffalo, Tom Hiddleston & Anthony Hopkins meistern ihre gewohnten Leistungen mit Bravour. Cate Blanchett zeigt ihre beste Leistung seit sehr langer Zeit. Ich habe jede Szene mit ihr genossen, da sie ihre Rolle energiegeladen auf die Leinwand zauberte.
                            Was die Action angeht, wurde wieder einmal das typische Hollywood Repertoire ausgepackt. Der Film bietet fulminant inszenierte mega Actionszenen, womit das Budget vollends ausgeschöpft wurde. Hier merkt man den Punkt einer teuren Filmproduktion. Die Effektabteilung hat exzellente Arbeit abgeliefert, womit wohl jeder zufrieden gestellt wurde. Sowohl visuell als auch akustisch werden hier einige Höhepunkte des Kinos zelebriert. Genau dafür geht man ins Kino, das man als Zuschauer einen wahren WOW-Effekt erleben darf.
                            Die technischen Aspekte wie Kameraführung, Szenenbild, Schnitt, Licht, Effekte & Farben, sorgen für keinerlei Kritik. Man bekommt einen astreinen Film geboten, der auf den Blick ohne große Fehler gemeistert wurde.

                            Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Film, der sich deutlich von den anderen Thor Filmen unterscheidet. Skurrile Charaktere, viel Action, eine solide Geschichte, eine tadellose Optik, sowie einige nette Ideen, sorgen dafür das man sich als Zuschauer nicht die Frage stellen muss, ob das nicht schon mal so gesehen habe. Ich finde mit "Thor 3" hat Marvel den Schritt gewagt einen Regisseur zu verpflichten, der bisher für kleinere Filme zuständig war. Ich kann jedem Fan der Reihe diesen Film wärmstens empfehlen. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen.

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                            • 8 .5
                              Inman 14.11.2017, 23:39 Geändert 15.11.2017, 09:28

                              Wow! Der Donnergott Thor gefiel mir innerhalb der Marvel Maschinerie bisher am wenigsten. Egal ob der erste Teil, der sich immer noch anfühlt, als wäre das ein 110 Minuten langer, ehr schwach gealterter und lächerlich überspielter Teaser für die Avengers, oder eben Teil 2, der nur solide Standardkost innerhalb der etablierten Marvel-Trademarks zum Besten gibt. Im Zusammentreffen mit den Avengers, trumpft Thor mit einer nötigen Lockerheit auf, die seinen bisherigen Soloauftritten etwas abgeht, und nun, mit dem dritten Teil, habe ich endlich einen Film dieser Serie für mich entdeckt, der ganz sicher, schlummert er denn eines Tages ins Heimkino, öfter auf und ab laufen wird. Auf THOR - TAG DER ENTSCHEIDUNG freute ich mich insgeheim, wenn auch mit Vorbehalt. Einerseits grinste der Schelm in mir, gerade weil mich Regisseur Taika Waititi mit seinen vorherigen Arbeiten (u.a. 5 ZIMMER KÜCHE SARG und WO DIE WILDEN MENSCHEN JAGEN) mächtig beeindruckte. Aber die klampfenden Bedenken, sein durchaus eigenwilliger Stil könnte von dem 180 Millionen Dollar Budget untergraben werden, waren hoch. Im Anbetracht der doch ehr ernsteren Vorgänger, blies der Kinobesuch gerade alle Zweifel davon.

                              Was für ein überzogenes, an Gaga reiches Fest! Sicher, der geradlinige Plot, die typische "Bums & Gloria"-Erzählweise, die heroischen Figuren und bösen Widersacher entsprechen dem Gestus dessen, was man eben von einem Marvel Film so erwartet. Auch die boshafte Einbahnstraße-Schurkin (Cate Blanchet) in diesem kreativem Wahnsinn, hinterlässt nur bedingt Spuren und kann kaum über ihr kräftiges Make Up spielen, geht in den großartigen Effekten ehr unter. Aber sonst?! Gibt es nur gutes, teils herausragendes zu berichten. Die vielen Details, das witzige und unheimlich kurzweilige Drehbuch mit seinen etlichen, mal mehr, mal weniger plumpen, immer treffenden Einfällen und den gespickten Referenzen, der verdammt starke Humor, der zu keiner Sekunde unpassend durch den Saal wippt. In der bekömmlichen Epik, den durchaus dramatischen und rührenden Szenen kippt der Film bisweilen und auch die Sprünge zwischen den albernen, auch herzlichen Späßen, den uninspirierten "blabla-ich bin die böse-und wahrhaftige Thronerbin"-Plappereien, der fantastischen Action und der imposanten 3D Optik, sind nicht immer frei von queren Schlenkern, aber im Gesamten ist das wirklich ganz große Unterhaltung. Denkwürdige Späße, Gegensätze und aufspielende Konstellationen die belohnen, im Angesicht der vielen Filme aus dem Hause Marvel sogar ein bisschen glänzen.

                              Der begnadete Taika Waititi und die talentierten Autoren im Hintergrund haben es tatsächlich geschafft, den schrägen Humor des Filmemachers aus Neuseeland zu fassen, ihn einzubetten. Einige Späße hinsichtlich 5 ZIMMER KÜCHE SARG waren überdeutlich und wohltuend, das Kino hat durch und durch zurecht gegrölt, herzhaft gelacht. Taika Waititi übernahm sogar eine amüsante Nebenrolle, deren Intonation - zumindest in der dt. Synchro - an seinen kuscheligen Vampirfilm 5 ZIMMER KÜCHE SARG angelehnt ist. Auch Jeff Goldblum als exzentrisch verpeilter Grandmaster hat durchweg Comedygold auf seiner Seite, Chris Hemsworth und Tom Hiddleston überzeugen wie nie zuvor und dieser fantastische Score, welcher direkt aus den Achtzigern stammen könnte! Hach! Ich hatte sofort Bock auf HOTLINE MIAMI, DRIVE oder THE GUEST. Dieser dritte Thor springt durch alle Extreme, ist sich seiner Wurzeln bewusst und spielt, lacht und keift mit ihnen, ringt und ballert, hat viel Schabernack an Bord und ja...mehr braucht es nicht. Das ist für mich ganz klar der beste Film aus dem Hause Marvel. Und da ich im Großen und Ganzen ehr verhalten auf dieses Franchise anspringe, kaum reagiere und nur zart im Wind wippe, ist es umso erstaunlicher, dass ich überhaupt Worte für so eine Produktion gefunden habe. Und nun auf! Auf ins Kino! Der Gott des Hammers, der Gott des Donners und all der schiefe Spaß darin, die mundende Epik.

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                                Schon irre, was es für Preisunterschiede gibt, wenn man diesen Film sehen will. An einem "billigen" Kinodienstag hätte ich im Cinestar 12€ für die 3D-OV gezahlt. In einem anderen Kino hat die selbe Version 9,50€ gekostet... an einem Samstag.

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                                  Daspaga 13.11.2017, 16:10 Geändert 13.11.2017, 16:15

                                  Es ist vollbracht, der Kinobesuch wurde vollzogen. Hatte ich bereits nach Veröffentlichung erster Poster schwere Bedenken angemeldet und nach Sichtung der Trailer überhaupt keine Lust mehr auf diesen anbiedernden GotG-Verschnitt, so ließ ich mich am Samstag – begünstigt durch das kalte, regnerische Wetter – doch überreden, den Streifen zu sichten.

                                  Die besten Plätze waren gesichert (kein Wunder – wir waren die einzigen Besucher im Saal!!!), Popcorn stand bereit, die Trailer von Pacific Rim 2 und Star Wars EP 8 stimmten auf Effektkino ein, eigentlich war alles perfekt.

                                  Doch bereits die ersten 5 Minuten des neuesten Ablegers des unendlichen MCU bekräftigten meine schlimmsten Befürchtungen.

                                  [Ab hier wird ein wenig herum gespoilert, wer sich komplett überraschen lassen will sollte nicht weiter lesen]

                                  Man wird mitten in die Handlung geworfen, die keinerlei brauchbare Vorgeschichte aufweist. Wieso Thor in Ketten vor dem Bösewicht baumelt bedarf keiner großen Erklärung. Weshalb jegliche Bedrohung durch das optisch beeindruckende Monstrum durch primitivste Witzchen im Kein erstickt wird (ha ha ha - Thor dreht sich herum... ha ha ha) und der Auslöser des Titel gebenden Ragnarök und die schrecklichste Gefahr für ganz Asgard somit zu einer erbärmlichen Witzfigur verkommt sollte man Taika mal fragen. Surtur war bei seinem Erscheinen am Ende des Films nur mehr eine Lachnummer.
                                  Die völlig deplatzierte „Weibergeschichte“ im Bifröst, wo ein weiterer farbloser Antagonist herum streicht, festigt den plumpen Humor, und dieser zieht sich fortan durch die gesamte Komödie.

                                  Ja, Komödie trifft es voll und ganz.
                                  Der Streifen nimmt weder seine – eigentlich epische – Geschichte noch die handelnden Personen ernst, hier verkommt tatsächlich alles und jeder zum Flachwitz.
                                  Das Ganze wird begleitet von einer Farbgebung, die entweder von einem Blinden nach Zufallsprinzip fabriziert oder von einem massiv LSD-Abhängigen im Rausch verbrochen wurde.
                                  Unterstrichen wird diese optische Fehlgeburt noch von einer massiven Vergewaltigung des Hörsinns. Wo einst ein Orchester im besten Zimmer-Stil epische Heroic-Themes schmetterte, dudelt nun ein mäßig begabter Musikschüler auf einem alten Synthesizer herum. Zwischendurch darf Waititi dann den ein oder anderen alten Song von seinem MP3-Player beisteuern.

                                  Die Präsentation widerspricht vollkommen dem Inhalt dieses Werks und bricht zudem noch mit der bisherigen Präsentation nicht nur der Vorgängerfilme, sondern des gesamten bisher etablierten Tons des MCU.
                                  Nicht nur war Thor von Anbeginn an dem Bereich Fantasie zuzuordnen und glänzte durch eher finstere Darstellung innerhalb pompöser Kulissen, nein, auch innerhalb der Comics selbst waren Themen wie „World War Hulk“ oder „Ragnarök“ sehr ernste und epische Geschichten, auf die sich Fans jahrelang freuten – und die nun bitter enttäuscht sein dürften, wie sehr die Vorlagen ins Lächerliche gezogen wurden.

                                  Das Problem hierbei ist der Erfolg der Konkurrenten aus dem eigenen Haus, der Guardians of the Galaxy.
                                  Um dieser selbst den Fans kaum bekannten Truppe ein Alleinstellungsmerkmal und etwas mehr Chancen auf Mainstream einzuräumen, wurde der quietschbunte, an die Achtziger angelehnte Look und Sound entworfen, der so gar nicht zum Rest des MCU passte und somit selbst jene Kritiker einfing, die dem „langweiligen MCU“ bis dahin nichts abgewinnen konnten.
                                  Diese Guardians sollten nun pünktlich zum Infinity War in das bestehende Universum eingegliedert werden.

                                  Dank des finanziellen Erfolgs dieser Außenseiter geht Marvel nun den umgekehrten Weg und lässt alle bisher gedrehten Werke sich bei den GotG anbiedern.
                                  Bereits Dr. Strange schlug in diese zum Erbrechen bunte Kerbe, Thor setzt das Ganze nun nahtlos fort und opfert hierfür sogar das gesamte mühsam etablierte Asen-Universum, das mir so ans Herz gewachsen war.
                                  Odin billig aus der Welt zu streichen, Lady Sif zu übergehen und Thors liebste Freunde und ewige Mitstreiter im Kampf, Fandral, Volstagg und Hogun nebensächlich und emotionslos in den Boden zu nageln zeigt, wie wenig Respekt man den direkten Vorgängern sowie den Comics entgegen bringt. Hier wird alles dem schnellen Lacher geopfert. Und dabei die Thor-Reihe schenkelklopfend zu Grabe getragen. Man schreckte selbst vor der Rasur Thors Schädels nicht zurück, nur um möglichst wenig Bezugspunkte zu dessen etablierter Welt zu haben.

                                  Und selbst Action-Highlights wie der heiß ersehnte Kampf Hulk vs. Thor waren schlicht mittelmäßig und einfältig inszeniert. Einen WTF-Moment wie z.B. bei Hulk vs. Loki oder Hulk vs. Iron Man suchte man vergebens. Kam auch nur geringfügig Atmosphäre, Spannung oder Epik auf, so wurden diese entweder per Brachialhumor oder unpassende Musikbegleitung brutal erschlagen!

                                  Was bleibt ist ein seichter, mittelmäßiger Blockbuster im Marvelgewand, der mehr Guardians als Thor ist und der breiten Masse sicherlich gefällt, dem Marvel-Freund jedoch einen Tritt ins Gesicht verpasst! Bei dem Gedanken, dass auch der Infinity War so ein knallbuntes, hirnloses Retrowerk werden soll wird mir schlecht. Meine Lust auf das MCU ist erstmal verflogen, und wenn sie auf dem Weg bleiben, haben sie zumindest einen Fan verloren.

                                  Die Punkte oben sind übrigens hauptsächlich vergeben für die Sympathien, die man den Figuren entgegen bringt, und jene wenigen Momente, in denen Thor tatsächlich Thor ist. Außerdem muss man sich ja irgendwie noch Spielraum nach unten frei halten für die nächste Gurke, die demnächst startet…

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                                  • 8

                                    Die Walküre ist ja mal richtig heiss, allerfeinstes Wegflank-Material!

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                                    • 8 .5
                                      ANDREnalin 12.11.2017, 18:45 Geändert 12.11.2017, 22:33

                                      Das war also Waititi's Frischzellenkur für unseren Lieblings-Hammerschwinger. Den schwingt er vielleicht nicht mehr so schnell, aber das Kino habe ich trotzdem mit einem breiten Grinsen verlassen: "Thor: Ragnarok", mal kurz auf den Punkt gebracht, ist eine Taika Waititi Komödie im Gewand eines Marvel-Films, die aussieht, als hätte man einen Eimer bunter Farbe an die Leinwand geschüttet... und das könnte ich kaum positiver meinen. Marvel ist an einem Punkt angekommen, an dem sie sich die Regisseure nicht nur frei rauspicken, sondern auch bedenkenlos Risiken eingehen können, indem sie z.B. einem komischen Kauz wie Waititi freie Hand lassen... und es zahlt sich aus: "Thor: Ragnarok" mag vielleicht nicht die erwartete Schwere für die eigentlich tragische Story mitbringen, schmeißt euch dafür aber mitten ins Kreuzfeuer der Gags ohne sich dabei der Lächerlichkeit preiszugeben. Die Schauwerte sind beeindruckend, der Retro-Score heizt ein und Chris Hemsworth's staub-trockener Humor lockte mir im Zusammenspiel mit einem Top-Cast die Tränen hervor. Thor's Wandel von einer heroischen Karikatur zu einem runderen, facettenreichen und unglaublich sympatischen Charakter ist vollzogen und mein Zwerchfell und ich hatten auf dem Weg dorthin einen Riesen-Spaß!

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                                      • 8 .5
                                        BountyHunter2602 12.11.2017, 13:02 Geändert 12.11.2017, 13:03

                                        Der humorvolle Gott des Donners geht nun also in die 3. Runde und muss erneut die Welt vor dem Bösen in Form von Hela, Thors zorniger Schwester retten. Nur dass es diesmal nicht die Erde ist sondern seine eigene Welt Asgard. Humor ist hier das richtige Stichwort, denn der ganze Film ist durchweg urkomisch, doch nicht so dass es langweilt. Nein, jeder Spruch und jede Pointe trifft und das auf Guardians of the Galaxy Niveau. Der nächste riesige Pluspunkt ist der Cast, egal ob Goldblum, Blanchett oder Thompson hier passt einfach alles. Auch der Grundcast bestehend aus Hemsoworth und Hiddleston sowie Ruffalo ist einfach großartig. Das Eis wird schon nach ein paar Minuten gebrochen und wohl auch alle Leute die mit der Story nichts anfangen können, hat der Film in den Bann gezogen. Die recht ordentliche Lauflänge von über 2 Stunden verging wie im Fluge und das ohne überflüssige Längen, das muss man erstmal schaffen. Ich verstehe wenn Leute langsam die Nase voll von Superheldenfilmen haben, gar keine Frage, doch ich für meinen Teil kann den nächsten Schritt im MCU kaum noch abwarten. Man merkt wie alle Szenarien langsam auf die Ereignisse vom kommenden Infinity War hinarbeiten und so langsam alle bekannten Gesichter sich mehr oder weniger freiwillig wieder zusammenfinden. Für Fans sollte das 3. Thor Spektakel also ein riesen Feuerwerk werden und auch alle anderen sollten auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Ansonsten gilt mal wieder: nach dem Filmende sitzen bleiben!

                                        • 9

                                          Der Film hat mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten. Einige Gags haben bei mir zwar nicht richtig gezündet, andere wiederum aber umso mehr. Eins der Highlights für mich war auf jedenfall Jeff Goldblum als der Grandmaster, einfach herrlich bescheuert, Jeff hat dies bestens rüber gebracht. Allgemein hatte man das Gefühl, das es allen sehr viel Spaß gemacht hat. Sehr zum schmunzeln gebracht hat mich auch die Theaterstückszene und Stan Lee´s Auftritt. Die Figuren waren insgesamt alle gut bis sehr gut. Optisch ist der Film einfach wunderbar anzusehen, die Action gefiel mir sehr gut. Nur von Hela hätte ich etwas mehr erwartet, was aber keinesfalls an Cate Blanchett lag sondern eher an der Figurenzeichnung, die in meinen Augen etwas schwach war.

                                          Für einen 4. Thor Teil von Taika Waititi wäre ich nun mehr als bereit. :D

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                                          • 8

                                            Er war zwar durchgehend unterhaltsam, aber bis Minute 90 war ich relativ sicher, dass der Film jede Sekunde in seine grellbunten, unzusammenhängenden Einzelteile zerfallen würde. Aber dann geschah das Drehbuchwunder und alles fügte sich ganz wunderbar zusammen. Das ist sicherlich keine große Kinokunst. Aber es ist großes Kinohandwerk. Und wenn ich mir ansehe, wie viele Filmemacher das nicht beherrschen, ist es mir hier glatte 8 Punkte wert.

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                                            • 7

                                              Der beste Thor bisher, eine reine Komödie mit gags, die zur Abwechslung wirklich zünden!

                                              • 5 .5

                                                Hemsworth ist der schwächste von allen Marvel Darstellern.
                                                Gleich danach kommt Chris Evans, schaupielerisch eher am Gefrierpunkt.
                                                Das bekackte Netflix Universum lassen wir mal aussen vor.

                                                Die Typen die ich beim MCU am meisten mag bekommen die geringste Screentime. Wie hier Hiddelston oder Ruffalo.

                                                Gott hoffentlich bekommen die ihre eigenen Filme.

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                                                • 7 .5

                                                  Bei weitem der unterhaltsamste Thor-Film, weil er sehr anders wirkte, als die anderen und sich abhob.
                                                  Der Humor war meistens unterhaltsam, wenn auch manchmal zu aufgesetzt und etwas zu unpassend zur Thematik wirkte.
                                                  Die Darsteller waren gut aufgelegt und es machte Spaß, sie miteinander interagieren zu sehen, die Action war schön bunt und fetzig inszeniert und der Film hatte sogar ein paar kleinere ernste Szenen und nette Cameos.
                                                  Was aber nicht funktionierte, war Hela's hanebüchene Einführung und die ansonsten auch eher langweilige Performance von Cate Blanchett.

                                                  • 8

                                                    Thor und Mjölnir führten eine sehr innige Beziehung.
                                                    Marvel erweist dem MCU Hammer nun die letzte Ehre.

                                                    Rest in Pieces, Mjölnir!

                                                    https://www.youtube.com/watch?v=dEKsPyNh4sw

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